Buchtipp: Gestatten, dass ich sitzen bleibe von Udo Reiter

13. Juli 2015

Die Autobiografie des Journalisten Udo Reiter Gestatten, dass ich sitzen bleibe: Mein Leben hat mich nachdenklich gemacht. Eigentlich stieß ich auf das Buch Gestatten, dass ich sitzen bleibe: Mein Leben als ich die Autobiografie von Thomas Gottschlak Herbstblond las. Reiter war seit 1986 Hörfunkdirektor beim Bayerischen Rundfunk und hat die Karriere von Thomas Gottschlak am Rundfunkplatz 1 massiv vorangetrieben und unterstützt. Gottschlak kommt super weg in den Buch und genau, das wollte ich auch lesen. Ich erinnerte mich wieder, wie gerne ich die B3 Radioshow als Schüler bei meinen Hausaufgaben gehört habe. Wie mich Gottschalk und Jauch gefesselt haben, die Wortgefechte waren göttlich und warum ich keine Münchner Privatsender hören wollte. Aber es ist deutlich mehr zu finden in dem lesenswerten Buch.

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Dem Lindauer Udo Reiter begenete ich mehrmals in meinem Leben, hatte aber nicht groß Kontakt zu ihm. Ich war freier Mitarbeiter, Volontär und Redakteur beim Münchner Merkur, vor allem in der Lokalredaktion Fürstenfeldbruck. Udo Reiter wohnte in dem Dorf Rottbach und seine Frau war Lehrerin in Maisach, meinem heutigen Wohnort. Als Tageszeitungsmann wusste ich um seine Prominenz, zumal ich die Gemeinde Maisach redaktionell als Lokaljournalist zu betreuen hatte. Reiter war in meinem Hood. Aber Udo Reiter war privat dort und nicht als BR-Mann und damit kam er in meiner Berichterstattung nicht vor. Zwar sah ich ihn in seinem Rollstuhl bei dem einen oder anderen Dorffest, aber über ihn geschrieben habe ich nicht. Bei offiziellen Anlässen wie Medientage war er die große Nummer und ich ein kleines Licht.
Später habe ich ihn nochmals gesehen als er Professor in Mittweida war. Dort durfte ich zusammen mit meinem Kollegen Thomas Gerlach mehrere Lehraufträge absolvieren. Udo Reiter hielt Vorlesungen über Hörfunkjournalismus und war inzwischen Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks. Aber Hörfunk war als Printmann nie mein Bereich und so gab es an der Hochschule Mittweida kaum Berühungspunkte. Ich lauschte bei einem Medienforum in Mittweida einmal seinen Worten. Im nachhinein und vor allem als ich seine Autobiografie an zwei Tagen gelesen hatte, ärgere ich mich, denn Reiter hatte etwas zu sagen.
Hatte – ja hatte, denn Udo Reiter nahm sich am 9. Oktober 2014 in seinem Haus in Gottscheina bei Leipzig das Leben. Udo Reiter hatte sich erschossen. Wer sein Buch aufmerksam gelesen hat, dem wird es mit dem Wissen um seinen Selbstmord klar, was Reiter vorhatte. Er schreibt: „Aber wenn es nicht mehr geht, möchte ich nicht in einer Weise abtreten, die ich quälend ginde und die meiner bisherigen Lebensweise unwürdig ist.“ Das gab mir zu denken. Reiter weiter: „Dieses Recht auf eineb selbstbestimmten Tod ist das Gegenstück zum Recht auf ein sebstbestimmtes Leben. Ich finde es unerträglich, dass eine Allianz aus Politik, Kirche und Ärzteschaft uns dieses Recht immer noch vorenthalten will.“ Ich war bei der Lektüre über den angekündigten Selbstmord hin und her gerissen und auch zu keinem Schluss gekommen. Aber die Worte von Udo Reiter haben in meinem Kopf etwas bewegt.
Günther Jauch, den Reiter damals vom BR feuerte und später bereute, verlas später einen Abschiedsbrief und bringt mich zum Nachdenken über Sterbehilfe. Reiter schrieb in seinem Abschiedbrief: „Nach fast 50 Jahren im Rollstuhl haben meine körperlichen Kräfte in den letzten Monaten so rapide abgenommen, dass ich demnächst mit dem völligen Verlust meiner bisherigen Selbstständigkeit rechnen muss. Vor allem die Fähigkeit, aus eigener Kraft die Toilette zu benutzen und das Bett zu erreichen, und wieder zu verlassen, schwindet zunehmend. Parallel dazu beobachte ich auch ein Nachlassen meiner geistigen Fähigkeiten, das wohl kürzer oder später in einer Demenz enden wird. Ich habe mehrfach erklärt, dass ein solcher Zustand nicht meinem Bild von mir selbst entspricht und dass ich nach einem trotz Rollstuhl selbstbestimmten Leben nicht als ein von Anderen abhängiger Pflegefall enden möchte. Aus diesem Grund werde ich meinem Leben jetzt selbst ein Ende setzen. Ich haben vielen zu danken, die meinen Weg begleitet und meinem Leben Freude und Sinn gegeben haben.“
Aber zurück zu seiner wirklich lesenswerten Autobiografie. Wir erfahren viel vom Aufwachsen des Arbeiterkindes Udo Reiter in Lindau und seinem Weg zum BR und später zum MDR. Mich interessierte die Strömungen beim Bayerischen Rundfunk. Ich habe miterlebt, wie Reiter die Service-Welle B5 aktuell ins Leben rief. Im Grunde kupferte er diese Idee des Nachrichtenradios in Frankreich bei France Info ab. Noch heute höre ich B5 aktuell morgens beim Rasieren und informiere mich über die Nachrichtenlage.
Die Skandale um den MDR und vor allem KiKa interessierten mich weniger als vielmehr die Herausforderung der Digitalisierung. Wie kam ein alter Haudegen wie Reiter mit dem Medienwandel klar? Reiter setzte auf Trimedialität, was heute ein Zauberwort im BR ist und leider nicht von allen BR-Mitarbeitern gelebt wird. Reiter selbst habe ich über Twitter kennengelernt. Ich war sein Follower, er folgte mir nicht. Streitbar war er in Twitter, teilte aus und bekam einmal einen fetten Shitstorm ab, als er zur Deutschen Einheit twitterte: „einheitstag 2030: bundespräsident mohammed mustafa ruft die muslime auf, die rechte der deutschen Minderheit zu wahren.“ Das war es dann mit Udo Reiter bei Twitter. Er legte seinen Account still.

