Archive for the ‘Aufgelesen’ Category

George Bush der Ältere ist tot – persönliche Erinnerungen an George Herbert Walker Bush

1. Dezember 2018

George Herbert Walker Bush ist verstorben. Er war der 41. Präsident der Vereinigten Staaten und in meinen Seminaren sag ich immer in Anlehnung an die holländischen Meister Bush der Ältere. Es gibt viele Taten, die uns an George Herbert Walker Bush erinnern. Für mich war es die deutsche Wiedervereinigung und der Golfkrieg um die Befreiung Kuwaits. Politische Kommentatoren werden sicherlich die Stellung von George Herbert Walker Bush in der Politik würdigen.

Mein Wahlkampfschild für Bush.

Mein Wahlkampfschild für Bush.

Ich selbst bin Bush nie begegnet, sah in nur in den klassischen Massenmedien. Im Alter schien die Familie Bush kein Freund von The Donald zu sein, was ihn mir sympathisch erscheint. Das einzige Mal, wo ich Bush emotional näher kam, war die Wahlparty zur Präsidentschaftswahl 1992. Es war die Wahl Bush/Quayle gegen die Herausforderer Clinton/Gore. Die Wahlparty fand im Münchner Amerikahaus statt und ich war neugierig und feierte mich. Im Grunde verstand ich nicht viel vom amerikanischen Wahlsystem und daher war diese Party eine Fortbildung für politische Bildung für mich. Und es war eine Fortbildung in amerikanischer Küche. Ich lernte Brownies, Muffins und Bagles kennen.
Es war 1992 und natürlich hatten wir kein Internet und die Live-Schaltungen zum US-Fernsehen waren auch überschaubar. Einen Favoriten hatte ich keinen. Bush kannte ich zumindest, hatte auch mal eine Biografie gelesen über seine Jahre bei der CIA. Bill Clinton war mir völlig unbekannt und sein Vize Al Gore war eine hölzerne Figur. Die Geschichte hat gezeigt, dass Clinton in Sachen Frauen dem Amtsvorgänger Kennedy um nichts nachsteht. Al Gore wurde später zum Umweltschützer und genießt meinen höchsten Respekt.
Ich bekam von einem US-Bürger ein Schild Bush/Quayle in die Hand gedrückt und durfte einen Fan der Republikaner spielen. Ich trug zudem einen Button von Clinton, der mich als Demokraten auszeichnete. Der Button wurde mir von den Republikaner abgenommen und dafür bekam ich einen Anhänger von Alfonse Marcello „Al“ D’Amato angesteckt, den ich freilich auch nicht kannte. Er war US-Senator der Republikaner für den Staat New York. Laut Wikipedia sprach und sang er den ersten langen Filibuster 1992 mit über 15 Stunden seit Einführung der Live-Übertragungen aus dem US-Senat, um den Wegzug einer Schreibmaschinenfabrik aus seinem Heimatstaat New York zu verhindern. D’Amato gibt es nicht mehr und Schreibmaschinen auch nicht.

D‘Amato setzte sich für Schreibmaschinen ein.

D‘Amato setzte sich für Schreibmaschinen ein.

Irgendwann in den frühen Morgenstunden ging ich nach Hause. Clinton hatte gewonnen. Ich nahm mein Bush-Schild und meinen D’Amato-Anstecker, ging nach Hause und lagerte sie ein. Zum Tode von George Herbert Walker Bush hab ich die Sachen aus dem Archiv gekramt. Ein richtiger Republikaner bin ich aber immer noch nicht geworden.

Im Gasthof Heinzinger in Rottbach sind die Steaks zu Hause

30. November 2018

Ich muss gar nicht so weit in die Gegend fahren, um hervorragende Steaks zu essen. Quasi um die Ecke, im Maisacher Ortsteil Rottbach, gibt es im Landkreis Fürstenfeldbruck ein ausgezeichnetes Steak-Restaurant: Den Gasthof Heinzinger Denis Michael Kleinknecht.
Ich kannte Denis noch, als er mit seinem Papa herumgealbert hatte und Punk spielte. Mit seinem Vater habe ich jahrelang zusammengearbeitet. Dann haben wir uns aus den Augen verloren. Dennis Michael Kleinknecht machte inzwischen in der Gastronomie Karriere: Lehre zum Koch im Hotel Mayer in Germering, Chef Pattissier / Chef Tournant, Le Gourmet, Otto Koch München (1 Stern Michelin 18 Punkte Gaullt et Milleau), Chef Tournant Hotel The Randolph, Oxford UK (5 Sterne Hotel Restaurant 2 Sterne), Sous Chef / Küchenchef Acquarello München (1 Stern Michelin, 17 Punkte Gaullt et Milleau), Küchenchef Hotel Ritzi München, Küchenchef Röckenwagner´s Santa Monica, CA USA, Küchenchef Hiscox, München sind seine Stationen. Und jetzt ist er wieder im Landkreis Fürstenfeldbruck tätig.

Der Gruß aus der Küche.

Der Gruß aus der Küche.

Er liebt die Küche der Region. Bei den Steaks setzt er auf Nachhaltigkeit und er legt Wert auf Qualität. Das Roastbeef stammt von der Allgäuer Färse, das Filet vom Simmentaler Biorind, das Filet vom Galizischen Rind, Valles de Leon (21 Tage trocken gereift), das T-Bone vom irish Black Angus (21 Tage trocken gereift), das Tomahawk vom Emsrind (21 Tage trocken gereift).

