Es nervt! Es nervt die Warterei bis neue Apple-Produkte bei mir eintreffen. Mein zweiter Vorname ist nicht Geduld. Und diese Geduld wird gerade strapaziert. Aber Apple meint es gut mit mir und hat den Versand meines neuen MacBooks in Gold bestätigt und der UPS-Tracker am iPhone zeigt mir, dass sich der neue Rechenknecht nähert. In wenigen Stunden soll er bei mir eintreffen – gut so. Ich habe übrigens die höchste Konfiguration des MacBooks wählt.
Mein MacBook 2015 ist unterwegs
Einen Vorgeschmack auf das neue Gerät habe ich heute bekommen. Apple hat bereits in zwei Schüben die USB-C-Adapter an mich geliefert. In Ermangelung eines MacBooks habe ich eben ein Unboxing ein Unboxing-Videos eines Adapters gedreht. So weit bin ich schon, dass ich das Auspacken eines Kabels zeige.
In habe den USB-Anschluss und die Adapter für die Beamer VGA und HDMI gekauft – für teuer Geld. Ich will mal probieren, wie sich das MacBook in meiner Seminarpraxis schlägt. In der Regel präsentiere ich mit dem iPad mini/iPhone auf Keynote und das freue ich mehr sehr auf die Apple Watch mit Keynote Remote. Aber dann und wann muss jetzt auch das MacBook herhalten, vor allem wenn ich länger unterwegs bin.
Ich bin gespannt, wie ich mit einer Schnittstelle USB-C klarkomme. Ich hatte mir damals auch das erste MacBook Air gekauft, das auch mit USB-Schnittstellen nicht reichtlich gesegnet war. Ich werde berichten und bis dahin verfolge ich den UPS-Tracker bis das MacBook bei mir eintrifft.
In wenigen Tagen werde ich, wenn Apple will, meine Apple Watch am Arm tragen. Ich freue mich schon auf meine Apple Watch. Apple steigt damit in ein komplett neues Geschäftsfeld ein und ich als User muss mir mehrGedanken über meine biometrischen Daten machen. Meinen Fingerabdruck hat Apple bereits durch TouchID auf dem iPhone. Jetzt kommen meine Gesundheitsdaten dazu.
Die Apple Watch – ich bin so so gespannt.
In meinem Seminaren über Medienkompetenz erkläre ich immer: Die größte Lüge im Internet ist der Satz: „Ja, ich habe die AGB gelesen.“ Kaum jemand schaut sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen näher an – ich auch nur manchmal. Aber gerade im Hinblick auf meine biometrischen Gesundheitsdaten sollten wir User es besser tun. Ich erinnere mich noch an eine Android-Taschenlampen-App, die 2013 das komplette Adressbuch und die Standortdaten ausgelesen und nach Hause geschickt hat. Dieses System ist bei Fitness-Armbändern – und dazu gehört die Apple Watch – auch kritisch.
Die Verbraucherschützer mahnten zur Vorsicht bei der Apple Watch. Die Uhr kann die Herzfrequenz messen und Schritte zählen. Die eingebauten Sensoren können Körperfunktionen ausforschen. „Verbraucher haben keine Wahl, auf die Sensoren zu verzichten. Sie sind in jeder Version der Uhr enthalten“, kritisiert Christian Gollner, Datenschutzexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. In Verbindung mit dem iPhone erlaubt die Apple Watch technisch eine umfassende Kontrolle der körperlichen Aktivitäten. Spezielle Apps können mit den gesammelten Daten zum Beispiel nicht nur vage den Kalorienverbrauch errechnen, sondern auch eine gesunde oder ungesunde Lebensweise versuchen zu ermitteln. Das Gleiche gilt für die Fitness-Armbänder anderer Hersteller.
Das ist richtig und ich möchte dieses System für meine persönliche Fitness einsetzen. Solche gesundheitsbezogenen Überwachungsfunktionen können nützlich sein, um einen genauen Einblick in die eigene Kondition zu erhalten. Also werde ich die Apple Watch mit der Health-App koppeln. Aber, wie immer, hat die Medaille zwei Seiten. Was passiert denn, wenn Versicherungen an diese biometrischen Daten herankommen und unterschiedliche Versicherungstarife vorschlagen. Das wäre das Ende der Solidargemeinschaften im Versicherungswesen. „Werden die höchst sensiblen Daten personenbezogen weitergegeben und ausgewertet, können sie Schaden anrichten“, erklärt Gollner. „Unternehmen könnten ihre Werbung, Angebote und Preise anhand des Gesundheitsprofils zum Nachteil der Verbraucher anpassen oder ihnen wegen des Gesundheitszustands bestimmte Leistungen verweigern.“
Die Verbraucherschützer raten: Der beste Datenschutz besteht, wenn Daten gar nicht erst erhoben werden können. Das wäre für mich gegen den technischen Fortschritt. Ich muss die Health-App ja nicht nutzen. Und denn leisten die Verbraucherschützer hier eine wertvolle Arbeit.
