Posts Tagged ‘Thomas Gottschalk’

Buchkritik: Herbstblond von Thomas Gottschalk

15. Juli 2015

herbstblond

Ich sag es gleich vorweg: Ich mag den Gottschalk, ich mochte ihn früher und ich mag ihn heute auch noch. Ich bin also befangen. Als Jugendlicher hörte ich die B3 Radioshow mit Gottschalk und Jauch. Ach was schreib ich? Ich liebte sie. Als Schüler lief bei mir das Radio, wenn die beiden Moderatoren auf Sendung waren und sich gezankt haben. Der witzige Thomas und der ernste Günther. Sonst mochte ich Radio nicht so, aber Gottschalk brachte frischen Wind in den Bayerischen Rundfunk und rockte die Hütte. Er versüßte mir die Hausaufgaben.
Aus diesem Grunde las ich auch die Autobiografie Herbstblond von Thomas Gottschalk. Vor allem interessierte mich, wie ein Kerl aus der fränkischen Provinz mit einer großen Klappe und Schlagfertigkeit zum wichtigsten deutschsprachigen Entertainer aufsteigen konnte. Seine Geschichten über den Bayerischen Rundfunk und seinen Strukturen habe ich in diesem Buch verschlungen, wahrscheinlich weil ich den einen oder anderen Protagonisten kannte. Ich las auch viel über den Hörfunkdirektor Udo Reiter, dessen Autobiografie ich mir auch gleich reinzog und darüber bloggte. Reiter förderte Gottschalk nach Kräften, so dass er im System BR überleben konnte. Mal sehen, ob ich die Autobiografie von Gottschalk-Freund Gunter Sachs auch noch bekomme. Auch mit ihm war Gottschalk befreundet – und sowohl Reiter als auch Sachs haben sich im Alter erschossen. Thomas Gottschalk hat Rundfunkgeschichte geschrieben, nicht mehr, nicht weniger.
Auch interessant für mich, wie selbstkritisch sich Gottschalk mit den neuen Medien auseinander setzt. Er beschreibt seine eigene Hilflosigkeit im Hinblick auf die Digitalisierung – YouTube und Twitter sind nicht sein Leben. Wichtig ist, dass er dies erkennt und danach handelt und sich nicht zum Affen macht. Gottschalk kann heute sich zurückziehen und kann seinen Erfolg genießen. Diese Autobiografie, die übrigens sehr flott geschrieben und gut lektoriert wurde, ist das Werk eines schlagfertigen Profis. Es gibt nachdenkliche Seiten, wenn sich Gottschalk beispielweise über Religion und Bildungssystem auslässt, und es gibt witzige Seiten, wenn es seine Filmprojekte beispielsweise geht. Piratensender Powerplay war Kult. Gut gespielt hatte er nur in dem Helmut Dietl-Film Late Night.

Werbung im Hugendubel in Erfurt.

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Kritisch geht Gottschalk mit Wetten dass um. Er war der Meister des Samstagabends, aber diese Zeiten sind vorbei. Und sie kommen nicht wieder. Da sollte sich auch ein Thomas Gottschalk bei all seiner Popularität erinnern. Gottschalk hatte die großen Stars dieser Welt auf seinem Sofa. Ich erinnere mich noch an Michael Jackson, bei dessen Auftritt die Fans ausrasteten. Für mich die wichtigsten Auftritte waren Sir Paul McCartney, Bill Gates und Sir Peter Ustinov. Gerade die US-Stars konnte er einladen, was sicherlich auch an seinem amerikanischen Wohnsitz lag. Meine deutschen Helden waren Peter Alexander, Karlheinz Böhm und Loriot. Gottschalk übernahm Wetten dass ja von Frank Elstner und der hatte zumindest schon 1983 Johnny Cash in der Show – ein Auftritt, den ich noch immer fasziniert ansehe. 2011 kam es dann zum Umfall von Samuel Koch und ab da hatte Wetten dass für mich seine Leichtigkeit verloren. Michelle Hunziker wurde zuvor eingebaut, die ich aber überflüssig fand. Wetten dass war für mich nicht mehr die Sendung, die ich mochte und mit meiner Familie schaute. Wir hatten uns auseinander gelebt. Smartphone und Laptop und damit YouTube und soziale Netzwerke waren wichtiger im Haushalt, der Fernseher bliebt die meiste Zeit aus. Das verbindende Element Fernsehen ging verloren. Die Wetten der Sendung konkurrierten mit YouTube und zogen den Kürzeren. Zeit aufzuhören, obwohl die heilige Quote im Vergleich immer noch passte.


