Tipps für den Straßenkarneval und Fasching

15. Februar 2017

Meine Frau sagt, ich sei eine Spaßbremse. Irgendwie hat sie recht, vor allem wenn es um das Thema Karneval, Fasching usw. geht. Vielleicht liegt es an meiner Zeit in Bonn, als ich an vielen Sitzungen beruflich teilnehmen musste und erkannte: Vieles davon hat nichts mit Humor zu tun.
Es gibt ja den offiziellen Karneval und den Straßenkarnval: Ich glaube, der Rhythmus dort geht so: Feiern, Kneipe rein, Feiern, Kneipe raus, Feiern, Verbrüderung, Feiern und so weiter. Meine Kunden in Köln brauche ich zu Karneval gar nicht kontaktieren, da kommt nichts sinnvolles heraus. Mein Lieblingsausstatter für Karneval und Fasching mit Masken und Schminke ist natürlich Maskwold in Berlin. Ich habe über den Laden schon sehr oft geschrieben und auch besucht. Ich kann Maskwold persönlich ausdrücklich empfehlen. Und die Narren von Maskworld haben ein paar sinnvolle Empfehlungen für den Straßenkarneval zusammengestellt, die ich gerne teilen möchte.

1. Bitte warm anziehen!

Zieh dich warm an. Dass hat meine Mama immer zu mir gesagt und das gilt natürlich beim Karneval auch. Um einer Erkältung nach dem Feiern vorzubeugen, sollte der Narr beim Straßenkarneval warm angezogen sein. Tierkostüme eignen sich hervorragend für den Straßenkarneval, denn als Bär, Wolf oder Affe hat man bekanntlich ein dickes Fell. Meine Frau ist mal als Hahn gegangen und ich hab ihr ein paar Federn ausgerissen.

Warm verpackt. Foto: maskworld.com

Warm verpackt. Foto: maskworld.com

Viele Kostüme, z.B. Clownskostüme, sind weit genug geschnitten, um darunter wärmende Kleidung zu tragen. Alternativ kann das Kostüm auch eine Nummer größer gekauft werden, dann kann ein warmer Pulli oder gar die Winterjacke drunter gezogen werden. Ich gehe dieses Jahr wieder in meiner Captain Kirk-Kostümierung, die ist warm genug.
Auch sexy Kostüme sind durchaus bei kalten Temperaturen tragbar: Zusätzliche Thermoleggings und Legwarmer helfen gegen kalte Beine. Warme Kostüme und Accessoires für den Straßenkarneval sind also das A und O, um die fünfte Jahreszeit erkältungsfrei zu überstehen.
Noch ein zusätzlicher Tipp: Viele Kostüme werden am Rücken verschlossen. Wenn man also mal schnell für kleine Karnevalisten muss, sollten man daran denken, dass man beim Aus- und Ankleiden ggf. Hilfe von einem Freund benötigt. Und wenn es schnell gehen soll, kann sich Mann auch vorher kreativ am Kostüm betätigen und einen “Hosenschlitz” ins Kostüm einbauen.
2. Gemeinsam ist besser als einsam!

Wer zu zweit oder als Gruppe auf den Straßenkarneval gehen möchte, wird mit Paar- und Gruppenkostümen zum Blickfang jedes Karnevalsumzugs. Ganz gleich ob als Familie Feuerstein, Ärztepaar oder als Stormtrooper Gruppe – ein gemeinsamer Auftritt kommt nicht nur cool rüber, sondern hilft auch, die Begleiter im Getümmel wiederzufinden. Mal sehen, ob ich mich mit meiner Frau auf ein gemeinsames Kostüm einigen kann. Wie sieht eigentlich das Kostüm einer Spaßbremse aus?

Flotte Biene - auch im Karneval. Foto: maskworld.com

Flotte Biene – auch im Karneval. Foto: maskworld.com

3. Gut behütet!

Gut gegen Kälte und zudem schicke Accessoires für den Kopf sind Hüte, Mützen und Perücken aller Art. Das kann eine kuschelige Fellmütze, ein Cowboyhut oder eine bunte Clownsperücke sein. Auf jeden Fall ist man im Handumdrehen verkleidet und benötigt nicht gleich ein ganzes Kostüm. Diese Accessoires sind somit auch perfekt für Verkleidungsmuffel geeignet. Feuerwehr- und Astronautenhelme schützen auch zugleich das närrische Haupt vor Schokoladentafeln und Pralinenschachteln, die von den Umzugswagen geworfen werden. Im Winter trage ich sehr viel Harris Tweed. Und ich habe auch gerne eine Deerstalker-Mütze auf, die viele Leute an Sherlock Holmes erinnert. Freunde, das ist keine Verkleidung und ich will nicht immer als Mr. Holmes angesprochen werden. Meine Antwort ist dann auch immer: Und Sie sind mein Dr. Watson. Aber als Hutträger kann ich den Tipp von Maskworld bestätigen: Mit Hut lebt und feiert es sich besser.

