Archive for the ‘Medien’ Category

Mindestanforderungen als YouTuber erfüllt und trotzdem warten

3. Juni 2018

Ratz fatz hatte YouTube die Monitarisierung für uns kleine Videoblogger gestrichen. Für die Monetarisierung muss nun ein Kanal nun die Mindestanforderungen des YouTube-Partnerprogramms erfüllen. Das war 16. Januar 2018 und viele Videoblogger schauten in den Ofen – auch ich. Zwar hatte ich keine riesigen Umsätze mit meinen Videos in meinem Kanal redaktion42 erzielt, aber ein nettes Zubrot war es schon. Und schlagartig war damit Schluss. 

Zunächst war ich unter der 1000 Abonnenten Grenze.

Zunächst war ich unter der 1000 Abonnenten Grenze.

Aber es gab ein Licht am Ende des Tunnels. Sobald ein Kanal eine Wiedergabezeit von 4.000 Stunden in den vergangenen 12 Monaten und 1.000 Abonnenten erreicht hat, wird die Aufnahme in das Programm überprüft. Aha, YouTube hängt mir eine Karotte vor die Nase, die ich erreichen will. 

Die Wiedergabezeit habe ich lässig erfüllt, doch mit den Abos hatte ich zunächst ein Problem. Gut vernetzt löste ich dieses Problem. Ich nutze die sozialen Netzwerke und bat meine Community via Twitter und Facebook, meinen Kanal redaktion42 zu abonnieren. Das hat ganz toll geklappt und ich möchte mich auf diesem Wege ganz herzlich bei meinen Fans bedanken. Dankeschön, ihr seid super. Die Aufholjagd nach Abonnenten hatte ich gestartet und bin jetzt deutlich über 1000 Abonnenten und es werden Woche für Woche mehr.  Gerne darfst auch du meinen Kanal abonnieren. 

Dank Vernetzung wurde die 1000-Grenze geknackt. Und es werden mehr und mehr.

Dank Vernetzung wurde die 1000-Grenze geknackt. Und es werden mehr und mehr.

Also eigentlich bin ich damit wieder bereit für die Monetarisierung. Aber nix da, YouTube lässt sich Zeit und ich schau in die Röhre. Die Überprüfung der relevanten Kanäle sollte Ende April erledigt sein. Und nun ist es Juni und nichts ist passiert. Es kam nur ein Update auf der YouTube-Seite: „Aktualisiert am 1. Mai 2018: Wir haben das zuständige Team vergrößert, um den Rückstau bei den Bewerbungen für das YouTube-Partnerprogramm zu beheben. Ausstehende Bewerbungen werden bis Ende Juni geprüft. Im Falle von Änderungen informieren wir dich. Die Kanäle mit den meisten Aufrufen werden bei der Bearbeitung priorisiert, da sie wahrscheinlich ein höheres Umsatzpotenzial haben.“ Ich dachte, YouTube und Google wären ein IT-Unternehmen und ein Algorithmus könnte die Kriterien des Partnerprogramms innerhalb von Sekunden überprüfen. Ich glaube vielmehr, YouTube hat gar kein Interesse daran. 

Hm, bin ich da dabei oder nicht? Transparenz wäre für einen Konzern eine gute Sache, der von sich behauptet, nicht böse zu sein. Für mich als kleiner YouTuber heißt es wohl nur zu warten. 

WM-Buch One Night in Rio von Paul Ripke gibt Inspiration für Reportagefotos

30. Mai 2018

Ich bin wahrlich kein Fußballanhänger, aber selbst so ein Banause wie ich hat mitbekommen, dass dieses Jahr wieder eine Fußballweltmeisterschaft stattfindet. Und daher möchte ich an das unheimlich eindrucksvolle Buch One Night in Rio von 2014 erinnern. Es ist ein Fotobuch von Paul Ripke und auch wenn mich Fußball nicht die Bohne interessiert, so ist das Buch eine wahre Inspiration für alle Fotofreunde. Hier wird Reportagefotografie pur abgebildet: Einzig und alleine der Moment zählt. Keine Bilder sind gestellt, sondern der Fotograf ist nah dran und auch mitten drin.

Tolle Inspiration für Reportagefotos: One Night in Rio von Paul Ripke

Tolle Inspiration für Reportagefotos: One Night in Rio von Paul Ripke

Die Fußball-WM in Russland steht vor der Tür und der Einzelhandel präpariert sich mit entsprechenden Fan-Utensilien vor: Flagge, Schminke, Halsketten und was der Fan so braucht. Ich gestehe, ich brauche als Spielverderber mal wieder nichts, aber ich habe das Buch von Paul Ripke aus dem Archiv geholt. Ich habe es mir damals für meine Frau signieren lassen. Das Buch dient als Inspiration für Reportage-Fotografie. Als die Ausstellung von Paul Ripke zu diesem Fotobuch in München lief, habe ich sie natürlich besucht und darüber gebloggt. Die Bilder haben mich damals umgehauen und sie tun es heute noch. Und ich habe meiner Frau das exklusive Fotobuch One Night in Rio zu Weihnachten geschenkt – freilich mit Widmung von Paul Ripke.


