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Grünkohl selbst gemacht

14. Februar 2017

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Bei uns in Bayern ist Grünkohl eher selten anzutreffen. Dabei schmeckt Grünkohl richtig gut. Wenn ich Grünkohl und Pinkel essen möchte, dann bestellte ich meine Portionen bei Ludger Freese, der umgehend das eFood zu mir nach Bayern liefert.
Durch Zufall stieß meine Frau in der Kreisstadt Fürstenfeldbruck auf einen Gemüsehändler, der die Ware aus dem Nordne führte und kaufte gleich mal 1,5 Kilogramm Kohl ein. Es war klar: Wir wollten Grünkohl zu Hause servieren.

Frischer Grünkohl vom Gemüsehändler.

Frischer Grünkohl vom Gemüsehändler.

Ich probierte es das erste Mal den Grünkohl zu bereiten und muss sagen, die ganze Sache hatte mir geschmeckt. Die benötigte Wurst hatte ich noch in der Gefriertruhe und auch von etwas Senf von Freese war da, fehlte also nur der Kohl.

Blätter vom Stumpf befreien.

Blätter vom Stumpf befreien.

Zunächst befreite ich die Blätter vom Stumpf. Stiele ließ ich aber an den Blättern. Zunächst stand das Blanchieren auf dem Programm. Rund fünf Minuten in Salzwasser aufkochen und dann mit kaltem Wasser abschrecken. Die Blätter bekommen dann ihre wundervolle grüne Farbe.

Zwiebel zerkleinern.

Zwiebel zerkleinern.

Während des Blanchierens habe ich zwei große Zwiebeln kleingeschnitten. Ich setzte dafür ein Wiegemesser ein. Ich hab mir für den Zweck ein preiswertes Wiegemesser angeschafft. Wichtig war mir dabei, dass das Schneidebrett eine Mulde hat, so dass von der Zwiebel nichts vom Brett fallen kann. Ich bin ein Fan von einem Wiegemesser mit einer Klinge. Es gibt auch eine Doppelklingen-Variante mit der ich allerdings nicht so gut zurecht kommen.

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Die abgekühlten Grünkohlblätter wurden zusammen mit den Stielen dann klein geschnitten. Zum Einsatz kam dabei – ich weiß nicht ganz stilecht – mein Global 48 Santoku Fischmesser. Ich liebe dieses Messer und nehme es in der Regel für Sushi her. Jetzt musste es für die große Menge an Grünkohl herhalten – wäre es halt kein Messer geworden.


Zwiebel in einen großen Topf andünsten. Von den norddeutschen Freunden wurde mir dazu Butterschmalz empfohlen. Hatte ich nicht im Hause und haben stattdessen klassisches neutrales Öl genommen. Und dann den geschnittenen Grünkohl dazu. Dann eine halbe Stunde köcheln lassen. Derweil kamen die Kartoffeln in den Dampfgarer und die Wurst wurde aufgewärmt.

Zwiebel dünsten.

Zwiebel dünsten.

Neben Salz und Pfeffer kommt noch halben Teelöffel Piment hinzu und der Grünkohl wird mit zwei Esslöffel Haferflocken gebunden.
Fertig ist die Sache. Vom Kollegen Michael Bernhard habe ich noch den Hinweis bekommen, auch Wirsing dazu zu packen. Probiere ich beim nächsten Mal aus, denn Wirsing war natürlich auch keiner im Haus.

und fertig

und fertig

Wahrscheinlich muss man einen guten Korn zum Essen schlucken. Schluss mit Schnacken, Kopf in Nacken. Den Korn hatte ich aus Whisky-Haushalt auch nicht da. Ich habe polnischen Wodka genommen, den mir ein Kollege aus der Gastronomie empfohlen hat. Der hat seinen Dienst auch getan.