Ich griff zum T-Bone und stellte den Koch vor eine große Herausforderung: Ich wollte das Steak blutig. Das ist bei der Masse an Fleisch ein Problem bei der Zubereitung. Im Kern soll es warm und blutig sein, dabei darf das Äußere nicht zu stark durchgebraten sein. Beim Filet von K1 war das kein Problem, aber bei meinem dicken Steak kann es schiefgehen. Nun: Die eine Hälfte die T-Bone-Steaks war perfekt, die andere Seite zu durch. Aber ich weiß, dass die Herausforderung gemein war. Das Fleisch mit drei Sorten Salz schmeckte hervorragend: weißes fleur de sel, schwarzes Lava-Salz und beiges Himalaya-Salz.

Hier wird Salz gereicht.

Hier wird Salz gereicht.

Kritik kommt vom mir aber am Besteck. Das Messer war zwar aus der italienischen Besteckschmiede Pintinox. Meine Gattin hatte ein Tramontina mit Sägeschliff. Die Gabeln waren aber Standard und dürften bei der Dicke des Fleisches mehr Qualität vertragen.

Aber zurück zur Küche. Wenn ich mich auf Nachbarstischen des typisch bayerischen Gasthauses umschaue, ist auf den Tellern nur Qualität zu finden. Die Produkte stammen von Erzeugern, die Denis Kleinknecht persönlich kennt. Vieles stammt aus der direkten Umgebung. So stammen beispielsweise die Brucker-Land-Kartoffeln vom Hartlhof in Esting und die Eier vom Geflügelhof Heggmeier in Oberlappach, zwei Dörfer weiter. Kraut, Zwiebeln und sämtliche Mehle bekommt der Wirt von Johann Herrmann in Merching, die Milch aus Schöngeising und das Holzofenbrot von Gut Kerschlach. Das Wild stammt meist aus Rottbacher Revier. „Mehr als 70 Prozent meiner Zutaten werden in der Region produziert“, berichtet Denis Kleinknecht gegenüber den klassischen Massenmedien. Das finde ich lobenswert. Ich finde es klasse, dass Kleinknecht den Wert von Lebensmitteln hochhält. Der Ruf nach qualitativ hochwertigen Lebensmitteln aus der Region wird lauter. Und Kleinknecht hat diesen Ruf auch vernommen. Bayerische Küche mit internationalen Einflüssen – so muss es sein. Und die Produkte werden, wenn möglich komplett verwertet. Ich freue mich auf den nächsten Besuch in Rottbach, ich freue mich auf die Geschmackserlebnisse, die mich erwarten. Und die Gattin ist sehr interessiert und kritisch auf die Dampfnudeln aus dem Hause Kleinknecht. Gerade bei Dampfnudeln ist sie sehr anspruchsvoll, schließlich gilt es, die Dampfnudeln der Oma zu schlagen. Donnerstag ist Dampfnudeltag. Das einzige was nicht aus der Region kommt ist die thahitianische Vanille. Übrigens, beim Dampfnudeltag sollte unbedingt beim Heinzinger reserviert werden.

 

Meine Erinnerungen an die CeBIT

29. November 2018

Die einstmals größte Computermesse der Welt, die CeBIT ist Geschichte. Wie die Deutsche Messe AG (per Fax – nein, das war böse) mitteilte, wird die CeBit 2019 nicht mehr stattfinden. Nun, das wirft ein bezeichnendes Licht auf den IT-Standort Deutschland und dennoch: Die CeBIT hat sich überholt.
Als Gründe nennt die Messegesellschaft wirtschaftliche Gründe und der Besucherschwund in den vergangenen Jahren. Ich muss zugeben, ich war auch lange schon nicht mehr in Hannover mit dabei.
Im Jahre 1986 fand die erste eigenständige CeBIT in Hannover statt und es folgten glorreiche Jahre. Das kleine Hannover war mit der immer größer werdenden Messe überfordert. Verkehrskollaps pur. Wenn ich auf der CeBIT war, kehrte ich immer krank nach München zurück. Es zog wie Hechtsuppe in den Messehallen und ich holte mir regelmäßig eine Erkältung. Schwitzen und Frieren war dort immer angesagt. Damals prägte sich der Spruch ein: Nichts ist doofer als Hannover.
CeBIT bedeutete auch immer die Unterbringung in Privatzimmer. Irgendwelche Familien räumten das Kinderzimmer ihrer Kinder und vermieteten die viel zu kurzem Kinderbetten an zahlende IT-Journalisten und Aussteller. Wie das gehasst habe, denn meine Verlage haben sich immer zu spät für die CeBIT entschieden, obwohl es eigentlich klar war, dass man dorthin musste. Ich erinnerte mich daran, dass ich Verwandtschaft in Hannover hatte und kam seitdem bei eben dieser Verwandtschaft unter. Das war zwar prima, aber ich musste dann aber auch Familiengeschichten beim Frühstück erdulden. Ich hätte so gerne meinen Rausch ausgeschlafen, denn die CeBIT-Nächte waren lang und feucht. Die Parties der Unternehmen waren der Renner. Die IT-Industrie schwamm damals in Geld und in Hannover rockte die Hütte. Oft waren es zwei, drei Parties am Abend, die es zu besuchen galt. Man wusste zu feiern.