Mit diesem Tweet erntete Reiter einen Shitstorm und verschwand aus Twitter.

Mit diesem Tweet erntete Reiter einen Shitstorm und verschwand aus Twitter.

Mir hat das Buch Gestatten, dass ich sitzen bleibe: Mein Leben auf der einen Seite sehr viel Spaß beim Lesen bereitet, auf der anderen Seite hat es mich sehr nachdenklich zum Thema Sterbehilfe und Freitod gemacht. Entscheidet selbst!

Indoor-Kräutergarten durch WMF-Bewässerungssystem

11. Juli 2015
Kräutergarten - Made by WMF,

Kräutergarten – Made by WMF,

Ich bin es leid, dass ich mir ewig neue Küchenkräuter kaufen muss, weil meine Pflanzen vertrocknen. Nun ich liebe es, mit frischen Kräutern zu kochen und meine Speisen zu verfeinern. Ein Teil meiner Pflanzen wächst im heimischen Garten, ein anderer Teil in kleinen Kräutertöpfen, die in der Küche und im Esszimmer verteilt stehen.
Beruflich bin ich oft mehrere Tage auf Reisen und damit werden die Kräuter nicht regelmäßig gegossen. Sie machen schlapp, sie vertrocknen. Ich kann die vertrockneten Kräutergewächse dann entsorgen, ärgere mich und besorge mir beim nächsten Einkauf wieder Kräuter. Diesen ewigen Kreislauf habe ich jetzt durchbrochen. Ich investierte in einen WMF-Kräutergarten mit Bewässerungssystem. Witzig ist, dass WMF ihn als Indoor-Kräutergarten beschreibt. Ich hätte mir selbst so was bauen können, aber meine handwerklichen Fähigkeiten sind überschaubar. Ich wählte einen Kräutergarten Gourmet mit drei Töpfen und Schere.

Die Edelstahltöpfe mit Loch und Docht.

Die Edelstahltöpfe mit Loch und Docht.

Die Töpfe sind aus spülmaschinenfesten Edelstahl und haben an der Unterseite ein Loch. Hier kommt ein mitgelieferter Glasfaserdocht durch. Die Pflanze mit ihrem Wurzelballen kommt dann in den Edelstahltopf und ich muss darauf achten, dass der Docht die Erde berührt. Anschließend kommt der Topf in den Plastikbewässerungstank, der zu zwei Drittel mit Wasser gefüllt wurde. Der Glasfaserdocht saugt das Wasser aus dem Tank an und versorgt die Kräuter. Der untere Teil des Dochtes muss freilich im Wasser liegen, nur dann ist die Funktionsweise des Bewässerungssystems gewährleistet. Das Ganze verhindert eine Über- oder Unterdosierung und ich kann beruhigt auf Reisen gehen.


Im Moment steht das Bewässerungssystem auf dem Esstisch und funktioniert einwandfrei. Ein Langzeittest muss noch zeigen, wie leistungsfähig das System ist.
Das Ganze wurde übrigens von Jan Christian Delfs geschaffen. Jan Christian Delfs (1977) schloss sein Industriedesign-Studium an der Muthesius Kunsthochschule Kiel 2006 ab. Seit 2001 war er u.a. als freier Mitarbeiter für Ostwalddesign und ON Industriedesign in Hamburg tätig. 2005 nahm er eine Dozententätigkeit an der Muthesius Kunsthochschule Kiel auf und gründete sein eigenes Design-Studio jcddesign. Jan Christian Delfs gewann mehrere Designwettbewerbe wie etwa den „Toshiba Contest“, den „WMF Designwettbewerb“ und den „Braun Preis“ und sein Topfuntersetzer Mister X wird bereits von Auerhahn produziert. Seit 2005 gestaltet er Produkte als freier Designer in seinem Designstudio in Kiel.

Tank mit Wasser auffüllen und Docht rein.

Tank mit Wasser auffüllen und Docht rein.

Allerdings habe ich im Nachhinein das Gefühl, dass mein Kräutergarten von WMF baugleich mit dem Kräutergarten Herbs@Home Kräutergarten von Auerhahn ist. Er geht ein paar Euro günstiger her.
Eine Kritik muss ich an beiden System dennoch loswerden. Der Bewässerungstank ist aus Plastik. Ich denke, er wird sich im Sonnenlicht auf der Fensterband verfärben. Bei einem Verkaufspreis zwischen 50 und 60 Euro hätte ich ein System aus Keramik oder Porzellan erwartet, was etwas mehr hermacht.

Unter 1, unter 2 und unter 3 – Umgang mit Quellen

8. Juli 2015
Umgang mit den Quellen war Teil der Ausbildung der Tageszeitung.

Umgang mit den Quellen war Teil der Ausbildung der Tageszeitung.

