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Heimat des Netzwerkens – der Bloggerclub hat eine neue Heimat

5. August 2017
Der PresseClub ist neu eröffnet - und damit der Bloggerclub auch. Foto: Schwepfinger

Der PresseClub ist neu eröffnet – und damit der Bloggerclub auch. Foto: Schwepfinger

Die Resonanz war enorm und das freut mich sehr. In klassischen Massenmedien und den sozialen Netzen wurde über den Wiedereinzug des PresseClubs zurück an den Marienplatz groß berichtet. Damit hat auch der Bloggerclub nun die renommierte Adresse Marienplatz 22/IV. Wie selten zuvor bekam ich Gratulationsmails, -posts oder -Tweets. Der Hammer war wohl ein halbseitiges Foto in der Abendzeitung Print (und online auch). Danke Tobias für den Hinweis und danke Manuela für die Zusendung des Papierbelegs.

Wow in der Abendzeitung print und online.

Wow in der Abendzeitung print und online.

Ich habe die Ehre, für den Bloggerclub als Vorsitzender zu arbeiten und mache dies meist im Hintergrund. Meine Vorstandskollegen führen in der Regel die Veranstaltungen durch. Meine Hauptaufgaben sind Lobbyismus und Netzwerken – und dem konnte ich beim Wiedereinzug des PresseClubs ausgezeichnet nachkommen.

PresseClub und Bloggerclub in bester Lage
Die neu gestalteten Räume des Clubs mit Blick auf den Marienplatz und den Alten Peter sind eindeutig die beste Lage in München. Für uns steht fest: Wir sind wieder in die Heimat des Netzwerkes eingezogen. Für mich ist der Club-Gedanke hier wichtig. In der Vergangenheit habe ich am Marienplatz für mich wichtige Hintergrundgespräche geführt. Das waren zum einen mit den illustren Gästen des PresseClubs. Das waren aber zum anderen mit den Mitgliedern des PresseClubs. Ich habe viel von dem Know-how, von der Erfahrung und der Einschätzung der Kolleginnen und Kollegen profitiert. Das ist für mich Netzwerken pur. Leider waren Eli Treppner und Norbert Matern nicht da, denen ich gerne persönlich gedankt hätte.

Vorsitzende beim Netzwerken: Matthias . Lange (Bloggerclub) und Peter Schmalz (PresseClub)

Vorsitzende beim Netzwerken: Matthias . Lange (Bloggerclub) und Peter Schmalz (PresseClub)

Wir als Bloggerclub sind dankbar, dass wir in dieser großartigen Location zu Gast sein dürfen und unsere Veranstaltungen durchführen dürfen. Bisher waren wir als Bloggerclub im Ausweichquartier des Clubs im Tal 12 untergebracht. Hier fand auch unsere Gründungsveranstaltung statt – wir sind jetzt ein Jahr alt. Der PresseClub residiert jetzt wieder am Marienplatz, wo er seit 1958 zu Hause ist und wir Blogger dürfen erstmals auch die neuen Clubräume nutzen. Damit ändert sich auch die Geschäftsadresse des BloggerClubs in die renommierte Adresse Marienplatz 22/IV. Und das leistungsstarke kostenfreie WLAN passt auch – ich weiß, wo ich ab und zu als digitaler Nomade arbeite, wenn ich in München bin.

Podiumsdiskussion zur Wiedereröffnung - ich bin auch dabei. Foto: Schwepfinger

Podiumsdiskussion zur Wiedereröffnung – ich bin auch dabei. Foto: Schwepfinger

PK zur Wiedereröffnung
Zum Wiedereinzug lud der Internationale PresseClub München in seine neu gestalteten Räume am Marienplatz 22 ein. Mit rund 800 Mitgliedern und mehr als 250 Pressekonferenzen pro Jahr ist der PresseClub München e.V. der größte seiner Art in Deutschland. Nach dem Umbau bietet der Club nicht nur den Blick auf das Rathaus, sondern auch auf den Alten Peter. Wenn ich Gäste aus dem In- und Ausland habe, führe ich sie in den PresseClub und zeige ihnen den Ausblick. Besser geht es wirklich nicht.

Wo der Hut liegt, ist mein Platz.

Wo der Hut liegt, ist mein Platz.

Einen Überblick über die Aktivitäten und Angebote des PresseClubs gaben auf der Pressekonferenz: Peter Schmalz, Vorsitzender PresseClub München e.V., Helmut Gierke, Vorstandsmitglied PresseClub München e.V., Angelica Fuss (coole Brille), Geschäftsführerin PresseClub München e.V., Matthias J. Lange, Vorsitzender Bloggerclub e.V., Leonie Sanke, Vorsitzende Nachwuchsjournalisten in Bayern e.V. (NJB), was mich besonders gefreut hat, denn dem NJB stand ich lange als Vorsitzender vor. Auch unser stellvertretender Vorsitzender Franz Neumeier war im Publikum mit dabei und beantworte im Nachhinein die Fragen der Journalisten. Für einen Imagefilm des PresseClubs wurden Franz Neumeier und ich vor der Kamera interviewt. Wir spielten uns wunderbar die Bälle zu und machen Werbung für den Bloggerclub – also Lobbyismus pur.

