Das Goldstück ist da und bereits installiert. Gemeint ist das MacBook 2015 in Gold. Als ich es ausgepackt hatte und dabei ein Unboxing-Video gedreht habe, begann ich mich zu verlieben. Das kleine MacBook ist wirklich äthestisch hübsch und technisch ein Hammer. Leicht, kein Lüfter, größeres Display, neue Akku-Technik. Es wird bei mir keine Produktionsmaschine sein, sondern ein Gerät für unterwegs, ein Gerät für den Esstisch. Meine 1,3-GHz-Version des MacBooks hält mit einem kleinem iMac mit. Der Intel Core M-5Y71 Prozessor mit 1,3 GHZ reicht für meine Arbeiten aus. Ich möchte vor allem Texte schreiben und das Goldstück angeberisch bei Präsentationen einsetzen. Über das Warten auf das MacBook habe ich hier geschrieben. Meine persönlichen Einsatzfelder habe ich ja bereits hier beschrieben.
Im Netz gibt es Probleme mit der Übertragung von Nutzerdaten. Diese gab es bei mir nicht. Bei mir wurde der Rechner neu in den Dienst gestellt, nur die Apple ID wurde eingegeben. Ich bin ein großer Fan der Cloud und arbeite hier mit verschiedenen Cloud-Diensten zusammen. Sobald das MacBook im Netz war, konnte ich mir meine Arbeitsdateien ziehen.
Ungewohnt ist der einzige USB-C-Anschluss. Ich habe mir die sauteuren Adapter von Apple gekauft und muss mich erst an einen Steckplatz gewöhnen. Aber ich erinnere mich an mein allererstes MacBook Air, das auch nur einen USB-Anschluss hatte. Verbunden mit dem USB-C-Anschluss sehe ich als klaren Nachteil den Wegfall des Mac-Safe-Steckers. Gerade im Seminarbetrieb hat diese Sicherheit als lebensrettend für meine Rechner herausgestellt. Das goldene MacBook 2015 verfügt aufgrund des USB-C-Anschluss nur über eine klassische Stromversorgung. Das ist für mich ein gewaltiger Rückschritt.
Als gewaltigen Fortschritt empfinde ich dagegen die neue Tastatur. Es ist echt der Hammer, wahnsinn. Ich hätte nie geglaubt, dass eine solche dünne Tastatur so ein gutes Tippgefühl haben kann. Die ganzen Zusatztastaturen fürs iPad können hier einpacken und ich hoffe, dass Apple einen neue externe Bluetooth-Tastatur fürs iPad auf Basis dieser Tastatur herausbringt. Die MacBook-Tastatur braucht aufgrund ihrer Bauweise in der Tiefe weniger Platz.
Ungewohnt war die Arbeit mit dem Force Touch Trackpad. Einmal kapiert, will ich die Arbeit mit Deep Click und Co nicht mehr missen. Wer auf dem Force Touch Trackpad klickt, arbeitet mit Drucksensoren und bekommt ein Feedback. Doof ist allerdings, dass ich diese Gesten auch auf meinen bisherigen MacBook Pro einsetzen will, der nicht über ein Force Touch Trackpad verfügt. Aber nein, ich werde mir dieses Jahr kein MacBook Pro mehr mit Force Touch Trackpad kaufen, nein, nein, nein.
Nach einem Tag herumspielen mit dem neuen Goldstück habe ich mich bereits verliebt. Jetzt muss sich es zeigen, ob es eine längere Beziehung wird oder ob das Feuer nach kurzer Zeit erlischt. Ich werde weiter berichten.
Staatsminister Markus Söder machte einen Hangout und ich war dabei.
Durch einen Zufall kam ich zu einem Termin mit dem bayerischen Finanzminister Markus Söder als sich dieser für ein Gespräch mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in Berlin aufhielt. In der bayerischen Landesvertretung gab Söder dem Verein politik-digital.de ein seit Wochen geplantes Google Hangout-Interview zum Thema Digitalisierung. Seit 1998 informiert politik-digital.de über Netzpolitik und ist führender Anbieter von Politiker-Chats.