So sah ich als Moderatir auf der CeBIT aus.

So sah ich als Moderatir auf der CeBIT aus.

Als ich noch Textchef der PC Professionell war, richtete der Verlag Ziff Davis und anschließend VNU auch eine Party in Hannover aus. Es war in einem Kino oder Theater. Und es war mit Abstand eine der besten Parties und das schreibe ich nicht, weil ich daran beteiligt war. Unsere Redaktion verlieh an dem Abend verschiedene Preise und Auszeichnungen und dann ging die Post ab. Ich weiß noch, wie ich mit den beiden Chefredakteuren Christoph Scholze und Franz Neumeier die Choreografie des Abends übernommen hatte. Unsere Redakteure mussten die Preise verleihen und sie waren zwar ausgezeichnete Technikredakteure, doch Sprechen auf einer Bühne war nicht so ihr Ding. Daher musste ich aus Technikern nun Rampensäue machen. Alles klappte und zudem war ich das erste Mal mit 3D-Animationen konfrontiert. Unser Layouter Clemens Strimmer bastelte aufwendige Animationen, die tagelang rendern mussten. Wehe, die Chefredaktion wollte dann die eine oder andere Szene anders, dann begann der ganze Spaß von vorne.

Meine Aufgaben auf der CeBIT
Auf der CeBIT habe ich viele Kolleginnen und Kollegen getroffen. Es war ein Stelldichein der Branche. Da ich als Textchef der PC Professionell nicht als Berichterstatter eingesetzt war, fungierte ich als eine Art Frühstücksdirektor. Ich begleitete Redakteure bei ihrer Arbeit und war für Smalltalk zuständig. Eine Kollegin, die Ingenieurin war, recherchierte für ein Taiwan-Special und ich durfte sie zu den asiatischen Ständen begleiten. Lüfter, Trafos, Netzteile – das alles ist wirklich nicht meine Welt, aber natürlich ging ich mit. Interessant war, dass die asiatischen Aussteller kein Wort mit meiner Kollegin sprachen, sondern das komplette Gespräch über mich den Ahnungslosen lief. Die Kollegin war die Expertin und sprach zudem noch die Sprache der Kunden, aber die Asiaten wollten nur mit mir sprechen. Eine seltsame Welt war das damals auf der CeBIT.

Gespräch mit dem Vater des Internets: Vint Cerf.

Gespräch mit dem Vater des Internets: Vint Cerf.

Und ich traf auf der CeBIT die eine oder andere Berühmtheit. Für mich sicherlich am bedeutendsten war Vint Cerf. Der Normalsterbliche hat den Namen wohl noch nie gehört, aber Vint Cerf ist eine Berühmtheit. Er ist nicht mehr als der Vater des Internets. Im September 1973 präsentierte er eine erste Version von TCP/IP, die im Mai 1974 auch veröffentlicht wurde. Darauf basiert heute die Kommunikation im Netz. Viel weiß ich nicht mehr über unser Gespräch. In Erinnerung ist mir nur geblieben, dass er seit frühester Jugend ein Hörgerät trägt und dass er es als Wearable Device bezeichnete. Jahrzehnte später erkannte ich, was er damals schon voraussah.

Ein wirklich weiser Mann.

Ein wirklich weiser Mann.

CeBIT zu Hause
Und die CeBIT ist jeden Tag bei uns zu Hause präsent. Ich brachte einmal eine Tasse von der CeBIT mit nach Hause. K1 beschlagnahmte diese rote Tasse mit CeBIT-Logo sofort und trinkt seit frühester Jugend den Kakao ausschließlich aus dieser Tasse. Ich hab richtig Angst vor dem Tag, wenn diese Tasse mal kaputt gehen sollte. Nachdem die CeBIT jetzt Geschichte ist, kann ich mir niemals wieder eine Ersatztasse besorgen und K1 wird keinen Kakao mehr trinken.

Die Lieblingstasse von K1 - wehe sie geht mal kaputt.

Die Lieblingstasse von K1 – wehe sie geht mal kaputt.

Aber jetzt Schluss mit den nostalgischen Erinnerungen. Die CeBIT ist Geschichte und es ist gut so. Messen in dieser Form haben sich überlebt. Messen als Ort, um neue Produkte zu entdecken wurden, vom Internet hinweggefegt. Für mich wurden Messen im IT-Bereich durch Conventions ersetzt, bei der Gleichgesinnte zusammenkommen und ihrer Passion frönen. Aber eine Show der Neuigkeiten brauche ich in der Form nicht mehr. Hier hat die Messegesellschaft richtig gehandelt. Teile der CeBIT werden nun in die Hannover Messe integriert, aber ob die Hannover Messe nun Community-affin ist, sei mal dahingestellt. Es ist eine wichtige Industriemesse, aber es fehlen Herz und Seele. Zur CeBIT kamen zu wenig Leute. Ich erinnere mich, dass viele Vorträge im Konferenzprogramm gekauft, aber nicht interessant waren. So macht man als Messe eine Messe auch kaputt bei der Gier den Ausstellern, Kohle zu entlocken.