„Herr Lehrer, ich weiß was!“ – diese Attitüde bemerke ich derzeit verstärkt im Journalismus. Kaum hat man eine Information, wird sie herausgeplärrt ohne Rücksicht auf die Quelle. Ziel ist es, der erste zu sein. Die Berufsbezeichnung Journalist ist ja nicht gesetzlich geschützt und damit kann sich jeder als Journalist bezeichnen. Redakteur dagegen ist eine geschützte Berufsbezeichnung. Der Redakteur hat zuvor eine Ausbildung, ein Volontariat, durchlaufen.

Die alten Zeiten im Journalismus sind vorbei.

Die alten Zeiten im Journalismus sind vorbei.

Durch den Verfall der klassischen Massenmedien drängen immer mehr Journalisten auf den Markt. Das Netz brachte uns Blogger und auch ich bezeichne mich als solcher. Jeder kann veröffentlichen und das ist gut so. Leider geht mit dem Ansteigen der Kollegenanzahl nicht immer ein Anstieg der Qualität einher. Dies merkte ich unlängst wieder bei meinen Seminaren im Bereich Journalisten/Pressesprecher. Bei den Teilnehmern fehlt manches Mal das Händchen mit dem richtigen Umgang mit einer Quelle – oder es fehlt das Wissen darüber. Und das ist gefährlich. Als ich neulich die Begriffe „unter 1“, „unter 2“ und „unter 3“ erwähnte, schaute ich in fragende Gesichter. Nicht alles, was ich als Journalist erfahre, darf oder sollte ich herausplärren. Ich weiß, die Konkurrenzsituation hat sich in den Medien dramatisch verschärft, nur wer als erster die News hat, der hat gewonnen. Das gilt vor allem im Onlinegeschäft. Dennoch sägen wir Journalisten uns den Ast ab, auf den wir sitzen, wenn wir den richtigen Umgang mit der Quelle nicht gelernt haben. Veröffentlichen wir alles sofort, haben wir vielleicht eine heiße Geschichte, einen Coup, aber die Quelle wird uns nichts mehr verraten. Und der Ruf des Journalisten ist beschädigt, was gerade im Lokaljournalismus einem Todesurteil gleicht. Die Quellen müssen sich auf uns Journalisten verlassen können.

Hintergrundgespräch oder Interview - hier mit Christiane Kubrick.

Hintergrundgespräch oder Interview – hier mit Christiane Kubrick.

Mein Volontärsvater beim Münchner Merkur, eine Art Ausbilder – in meinem Fall ein Sportredakteur – nahm mich in meinem Volontariat auf die Seite und erklärte mir in deutlicher Sprache die Sprachcodes „unter 1“, „unter 2“ und „unter 3“. Er weihte mich in das Gentlemen’s Agreement der Sprachcodes ein und achtete streng auf deren Einhaltung.

Was darf ich aus meinem Gespräch von Jan Harlan veröffentlichen?

Was darf ich aus meinem Gespräch von Jan Harlan veröffentlichen?

Unter 1: die Information darf bei direkter Nennung der Quelle wörtlich wiedergegeben werden. Also: Bürgermeister Erwin Lindemann erklärte: „Wir haben kein Geld für den Bau einer neuen Umgehungsstraße!“
Unter 2: die Information und das Umfeld der Quelle dürfen zwar wiedergegeben, aber nicht direkt zitiert werden. Also: Wie aus gut unterrichteten Kreisen des Rathauses zu erfahren war, fehle das Geld für den Bau einer neuen Umgehungsstraße.
Unter 3: die Information darf nicht öffentlich verwertet werden. Sie dient ausschließlich für den eigenen Hintergrund des Journalisten. Das Hintergrundgespräch war in meiner Ausbildung heilig. Ich wurde in Bonn zu Hintergrundgesprächen geladen, um die Regierungspolitik besser verstehen zu können. Die gewonnenen Informationen waren dann Anlass für weitere Recherchen. Bestes Beispiel in der Geschichte des Journalismus war natürlich Deep Throat in der Watergate-Affäre. Nur durch die geheime Quelle Deep Throat wurde die Regierung Nixon gestürzt.
Leider kennen viele Journalisten diese Sprachcodes nicht mehr – oder viel schlimmer: Sie halten sich wider besseren Wissens nicht daran. Es besteht seitens der Quelle keine rechtliche Möglichkeit, auf die Einhaltung der Sprachcodes zu pochen. Die Zusammenarbeit zwischen Quelle und Journalisten basiert auf Vertrauen. Der Pressekodex sagt zwar: „Die vereinbarte Vertraulichkeit ist grundsätzlich zu wahren.“ Allerdings ist der Pressekodex auch nur eine Selbstverpflichtungserklärung der klassischen Massenmedien, also ein zahnloser Tiger.
Mich würde unter 1 interessieren, wie haltet ihr es mit dem Umgang mit Quellen?

Jörg Sadrozinski von der DJS schult seine Schüler noch im Quellenumgang.

Jörg Sadrozinski von der DJS schult seine Schüler noch im Quellenumgang.

Hacker haben die Sicherheitsarmutsgrenze im Visier

7. Juli 2015

Für ein Seminar über organisierte Kriminalität im Netz kam ich auf eine lesenswerte Broschüre des BKA über Hacker und Hacktivismus. Hacktivismus ist ein neues Phänomen, hervorgebracht durch die globale informations- und kommunikationstechnische Vernetzung. Ohne IuK-Technologien, ohne soziale Medien und ohne das Internet gäbe es keinen Hacktivismus, der als eines von vielen Cybercrime-Phänomenen letztlich nichts anderes als die digitalisierte Form von Aktivismus ist.
Es ist interessant, was das BKA herausgefunden hat: Hacktivismus zeichnet sich durch eine nicht-profitorientiere und ideologisch motivierte Ausübung von Taten zum Zwecke des Protests und der Propaganda aus und wird überwiegend von Gruppierungen ausgeübt. Diese Gruppierungen haben keine feste Mitgliederzahl, weisen (bis auf wenige Ausnahmen wie z. B. Lulzsec) keine Hierarchie und keine Kontrolle auf und üben häufig auch Aktivitäten ohne hacktivistische Ausrichtung aus, wie z. B. bloßes Hacking oder Spaßaktionen wie bei Anonymous. Einzeltäter sind eher selten, da sich politisches und soziales Engagement in Gruppen ausdrückt.