Ripke hat es geschafft, eine perfekte Fotoreportage zu schaffen und diese Reportage ein ganzes Buch lang durchzuhalten. Er schafft es in seinen Bildern die Begeisterung, die Erschöpfung, den Kampfgeist und die Kameradschaft festzuhalten. Vielleicht sind die Bilder technisch nicht immer perfekt, egal: Sie sind absolut emotional und erzählen eine wunderbare Geschichte. Und genau das muss Reportage-Fotografie tun.
Leider gibt es in den klassischen Massenmedien keine Reportage-Fotografie mehr. Die Zeiten von Life oder bei uns Stern und Geo sind im Großen und Ganzen abgelaufen. Aber gerade im Lokaljournalismus wäre Reportage eine wunderbare journalistische Darstellungsform – oder man zieht komplett ins Netz um, Platz gibt es da ja genug. Fotos sollten nicht nur eine Illustration zu einem Artikels sein, sondern sie sind ein selbstständiges Medium. Als Schreiber habe ich gerne mit Fotografen gearbeitet, die eine Geschichte erzählen wollen. Und als Fotograf habe ich meine Geschichten selbst fotografiert und geschrieben.

Paul Ripke hat diese Begeisterung für Reportagefotos mit seinem Buch One Night in Rio absolut bekräftigt und es tut gut, so ein Buch in die Hand zu nehmen und die Erfahrungen der damaligen Fußballweltmeisterschaft wieder in Erinnerung zu rufen. Vielleicht haben unsere Jungs bei der WM wieder eine Chance, ich kann es nicht beurteilen.
Aber beim Durchblättern habe ich bemerkt, was ich alles vergessen hatte – was sicherlich daran liegt, dass ich kein Fußballfan bin. Aber Paul Ripke hat es geschafft, selbst in mir als nicht Fußballfan Emotionen zu entlocken. Was war das für eine tolle Fußball-WM! Und vielleicht wird es wieder eine tolle WM werden.

Und was kommt dieses Jahr zur Fußball-Weltmeisterschaft?
Ich bin gespannt auf die Ideen der Kreativen: Einst im Jahre 2006 hatten wir das Sommermärchen von Sönke Wortmann, dass die deutsche Nationalmannschaft auf dem Weg zur und bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zeigt. Ich habe diese emotionale Doku auf DVD und finde diesen Blick hinter die Kulissen interessant.
Und dann Paul Ripke 2014 mit One Night in Rio: Ich habe die Ausgabe mit goldenen Leinenhardcover mit goldener Prägung und Goldschnitt im schwarzen Leinenschuber mit goldener Prägung.
Inhalt sind Portraits der Weltmeister auf 72 Seiten Design Offset, 160 g/m², Reportage „Von Rio nach Berlin“ auf 264 Seiten LuxoArt Samt, 170 g/m² und Pokalportraits der Weltmeister auf 72 Seiten Profibulk, 150 g/m². Es gibt auch noch die preiswertere Die Nationalmannschaft – One Night in Rio (Fan-Edition) Und was kommt eigentlich dieses Jahr?

 

Hier das Video zur Ausstellung im Deutschen Museum München:

#DSGVO und meine Nerven

27. Mai 2018

Minütlich füllte sich in den vergangenen Tagen mein Postfach mit Mails zur Datenschutzgrundverordnung und minütlich sank meine Laune in den vergangenen Tagen. Das Netz wachte auf und überschüttete mich mit Meinungen und Ideen zur DSGVO. Ich sollte zustimmen, ablehnen und war genervt. Datenschutz ist ein wichtiges Thema, aber so angefressen war ich schon lange nicht mehr. Und nicht nur mir ging es so. Meine Gattin musste für ihren Arbeitgeber zahlreiche Beratungen durchführen. Bis in die späte Nacht klingelte ihr Telefon. Ein Gesetz, das für Facebook und Co gezimmert wurde, trifft den Mittelstand mit voller Wucht. Und als Mittelständler und Unternehmer darf ich das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Auch Siri ließ mich im Stich bei der DSGVO.

Auch Siri ließ mich im Stich bei der DSGVO.