Die Late Night-Experimente waren okay, die meisten leichtbekleideten Tussis dort allerdings waren überflüssig. Eine schlüpfrige Bemerkung hier, ein zweideutiges Kompliment da – das brauche ich nicht ansehen. Für mich war Harald Schmidt der deutsche König der Late Night-Unterhaltung. Das war nicht die Welt von Plaudertasche Gottschalk und das erkannte er auch.


Sehr nett ist auch das Kokettieren mit Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki. Der oberflächliche Gottschalk und der tiefsinnige Reich-Ranicki – zwei begnadete Entertainer, die immer wieder aufeinandertreffen. 2008 lehnte Reich-Ranicki den Fernsehpreis ab, bot Gottschalk das Du an und Gottschalk ergriff geistesgegenwärtig die Chance und forderte die Intendanten von ARD, ZDF und RTL zu einer gemeinsamen Sendung mit Tiefgang auf. Das muss man sich erst mal trauen. Schön und treffend fand ich die Bemerkung vom damaligen FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher an Gottschalk: Er solle sich in Zukunft nicht dümmer stellen als nötig. Das passt als Credo über die gesamte Biografie: Thomas Gottschalk hat eine emotionale Intelligenz und weiß sie einzusetzen. Daher klarer Lesebefehl für Herbstblond.

Buchtipp: Gestatten, dass ich sitzen bleibe von Udo Reiter

13. Juli 2015

Die Autobiografie des Journalisten Udo Reiter Gestatten, dass ich sitzen bleibe: Mein Leben hat mich nachdenklich gemacht. Eigentlich stieß ich auf das Buch Gestatten, dass ich sitzen bleibe: Mein Leben als ich die Autobiografie von Thomas Gottschlak Herbstblond las. Reiter war seit 1986 Hörfunkdirektor beim Bayerischen Rundfunk und hat die Karriere von Thomas Gottschlak am Rundfunkplatz 1 massiv vorangetrieben und unterstützt. Gottschlak kommt super weg in den Buch und genau, das wollte ich auch lesen. Ich erinnerte mich wieder, wie gerne ich die B3 Radioshow als Schüler bei meinen Hausaufgaben gehört habe. Wie mich Gottschalk und Jauch gefesselt haben, die Wortgefechte waren göttlich und warum ich keine Münchner Privatsender hören wollte. Aber es ist deutlich mehr zu finden in dem lesenswerten Buch.

