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Weihnachtspakete für Togo

4. Dezember 2017

Vor Weihnachten ist es immer stressig, wenn man ehrenamtlich für eine Hilfsorganisation wie die Aktion PIT Togohilfe bei uns im Dorf Maisach arbeitet. Ich habe eigentlich bis kurz vor Weihnachten Seminare, aber zwei Termine habe ich für mein Ehrenamt freischalten können: Zum einen für das Beladen eines Hilfscontainers, zum anderen für einen Standdienst im Museum fünf Kontinente.

Millimeterarbeit beim Containerbeladen
Aber der Reihe nach: Es zählt jeder Millimeter Platz, wenn ein Container für das afrikanische Land Togo beladen werden muss. Die zahlreichen gespendeten Hilfsgüter müssen auf den Weg nach Afrika gebracht werden. Dieses Mal standen die Pakete für die Patenkinder im Vordergrund. Die Aktion PIT Togohilfe betreut rund 600 Patenkinder. Wer Interesse an einer Patenschaft hat, kann sich gerne bei dem Hilfsorganisation melden, die seit über 35 Jahren aktiv ist. Ich selbst habe mit meiner Firma redaktion42 zwei Patenkinder und kann dafür einstehen, dass die Hilfe ankommt.
So einen riesigen Container auf die Reise zu schicken, das kostet Geld und daher muss der Platz optimal ausgenutzt werden. Ehrenamtliche Lademeister schauen, dass kein Platz verschenkt wird. Im Vorfeld wird genau geklärt, was unbedingt mit auf die Reise muss und was gegebenenfalls warten kann. Meine Frau Doris Ortlieb hat den verdienstvollen Job der Logistik übernommen. Genau zählt sie die Paletten mit den Spenden ab. Hier muss genau Buch geführt werden, denn der Zoll ist genau und gegenüber den Spendern muss Rechenschaft abgelegt werden.

Palette um Palette wird aus dem Lager mit Hubwägen herausgefahren und mit einem Ministapler in den Container gehoben. Ganze Familien haben sich eingefunden, um mitzuhelfen. Jeder hilft wo er kann. So funktioniert Ehrenamt bei uns auf dem Dorf. Es sind Teamplayer, die hier bei der Aktion PIT Togohilfe mitarbeiten.

Margret Kopp beschriftet die Pakete für künstliche Hüften.

Margret Kopp beschriftet die Pakete für künstliche Hüften.

Koordiniert wird die ganze Sache von der Vereinsvorsitzenden Margret Kopp zusammen mit ihrem Mann Christian. Nichts darf vergessen werden. So muss eine Spende von Musikinstrumenten ebenso verladen werden, wie künstliche Hüftgelenke. Diese werden in Togo sehnsüchtig erwartet. Margret Kopp reist dem Container nach Togo hinterher und koordiniert die Operationen anschließend in Togo. Sie hat auch ein deutsches Ärzteteam organisiert, das die Operationen vornimmt.

Eine Glocke aus Unterfranken für Togo
Fasziniert bin ich vor allem von einer Glocke, die auf den Weg nach Togo geschickt wird. Gegossen wurde sie von der unterfränkischen Abtei Münster Schwarzach. Stabil verpackt in einer Kiste wird die 100 Kilogramm schwere Glocke sicher verladen.

Afrikatag bringt Spenden für KISS
Um über die Arbeit der Aktion PIT Togohilfe zu informieren, war ich im Museum Fünf Kontinente mit dabei. Christian Kopp hatte von der Museumsleitung eine Einladung für einen Infostand auf dem Afrikatag des Münchner Museums bekommen. Morgens fuhren wir in das ehemalige Völkerkundemuseum, bauten unseren Stand auf und warteten auf die Besucher. Vom Aufbau habe ich dieses kleine Hyperlapse Video gedreht.

Mein Job war es, an Interessierte Buttons mit Namen aus Togo zu produzieren. In Togo bekommen die Kinder einen Zweitnamen. Dieser richtet sich nach dem Wochentag an dem sie geboren sind. Das Foto zeigt, welcher Name es ist.

Wie heißt du in Togo?

Wie heißt du in Togo?

Die Besucher des Afrikatages nannten mir ihr Geburtsdatum und ich schaute im Netz nach, um welches Tag es sich handelt. Dann produzierte ich einen Button mit dem jeweiligen Namen gegen eine Spende. Ich finde es eine gute, öffentlichkeitswirksame Idee.

Christian Kopp im Gespräch.

Christian Kopp im Gespräch.