Ich schau immer so aus und nein, es ist keine Verkleidung. Ich liebe den Deerstalker.

Ich schau immer so aus und nein, es ist keine Verkleidung. Ich liebe den Deerstalker.

4. An Stauraum denken!

Ohne Moos nix los – das gilt auch für die meisten Karnevalspartys. Wohin aber mit Portemonnaie und Telefon, wenn das Kostüm keine Taschen hat? Kein Problem, bei maskworld.com gibt es eine große Auswahl an bunten und lustigen Handtaschen, passend zum Kostüm. Und wenn man Kamelle sammelt, kann ein wenig zusätzlicher Stauraum auch nicht schaden. Apropos Hand: Wer oft an Frostfingern leidet, der sollte sich zu seiner Verkleidung passende Handschuhe und Armstulpen besorgen.

Für mich persönlich ein Favorit. Foto: maskworld.com

Für mich persönlich ein Favorit. Foto: maskworld.com

5. Wasserfeste Schminke

Ob Regen, Bier-Dusche oder eine Menge nasser Schmatzer: Die liebevoll aufgetragene Schminke ist auf dem Straßenkarneval einer echten Belastungsprobe ausgesetzt. Deshalb sollte man wasserlösliche Schminke unbedingt mit einem Fixierspray festigen. Wer Karnevalsschminke auf Fettbasis verwendet, der sollte Transparentpuder nicht vergessen. So hält das Make-up länger und das Transparentpuder schützt davor, dass das Make-up verschmiert.

Grünkohl selbst gemacht

14. Februar 2017

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Bei uns in Bayern ist Grünkohl eher selten anzutreffen. Dabei schmeckt Grünkohl richtig gut. Wenn ich Grünkohl und Pinkel essen möchte, dann bestellte ich meine Portionen bei Ludger Freese, der umgehend das eFood zu mir nach Bayern liefert.
Durch Zufall stieß meine Frau in der Kreisstadt Fürstenfeldbruck auf einen Gemüsehändler, der die Ware aus dem Nordne führte und kaufte gleich mal 1,5 Kilogramm Kohl ein. Es war klar: Wir wollten Grünkohl zu Hause servieren.

Frischer Grünkohl vom Gemüsehändler.

Frischer Grünkohl vom Gemüsehändler.

Ich probierte es das erste Mal den Grünkohl zu bereiten und muss sagen, die ganze Sache hatte mir geschmeckt. Die benötigte Wurst hatte ich noch in der Gefriertruhe und auch von etwas Senf von Freese war da, fehlte also nur der Kohl.

Blätter vom Stumpf befreien.

Blätter vom Stumpf befreien.

Zunächst befreite ich die Blätter vom Stumpf. Stiele ließ ich aber an den Blättern. Zunächst stand das Blanchieren auf dem Programm. Rund fünf Minuten in Salzwasser aufkochen und dann mit kaltem Wasser abschrecken. Die Blätter bekommen dann ihre wundervolle grüne Farbe.

Zwiebel zerkleinern.

Zwiebel zerkleinern.

Während des Blanchierens habe ich zwei große Zwiebeln kleingeschnitten. Ich setzte dafür ein Wiegemesser ein. Ich hab mir für den Zweck ein preiswertes Wiegemesser angeschafft. Wichtig war mir dabei, dass das Schneidebrett eine Mulde hat, so dass von der Zwiebel nichts vom Brett fallen kann. Ich bin ein Fan von einem Wiegemesser mit einer Klinge. Es gibt auch eine Doppelklingen-Variante mit der ich allerdings nicht so gut zurecht kommen.

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Die abgekühlten Grünkohlblätter wurden zusammen mit den Stielen dann klein geschnitten. Zum Einsatz kam dabei – ich weiß nicht ganz stilecht – mein Global 48 Santoku Fischmesser. Ich liebe dieses Messer und nehme es in der Regel für Sushi her. Jetzt musste es für die große Menge an Grünkohl herhalten – wäre es halt kein Messer geworden.


Zwiebel in einen großen Topf andünsten. Von den norddeutschen Freunden wurde mir dazu Butterschmalz empfohlen. Hatte ich nicht im Hause und haben stattdessen klassisches neutrales Öl genommen. Und dann den geschnittenen Grünkohl dazu. Dann eine halbe Stunde köcheln lassen. Derweil kamen die Kartoffeln in den Dampfgarer und die Wurst wurde aufgewärmt.