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Dem Lindauer Udo Reiter begenete ich mehrmals in meinem Leben, hatte aber nicht groß Kontakt zu ihm. Ich war freier Mitarbeiter, Volontär und Redakteur beim Münchner Merkur, vor allem in der Lokalredaktion Fürstenfeldbruck. Udo Reiter wohnte in dem Dorf Rottbach und seine Frau war Lehrerin in Maisach, meinem heutigen Wohnort. Als Tageszeitungsmann wusste ich um seine Prominenz, zumal ich die Gemeinde Maisach redaktionell als Lokaljournalist zu betreuen hatte. Reiter war in meinem Hood. Aber Udo Reiter war privat dort und nicht als BR-Mann und damit kam er in meiner Berichterstattung nicht vor. Zwar sah ich ihn in seinem Rollstuhl bei dem einen oder anderen Dorffest, aber über ihn geschrieben habe ich nicht. Bei offiziellen Anlässen wie Medientage war er die große Nummer und ich ein kleines Licht.
Später habe ich ihn nochmals gesehen als er Professor in Mittweida war. Dort durfte ich zusammen mit meinem Kollegen Thomas Gerlach mehrere Lehraufträge absolvieren. Udo Reiter hielt Vorlesungen über Hörfunkjournalismus und war inzwischen Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks. Aber Hörfunk war als Printmann nie mein Bereich und so gab es an der Hochschule Mittweida kaum Berühungspunkte. Ich lauschte bei einem Medienforum in Mittweida einmal seinen Worten. Im nachhinein und vor allem als ich seine Autobiografie an zwei Tagen gelesen hatte, ärgere ich mich, denn Reiter hatte etwas zu sagen.
Hatte – ja hatte, denn Udo Reiter nahm sich am 9. Oktober 2014 in seinem Haus in Gottscheina bei Leipzig das Leben. Udo Reiter hatte sich erschossen. Wer sein Buch aufmerksam gelesen hat, dem wird es mit dem Wissen um seinen Selbstmord klar, was Reiter vorhatte. Er schreibt: „Aber wenn es nicht mehr geht, möchte ich nicht in einer Weise abtreten, die ich quälend ginde und die meiner bisherigen Lebensweise unwürdig ist.“ Das gab mir zu denken. Reiter weiter: „Dieses Recht auf eineb selbstbestimmten Tod ist das Gegenstück zum Recht auf ein sebstbestimmtes Leben. Ich finde es unerträglich, dass eine Allianz aus Politik, Kirche und Ärzteschaft uns dieses Recht immer noch vorenthalten will.“ Ich war bei der Lektüre über den angekündigten Selbstmord hin und her gerissen und auch zu keinem Schluss gekommen. Aber die Worte von Udo Reiter haben in meinem Kopf etwas bewegt.
Günther Jauch, den Reiter damals vom BR feuerte und später bereute, verlas später einen Abschiedsbrief und bringt mich zum Nachdenken über Sterbehilfe. Reiter schrieb in seinem Abschiedbrief: „Nach fast 50 Jahren im Rollstuhl haben meine körperlichen Kräfte in den letzten Monaten so rapide abgenommen, dass ich demnächst mit dem völligen Verlust meiner bisherigen Selbstständigkeit rechnen muss. Vor allem die Fähigkeit, aus eigener Kraft die Toilette zu benutzen und das Bett zu erreichen, und wieder zu verlassen, schwindet zunehmend. Parallel dazu beobachte ich auch ein Nachlassen meiner geistigen Fähigkeiten, das wohl kürzer oder später in einer Demenz enden wird. Ich habe mehrfach erklärt, dass ein solcher Zustand nicht meinem Bild von mir selbst entspricht und dass ich nach einem trotz Rollstuhl selbstbestimmten Leben nicht als ein von Anderen abhängiger Pflegefall enden möchte. Aus diesem Grund werde ich meinem Leben jetzt selbst ein Ende setzen. Ich haben vielen zu danken, die meinen Weg begleitet und meinem Leben Freude und Sinn gegeben haben.“
Aber zurück zu seiner wirklich lesenswerten Autobiografie. Wir erfahren viel vom Aufwachsen des Arbeiterkindes Udo Reiter in Lindau und seinem Weg zum BR und später zum MDR. Mich interessierte die Strömungen beim Bayerischen Rundfunk. Ich habe miterlebt, wie Reiter die Service-Welle B5 aktuell ins Leben rief. Im Grunde kupferte er diese Idee des Nachrichtenradios in Frankreich bei France Info ab. Noch heute höre ich B5 aktuell morgens beim Rasieren und informiere mich über die Nachrichtenlage.
Die Skandale um den MDR und vor allem KiKa interessierten mich weniger als vielmehr die Herausforderung der Digitalisierung. Wie kam ein alter Haudegen wie Reiter mit dem Medienwandel klar? Reiter setzte auf Trimedialität, was heute ein Zauberwort im BR ist und leider nicht von allen BR-Mitarbeitern gelebt wird. Reiter selbst habe ich über Twitter kennengelernt. Ich war sein Follower, er folgte mir nicht. Streitbar war er in Twitter, teilte aus und bekam einmal einen fetten Shitstorm ab, als er zur Deutschen Einheit twitterte: „einheitstag 2030: bundespräsident mohammed mustafa ruft die muslime auf, die rechte der deutschen Minderheit zu wahren.“ Das war es dann mit Udo Reiter bei Twitter. Er legte seinen Account still.

Mit diesem Tweet erntete Reiter einen Shitstorm und verschwand aus Twitter.

Mit diesem Tweet erntete Reiter einen Shitstorm und verschwand aus Twitter.

Mir hat das Buch Gestatten, dass ich sitzen bleibe: Mein Leben auf der einen Seite sehr viel Spaß beim Lesen bereitet, auf der anderen Seite hat es mich sehr nachdenklich zum Thema Sterbehilfe und Freitod gemacht. Entscheidet selbst!

Wetten dass …: Respekt vor Thomas Gottschalk und dem ZDF

5. Dezember 2010

Ich habe großen Respekt vor Thomas Gottschalk und dem ZDF. Nach dem Unfall in der Unterhaltungssendung „Wetten dass …“ brach der Moderator die Sendung ab. Das war die richtige Entscheidung und dafür mein Respekt und Anerkennung. Unterhaltung hat seine Grenzen, vor allem wenn jemand zu Schaden kommt und das ist hier passiert. „Wir im ZDF fühlen uns verantwortlich nicht auf heiter zu machen, wenn wir nicht auf heiter sind“, sagte Gottschalk und brach die Dezember-Sendung 2010 ab.

Nun werden die Diskussionen beginnen, ob die Wetten zu gefährlich waren, ob die Sicherheit stimmte und es werden sich die Medienpädagogen zu Wort melden, die ihre Anmerkungen zu Sensationswetten haben. So einen Vorfall hat es innerhalb der 30 Jahre von „Wetten dass …“ nicht gegeben. Hinterher wird das Gejammer groß sein und die Besserwisser werden aufstehen nach dem Motto „Ich hab es doch schon immer gewusst“. Als Kind hatte „Wetten dass …“ und die große Samstagabend-Show für die ganze Familie ihren Reiz. Aber ich schau mir seit Jahren keine Show mehr an und erfuhr von dem Unfall auch erst über Twitter und schaute mir in YouTube die Aufzeichnung an.