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz setzt sich bei der Reform des EU-Datenschutzrechts für eine Umsetzung der Prinzipien „Privacy by Design“ und „Privacy by Default“ ein. Danach müssen Geräte und Dienste von Grund auf so gestaltet oder zumindest voreingestellt sein, dass sie nur die Daten erheben, die für die Nutzung tatsächlich erforderlich sind. Das war bei der Taschenlampen-App nicht der Fall.
Für meinen Teil werde ich die Uhr einsetzen, aber die Branche genau verfolgen, welche App, was tun. Durch die Diktatur von Apple in eigenen App-Store habe ich zumindest den Glauben daran, dass nicht jede App den Weg in den Store findet. Das sieht in der Android-Welt anders aus.
Ich schaute im Apple Retail Store vorbei, um „meine“ Apple Watch anzuprobieren.
Es ist ja noch ein paar Tage hin bis meine Apple Watch bei mir eintrifft. Ich habe sie am Erstverkaufstag um 9:05 Uhr bestellt und ich werde meine Uhr wohl ab 12. Mai geliefert bekommen. Im Netz wurde der Niedergang von Apple proklamiert und ich sage: lasst sie ruhig schwätzen. Ich bin davon überzeugt, dass so ein Wearable mein Leben verändern kann.
Die Apple Watch – ich bin so so gespannt.
Marktforscher Carl Howe von Think Big Analytics erklärte vor wenigen Tagen, dass über 3 Millionen Uhren vorbestellt wurden. darunter 1,8 Millionen Watch Sport, 1,3 Millionen Watch und 40.000 Watch Edition. Das bringt etwa einen Umsatz von 2 Milliarden US-Dollar innerhalb der ersten zwei Verkaufswochen. Ja, ja mit Apple geht es bergab, ihr dummen Schwätzer!
Bis zum Auslieferungsdatum ab 12. Mai ist allerdings noch ein paar Tage hin und ich wollte die Apple Watch doch mal anprobieren. Schließlich habe ich das Ding blind im Vertrauen auf Apple gekauft. Vor allem wegen der Größe war ich mir unsicher. Ich habe die 42 mm-Variante geordert, vor allem wegen meinen schlechten Augen.
Ab 12. Mai soll meine Uhr bei mir sein. Ich bin gespannt und warte.
Bei einem Termin in München entschloss ich kurzerhand zu einem Besuch im Apple Retail Store am Marienplatz. Freundlich würde ich empfangen und bekam in rund 15 Minuten einen wiederum sehr freundlichen Kundenberater, der mir die Uhr erklärte. Mir ging es weniger um die Ausführungen als vielmehr um das Tragegefühl. Erster Eindruck: die Uhr sitzt prima. Das Metallarmband meiner Apple Watch, 42 mm Edelstahlgehäuse mit Milanaise-Armband klemmt keine Haare ein, wie es meine Seiko tut. Der Magnet des Armbandes schließt leicht und ist fest am Handgelenk. Die Uhr ist tadellos verarbeitet und die Krone ist extrem innovativ als Eingabegerät. Das Display ist rattenscharf und die Animationen laufen darauf flüssig ohne Ruckeln. Es zeigte sich, dass die Wahl des 42 mm Displays die richtige Entscheidung für mich war.
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Leider konnten wir aus Datenschutzgründen das Koppeln mit meinem iPhone 6 plus nicht testen. Somit war auch kein Empfang von Mails oder Musik möglich.
Beim Herumspielen mit der Uhr ist mir als erstes das Fehlen einer App aufgefallen, die für mich wichtig wäre. Es geht mir eine App ab mit der ich Keynote steuern kann. Ich präsentiere sehr viel in meinen Vorträgen mit dem iPhone via Keynote. Ich habe schon lange keinen Rechner bei Tagesveranstaltungen mehr dabei. Für iPhone und iPad gibt es Keynote Remote-App, um Keynote vom Mac aus zu steuern. Das wünsche ich mir für die Apple Watch, um Keynote auf dem iPhone zu steuern. Und als ob Tim Cook mir auf den Rechner schaut. In dem Moment als ich diese Zeilen schreibe, erfolgte eine Aktualisierung von Apple von Keynote. Mein Wunsch wurde erhört und das zeigt mir, wie nahe Apple am User ist. Apple stellt Keynote Remote für Apple Watch bereit. Ich bin glücklich und freue mich noch mehr auf meine Uhr.
Wie sagte einst Steve Jobs: Apple präsentiere Produkte von denen der Kunde gar nicht wüsste, dass er sie in dieser Form brauche. Das ging mir mit dem iPhone und iPad so und es wird mir mit der Apple Watch auch so gehen. Die Diskussion um die Batterielaufzeiten muss ich in der Praxis testen. Hier wird die Akku-Technik sich entwickeln. Für mich heißt es nun warten bis ich meine Wearable Device in den Händen bzw am Arm trage. Apple mach endlich zu. Erste Entwickler haben eine Versandmeldung schon bekommen. Ich will auch und ihr wisst ja, Geduld ist mein zweiter Vorname.