Zwiebel dünsten.

Zwiebel dünsten.

Neben Salz und Pfeffer kommt noch halben Teelöffel Piment hinzu und der Grünkohl wird mit zwei Esslöffel Haferflocken gebunden.
Fertig ist die Sache. Vom Kollegen Michael Bernhard habe ich noch den Hinweis bekommen, auch Wirsing dazu zu packen. Probiere ich beim nächsten Mal aus, denn Wirsing war natürlich auch keiner im Haus.

und fertig

und fertig

Wahrscheinlich muss man einen guten Korn zum Essen schlucken. Schluss mit Schnacken, Kopf in Nacken. Den Korn hatte ich aus Whisky-Haushalt auch nicht da. Ich habe polnischen Wodka genommen, den mir ein Kollege aus der Gastronomie empfohlen hat. Der hat seinen Dienst auch getan.

Ein Presenter für das iPad und iOS

11. Februar 2017
Für meine Präsentationen habe ich mir für iOS den Kensington PresentAir Pro gekauft.

Für meine Präsentationen habe ich mir für iOS den Kensington PresentAir Pro gekauft.

Ich bin sehr oft für Vorträge in Sachen Medienkompetenz unterwegs und ich gestehe es, ich bin faul. Ich mag nicht schweres Equipment durch die Gegend schleppen. Meine Präsentationen habe ich auf Apple Keynote an einem der Bürorechner vorbereitet, aber ich will mein goldenes Seminar-MacBook nicht immer durch die Gegend schleppen. Das habe ich nur dann und wann auf Seminare dabei, wenn es um DTP oder so geht.
Da ich nicht Keynote auf einen Stick spielen möchte und dann vor einer Windows-Kiste beim Kunden stehe will, muss ich doch mein eigenes Zeug mitnehmen. In der Regel wähle ich dazu mein iPad Pro 12 Zoll.
Da ich bei meinen Präsentationen gerne ein wenig herumlaufe und mich nicht hinter dem iPad verstecken möchte, brauche ich einen Presenter. Bisher habe ich die Keynote-Präsentationen via iPhone oder AppleWatch gesteuert, aber das ist manches Mal eine Fummelei und sieht außerdem doof aus, wenn man die ganze Zeit auf das Smartphone glotzt. Also muss ein klassischer Presenter her.


Für den Mac habe ich einen Standard Kensington Presenter und so einen wollte ich für das iPad mit iOS auch haben. Apple hat dafür nichts im Angebot und nach ein wenig Recherche kaufte ich den Kensington PresentAir Pro. Das Ding sieht aus wie ein schwarzer Stift und liegt gut in der Hand. Mit dem roten Laserpointer hatte ich das Gefühl eines Laserschwertes, aber hier bricht der Star Wars-Fan in mir durch. „Luke ich bin dein Vater“ sagte ich, als ich das rote Licht entzündete.


Zurück zum Presenter. Kensington ist nicht gerade fit, wenn es um die Vermarktung des PresentAir Pro geht. Es steht auf der Packung groß, dass das Ding für Windows und Android geeignet sei. Die Schlafmützen haben iOS vergessen und lassen sich damit ein fettes Geschäft durch die Lappen gehen. Viele iOS-Jünger sind auf der Suche nach einem Presenter. Via Bluetooth verbindet sich der PresentAir Pro mit dem iPad und schon kann es losgehen. Ich kann meine Präsentationen abspielen und steuern – und wenn ich will, auch meinen Laserpointer einsetzen, wobei den kleinen roten Punkt kaum einer im Publikum sieht. Dafür verwende ich einen klassischen Zeigestab als den elektronischen Schnickschnack.
Der Presenter hat noch einen Touch-Kopf fürs Smartphone, den ich allerdings nicht brauche. Betrieben wird er von einer AAAA-Batterie und ich muss mir noch eine Ersatzbatterie besorgen, nicht dass schlagartig das Energieteil schlapp macht.

Ich habe Gabriele wiedergefunden

10. Februar 2017
Alte und neue Arbeitsmittel : Gabriele und MacBook

Alte und neue Arbeitsmittel : Gabriele und MacBook

Oh Gott, ich habe meine journalistischen Anfänge in einem Schrank gefunden. Auf der Suche nach einem Stift öffnete ich in einem Seminar die Türen eines Schrankes und entdeckte schwarze Koffer. Neugierig wie ich nunmal bin, musste ich den ersten Koffer öffnen und entdeckte Gabriele., genauer Gabriele 10.