So sah der Minister den Hangout.
Medienprofi wie Markus Söder nun mal ist, nutze er die Chance und beantwortete die zahlreichen Fragen im Google Hangout. Neben einem sachlich fragenden CSU-Mitglied aus seiner Heimatstadt Nürnberg sprach Söder vor allem mit einem Radiomoderator von Radio Charivari 98.6 aus Nürnberg. Sogar der Betreiber des Radiosenders Michael Oschmann war zu diesem Termin gegenüber der komischen Oper in der Landesvertretung erschienen, um den Google Hangout zu verfolgen.
Erinnerungsfoto vom Erinnerungsfoto.
Der Radiosender hatte einige Fragen seiner Zuhörer gesammelt, die Söder zur Zufriedenheit der Fragesteller und des Moderators Christian Marx in 45 Minuten beantwortete. Aus Sicht des CSU-Politikers war die digitale Bürgersprechstunde ein Erfolg. Einige Fragen drehten sich dabei doch sehr um die Unsimmigkeiten zwischen Nürnberg und Fürth und sind bundesweit nicht gerade von Bedeutung. Hier gibt es den ganzen Hangout. Und hier gibt es das ganze Video von 45 Minuten als 4:30 Minuten via Hyperlapse:
Als digitaler Nomade befürworte ich diese Art der Kommunikation, besonders wenn es um das Thema Digitalisierung geht. Söder hat alles richtig gemacht. Aktionen wie einen Google Hangout oder Live-Sendungen via Periscope sind hier die richtigen Werkzeuge, allerdings ob sie die erlaubten Werkzeuge für ihn als Politiker sind, sei dahingestellt. Söder oder ein anderer sind mit solchen Aktionen ein Sender im Sinne der Landesmedienanstalten und als Sender brauchen sie nach Meinung einiger Juristen eine Sendelizenz, wenn mehr als 500 Zuschauer die Übertragung rein technisch empfangen können.
Radiobetreiber Michael Oschmann (l.) schaute sich den Hangout vor Ort an.
500 ? – im Falle von Google Hangouts und Periscope-Übertragungen ist das lässig der Fall. Schon die Kanzlerin hatte mit ihrem Google Hangout zur Bundestagswahl Schwierigkeiten mit ihrer eigenen Landesmedienanstalt in Berlin/Brandenburg bekommen. Das ganze System der Sendelizenzen ist anachronistisch und meiner Meinung nach für ein digitales System nicht geeignet. Es mag sinnvoll in Zeiten knapper und begrenzter Sendefreuqenzen gewesen sein sein, im digitalen Zeitalter ist es komplett überholt. Hier könnten sich die beiden bayerischen Digitalisierungsexperten Markus Söder und Ilse Aigner eine Namen machen und die Sache mit ihrem Parteikollegen Siegfried Schneider von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien klären. Das Netz würde es ihnen danken.
Die bayerische Landesvertretung war Ort der Übertragung.
Wer meinen Twitter-Feed verfolgt, der weiß, wie genervt ich von dem Streik der GdL bin. Ich bin viel mit dem Zug unterwegs und wurde durch den Streik gezwungen, wieder auf die Straße auszuweichen. Auch die Reise mit Fernbussen erwäge ich. Durch Zufall traf ich Daniel Krauss, den Gründer von FlixBus in Berlin und stellte ihn gleich mal ein paar Fragen – freilich in einem Mein-Fernbus-Flixbus.
Durch den Zusammenschluss mit mein Fernbus kam ein wenig Ruhe in den heiß umkämpften deutschen Markt der Fernbusse. Dennoch müssen die Unternehmen aufpassen, dass sie den Service hochhalten ohne die Preis zu erhöhen. Zudem betreten ausländische Spieler wie Megabus den Markt mit absoluten Dumpingpreisen. Im Grunde herrscht auf dem Fernbusmarkt ein gnadenloser Verdrängungswettbewerb. „Wir wollen als deutsches Startup mit Qualität punkten“, erklärt mir Krauss von Mein-Fernbus-Flixbus. Mit Werten wie Fahrersicherheit und Qualität sollen die Kunden an Mein-Fernbus-Flixbus gebunden werden. Auf jeden Fall steht fest, wenn die GdL die Bahn bestreikt, dann verkaufen die Fernbusse deutlich mehr Tickets.