Christian Kopp informierte derweil über die Fachthemen. Derzeit sammeln wir Spenden für die Aktion KISS. Es handelt sich um eine Kinder – Schul – Speisung (KISS). Nur 25 Cent kostet eine Mahlzeit im KiSS-Programm für die Kinder in unseren Dorfschulen in Togo. Um ein Kind ein Schuljahr lang mit Schulspeisung zu versorgen, genügen 50 Euro. Nur aufgrund von Bildung gehen Kinder in Togo nicht in die Schule, aber wenn Essen als Anreiz dabei ist, lernen die Schülerinnen und Schüler. Regelmäßiges Essen bedeutet bessere Gesundheit, bessere Konzentration, bessere Schulabschlüsse, bessere Aufstiegschancen und bessere Mitgestaltung. Wer mehr über KISS wissen möchte, kann dies hier tun. Hier ein paar Eindrücke des Afrikatages als Video:

Zudem wurde Kontakte zu anderen Hilfsorganisationen geknüpft. Die Togohilfe Maisach ist ja seit Jahren bei vielen über die Medien bekannt, aber persönliches Kennenlernen der Hilfsorganisationen ist natürlich am besten.
Ein Konzert der Gruppe Seraphin Ministry habe ich auch besucht. Schaut euch den Auftritt mal an.

Tetris mit Hilfsgütern nach Togo

17. August 2017
Kurze Besprechung der ehrenamtlichen Helfer.

Kurze Besprechung der ehrenamtlichen Helfer.

Die Togohilfe Maisach hat gerufen. Gerne bin ich dem Ruf gefolgt und habe wieder ehrenamtlich einen Container für den afrikanischen Staat Togo mitbeladen. Alle zwei Monate schickt die Aktion PTT Togohilfe Maisach seinen Container auf die Reise nach Lomé und wenn ich Zeit habe, helfe ich mit. Ich habe schon ein paar Mal in meinem Blog über dieses meiner Meinung vorbildliche gesellschaftliche Engagement berichtet und so auch heute wieder.
Im Mittelpunkt der Ladeaktion standen zwei Dinge: Krücken und Schultaschen. Margret Kopp, Vorsitzende der Aktion PIT Togohilfe Maisach, brauchte Krücken und Schultaschen. Dieser hervorragende vernetzte Frau bat die Bevölkerung um entsprechende Spenden und ich bin begeistert über die enorme Spendenbereitschaft der Deutschen. Aus nah und fern wurden Krücken und Schultaschen geliefert.

Gemeinsam mit Dr. Kodom, seinem Verein Aimes-Afrique und einem Ärzteteam aus Trostberg bereiten die Maisacher Organisation einen Ärzteeinsatz in Togo vor, bei dem auch anspruchsvolle Hüftoperationen kostenlos für mittellose Patienten aus ländlichen Regionen vorgesehen sind. Dafür werden die Krücken benötigt.

Ich zählte rund 150 Paar Krücken und über 600 Schultaschen, die in den Container nach Togo verlanden wurden. Daneben wurden natürlich zahlreiche medizinische Hilfsgüter, mechanische Nähmaschinen und Stühle verladen. Ein extrem schweres Ultraschallgerät und andere medizinisch Ausrüstungsgegenstände gingen ebenso auf die Reise.
Das ehrenamtliche Team ist gut aufeinander eingespielt. Ein Teil der Leute ist im Container, ein Teil davor. Die Spenden auf Paletten werden mit einer Ameise in den Container gehoben und dann im Container verstaut. Mir kommt es vor, als ob Tetris mit Sachspenden gespielt wird. Kein Platz wird verschenkt, denn der Container nach Togo ist teuer und wird über Spenden finanziert. Da muss professionell gepackt werden. Zusammen mit K1 kümmerte ich mich um die Schultaschen, Ranzen und Rucksäcke. Ich führte das aus, was mir gesagt wurde – auch mal ein schönes Gefühl, wenn andere die Verantwortung haben.
Insgesamt drei Stunden hat die ganze Verladeaktion gedauert, dann konnte der Container samt Zugmaschine auf die Reise gehen. Ich habe ein Hyperlapse-Video mit der Bloggerkamera gedreht. Drei Stunden in knapp sechs Minuten zusammengefasst. Es wäre schön, wenn es immer so schnell gehen würde. Wer beim nächsten Mal mithelfen will, kann sich einfach bei der Aktion PIT Togohilfe Maisach melden.

