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Ein Brauereifest aus der Mitte der Gemeinde – Maisach hofft auf eine neue Tradition

28. Mai 2025

Vom 6. bis 8. Juni 2025 feiert die Brauerei Maisach erstmals ihr eigenes Brauereifest – ein neues, gemeinschaftliches Veranstaltungsformat, das als künftige Tradition etabliert werden soll. Initiiert wurde das Fest als Reaktion auf den Wegfall des bisherigen Maisacher Volksfests. „Das Volksfest ist tot, es lebe das Brauereifest“, fasste es Bürgermeister Hans Seidl zusammen. Die Gemeinde Maisach ist meine Wohnortgemeinde im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck.

In einem Gespräch mit mit Blog stellten man das Fest ausführlich vor. Die Verantwortlichen – allen voran der neue Brauereichef Umberto Freiherr von Beck-Peccoz samt Familie, Marlies Wieser-Sedlmayr von der eingesessenen Maisacher Brauereifamilie und zahlreiche Ehrenamtliche – haben gemeinsam mit der Gemeinde ein Konzept entwickelt, das weit über ein gewöhnliches Fest hinausgeht. „Es ist auch ein klares Bekenntnis der Gemeinde Maisach und der Vereine zu ihrer Brauerei“,so Gemeinderat Gottfried Obermair.

Das geplante Brauereifest vereint bürgerschaftliches Engagement, regionale Identität und die Wertschätzung für die ortsansässige Braukultur. Das Maisacher Brauereifest setzt auf Gemeinschaft, Ehrenamt und ein vielfältiges Programm – ein Fest, das die Region bereichern und vielleicht zur neuen Tradition werden könnte. Alle Vertreter in dem Pressegespräch mit mir betonten das „Gefühl der Zusammengehörigkeit und des Miteinanders.“

Engagement der Vereine
Besonders bemerkenswert ist die breite Beteiligung: Rund 30 Vereine aus den sechs größten Ortsteilen der Gemeinde Maisach wirken aktiv an der Organisation und Durchführung mit. Sie betreiben eigenverantwortlich Getränkestände und Verpflegungsbuden, kümmern sich um Programmbeiträge und helfen bei der Logistik. „Es ist eine Art Hochzeitsfest zwischen Brauerei und Gemeinde“, so Bürgermeister Hans Seidl mit Augenzwinkern. Das habe sich in München auch gut bewährt. Entstanden ist damals das Oktoberfest. Die Gemeinde Maisach unterstützt das Fest mit erheblichem personellen und finanziellen Aufwand, etwa durch die Bereitstellung der Infrastruktur, der Stände und der grundlegenden technischen Ausstattung. Ziel ist es, den Vereinen die Möglichkeit zu geben, sich ohne große finanzielle Hürden einzubringen und gleichzeitig das bürgerschaftliche Miteinander zu fördern. Jeder Ortsteil betreibt mit seinen Vereinen eine eigene Schenke, sodass die Vielfalt Maisachs auch im Angebot der Getränke und Speisen spürbar wird.

Idealer Rahmen
Das Festgelände befindet sich auf dem Gelände der Brauerei, das mit seiner historischen Bausubstanz und dem geschlossenen Innenhof den idealen Rahmen für ein Fest dieser Art bietet. Sechs verschiedene Ausschankstationen bieten eine große Auswahl an Biersorten – vom klassischen Hellen über dunkles Bier bis hin zu Weißbieren und alkoholfreien Getränken. Besonders hervorzuheben ist die Hauptschenke, in der die Maisacher Perle direkt aus dem Lagerkeller gezapft wird – ein Alleinstellungsmerkmal, das selbst beim traditionsreichen Kühbacher Brauereifest nicht geboten wird. Ergänzt wird das Angebot durch eine Flaschenschenke mit Spezialbieren, eine Weinschenke in der alten Pichlerei und eine Bar mit Mischgetränken und Spritz-Variationen.

Kulinarischen Meile
Ein vielseitiges kulinarisches Angebot entlang der „Kulinarischen Meile der Emmeringer Straße“ bietet Speisen für jeden Geschmack – von traditionellen Würsteln über vegetarische Optionen bis hin zu regionalen Spezialitäten. Dieses wird größtenteils von den beteiligten Vereinen organisiert, die ihre Stände entlang der Straße betreiben und für die Verpflegung der Gäste sorgen. Aber auch der Wirt des Bräustüberls Harry Faul bietet seine Speisen an.

Rahmenprogramm
Das Rahmenprogramm ist vielfältig und auf alle Altersgruppen zugeschnitten. Das Fest beginnt am Freitagabend um 18 Uhr mit dem traditionellen Anstich durch Bürgermeister Hans Seidl, begleitet vom Fanfarenzug Graf Toerring Gernlinden. Im Anschluss sorgt die bekannte Wiesnband Volxxbeat für ausgelassene Stimmung. Am Samstag stehen ab 14 Uhr die Luitpold-Musikanten mit zünftiger Blasmusik auf der Bühne, während für die kleinen Gäste eine Hüpfburg bereitsteht. Parallel dazu können Besucher das historische Sudhaus und die denkmalgeschützte Dampfmaschine besichtigen oder im kleinen Museum Geschichten vom legendären Räuber Kneißl lauschen. Am Abend heizt die Partyband GETTHAT! die Stimmung weiter an.