Die Gabriele 10 war eine Reiseschreibmaschine von Triumph und damit habe ich meine ersten journalistischen Schritte Mitte der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts unternommen. Ich hatte diese Schreibmaschine in ihrem Koffer immer dabei. Wenn ich auf Reisen ging, wenn ich mit Mama und Papa in den Urlaub fuhr, dann war meine Gabriele immer dabei. Eigentlich wollte ich eine Tippa haben. Das war die offizielle kleine Reisemaschine für Journalisten, aber meine Eltern waren nicht so überzeugt von meinem Berufswunsch. Die Tippa bliebt immer ein Traum, aber ich hatte ja Gabriele. Der Name stammte übrigens von der Enkelin von Max Grundig, der Triumph damals gekauft hatte.


Junge Journalisten können sich in meinen Seminaren gar nicht vorstellen, unter welchen technischen Bedingungen gearbeitet wurde. Und bitte: Es ist nicht 100 Jahre her, sondern war bei mir Mitte der achtziger Jahre. Dann kam der C64 bei mir und alles änderte sich. Die digitale Revolution hatte dann auch für mich begonnen.
Als ich die Maschine entdeckte, kam mir ein alter Jerry Lewis Film in den Kopf. Der Bürotrottel hieß der Film, der von Lewis inszeniert wurde. Dort gab es die legendäre Schreibmaschinen-Szene in der Lewis auf einer unsichtbaren Schreibmaschine tippte. Slapstick pur, was hab ich als Kind gelacht.

Kritik: Video Games Music in Concert

9. Februar 2017

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Was hatte ich mich gefreut auf einen interessanten Abend. Seit Wochen fiebere ich dem Auftritt des Münchner Rundfunkorchesters entgegen und habe meine Familie, meine Freunde und Bekannte im Internet ganz wepsig gemacht: Alle sollten die Aufführung von Video Games Music in Concert im Münchner Prinzregententheater erleben. Und am Ende konnte ich aus familiären Gründen nicht. Ich habe mich ziemlich geärgert.
Aber ich wurde ein wenig entschädigt. Der Bayerische Rundfunk übertrug das Konzert live als Video- und Audiostream. Und so konnte ich die Musik von Videospielen zumindest am digitalen Endgerät verfolgen. Am iPad Pro verfolgte ich den Videostream und ließ den Sound über die Anlage laufen. Und der Sound hatte es in sich. Großes Lob an die Technik vom BR. Der Stream war tadellos, selbst bei meinem Landei-Internet ging es ohne Ruckeln und Aussetzer – selbst bei HD. Dafür zahle ich gerne meine Rundfunkgebühren.


Als die Kamera mal vom Eckehard Stier weg und ins Publikum schwenkte, hatte ich ein wenig meine Zweifel. Der Großteil der Zuhörer war brav konservativ gekleidet. Hey, wo sind die Gamer im Publikum geblieben? Ich sah kaum T-Shirts, Hoodies oder Caps – also die klassische Gamer-Bekleidung. Da fragte ich mich: Für wen wurde dieses Konzert eigentlich aufgeführt?
In erster Line dachte ich an die Zocker, an die Gamer, an die Konsolenfreaks. Als Retrogamer lehnte ich mich in meinen Wohnzimmersessel zurück als die fabelhafte Musik von Chris Huelsbeck ertönte. Natürlich war es Turrican II, das Spiel hatte ich ewig gezockt und die verschiedenen Audio-Fassungen hab ich auf meinem Server. In Kürze kommt die Klassik-Version von Turrican II heraus, die in Bochum aufgenommen wurde. Ich genoss die Klänge und verfolgte gleichzeitig die Facebook-Posts der Huelsbeck-Fans, die mit dem Meister live diskutierten. Chris Huelsbeck machte mit der Great Giana Sisters – Suite auch den Abschluss des Konzerts.
Großes Lob an das Orchester und Eckehard Stier. Die Qualität der Musik war einzigartig. Meine Frau, keine große Gamerin aber Klassik-Fan, hörte zu und genoss es, als sich die musikalischen Spannungsbögen aufbauten. Und das sollte wohl auch ein Ziel des Konzerts sein: Klassik-Fans für Video Game Musik zu interessieren. Und dieses Ziel ist voll und ganz gelungen.