Ich fotografiere Daniel Krauss und werde fotografiert
Insider sprechen von einer Steigerung von über 150 Prozent. Die Ticketpreise steigen dabei, je voller der Bus wird. Zwar versichert etwa MeinFernbus-Flixbus: „Die Preise sind dieselben wie immer, die Spanne ändert sich nicht.“ Krauss bestätigte mir, dass sich die Fahrpreise nach dem noch verfügbaren Kontingent richten und die Sparpreise schnell vergriffen sind. Wie bei Billigfliegern sind die Preise an die Auslastung gekoppelt.
Kunden können Getränke und WLAN an Bord genießen, während sie durch den Verkehr chauffiert werden. Wenn die GdL weiter streikt und ich im Fernverkehr Ziele erreichen muss, dann wähle ich auch einen Fernbus.
Die Sauvage Restaurants sind die ersten Paleo-Restaurants der Welt.
Neuen Trends in der Küche bin ich immer aufgeschlossen. Neulich erzählte mein Kollege Thomas Gerlach ewtas von dem Paleo-Trend. Das fand ich interessant. Paleo – was verbirgt sich dahinter? Im Grunde ist es, sich so zu ernäheren wie der Urzeitmensch? Dabei ist Ernährung gemeint, nicht die Tischsitten.
Die Paleo-Küche basiert auf den Ernährungsgewohnheiten unserer prähistorischen Vorfahren, was jedoch nicht heißt, dass sie die Ernährung des Steinzeitmenschen imitiert. Der moderne Paleo-Koch kombiniert Erkenntnisse aus der Evolutionswissenschaft mit Elementen der modernen Küche und den Kochmethoden unserer Vorfahren.
In der Paleo-Küche werden ausschließlich natürliche, unverarbeitete Nahrungsmittel verwendet. Dazu gehören unter anderem biologisch und/oder regional angebautes Gemüse der Saison, Fleisch von Tieren aus Weidehaltung oder Wild, Fisch aus Wildfang, Bio Eier aus Freilandhaltung sowie hausgemachte fermentierte Lebensmittel. Alle Gerichte sind ausgerichtet auf Immunstärkung, Museklwachstum und Körperfettabbau.
Klar ist, dass tierische Fette, unraffinierte Pflanzenöle, Nüsse, Samen und Kräuter, Getreide und Milchprodukte keinen Platz in der Paleo-Küche haben.
Thyme-Traveller als Aperitif
In Berlin besuchten wir das Sauvage im Prenzlauer Berg. Die Sauvage Restaurants sind die ersten Paleo-Restaurants der Welt. Das ursprüngliche Sauvage in Neukölln hat seine Türen im Mai 2011 geöffnet und damit eine Ernährungsrevolution gestartet, die weltweit immer höhere Wellen schlägt. Das Prinzip der Paleo-Küche hatte mich neugierig gemacht und bis auf Details hat mich das Essen im Sauvage überzeugt.
Gruß aus der Küche: Fermentierte Karotte.
Nach einem wunderbaren Gruß aus der Küche wählte ich als Vorspeise den Oktopus mit fermentierten Blumenkohl Tabouleh mit Orangen-Minze-Paprika-Coulis.
Oktopus mit fermentierten Blumenkohl
Als Hauptgang gab es für mich ein rotes Meerbarbenfilet. Der Fisch ist klein und persönlich empfand ich ihn als etwas trocken. Die Meerbarbe wird sehr schnell gar. Dazu gab es eine gedünstete Tulpe mit Safran (ausgezeichnet) und Tapioka gefüllt, Blumenkohl-Zitronengras-Püree, geräucherte Muscheln und eine fünf-Gewürze-Kokosnuss-Sauce.