Der Sonntag startet um 10:30 Uhr mit einer ökumenischen Festmesse unter freiem Himmel, musikalisch begleitet von der Blaskapelle Maisach. Anschließend gibt es einen Frühschoppen mit Weißwürsten. Der Nachmittag gehört den Familien: Neben Hüpfburg und Kinderschminken findet um 14:30 Uhr eine Mitmach-Konzert-Party mit DONIKKL statt, gefolgt von Tanzaufführungen der KAY Motion Dance Gruppe. Den krönenden Abschluss bildet am Abend die Partyband S.O.S.

Werbung und Marketing
Beworben wird das Brauereifest durch Flyer und Plakate. Im Brauereifest Kühbach werde auf das Brauereifest hingewiesen. „Wer Weiterfeiern will, ist herzlich nach Maisach eingeladen“, so Brauereichef Umberto Freiherr von Beck-Peccoz, der sich sichtlich auf das Brauereifest freut. Klassische Massenmedien werden mit Infos versorgt, auch regionale Blogger wie ich wurden nicht vergessen und es wird auf Social Media gesetzt. Vereinsvertreter werden vor ihren Ortschildern für das Brauereifest werben. Marlies Wieser-Sedlmayr nannte das Hastag der Veranstaltung #brauereifestmaisach – mal messen, wie und ob der Hastag dann auch verwendet wurde.

Sicherheit
Auch in puncto Sicherheit und Organisation ist das Brauereifest gut vorbereitet. Das Gelände ist durch seine Lage weitgehend abgeschlossen und durch gezielte Maßnahmen – wie mobile Absperrungen und kontrollierte Zugänge – gesichert. Ein erprobtes Sicherheitskonzept, das in Anlehnung an das größere Brauereifest in Kühbach entwickelt wurde, sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Der Bauhof steht mit seinen Fahrzeugen bereit um die Zugangswege zu blockieren. Security werden eingesetzt. Zusätzlich stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist gesichert, und eine Sammeltaxistelle besteht.

Festtradition
Das Brauereifest soll nicht nur eine einmalige Veranstaltung bleiben. Ziel ist es, eine neue Maisacher Festtradition zu etablieren, die langfristig das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Gemeinde bereichert. Dabei steht nicht der kommerzielle Erfolg im Vordergrund, sondern die Gemeinschaft: das Miteinander der Ortsteile, die Anerkennung ehrenamtlichen Engagements und die Freude am gemeinsamen Feiern. Die erste Ausgabe soll dafür den Grundstein legen – mit viel Herzblut, Teamgeist und einer ordentlichen Portion Vorfreude.

Organisation
Das Brauereifest ist eine Open-Air-Veranstaltung mit über 1.000 Sitzplätzen, geschützt durch Sonnenschirme. Der Eintritt ist frei, und die Maß Bier kostet 9,50 Euro. Wenn das Wetter nicht mitspielt, dann können Gäste unter den Schirmen Schutz suchen. „Allerdings haben wir bei dem ersten Brauereifest ein Gottvertrauen beim Wetter“, so Seidl.

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Maisacher Gespräch zur Popkultur: James Bond – Der unsterbliche Mythos eines Gentleman-Spions am Mittwoch, 19. März

16. März 2025

Ich möchte mich in meiner Gemeinde engagieren, denn die Gemeinschaft lebt vom Ehrenamt. Daher darf ich in der örtlichen Bücherei von Maisach dieses Jahr vier ehrenamtliche Vorträge zur Populärkultur halten und ich hoffe auf hohe Resonanz. Meine Reihe Maisacher Gespräche zur Popkultur startet am Mittwoch, 19. März um 18 Uhr mit einem Vortrag über James Bond. Der Eintritt ist freilich kostenlos.Überall in der Gemeinde ist plakatiert und ich habe der Süddeutschen Zeitung ein Interview gegeben.

Warum James Bond?
James Bond ist eine der bekanntesten und langlebigsten Filmfiguren der Kinogeschichte. Seit der erste Film „Dr. No“ (1962) der offiziellen Reihe erschien, zieht der britische Geheimagent Millionen von Fans weltweit in seinen Bann. Doch was macht die ungebrochene Faszination für 007 aus?

Der perfekte Held mit Ecken und Kanten
James Bond verkörpert den idealisierten Agenten: Er ist intelligent, charmant, mutig und stets Herr der Lage. Gleichzeitig bleibt er menschlich – er macht Fehler, zeigt Emotionen und entwickelt sich je nach Darsteller weiter. Während frühere Bonds, etwa Sean Connery oder Roger Moore, eher unantastbare Gentleman-Agenten waren, zeigten spätere Darsteller wie Daniel Craig eine verletzlichere und komplexere Version des Helden. Diese Mischung aus Coolness und Tiefgang macht Bond für verschiedene Generationen ansprechend.