Zauberwort eFood – die nächste Online-Welle kommt

23. November 2016

Der Einkauf im Internet gehört für viele Deutschen zur Normalität. Im anstehenden Weihnachtsgeschäft werden die Deutschen dieses Jahr insgesamt erstmals mehr als 75 Milliarden Euro ausgeben (75,6 Mrd.) – 2,0 Prozent mehr als im Vorjahr (74,1 Mrd. Euro). Der E-Commerce-Anteil – der Teil der Einkäufe, die online über Computer und mobile Endgeräte getätigt werden – steigt dabei von 18,9 Prozent (2015) der Gesamteinnahmen auf 21,0 Prozent in diesem Jahr an. Im deutschen Weihnachtsgeschäft wird demnach mehr als jeder fünfte Euro online ausgegeben. Die nächste große Welle ist bereits am Horizont auszumachen: eFood – der Verkauf von Lebensmitteln über das Internet. Zum Thema eFood fand einen ganzen Tag ein Verbraucherseminar im Konferenzzentrum München der Hanns Seidel Stiftung statt. Dort stellte ich die aktuellen Zahlen und Entwicklungen vor.

Zauberwort eFood - so lautete ein Seminar von mir.

Zauberwort eFood – so lautete ein Seminar von mir.

Wenig Geld für Lebensmittel
Es erschreckt mich, wie wenig die Deutschen für Lebensmittel ausgeben. Durchschnittlich 300 Euro im Monat gab ein privater Haushalt in Deutschland im Jahr 2013 für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren aus. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, entfiel der größte Teil dieser Ausgaben mit 225 Euro (75 %) auf Nahrungsmittel. Die Ausgaben für alkoholfreie Getränke lagen mit 32 Euro (11 %) leicht über den Ausgaben für alkoholische Getränke mit 26 Euro (9 %). Für Tabakwaren wurden durchschnittlich 17 Euro (6 %) im Monat ausgegeben.
Die Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren stiegen mit der Anzahl der Personen im Haushalt, allerdings nicht proportional. Während Alleinlebende im Schnitt 174 Euro für diesen Bereich ausgaben, hatten 2-Personen-Haushalte mit 338 Euro im Monat (169 Euro pro Person) nur knapp doppelt so hohe Ausgaben. 3-Personen- und 4-Personen-Haushalte verwendeten durchschnittlich 412 Euro (137 Euro pro Person) beziehungsweise 478 Euro (120 Euro pro Person) im Monat für diesen Bereich. Haushalte mit 5 und mehr Personen kauften für durchschnittlich 557 Euro im Monat Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren.
Bei den Nahrungsmittelausgaben entfiel der größte Anteil mit durchschnittlich 22 % (50 Euro im Monat) auf Fleisch und Fleischwaren. 18 % (41 Euro im Monat) der Ausgaben für Nahrungsmittel machten Brot und Getreideerzeugnisse aus. Knapp 17 % (37 Euro im Monat) betrug der Anteil für Molkereiprodukte und Eier.