Rotes Meerbarbenfilet als Hauptgang.
Zur Nachspeise wählte ich eine Kombination aus Spargel-Kakaobutter-Vanille-Mousee mit süßen Kalamata Oliven und Haselnuss-Lebkuchen.
Zum Reinlegen: Spargel-Kakaobutter-Vanille-Mousee
Das Sauvage verspricht: „Wenn Sie Ihre Essgewohnheiten den Paleo-Prinzipien anpassen, ernähren Sie Ihren Körper so, wie es die Natur vorgesehen hat. Das kommt Ihrer Gesundheit zugute und Sie werden es sofort spüren. Die unverarbeiteten und/oder rohen Zutaten, die in der Paleo-Küche zuhauf verwendet werden, schmecken nicht nur fantastisch, sie haben auch einen besonders hohen Nährwert.“ Mal sehen, ob ich nach dem System kochen kann.
Es nervt! Es nervt die Warterei bis neue Apple-Produkte bei mir eintreffen. Mein zweiter Vorname ist nicht Geduld. Und diese Geduld wird gerade strapaziert. Aber Apple meint es gut mit mir und hat den Versand meines neuen MacBooks in Gold bestätigt und der UPS-Tracker am iPhone zeigt mir, dass sich der neue Rechenknecht nähert. In wenigen Stunden soll er bei mir eintreffen – gut so. Ich habe übrigens die höchste Konfiguration des MacBooks wählt.
Mein MacBook 2015 ist unterwegs
Einen Vorgeschmack auf das neue Gerät habe ich heute bekommen. Apple hat bereits in zwei Schüben die USB-C-Adapter an mich geliefert. In Ermangelung eines MacBooks habe ich eben ein Unboxing ein Unboxing-Videos eines Adapters gedreht. So weit bin ich schon, dass ich das Auspacken eines Kabels zeige.
In habe den USB-Anschluss und die Adapter für die Beamer VGA und HDMI gekauft – für teuer Geld. Ich will mal probieren, wie sich das MacBook in meiner Seminarpraxis schlägt. In der Regel präsentiere ich mit dem iPad mini/iPhone auf Keynote und das freue ich mehr sehr auf die Apple Watch mit Keynote Remote. Aber dann und wann muss jetzt auch das MacBook herhalten, vor allem wenn ich länger unterwegs bin.
Ich bin gespannt, wie ich mit einer Schnittstelle USB-C klarkomme. Ich hatte mir damals auch das erste MacBook Air gekauft, das auch mit USB-Schnittstellen nicht reichtlich gesegnet war. Ich werde berichten und bis dahin verfolge ich den UPS-Tracker bis das MacBook bei mir eintrifft.
Als Fan der britischen Prog Rock-Gruppe Emerson, Lake & Palmer habe sich so einiges an offiziellen und inoffiziellen Aufnahmen der Band angehäuft. Seit heute habe ich wieder ein Album mehr – Trilogy im Stereo Mix 2015. Das Album erschien bereits am 24. April 2015.
Diese 3fach Box umfasst zwei CDs und eine DVD im 5.1-Sound. Und wie schon bei den anderen überarbeiteten Versionen der Band wie das erste Album, Tarkus oder Brain Salad Surgery (dazu meine Blogartikel) hat der Tonmeister alle Arbeit geleistet. In diesem Fall saß King Crimson-Gitarrist Jakko M. Jakszyk an den Reglern in Hertfordshire. Es ist nicht ganz so perfekt, wie bei den anderen Alben, aber vielleicht liegt es daran, dass ich persönlich Trilogy nicht zu dem stärksten ELP-Alben zähle. Aber ich gebe zu, ich muss mich wieder reinhören. Trilogy erschien 1972 und war das dritte Album der Band. Ich hatte die Aufklapp-LP, die Nice Price-LP und später die verschiedenen CD-Veröffentlichungen. Und ich muss im Vergleich zu den bisherigen Trilogy-Versionen sagen: Wahnsinn, was Jakko M. Jakszyk aus den Bändern da herausgeholt hat. Ich habe den 5.1-Sound mit meinem Shure SRH1540 genossen.