Exotische Schauplätze und spektakuläre Action
Jeder Bond-Film ist eine Reise um die Welt: Ob die Strände von Jamaika, die Wolkenkratzer von Shanghai oder die verschneiten Alpen – 007 bewegt sich stets in aufregenden und glamourösen Kulissen. Dazu kommen spektakuläre Verfolgungsjagden, atemberaubende Stunts und innovative Action-Szenen, die den Adrenalinspiegel des Publikums in die Höhe treiben.

Stil, Eleganz und der Mythos der britischen Coolness
Bond ist mehr als ein Geheimagent – er ist eine Stilikone. Seine Maßanzüge, die eleganten Casinos, exklusive Uhren und teuren Autos verkörpern eine Welt voller Luxus und Perfektion. Gleichzeitig steht er für britische Coolness: Seine lässige Art, selbst in brenzligen Situationen einen trockenen Spruch zu liefern, ist ein Markenzeichen, das Fans weltweit begeistert.

Die ikonischen Gadgets und Autos
Ein Bond-Film wäre nicht komplett ohne spektakuläre Technik. Ob das legendäre Jetpack aus „Feuerball“ oder das unsichtbare Auto in „Stirb an einem anderen Tag“ – die kreativen Erfindungen von Q sorgen immer wieder für Staunen. Der Aston Martin DB5, Bonds berühmtestes Fahrzeug, wurde selbst zum Kultobjekt und steht sinnbildlich für den Mix aus Stil und Action, den die Filme bieten.

Unvergessliche Gegenspieler und Bond-Girls
Jeder Held braucht starke Widersacher – und Bond hatte sie: Von Blofeld über Goldfinger bis hin zu Raoul Silva – die Bond-Bösewichte sind charismatisch, oft megalomanisch und stets mit einer Prise Wahnsinn ausgestattet. Ebenso legendär sind die „Bond-Girls“ – von Ursula Andress bis Léa Seydoux. Auch wenn sich ihre Darstellung im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelt hat, bleibt ihr Einfluss auf die Faszination der Filme unbestreitbar.

Wandel und Zeitgeist
Ein Erfolgsgeheimnis von James Bond ist seine Fähigkeit zur Anpassung. Während die frühen Filme von Kaltem Krieg und klassischem Agentenflair geprägt waren, rückten mit „Casino Royale“ (2006) oder „Skyfall“ (2012) tiefere Charakterstudien und zeitgemäße Bedrohungen wie Cyberkriminalität in den Fokus. Bond bleibt immer modern, ohne seine Wurzeln zu verlieren.

Also ich freu mich, wenn mein ehrenamtliches Angebot für Populärkultur in meiner Wohnortgemeinde ankommt. Wir sehen uns am Mittwoch, 19. März um 18 Uhr in der Gemeindebücherei. Danke an die Gemeindebücherei für die Möglichkeit.

Erfolgreiche Lesung in der Eisdiele: Alberto – ein italienisches Herz in Maisach

21. Juli 2024

Gerne versuche ich mich ehrenamtlich auch bei meiner Wohnortgemeinde Maisach im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck einzubringen. So arbeite ich beispielsweise im Arbeitskreis der Geschichte der Gemeinde Maisch gerne mit und darf auch das Layout des jährlich erschienenen Sammelbandes Meisaha erstellen. Ich halte es wichtig sich ehrenamtlich zu engagieren, um der Gemeinschaft etwas zurückzugeben.

Im vergangenen Jahr schrieb ich dort den Artikel Alberto – ein italienisches Herz in Maisach. Er handelt von Alberto Pontil, der Besitzer unserer Eisdiele in Maisach. Alberto verstarb 2022 und hätte dieser Tage seinen 58. Geburtstag begangen. Aus diesem Grund durfte ich eine Lesung in seiner Eisdiele durchführen, die heute von seiner Frau Romina und den beiden Kindern weitergeführt wird.

Etwa 25 Zuhörer sind erschienen und lauschten meiner Lesung. Der Betrieb der Eisdiele lief während meiner Lesung weiter, weshalb man in der Videoaufzeichnung auch das eine oder andere Kindergeschrei hört. So ist eben das Leben. Hier das Video von der Lesung.

Familie Pontil ist in Maisach besser bekannt als Alberto und Romina, die Inhaber des Eiscafés Alberto in Maisach. Die beiden stammen aus dem Cadore-Tal, das zur Gemeinde San Pietro in der Provinz Belluno gehört. Es ist die Gegend Italiens, in der die moderne Geschichte des Speiseeises in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihren Anfang fand. Sie gilt als die europäische Wiege des Speiseeises, sagte Alberto Pontil immer gerne. Denn von dort kommen rund zwei Drittel der 4000 Eisverkäufer in der Bundesrepublik. Ich zeige die Entwicklung der Eisdiele auf, die eine enorme regionale Bedeutung hat.

Das Heft Meisaha gibt es über die Gemeinde Maisach und lokalen Händlern zu beziehen.