Ich fragte einfach mal Siri um Rat, aber die konnte mir auch nicht richtig helfen. Auch als Blogger ist das Thema sehr wichtig. Daher habe ich als Vorsitzender des Bloggerclubs einen Abend mit dem Rechtsanwalt Dr. Thomas Stögmüller organisiert. Ich kenne den Rechts­an­walt und Fach­an­walt für In­for­ma­tions­tech­no­lo­gie­recht seit der 30 Jahren und kann ihn ich Sachen IT-Recht absolut empfehlen. Er arbeitet für die Kanzlei TCI Rechts­an­wäl­te Mün­chen. Stögmüller hat den Mitgliedern des Bloggerclubs wichtige Anregungen gegeben. Ich war fleißig beim Mitschreiben und wundere mich nur über den Gesetzgeber auf europäischer Ebene – und das sage ich als überzeugter Europäer. Verbraucherschützer jubeln über die neue DSGVO, so mancher Dienstleister war dagegen nicht in der Lage die DSGVO für ihre Kunden umzusetzen. Mich selbst hat es für meinen kleinen Laden redaktion42 Zeit und Nerven gekostet.

Dank an Thomas Stögmüller für die Infos im Bloggerclub.

Dank an Thomas Stögmüller für die Infos im Bloggerclub.

Hilfestellungen im Netz gibt es viele – und es gibt gerade im Bereich Fotografie viel Unsinn. Gerade den Damen und Herren Streetfotografen möchte ich sagen, das Persönlichkeitsrecht gab es schon lange vor der DSGVO.
Absolut vorbildlich: Mein Bloggerclub-Kollege und langjähriger Freund Franz Neumeier hat einen hervorragenden Artikel Zähmung des Monsters aus Brüssel: Bloggerclub-Tipps zum pragmatischen Umgang mit der DSGVO auf der Seite des Bloggerclubs publiziert. Er enthält die wichtigsten Ausführungen und ich bin Franz sehr dankbar für diese Zusammenfassung. Und übrigens: Beim Bloggerclub kann man Mitglied werden.

Lohnenswerte Investition: Ferrari-Buch von Taschen – eine Augenweide

16. Mai 2018
Das Buch. Foto: Taschen

Das Buch. Foto: Taschen

Ich hab so ein Glück, dass ich absolut kein Ferrari-Fan bin. Und damit muss sich nicht mindestens 5000 Euro für eine absolute Augenweide ausgeben und mir das Buch Ferrari-Edition von meinem Lieblingsverlag Taschen kaufen. Vielen Dank Taschen, dass du kein Buch über den Ford Mustang herausgebracht hast, sonst müsste ich Geld locker machen. Aber das neue Ferrari-Buch von Taschen lässt mich kalt, obwohl es wirklich der Hammer ist. 

Dabei sind die handgefertigte, ledergebundene und handvernähte Collector’s Edition eine absolute Augenweide und ein optischer Leckerbissen für Designfans und PS-Freunde. Das neue Buch aus dem Verlag steckt in einer eigens von Marc Newson entworfenen Präsentationsbox aus Aluminium, die einem Ferrari-V12-Motor nachempfunden wurde. Sie ist auf 1.947 Exemplare limitiert, die jeweils von Piero Ferrari signiert und nummeriert wurden. Dieser voluminöse Band, der in enger Zusammenarbeit mit Ferrari erstellt wurde, zeigt exklusives und bislang unveröffentlichtes Material aus den Ferrari-Archiven und privaten Sammlungen aus aller Welt. Und was ich von dem Buch gesehen habe, ist der absolute Hammer und Fans des Automobils können sich auf Juli freuen, wenn das Buch veröffentlicht wird. Vorbestellungen werden freilich vom Verlag gerne jetzt schon entgegengenommen.

Art Edition von Ferrari

Die Art Edition des Buches wird dank der mit den Krümmern verbundenen Beine aus handgebogenem verchromten Stahl zu einem skulpturalen Designobjekt und wurde von Piero Ferrari, Sergio Marchionne und John Elkann signiert. Im Grunde habe ich gar keinen Platz für so einen Ständer samt Buch, aber es sieht schon absolut eindrucksvoll aus. Und Gott sei Dank ist es das falsche Auto. Bei einem Ford Mustang wäre ich, wie bereits geschrieben, schwach geworden und hätte die Hütte umgeräumt, um Platz zu schaffen. 

Ein Ferrari-Fan war ich noch nie, hatte aber auch nie die Möglichkeit in einem solchen mitfahren. Neulich ist mir wieder in München am Mittleren Ring wieder so ein Flitzer begegnet. Neben dem Fahrer des roten Ferraris mit einer Kappe saß eine blonde, junge Dame mit Pferdeschwanz. Ich fuhr dem Sportwagen hinterher und stand genau wie er in München im Stau. Da halfen seine PS auch nichts. Im Grunde spricht aus mir nur Neid, denn ich muss zugeben, dass der Ferrari wirklich ein optisch schönes Auto ist. 