Die Bestellung der Apple Watch steht bei mir an und bei der Qual der Wahl welche Uhr ich nehmen soll, habe ich mir eines gefragt: Warum zeigt das Zifferblatt der Apple Watch eigentlich immer 10:09 Uhr als Uhrzeit an?
Die frage ist doch: Warum zeigt die Apple Watch 10:09 Uhr als Uhrzeit an?
Als Fanboy und ehemaliger Chefredakteur einer der größten Mac-Zeitschriften Europas kenne ich ja die Spielereien, die Apple bei seinen Produkten macht. So zeigte das iPhone immer 9:41 Uhr als Uhrzeit – zu diesem Zeitpunkt präsentierte damals 2007 Steve Jobs das erste iPhone.
Bei der Uhr machte es Apple offentsichtlicher. Ich dachte zunächst an eine ähnliche Logik von Tim Cook wie bei Steve Jobs. Aber die Uhrzeit passte nicht. Es ist viel einfacher. Dazu musste ich mir Prospekte und Websites von tradiionellen Uhrenherstellern ansehen. Dort stehen die Zeiger auf 10:10 Uhr. Rolex zeigt 10:10:31 Uhr, TAG Heuer zeigt 10:10:37 Uhr. Die Apple Watch ist diesen Uhren um eine Minute voraus: 10:09 Uhr. So erhebt Apple den Anspruch, ganz vorne dabei zu sein und die alten Uhrenhersteller buchstäblich alt aussehen zu lassen. Für mich ist klar: Apple leitet mit der Apple Watch ein neues Zeitalter ein – nicht mehr, nicht weniger.
Apple provoziert etablierte Uhrenhersteller mit seiner Werbung.
Warum stehen eigentlich die Zeiger auf 10:09 Uhr oder 10:10 Uhr? Ich hab andere Zeiten auf meiner Seamaster ausprobiert. Da sieht die Uhr lange nicht so gut aus. Um 10:09 Uhr oder 10:10 Uhr sehen Logo und Uhr am Handgelenk am elegantesten aus. Die Uhr wirkt schmal. Da Apple mit einer Apple Watch ein Design- und Modeaccessoire vorlegt, muss hier Optik stimmen.
Übrigens, bei mir wird es wohl die Apple Watch mit Milanaise-Armband in der 42 mm Version werden.
Als ich meinem näheren Umfeld mitteilte, dass ich mich für ein neues MacBook in Gold interessiere, brach ein Sturm der Entrüstung und Verwunderung auf mich nieder. Wie könne ich nur als Technikexperte so ein Gerät kaufen? Nur einen Anschluss? Nur so wenig Speicher? Nur einen Standardprozessor? Und noch dazu in Gold, was sei denn das für eine Farbe? „Und übrigens gehe Apple sowieso bald den Bach runter“, so und ähnlich waren die Aussagen. Dann kam noch das zugegeben witzige Fake-Video mit dem spanischen Apple-Ingenieur – Fans erinnern sich.
„Haltet doch einfach den Mund“, lautet meine Antwort. Natürlich gibt es schnellere, leistungsfähigere und auch preiswertere Rechner als das neue MacBook in Gold. Apple spricht mit diesem Gerät eine Zielgruppe an, die sich bisher nur am Rande für Computer, IT und Technikgedöns interessierte. Es gibt Leute, die sich mit schönen Dingen umgeben wollen und für die ist dieses Gerät wunderbar geeignet. Es sind nicht technikbegeisterte Freaks, die Ghz-Zahlen, RAM-Riegel oder HD-Größen wie eine Monstranz vor sich vor tragen und sich darüber definieren.
Es ist wie in meiner Jugend, als ich von meinen sauer ersparten Taschengeld und Konfirmationsgeld endlich meine erste eigene Stereoanlage kaufen konnte. Ich war so stolz. Da kam so einer diese HiFi-Freaks daher und erklärte mir, welchen Mist ich mir da kaufen würde. Die Boxen seien so lala, der Tonabnehmer müsse besser sein, die Kabel hätten einen zu hohen Widerstand und mein Verstärker ginge ja gar nicht. Dabei wollte ich doch einfach nur Musik hören und keine Konzertsaalatmosphäre in meinem Jugendzimmer haben.
Heute arbeite ich viel mit Kunden, die auch keine Technikfreaks sind. Sie wollen Technik um sich haben, die funktioniert und leicht zu bedienen ist und sie soll schön aussehen. Und das tun die Apple Geräte. Und die Preisdiskussion führe ich schon lange nicht mehr – mit Windows-Anhängern sowieso schon mal nicht. Viele meiner Kunden kommen aus dem Beauty-Umfeld. Die waren über die Haptik und Farben der neueren iPhone-Generationen begeistert. Ich habe es gemerkt, als ich mir ein iPhone 5s und später in iPhone 6plus in Gold zulegte. Den Leuten gefiel es. Beim iPad Air 2 war es übrigens genauso.