Beladen eines Hilfscontainers für Togo – PiT Togohilfe Maisach in Aktion

28. Januar 2017

 

Es ist schön zu sehen, wenn fremde Leute zusammenarbeiten für ein gemeinsames Ziel. Dies dachte ich, als ich vor kurzem einen 40 Tonnen Container für die Aktion PiT Togohilfe Maisach mitbeladen habe. Ich unterstütze den Verein und mein Unternehmen redaktion42 hat zwei Patenschaften im afrikanischen Togo. Den Verein, unter der Leitung von Margret Kopp, gibt es bei uns im Dorf Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck eine gefühlte Ewigkeit und die Togohilfe ist dafür bekannt, dass ihre Hilfe dort ankommt, wo sie nötig ist. Immer wieder habe ich über die Togohilfe Maisach gebloggt und war auch einmal in Togo selbst und konnte mich überzeugen, dass die Spenden richtig eingesetzt werden.

40 Tonnen müssen verladen werden
Jetzt war es wieder an der Zeit, einen Container auf den Weg nach Lomé, die Hauptstadt Togos, zu bringen. Rund 20 freiwillige Helfer der Togohilfe versammelten sich um 8 Uhr morgens bei eisiger Kälte im Togohaus in Maisach und packten an. Es galt das Lager im Togohaus zu räumen und die Hilfsgüter in den Container zu schichten. Ein schwerer Lkw bringt dann den Container nach München zum Verladebahnhof. Von dort geht der Container mit dem Zug nach Bremen und wechselt aufs Schiff Richtung Lomé.
Im Lager stapeln sich die Hilfsgüter für Togo. Viele davon sind bereits auf Paletten verpackt, um das Handling leichter zu machen. Ich sehe Babynahrung von HIPP, Verbandsmaterial, Bettwäsche für Krankenhäuser, Stühle und Tische sowie Tafeln für Schulen. Kleine und große Pakete, Koffer, Spielzeug und vor allem Nähmaschinen. Alte Pfaff und Singer stehen in Reih und Glied. Sie laufen in der Regel ohne Strom, denn Elektrizität ist im Busch von Togo nicht immer gewährleistet. Bei uns stehen die Maschinen als Dekoration in den Münchner Villen. Solche Nähmaschinen sind in Togo heiß begehrt, denn damit können die Togolesen ihre eigenes Leben finanzieren und müssen nicht Waren aus Fernost kaufen.

Container für Togo – Tetris mit Hilfsgütern
Das Team der zwanzig Helfer funktioniert tadellos. Gott sei Dank sind Leute mit Logistikerfahrung dabei, die zum einen wissen, wie man mit den Hubwägen und Gabelstapler umgeht und die zu zum anderen wissen, wie man einen Container richtig belädt. Das Ding muss voll werden. Jeder Platz muss ausgeschöpft werden, denn der Transport nach Togo ist teuer und schließlich handelt es sich um Spendengelder. Also muss genau geschichtet werden, um keinen Platz zu verschenken. Für mich ist es eine Art Tetris mit Hilfsgütern. Die Frauen und Männer der Togohilfe haben es im Griff. Sie wissen, wie man packt und schichtet. Ich bin eher zum Tragen dabei. Ich schleppe und belade Paletten, erfahre den Unterschied zwischen Euro- und Einmalpaletten und stelle auch fest, wie schwer Nähmaschinen sein können.

Gelebte Integration im Togohaus
Mit meinem Schulfranzösisch ausgestattet, wechsele ich ein paar Worte mit den mithelfenden Togolesen. Ich breche mir mit den Vokabeln einen ab. Irgendwann grinst der Togolese Belo über beide Ohren, haut mir auf den Rücken und antwortet mir im hervorragenden Deutsch. Er und seine Freunde haben längst Deutsch gelernt. Wir haben beim Beladen des Lkw unseren Spaß. Ich lerne auch ein paar wunderbare Schimpfwörter auf Französisch. Eben auch hier: Die Togohilfe sorgt für gelebte Integration. Gebt den Leuten eine Aufgabe und sprecht einfach miteinander. Und baut die Mauer in den Köpfen ab.

Togohilfe macht richtige Entwicklungshilfe
Ich war zum ersten Mal beim Einladen dabei. Meine Frau hat mich zum Mithelfen motiviert und es war gut so. Meine Arbeit am Schreibtisch kann auch mal für drei Stunden ausfallen. Körperliche Arbeit ist anstrengend, noch dazu bei den eisigen Temperaturen, aber es ist eine gute Abwechslung zu meiner Büro- und Referententätigkeit. Und ich tue ein gutes Werk, denn die Togohilfe hilft den Leuten in Afrika wirklich. Sie müssen sich nicht auf nach Europa machen, sondern können in ihrer Heimat ihr Leben aufbauen. Das ist aus meiner Sicht die richtige Entwicklungshilfe und ich vertraue Margret Kopp und ihrem Verein PiT Togohilfe Maisach. Sie weiß, was sie tut.