Logo der Hockervereinigung Lulzec

Logo der Hockervereinigung Lulzec

Über die Demographie gibt es auch einiges zu lesen: Die Mehrheit (ca. 90 %) der hacktivistisch agierenden Personen sind männlich und zwischen 16 und 30 Jahre alt. Belastbare Erkenntnisse zu sozioökonomischen Merkmalen liegen derzeit nicht vor. Aus der Fallanalyse des BKA ergibt sich der Hinweis auf eine Mehrheit an Schülern, Studenten und Auszubildenden, was auch der vorherrschenden Altersgruppe der Hacktivisten entsprechen würde. Bevorzugte Vorgehensweisen der Hacktivisten sind Web-Defacement, DDoS-Angriffe sowie das Ausspähen und Manipulieren von Daten. Geschädigte von Hacktivismus sind in erster Linie Regierungen (und Angehörige), Polizei und Unternehmen.
Immer wieder stieß ich bei meinen Recherchen auf den Begriff der Sicherheitsarmutsgrenze.
Der Begriff „Sicherheitsarmutsgrenze“ zieht eine Grenze zwischen Unternehmen, die über das zur Abwehr „opportunistischer Angreifer“ erforderliche akzeptable Minimum an Sicherheit verfügen beziehungsweise nicht verfügen. Unter „opportunistischen Angreifern“ werden dabei Hacker verstanden, die sich die grundlegenden Schwächen der IT-Sicherheit eines Unternehmens zu Nutze machen.

Veraltete Hard- und Software sind Angriffsziele.

Veraltete Hard- und Software sind Angriffsziele.

Die Sicherheitsarmutsgrenze bemisst sich daran, ob ein Unternehmen imstande ist, opportunistische Angriffe abzuwehren oder nicht. Daher ist es wichtig die Sicherheitslücken zu kennen, die üblicherweise ausgenutzt werden. Zu diesem Zweck hat Kaseya, ein Anbieter von Software für cloudbasiertes IT-Management, fünf Herangehensweisen zusammengestellt, mit denen sich aus Sicht des Unternehmens die Sicherheits-Armutsgrenze am besten überwinden lässt:

  1. Beschäftigen Sie einen für die IT-Sicherheit verantwortlichen Mitarbeiter. Jedes Unternehmen benötigt intern einen Ansprechpartner, der sich federführend für die IT-Sicherheit einsetzt und hierfür verantwortlich ist
  2. Nutzen Sie für die Zugriffskontrolle ein bewährtes System. Nutzt ein Unternehmen ein bewährtes System für die Durchführung von Zugriffskontrollen, ist dies ein weiteres, gutes Zeichen dafür, dass sein Sicherheitsniveau über der Armutsgrenze liegt.
  3. Überwachen und schützen Sie Endgeräte. Die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Endgeräte überwachen und absichern, kann Aufschluss über deren Methoden zur IT-Sicherheit geben.
  4. Sorgen Sie dafür, dass die Netzwerkgrenzen klar abgesteckt und gesichert sind. Der Blick auf die Netzwerkgrenzen und deren Absicherung ist eine ausgezeichnete Möglichkeit um zu erkennen, ob die IT-Sicherheit eines Unternehmens auf bewährten Methoden beruht.
  5. Reduzieren Sie veraltete Hard- und Software auf das absolute Minimum. Eine der besten Möglichkeiten, das Sicherheitsniveau eines Unternehmens einzuschätzen besteht darin, festzustellen, ob die IT-Sicherheits-Infrastruktur technische veraltet ist und ob sich dies zum Positiven oder Negativen ändert.

Fahrt von Cuxhaven nach Helgoland und zurück

5. Juli 2015
Ausbooten von der Atlantis.

Ausbooten von der Atlantis.