Die Box Trilogy umfasst drei Datenträger. Die erste CD ist das Original-Album. Mein besonderes Interesse galt beim Kauf der zweiten CD. Hier gibt es die 2015 Stereo-Mixes von Trilogy und es eröffnet mir das Album in einer neuen Dimension. Das zeigt sich noch mehr auf der Audio-DVD im 5.1-Sound: Kopfhörer auf und die Experimentierfreude von ELP hören.
Die Türklinke zu Hitlers Arbeitszimmer im Führerbau an der Arcisstraße 12.
Vor kurzem eröffnete in München das NS-Dokuzentrum am Königsplatz in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Führerbau. In der Arcisstraße 12 ist heute die Hochschule für Musik untergebracht, das Gebäude war aber einstmals der Repräsentationsbau von Adolf Hitler.
Speziell für Mitglieder des PresseClubs München machte der Kanzler der Hochschule Dr. Alexander Krause eine Hausführung durch den ehemaligen Führerbau. Der Nationalsozialismus übt auf Leute leider noch immer eine Faszination aus. Gegenstände aus dem Umfeld des Massenmörders Adolf Hitler erzielen unter braunen Sammlern Höchstpreise.
Online-Auktion der Türklinke von Adolf Hitler samt Zertifikat.
Das gipfelt in zum Teil kuriosen Auktionen. Nach Angaben von Alexander Krause gibt es im Internet bespielsweise Versteigerungen der Türklinke von Adolf Hitlers Arbeitszimmer. In US-Auktionsbörsen gibt es die Türklinke samt offiziellen Echtheitszertifikat für rund 300 US-Dollar – ein braunes Schnäppchen aus Hitlers Arbeitszimmer. „Ich kann Ihnen versichern, dass Hitlers Türklinke nach wie vor an der Tür von Hitlers Arbeitszimmer ist“, scherzte Kanzler Krause. Irgendwie dachte ich dabei an eine Folge der NDR-Serie Der Tatortreiniger – Insider wissen Bescheid. Sachen gibts!
Vor diesem Kamin wurde das Münchner Abkommen ausgehandelt.
Irgendwann wurde ich mir die Geschichte des Raums in dem ich saß schlagartig bewusst. Ich hörte auf einmal den Vortrag von Dr. Alexander Krause nicht mehr. Krause ist Kanzler der Hochschule für Musik in der Münchner Arcisstraße 12. In dem Gebäude befand sich der Führerbau, hier residierte Adolf Hitler. Mir wurde bewusst, wo ich hier war und was hier in diesem Raum geschehen ist.
Dr. Alexander Krause dozierte in einem Hörsaal im ersten Stock des Gebäudes vor Mitgliedern des Münchner PresseClubs. Im Laufe des Vortrags wurde es mir schlagartig bewusst, wo ich mich befand. Es war nicht mehr ein einfacher Hörsaal mit Stühlen, Tischen und Klavier. Es war ein Raum, der Geschichte atmet. Es war das ehemalige Arbeitszimmer von Adolf Hitler.
Das historische Foto vom Münchner Abkommen.
In diesem Raum, im so genannten Führerbau an der Arcisstraße 12 in München, unterzeichnete der britische Premier Neville Chamberlain, der französische Premierminister Edouard Daladier, der italienische Diktator und Ministerpräsident Benito Mussolini und der deutsche Diktator Adolf Hitler am 30. September 1938 das so genannte Münchner Abkommen über die unverzügliche Abtretung des Sudentengebietes an das Deutsche Reich. Die westlichen Staatsmänner glaubten, durch diese Konzession einen Krieg abgewendet zu haben. Doch schon im März 1939 brach der Gröfaz diese Vereinbarung, ließ deutsche Truppen in Prag einmarschieren und proklamierte das Protektorat Böhmen und Mähren. Dieser Gewaltakt erwies sich im Rückblick als entscheidender Schritt zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.