Bei der Bestellung werde ich mich an meinen Füller erinnern. Ich schreibe gerne mit Füller und habe auch ein paar Füller meines Vaters im Einsatz. Und ich habe mir einen Montblanc-Füller nach Jahren endlich gekauft. Es war eine seltene Sonderediton nach meinem Lieblingsdichter. Als nächstes will ich mir auch eine Hitchcock-Variante zulegen. Und natürlich kann ich auch mit dem Werbekugelschreiber schreiben, den ich beim jüngsten Hotelaufenthalt vom Nachtkästchen mitgenommen habe. Auch dieser Kugelschreiber kann schreiben, hat aber irgendwie nicht das Luxusgefühl. Gleiches lässt sich bei meinen Jackets, Schuhen oder Hemden schreiben. Und daher bestelle ich mir das MacBook in Gold – basta.
Zur Beruhigung der Technikfraktion: Ich habe ein aktuelles MacBook Pro und einen Mac Pro, um anfallendene Renderings und Videoschnittorgien bewältigen zu können. Aber aus oben genannten Gründen werde ich mir ein neues MacBook zulegen. Und jetzt könnt ihr weitermeckern.
Im Grunde war es meine Frau, die das Projekt Sonnenfinsternis in unserer Familie strategisch anging. Schon vor Wochen sprach sie beim Abendessen das Thema an und erinnerte mich, wie begeistert wir bei der totalen Sonnenfinsternis im Jahre 1999 waren. Das stimmt und schon war ich Feuer und Flamme. Und nachdem auch meine Twitter-Kontakte @astrozwerge und @DLR_next auf diesen Tag hinfieberten, ließ ich mich anstecken und war begeistert. Beim Optiker meines Vertrauens bestellte ich rechtzeitig vier Pappbrillen für die ganze Familie, damit der Blick in die Sonne ungefährlich ist.
Ich besorgte rechtzeitig vier Brillen für die Familie.
Ganz entspannt sammelten wir Material und sprachen in der Familie immer wieder über das Thema. Meine Frau informierte die Schule von K1/2, die von der Sonnenfinsternis freilich nichts wusste. Also brachte die Gattin den Stein auch an der Schule ins Rollen.
Bei meinem Optiker waren die Brillen schnell ausverkauft.
Tage vor der Sonnenfinsternis begann um uns herum die Hektik. Verzweifelt gingen die Leute auf die Suche nach Pappbrillen. Bei den Optikern und auch bei Amazon waren die Brillen ausverkauft. Ich war zufällig bei meinem Optiker wegen neuen Gläsern und das Telefon klingelte die ganze Zeit. Bei eBay kam es zu astronomischen Preisen für die Pappbrillen – Achtung Wortspiel. Durchs Netz geisterten Bauanleitungen und Alternativen, doch wir lehnten uns gelassen zurück. Wir hatten ja unsere Brillen. Ich habe sogar gelesen, dass ein Optiker 3D-Brillen verkauft hatte, weil er sich bei der Bestellung geirrt hat. So viel zur fachlichen Qualität dieses Handwerkers. Ich kramte eine Rot-Grün-Brille heraus und postete sie zum Spaß in soziale Netzwerke und bekam auch Belehrungen der Community zurück. Leute, war doch nur Spaß.
Ich hab nur Spaß gemacht mit meiner 3D-Brille: Ich und 3D, haha
Aber es war nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen bei mir. Ich wollte eigentlich ein paar Bilder mit der Nikon schießen. Aber dafür brauche ich einen speziellen Slim Graufilter ND1000. Meinen Filter fand ich nicht mehr, also schnell einen bei Amazon bestellt, der auch am Freitag eintreffen sollte. Die örtlichen Fotogeschäfte hatten keinen mehr mit 77 mm Durchmesser. Amazon verschickte, aber DPD versagte. Eigentlich hat der Dienstleister eine Abstellgenehmigung, aber Pustekuchen. Der Filter kam nicht bei mir an – jetzt fährt er irgendwo zwischen DPD-Lager und meinem Wohnort hin und her. Bedeutete im Endeffekt, keine Bilder von der Sonnenfinsternis.
Google hat einfach Humor – das Doodle zur #SoFi
Am Tag der SoFi hatte Google ein besonderes Doodle geschaltet. Die Leute bei Google haben einen guten Humor. Gut so. Als die partielle Sonnenfinsternis bei uns begann, beobachtete ich im Netz ihr Voranschreiten. Bresser, ein von mir bevorzugter Hersteller für optische Geräte wie Teleskope und Mikroskope, bot einen Live-Stream im Netz an. Dieser scheiterte, weil Nebel über der Beobachtungsstelle war. Pech.
Bresser hatte einfach Pech mit dem Wetter.
Ich wechselte als Patriot zum Stream des Bayerischen Fernsehens, der aber nach Sekunden abbrach. Statt Bilder von der Sternwarte des Deutschen Museums zu zeigen, kam nur ein Störungshinweis – mein Dank als Gebührenzahler gilt dem BR. Die ARD brachte dann einen Stream vom NDR, der scheinbar eher etwas von Übertragungstechnik versteht – soweit zu Laptop und Lederhosen.