Schiff ahoi – wenn ein Bayern nach Helgoland fährt, dann ist es für mich als Bayer schon ein Erlebnis – auch wenn es sich nur eine Überfahrt von Cuxhaven auf die Insel Helgoland handelt.
Zunächst erstaunt mich, dass die Verkehr nicht im Stundentakt abläuft. Als Großstädter bin ich es gewohnt, dass die U-Bahn alle paar Minuten fährt. Beim Schiffsverkehr ist das anders, ganz anders. Das Schiff fährt pünktlich und das war es dann. Wer nicht pünktlich ist, der fährt halt eben nicht. Wir entscheiden uns für die Reederei Cassen Eils. Die Reederei Cassen Eils wurde 1952 von dem Norderneyer Reeder und Kapitän Cassen Eils gegründet. Gute zweieinhalb Stunden fährt das Seebäderschiff ab Cuxhaven bis zur Hochseeinsel Helgoland. Pünktlich um 10:15 Uhr legt das Schiff MS „Atlantis“ am Fährhafen ab. Zuvor gilt es ein Ticket für den Parkplatz zu lösen. Für die Fahrgäste der Atlantis steht ein Großraumparkplatz direkt am Anleger zur Verfügung. Die Parkgebühr beträgt 5,00 Euro pro Tag. Das Parkticket war gelb, das Mehrtagesticket für längere Inselaufenthalte hat wohl eine andere Farbe.
Dann geht es in ein Gebäude zum Ticketkauf. Einzeltickets lassen sich online kaufen, ein Familienticket gibt es nur vor Ort. Es kann auch mit Kreditkarte bezahlt werden, sehr gut. Neben dem Ticket gibt es auch einen Meldeschein zum Ausfüllen: Name, Geschlecht und Datum. Diesen Schein muss der Passagier beim Hafenmeister abgeben. Er dient als Passagierliste. Wenn das Schiff untergeht, können so die Passagiere identifiziert werden. Deutsche Ordnung muss sein, gut so.
Wir schiffen auf der MS Atlantis ein. Das Schiff ist schon ein älteres Semester. Ab Sommer 2015 kommt bei der Reederei Cassen Eils das neue umweltfreundliche Helgolandschiff. Hintergrund für diese erforderliche Umstellung sind neue Anforderungen im Sinne eines barrierefreien Reisens sowie die Beförderung von Frachtgütern.
Aber ich darf noch auf der alten Atlantis einschiffen. Die MS Atlantis wurde für den Helgolandverkehr gebaut und ist nach wie vor das größte im Einsatz befindliche Schiff. 1000 Passagiere finden während der Fahrt in sechs Salons Platz. Seine Mannschaft besteht aus acht Mitgliedern. Geplant und gebaut wurde MS Atlantis 1972 für die Reederei HADAG. Getauft wurde das Schiff allerdings zunächst auf „Helgoland“. Ein erster Namenswechsel erfolgte im Jahr 1983 in „First Lady“ bis zur Rückbenennung in „Helgoland“ 1997. Seit 1999 verkehrt das Seebäderschiff unter dem aktuellen Namen „Atlantis“.

Platz nehmen im Bordrestaurant.

Platz nehmen im Bordrestaurant.

Die Familie nimmt im Restaurant Platz, bestellt ein Frühstück und spendet einen Betrag für die Seenotretter. Während die Familie schlemmt, erkundige ich das Schiff und bin etwas über die Größe des Schiffsbazars enttäuscht. Ich dachte ursprünglich, dass an Bord Dutyfree-Einkauf möglich ist. Stattdessen gibt es Kuscheltiere und Reiseführer. Ich Landratte irrte mich, weil ich übersah, dass Dutyfree-Einkauf auf Helgoland kein Problem ist. Ja, da war es wieder, das Schnäppchen-Machen-Gen. Übrigens, die Zollbestimmungen sind klar und eindeutig:

  • 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 Gramm Rauchtabak
  • 1 Liter alkoholische Getränke mit mehr als 22 Vol% oder 2 Liter alkoholischer Getränke mit bis zu 22 Vol%
  • 500 Gramm Kaffee oder 200 Gramm Kaffeeauszüge
  • 50 ml Parfüm oder 250ml Eau d´Toilette

Schmuggel lohnt sich nicht. Der deutsche Zoll ist streng und bei der Rückreise aufs Festland werden viele Passagiere gefilzt. Das finde ich richtig und gut.

Blick von Helgoland auf die wartenden Schiffe.

Blick von Helgoland auf die wartenden Schiffe.

Ich verbringe die meiste Zeit an Deck, lasse mich vom Nordseewind durchblasen und beobachte die vorbeifahrenden Schiffe wie Küstenwache oder Frachter. Was ich erst Tags darauf mitbekommen hatte, geriet ein Frachter mit Düngemittel vor Helgoland in Brand. Das hätte ins Auge gehen können, doch die Seenotretter und Hilfsorganisationen hatten die Sache im Griff.
Während der Überfahrt herrscht Windstärke 5. Es schaukelt ganz schön, zumindest für mich als Bayer. Windstärke 5 bedeutet, dass so manches Frühstück wieder zu Tage kommt. Nicht bei mir – mir macht das nichts aus. Die Mannschaft holt die Nasssauger zum Reinigen hervor, teilt blaue Spucktüten aus, reinigt das Schiff. Beim Klabautermann, es ergeht einigen Passagieren richtig schlecht und manche haben auch gelernt: Sich gegen den Wind zu übergeben ist keine gute Idee.
Nach zweieinhalb Stunden läuft die MS Atlantis im Hafen von Helgoland ein. Wir können mit der Atlantis nicht in den Hafen einfahren. Das geht erst mit dem Nachfolgeschiff ab Sommer. Das bedeutet, wir müssen Ausbooten. In der Schifffahrt bezeichnet man als Ausbooten die Beförderung von Passagieren von einem auf Reede liegenden Schiff zum Land. In Deutschland gibt es diese Transportform nur noch auf der Insel Helgoland. Dort werden zum Ausbooten so genannte Helgoländer Börteboote eingesetzt. Diese kleine Boote kommen vom Hafen und nehmen die Passagiere auf. Das Helgoländer-Hafenteam hat die Sache super im Griff, solange die Passagiere den Anweisungen folgen.

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Jutehülle für mein goldenes MacBook

4. Juli 2015
Mein neues MacBook und seine neue Booq-Hülle.

Mein neues MacBook und seine neue Booq-Hülle.