Die Sicht vom Podium.

Die Sicht vom Podium.

Die komplette Pressekonferenz gibt es hier zu sehen. Die Ausführungen von mir gibt es ab Minute 35:38 im ersten Video und das komplette zweite Video.

 

Coaching-Projekt für junge Journalisten

16. Januar 2014

Im Grunde bin ich kein Vereinsmensch. Ich gehörte nur wenigsten Vereinigungen an. Skeptisch reagiere ich beispielsweise auf Politiker, die in zehn, zwanzig Vereinen Mitglied sind. Das ist für mich unglaubwürdig. Bleibt da wirklich Zeit für den Verein und wichtige ehrenamtliche Arbeit? Ich denke nicht. Daher habe ich mein Engagement auf wenige ehrenamtliche Tätigkeiten begrenzt und diese zu meiner aktiven Zeit auch richtig gemacht und mich eingebracht. Mal sehen, ob neue Herausforderungen kommen.

Zum einen waren da die Nachwuchsjournalisten in Bayern (NJB) e.V. – eine Vereinigung von jungen Journalisten. Der NJB e.V. hat mich während meiner journalistischen Tätigkeit begleitet und ich habe viel, sehr viel gelernt. Es war wirklich eine Starthilfe für junge Journalisten. Eine Zeitlang war ich dort Beiratsmitglied, dann Finanzreferent, dann Vorsitzender und am Ende Mitglied des Ehrenrates. Ich stand und stehe dem Verein immer gerne zur Seite.

Zum anderen war das der Internationale PresseClub München. Auch hier war ich lange Zeit Mitglied des Vorstands und brachte mich in den renommierten Club am Münchner Marienplatz ein.

Gestern bekam ich den Hinweis für ein Coaching-Projekt für junge Journalisten ab Mai 2014. Ich war früher mal Teil des Mentorenprogramms und kann es ausdrücklich unterstützen. Lernen von den Profis. Lernen durch Kontakte. Ohne diese beiden Voraussetzungen ist der Einstieg in den Journalismus schwer. Doch wie kommen gerade Anfänger an die Entscheider in der Branche heran? Ein Tutoratsplatz des Internationalen PresseClubs München ist eine viel versprechende Möglichkeit. Rund ein Dutzend junge Journalisten lassen sich ein Jahr lang von einem Medienprofi aus dem PresseClub auf ihrem beruflichen Weg begleiten. Das Programm wird ergänzt durch Seminare und Infoveranstaltungen. Ich bin zwar kein Mentor in diesem Programm, möchte Nachwuchsjournalisten aber dringend dieses Angebot ans Herz legen.

Was sind die Voraussetzungen für eine Teilnahme?

  • Erste Erfahrungen durch Praktika in den Medien
  • Unter 30 Jahren
  • Optimaler Zeitpunkt: nach der Zwischenprüfung Wohnsitz Bayern, möglichst München
  • Verpflichtende Teilnahme am Fortbildungsprogramm
  • Fristgerechte Bewerbung bis spätestens 15. März 2014

Die Online-Bewerbung und weitere Infos unter „Mentoring“ gibt es auf der Homepage des PresseClubs. Also Hintern hoch und bewerben.

Schülerzeitungen gehen ins Netz und ins Web-TV

27. April 2013
Crossmedia-Schulung am Gymnasium in Selb.

Crossmedia-Schulung am Gymnasium in Selb.

Der journalistische Nachwuchs liegt mir sehr am Herzen und neben meiner jahrelangen aktiven Mitgliedschaft bei den Nachwuchsjournalisten in Bayern und dem PresseClub München widme ich einen Teil meiner Zeit  natürlich auch Schülerzeitungen. Das Thema ist furchtbar spannend, weil Schülerzeitungsredakteure einen frischen Blick auf viele Dinge werfen. Sie sehen manche Dinge anders und haben Lust am Experimentieren und das ist gut so. Ich bin Jury-Mitglied des Schülerzeitungspreises Die Raute und engagiere mich stark in dem Bereich. Zur Schulung der Nachwuchsredakteure habe ich zusammen mit einem Kollegen sogar das Buch 1×1 der Schülerzeitung geschrieben. Bestellungen für kostenlose Exemplare übrigens bitte bei mir.

Die älteren Schüler schulen die jüngeren.

Die älteren Schüler schulen die jüngeren.

Aber Schülerzeitungen bleiben nicht stehen. Neue Entwicklungen zeigen mir, dass es die Medienkrise auch Schülerzeitungen erreicht hat. So manche Schülerzeitung kann aus Vertriebs- und Anzeigengründen nur noch ein- bis zweimal im Jahr erscheinen. Und was machen die pfiffigen Redakteure? Sie weichen ganz selbstverständlich aufs Netz aus. Die einen manchen eine Schülerzeitung im Web als WordPress-Seite, die anderen gehen gleich auf Facebook und stellen sich dar. Die Mitschüler sind sowieso auf Facebook und somit ist das Vertriebsproblem gelöst. Die Artikel werden gelesen – und das ist das Hauptziel von Schülerzeitungen.