Es ist aber bezeichnend, dass die CeBIT als deutsche IT-Messe zu Grabe getragen wird. Ich trauere der alten CeBIT nicht nach, genauso wie ich der Systems in München nicht nachtrauere. Und auch meine geliebte MacWorld Expo in SF ist vorbei.

Nach Black Friday kommt das Weihnachtsgeschäft

26. November 2018
Ja ist denn schon Weihnachten ...

Ja ist denn schon Weihnachten …

Die Schlacht von Black Friday und die Cyber Monday-Woche ist geschlagen und schon hat der Einzelhandel ein neues Ziel vor den Augen: Weihnachten. Der Heilige Abend ist dieses Mal auf den 24. Dezember festgesetzt und bis dahin werden die Kassen im deutschen Einzelhandel klingen. Adobe sagt in seiner Studie ein umsatzstarkes Weihnachtsgeschäft voraus und belegt es auch gleich mit Zahlen.
Deutsche Konsumenten investieren in diesem Jahr durchschnittlich 674,- Euro in Weihnachtsgeschenke – das sind erneut über 100,- Euro bzw. rund 20 Prozent mehr als in 2017. Da liege ich gegen den Trend. Bei mir wird es dieses Jahr preiswerter, liegt aber daran, dass ich im Moment noch keine Ideen habe.
Noch nie haben die Deutschen mehr Budget für ihren Gabentisch eingeplant. Und dennoch sind sie die Xmas-Sparfüchse Europas: Im direkten Ländervergleich liegt Deutschland weit hinter Großbritannien (+5 Prozent auf 2.046,- £, umgerechnet nach aktuellem Wechselkurs: 2.344,- Euro) und Frankreich (+46 Prozent auf 730,- Euro). Dies ist das Ergebnis der aktuellen „Adobe Holiday Retail Survey 2018“, für die europaweit mehr als 3.000 Konsumenten befragt wurden (davon über 1.000 in Deutschland).

Kerzen zum Fest können nicht falsch sein.

Kerzen zum Fest können nicht falsch sein.

Knapp ein Viertel des Weihnachtsbudgets landet bei Amazon & Co.
Knapp jeder zweite Deutsche (45 Prozent) startete seinen Weihnachtseinkauf bereits Mitte November. Ich habe für die Geschenke der Ehefrau schon früher angefangen. Bei den Kindern wird es wohl Dezember, weil die Stimmung immer wieder wechselt. Pubertät ist das Alter, wo die Eltern seltsam werden. Bis zum 15. Dezember wollen 86 Prozent alle Geschenke beisammen haben. Eingekauft wird dabei vor allem online: Mehr als die Hälfte des Weihnachtsbudgets (53 Prozent) wird im Internet ausgegeben (F: 49 Prozent, GB: 56 Prozent). Insbesondere die großen E-Commerce-Plattformen sind hier gefragt: Ein Viertel der Deutschen (26 Prozent) plant einen Großteil ihrer Geschenkebestellungen bei Big Playern wie Amazon, eBay & Co. Knapp ein Drittel (31 Prozent) wollen auch Aktionstage wie den Black Friday oder den Cyber Monday für ihren Weihnachtseinkauf nutzen. Kein Wunder: Neben dem stressfreien Einkauf (18 Prozent) und der großen Produktvielfalt der Online-Händler (17 Prozent) ist ein guter Preis (29 Prozent) der Hauptgrund der Deutschen, ihre Weihnachtsgeschenke bevorzugt im Internet zu kaufen. Last-Minute-Shopper schätzen online nicht zuletzt das Angebot einer schnellen 24-Stunden-Lieferung (59 Prozent) und die Möglichkeit, ihre online bestellten Geschenke nach dem „Click-and-Collect“-Prinzip direkt im stationären Handel abzuholen (31 Prozent).

Vielleicht eine große Sofortbildkamera zum Fest?

Vielleicht eine große Sofortbildkamera zum Fest?

Jeder Zweite kauft Geschenke über die Mobile App
Deutsche Konsumenten setzen im Weihnachtsgeschäft verstärkt auf ihr Smartphone: Rund jeder Zweite (48 Prozent, bei den Millennials: 60 Prozent) verfügt bereits über mindestens eine Mobile Shopping App (F: 50 Prozent, GB: 54 Prozent). Auf der Suche nach dem richtigen Geschenk nutzt mehr als jeder vierte Deutsche (27 Prozent) soziale Medien, um sich inspirieren zu lassen (50 Prozent), die Produktbewertungen der anderen Nutzer zu checken (38 Prozent) oder um mögliche Weihnachtswünsche der Freunde und Familie in den Profilen zu recherchieren (36 Prozent). Interessant ist, welche Wirkung Anzeigen in sozialen Netzwerke bei mir haben. Entweder ich bin komplett begeistert und kaufe es mir selbst oder es geht mir am … vorbei.
Neue Technologien wie Chatbots werden bei der Geschenkesuche von nur 11 Prozent als wirklich nützlich angesehen. Schon jetzt haben 48 Prozent der deutschen Konsumenten eine vage Idee, welche Geschenke passen könnten. Wirklich festgelegt haben sie sich aber noch nicht. Auf dem Weg zur perfekten Weihnachtsüberraschung macht sich ein Viertel der Deutschen (25 Prozent) zunächst eine konkrete Geschenkeliste und setzt sich Termine, bis wann die Einkäufe erledigt sein sollen. 27 Prozent von ihnen haben keinerlei Shopping-Strategie und kaufen die Geschenke ganz spontan, wenn sie etwas Passendes sehen. Insgesamt liegen Geschenke hoch im Kurs, die einen praktischen Nutzen versprechen (70 Prozent).