Nach einigen Wochen in Gebrauch, kann ich resümieren: Die Anschaffung des goldenen MacBooks 12 Zoll hat sich gelohnt. Es ist prima für meinen Seminareinsatz und sorgt für die gewünschte Aufmerksamkeit, ein richtiges Angeberteil. Und es ist vor allem leicht. Es wandert in meine Umhängetasche und ich kann auf Laptoptaschen und anderes sperriges Gepäck verzichten. Allerdings hat der Gebrauch der vergangenen Wochen schon erste Spuren hinterlassen, also musste ein Schutz her.
Weil mich in der Vergangenheit der kalifornische Taschenhersteller Book kaum enttäuscht hatte, griff ich wieder zu einem Booq-Produkt für mein 12 Zoll MacBook. Zur Auswahl hatte ich zwei Booq-Linien: Taipan Spacesuit und Mamba Sleeve.
Beim Taipan spacesuit setzt booq auf robustes Neopren, das mit extraweichem Plüsch sorgfältig gepolstert wird und so das MacBook wie eine Schlangenhaut umschließt. Die schmale Laptop-Hülle lässt sich auch bequem in anderen Taschen als Extraschutz verwenden. Die feine Wabenstruktur der schwarzen oder grauen Außenhaut sorgt für einen unverwechselbaren Look. Neben zwei schwarzen Exemplaren liefert booq auch jeweils eins in Rot, Blau und Orange für das schwarze bzw. in Pink, Rot und Orange für das graue Modell.
Obwohl ich mit dem roten Modell geliebäugelt habe, entschied ich mich dann doch für das Mamba sleeve. Vielleicht bin ich gerade jetzt im Sommer auf einem Naturtripp? Die Außenhaut des Mamba sleeves ist aus sorgfältig verarbeiteter Jutefaser im puristischen booq-Stil. Also im Grunde ist das Sleeve ein moderner Jutesack, wie ihn die Ökos in meiner Schulzeit hatten – nein, es ist ein solides Hightech-Produkt. Die Naturfaser wurde in einem nachhaltigen Produktionsverfahren speziell für die Mamba-Serie von booq entwickelt. Das umweltschonend gefärbte Material ist wasserfest, robust und zugleich besonders leicht. Das weiches Innenfutter aus Plüsch reizt zum Darüberstreicheln. So bringt der schmale MacBook-Schutz inklusive hochwertigem YKK-Reißverschluss nur 144 Gramm auf die Waage. Ich wählte die Farbe Sand aus, aber es gab noch Schwarz oder Grau.
Die Hülle schlägt etwa mit 40 Euro zu Buche und bevor jetzt das Geschrei über den Preis einsetzt, sollte man bedenken: Das MacBook in meiner Ausführung kostet etwa 1800 Euro – da sollten jämmerliche 40 Euro für den Schutz des Goldstücks keine Rolle spielen. Ich habe ein gutes Gefühl, wenn ich das geschützte MacBook nun in meiner Umhängetasche trage.

Friseurwallfahrt nach Andechs – der Tradition verpflichtet

3. Juli 2015

Die Mischung macht es. Das merke ich bei meinen Kunden besonders deutlich. Einer meiner Kunden ist der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks, also die Arbeitgeberorganisation der bayerischen Friseure. Neben der klassischen Verbandsarbeit wie Tarife und Stellungnahmen in arbeitsrechtlichen Fragen sind die Friseure natürlich wichtiger Teil der Beauty-Branche und führen Modeveranstaltungen durch. Ach ja und sie feiern gerne, sie sind gesellig und sich ihrer Tradition bewusst. Das gefällt mir. Und daher veranstaltet der Landesinnungsverband einmal im Jahr eine Wallfahrt nach auf den Heiligen Berg nach Andechs. „Als modernes und modisches Handwerk sind wir Friseure unserer Tradition verpflichtet“, so der Landesinnungsmeister Christian Kaiser.
Eine Wallfahrt und geselliges Feiern passt das zusammen? Ja tut es, wie die jüngste Wallfahrt mit rund 150 Friseurinnen und Friseuren aus ganz Bayern wieder zeigte. Ich war dabei und half bei der Dokumentation der Veranstaltung mit.

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Der Hintergrund zur Friseurwallfahrt ist ein sehr ernster: Im Jahre 2003 drohte das Friseurhandwerk aus der Liste der Vollhandwerke gestrichen zu werden. Der Bundesgesetzgeber war am Streichen, viele Gewerbe blieben auf der Strecke. Das bedeutet: Bei einem Rauswurf aus der Anlage A der Handwerksrolle braucht es keinen Meister als Voraussetzung, um sich selbstständig zu machen. Die Qualität im Friseurhandwerk stand auf dem Spiel.
Auf Initiative des LIV-Vorstandsmitglied Josef Wieser veranstaltete der Verband einen Bittgang nach Andechs, um auch göttlichen Beistand zu erbeten. Mit allerlei Plakaten und Transparenten bauten sich die Friseure vor der Wallfahrtskirche in Andechs auf und veranstalteten dann einen Festgottesdienst.
Ob die Pakete, die Gespräche im Hintergrund, der Druck der Öffentlichkeit, der Bittgang oder der Festgottesdienst am Ende ausschlaggebend war, weiß ich nicht. Fest steht, die Friseure sind in der Anlage A der Handwerksrolle geblieben.

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Seitdem veranstaltet der Landesinnungsverband jedes Jahr eine Friseurwallfahrt nach Andechs, wobei einmal auch Vierzehnheiligen bei Staffelstein auch das Ziel der Pilger war. Die Wanderung von Herrsching nach Andechs durch das schöne Kiental dauerte eine Stunde. Dann war der heilige Berg erklommen. Nach dem obligatorischen Gruppenbild vor der Kirche ging es in den Gottesdienst. Mit dabei waren zahlreiche Fahnendelegationen verschiedener Friseurinnungen. Auch der LIV hat eine eigene Fahne. Sehr schön war auch, dass die Zunftfahne der Münchner Friseure in Andechs im Einsatz war. Vor kurzem wurde auch die historische Zunftfahne von 1927 der Friseurinnung München aufwendig restauriert. Sie wurde in alter Tradition geweiht. Der kirchliche Segen wurde am Schrein von St. Cosmas und St. Damian, den Schutzpatronen des Friseurhandwerks, in der Münchner Jesuitenkirche St. Michael erteilt.