Ich genoss die Sonnenfinisternis auf der Terrasse zusammen mit meiner Frau. Brille auf und Musik an – ich wählte Richard Strauss Also sprach Zarathustra, genau wie bei 2001 von Kubrick. Am Höhepunkt der partiellen Sonnenfinsternis wurde es merklich dunkler und auch die Vögel verstummten. Schlagartige Ruhe breitete sich in der Natur aus. Und es wurde kälter. Wie muss so ein Naturschauspiel auf unaufklärte Menschen des Mittelalters gewirkt haben? Der Enegieblackout blieb aus, wohl doch eher Panikmache der Energieversorger und der Massenmedien. Ich fand die Sonnenfinsternis einfach toll. Als Retro-Gamer sah ich einen großen Pac Man am Himmel, der das Maul öffnete.
Ich genoss die Sonnenfinsternis im Garten.
Und ich musste auch über das Netz schmunzeln. Am besten fand ich die Titelseite der taz, die eine Islamisierung des Himmels sah, weil ein Halbmond nun über uns sei. Großartig. Als Apple-Fanboy musste ich lachen, als durchs Netz die Behauptung ging, Apple werde die Sonnenfinsternis verklagen. Wieder großartig.
Als Apple Fanboy musste ich lachen.
Bei K1/2 in der Schule gab es auch eine Überraschung. Im Fach Religion schrieb K2 zum Start der Sonnenfinsternis gleich mal eine Religion-Ex. Anstatt dass der katholische Religionslehrer das Phänomen Aberglaube und Ängste früherer Zeiten bei einer Sonnenfinsternis pädagogisch vermittelte, prüfte er Stoff zum Thema Kirchenjahr ab. Mir völlig unverständlich und zeigt wieder das bayerische Bildungssystem von seiner schlimmsten Seite. In der Pause durften nur die Kinder mit SoFi-Brille raus und in die Sonne schauen. Der Rest blieb im Schulgebäude. Einige Lehrer hatten rechtzeitig Bestellungen für SoFi-Brillen gemacht, der Rest von Schülern und Lehrern ging leer aus. Gut, dass K1/2 von der Gattin mit entsprechenden Brillen ausgestattet wurden. Ich schrieb es ja zu Beginn: Im Grunde war es meine Frau, die das Projekt Sonnenfinsternis in unserer Familie strategisch anging.
Natürlich stand Hardware im Mittelpunkt des Apple Events vom März 2015: Apple Watch und MacBook wurden vorgestellt und beides werde ich mir als Fanboy wohl zulegen. Aber richtig interessant fand ich das Open Souce-Tool ResearchKit. Das Werkzeug soll Mediziniern medizinische Studien erleichtern. Die ersten Apps sind bereits in den USA erschienen und dienen der Erforschung von Asthma, Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Parkinson.
Damit weitet Apple sein Geschäftsmodell vom klassischen Fitnessmarkt auf den Gesundheitsmarkt aus. Was deutschen Usern wohl wichtig ist: Apple erklärt eindeutig, dass man keinen Einblick in die Gesundheitsdaten seiner Nutzer hat. Es heißt: Anwender entscheiden selbst, ob sie an einer Studie teilnehmen möchten und wie ihre Daten geteilt werden.
Ich finde es interessant, wie sich Apple hier an einen neuen Markt herantastet. Die Mitbewerber am Markt stellen einfach neue Computer, Mobiltelefone oder jetzt neue Smartwatches her. Apple blickt über den Tellerrand hinaus und greift Google mit seinen Gesundheitsvorhersagen an.
Was kann ResearchKit? Es ist eine Open Source Softwareumgebung für Medizinier. ResearchKit hilft je nach programmierter App Gesundheitsdaten von Teilnehmern zu sammeln, die iPhone Apps nutzen. Forschungsinstitute haben bereits Apps mit ResearchKit entwickelt, um Studien über Asthma, Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Parkinson durchzuführen.
„Mit Hunderten Millionen von iPhones im weltweiten Einsatz sahen wir eine Möglichkeit für Apple, eine sogar noch größere Wirkung zu erzielen, in dem wir Menschen befähigen sich an der medizinischen Forschung zu beteiligen und dazu beizutragen“, sagt Jeff Williams, Senior Vice President of Operations von Apple. „ResearchKit gibt der Gemeinschaft der Wissenschaftler Zugang zu einer vielschichtigen Bevölkerung auf der ganzen Welt und bietet mehr Möglichkeiten Daten zu erheben als jemals zuvor.“ Warum macht Apple das alles? Der Medizinmarkt ist einer der größten Märkte überhaupt. Das Zauberwort hinter den gesammelten Daten heißt schlichtweg Big Data und Apple hat mit den iPhones eine ungeheuere Marktmacht und weiß sie zu nutzen. Aber Tim Cook weiß hoffentlich, dass er diese Daten niemals missbrauchen darf. Hoffentlicht weiß das die NSA auch.
Apple zeigt Flagge im Gesundheitsmarkt.