Nach rund 3,5 Stunden war der Container beladen. Palette um Palette wurde in den Bauch des Stahlungetüms verstaut. Wenn Platz war, dann kamen noch Matratzen oben auf die Ladung. Sie werden dringend in Krankenhäusern benötigt. Über jedes Paket, über jede Palette und jedes Stück im Container wird ordentlich Buch geführt. Eine Art Stückliste, denn auch in Togo arbeiten Beamte und die nehmen ihre Sache im Hafen von Lomé genau. Mit der Regierung hat Margret Kopp ausgehandelt, dass der Container in Togo entladen und im bewachten Lager der Togohilfe vom Zoll inspiziert wird. So stellt der Verein sicher, dass nichts von den Spenden geklaut wird.

Kein Rentner mehr im Container
Am Ende schreiben wir alle unsere Namen auf ein Pappschild und senden die besten Grüße nach Togo. Das sei ein Ritual, erklärt man mir als Neuling. Dann das obligatorische Gruppenbild für die örtliche Presse und dann die Klappe zu. Natürlich folgt auch hier der Standardwitz, ob denn alle Rentner aus dem Container geschlüpft sind, bevor die Stahltüren verschlossen werden. Dann wird der Container verblombt. Margret Kopp überzeugt sich, dass alles seine Richtigkeit hat. Schließlich beginnt der Papierkrieg. Zusammen mit dem LKW-Fahrer müssen Dokumente ausgedruckt, überprüft und unterschrieben werden. Ordnung muss schließlich sein. Dann geht der Lkw mit dem Container der Togohilfe auf die Reise. Helfer stoppen den Verkehr im Dorf, damit der tonnenschwere Lkw gut aus der Einfahrt vom Togohaus herausfahren kann. Gute Reise nach Togo.

Statt Weihnachtskarten gab es Patenschaften in Togo

28. Dezember 2015

Es kamen die Fragen: Warum verschickte ich als Selbstständiger keine Weihnachtskarten zum Weihnachtsfest 2015. Ich habe es 2014 schon nicht gemacht und hab es auch dieses Jahr nicht gemacht. Dies hat nichts mit mangelndem Respekt gegenüber den Kunden meines Unternehmens redaktion42 zu tun. Ich danke Ihnen allen von Herzen für das Vertrauen, die Aufträge und die Freude, die mir 2015 entgegenkam. Danke dafür.
Es gab dieses Jahr auch keine Weihnachtskarten von mir: Ich habe mich entschlossen, statt Weihnachtskarten wieder zu spenden. Wie bereits im vergangenen Jahr habe ich zwei Patenschaften für Kinder/Jugendliche im afrikanischen Togo übernommen. Ich bin mir sicher, dass die Patenschaften sinnvoll und auch im Sinne meiner Kunden sind. Meine beiden Patenkinder für redaktion42 in Togo sind die Grundschülerin Akouvi Grace Adjaouti und der Student Akizou Amaza.

Patenkind Akouvi Grace

Patenkind Akouvi Grace

Akouvi Grace Adjaouti ist ein sehr nettes, kleines Mädchen, die in die 4. Klasse geht und gute Noten erzielt. Sie ist gesund, auch wenn sie recht mager wirkt. Aber angeblich isst sie gut, am liebsten Hirsebrei mit Sauce.
Mein zweites Patenkind Mauricia war auch Grundschülerin. Es gab eine überraschende, aber sehr positive Entwicklung im Leben meines Patenkindes Mauricia. Ein Onkel von ihr hat sich in Kpalimé niederlassen können und ein florierendes Geschäft eröffnet. Er hat sich bereit erklärt, seine Nichte Mauricia bei sich aufzunehmen und weiterhin für sie zu sorgen. Damit war die Hilfe durch eine Patenschaft nicht mehr notwendig.