Nachdem die Vorlesung von Dr. Krause vorbei war, streifte ich durch diesen historischen Raum. Ich berührte Gegenstände, den Kamin und ich ging auf den Balkon des Gebäudes. Den Blick auf die Arcisstraße nahm ich nicht wahr, sondern ich sog die Atmosphäre des Raumes auf. Ich schauderte. Auf dem Balkon hatte ich die Straße im Rücken und schaute mir den Bau im Dunkel an. Der Reichsadler samt Hakenkreuz ist freilich nicht mehr da, vor meinem geistigen Auge sah ich das Symbol des Nationalsozialismus auftauchen.
Dr. Alexander Krause hatte einige historische Fotos aus seinem hervorragenden Buch Arcisstraße 12 dabei, die die historische Situation von damals zeigten. Für mich ein Lehrbeispiel von historischer Vermittlung für die ich dankbar bin. In wenigen Metern Entfernung eröffnete das NS-Dokuzentrum am Königsplatz in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Führerbau. Das werde ich mir nun ansehen.
Am 4. Mai ist Star Wars-Tag – „May the 4th be with you“. Gibt es viel zu erzählen: Die beiden Teaser zum Filmereignis sind schon genügend diskutiert worden und auch das anstehende Spiel Battlefront hab ich schon bestellt. Also berichte ich am 4. Mai über Yoda, den Jedi-Meister.
Ich traf den Yoda-Guy, den Schöpfer der Yoda-Figur, Nick Maley vor kurzen in Erlangen auf einem von mir organisierten Event des Munich ACM Siggraph Chapters. Nick Maley will in Nürnberg ein Holoseum – eine neue Art von Filmmuseum errichten. Auf rund 1000 Quadratmeter will er eine Ausstellung aus verschiedenen privaten Sammlungen schaffen. „Jedes Mal, wenn ein renommierter Film-Veteran stirbt, gehen jahrzehntelange Erinnerungen und Erfahrungen verloren und verschwinden weitgehend unbekannt“, so Nick Maley. Hier soll sein Filmmuseum FXpo einsetzen, für das Maley derzeit die Werbetrommel rührt.
Er hat einiges vor: „Mit interaktiven Licht, Stereo-Sound und Hologrammen der beteiligten Personen, werden Requisiten, Kreaturen und Miniaturmodelle präsentiert. Wir werden die ‚Inside Stories‘, wie diese Filme gemacht wurden erzählen und geben Ratschläge von den Profis, wie man in der Unterhaltungsindustrie eine Karriere starten kann.“ Ein schöner Traum – bis zum Jahresende sollen erste Exponate stehen, damit sich mögliche Sponsoren etwas vorstellen können.
Ich durfte Nick Maley zum Interview treffen.
Special Make-up- und Creature Effects-Designer Nick Maley wirkte in 53 Filmen mit. Allgemein ist er bekannt als “der Yoda Guy” für seinen Beitrag zur Kreation von Yoda und andern Kreaturen von Star Wars. Zudem hat er auch bei Filmen wie Superman, der Highlander-Saga, the Shining, Krull und Lifeforce mitgewirkt.
Nick Maley freut sich auf den neuen Star Wars, der im Dezember starten wird, auch wenn er nicht von der Partie ist. Digitale Effekte werden wohl das Sagen haben. Der neue Roboter BB8 sei ein digitaler Effekt und Maley war ziemlich überrascht, dass der BB8 auf der Star Wars Convention in Anaheim als funktionsfähige Puppe auf die Bühne kam. „Das ist ein Bekenntnis zu practical effects.“ Das folgt den Geist der Star Wars-Folgen 5 und 6.