Und wiederum andere machen Schulfernsehen. Oftmals mit den Fernsehkameras, die sie in ihrer Hosentasche haben: Den Smartphones. Sowohl iPhone als auch Android haben gute Videokameras und Schnittsoftware und Smartphones sind immer dabei. Zwar gibt es an bayerischen Schulen die rückständige Vorgabe: Das Handy bleibt aus, doch Schüler finden einen Weg und gegebenenfalls wird das Smartphone eben auf Flugmodus gestellt.

Die jüngsten Filme nutzen die Produktionswerkzeuge aus ihrer Hosentasche.

Die jüngsten Filme nutzen die Produktionswerkzeuge aus ihrer Hosentasche.

Und dann habe ich Schülerinnen und Schüler vom Walter Gropius-Gymnasium in Selb erlebt, die mit Profi-Ausrüstung Schulfernsehen machen. Sie nehmen ihre Beiträge auf P2-Karten auf, schneiden am Avid und erlernen in der Schule Medienkompetenz. Sie spielen ihre Beiträge im Netz aus und sind Mitglied bei den Jungen Medien Oberfranken zusammen. Ich durfte die rund 20 Schüler in Sachen Crossmedia schulen und künftig arbeiten Schülerzeitung, Schulfernsehen und Schulwebsite Hand in Hand. Journalistische Themen werden von den jungen Kolleginnen und Kollegen aufgegriffen und über verschiedene Medienformate gespielt. So sieht praktischer Journalismus im 21. Jahrhundert aus.

Bei meiner Schulung gingen wir auf Themensuche und stellten fest: Es gibt Themen, die Schüler zu 100 Prozent betreffen und die in allen drei Medienarten gespielt werden können. Zur besseren Vertreibung wird jetzt an einer internen Facebook-Gruppe gearbeitet, um Auflage, Klickzahlen und Reichweite zu stabilisieren und zu erhöhen.

Zum Spaß drehten die Schüler ein Interview mit Sabine Habla, Regionalbeauftragte bei der Hanns-Seidel-Stiftung, die meine Schulung ermöglichte und die Schüler zu weiteren Seminaren in die Bildungszentren der Stiftung einlud. Ich habe die Dreharbeiten zum Spaß mit meinem iPhone mitgedreht und bei YouTube eingestellt.

Nachruf: Walther von LaRoche verstorben

14. Mai 2010
Viele Menschen halfen mir auf unterschiedlichste Weise bei meinem Berufsstart als Journalist. Einer von ihnen ist vor kurzem verstorben: Walther von La Roche
Der Journalist und Autor starb vergangenen Sonntag in Herrsching am Ammerse im Alter von 74 Jahren. Einst war er Leiter der Nachrichtenredaktion beim BR. Viel wichtiger für mich: Er gab die „gelbe Bibel“ heraus, das Standardwerk für jeden Nachwuchsjournalisten. Das Buch hieß „Einführung in den praktischen Journalismus“. Hier wurde dem Leser auseinandergesetzt, was die unterschiedlichen journalistischen Darstellungsformen waren und warum wir in berichtende und meinungsbildende Form im Nachkriegsjournalismus unterscheiden. Für mich ist der La Roche, wie das Buch bei mir hieß, ein wichtiger Helfer in Berufsfragen geworden. Es war ein Lehrbuch, von dem ich noch heute zehre. Dieses Buch hat mir wirklich etwas gebracht und dafür bin ich Walther von La Roche zu großem Dank verpflichtet.
Jahre später hab ich ihn mal auf einer Veranstaltung  der Nachwuchsjournalisten in Bayern (NJB) e.V. getroffen, als er uns jungen Menschen neue Bücher seiner gelben Reihe aus de, List Verlag vorstellte und ich ließ mir mein altes, zerlesenes Exemplar signieren. Es war für mich ein großer Moment, als wir gemeinsam auf einer Bühne saßen und ich die Veranstaltung moderieren durfte. Später sprachen wir darüber, wohin sich die gelbe Reihe entwickeln könnte und er hörte sich die Entwicklungen im Bereich Online interessiert an. Internet-Journalismus war damals ganz jung und La Roche war im Zeitalter von BTX stehen geblieben. Leider kam es nicht mehr zur Zusammenarbeit. Ich traf ihn dann nochmals im Mai 2008 beim 10. Geburtstag des Mediencampus Bayern. Ein verdienter Recke wie La Roche durfte da nicht fehlen, wenn es um die Journalistenausbildung geht. Leider war er ziemlich angeschlagen. Außer ein paar freundlichen Worten hatten wir keinen intensiveren Kontakt mehr.
Rundum: Vielen Dank für die Starthilfe. Sie haben erkannt, wie wichtig das richtige Rüstzeug für den späteren Berufsalltag ist.