Aufmerksame Zuhörer

Aufmerksame Zuhörer

Die nächste Welle
Weltweit interessieren sich immer mehr Verbraucher für den Online- Kauf von Lebensmitteln. Das Interesse der Verbraucher am Lebensmitteleinkauf im Internet ist seit 2010 weltweit um fast die Hälfte (44 Prozent) gestiegen, ergab eine Nielsen-Studie von 2012. Überraschend: In Deutschland, wo das Online-Shopping von Elektroartikeln, Büchern und Mode sehr verbreitet ist, besteht bisher wenig Bereitschaft zum Lebensmittelkauf im Internet. Bis jetzt. Ich sage massive Umsatzsteigerungen voraus. Der Anteil des Segments „Lebensmittel und Drogerieartikel“ am gesamten Online-Umsatz des Handels werde sich bis 2025 von acht auf 16 Prozent verdoppeln, zitierte ich eine Studie mit dem Titel „E-Commerce – Wachstum ohne Grenzen?“,
Rund 28 Prozent aller Online-Shopper haben demnach bereits Lebensmittel oder Getränke im Internet gekauft. 43 Prozent von ihnen haben dabei Online-Shops von Supermärkten, die auch stationären Handel betreiben, gewählt, zum Beispiel rewe.de oder bringmeister.de. 38 Prozent von ihnen haben bei reinen Online-Lebensmittelhändlern mit umfassendem Sortiment wie mytime.de oder emmas-enkel.de geordert. Weitere 18 Prozent der Online-Lebensmittel-Käufer haben bei einem Online-Händler für spezielle Warengruppen wie Wein oder Süßigkeiten eingekauft. Und 15 Prozent haben bei einem klassischen Online-Versandhandel oder einer Auktionsplattform (Amazon oder Ebay) bestellt.
Der Anteil der Online-Shopper, die auch Lebensmittel oder Getränke im Netz bestellen, ist von 10 Prozent im Jahr 2012 auf derzeit rund 28 Prozent gestiegen. Bei den 30- bis 49-Jährigen beträgt der Anteil sogar schon 33 Prozent. 87 Prozent der Online-Shopper von Lebensmitteln haben haltbare Lebensmittel wie zum Beispiel Nudeln oder Mehl gekauft, immerhin 31 Prozent frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse. 18 Prozent derjenigen, die schon einmal Lebensmittel online gekauft haben, tun das regelmäßig, 39 Prozent manchmal, 33 Prozent selten und 9 Prozent haben dies bisher erst einmal getan.

Ablehnende Gründe
Wer noch keine Lebensmittel online gekauft hat, gibt dafür unterschiedliche Gründe an: 60 Prozent sagen, dass sie nicht auf eine Lieferung warten wollen. 59 Prozent haben Zweifel an der Frische der Lebensmittel. Die Versandkosten sind für zirka 32 Prozent ein Hinderungsgrund, lediglich 7 Prozent haben Datenschutzbedenken.

Die Online-Wende kommt
Derzeit kaufen Verbraucher mit 26 Prozent mehrheitlich abgepackte Lebensmittel wie Tiefkühlgerichte, Mehl oder Müsli im Internet. Erst 5 Prozent der Nutzer bestellen online auch frische Waren wie Milch, Eier oder Obst. Angeboten wird die Online-Bestellung von Lebensmitteln sowohl von klassischen Supermärkten als auch von spezialisierten Webshops. Neben gängigen Produkten finden Verbraucher im Internet zum Beispiel auch Delikatessen, die im stationären Handel eher schwer zu bekommen sind. Die Lieferung frischer Waren ist bislang vor allem in Ballungsräumen verbreitet.

Bestellung von Lebensmitteln live im Seminar
Und genau das wollte ich im Seminar ausprobieren. Online bestellte ich bei dem Amazon Lieferdienst Amazon Prime Now eine Reihe von Lebensmitteln für die Seminarteilnehmer, darunter Äpfel, Sushi, Landjäger. Bestellt wurde mit der entsprechenden Amazon Prime Now App via Smartphone. Live konnten die Seminarteilnehmer die Bestellung verfolge. Innerhalb von zwei Stunden verspricht Amazon die Lieferung. Nach bereits einer Stunde war es dann soweit. Per SMS kündigte sich der Versand per Fahrradkurier an. Die Route des Radlers zur Hanns Seidel Stiftung konnten die Teilnehmer per GPS verfolgen.

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Das Eintreffen des Fahrradkuriers wurde mit Applaus begrüßt. Amazon Fresh hat einwandfrei funktioniert. Die Qualität der Waren war ausgezeichnet. In München kooperiert Amazon Prime Now zudem mit der Bäckerei Rischart für frische Backwaren.