Wir gedenken: Vor 55 Jahren wurde JFK in Dallas erschossen

22. November 2018
Zwei von vielen Bücher über Kennedy.

Zwei von vielen Bücher über Kennedy.

Bis heute ist JFK ein Medienstar und auch ich möchte an diesem Tag an John F. Kennedy erinnern. Heute vor 55 Jahren wurde der 35. Präsident der Vereinigten Staaten in Dallas bei einem Attentat erschossen. Als Attentäter wurde Lee Harvey Oswald identifiziert, doch bevor der über seine Tat richtig reden konnte, wurde er vom Nachtclubbesitzer Jack Ruby erschossen. Grund: Er wollte Jacqueline Kennedy, die Witwe von JFK, den demütigen Gerichtsprozesse ersparen. Soweit die Fakten.
Nun, Kennedy war eine Symbolfigur für den Aufbruch und wenn ich die Generation meiner Eltern spreche, dann weiß sie genau, was sie gemacht haben, als sie vom Tod von JFK erfuhren. Für meine Generation ist die gemeinsame Erinnerungsbasis der 11. September 2001. Meine Mutter war gerade beim Wäsche aufhängen als sie im Radio von dem Attentat erfuhr.
Ich war noch nicht geboren, kann aber den Schock nachvollziehen, als Walter Cronkie, der wichtigste Nachrichtenmann der USA, den Tod des Präsidenten verkündigte. Bei YouTube gibt es den Ausschnitt zu sehen.

Und kein Jahr vergeht, mit neuen Verschwörungstheorien. Wer steckte hinter dem Anschlag? War es wirklich nur Oswald, der mit einem veralteten italienischen Gewehr so präzise Schüsse abgeben konnte? Gab es einen zweiten Schützen? Was passierte auf der kleinen Anhöhe in Dallas? War es die Mafia, waren es die Kubaner? Für mich war prägend der großartige Film von Oliver Stone JFK mit all seinen Theorien. An den Spekulationen will ich mich aber nicht beteiligen.
Aber die Person Kennedy ist schon interessant. Nachdem ich mich für die Person Richard M. Nixon interessiere, muss ich zwangsläufig viel über Kennedy lesen. Der Kennedy-Clan ist wichtig für die politische Geschichte der USA und ich kramte aus meinem Archiv ein Burda-Buch heraus, das kurz nach dem Tod von Kennedy erschienen ist. Beweihräucherung wohin man auch schaut. Der Kriegsheld, der Senator, der Ehemann, der Präsident. Ja, John F. und Jacqueline führten ins Weiße Haus einen neuen Stil ein und vermittelten Eleganz und Aufbruch. Gerade die Jugend setzte die Hoffnungen in Kennedy, der aber politisch die Schweinebucht und die Aufstockung der Truppen in Vietnam mitzuverantworten hatte. Hervorragend gelöst hat er zusammen mit seinem Bruder Bobby und Verteidigungsminister Robert McNamara die Kuba-Krise 1962. Die Welt stand vor einem atomaren Abgrund und Diplomatie entschärfte die Krise. Auch hier ein toller Film Thirteen Days. Versagt hat er aus deutscher Sicht beim Bau der Berliner Mauer. Und Kennedy war gewiss kein moralisches Vorbild. Er war ein Frauenheld und Ehebrecher. Wir sollten nicht so tun, als war Kennedy ein Heiliger. Er musste ein Machtpolitiker sein, wie alle Präsidenten vor und nach ihm. Aber moralisch integer im Hinblick auf Ehe und Familie, vermeintlich zutiefst amerikanische Werte, war er sicher nicht.
Kennedy hat gezeigt, wie wichtig Inszenierung ist. Die bekannte TV-Debatte Kennedy vs Nixon gewann Kennedy beim TV-Publikum. Der schwitzende Nixon siegte bei den Radio-Hörern aufgrund seiner besseren Argumente, aber Fernsehen mit einem strahlenden jungen JFK war das neue Leitmedium. Die Macht der Telekratie war aus der Büchse der Pandora und Fernsehinszenierung gehörte ab da zur jeder politischen Auseinandersetzung.

Das wusste auch Jacqueline Kennedy, die auf einen Trauermarsch durch Washington beim Begräbnis ihres Mannes setzte. Der Spielfilm Jackie: Die First Lady zeigt dies sehr gut.
Die Macht der Bilder ist enorm. Erinnern wir uns an den Super 8 Film von Hobby-Filmer Abraham Zapruder. Der Zapruder-Film zeigt das Attentat auf Kennedy. Wir sehen, wie Kennedy getroffen und sein Kopf zerfetzt wird. Wir sehen die Verzweiflung von Jacqueline. Später das Symbol: Jacqueline im blutverschmierten Kostüm bei der Vereidigung von LBJ und beim Verladen des Sarges.

Wir gedenken heute JFK als wichtige Figur der amerikanischen Geschichte. Trotz seiner vergleichsweisen kurzen Regierungszeit hat er viel in unseren Köpfen bewegt.