Video Spiele sind ein Kulturgut und Video Game Music ist ebenso ein Kulturgut und es gilt, breitere Kreise für diese Musik zu begeistern. Bei mir war es zunächst die klassische 8-Musik und im Laufe der Jahre wurde es mehr, mehr. Als Fan von Filmscores und -soundtracks habe ich großes Interesse an Game Music. Viele Filmkomponisten schreiben nun Musik für Spiele und anders herum. Hier wachsen Welten zusammen und Kultur verbindet. Das ist genial.
Der BR Klassik hat online ein ganzes Webspecial zusammengestellt. Für den Gamer sind keine großen Überraschungen dabei, für den Klassik-Hörer des BR allemal. Sehr verdienstvoll ist die Präsentation des legendären Nobuo Uematsu. Nobuo Uematsu schuf die musikalische Welt von Final Fantasy. In Japan ist Nobuo Uematsu eine absolute Berühmtheit und das Konzert des Münchner Rundfunkorchesters leistete einen Beitrag dazu, den Meister einem neuen Publikum bekannt zu machen. Bei uns hatte es zu Folge, dass ich mir die Musik von Final Fantasy vom Server holte und laufen lief. Gerne hätte ich das Konzert vom BR als Audio-Aufnahme.
Insgesamt brachte das Münchner Rundfunkorchester folgende Werke zur Aufführung:
Jonne Valtonen – Fanfare for the Common 8-bit Hero
Chris Huelsbeck – Turrican II: Concerto for Laser and Enemies
Nobuo Uematsu – Blue Dragon: Waterside
Ari Pulkkinen – Angry Birds – Medley
Nobuo Uematsu – Final Fantasy VI – Symphonic Poem
Jonne Valtonen – Albion Online – Medley
Ari Pulkkinen – Super Stardust – Medley
Martin Schiøler – Clash of Clans
Chris Huelsbeck – Great Giana Sisters – Suite
Die Moderation hatte Nino Kerl inne. Er ist den Anime-Fans u.a. von seinem YouTube-Kanal bekannt. Ich hätte mir für das anwesende Klassik-Publikum mehr Show und Emotion gewünscht. Nino Kerl, den ich sehr schätze, war mir ein wenig zu zahm, zu wenig frech. Ich kenne aus YouTube einen provokanteren Nino Kerl. Aber wahrscheinlich war das BR-Klassik-Publikum zufrieden mit der Performance.

Alles in allen eine super Sache und ich ärgere mich, dass ich nicht live dabei sein konnte. Danke an den BR für die Übertragung.

Welche Tasche nehm ich denn heute? – Gute Erfahrungen mit LEABAGS-Taschen

6. Februar 2017

Ich bin ein Taschen-Narr. Nicht so sehr, wie ich ein Schuh-Narr bin, aber Taschen mag ich auch ganz gerne und ja, ich bin ein Mann. Ich spreche nicht von Handtaschen, da ist meine Ehefrau auf jeden Fall die Expertin und richtige Ansprechpartnerin. Ich rede von Laptop-Taschen, Messenger-Bags, Reisetaschen und und und.
Ich bin viel unterwegs und auch wenn ich auf Kurztripps bin, habe ich dennoch allerhand Zeugs dabei: iPad oder MacBook, Kabel, Tischstativ, Bloggerkamera, 360 Grad-Kamera, Fächer, Halsbonbons und vieles Zeug mehr. Ich könnte freilich eine klassische Laptop-Tasche von Booq nehmen, aber ich mag im Moment nicht die Business-Variante. Ich habe ein paar wunderbare Messenger-Bags, aber die haben soch einen Technik-Touch. Oder sie sind einfach zu leger, manche meiner Kunden reagieren da etwas empfindlich. Ich kann einfach nicht mit einem Rucksack aufkreuzen, als ob ich beim Wandertag bin.
So nutze ich oft eine ganze Reihe von Taschen der Marke LEABAGS. Sie wird in Deutschland von ZTS Zimbelmann Trading & Service UG aus Göppingen vertrieben. Ich habe verschiedene im Einsatz, wie die Aktentasche LEABAGS Unisex und vor allem die Reisetasche LEABAGS Tokio. Meine Frau trägt gerne die Shopper LEABAGS Tulsa.

Meine neue Tasche für den Alltag.

Meine neue Tasche für den Alltag.

Alle Taschen sind aus Büffelleder, also nichts für Veganer. Ich schätze die Verarbeitung und das Leder verändert sich im Laufe der Zeit. Bei Rimowa-Koffer sagt man, die Koffer bekommen einen Charakter. Bei den Taschen ist es ebenso. Leder ist ein natürliches Material und verändert sich beim Tragen. Zudem schätze ich die Verarbeitung der Taschen. Sie sind stabil vernäht, was bei meinem schweren Plunder wichtig ist. Bei der Lieferung einer neuen Tasche sind die Metallteile nochmals extra geschützt umwickelt, kleine Details, die es für mich ausmachen.
Eine Tasche hab ich persönlich immer am Mann. Es ist die Umhängetasche. Dort ist mein Arbeitsmaterial verpackt, so dass ich immer darauf zugreifen kann. Als ich das iPad 9,7 Zoll im Einsatz hatte, reichte die Umhängetasche aus. Seit dem ich auf dem 12 Zoll iPad Pro samt Tastatur arbeite, reichte die LEABAGS Birmingham nicht aus.
Da stand ich vor einem Problem. Welche Tasche soll es nun sein? Die Produktvielfalt ist groß und für mich als Laie unübersichtlich. Ich habe keine Lust, jede Tasche online aufzurufen und nachzusehen, ob die Maße passen. Zudem wollte ich ja eine ähnliche Tasche haben, wie die bisherige. Alles soll an seinem Platz liegen, so dass ich an das Material blind herankomme. Gerade als mobiler Journalist will ich keine große Veränderungen, denn alles griffbereit sein.