Die Arbeit mit Irwin Kershner bezeichnete Nick Maley als sehr gut. Kershner drehte das Imperium schlägt zurück und führte erstmals die Figur Yoda ein. Mal sehen, ob Dagobah nicht noch andere Figuren zu Tage bringt, aber das wird eine andere Geschichte. „Irwin Kershner ist nicht gerade das, was man als Special Effects-Regisseur bezeichnet“, schmunzelt Maley. „Ich arbeite am ersten Star Wars meinst mit Alec Guiness, nicht mit George Lucas. Lucas war ein junger Regisseur mit einer Baseball-Mütze auf dem Kopf. Wir respektierten Lucas, weil er das Geld für den Film zusammenbrachte, aber er hatte eine sehr eigene Arbeitsweise.“ Er sei nicht David Lean, er sei nicht Alfred Hitchcock. Nach dem Erfolg von Krieg der Sterne zog sich Lucas vom Regiestuhl zurück und der Schauspieler-Regisseur Irwin Kershner kam und brachte Tiefe. „Irwin Kershner brachte die Sensibilität für Schauspieler mit. Lucas ist nicht gerade ein kommunikativer Mensch.“ Kershner arbeitete anders als Lucas mit den Darstellern und dies tat Imperium schlägt zurück sehr gut.
Nick Maley ging auch auf die Zusammenarbeit mit Tope Hooper bei Lifeforce ein. „Tope Hooper ist ein verrückter Junge“, so Maley. Er stolziert herum und raucht die ganze Zeit Zigarren. „Es war sehr einfach mit ihm zu arbeiten. Er vertraute seinem Team. Er kam und sagte, wie er es haben wollte und überließ es uns.“ Als Maley das Drehbuch des SF-Films las, dachte er, wie er die Kosten senken konnte. Effekte wiederholten sich in dem Film und nutzen sich damit ab. Also überarbeitete Maley das Skript und er war damit Regsisseur für die 2. Unit für die gesamten Animatronics. Lifeforce war ein Flopp, was nach Meinung Maleys daran lag, dass der Film aus Kostengründen in London und nicht in New York spielte. Zudem waren die Leistungen der Schauspieler schlecht. „Meine Animatronics waren besser als manche Schauspieler“, gestand Maley ein.
Der Meister mit seinem Werk.
Bei Krull stieg Nick Maley sehr spät ein. Für die Vorproduktion waren vier Monate geplant und nach zweieinhalb Monaten Arbeit wurde das Team rausgeworfen. Nick Maley wurde engagiert und musste innerhalb sechs Wochen die ganze Arbeit leisten. „Ich musste bei Null beginnen“, erinnert sich Maley. „Ich hatte damals den Ruf, unmögliche Jobs zu meistern.“ Und weiter: „Ich arbeitete von 6 Uhr morgens bis 23 Uhr nachts und dies sieben Tage die Woche, aber nach fünf Jahren brennt man aus.“ Und dennoch: „Krull war der schönste Film, den ich jemals gemacht habe. Die Leute am Set waren ausgezeichnet. Alle zogen am gleichen Strang. Ich hatte eine Crew von 18 Leuten und es war ein tolles Erlebnis, darunter ein 16jähriger Praktikant, der heute Captain America und Maleficent – Die dunkle Fee gemacht hat“, so Maley.