Die Nummer 251 Foto: Taschen

Die Nummer 251 Foto: Taschen

Ferrari-Herzen schlagen höher

Feuerrote Boliden, zahllose Grand-Prix-Siege und legendäre Sportwagen – keine andere Automarke löst so starke Emotionen aus wie Ferrari, das muss ich schon zugeben. 

Nur wenige Marken verfügen über ein derart großes emotionales Potenzial wie Ferrari. Sieben Jahrzehnte lang – und ein Ende ist kaum in Sicht – hinterließ das von Enzo Ferrari 1947 gegründete Unternehmen eine unauslöschliche feuerrote Spur im Rennsport und in der Popkultur und begeisterte Formel-1- und Sportwagenfans rund um den Erdball. Das berühmte Markenzeichen, das Cavallino Rampante, das sich aufbäumende schwarze Pferd auf gelbem Grund, wurde zum Symbol für elegantes Design, sportlichen Erfolg und Exklusivität.

Dieser voluminöse Band von Taschen zeichnet die einzigartige Geschichte von Ferrari nach. Neben zahllosen anderen bislang unveröffentlichten Dokumenten und Fotos enthält er auch Auszüge aus den Tagebüchern des charismatischen Firmengründers Enzo Ferrari.

Foto: Taschen

Foto: Taschen

Die Ausgaben des Ferrari-Buches

Die handgefertigte, ledergebundene und handvernähte Collector’s Edition ist auf 1.947 (das Gründungsjahr von Ferrari) signierte und nummerierte Exemplare limitiert. Es ist eine klare Wertanlage und wenn ich Geld einfach so übrig haben würde, dann würde ich in dieses Buch als Wertanlage investierten. Das Buch steckt in einer von Marc Newson entworfenen Präsentationsbox aus Aluminium, die einem Ferrari-V12-Motor nachempfunden wurde. Die Art Edition (Nr. 1–250) wird dank der mit den Krümmern verbundenen Beine aus handgebogenem verchromten Stahl zu einem skulpturalen Designobjekt.

Und es gibt zwei Ausgaben von dem Buch:  Collector’s Edition (Nr. 251–1.947), jeweils signiert von Piero Ferrari. Kostenpreis 5000 Euro. Ebenfalls erhältlich als Art Edition (Nr. 1–250), mit einem Buchständer von Marc Newson, signiert von Piero Ferrari, Sergio Marchionne und John Elkann. Kostenpreis schlappe 25.000 Euro. 

Buchkritik: High Times von Uschi Obermaier

15. Mai 2018
Die Uschi Obermaier Biografie ist sehenswert, aber nicht unbedingt lesenswert.

Die Uschi Obermaier Biografie ist sehenswert, aber nicht unbedingt lesenswert.

In einem Bücherschrank bei uns im Dorf entdeckte ich die Autobiografie von Uschi Obermaier und nachdem ich damals das Buch kaufen wollte und es aber vergessen hatte, nahm ich das Taschenbuch High Times: Mein wildes Leben gerne mit. Nun – innerhalb eines Tages hatte ich das Buch gelesen und es war gut, dass ich es mir nicht gekauft hatte, denn große Literatur ist es sicher nicht. Uschi, du kannst viel, aber sicherlich nicht schreiben. Da half Co-Autor Olaf Kraemer schon ziemlich viel mit. Und dennoch: Der Stil gefällt mir nicht. 

Ich bin mir aber sicher, die Klatsch-Kolumnisten hatten sich auf das Buch damals gestürzt. Obermaiers Bekenntnisse mit wem sie alles im Bett war: Und es ist ein Who-is-Who der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Das lebenshungrige Fotomodell stand auf bekannte Männer und holte sich die ins Bett, die sie wollte. APO-Theoretiker Rainer Langhans, die Musiker Jimi Hendrix und Mick Jagger, wohl auch Keith Richards, die Deutschrocker von Amon Düul und viele mehr. Wir erfahren, dass sie es zu einem flotter Dreier mit Bowie und Jagger nicht gekommen ist. Sie traf auch allerhand Polit-Promis der linken Szene wie Fritz Teufel, Kunzelmann, Horst Mahler und Holger Meins. Für das hübsche Mädchen aus Sendling war alles ein großer Spaß: Sex, Drugs und Rock‘n Roll. Ausführlich berichtet sie in ihrem Buch über die Sex- und Drogenexperimente – Politik lässt sie im Großen und Ganzen außen vor. Kein Bekenntnis zur Aktivistenszene aber auch keine Distanzierung – ich hätte eigentlich auf mehr Reflexion gehofft, aber die Bettgeschichten waren ihr wohl lieber. 