Ich kontaktierte den Kundendienst und war über die schnelle und kompetente Beratung überrascht. Das kenne ich von Online-Versendern in diesem Umfeld nicht. Per Mail kam ein Vorschlag, ich kaufte das Modell LEABAGS Boston und siehe da: Alles passt hinein, wie ich es mir vorgestellt habe. Einzige Kritik: Der Schul ist mir persönlich zu schmal und wenn meine Tasche gut bepackt ist, dann schneidet das Band an der Schulter ein. Hier hätte ich mir einen breiteren Schulterriemen gewünscht, wie bei der Vorgängertasche. Mal sehen, ob ich eine Verstärkung für den Schultergut finde, der mir gefällt.

Alles hat seinen Platz in der Tasche.

Alles hat seinen Platz in der Tasche.

Frühstücksei mal anders – Ein Sonnenspiegelei

5. Februar 2017


Nach kaltem Winter kam heute die Sonne ein wenig heraus und das wollte die Familie auch am Frühstückstisch widerspiegeln. Wir wollten auch die Sonne auf dem Teller haben. Hier bot sich ein Weihnachtsgeschenk von K2 an. Eine Silikonform als Sonne für ein Spiegelei. Also Pfanne mit neutralen Öl erhitzt, die Silikonform in Form einer Sonne in die heiße Pfanne gelegt. Wir haben XL-Bioland-Eier für unsere Sonne verwendet, die wir am örtlichen Bioland-Hof gekauft haben. 


Ei vorsichtig am Pfannenrand aufgeschlagen und der Eidotter in die Sonnenform gefüllt und das Eiweiß verteilt sich in der Wolke darunter. Dann wie üblich – ein Sunny-Side-Up-Ei gemacht. Nach ein paar Minuten ist das Spiegelei fertig und wird mit Form aus der Pfanne gehoben und auf den Frühstücksteller serviert. Silikonform angehoben und zum Schluss kamen noch die Sonnenstrahlen in Form von Karotten hinzu. Fertig war unsere Frühstückssonne am Sonntag. 

https://youtu.be/U9wXIxWn71A

Sterneessen bei einem Klassiker: Tantris in München

2. Februar 2017

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Eines der berühmtesten Sternerestaurants in Deutschland findet sich in München in einem Schwabinger Wohngebiet: Das legendäre Tantris
Seit 1974 strahlt das Sternerestaurant in die Republik und gilt als kulinarischer Tempel für Feinschmecker. Ab und zu leiste ich es mir, die Küche von Hans Haas zu genießen – so auch vor kurzem wieder mit ein paar Geschäftspartnern.

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Ich erinnere mich dabei an meinen ersten Besuch in dem Hause. Als Pressereferent der Handwerkskammer für München und Oberbayern lud Fitz Eichbauer zu einem Jahresgespräch des Landesverbandes der bayerischen Bauinnung ins Tantris. Ich war erst neu in der Handwerksorganisation und war etwas überrascht, dass sich Journalisten aus ganz München auf einmal für das Bauhandwerk interessierten. Die gleichen Journalisten hatte ich das ganze Jahr nie gesehen hatte, wenn ich eine Einladung der Handwerkskammer aussprach. Aber mir fiel es wie Schuppen von den Augen. Es ging ins Tantris und Eichbauer, einer der großen Bauunternehmer des Landeshauptstadt, erbaute das Tantris im Jahr 1971. Auf einmal, was für alle Journalisten die Einladung wichtig, dass sie persönlich erschienen, schließlich gab es neben Infos aus dem Baugewerbe auch etwas zum Essen.

Der Weinkeller ist weltberühmt. Der Weinkeller ist weltberühmt.