Praktiker kamen zu Wort
Am Nachmittag gab es zwei Impulsreferate. Metzgermeister Claus Böbel aus dem fränkischen Rittersbach betreibt eine der erfolgreichen deutschen Online-Metzgereien umdiewurst.de Seine Kunden bestellen aus der ganzen Republik und darüber hinaus. Böbel berichtete vom Aufbau seines Shops und dem umfangreichen Sortiment. Dieses bewirbt er online über seine Website und auch über einen eigens gedruckten Wurstkatalog. Er hat durch zahlreiche Seminare und Wurstevents sein Unternehmen zu einer starken Marke im Internet ausgebaut und macht einen beachtlichen Teil seines Unternehmensumsatz mit dem Versand von frischen, hochwertigen Wurst- und Fleischwaren.

Claus Böbel bei seinem Vortrag.

Claus Böbel bei seinem Vortrag.

Direktvermarkterin Erika Sauer aus Moosbach in der Oberpfalz betreibt die Zucht von Rotem Höhenvieh. Diese Rasse ist in der Oberpfalz angesiedelt. Erika Sauer, die ihre Tiere nicht über das Internet vermarktet, diskutierte die Chancen für Mutterkuhbetriebe. Sie forderte von der Politik mehr Unterstützung für kleine heimische Betriebe, unter anderem Hilfe beim Aufbau einer Bestell- und Vertriebsplattform im Internet. Erika Sauer ist auch Vorsitzende des Fleischrinderverband Bayern e.V. und sie warb für Rindfleisch aus bäuerlicher Produktion. Während des Zentralen Landwirtschaftsfestes konnten sich die Besucher einen Eindruck von den Tieren machen.

Erika Sauer (l) und Claus Böbel (r) mit mir.

Erika Sauer (l) und Claus Böbel (r) mit mir.

Vakuumierer CASO VC 10 im Kücheneinsatz

31. August 2016
Neuer Küchenhelfer bei uns: Vakuumierer CASO VC 10

Neuer Küchenhelfer bei uns: Vakuumierer CASO VC 10

Nachdem ich mich derzeit auf ein eFood-Seminar vorbereite und allerlei Waren bestellte, muss die Ware dann auch verarbeitet werden. Natürlich wird viel gekocht. Aber nicht alles wird gleich verzehrt und es bleiben Reste übrig. Das wird dann eingefroren. Aus diesem Grund haben wir uns einen kleinen Vakuumierer angeschafft. Die Wahl fiel auf den CASO VC 10 und die dazugehörigen Tüten.
Mit meiner Frau probierten wir ihn zum ersten Mal als und vakkumierten eine Breze mit überraschenderen Ergebnissen. Aber steht selbst:

Meine Eltern hatten vor Jahren einen Vakuumierer, aber im Vergleich zu dem CASO VC 10 war das regelrechter Schrott. Ich gestehe, der technische Fortschritt ist auch bei Vakuumierer ins Land gegangen. Während das Teil meiner Eltern machte, was es wollte, macht der Vakuumierer CASO VC 10 genau das, was ich will. Ich muss zugeben, meinen letzten Anstoß einen Vakuumierer zu kaufen, waren Gespräche mit Foodblogger Thomas Gerlach, der in seinem Kochblog fantastische Speisen zaubert. Als ich dann noch Claus Böbel von der Metzgerei Böbel besuchte und den selbstverständlichen Umgang seiner Tochter mit dem Vakuumierer sah, sind bei mir alle Dämme gebrochen. So ein Ding musste her.
Bei dem CASO VC 10 handelt es sich um ein vollautomatisches Vakuumiersystem. Mit seinen 1,3 Kilogramm und seinem kompaktes Design von 15,5 x 36 x 9 cm braucht er nicht viel Platz und kann nach getaner Arbeit wieder im Schrank verstaut werden. Zusammen mit K1 wird derzeit alles vakkumiert. Hier in dem Video die Reste vom chinesischen Essen.