Ich finde Uschi Obermaier als Modell attraktiv und hätte mehr über ihre Arbeit mit den großen Modefotografen gehört. Aber das spart sie aus: Sie schreibt mehr, wie sie sich beim Shooting und in der Modelszene von New York gefühlt hat, über die Arbeit als begehrtes Fotomodell schreibt sie kaum etwas. Es kommt ein wenig Helmut Newton zur Sprache, aber der Tiefgang hält sich in Grenzen. Der Leser erfährt, dass Newton kein Menschenfreund gegenüber seinen Modellen war. Ach ja, das Buch hat einzige schöne Bilder von Obermaier zu bieten, mal mit Klamotte, mal ohne. Und ja, Uschi Obermaier war eine schöne Frau. 

Der zweite und größere Teil des Buches geht um die große Liebe von Uschi Obermmaier: Dieter Bockhorn. Bockhorn war ein typischer Lude, ein Mitglied des Hamburger Kiez. Als Nachtclubbetreiber machte er sich einen Namen auf der Hamburger Reeperbahn und er war ein ganzer Kerl in den Augen von Uschi Obermaier. Im Grunde war der Typ voll auf Droge und Uschi Obermaier folgte ihm, verfiel ihm nahezu. Die beiden gingen auf ausgedehnten Reisen mit umgebauten Bussen durch Pakistan, Afghanistan und Indien, wo sie rituell heirateten. Die Reisegeschichten lesen sich flüssig und interessant, vor allem wenn das Schlitzohr Bockhorn seinen Stoff über die Grenze schmuggelte – einmal sogar in Person eines Bundeswehroffiziers. 

Für mich ist die Liebe Obermaiers aber ein schrecklicher Typ, aber manche Frauen fühlen sich zu solchen Typen hingezogen. Bockhorn betrug Obermaier, schlug sie auch und dennoch war sie ihm hörig. Nach den Drogen folgte der Alkohol und es kam zum Zusammenbruch. Er starb bei einem Motorradunfall in Mexiko und hinterließ eine gebrochene Uschi Obermaier. 

Absolut schockiert hat mich sein Verhalten gegenüber einem 14jährigen Kind mit Namen Nadine. „Ich ficke die nur ein“, sagte Bockhorn in dem Buch von Obermaier. Ich finde so etwas verabscheuungswürdig und auch Uschi Obermaier war auf ihren Typen sauer, distanzierte sich aber nicht von diesem Kinderschänder.

Nun, das Fazit: Uschi Obermaier wollte viel, wollte aus dem Trott und Mief ausbrechen und das hat sie gemacht. Sie hat sich das genommen, was sie wollte und wartete nicht darauf, dass es ihr die Männerwelt zuteilte. Damit hat sie ihren Beitrag zur Emanzipation in Deutschland geleistet und dies ist wohl am Ende auch ihr Verdienst. 

Was macht der Bearbrick in 2001 Odyssee im Weltraum?

14. Mai 2018
Meine 2001-Bearbrick-Bären stehen neben Maria aus Metropolis.

Meine 2001-Bearbrick-Bären stehen neben Maria aus Metropolis.

In der sehenswerten Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum zum legendären Stanley Kubrick-Film 2001 Odyssee im Weltraum ist im Foyer des Filminstituts eine kleine Ausstellung von Spielzeug rund um diesen Science Fiction-Klassiker zu sehen. Ich werde Zug um Zug darüber bloggen. Die Ausstellung ist bis 22. September 2018 zu sehen.
Die Ausstellung und das Spielzeug hat mich sehr inspiriert und ich bin selbst auf die Suche nach Spielzeug rund um den Film 2001 gegangen. Die Erben von des legendären US-Regisseurs sind sehr restriktiv, wenn es um die Rechtevermarktung geht – zu recht. Aber ab und zu (und wenn der Preis stimmt) geben sie eine Lizenz heraus. Auf japanischen Websites habe ich eine sehr schöne Variante von 2001 entdeckt: Die Bearbrick-Version von 2001: Odyssee im Weltraum.
Herausgegeben wird der Bearbrick oder be@rbrick von der Firma Medicom Toys, die auch andere Actionfiguren aus 2001 im Angebot hat. Das Zeug musste ich haben und ein Kollege fliegt in Kürze nach Japan und hat einen großen Einkaufszettel mit dabei, denn es kommt noch weitere Versionen von Kubrick-Filmen. Es ist wohl ein Shining-Bearbrick in Arbeit.
Bearbrick ist eine Sammlerserie für den japanischen Markt, ins Ausland verschicken will das Unternehmen nicht, also ist man auf teure Zwischenhändler angewiesen, wenn man nicht gerade japanische Freunde hat. Die Plastikfiguren bestehen aus neun Einzelteilen und es gibt zahlreiche Versionen dieser Bärchenfigur. Vorbilder kommen aus den Bereich der Populärkultur, also Film, Musik, Kunst. Die erste Bearbrick-Figur entstand im Jahre 2001 (ha,ha Wortspiel zu 2001) und es kamen im Laufe der Jahre Hunderte Figuren hinzu. Es gibt verschiedene Größen der Bären. Der Standard-Bär ist sieben Zentimeter groß und hat die interne Größenangabe 100 Prozent. Dann und dann gibt es sogar Bären mit 1000 Prozent also 70 Zentimeter Größe.
Ich habe meinen 2001: A Space Odyssey-Bärchen in den Versionen 100 und 400 Prozent. Als Farbe wird Orange angegeben, aber ich sehe eher Rot. Der Bär trägt einen roten Raumanzug und hat damit den Raumanzug von Astronaut Dave Bowman, der im Film durch das Sternentor reist. Hier das Unbeboxing-Video:

Die Bemalung des Bärs ist detailreich. Atemgerät, Helm (mit Ohren), dickes Bäuchlein alles ist nett gemacht. Aber am meisten begeistern mich die Abzeichen an den Schultern. Hier steht „United States Astronautics Agency Clavius“ und in der Mitte die Position der Erde, wie sie bei Voyager 1977 als Goldene Schallplatte zu sehen war. Kubricks Film entstand 1968 und er sah diese Beschreibung unserer Erde im Universum voraus – noch bevor Neil Armstrong den Mond betrat. Clavius ist Ort an dem der Monolith gefunden wurde.
Die Verpackung von Bearbrick orientiert sich an der DVD-Ausgabe der Stanley Kubrick Collection, also weiß mit blauem Streifen im oberen Feld. Das bedeutet, die Verpackung darf der Fan nicht wegwerfen, sondern muss aufgehoben werden.
Ich habe ein wenig mit meinen beiden Bären herumgespielt und einen Stop Motion-Film mit der iStopMotion-Software von Boinx gedreht – nicht gerade große Kunst, aber Spaß hat es dennoch gemacht.

Gratis Comic Tag – kurz beim Hugendubel reingeschaut

13. Mai 2018

Gestern war der Gratis Comic Tag und ich hab es fast verpennt. Händler verschenkten an diesem Tag Comics und nur durch Zufall bekam ich von diesem schönen Event etwas mit. Das kam so: Wir mussten für K1 eine Hose kaufen, streiften durch die Pasing Arcaden in München und schauten kurz vor Ladenschluss noch beim Buchladen Hugendubel herein, weil K1/2 noch einen bestimmten Manga haben wollten. Ich selbst lese Romane meist nur noch auf dem Kindle, aber die Kinder wollen Mangas in Papierform. 

Als wir die Manga-Ecke – mittlerweile sind es zwei Regale – in dem Buchladen betraten, sprach mich eine engagierte Verkäuferin an, ob ich denn einen kostenlosen Comic haben wolle. Und da fiel mir wieder die Bedeutung des Tages ein: Gratis Comic Tag 2018. Von den teilnehmenden Händler werden 35 verschiedene Comics verschenkt, die sie natürlich vorher von den Verlagen kaufen mussten.

Ein Regal, ursprünglich waren hier Jugendromane zu finden, mit den Restexemplaren war mit einem rot weißem Absperrband abgetrennt. Das Band hatte den Grund, dass nicht das Regal mit den Gratis-Comics geplündert wird. Oben waren noch drei Luftballons rot, blau, gelb angeklebt. Die engagierte Buchverkäuferin sprach die Kunden an und ich freute mich auf ein Schwätzchen. Während K1/2 nach ihren Mangas Ausschau hielten, blätterte ich zwei, drei gratis Comics durch. Leider war die Show in München begrenzt. In London bei Forbitten Planet gab es fette Aktionen: Eines kaufen, eines umsonst dazu und die Massen rückten an – aber da gibt es auch nicht so ein Zeug wie Buchpreisbinding. In Pasing beim Hugendubel war die Resonanz überschaubar, lag aber auch an der Uhrzeit.

Leider schnappte mir eine andere Kundin das letzte Star War-Comic weg und so entschied ich mich für Battle Angel Alita und Usagi Yojimbo. Beide Serien stehen als Kaufentscheidung bei mir schon länger fest, da kamen die gratis Ausgaben zum Reinlesen gerade recht. Bei Battle Angel Alita warte ich auf Juni, dann schnapp ich mir die teure Gesamtbox.

Also wie der World Record Shop Day, gab es jetzt zum neunten Mal einen Gratis Comic Tag und mir gefällt ja so etwas. Im nächsten Jahr bin ich etwas intensiver bei der Sache und nicht nur, wenn K1 mal wieder eine Hose braucht. 

Wenn die Digital Natives auf ein Wählscheibentelefon treffen

8. Mai 2018
Dieses Telefon bekam ich von einer Bekannten geschenkt.

Dieses Telefon bekam ich von einer Bekannten geschenkt.