Klar ist: Laut Apple wird durch ResearchKit das iPhone zu einem starken Werkzeug für die medizinische Forschung. Wenn der Anwender die Erlaubnis gibt, können die Apps auf Daten der Health App zugreifen. Das sind beispielsweise Gewicht, Blutdruck, Blutzuckerspiegel oder die Nutzung von Asthmasprays, die durch Geräte und Apps von Drittherstellern gemessen werden. Ich selbst habe die Withings-App am Laufen, um Daten der Waage und des Blutdruckmessgerätes einzulesen.
Mit der Apple Keynote wurde zeitgleich auch iOS 8.2 veröffentlicht. Hier wurde fleißig an der Health App optimiert. Neben zahlreichen Verbesserungen gibt es jetzt eine neue Datenschutz-Einstellung. Diese ermöglicht jetzt das Deaktivieren der Protokollierung von Schritten, Wegstrecken und erklommenen Stockwerken.
Software für Health entstammen der Softwareumgebung HealthKit. Diese wurde durch ResearchKit nochmals aufgewertet und mächtiger gemacht. ResearchKit kann von einem Anwender den Zugriff auf Beschleunigungssensor, Mikrofon, Gyroscope und GPS-Sensoren im iPhone anfragen, um Informationen über den Gang, die motorische Verfassung, seine Fitness, Sprache und den Gedächtniszustand des Patienten zu bekommen.
Eine Bekannte aus dem Medizinbereich begrüßte die Möglichkeiten von ResearchKit in Sachen Langzeitstudien. ResearchKit macht es einfacher für Mediziner, entsprechende Teilnehmer für Langzeitstudien zu rekrutieren, weil es eine breite Auswahl der Bevölkerung anspricht und nicht nur diejenigen, die in Reichweite zum Institut wohnen. Studienteilnehmer können Aufgaben erledigen oder Zugriffsrechte an der Studie über die App einräumen, so dass die Forscher weniger Zeit mit Datenverwaltung und mehr Zeit mit der Datenanalyse verbringen können. ResearchKit ermöglicht es Forschern zudem einen interaktiven Einwilligungsprozess anzubieten. Anwender können auswählen, an welcher Studie sie partizipieren und welche Daten sie bei welcher Studie zur Verfügung stellen möchten.
Das bestätigen laut einer Apple-Meldung auch die Partner von Apple, was freilich nicht verwundert. „Wir sind erfreut die neuen ResearchKit-Werkzeuge von Apple zu nutzen, um mehr potentielle Teilnehmer ansprechen zu können und noch mehr Daten durch die einfache Nutzung einer iPhone App zu erlangen. Die zur Verfügung gestellten Daten bringen uns bei der Entwicklung individuellerer Hilfe einen Schritt weiter“, sagt Patricia Ganz, MD, Professor an der Fielding School of Public Health der UCLA und Director of Cancer Prevention & Control Research im Jonsson Comprehensive Cancer Center der UCLA. „Zugang zu vielschichtigen, von den Patienten übermittelten Gesundheitsdaten, hilft uns, mehr über Langzeitnachwirkungen von Krebsbehandlungen zu erfahren und gibt uns ein besseres Verständnis der Erfahrungen von Brustkrebspatienten.“
Ich bin mal gespannt, wann sich deutsche Mediziner äußern und wann sie ResearchKit überhaupt mitbekommen. Allgemein stimmt es mich nachdenklich, warum solche Entwicklungen eigentlich in den USA stattfinden. Was macht unsere Medizinbranche eigentlich außer Geldverdienen?
US-Medizinier arbeiten mit Apple zusammen. Wo sind unsere?
Apple legt in den Lobpreisungen noch nach und betont das Thema Big Data indirekt. „Wenn es darum geht bei der Forschung bessere Diagnosen und Krankheitsvorbeugung zu erzielen, sind Zahlen alles. Durch den Einsatz von Apples neuer ResearchKit-Umgebung sind wir in der Lage, die Teilnahme über unseren lokalen Radius hinaus auszuweiten und signifikant mehr Daten zu erfassen, die uns dabei helfen zu verstehen, wie Asthma funktioniert“, sagt Eric Schadt, PhD, der Jean C. und James W. Crystal Professor of Genomics an der Icahn School of Medicine am Mount Sinai und Gründungsdirektor des Icahn Institute for Genomics and Multiscale Biology. „Durch die Verwendung der fortschrittlichen iPhone-Sensoren sind wir in der Lage den Zustand des Asthmapatienten besser abzubilden und das ermöglicht es uns dann, eine persönlichere, noch präzisere Behandlung durchzuführen.“
Die Asthma Health App ist so konzipiert, dass sie Schulung und Selbstkontrolle von Asthmapatienten erleichtert.
Und die Forscher haben gleich eine eigene App dazu auf den Markt gebracht, derzeit nur für den US-Store. Entwickelt von der Icahn School of Medicine am Mount Sinai und LifeMap Solutions ist die Asthma Health App so konzipiert, dass sie Schulung und Selbstkontrolle von Asthmapatienten erleichtert, positive Veränderung am Zustand kommuniziert und an das Einhalten des Behandlungsplans nach aktuellen Asthmarichtlinien erinnert. Die Studie misst Symptome von individuellen und potentiellen Auslösern von Verschlimmerungen des Zustands, so dass Forscher neue Möglichkeiten bei der individuellen Asthmabehandlung erfahren können.