Erfolgreiche Premiere „meines“ Imagefilms der Bürgerenergie Maisacher Land

10. Juni 2024

Es war ein schönes Stück Arbeit und aus meiner Sicht kann sich das Ergebnis sehen lassen. Nun wurde der Imagefilm der Bürgerenergie Maisacher Land auf der Generalversammlung der Genossenschaft erstmals vorgestellt. Der Applaus war sehr ermutigend und nun wird das Video Zug um Zug auf den Kanälen der Genossenschaft verbreitet und bei Veranstaltungen eingesetzt. Hier das Video.

Und hier die Präsentation des Videos bei der Premiere.

Die Bürgerenergie Maisacher Land ist eine Genossenschaft, die die Energiewende in unserer Gemeinde Maisach im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck. In der Genossenschaft Bürgerenergie Maisacher Land haben sich Gemeindemitglieder zusammengeschlossen, um vor Ort nachhaltige Energie zu organisieren, zu erzeugen und zu nutzen. Die Energiewende gelingt am besten vor Ort in der Gemeinde und gemeinsam. Unabhängig, transparent, in demokratischer Teilhabe und mit einer rentablen Beteiligung treibt die Genossenschaft erneuerbare Energie voran und hält die Wertschöpfung in der Gemeinde. Ziel ist der Ausbau der regenerativen und unabhängigen Energieversorgung vor Ort in der Gemeinde Maisach.

Ich darf die Bürgerenergie bei der Kommunikation unterstützen und habe auch an dem Film mitgewirkt, Ideen eingebracht, mitgedreht und den Film nach Absprache mit der Kommunikationsbeauftragten der Genossenschaft geschnitten. Es war ein gutes Stück Arbeit, um den Film durch die ehrenamtliche Arbeit der Genossenschaftsmitglieder zu stemmen. Ziel war es, bei der Generalversammlung den Imagefilm zu präsentieren und das haben wir gemeinsam geschafft. Hier habe ich im Vorfeld ein Making of der Dreharbeiten gemacht.

Wie es natürlich so bei einem Projekt sein muss, wurde das Skript immer wieder umgeworfen, verworfen, verbessert und es wurde gemeinsam darum gerungen. Wie es bei solchen Projekten üblich ist, wurde der finale Schnitt erst am Tag der Präsentation fertig. Bei der eigentlichen Endabnahme gab es noch Korrekturen und auch die Schreibweise der Namen in den Bauchbinden wurde nochmal überarbeitet.

Per Wetransfer wurden die Daten hin und her geschickt, wenn der Rechner mit dem Rendern des Films fertig war. Die Kommunikation in der Gruppe lief über Signal als sicheren Messenger. Bei den Genossenschaftsmitglieder alles in ihrer ehrenamtlichen Freizeit. Im Mai fand ein Großteil der Dreharbeiten statt. Ich drehte ein kleines Making-off vor dem Wasserwerk der Gemeinde. Ich finde, dass Video unterstreicht sehr gut die Kollegialität untereinander.

Die ganze Sache zeigt, was man stemmen kann, wenn alle Hand in Hand arbeiten und an einen Strang ziehen. Und das alles für einen sehr guten Zweck, der Energiewende in einer kleinen Gemeinde.

Gedanken zum Tag des Ehrenamtes

5. Dezember 2022

Heute ist der Tag des Ehrenamtes. Und ich möchte mich bei allen bedanken, die sich ehrenamtlich für unsere Gesellschaft engagieren. Ehrenamtliches Engagement ist wichtig und notwendig, denn dieses Land funktioniert nur so. Die Mehrzahl der ehrenamtlichen Arbeit findet oftmals im Verborgenen oder im Stillen statt, ohne dass sie mit Ordnen oder Empfängen von der Politik gewürdigt wird. Einfach mal Danke sagen für diese Tätigkeiten.

Doch ein paar kritische Gedanken bei all den Feierlichkeiten: Es kann nicht sein, dass jemand, der sich engagiert mit Ämter überhäuft wird, weil sich sonst niemand findet. Unsere Gesellschaft wird kälter, das gefällt mir nicht. Ich will nicht den alten Kennedy zitieren, aber er hatte recht mit seinen Ausspruch: Frage nicht, was dein Land für dich tun kann. Frage lieber, was du für dein Land tun kannst.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch Menschen, die sich Ehrenämter anhäufen, um wichtig zu sein und ihr Ego pflegen. Auch das ist abschreckend. Viele sind in vielen Vereinen Mitglied, können aber keines dieser Ehrenämter richtig ausfüllen. Das ist unglaubwürdig und schadet der jeweiligen Organisation oder Verein – und der ganzen Gesellschaft. Und es gibt viele Mitmenschen, die nicht loslassen können, die sich am Ämter klammern und zwar immer schwadronieren, dass kein Nachwuchs da sei – wenn aber Nachwuchs auftritt, ihn sofort wegmobbt, um ja an den Futterkrippen der ehrenamtlichen Einladungen dabei zu sein.