Meine Gedanken zu 100 Jahre Freistaat Bayern und Kurt Eisner

8. November 2018

100 Jahre Freistaat Bayern – was bedeutet dies für mich mich?  Ich könnte viel von der schönen Landschaft erzählen, von Baudenkmälern und Architektur, von Kunst, Kultur und Kirchen. Aber 100 Jahre Freistaat Bayern bedeuten für mich vor allem Liberalitas Bavarica. Es ist unsere bayerische Freizügigkeit. Es ist das Leben und Leben lassen. Dieses Denken hat mich geprägt und wurde mir immer wieder im Freistaat Bayern vermittelt.
Im Moment wünsche ich mir aber wieder mehr von dieser Liberalitas Bavarica in meinem Freistaat Bayern und ich muss damit auch an Kurt Eisner denken.

Kurt Eisner, Begründer des Freistaats Bayern.  Foto: Bundesarchiv

Kurt Eisner, Begründer des Freistaats Bayern. Foto: Bundesarchiv

Ich erinnere mich, als ich im Geschichtsunterricht vor über 30 Jahren ein Bild von Kurt Eisner gesehen habe. Das Schwarzweiß-Bild zeigte einen Zausel mit Bart und Brille. Eisner war als Journalist quasi ein Kollege von mir. Er war Mitglied der linken USPD, also linker als die Sozialdemokraten seiner Zeit, und er war Revolutionsführer in der Novemberrevolution 1918. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg regierten in Deutschland die Arbeiter- und Soldatenräte. München war rot. Eisner schafft den Umsturz, Ludwig III flieht und Kurt Eisner ruft am 8. November 1918 den Freistaat Bayern aus. Das feiern wir heute: 100 Jahre Freistaat Bayern.
Er wird erster bayerischer Ministerpräsident. Der Umsturz war nahezu unblutig, anders wie die andere Revolutionen. Eisner und seine Leute waren Künstler, Freidenker und hörten zu. Sie lebten die Liberalitas Bavarica.
Mir ist aus dem Geschichtsunterricht meiner Schulzeit der Satz von Eisner in Erinnerung geblieben: „Die Revolution ist nicht die Demokratie. Sie schafft erst die Demokratie.“ Später wird er von dem Rechtsradikalen Anton Graf von Arco auf Valley erschossen, der von einer späteren Bayerischen Regierung freigesprochen wurde. Auch das ist Bayern.

In meiner Heimatstadt München gibt es ein paar Erinnerungen an Kurt Eisner. Zum einen eine Bodenplatte in der Kardinal-Faulhaber-Straße beim Hotel Bayerischer Hof. Sie zeigt den Umriss des ermordeten Eisners an Ort seiner Ermordung. Das Denkmal wurde 1989 eingeweiht. Zum anderen gibt es am Oberanger eine Glasinstallation aus dem Jahr 2011, geschaffen von Rotraut Fischer. Es ist ein Kunstwerk aus Grünglaselementen. Durch die Anordnung und Spiegelung assoziiert die Installation Bewegung. Das Werk trägt die Inschrift „Jedes Menschenleben soll heilig sein.“ Die Schrift ist nachts beleuchtet. Mit diesem Ausspruch proklamierte Kurt Eisner den Freistaat Bayern.
„Jedes Menschenleben soll heilig sein“ – ein Spruch, den wir uns zu den Feierlichkeiten zu 100 Jahre Freistaat Bayern wieder in Erinnerung rufen müssen.

Robo-Kämpfer in der realen Welt und via Augmented Reality

5. November 2018

Immer wieder bricht es hervor, mein kleines aber feines Hobby Spielzeugroboter. Ich kaufe zwar kaum noch Exemplare für meine Sammlung hinzu, aber ich verfolge die Entwicklung auf diesem Spielzeugsektor aufmerksam. Ein bis zweimal im Jahr darf ich Seminare zu diesem Thema halten und es ist für mich ein riesiger Spaß. So musste ich grinsen, dass endlich die Welten Roboter und Augmented Reality (AR) zusammenwachsen.
Der britische Hersteller bringt Reach Robotics den MekaMon Berserker V2 auf den Markt. Mit einem völlig neuen AR- und Gamingerlebnis, einem neunen Kampfmodus und einer Spielgeschichte kommt der MekaMon in mein Spielzimmer. Reach Robotics ist ein britisches Technologie-Startup mit Sitz in Bristol.

MekaMon ist ein interessantes Roboterkonzept, wie ich finde. Es ist der weltweit erste echte Gaming-Roboter, der an Kämpfen in der realen Welt teilnimmt und Einzelspieler-Kämpfe in der erweiterten Realität durchführt. Klingt für mich spannend. MekaMon wird vollständig über ein iOS- oder Android Smart-Gerät gesteuert und bietet eine Mischung aus virtuellem und realem Spiel durch Robotik, Gaming und AR.
280 Euro kosten die kleinen Kämpfer der neuen Generation, die allerlei Features integriert haben, darunter 7 Schild- und Waffen-Upgrade-Slots, 4 Infrarotsender/-empfänger und 3 Freiheitsgrade pro Bein. Gerade die Robotik macht es aus, denn es ist nicht ein einfaches Spielzeug, sondern ein hochentwickelter Robi in Kinderhände. Die Spielzeit pro Akkuladung wird vom Hersteller mit 1,5 Stunden angegeben. Dann dürfte auch der Kampf der Roboter geschlagen sein. Wer einen Berserker V2 hat, kann nur in der AR-Welt kämpfen, durch die markerlose AR-Technologie mit ARKit 2 . Wer zwei oder bis zu vier von den Dingern hat, kann in der realen Welt antreten. Mal sehen, ob ich so einen Roboter testen kann – ich werde berichten.