Die Share the Journey-App vom Dana Farber Cancer Institute, Penn Medicine, Sage Bionetworks und dem Jonsson Comprehensive Cancer Center der UCLA entwickelt, ist eine Forschungsstudie, dessen Ziel es ist herauszufinden, warum einige Patienten, die den Brustkrebs überlebt haben, sich schneller erholen als andere, warum ihre Symptome über die Zeit variieren und was getan werden kann, um die Symptome zu verbessern. Share the Journey wird Studien und über iPhone-Sensoren erfasste Daten verwenden, um Müdigkeit, Stimmungsbild, kognitive Veränderungen sowie Schlafstörungen und eine Verringerung der Anzahl an Übungen zu sammeln und zu beobachten.
Daten ist das Zauberwort in der medizinischen Forschung.
Die MyHeart Counts-App, entwickelt von Stanford Medicine, misst die Aktivität und nutzt Risikofaktoren und Studienergebnisse, um Forscher dabei zu unterstützen genauer zu beurteilen, wie Aktivität und Lebensstil eines Patienten sich zum Herz-Kreislauf-Zustand verhalten. Dadurch, dass diese Verhältnisse auf einer breiten Basis verglichen werden können, sind Forscher besser in der Lage zu verstehen, wie man das Herz gesünder halten kann.
Das Massachusetts General Hospital hat die GlucoSuccess-App entwickelt, um zu verstehen, wie verschiedene Aspekte im Leben eines Menschen – sei es Diät, körperliche Anstrengung und Medikationen – den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Die App kann Teilnehmer auch bei der Erkenntnis unterstützen, wie sich ihr Essverhalten und ihre Aktivität in Relation zu ihren optimalen Zuckerwerten verhalten und sie somit in die Lage versetzen, Abhängigkeiten klar zu erkennen und eine aktivere Rolle für ihr eigenes Wohlbefinden einzunehmen.
Von Sage Bionetworks und der Rochester-Universität entwickelt, hilft die Parkinson mPower-App Menschen, die mit der Parkinsonkrankheit leben müssen, ihre Symptome durch die Aufnahme der Aktivitäten über die iPhone-Sensoren zu beobachten. Diese Aktivitäten beinhalten ein Gedächtnisspiel, Fingerübungen, Sprechen und Gehen. Die Aktivitäts- und Studiendaten vom Mobiltelefon werden mit Daten einer Vielzahl anderer Teilnehmer kombiniert, um die Forschung über Parkinson auf ein bisher noch nie erreichtes Niveau zu treiben und dies zur weltweit größten und umfangreichsten Studie über diese Krankheit macht.
In wenigen Tagen am 9. März wird Apple weitere Details über die Apple Watch in einer eigenen Keynote verraten. Damit startet Apple den Großangriff auf einen riesigen Markt, den Gesundheitsmarkt. Apple wird biometische Daten, die Gesundheitsdaten mithilfe der Uhr auslesen und über die Cloud verarbeiten.
Wenn ich einen Elektromarkt besuche, gibt es heute schon eine kleine Abteilung mit Fitness-Armbänder. Auch ich besitze ein Nike-Fuelband und finde die Idee klasse. Mit der Apple Watch wird Apple einen bestehenen Markt aufrollen. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieser Markt interessant ist. Apple bewirbt die Uhr bisher als Mode Accessorie, aber die Apple Watch wird mehr sein als ein modisches Gimmick. Cupertino hat die wesentlichen Techniker des Fitness-Kollegen Nike bereits in das Team integriert. Ein Adobe-Entwickler sorgt für die Software, Sir. Jonathan für das Design.
Das erste eigene Produkt von Tim Cook wird einschlagen, da bin ich mir sicher. „Die Apple Watch ist das persönlichste Produkt, das wir je entwickelt haben. Und es gibt nichts, was persönlicher ist als deine Gesundheit. Genau wie die Apple Watch dafür sorgt, dass du effizienter und produktiver sein kannst, sorgt sie auch dafür, dass du dich bewegst. Denn aktiv sein ist wichtig, um gesund zu bleiben“, so Apple auf seiner Website. Im Vorfeld der Apple Watch-Berichterstattung sprach ich mit Ilja Michaels von Kaasa health über den wachsenden Markt der Fitness-Apps und der Integration dieser Apps in Apple iOS Health Kit.
„Wir gehen davon aus, dass der Markt wächst“, so Ilja Michaels. Oftmals wüssten Leute gar nicht, dass sie solche Dinge brauchen, bis sie sie haben. Das ist das Prinzip von Apple. Der Markt von Fitness-Apps in Verbindung mit Gamification gehört die Zukunft. „Doch wie motivierend ist die App dahinter wirklich, die die Schritte zählt“, so Ilja Michaels weiter. Vergleich von Fitness-Daten bedeutet aber auch hohen Datenschutz. Kaasa health als deutsches Unternehmen nimmt dabei den Datenschutz extrem ernst.