Von einer Bekannten meiner Frau habe ich ein altes Wählscheibentelefon geschenkt bekommen, weil ich ihr mit einem Facebook-Problem aus der Patsche geholfen habe. Das schwarze Telefon der Post stand auf dem Wohnzimmertisch und K1/2 wurden mit alter Technik konfrontiert.
Ich erklärte nichts und ließ meine beiden Digital Natives mal ausprobieren und Fragen stellen. K1 war vor allem von dem Anschlusskabel fasziniert und wusste mit den drei farbigen Drähten aus dem Kabelstrang nichts anzufangen. „Wir haben keinen Stecker, wo diese drei Drähte hineinpassen“, so das Fazit von K1.

Wo kommen die Drähte hin?

Wo kommen die Drähte hin?

K2 war mehr an der Funktionsweise interessiert. K2 nahm den schweren, schwarzen Hörer ab, lauschte, legte den Hörer wieder auf die Gabel und nahm wieder ab. Interessiert betrachte K2 dann die Wählscheibe. Zunächst wurde mit den Finger auf die Nummern getippt. Nach ein paar Sekunden wurde der Wählmechanismus herausgefunden. Es wurde gewählt, was das Zeug hielt und bis die Finger von K2 schmerzten. „Das tut weh“, stellte K2 fest und fragte zugleich vergeblich nach der Wahlwiederholungstaste. Und nein, man musste innerorts keine Vorwahl wählen. „Muss man eigentlich warten, bis die Wählscheibe wieder ganz zurückgelaufen ist? – Das dauert ja ewig“, so das Fazit von K2. Und wo denn die Abbruchtaste sei, wurde im gleichen Moment gefragt. K1 erklärte K2, dass es dafür die Gabel gibt und so wurde der Hörer aufgelegt und abgenommen. K2 entdeckte, dass man die Gabel auch mit dem Finger herunterdrücken konnte und sich so das lästige Auflegen sparten konnte. In US-amerikanischen Filmen hatten sie gesehen, dass man auf die Gabel hämmern konnte, wenn im Film die Verbindung zusammengebrochen ist. Cool war das Klemmen des Hörers zwischen Schulter und Ohr, das klappt mit dem Smartphone weniger gut.

Erst tippen, dann wählen

Erst tippen, dann wählen

„Wie kann man eine Zahl löschen, wenn man sich verwählt hat“, so die praktische Frage von K2. Und es gibt ja überhaupt keinen Nummernspeicher und keine Rufnummernerkennung. „Da weiß man ja gar nicht, wer anruft und ob man es annehmen soll oder nicht. Das ist ja blöd.“
Langsam begriffen K1/2 in welcher Welt ihre Eltern groß geworden sind. Meine Eltern hatten ein graues Wählscheibentelefon von der Deutschen Bundespost. Meine Mutter kaufte irgendwann einen potthässlichen Überzug aus Samt für das Telefon. Jahre später mieteten wir dann ein grünes Tastentelefon von der Bundespost. Der Grund dafür war die Wahlwiederholungstaste, damit man bei den Wählversuchen zur damaligen DDR-Verwandtschaft nicht scheiterte. Später wurde aus dem grünen ein weinrotes Telefon. Als das Postmonopol fiel gaben wir das Telefon an die Bundespost zurück, schließlich hatten wir es jeden Monat gemietet. Ich versuchte dann meinen Kindern die Tarife der Post zu erklären und als ich so was wie Mondscheintarif rekapitulierte, drehten sich meine Kinder weg, als ob ich komplett bekoppt war.

Der Hörer passt ideal zwischen Schulter und Ohr.

Der Hörer passt ideal zwischen Schulter und Ohr.

Buchkritik: Schantall, tu ma die Omma winken! Aus dem Alltag eines unerschrockenen Sozialarbeiters von Kai Twilfer

2. Mai 2018

Ich brauchte ein Buch für die Zugfahrt – nichts fachliches, nur pure Unterhaltung. Es gibt so viel leichte Lektüre und ich wählte das Büchlein Schantall, tu ma die Omma winken! Nach dem Abschluss der Lektüre bin ich gespalten. Es sind zum Teil wunderbare Beobachtungen der deutschen Unterschicht und ich habe köstlich gelacht. Und dann hab ich mich geschämt, mir ist das Lachen im Halse stecken geblieben. Wie kann man sich so über Mitmenschen erheben? 

Gibt es wirklich diese beschriebene RTL-2-Unterschicht? Die Person eines imaginären Sozialarbeiters wird vom Autoren im Ruhrpott angesiedelt. Es sind humorvolle Beschreibungen einer bildungsfernen Schicht, die in ihrer eigenen Welt der Klisches leben. Gibt es diese einfachgestrickte Paralellwelt zum Bildungsbürgertum? Ich denke schon – die Gesellschaft ist vielfältig.