Und so kam es zu meiner Liebe zur Sterneküche. Das Tantris hat mindestens einen der begehrten Michelin-Sterne. Viele deutsche Sterneküche standen im Tantris in der Küche: Eckart Witzigmann (2 Michelin-Sterne), Heinz Winkler (3 Michelin-Sterne) und nun Hans Haas (2 Michelin-Sterne).
Das Essen ist ein kulinarisches Erlebnis, aber auch der Besuch des Restaurants selbst ist ein optisches Erlebnis. Im Grunde wurde der Stil der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts beibehalten. Orange, Rot, Schwarz sind die dominanten Farben.

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Ein Besuch im Tantris ist wie eine Zeitreise – was müssen die siebziger Jahre für eine coole Zeit gewesen sein? Ich erlebte sie als Kind und nahm den Stil als gegeben hin. Heute bin ich fasziniert von Farben und Formen der Zeit, einer Zeit als München vom Dorf zur Stadt wurde, als die Olympischen Spiele Farbe und Freude nach Bayern brachten. Die Farben des großartigen Designers Otl Aicher beherrschten München und prägten auch das Tantris.

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Architekt des Gebäudes ist übrigens der Schweizer Justus Dahinden, die Beton-Skulpturen stammen vom Schweizer Künstler Bruno Weber. Sie gibt es auch als Miniaturen zu kaufen, ein Schnäppchen sind die putzigen Drachen mit über 1500 Euro pro Stück allerdings nicht.

2004 wurde der Innenbereich des Restaurants von Stephan Braunfels restauriert. Fasziniert war ich beispielsweise von den mit Stoff bespannten Decken und Wänden. Im Jahr 2012 wurde der Bau unter Denkmalschutz gestellt. 2013 wurde seine Innenausstattung in Zusammenarbeit mit Danilo Silvestrin um ein Lichtobjekt im Eingangsbereich ergänzt. Silvestrin stammt aus Bozen und lebt seit 1971 in München.

2004 wurde der Innenbereich des Restaurants von Stephan Braunfels restauriert. 2004 wurde der Innenbereich des Restaurants von Stephan Braunfels restauriert.

Küchenchef Hans Haas gilt in der Branche als „Meister der Einfachheit“. Auf der Website von Tantris steht: „Natürlich und einfach in der Zubereitung, konzentriert auf den Geschmack. Ihm gelingt eine einzigartige Mischung aus Bodenständigkeit und wahrer Kochkunst.“ Das wollte ich genießen und das gab es bei meinem Besuch zum Essen. Der Preis des Menüs beträgt 175 Euro.

Lauwarme Bachforelle mit Quinoa, Gurken und Pfeffermousse

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Steinbutt mit dicken Bohnen und Zitronengras-Polentaravioli im Sud

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Médaillons vom Rehrücken mit Blaukraut und gebackenem Kartoffelknödel

Tamié mit Feigenchutney und Senfbrot

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Mandel-Apfeltarte mit glasiertem Apfel, Blutorangen und Vanille-Krokanteis

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Persönlicher Nachruf auf John Wetton

1. Februar 2017
John Wetton - live in Olching, LK Fürstenfeldbruck 1997. Foto: Lange

John Wetton – live in Olching, LK Fürstenfeldbruck 1997. Foto: Lange

Schon wieder Krebs, schon wieder dieser schreckliche Krebs. Gestern verstarb wieder ein musikalisches Idol. John Wetton ist tot. Für mich hat eine große Stimme des Prog Rock die Bühne für immer verlassen.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass John Wetton immer dabei war, wenn es um diese Art von Musik ging. Wenn mir eine Band aus der Prog Rock Ära gefallen hat, dann war der Name John Wetton direkt oder indirekt damit verbunden. Meine Lieblingsbands mit ihm waren eindeutig King Crimson, Asia und auch UK.
John Wetton hatte einen gewissen Hang zum Kommerz, aber so eine Art von Kommerz, die mir wirklich gefallen hat. Die eingängigste Phase von Wetton bei King Crimson, war sicherlich die Red-Phase. Wetton rang Robert Fripp eingängige Melodien ab und mit Wetton schlug KC eine kommerziellere Richtung ein ohne je kommerziell zu sein. Die Box The Road to Red zeigt die Entstehung des legendären Red-Albums anhand verschiedener Konzerte. Ich liebe diese Aufnahmen.

Bei der Hitze des Augenblicks schmolz ich hinweg
Ich erinnere mich noch an den Beginn der Achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Ich besuchte meinen örtlichen Schallplattenladen in Fürstenfeldbruck – den Sound in der Ledererstraße. Der Chef Rudi „Sound“ Hasmiller kannte meinen Geschmack und zeigte mir ein Album mit einer aggressiven Wasserschlange darauf. Die Band und das Album hießen schlicht Asia. Die Musik war der Hammer: The Heat of The Moment war der erste Hit von Asia und John Wetton war mit von der Partie. Jahr um Jahr kaufte ich mir die Asia-Platten, die allerdings ab dem dritten Album immer schwächer wurden.
Ich gebe Asia noch eine Chance. Im Februar 2017 erscheint ein Konzert von 2013, das zusammen mit einem bulgarischen Orchester aufgenommen wurde. Live in Bulgaria – Mein Gott, früher kamen Aufnahmen aus Budōkan, Madison Square Garden oder Royal Albert Hall – nun kommen eben Aufnahmen aus Bulgarien.