Was war passiert? Ein Wettkandidat hatte versucht, mit angeschnallten Sprungfedern ein entgegenkommendes Auto zu überwinden. Er stürzte und blieb regungslos auf dem Boden liegen.

Hätte das ZDF eine solch gefährliche Wette überhaupt zulassen sollen? War der ganze Zirkus nicht schon bei der Planung zu gefährlich? Und vielleicht grundsätzlich: Müssen solche Außenwetten live sein? Bei einer Familienshow wie „Wetten dass …“ nun mal ist, erwarte ich Familienunterhaltung. Es ist schon ein seltsames Menschenbild, wenn man gefährliche Wetten live vor einem Millionenpublikum aufführt. Was war der Wetteinsatz? Gewinnen oder Genick brechen?

Ein klares Lob an die Regie von „Wetten dass …“: Nach dem Sturz wurde nicht auf den Verletzten draufgehalten, sondern es wurde das geschockte Saalpublikum gezeigt. Hier hat die Studioregie richtig gehandelt. Und es war Michelle Hunziker, die sofort nach einem Arzt rief. Respekt.

Noch in der Nacht meldete sich das ZDF mit einer offiziellen Stellungnahme zu Wort: ZDF Programmdirektor Thomas Bellut sagte: „Unter dieser Voraussetzung konnten und wollten wir die Unterhaltungssendung nicht fortsetzen.“ Und weiter: “Unsere Redaktion und Produktion legen immer größten Wert auf die Sicherheit aller Beteiligten. Wir werden diesen Unfall gründlich untersuchen und Lehren daraus ziehen. Thomas Gottschalk ist mit dieser schwierigen Situation sehr gut umgegangen, hat die Zuschauer informiert und den Abbruch der Sendung begründet.“

Dem Entertainer Gottschalk sah man bei der Begründung an, dass er sich unwohl fühlte. Der sonst geübte Medienprofi schlackerte mit dem Armen und begründete den Sendeabbruch. Hier war der Mensch Gottschalk zu sehen.

Die besten Showmaster

10. Februar 2009

Wir Deutschen lieben Top Ten und Bestenlisten. Der Fokus hat große Erfolge mit Themen wie: Deutschlands beste Ärzte, die besten Unis, die besten Rechtsanwälte, die besten Dampfplauderer. Nun, ich will meine ultimative Bestenliste für Showmaster ins Renen werfen. Mal sehen, ob jemand anderer Meinung ist.

Platz 1: Thomas Gottschalk

Für mich einfach der Showmaster schlechthin. Er ist ein Profi durch und durch und jeder in der Branche kann von ihm was lernen. Gottschalk versüßte mir in meiner Jugend die Hausaufgaben. Nach der Schule moderierte er mit Günther Jauch und Hannelore Fischer die B3-Radioshow. „Na so was“ war cool, weil Gottschalk mit Jugendklamotten auftrat und so eine Identifikation schuf. Der Beginn einer wunderbaren Karriere. Im Kino spielte er in Piratensender Powerplay und anderen Schrott.

Platz 2: Rudi Carrell

Für mich war „das laufende Band“ der Höhepunkt meiner Samstagabend-Familienzusammenkünfte. Was verbarg sich bloß immer hinter dem Fragezeichen? Carrell war ein absoluter, hart arbeitender Profi. Der Holländer gehörte einfach zum deutschen Fernsehen dazu und entwickelte zahlreiche Formate. Ich erinnere mich an Rudis Tagesshow, als er einmal den Ayatollah Khomeini zeigte, der im Gegenschnitt in Damenunterwäsche wühlte. Mein Vater sagte damals: „Mensch, das gibt Ärger“.  Er sollte recht behalten. Der Clip führte zu einer diplomatischen Krise. Humor ist eben nicht jedermanns Sache.

Platz 3: Hans-Joachim Kuhlenkampff

„Einer wird gewinnen“ war die Europäische Gemeinschaft pur. EWG, damals noch europäische Währungsgemeinschaft und der Moderator war ein Schowi, der den Damen der Sendung den Hof machte. Der Charmeur hatte Stil und riskierte eine dicke Lippe. Der Geißler-Goebbels-Vergleich machte TV-Geschichte. Ich erinnere mich, als er in einer EWG-Sendung ein Schwein über einen roten Teppich laufen ließ und meinte: „Das gibt wieder Protest, aber es ist für noch größere Schweine ein roter Teppich ausgerollt worden.“

Platz 4: Harald Schmidt

Platz 6: Harald Juhnke

Platz 6: Hans Rosenthal

Platz 7: Dieter Thomas Heck

Platz 8: Joachim Fuchsberger

Platz 9: Wim Thoekle

Platz 10: Ilja Richter