Unsere Familie
Blicke ich auf unsere Familie, dann sehe ich zahlreiche Ehrenämter, vielleicht sogar zuviele. Meine Gattin engagiert sich vielfältig in unserer Wohnortgemeinde, in der ehemaligen Schule unser Kinder, in der Kirchengemeinde und wir beide sind in der Aktion PiT Togohilfe tätig und werden von unseren Kindern hier unterstützt.

Ich hatte mich immer in Berufsorganisationen engagiert, wie in der Vergangenheit bei den Nachwuchsjournalisten in Bayern oder dem Bloggerclub. Bei mir sind unlängst zwei neue ehrenamtliche Tätigkeiten hinzukommen: Zum einen bin ich in den Beirat des Internationalen PresseClubs München gewählt worden, zum anderen wurde ich stellvertretender Vorsitzender des Vereins BEST e.V. Beratungs- und Koordinationsstelle für russischsprachige Eingewanderte.

Beruflich arbeite ich mit vielen Leuten zusammen, die sich für die Handwerksorganisation engagieren: Ich unterstützte hier das Ehrenamt im Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks und ich mache Social Media für den Bäckermeister Martin Reicherzer, der sich auf Innungsebene für sein Handwerk massiv einsetzt. Hier kann ich viel lernen, das imponiert mir und sehe aber auch: Weil sich wenige einsetzen, profitieren ganz viele – und auch ganz viele sind undankbar und fordern und fordern und fordern. Bei mir erzeugt dieser dumme Egoismus Wut und Frust. Ich dachte, dass sich die Gesellschaft durch die Corona-Erfahrungen geändert hat. Fehlanzeige.

Dennoch: Alles Gute zum Tag des Ehrenamtes und lasst euch nicht unterkriegen.

Der letzte Container nach Togo ging auf die Reise – für 2021

25. Oktober 2021

Vor wenigen Tagen ging der letzte Container für 2021 auf die Reise ins westafrikanische Togo. Die Aktion PIT Togohilfe aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck in Oberbayern hat wieder alle Kräfte mobilisiert. Der Inhalt waren Schulmöbel die vor Weihnachten in Togo eintreffen und auf die Dorfschulen verteilt werden.

Diese Möbel stammen aus der Schule an der Heckenstraße in Olching. Die Schule wurde vor Jahren aufgelassen und die Möbel sollten ursprünglich entsorgt werden. Die Schule war zu einem Lost Place geworden.

Margret Kopp, die Vorsitzende der Aktion PIT, hörte davon und bekam von der Stadt Olching den Zuschlag für das Mobiliar: 126 Tische und 167 Stühle können nach Togo verschifft werden.

Die Herausforderung: Die Tische und Stühle mussten aus zwei Gebäuden über zwei Stockwerke zusammengetragen und anschließend in einen Container verladen werden. Viele Schritte und Handgriffe für die ehrenamtlichen Helfer der Togohilfe und Kolpingfamilie sowie den Profis vom Bauhof Olching. Alles kein leichtes Unterfangen, zudem es noch anfing zu nieseln.

Aber mit vereinten Kräften und Maschineneinsatz vom Bauhof wurde auch diese Herausforderung bewältigt. Nach zwei Stunden Ladezeit konnte die Plombe geschlossen und der Container auf die Reise geschickt werden. Dank wieder an alle Helferinnen und Helfer für diese schweißtreibende Aktion.

Drei Container für Togo beladen

17. September 2021

Drei Container mit Schulmöbel aus der Stadt Olching gingen auf die Reise ins westafrikanische Togo. Organisiert und koordiniert wurde der Transport von der Aktion PiT Togohilfe, die seit September 2019 in Fürstenfeldbruck ist. Ich bin seit Jahren für den Verein ehrenamtlich tätig und hab bei der Beladung richtig angepackt. Insgesamt reisen nun über 500 Stühle, 350 Tische, 50 Spinde, 30 Regale, 30 Tafeln, 200 Schultaschen, diverse Kartons mit Kindersachen, Schuluniformen, Schuhen, Stoffen und natürlich Geschenke für die Patenkinder nach Togo.

Olchings Bürgermeister Andreas Magg stellte dem Verein eine Halle in Gut Grasslfing zur Verfügung, in der gebrauchte und ausgemusterte Schulmöbel aus dem ganzen Stadtgebiet gesammelt wurden. Ehrenamtliche Helfer der Togohilfe verluden mit Unterstützung des Bauhofs die Bänke, Tische, Stühle und Schränke. Die drei Container, die in den vergangenen Tagen beladen wurden, machen sich jetzt per Schiff auf die sechswöchige Reise nach Togo, wo sie in der Hauptstadt Lomé von Mitarbeitern der Aktion PiT Togohilfe in Empfang genommen werden. Dort werden die Möbelspenden auf zehn Modelldörfer im ganzen Land verteilt.
„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der Stadt Olching“, so die Vereinsvorsitzende Margret Kopp. Nach dem Umzug von Maisach nach Fürstenfeldbruck stand dem Verein kein Lager mehr für regelmäßige Hilfstransporte zur Verfügung. Die Container-Lieferungen wurden erst einmal auf Eis gelegt werden. „Durch die Gelegenheit in Olching konnten wir diese drei Transporte auf den Weg bringen. Für den Herbst steht noch eine Containerladung mit den Schulmöbeln der ehemaligen Schule an der Heckenstraße an.“