Keiner kannte UK
Und dann war noch UK. In einem Schallplattenladen in London fand ich Vinyl-Platten der Band, die ich nicht kannte. Dabei waren die Mitglieder von UK in der Szene berühmt: Wetton, Terry Buzzio (Zappa) und Eddie Jobson (Roxy Music). Ich kaufte die Alben und bereute es nicht. UK war allerdings bei uns nicht so bekannt, zumindest kannte ich kaum Leute, die die Band mochten. Meine Freunde standen zu der Zeit eher auf Punk und Electronic.

Mein gescheitertes Interview mit John Wetton
Einstmals hatte ich die Ehre, John Wetton in Person zu erleben und zu sprechen. Ich war damals Redakteur beim Münchner Merkur/Fürstenfeldbrucker Tagblatt und zusammen mit meinem Kollegen und absoluten Musikexperten Jörg Laumann besuchten wir das „Absolut-Festival“ in Olching im Landkreis Fürstenfeldbruck. Es war am 14. Juni 1997 und der Headliner des Tages waren BAP und die Spider Murphy Gang. John Wetton war auch mit von der Partie, spielte im Unterhemd seinen Bass und akustische Gitarre und widmete sich im Künstlerzelt einer jungen Dame und dem Alkohol. Für unsere Lokalzeitung hatte der britische Rocker kein großes Interesse und außer ein paar belanglosen Sätzen kam kein großes Interview heraus. Die junge, gut ausehende Dame habe ich übrigens Tage später am Geldautomat der örtlichen Sparkasse wieder getroffen. Sie erkannte mich und wir haben uns über John Wetton unterhalten. Die Infos sind privat. Ich staunte und schwieg. Ein Artikel über John Wetton im Merkur ist von mir nie erschienen.

Musiktipp: Keep me singing von Van Morrison

30. Januar 2017

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Da ist er wieder, der störrische alte Knabe, der Mann der Irland den Blues brachte. Van Morrison hat sein neues Album Keep me singing veröffentlicht. Es ist im Herbst erschienen und ich hatte jetzt erst die Muse es richtig anzuhören. Und es ist schlichtweg ein Hammer. Wer den Iren mag, wird nicht enttäuscht sein. Es ist mit Abstand sein bestes Album der vergangenen Jahre.
Wenn ein anderer Künstler Keep me singing aufgenommen hätte, wären die Kritiker auf die Knie gefallen. Bei einem Meister wie Van Morrison nehmen sie dieses Album zur Kenntnis. Schließlich sprechen wir nicht von irgendeinem Songwriter, wir sprechen von Van Morrison, der zahlreiche Klassiker herausgebracht hat. Er erfindet sich immer wieder neu und eigentlich nimmt er seit Jahrzehnten die gleiche Platte immer wieder neu auf. Die neuen Songs klingen so vertraut, als ob ich sie seit Jahren kenne. Melodie, Dramaturgie, Inhalt – alles genial. Es ist so, als ob Van Morrison nie weg gewesen war. Er schließt nahtlos mit Keep me singing an seine Klassiker an. Welcher Musiker kann dies von sich behaupten?
Der Mann mit seinen 71 Jahren ist immer noch grantig, in Bayern sagt man bei uns, er ist ein Grantler, aber einer auf ganz hohem Niveau. 13 Songs sind auf dem Album, davon eine Coverversion. Ich habe dieses Album bei einer guten Flasche (schottischem) Whisky genossen – verzeih lieber Van ich mag schottischen lieber als irischen Whisky. Ich habe die Beleuchtung reduziert, die Musik aufgedreht und hab es genossen. Augen zu und der Musik gelauscht – so kann jeder Abend verlaufen. Es ist dieses Mal ein ruhiges Album geworden, ein bisschen Jazz ist eingeflossen. Ich hab sie zum ersten Mal im warmen Sonnenuntergang im Herbst gehört und die sentimentale Stimmung hat mich verzaubert. Jetzt ist es Winter und ich sitze beim warmen Sonnenuntergang und kann genießen.
Für mich zählt Van Morrsions Keep me singing zu den positiven Alben des vergangenen Herbsts und ich kann das Album bedenkenlos empfehlen.