Vorteil des Vakuumiersystem: Vakuumiert bleiben Lebensmittel bis zu 8x länger frisch als bei herkömmlichen Aufbewahrungsmethoden, ganz natürlich – ohne Konservierungsstoffe. Und wenn ich kleine Portionen dann noch in die Gefriertruhe lege, habe ich an immer einzelne Portionen zum Essen. Tiefgekühlte Lebensmittel werden vor Gefrierbrand und Aromaverlust geschützt. Meine Lebensmittel werden mit einer Vakuumleistung von ca. 90% bei -0,8 bar sicher vakuumiert. Einfach ideal für die Portionierung und lange Lagerung von Lebensmitteln oder das Kochen à la Sous Vide, daran wollen wir uns übrigens als nächstes herantasten, nachdem mir Thomas Gerlach immer vorschwebt.

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Im Lieferumfang unseres VC10 waren 10 Caso Profi-Folienbeutel dabei. Ich wollte sie unbedingt ausprobieren, denn bisher hatte ich klassische Geberbeutel aus dem Supermarkt verwendet. Das Material der Caso Profi-Folien ist mit einer Materialstärke von ca. 160 µm stark & reißfest. Das Durchstoßen von spitzen Gegenständen, wie Knochen oder Gräten wird verhindert Außerdem sind die Beutel BPA-frei. Zudem sind die Caso Profi-Folien kochfest und SousVide geeignet (bis zu 70°C für max. 240 Stunden und bis zu 100°C für max. 8 Stunden).

Jeden zweiten Freitag: Gemüseretter Box von Etepetete

29. August 2016
Unsere Gemüseretter Box von Etepetete

Unsere Gemüseretter Box von Etepetete

Alle zwei Wochen kommt sie am Freitag zu uns ins Haus. Die Gemüseretter-Box von Etepetete. Meine Frau kam auf die Idee und hat die Box mit 5 Kilogramm Biogemüse bestellt. Freilich gibt es noch andere Lieferanten, aber Etepetete hat sie einfach angesprochen. Und wenn meine Frau es gut findet, finde ich es auch gut – nein im Ernst: Das Konzept hat uns beide überzeugt. Die Gemüseretter Box wird alle zwei Wochen am Freitag an uns ausgeliefert.


Was ist jetzt eine Gemüseretter Box wurde ich von meinen Eltern gefragt? Gerade meine Mutter war sehr neugierig, Nun, ein Teil einer Ernte kommt erst gar nicht in den Handel, weil die Ernte zu klein, zu verschrumpelt, zu krumm oder ähnliches ist. Das Gemüse wird nicht im regulären Handel verkauft, sondern verfüttert oder vernichtet oder bleibt einfach auf dem Feld liegen. Das Startup Etepetete hat diesen Missstand erkannt und sich mit einigen Bio-Bauern um München und aus Niederbayern zusammengeschlossen und rettet nun dieses Gemüse. Daher der coole Name „Gemüseretter Box“.

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Bei uns kommen alle zwei Wochen fünf Kilogramm krummes Gemüse per DHL ins Haus geliefert. Was geliefert wird, das können wir nicht beeinflussen. Wie heißt es so schön: Die Natur packt die Box. Das kann kritisiert werden, aber das es bei uns nur im Rhythmus von zwei Wochen kommt, habe ich mit der Überraschung kein Problem. Das Gemüse lässt sich in diesem Zeitraum ideal verarbeiten. Ein Rhythmus von einer Woche wäre uns zu stressig und ggf. die Kartoffeln zu klein.
Bisher sind wir mit der Qualität der Ware sehr zufrieden, nur einmal war eine Pflaume kaputt. Ein anderes Mal war zu wenig in der Kiste, sie war zu leicht. Sie wog insgesamt fünf Kilogramm, das enthaltene Gemüse brachte nur 4,3 Kilogramm auf die Waage. Versprochen waren uns aber fünf Kilogramm Biogemüse. Wir reklamierten über die Website sofort und bekamen neben einer netten Entschuldigung das nächste Mal 6,3 Kilogramm Gemüse. Also alles kein Problem, wenn man miteinander spricht. Das Paket am Freitag war insgesamt 6,3 Kilogramm schwer, die Verpackung wiegt 815 Gramm – passt also.