Zeitumstellung: Wer hat an der Uhr gedreht?

28. Oktober 2018
Wie stelle ich jetzt diese Uhr um?

Wie stelle ich jetzt diese Uhr um?

In der Nacht zu heute war es wieder soweit. Die Uhr wurde eine Stunde zurückgestellt. Die Faustregel meiner Mutter lautet: Im Frühjahr werden die Stühle auf die Terrasse raus gestellt (Sommerzeit – eine Stunde vor). Im Winter werden die Stühle in das Haus rein gestellt (Winterzeit – eine Stunde zurück). Diese Umstellung sollte Energieeinsparung bringen, tat es wohl nicht, wie so manche Experten sagen.

Bahnhofstraße in London.

Bahnhofstraße in London.

Dafür wurden große Scheinkämpfe von der Politik geführt, ob die Zeitumstellung sinnvoll ist oder nicht. Leute, haben wir nicht wichtigere Dinge zu lösen? Groß hat die EU eine Umfrage initiiert, was denn die Bürgerinnen und Bürger wollen? Ergebnis: Zum einen stellen wir fest, dass die EU Kack-Server hat, die bei Traffic zusammenbrechen. Zum anderen: Das Euro-Volk will kein Umstellen der Uhr mehr. 84 Prozent ist eine eindeutige Meinung.
Jean-Claude will dem Votum folgen. Ob es jetzt nun die Sommer- oder Winterzeit wird, steht noch nicht fest. Vielleicht war es jetzt, das letzt Mal, dass wir die Uhr auf Winterzeit gestellt haben. Mir persönlich ist es egal, aber meine Familie leidet unter die Zeitumstellung sehr. Die beste Ehefrau der Welt litt unter dieser Stunde.

Die historische Uhr im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang wird per Hand umgestellt.

Die historische Uhr im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang wird per Hand umgestellt.

Seit 1980 gab es bei uns das Umstellen der Uhr. Jedes halbe Jahr gab es die Frage nach Paulchen Panther: „Wer hat an der Uhr gedreht?“ Aus dem Bauch heraus, würde ich für ein Beibehalten der Winterzeit plädieren. In der Sommerzeit litt ich ein wenig unter Schlafmangel, weil es zu lange hell war. Aber das ist nur ein subjektives Empfinden. In meinem Umfeld wollen die Leute eher eine dauerhafte Sommer- als eine dauerhafte Winterzeit.
Egal wie es ausgeht: Die Politik hat einen Sieg zu verbuchen, denn sie hat den Bürgerwillen umgesetzt. So und jetzt kümmern wir uns wirklich um die wichtigen Dinge.

Mal sehen, wie lange die Bahn im Münchner Hauptbahnhof zum Umstellen braucht.

Mal sehen, wie lange die Bahn im Münchner Hauptbahnhof zum Umstellen braucht.

Weihnachtspakete für Togo verladen

27. Oktober 2018
Hilfsgüter für Togo.

Hilfsgüter für Togo.

Ja ist denn schon Weihnachten? Für mich schon, denn ich habe mit anderen Ehrenamtlichen den Weihnachtscontainer für das afrikanische Land Togo beladen. Die Aktion PiT Togohilfe Maisach brachte einen Schiffscontainer jetzt auf dem Weg, damit er rechtzeitig bei den Kindern in Togo ist. Im Moment betreut der Verein mit Sitz in Maisach, Landkreis Fürstenfeldbruck, rund 700 Patenkinder in Togo. Ich selbst bin Mitglied der Togohilfe und mein Unternehmen redaktion42 hat zwei Patenkinder.

Neben den Geschenken für die Patenkinder gingen natürlich wieder Hilfslieferungen nach Afrika. In diesem Fall waren es vor allem medizinische Güter für Hüftoperationen. Wie Margret Kopp, Vorsitzende der Togohilfe, erklärte, werde man im Januar 2019 in Togo Hüftoperationen durchführen. Dazu werde ein Operationssaal eingerichtet. Die Instrumente und medizinischen Güter sowie Rollstühle, Krücken und Rolladtoren stammen alles von Spendern. „Das ist aktive und sinnvolle Entwicklungshilfe, die wir seit mehreren Jahren durchführen und überwachen“, so Kopp weiter. Da im Container noch Platz war, gingen auch Bänke und Stühle für Schulen auf die Reise nach Afrika.

Zudem stellte Margret Kopp den Togokalender 2019 vor. Die Fotos stammen von den zahlreichen Reisen nach Afrika. Der Druck des Kalenders ist durch Sponsoring von lokalen Firmen gedeckt, so dass der Verkaufspreis von 5 Euro zu 100 Prozent der Hilfeleistungen zu Gute kommen. Einige Firmen verschenken den Togokalender seit Jahren an ihre Kunden, eine sinnvolles Geschenk wie ich finde. Wer größere Mengen abnehmen möchte, kann sich mit Margret Kopp direkt in Verbindung setzen.