Vor ein paar Wochen schaute sich Margret Kopp das Lager in Graßlfing an und wir nahmen ein Video dazu auf:

Seit 1980 engagiert sich die Aktion PiT Projekt in Togo im Gesundheitsbereich, Schulbildung, Kinderhilfe sowie Dorfentwicklung. Dank der beständig wachsenden Unterstützung durch Spender und Förderer ist aus einer kleinen Privatinitiative heute der größte Togo-Hilfsverein Deutschlands Aktion PiT – Togo­hilfe e.V. geworden, gemeinnützig anerkannt und Mitglied im „Eine Welt Netzwerk Bayern“.
Drei Videos von drei Beladungen habe ich gedreht. Hier der erste Tag:

Hier der zweite Tag:

Und hier der dritte Tag und die letzte Beladung:

Dass diese Arbeit der Togohilfe gewürdigt wird, zeigt sich an zahlreichen Auszeichnungen: Die Togohilfe gewann den 1. Preis des Bayerischen Eine Welt-Preises. Die Preisträger wurden von einer Jury ausgewählt, die aus Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, des Bayerischen Landtags, des Eine Weltnetzwerks Bayern e.V. und der Staatskanzlei bestand. Es wurde die intensive Teilhabe der ländlichen Bevölkerung in den Dörfern in Togo herausgestellt – vom ersten Schritt des Dorfentwicklungsprogramm Village Aimes-Afrique – das lebenswerte Dorf an, die wissenschaftliche Begleitung der Projektmaßnahmen und die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Partner-Verein Aimes-Afrique. Die Projekte der Aktion PiT Togohilfe sind sehr gut durchdacht, arbeiten mit den Partnern auf Augenhöhe zusammen und mobilisieren dadurch die vorhandenen Kräfte und Kapazitäten zur Selbsthilfe in hervorragender Weise.

Erinnerungen an das Hochwasser in Passau 2013

30. Oktober 2019

Über das dramatische Hochwasser in Niederbayern 2016 habe ich schon mal aus der Sicht von Simbach am Inn geschrieben. Bei meinem jüngsten Besuch in Passau mit dem PresseClub München wurde mir wieder bewusst, welche Naturgewalten hier aufgetreten und wieder auftreten werden. Ich hörte in Passau viele Geschichten vom Hochwasser des Jahres 2013.

12,89 Meter stand das Wasser hoch

12,89 Meter stand das Wasser hoch

Bereits 1954 hatte Passau mit einem so genannten Jahrhunderhochwasser zu kämpfen, aber es dauerte kein Jahrhundert bis die Flut brutal wieder nach Passau kam und die Stadt versank. Am 3. Juni 2013 erreichte das Wasser seinen Höchststand in der drei Flüsse Stadt. Aus dem bayerischen Venedig wurde ein Katastrophengebiet.
Als ich vor der Markierung am Rathausplatz stand, dem ehemaligen Fischmarkt, reichte mir die Wasserstandsmarkierung weit über meinen Kopf hinaus. Durch Passau wälzte sich damals eine Lawine von Wasser, Schlamm und Dreck. Hinzu kam Diesel und Heizöl aus den überfluteten Kellern. Auch am Ort, so heißt die Stelle, war die Markierung an einem Haus weit oben. Insgesamt reichte das Wasser an der höchsten Stelle 12,89 Meter hoch – es gilt als zweitschlimmste Hochwasserkatastrophe der Stadt. Nur das Wasser von 1501 war mit 13,20 Meter noch etwas höher.
Eine Schulfreundin von mir wohnte einstmals in der Höllgasse im Zentrum von Passau. Sie machte den Witz, dass sie Sachen, die sie nicht mehr braucht, einfach in den Keller stellen würde. Das Wasser würde schon kommen und die Sachen unbrauchbar machen, so dass es einem leichter fiel, sie wegzuwerfen. Sie hatte mit ihrem Spruch recht, aber 2013 war es nicht nur Müll, sich die Flut holte, sondern viel Hab und Gut von Passauer Bewohnern.

Unsere Stadtführerin Anneliese Hertel erzählte uns viele Geschichten vom Kampf gegen das Wasser. Hauptamtliche und ehrenamtliche Hilfe standen zusammen im Kampf gegen das Wasser. Studenten organisieren sich und halfen mit ihre Studentenstadt zu retten. Es war eindrucksvoll, wie in der Not diese Stadt zusammenstand. Ich habe damals in den sozialen Netzwerken den Kampf der Bürger beobachtet. Was mich bei all der Not faszinierte, war der Zusammenhalt einer Gemeinschaft in einer Notsituation. Und es waren viele ehrenamtliche Helfer im Einsatz, die von hauptamtlichen Helfern ergänzt wurden. „Helfer sind meine Helden“, meinte der damalige Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und er hat recht.