Jetzt warten wir mal ab, was uns Apple am 9. März ankündigen wird. Ich bin gespannt und die Kreditkarte ist bereits als Fanboy gezückt.
Ich nutze mein iPhone 6plus intensiv und hab es in der Regel immer dabei. Da ich sehr oft auf Seminaren referiere und auch anderen Kollegen bei ihren Vorträgen zuhören möchte, stören mich Anrufe extrem.
Seit dem Betriebssystem iOS 6 gibt es die „Nicht stören“-Funktion, die alle eingehenden Anrufe sofort auf den Anrufbeantworter umleitet. Der Weg dahin ist Einstellungen und Nicht stören. Dann wird das Mondsymbol in der Statusleiste eingeblendet.
Allerdings gibt es Anrufe, die möchte bzw muss ich unbedingt erhalten. Dazu gehören die Anrufe meiner Kinder, meiner Frau und bestimmter Kollegen. Bestimmte Kunden haben bei mir eine Hotline-Funktion gebucht und die sollten nicht auf dem Anrufbeantworter landen.
Die Nummer dieser Anrufer markiere ich als Favorit. Und dann aktiviere ich die Funktion Anrufe zulassen und wähle die Favoriten aus. Ich kann natürlich auch diese Anrufer in eine Gruppe packen. So kommen Anrufe aus den Favoriten bei mir am iPhone an.
Leider ist es im Moment nicht möglich, mehrere Gruppen zu aktivieren, also zum Beispiel Familie und Kunden. Hier hätte Apple eine Verbesserung beim nächsten iOS-Update.
Übrigens, es gibt noch die Funktion Planmäßig. Hier kann ich die Nicht stören Funktion gewissen Zeiten zuordnen. Wer also in der Schule, Uni oder in der Nacht seine Ruhe haben will, sollte einen Blick auf diese Planmäßig-Funktion werfen.
Alles hat sich geändert. Keine Keynote mehr von Steve in SF.
Jahrelang wusste ich, was ich in der ersten Januar-Woche eines neuen Jahres machte. Ich flog nach San Francisco zur MacWorld Expo, die Hausmesse von Apple. MacWorld Expo hieß sie damals und unter uns Fans war es einfach die MWSF. Es war wie ein großes Klassentreffen, wenn Mac-Begeisterte aus allen Ländern zusammenkamen und die Köpfe zusammensteckten. Mittelpunkt war natürlich immer der Auftakt der Messe, die obligatorische Keynote von Apple CEO Steve Jobs. Was gab es nicht alles für geile Produkte: 2003: PowerBook 12″, PowerBook 17″, Safari, AirPort Extreme, 2004: iPod mini, XServe G5, GarageBand, 2005: Mac mini, iPod shuffle, iWork 2006: Erster Intel-Mac, 2007: iPhone, Apple TV, 2008: MacBook Air, Time Capsule und ohne Steve dann 2009: iLife und iWork ’09, 17″ MacBook Pro Unibody, iTunes ohne DRM. Doch mit all dem ist Schluss, schon seit einiger Zeit.
MacBook Air war der Hammer in SF
Apple hatte einen fetten Stand in dem Messehalle. Als Anlaufpunkt für alle, als Treffpunkt für Gespräche. Apple war letztmals 2009 als Aussteller vertreten, eine Keynote von Apple gab es dort nicht mehr, Steve Jobs ist tot und der Messe ging es Jahr für Jahr schlechter. Die weitere Messen in Boston und New York, Paris und Tokyo waren schon lange gestorben. Ich war noch in Paris 2007 und es war ein Trauerspiel, weil Apples französischer Europa-Chef Pascal Cagni zur Messezeit nach London abberufen wurde und Journalisten nach London mitnahm. Die Franzosen waren stocksauer. Cagni verließ Apple im Jahre 2012.
Und jetzt ist San Francisco die MWSF an der Reihe. Inzwischen hieß die MWSF dann Macworld/iWorld – The ultimate iFanEvent. Veranstalter IDG gab ein Aussetzen der Messe bekannt. Für mich bedeutet dies ein Absetzen der Messe. 2016 soll statt der Messe eine Konferenz kommen. Der Markt hat sich geändert.
Im Apple Retail Store kommen mehr Leute als auf eine Messe. Produktvorstellungen und Keynotes werden heute live ins Netz gestreamt. Facebook und Twitter erreichen die Massen. Die Zeit von Messen in dieser Form für diese IT-Zielgruppe ist abgelaufen. Apple ist zwar erfolgreicher denn je und trotzdem bricht der bisherige Markt im Apple Umwfeld zusammen. In Deutschland schloss beispislweise die mStore-Kette.
Der Medienwandel zeigt überall. Die legendäre Mac-Zeitschrift Macworld ist in Papierform tot. Sie erscheint seit September nur noch digital. Meine ehemalige Zeitschrift MACup, einstmals Europas älteste Mac-Zeitschrift, ist schon lange tot.
Aber wenn es etwas stirbt, folgt etwas neues. Ich bin schon gespannt darauf. Aber was mache ich blos in der ersten Januar-Woche?