 

Kostümtrends zu Halloween 2018

26. Oktober 2018

Dieses Jahr wird es bei mir wohl nichts mit Halloween-Kostümen. Ich geh auf ein Konzert und da sind Verkleidungen nicht so angesagt. Naja oder ich provoziere mal so richtig. Vielleicht kommt nach dem musikalischen Programm noch ein filmisches Programm, aber das weiß ich noch nicht. Als Retrogamer bekenne ich wohl Farbe und trage meinem Pac Man-Anzug von OppoSuits. Ich habe gesehen, dass es jetzt einen Tetris-Anzug gibt, vielleicht schaffe ich ihn mir noch an. Der Online-Versender meines Vertrauens in Sachen Halloween liefert ja noch rechtzeitig. Vor kurzem war ich in Berlin und habe im Ladengeschäft von Maskworld nach Halloween-Trends Ausschau gehalten. Was trägt man denn so in der diesjährigen Halloween-Saison?

Bunt und Glitter statt Blut und Glibber zu Halloween
Bisher wurde Halloween in Deutschland vor allem gruselig und mit viel Kunstblut gefeiert, das fand ich als Anhänger des expressionistischen Horrorfilms gar nicht so schlecht. 2018 werden die Kostüme dagegen bunter und eleganter. Vielleicht liegt es am Einhorn, das vergangenen Jahr schon die Halloween-Partys erobert hat oder daran, dass auch in den USA zu Halloween die Verkleidungen bunter und weniger schaurig sind. Jedenfalls setzen Trendsetter dieses Jahr bei den Kostümen eher auf sexy Glitzerhexen, florale Calaveras und glamouröse Teufel. Auch in Sachen Make-up muss es nicht mehr nur blutig sein. Das Totenkopf-Make-up wird mit bunten Farben, Perlen und Strasssteinen verziert. Statt blutenden Wunden sind beim Zombie-Look bunte Farben und Make-up im Popart-Stil angesagt. Glitter, Glamour und ein Hauch Extravaganz stehen zu Halloween dieses Jahr hoch im Kurs.

Hex Hex Foto: Maskworld Hex Hex Foto: Maskworld

Hier komme ich mit meinen OppoSuits mit Pac Man-Motiven ganz gut zum Zuge. Um es richtig bunt zu treiben, ist der Confetteroni Anzug auch nicht schlecht. Vielleicht sollte ich das zu Halloween im Konzert tragen, dann falle ich wenigstens auf.

Für mich das Highlight der Saison. Foto: Maskworld Für mich das Highlight der Saison. Foto: Maskworld

SFX-Make-up: kleiner Aufwand, große Wirkung
Youtube- und Instagram-Stars sind Trendsetter – auch beim Halloween Make-up. In oft aufwendig produzierten Videos und Bildern zeigen sie spektakuläre Looks und bieten damit jede Menge Inspiration für das eigene Halloween-Make-up. Gerade als Laie sind die Schritt-für-Schritt-Anleitungen per Bild und Ton die perfekte Vorlage zum Nachschminken. Mit immer realistisch wirkenden SFX-Produkten bekommen auch Anfänger die coolen Looks der Influencer umgesetzt – und das ohne stundenlang vor dem Spiegel zu stehen! Mit Latexmilch und Kosmetikwatte lassen sich Wunden und abgerissene Haut darstellen, Collodium erzeugt auf der Haut realistisch wirkende Narben und selbstklebende 3D-Wunden lassen sich so einfach auftragen wie ein Klebetattoo. Mit etwas Blut und Schminke verziert, sieht das Halloween-Make-up aufwendiger aus, als es eigentlich ist. Maskworld hat einige gute Videos online gestellt. Ich arbeite ja viel für den Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks und die Make-Up-Experten haben sich einige Videos zusammen mit mir angeschaut.

Wunde zum Aufkleben. Foto: Maskworld Wunde zum Aufkleben. Foto: Maskworld

Der Klassiker: Horrorfilme
Horrorfilmklassiker feiern gerade ein großes Revival. Sei es 2017 die Neuverfilmung von “Es” (schlechter Film, gute Maske), dieses Jahr die Neuauflage von “Halloween” oder das Spin-off zur Conjuring-Reihe “The Nun” (noch schlechtester Film, gute Maske). 2019 bekommt auch der Batman-Bösewicht Joker einen eigenen Film, auf den ich gespannt bin. Ob nun verkleidet als Pennywise oder Michael Myers, gruselige Nonne oder als Antiheld der Joker – Horrorfilm Kostüme gehören zu den großen Halloween Trends 2018. Und dabei fällt mir ein, dass ich mir den neuen Halloween im Kino ansehen sollte. Als Fan von John Carpenter und Rob Zombie ist das quasi ein Muss. Vielleicht sollte ich im Kino eine Michael Myers-Maske aufsetzen? Egal, ich wünsche auf jeden Fall ein fröhliches Halloween.

Halloween muss ich mir im Kino ansehen, vielleicht im Kostüm? Foto: Maskworld Halloween muss ich mir im Kino ansehen, vielleicht im Kostüm? Foto: Maskworld