Wie weit geht man jetzt als Autor? Wo ist die Grenze zwischen Humor und Gesellschaftskritik? Und warum erhebt sich Autor Kai Twilfer über diese Menschen mit seinem Buch? Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben. Da wäre auf der einen Seite die Erlebnisse der konsumorientierten Schantall als alleinerziehende Mutter, die bei den Eltern wohnt und sich nach einem Leben im Glitzerwohlstand sehnt, mit dem Reisebus in den Massentourismus fährt, auf der Suche nach einem Partner ist, der ihr Sicherheit und Einkommen gibt. Die scharfsinnigen, zum Teil humorvollen Analysen des imaginären Sozialarbeiters über sein Schäfchen Schantall treffen den Nerv, aber dann kommt die zweite Ebene des Autors.

Er erweitert seine Analyse über Schantall hinaus. Er stellt sich über Schantall und übt klassische Gesellschaftskritik. Er analysiert beispielsweise den Drang zu Tätowierungen – das Arschgeweih darf nicht fehlen, zu billigen Wohneinrichtungen aus Pressspan, schreibt über Paarungsriten, analysiert das Verhalten von B- und C-Prominenz oder das Freizeitverhalten. Viele der Kritikpunkte treffen und halten einen Spiegel vor, aber durch diesen Ebenenwechsel bricht das Buch auseinander. Das hat mir nicht gefallen und obwohl ich zeitweise auf meiner Bahnfahrt schallend gelacht habe, werde ich mir kein Buch mehr von Kai Twilfer kaufen, obwohl er auf den Bestsellerlisten steht. Er wird es verschmerzen und ich auch.

Buchkritik: The Art of Last Jedi von Phil Szostak

26. April 2018
Ein schönes Art of Buch, das den Fan etwas versöhnt nach dem schlechten Last Jedi.

Ein schönes Art of Buch, das den Fan etwas versöhnt nach dem schlechten Last Jedi.

Heute ist der Erstverkaufstag von Star Wars: Die letzten Jedi auf DVD und Blu ray und aus Sammlergründen habe ich mir die Silberscheibe bestellt. Den Film selbst fand ich schlecht, es war eine aufgeblasene Marvel-Verfilmung und hat nichts mehr mit der Eleganz der klassischen Trilogie zu tun. Kindergartenhumor passt eben nicht in Star Wars-Universum. Zudem fand ich die Entwicklung der Story mit den Tod so mancher handelnden Personen falsch. Aus Sammlergründen kaufte ich mir die Blu ray, weil ich auch auf das Hintergrundmaterial gespannt bin.
Um meinen Frust als Fan über diesen schlechten Film zu mildern, habe ich als Balsam für meine Seele das Buch The Art of Star Wars: The Last Jedigekauft. Da hier kein Kindergartenhumor enthalten ist, sondern nur Konzeptzeichnungen über eine faszinierende visuelle Welt. Es macht Spaß. Wenn ich die schönen, ideenreichen Bilder ansehe, denke ich mir immer: Was hätte man aus Last Jedi machen können? Autor des Buches ist Phil Szostak, der uns auch The Art of Star Wars: The Force Awakens und ab Mai 2018 Art of Solo bescherte.

Die Bilder geben einen großartigen Eindruck von der Produktion eines Star Wars-Films und wie viele dieser Art von Art of-Büchern laden sie zum Träumen ein und eben gleichzeitig handfeste Designinformationen über die Produktion eines Blockbusters. Zwei Kapitel haben mich besonders interessiert: Das selbstgefällige Exil Ahch-To von Luke Skywalker und die Darstellung der Ersten Ordnung mit ihrem Anführer Snoke. Und klar, Raumschiffe und Waffensysteme sehen in Konzeptzeichnungen immer stark aus und lohnen sich anzuschauen.
Völlig überflüssig für mich war dagegen der Exkurs auf die Wettspielstadt Canto Bight. Die Scribbles sind gut gemacht, haben aber die Atmosphäre eines James Bond-Films und die Tierchen passen in die phantastischen Tierwelten. Dies bestätigt mir meine Ablehnung dieses Handlungsstrangs. Mos Eisley hat da schon ein anderes Kaliber.
Leider hat the Last Jedi nicht mehr die Faszination bei den Kostümen der ersten drei Star War-Filme. Die Kleidung ist handlungsbedingt einfacher geworden und nicht mehr so ausladend schön wie bei Padmé Amidala, der Mutter von Leia und Luke. Für ich der einzige optische Kleidungshöhepunkt ist die rote Rüstung der Prätorianergarde. Die acht persönlichen Wachen des Obersten Anführers Snoke der Ersten Ordnung und bildeten die letzte Verteidigungslinie, die ihn vor sämtlichen Gefahren schützen sollte.
Insgesamt ein schönes Bilderbuch, das mich als Fan etwas versöhnt. Jetzt warten wir also Solo ab und dann den neunten Teil. Disney, ich bin echt nervös.