Patenkind Akizou Amaza

Patenkind Akizou Amaza

Ich habe mich daher entschlossen, eine andere Patenschaft im Namen meines Unternehmens redaktion42 aufzunehmen. Als Anhänger der Hilfe zur Selbsthilfe unterstütze ich nun Akizou Amaza. Akizou Amaza studiert Bauingenieur im zweiten Jahr und braucht wohl noch bis Ende 2016.
Der Beginn des neuen Studienjahres bedeutet stets eine große Belastung. Die Studiengebühren und die Bücher und Studienmaterialien kosten 270.000,- CFA. Das waren mehr als die Patenschaftsbeiträge des ganzen Jahres. Akizou selbst hat 122.000,- CFA von seinen monatlichen Patenschaftsbeträgen und durch kleine Gelegenheitsjobs gespart. Er musste also noch 148.000,- CFA (226,-€) aufbringen. Ich habe mich daher entschlossen die Studienmaterialien als Sonderspende zu finanzieren. Akizou Amaza hat keine Familie, die ihm unter die Arme greifen kann, und das Straßenkinderheim, in dem er aufgewachsen ist, hängt auch von Spenden ab und kann dem Jungen nicht helfen. Trotz dieser schwierigen Lebensumstände hat es Akizou bisher bis zum Studium mit guten Ergebnissen geschafft.
Beide Patenschaften laufen über die Aktion PiT – Togohilfe e.V.. Der Verein ist bei uns am Ort seit 1980. Seit 1980 engagiert sich das Projekt in Togo, zunächst auf Initiative eines örtlichen Apothekers im Gesundheitsbereich, aber schon bald auch im Bereich Schulen und Kinderhilfe und seit einigen Jahren im Bereich Brunnenbau. Dank der beständig wachsenden Unterstützung durch Spender und Förderer ist aus einer kleinen Privatinitiative heute der wohl größte Togo-Hilfsverein Deutschlands Aktion PiT – Togohilfe e.V. geworden, gemeinnützig anerkannt und Mitglied im Eine Welt Netzwerk Bayern.
Ich war selbst mit dem Verein in Togo und kann mir verbürgen, dass die Spenden ankommen und den Bedürftigen geholfen wird. Wenn es mir möglich ist, will ich auch wieder den Verein bei einer Fahrt nach Togo begleiten.
Ich bin davon überzeugt, dass meine Kunden von redaktion42 meine Gründe verstehen, weshalb ich auch 2015 keine Weihnachtskarten verschickt habe.

Solarleuchte bringt Licht in die Dritte Welt

31. Dezember 2014

Die Energiepreise fallen aufgrund der weltpolitischen Entwicklung, aber das ist sicher nicht von Dauer. Wir haben daher die Strom- und Gaspreise im Blick, die Hütte gedämmt und achten auf Energieeinsparung. Dazu habe ich mir auch ein Hybrid-Auto als Dienstfahrzeug angeschafft.
Ich selbst hinterfrage derzeit meinen Stromanbieter und prüfe, wie viel Energie meine Geräte zu Hause verbrauchen. Eine Möglichkeit, einen günstigen Stromanbieter zu finden, gibt es übrigens über die Website von Verivox. Nach Eingabe der Postleitzahl werden hier günstigere Anbieter zum aktuellen Tarif mit jeweiliger Ersparnis aufgezeigt.
Gleichzeitig bin ich auf einem Seminar von mir auf ein sehr interessantes Projekt gestoßen: Solux. Franz Kies und seine Kollegen produzieren Solarleuchten für die Dritte Welt. Mit Solux hatten sie eine einfache und überzeugende Idee. Ich mit Franz Kies lange gesprochen und sein Konzept hat mich überzeugt. Seine Solar-Leuchte SOLUX-LED-50 macht beispielsweise jeden Tag 4-5 Stunden helles Licht für Arbeit, Lesen und Freizeit.

Solarleuchte für die Dritte Welt.

Solarleuchte für die Dritte Welt.

Sie ist für den Gebrauch in rauher Umgebung in Entwicklungsländern konzipiert. Die Leuchte kommt als gebrauchsfertige Leuchte aber auch als Montagesatz zum Selbstbau in einer Werkstatt im Entwicklungsland. Die Solarlampe wurde für den Ersatz von Kerosinleuchten in Entwicklungsländern gebaut und hat sich tausendfach in Afrika und Lateinamerika bewährt. Etwa 300.000 Menschen wurde so Licht gebracht und Energie eingespart.


Ich finde, das Prinzip des Energiesparens für die dritte Welt ist wunderbar einfach: Die Leuchte wird täglich wieder mit dem Solarmodul geladen: Einfach Stecker des Ladekabels einstecken und Solarmodul in die Sonne stellen – fertig! Sonne gibt es in der dritten Welt sehr viel.
Aber auch das klassische Handy lässt sich aufladen – allerdings im Moment noch nicht das iPhone mit seinem Lightning-Anschluss. Solux bietet als Zubehör ein Set von acht Adaptern an, welche zu einigen Handys passen. Das Handy wird direkt mit dem Solarmodul verbunden. Die Handys sind: Siemens c55, Sony Ercsson T28, Sony Ericsson K150,Motorola V998, Samsung A300, Motorola V3, Nokia Mini, Nokia normal.