Yoda ist einfach ein Klassiker
„Das Wichtigste als junger Designer ist, dass man zu jung ist, um zu wissen, was nicht geht und es probiert und dann einen Weg findet, das Problem zu lösen.“ Ein Wahlspruch von Nick Maley ist: „Höre niemals auf die negativen Einflüsse von anderen Leuten. Die Leute geben dir gute Ratschläge, damit du normal bleist. Ein anderes Wort für normal ist durchschnittlich. Aber wenn du außergewöhnlich sein willst, dann darfst du nicht auf alle weisen Ratschläge hören.“
Auf die Zusammenarbeit mit dem Regie-Gott Stanley Kubrick ist Nick Maley nicht so gut zu sprechen. Maley arbeitete 1980 an der Stephen King-Verfilmung The Shining mit. „Kubrick war ein verdammt talentierter Verrückter.“ Maley: „Meine Erinnerung an Kubrick ist, dass er alles, alles proben und austesten wollte, wieder und immer wieder. Tests sind nichts schlechtes, aber Kubrick übertrieb es meiner Meinung nach. Wir wiederholten in diesem Film Szenen Hunderte Mal und dann nochmal. Und dann hatten wir einfache Shots, die wir wieder Hunderte Male wiederholten. Für mich waren das zu viele Wiederholungen.“ Maley arbeitete an den Geistern im Ballroom des Overlook-Hotels mit. Und er half bei der Badenwannen-Schönheit, die zur Wasserleiche in Zimmer 237 mutiert, mit. „Shining ist heute ein Klassiker und ich bin heute sehr begeistert, dass ich mit ihm in Verbindung gebracht werde.“ Und dann scherzt Maley: „Noch stolzer wäre ich, wenn ich bei 2001 – Odyssee im Weltraum mitmachen hätte können.“
Zu einem Besuch in der fränkischer Stadt Coburg gehört für mich der Genuss der Bratwurst einfach dazu. Als Kind habe ich die Diskussionen meiner Großmutter und meiner Mutter miterlebt, von welchem Metzger/Fleischer man die Bratwurst wählen sollte. Nun, die Traditionsmetzger wie Egon Schlick gibt es schon lange nicht mehr. Geblieben sind die wunderbaren Coburger Bratwürste, die über offenem Feuer von Tannenzapfen gegrillt werden. Die EU war dagegen, aber die Tradition hat sich durchgesetzt.
Eine zweite Spezialität von Coburg sind die Coburger Schmätzchen. Für mich ist die Quelle für Schmätzchen eindeutig die Konfiserie Wilhelm Feyler. Das Traditionsgeschäft am Marktplatz exisitiert seit 1892 und ich über die Grenzen Coburgs weltberühmt. Ich erinnere mich, dass ich mich als Kind ordentlich anziehen musste, wenn ich mit der Großmutter dort für einen Kaffee in das Cafe im Biedermeier-Stil einkehrte. Ich bekam freilich nur eine heiße Schokolade, wenn wir zu den „besseren Leuten“ zum Kaffeekränzchen gingen. Und beim Gehen kaufte mir meine Großmutter Coburger Schmätzchen.
Die Schmätzchen werden aus Honigteig nach überliefertem Familienrezept der Familie Feyler mit feinen Gewürzen, Haselnüssen, Mandeln und Zitrusfrüchten gebacken. Goldschmätzchen erhalten nach dem Backen einen feinen Schokoladenüberzug und werden von Hand mit einem Tupfen „echtem Blattgold“ gekrönt. Diese Gebäcke schmecken zu Tee, Kaffee und Wein, sagt die Website. Ich muss zugeben, ich habe sie auch gerne pur gegessen.
Übrigens, die Konfiserie war ein Hoflieferant und macht damit heute noch Werbung. Das herzogliche Wappen ist heute noch an der Geschäftsfassade zu sehen. Die Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha vergaben seit 1835 Hoflieferantentitel. Das war eine ziemliche Ehre und bedeutete natürlich auch wunderbare Werbung für ein Geschäft. Unternehmen, die den Titel Hoflieferant führten hatten eine sehr gute Reputation.
Das herzogliche Wappen ist heute noch an der Geschäftsfassade zu sehen.
Am 1. Oktober 1892 eröffnete Bäckermeister Wilhelm Feyler in der Rosengasse 6 eine Spezial- und Feinbäckerei. Fünf Jahre später überzeugte er das Coburger Herzoghaus mit seinen Backwaren und wurde von Herzog Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha (dem zweitältesten Sohn von Königin Victoria) zum „Hofbäcker“ ernannt. Durch Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit Herzogin Marie von Sachsen-Coburg und Gotha (Tochter des russischen Zaren) wurde Wilhelm Feyler 1907 mit dem Titel „Hoflieferant“ ausgezeichnet. Die Feyler Spezialitäten „Coburger Schmätzchen“ und Meisterlebkuchen waren bald über die Grenzen von Coburg bekannt, und auf Weltausstellungen in Paris, Brüssel und Berlin wurden Feyler Produkte mit Goldmedaillen ausgezeichnet.
Also, wer in Coburg ist, sollte zum einen eine Bratwurst essen und dann unbedingt die Coburger Schmätzchen probieren.