6,3 Kilogramm passt.

6,3 Kilogramm passt.

Das Paket ist durchdacht gedesignt. Andere Biokisten sehen aus wie eine übliche Kiste. Bei Etepetete isst das Auge mit. Irgendwie erinnert das Auspacken von Biogemüse an das Auspacken eines Apple-Produkts. Wir freuen uns und lassen uns überraschen, was dieses Mal in der Kiste ist. Auf der Kiste zu sehen ist ein Kartoffelherz mit der Aufschrift „Ein Herz für Gemüse“.


Jedem Paket liegen Rezeptvorschläge bei, die wir bisher auf Seite gelegt haben, denn wir wussten unser Gemüse gut zu verarbeiten in Suppen, Kuchen, Beilagen und Hauptgerichte. Das krumme Gemüse, wie es so schön heißt, schmeckt wunderbar. Kritik allerdings an der Packliste, die mal beiliegt, mal nicht. Zudem ist die CI-Schrift des Unternehmens eine Zumutung. Es macht nicht annähernd Spaß diese Schrift zu lesen. Kundenfreundlich ist etwas anderes.

Rezept und Lesestoff

Rezept und Lesestoff

Vorteil der Gemüseretter-Box für uns: Ich habe nicht die Zeit auf dem Markt am Ort einzukaufen, denn während der Öffnungszeiten bin ich schlichtweg nicht da und muss arbeiten. Das DHL Paket kommt pünktlich Freitag zwischen 8 und 13 Uhr – tags zuvor erhalten wir die Trackingnummer. Sollten wir mal nicht da sein, weiß der DHL-Fahrer, wo er die Box abstellen kann – anders als der Lieferdienst von Amazon (aber dies ist eine andere Geschichte).


Das Gemüse kommt von folgenden Höfen: Der Demeterhof Obergrashof liegt zwischen Dachau und Oberschleißheim angrenzend an das Naturschutzgebiet Schwarzhölzl. Der Biogemüsehof Wiethaler wurde im November 1983 von den Betriebsleitern Martin Wiethaler und Lydia Hecht gegründet. Der auf biologisch-dynamischen Gemüseanbau spezialisierte Demeterhof Stockner wurde Im Jahr 1986 gegründet und wird heute bereits in zweiter Generation in Enzerweis nahe Eichendorf auf 90 ha Betriebsfläche geführt. Der Biohof Laurer liegt südöstlich von Landau an der Isar und baut seit 1997 Biogemüse organisch-biologisch an. Mit Überzeugung ist der Hatzlhof seit 1999 ein anerkannter Biobetrieb. Der gesamte Betrieb wird nach den Richtlinien von Bioland bewirtschaftet.
Die Erfahrungen mit Etepetete gehen in ein Seminar ein, das ich zum Thema eFood veranstalten werde. Wer daran Interesse hat, bitte einfach per Mail bei mir melden.

Im Moment sammle ich Erfahrungen für ein eFood Seminar.

Im Moment sammle ich Erfahrungen für ein eFood Seminar.

eFood bei Internetmetzger Claus Böbel – Grillfleisch online

20. Juli 2014
Besuch bei Claus Böbel in Rittersbach.

Besuch bei Claus Böbel in Rittersbach.

Sommerzeit ist bei mir Grillzeit. Aber wenn ich ehrlich bin, wird bei mir das ganze Jahr über gegrillt. Im Moment arbeite ich mit einem Weber-Grill und hab vom Weststyle noch ein wenig Zubehör besorgt. Mit dem Shop habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht und werde jederzeit dort wieder ordern.