Wasserstandsmarkierungen am Passauer Fischmarkt.

Wasserstandsmarkierungen am Passauer Fischmarkt.

Um ein Gefühl für die Situation zu bekommen, habe ich mir einen Sonderband der Passauer Neuen Presse mit dem schichten Titel „2013 Hochwasser in Passau und Deggendorf“. Hier hat das Team der PNP mit ihren zahlreichen Lokalausgaben einzigartiges Bildmaterial zusammengetragen, um die Flut von 2013 zu dokumentieren. Ich habe den Bildband 2013 Hochwasser: in Passau und Deggendorf in unseren Hotel gesehen und mir spontan einen bei Amazon geordnert. Als ich von der Reise zurückkam, konnte ich gleich das Buch lesen.

Interessanter Bildband zum Passauer Hochwasser.

Interessanter Bildband zum Passauer Hochwasser.

Nun, die Stadt ist heute wieder aufgebaut. Doch ist das Hochwasser gebannt? Ich denke nicht. Sicherlich hat man den Hochwasserschutz optimiert, doch wenn es wieder so stark regnen sollte wie 2013, dann wird Passau oder andere Städte überflutet. Mich würde interessieren, wie die Passauer über den Hochwasserschutz in ihrer Stadt denken.

Sommerempfang 2019 der bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner – Ehrenamt gewürdigt

17. Juli 2019

Wunderbare Kulisse zum Sommerempfang

Wunderbare Kulisse zum Sommerempfang

Meine erste Einladung zum Sommerempfang der Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner kam in den Briefkasten und da heißt es natürlich hingehen. Erste Frage: Was ziehe ich bei solch einem Event an? Auf der Einladungskarte steht sommerliche Abendbekleidung, Tracht oder Uniform. Tracht und Uniform scheiden bei mir aus, also wählte ich einen Gehrock von Svenja Jander und einen Chapeau Claque.

Mit diesem Sommerempfang für rund 3000 Gäste würdigt Ilse Aigner das Engagement im Ehrenamt. Das finde ich gut, bin ich selbst auch in einigen Vereinen ehrenamtlich aktiv. Zusammen mit meiner Frau war es ein wunderbarer Abend mit vielen Gesprächen und Händeschütteln. Ich nutzte den Empfang zum Netzwerken und traf viele Bekannte und Prominente aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Vereinswesen.

Fächer als Giveaway - am Ende war keiner mehr da.

Fächer als Giveaway – am Ende war keiner mehr da.

Das Wetter meinte es gut mit uns. Die Sonne strahlte und für ein bisschen Wind sorgten Fächer als Giveaway mit Aufdruck Bayerischer Landtag. Aber bevor die Party im Schlossgarten von Schloss Schleißheim beginnen sollte, wollte ich der Landtagspräsidenten Ilse Aigner meine Aufwartung machen.

Es ging ans Defilee und das heißt erst einmal Schlange stehen, bis ich Ilse Aigner die Hand schütteln durfte. Es gab eine Fast Line für die Prominenz. Zusammen mit meiner Frau stand ich in der Reihe for the rest of us und wartete rund eine halbe Stunde. Ilse Aigner, geschmackvoll im Abendkleid, empfing ihre Gäste vor einer großen, blauen Sommerempfang-Stellwand des Landtags. Das war übrigens der Ort an dem Stanley Kubrick seinen wichtigen Antikriegsfilm Wege zum Ruhm gedreht hat. Frau Aigner begrüßte meine Frau und ich, kurzes Austauschen von Höflichkeiten und noch ein Erinnerungsfoto – ratz, fatz und ab ging es zum Sommerempfang. Über eine Treppe betrat man den Garten.

Die sieben bayerischen Bezirke hatten Zelte mit den jeweiligen kulinarischen Spezialitäten aufgebaut. Dazwischen gab es Tische und Stühle. Bevor es aber ans Essen ging, stand bei mir die Arbeit an- und das hieß Netzwerken. Mit einigen meiner Gesprächspartner machte ich natürlich ein Selfie – das Ego wollte auch befriedigt sein. Schön war, dass sich Ministerpräsident Markus Söder kurz Zeit für uns nahm. Meine Frau stellte als Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks vielen unserer Gesprächspartnern die Aktion „Innung lebt vom Mitmachen. Ich bin dabei, und du?“ vor. Ein bisschen PR fürs Friseurhandwerk kann nicht schaden.

Ich sprach mit Vertretern aller im Landtag vertretenen Parteien bis auf die AfD – mit diesen Leuten will ich nichts zu tun haben. Mein Thema war natürlich mein Steckenpferde Digitalisierung und Medienkompetenz. Und wie wichtig eines dieser Themen ist, zeigte sich an dem katastrophalen Internet-Empfang im Schlossgarten. Die meiste Zeit Edge und ab und zu ein LTE, das überlastet ist – auch das ist Bayern. Es gibt noch viel zu tun. Thema des Abends war natürlich die Wahl von Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspräsidentin. CSU-Generalsekretär Markus Blume war am Handy und freute sich über die Nachricht, obwohl ihm natürlich sein Parteifreund Manfred Weber lieber gewesen wäre. Ach ja, Europaabgeordnete waren an diesem Abend natürlich nicht in Schleißheim, die wurden zum Wählen in Brüssel gebraucht. Die Medien suchten nach Interviewpartnern und Prominenz wurde abgelichtet.