Zu Andechs gehört auch der Biergarten mit Bier und Haxn. Und zum bayerischen Biergarten gehört eigentlich auch Blasmusik. Die ist im Biergarten des Heiligen Bergs von den Geistlichen nicht so gerne gesehen, aber die Friseure verhandeln geschickt und so spielt jedes Jahr zur Freude aller eine bayerische Kapelle. Und mitten drin ist auch LIV-Vorstandsmitglied Josef Wieser.

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Der Friseurmeister aus Mammendorf im Landkreis Fürstenfeldbruck ist nicht nur erfolgreicher Friseurunternehmer, er ist im auch Musiker. Nach jahrelangen Einsätzen auf dem Oktoberfest in der Vergangenheit greift er auch bei der Friseurwallfahrt zur Posaune. Dabei kommt es vor allem auf die Stimmung an. Viele Bilder gibt es hier.
Wie eingangs gesagt: Die Mischung macht es und hier stimmt die Mischung.

Kita in Not – Münchner bitte helft!

2. Juli 2015

München ist eine attraktive Stadt. So attraktiv, dass immer mehr Menschen in diese Stadt an der Isar ziehen, um zu hier leben, um hier arbeiten. Ich mag meine Geburtsstadt München mit all ihren Eigenheiten, mit ihren Marotten – wie das Granteln beim Fön. Der Ausdruck, München sei ein Dorf, trifft für mich voll ins Schwarze. Ich sehe keine Art von Weltstadt – naja vielleicht ein bisschen.
Aber München hat auch seine Schattenseiten: Es gibt zu wenig bezahlbare Wohnungen, der Verkehr ist ein Chaos, der ÖPNV bricht regelmäßig zusammen, München ist sehr teuer und es gibt zu wenig Betreuungsmaßnahmen für Kinder.

Ironblogger zeigen Flagge
Und es gibt richtig gute Typen, denn München hat die Ironblogger. Es ist eine Vereinigung von Bloggern mit unterschiedlichen thematischen Ausrichtungen. Hier bin ich dabei, ich fühle ich mich wohl. Ich gehöre nur wenigen Organisationen und Vereinen an, aber die Ironblogger haben mich überzeugt. Als digitaler Nomade bin ich journalistisch in verschiedenen Bereichen unterwegs. Vor gerade mal zwei Jahren gestartet – und schon zählen wir Münchner Ironblogger zu einer der größten und aktivsten Ironblogger-Gruppen in Deutschland. Zu unserem Jubiläum haben wir Ironblogger uns etwas besonderes einfallen lassen: eine geschlossene Blogparade zum Thema München.

130623_ib_Logo_München-01Zum zweijährigen Jubiläum der Ironblogger München möchte ich auf einen Notstand in München aufmerksam machen, verbunden mit einem persönlichen Aufruf zu einer Crowdfunding-Aktion. Die Kindertagesstätten Lucky Children sind unverschuldet in Not geraten. Gerade weil München so eine reiche Stadt ist, wäre es schön, wenn die Web-Community diese Kindertagesstätten unterstützen würden. Und ich will meinen Beitrag in der Blogparade zu München nutzen, um auf das Schicksal der Lucky Children aufmerksam zu machen.

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Bargeldunterschlagung vom Konto
Was ist passiert? Durch eine Bargeldunterschlagung vom Kita-Bankkonto der Lucky Children wurden am 18. Mai 2015 über 113.000 Euro an kommunalen Geldern veruntreut. Diese Unterschlagung gefährdet den Fortbestand von zwei Kitas in Neuhausen und Thalkirchen mit 46 Plätzen und 19 Arbeitsplätzen, die seit dem Jahr 2013 geschaffen wurden. Ich habe mich mit dem Geschäftsführer der Kitas getroffen und ein ausführliches Interview mit dem Geschäftsführer Antonio Martin gemacht.


Die sofortige Strafanzeige (Az. BY8523-006940-15/7) bei der Polizei zeigte bisher keine Wirkung, so dass Antonio Martin am 27. Mai 2015 den notwendigen Insolvenz-Eigenantrag (Az.1542 IN 1627/15) stellen musste, da die Elternbeiträge alleine für Essen und Windeln der Kinder, Löhne, Sozialversicherungen und andere laufende Kosten nicht ausreichen.
„Durch diese Tat sind wir unverschuldet in diese Notlage geraten“, so Antonio Martin. „Wir sind ein privater Träger, dessen Elternbeiträge einkommensabhängig sind und sich an den Vorgaben der Stadt München orientieren, die so genannte Münchner Förderformel.“

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Aufruf im Netz
Und nun kommt seine Bitte: „Da wir nicht gemeinnützig sind bitten wir Sie um eine kleine Schenkung, damit wir eine faire Chance bekommen im Insolvenzverfahren nicht abgewickelt zu werden und die Zeit bis uns durch die Justiz Gerechtigkeit widerfährt, zu überbrücken.“
Was liegt da näher, als einen Aufruf im Netz zu starten. Eine örtliche Münchner Boulevard-Zeitung hat sich bereits den Fall angenommen. Die Abendzeitung München hat groß auf Seite 3 berichtet und der Artikel ist auch noch online. Weitere Zeitungen werden folgen.
Inzwischen hat Antonio Martin mit Kleinbeträgen bereits 2000 Euro gesammelt. Er hofft auf Unterstützung durch Crowdfunding, er hofft auf Unterstützung aus dem Web. Eine einfache Webseite und eine Fan-Seite in Facebook stehen schon. Nach den ersten Veröffentlichungen setzte eine kleine Welle der Hilfsbereitschaft ein. Ein Leserin der Abendzeitung rief vom Münchner Flughafen an, als sie ihren Flieger besteigen wollte und schenkte spontan 50 Euro. Ich finde das gut und nachdem wir in der Blogparade der Ironblogger unser München zeigen wollen, will ich ein offenes und reiches München zeigen, dass soziale Projekte unterstützt.
Per Pay Pal oder klassischer Überweisung kann den Lucky Children geholfen werden. Ich würde mich freuen, wenn die Münchner und auch andere ein paar Euro schenken würden.

