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Corona-Virus: Tag 26 der Ausgangsbeschränkung – Schulungen für das lokale medizinische Personal in Togo

16. April 2020

Wenn der Corona-Virus in einem entwickelten Land wie Deutschland schon für Verwirrung und Unsicherheit führt, wie sieht es dann in einem afrikanischen Entwicklungsland wie Togo aus?
Dazu informierte ich mich bei Margret Kopp, die die Aktion PiT Togohilfe seit Jahren ehrenamtlich leitet. Ich selbst bin Mitglied des Vereins und mein Unternehmen redaktion42 unterstützt zwei Patenkinder. Der größte Togoverein Deutschlands hatte jahrelang seinen Vereinssitz in Maisach und ist im vergangenen Jahr in die Kreisstadt Fürstenfeldbruck umgezogen.

Menschen in Togo trifft Corona besonders hart. Foto: Kopp

Menschen in Togo trifft Corona besonders hart. Foto: Kopp

„Ich wünsche Ihnen allen viel Geduld und ausreichend Rückhalt, um diese Krise zu überstehen. Für die Menschen in Togo aber ist sie ungleich dramatischer: Es gibt dort kein belastbares Gesundheitssystem, das sich auf die Behandlung der betroffenen Patienten vorbereiten könnte. Zudem existiert kein umfassendes landesweites Informationssystem und kein kein tragfähiger Staatsapparat, der finanzielle Hilfen bei bedrohten Lebensgrundlagen leisten könnte“, so Margret Kopp.
Besonders die ländliche Bevölkerung ist von jeder Information und Hilfe abgeschnitten. „Unser Partner Dr. Kodom hat mit seinem gut aufgestellten Verein Aimes-Afrique sehr schnell reagiert und sofort Schulungen für das lokale medizinische Personal angeboten“, berichtet sie weiter.
Mit den wenigen Mitteln, die er zur Verfügung hat, verbreitet er über sein ausgeklügeltes Netzwerk Video-Botschaften und Informationen, um die Menschen in den Dörfern zu sensibilisieren und die Ansteckungsgefahren weitest möglich zu reduzieren.

Es gilt über Schutzmaßnahmen  in Togo aufklären. Foto: Kopp

Es gilt über Schutzmaßnahmen in Togo aufklären. Foto: Kopp

Schulungen und Callcenter
Gleichzeitig ist es ihm ein Anliegen, das wenige geschulte Personal mit Schutzmaterial auszustatten, damit die unvermeidbar Erkrankten zumindest versorgt werden können. Er möchte die Herstellung von Seife und Desinfektionsmittel massiv ausbauen und dafür ebenfalls die Strukturen und Einrichtungen von Aimes-Afrique in Lomé und vor Ort im Landesinneren nutzen.
Das Netzwerk Aimes-Afrique besteht derzeit aus fünf Landkreisbüros mit insgesamt 65 Mitgliedern, 60 kantonale Komités mit insgesamt 420 Mitgliedern und 662 Dorfkomités.
Callcenter sollen in den einheimischen Sprachen Anrufern Auskunft über die Gefahren und Risiken des Corona-Virus geben und Ratschläge zur Prävention und zum Umgang mit Krankheitssymptomen erteilen. „Wir versuchen daher, zusätzliche Geldmittel zu beschaffen, um die Kapazitäten von Aimes-Afrique maximal wirksam werden zu lassen“, berichtet Margret Kopp weiter. Hier gibt es Informationen über die Aktion von Dr. Kodom auf der Seite der Togohilfe auf Deutsch und auch die Möglichkeit einer Spende.

Foto: Kopp

Foto: Kopp

Afrikaladen in Fürstenfeldbruck eröffnet

14. September 2019
Zahlreiche Ehrengäste kamen zur Eröffnung des Afrikaladens in FFB.

Zahlreiche Ehrengäste kamen zur Eröffnung des Afrikaladens in FFB.

Fürstenfeldbruck ist um eine Attraktion reicher: Das Togohaus und Afrikaladen der Aktion PiT Togohilfe ist von Maisach in die Kreisstadt Fürstenfeldbruck umgezogen und stellt sich heute der Öffentlichkeit mit einem Tag der offenen Tür vor.

Ein paar Tage zuvor, gab es die offizielle Eröffnung mit einer Reihe von Ehrengästen, an der Spitze der Brucker Oberbürgermeister Erich Raff. Mit dabei waren unter anderem der Maisacher Bürgermeister Hans Seidl (gefährlich auf Brucker Flur), der Brucker Landtagsabgeordnete Benjamin Miskowitsch, der ehemalige deutsche Botschafter in Togo Christoph Sahner sowie Etienne Baritsé, Partner der Aktion PiT Togohilfe im Norden von Togo. Zudem waren anwesend der Maisacher Altbürgermeister Gerhard Landgraf, der auch dem Togoverein angehört, die ehemalige Landtagsabgeordnete Kathrin Sonnenholzner sowie zahlreiche Kreisräte. Auch zahlreiche Mitglieder des Vereins waren dabei. Der kirchliche Segen kam von Diakon Karl Schimmel.

Zum einen stand das neue Togohaus und Afrikaladen am Viehmarktplatz in Fürstenfeldbruck im Mittelpunkt der Feierlichkeiten, zum anderen natürlich Margret Kopp. Sie ist der Kopf des Vereins, der sich zum größten Togoverein in Deutschland entwickelt hat. 2020 wird der Verein 40 Jahre alt. Unterstützt wird sie von ihrem Mann Christian und ihrem Sohn Andy, der Togo-Contact leitet und die Reisen nach Togo organisiert sowie den Afrika-Laden betreibt. Andy Kopp beschreibt seine Funktion und den Afrika-Laden so:

„Eine Bereicherung für unseren Viehmarktplatz“ nannte OB Erich Raff das Togohaus.

Der Maisacher Bürgermeister Hans Seidl erklärte, dass die Gemeinde den Verein „mit etwas Wehmut“ ziehen lassen habe. „Was du geleistet hast, ist phänomenal“, sagte er in Richtung Margret Kopp.

Es gibt Menschen, die mehr tun als sie überhaupt müssten und dazu gehörst du liebe Margret“, sagte der Landtagsabgeordnete Benjamin Miskowitsch. Es sei Entwicklungshilfe, die wirklich an der Basis ankommt.

Der ehemalige Botschafter in Togo Christoph Sander berichtete, dass Deutschland einen guten Ruf in Afrika habe. Die Togohilfe sei ein Teil der vielen Aktivitäten der Deutschen in der Region. „Das ist ein wichtiger Teil des Images unseres Landes“, so Sander.

Etienne Baritsé, Partner von Aktion PiT Togohilfe im Norden des Landes, dankte Margret Kopp für ihr Engagement.

Und hier noch ein paar Bilder vom Empfang. Wer Lust hat, am Samstag 14. September hat der Afrika Laden einen Tag der offenen Tür mit abwechslungsreichem Programm. Ich werd mal hinschauen und ihr?