Aber das Wichtigste ist natürlich die Grillware, das FLEISCH. Beim örtlichen Metzger und beim örtlichen Fischhändler besorge ich mir die Ware. Aber als digitale Nomade bestelle ich auch online. Das Thema eFood wird noch einen großen Stellenwert einnehmen, da bin ich mir sicher. Ich war als Referent beim Landesinnungsverband der Bäcker eingeladen, die sich mit dem Thema schon beschäftigen. Amazon experimentiert in den USA auch schon mit eFood. Da kommt noch mehr und der deutsche Mittelstand muss aufpassen, dass er es nicht verschläft.

Hochwertige Waren sind hier selbstverständlich.

Hochwertige Waren sind hier selbstverständlich.

Einer der es nicht verschlafen hat und ganz vorne mit dabei ist, ist der Metzger Claus Böbel. Das hochwertige Grillfleisch bestelle ich online bei Claus Böbel in Rittersbach. Er betreibt den Shop umdiewurst.de. Ich war schon ein paar Mal vor Ort bei Claus Böbel und habe mich von der Qualität der Ware und der Herstellung selbst überzeugt. Da ist natürlich auch schon mal ein Videointerview herausgekommen.

Außerdem ist Claus Böbel ein cooler Typ, der nicht nur Metzger/Fleischer ist, sondern auch als Referent seine Brötchen verdient. Seine Vorträge drehen sich um das Erfolgsrezept Internet. Zudem bietet er erfolgreiche Wurstseminare an. Firmen buchen sich ein. Und immer wieder kommen Teilnehmer aus aller Welt, um bei Böbel ein Seminar zu besuchen. Neulich kam sogar ein interessierter Metzger aus Thailand, der in Asien den Wurstmarkt aufmischen will.

CI bis zur Kappe - umdiewurst.de

CI bis zur Kappe – umdiewurst.de

Ich finde es bewundernswert, dass eine kleine fränkische Landmetzgerei konsequent den Weg ins Netz geht. Hier können andere Betriebe und Gewerke von ihm lernen. Er hat sein Erfolgsrezept in drei Thesen zusammengefasst, die ich jedem Mittelständler im Netz auf den Weg geben kann:

  • Digital schlägt klassisch
  • Gestalten statt verwalten
  • Persönlichkeit schlägt Prozesse
Ein paar Geschenkboxen hab ich bei meinem jüngsten Besuch mitgenommen.

Ein paar Geschenkboxen hab ich bei meinem jüngsten Besuch mitgenommen.

Claus Böbel hat sich mit seinem Shop einen Namen in der Food-Branche gemacht. Top-Qualität. Wer bei ihm in Rittersbach bei Roth auf einen Kaffee vorbeischaut, der bekommt nicht nur seine nagelneue Bratwurst-Event-Küche zu sehen, sondern auch wunderbare Geschichten aus erster Hand zu hören. Böbel kann im Grunde alles besorgen und wird deshalb auch beauftragt. So beispielsweise für deutsche Truppen in Afghanistan, die exzellente Steaks aus der Heimat bestellt haben. Böbel macht es möglich. Witzig ist auch sein grünes Wurst-Taxi mit dem er lokal Waren ausfährt.

Wir bestellen regelmäßig bei ihm und ich habe es noch nie bereut. Hier ein Unboxing eines Wurstpakets:

Die CI wird auch beim Versand des Paketes eingehalten. Bei Böbel muss es grün sein. Grün ist seine Farbe. Wichtiger als die Farbe, ist aber die Kühlung des Pakets. Hier hat sich Böbel etwas einfallen lassen: Seine Pakete isoliert mit Styropor und werden mit Eispads gekühlt. Über 500 Produkte füllt inzwischen sein Online-Shop. Also ruhig mal hineinschauen und sich von der fränkischen Küche verwöhnen lassen.