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Morgen geht es in der Blogparade weiter mit meinem Kollegen Lutz und seinem Blog Irgendwie ein Wassermann.

Bei mir im Glas: Ardbeg Uigeadail

1. Juli 2015
Der neue Ardbeg kam als Probe zu mir.

Der neue Ardbeg kam als Probe zu mir.

Die Postsendung sah schon etwas seltsam aus. In einem kleinen Paket kam eine Probe zu mir nach Hause. Der Inhalt des gut gepolsterten Pakets war ein verschraubtes Gläschen mit einer bernsteinartigen Flüssigkeit. Irgendwie erinnerte es mich an eine Urinprobe beim Arzt. Aber als ich die Aufschrift auf dem Glas las, da ging mir das Herz auf: Ardbeg Uigeadail
Als Fan des Ardbeg Single Malt und Teilzeit Food-Blogger erhielt ich die Ehre, eine Kostprobe der neuen Ardbeg Uigeadail-Edition zu erhalten. Vielen Dank dafür.

Die Probe fühlt sich in meiner Ardbeg-Familie wohl.

Die Probe fühlt sich in meiner Ardbeg-Familie wohl.

Ich mag den schottischen Whisky und besonders die Getränke von der Insel Islay: Rauchig, torfig, herb. Hier nimmt der Ardbeg bei mir eine besondere Rolle ein und sehr gerne, würde ich die Destillerie besuchen und die Atmosphäre aufsaugen. Irgendwann, irgendwann – meine Tweed-Jacke habe ich bereits von den westlichen Hebriden. Diese urtümliche raue, vom Wind und Wetter gezeichnete Insel ist das Zuhause von acht Single Malt Destillieren – von denen Ardbeg eine der Kleinsten ist.
Bis ich auf die westschottische Insel Islay komme, probiere ich den Ardbeg eben bei mir zu Hause. Ardbeg ist meiner Meinung nach am stärksten getorfte Single Malt Whisky, sicherlich aber der torfigste aller Islay Malts. Was ihn für mich legendär macht, ist die unnachahmliche perfekte Balance zwischen Rauch und Süße, bekannt als das Torfparadox.
Der Ardbeg Uigeadail ist ein besonderes Getränk in der Ardbeg-Familie. Dieser Single Malt verdankt seinen Namen dem See aus dem Ardebg sein torfiges Wasser bezieht. Ardbeg Uigeadail ist eine exklusive Komposition, gereift in Ex-Sherry und Ex-Bourbon-Fässern. Der Geschmack ist reichhaltig, süß, salzig und rauchig mit Noten von Karamell, Schokolade und Rosinen. Der Alkoholgehalt liegt bei 54,2 Prozent und er schmeckt mir.


Während der re:public 15 #rp15 in Berlin war ich mehrmals Gast bei verschiedenen Whisky-Tastings. In Guerilla-Manier traf sich eine Gruppe Gleichgesinnter am Affenhügel oder auf dem Hof und probierte unterschiedlichste Whisky-Sorten. Ein Ardbeg war leider bei meinen Tastings nicht dabei. Es gab bei mir Schweizer Whisky zum Probieren. Ich brachte zu den Tastings mein Nosing-Glas mit – freilich mit Ardbeg-Aufdruck. Aber die Aktionen haben wirklich Spaß gemacht.

tasting

 

 

Posto sorgt fürs richtige Abhängen der Kopfhörer

30. Juni 2015
Ordnung am Schreibtisch durch Posto.

Ordnung am Schreibtisch durch Posto.

Kopfhörer sind eine feine Sache. Ich liebe es, laut Musik zu hören oder einen Film zu betrachten. Gerade Filme in der Originalsprache verstehe ich in der Regel mit Kopfhörer besser, denn dann kann ich mich mehr auf die Dialoge konzentrieren. Ich habe einige Kopfhörer am Start, aber wohin kommen die Teile, wenn ich sie nicht trage. Die teueren Studio-Kopfhörer kommen zurück in die jeweiligen Cases, aber die die Consumer-Teile haben keine Aufbewahrungsbox. Sie liegen einfach so herum. Da kam Posto von Bluelounge genau richtig.
Der Kopfhörerständer bringt Ordnung in mein Chaos am Schreibtisch. Im Grunde ist Posto ein ganz einfaches Teil, aber sinnvoll, super sinnvoll.


Der universelle Kopfhörerständer Posto schafft Abhilfe und ermöglicht eine formschöne Art der Aufbewahrung, solange die Kopfhörer nicht im Einsatz sind. Die flexible Stütze aus Silikon passt sich an die Rundung der Bügel an und eignet sich für alle Größen. Ich habe es mit meinen Kopfhörern von Shure, Beyerdynamics, Jabra und Sony getestet. Passt alles wunderbar. Posto bietet für jeden Kopfhörer einen Platz zum Abhängen und sorgt so für Ordnung. Die Idee dahinter ist einfach, aber bestechend. Bestehend aus drei Teilen, wird Posto einmalig zusammengebaut und fügt sich durch sein minimalistisches Design harmonisch in die Umgebung ein. Bei mir steht das Teil auf einem Schreibtisch im Büro. Der Preis liegt etwas bei 20 Euro. Den Kopfhörerständer gibt es in Posto schwarz und Posto weiß