Ilse Aigner begrüßte zusammen mit dem Präsidium die Gäste. Eine sehr gute Geste war meines Erachtens, dass sie auch die Bezirksräte eingeladen hatte. Über die bayerischen Bezirke wissen nicht alle Bayern Bescheid, dennoch machen sie eine wertvolle Arbeit. Wie bereits geschrieben, stand das Ehrenamt im Mittelpunkt der Veranstaltung und ich traf auf zahlreiche ehrenamtliche Königinnen. Ich wusste gar nicht, dass es auch eine Wollkönigin gibt.

Die Sternstunden des Bayerischen Rundfunks verkauften für zehn Euro Lose – Hauptgewinn war ein goldener BMW. Wir kauften zwei Lose und gewannen Erfahrung. Hauptsache etwas gutes getan.
Das musikalische Programm bestand aus der Musikkapelle Vagen aus Rosenheim, die Bad Reichenhaller Philharmoniker und dem Polizeiorchester Bayern. Die gelungene Showeinlage war das Rock‘n Roll Team aus Anzing, die amtierenden Deutschen Meister im Rock‘n Roll Formationstanz.
Also, liebe Protokollabteilung des Bayerischen Landtags: Vielen lieben Dank für die Einladung und danke auch an den Steuerzahler, der den Abend bezahlt hat. Ich habe mich wohlgefühlt und komme gerne im nächsten Jahr wieder.

Hier ein paar Ego-Selfies:

Aktion PiT Togohilfe verlässt Maisach und zieht nach Fürstenfeldbruck

30. Juni 2019

Google packte in Maisach mit an.

Google packte in Maisach mit an.

Ich engagiere mich ehrenamtlich für die Aktion PiT Togohilfe und helfe unter anderem mit, große Schiffscontainer für Togo zu beladen. Dieses Mal kam ich wieder zum Packen zur Togohilfe – aber es hatte einen anderem Grund: Die Aktion PiT verlässt meine Wohnortgemeinde Maisach und zieht in die naheliegende Kreisstadt Fürstenfeldbruck. Ich half mit beim Umzug. 

Unterstützt wurden ehrenamtliche Vereinsmitglieder von Mitarbeiter des IT-Riesen Google. Es kamen Google-Mitarbeiter ins Dorf zur Togohilfe und halfen mit.

Google hat seit 2008 mit GoogleServe eine beeindruckende Tradition eingeführt. An einem Tag kann jeder Google-Mitarbeiter sich an einem sozialen Projekt ehrenamtlich beteiligen und das während der Arbeitszeit. Die Aktion PiT Togohilfe Maisach hat einen Paten, der bei Google arbeitet und er bewarb die Togohilfe intern bei Google. Und siehe da: Schon fanden sich engagierte junge Leute, die sich meldeten und in Maisach mithalfen. Ich finde GoogleServe eine wirklich tolle Idee. Im normalen Alltag sind die Google-Mitarbeiter klassische Software-Programmierer, in Maisach wurde aus ihnen tatkräftige Helfer, die

Der derzeitiger Mietvertrag in Maisach läuft noch bis Ende August 2019. Die Vermieter hatten dem Verein gekündigt, um einen neuen Mietvertrag auszuhandeln. In unserer jüngsten Vorstandssitzung unseres Vereins haben wir den neuen Mietvorschlag intensiv diskutiert und einhellig festgestellt, dass die vorgesehene massive Mieterhöhung für unser Spendenbudget nicht tragbar ist. Wir haben daher einstimmig beschlossen, die Kündigung anzunehmen und nach anderen Räumlichkeiten zu suchen. „Zum Glück sind wir in Fürstenfeldbruck fündig geworden und können ausreichend Flächen für Aktion PiT-Togohilfe und Togo-Contact in Verbindung mit KoppworkOrange zu einem weitaus günstigeren Mietzins in der Ludwigstr. 4, direkt am Viehmarkt in Fürstenfeldbruck mieten“, so die Vereinsvorsitzende Margret Kopp.

Der einzige Nachteil besteht darin, dass die Aktion PiT dann keine Lagerflächen mehr für die Hilfsgütertransporte nach Togo haben wird. „Da diese sich in letzter Zeit aber sowieso immer schwieriger organisieren ließen, ist es vielleicht der richtige Moment, sie einzustellen oder zumindest zu pausieren, bis sich neue, geeignete Organisationsstrukturen dafür finden lassen“, so Margret Kopp weiter. „Wir werden aber im August noch einen Transport auf den Weg schicken, um unsere so beliebte und erfolgreiche Schultaschensammelaktion noch einmal durchzuführen und unser Lager endgültig zu leeren.“