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Ich habe Netflix – was soll ich nun schauen?

22. Januar 2018
Netflix in meiner Unterkunft. Im Moment läuft The Crown. Was soll ich dann schauen?

Netflix in meiner Unterkunft. Im Moment läuft The Crown. Was soll ich dann schauen?

Am Freitag war es soweit. Netflix zog auch in unsere Familie ein. K2 war der Auslöser dafür, weil K2 eine Übernachtungsparty machen und Anime-Filme schauen wollte, die es in guter Auflösung nur bei Netflix gab. Begeistert gab ich dem Streben von K2 nach und bestellte das Probe-Abo des Streaming-Dienstes.
Es ist ja nicht so, dass wir keine Streaming-Dienste abonniert haben. Amazon Prime Video finde ich hervorragend und K2 liebt zudem ihre Apple Music-Flatrate. Nun haben wir mit Netflix einen weiteren Dienst im Programm. Die App läuft auf den Smartphone und Tablets der Familie und am Apple TV im Wohnzimmer. Apple TV nutzte ich bisher nur für die Apple Keynotes oder wenn ich selbst präsentieren muss. Lineares Fernsehen spielt bei uns zu Hause keine Rolle mehr. Das letzte Mal, das wir bewusst ARD und Co geschaut haben, war beim Kanzlerduell Merkel gegen Schulz. Selbst meine 24 Stunden von Le Mans habe ich mir am Rechner angeschaut und nicht mehr auf der Glotze. Der große 55 Zoll Flatscreen dient zum Zocken und Anschauen von BluRays/DVDs und eben zum Genießen von Streaming-Diensten.
Nun, jetzt haben wir Netflix und K2 weiß sofort, was alles geschaut werden muss. Das sind in erster Linie Anime-Filme rauf und runter. Gut ist die Zuordnung der Filme zu Personen, um personalisierte Vorschläge zu erhalten. Ich habe gelesen, dass der Algorithmus sehr gut funktionieren soll. Und mal sehen, wann Apple den Laden übernimmt.
Ich schaue mich bei den Netflix-Eigenproduktionen um. Es ist Wahnsinn, dass ein Streaming-Sender eigene hochwertige Serien produzieren kann. Ebenso wie Amazon greift Netflix den TV-Markt an und das Angebot überzeugt mich auf dem ersten Blick. Ich habe The Man in the high Castle bei Amazon geliebt. Aber jetzt mal sehen, was Netflix zu bieten hat.
Meine erste Wahl bei Netflix ist die Serie The Crown. Ich liebe die Welt des britischen Königshauses und werde mir die Queen Elisabeth II am iPad ansehen. Ich bin viel unterwegs und kann im Zug Elisabeth, Churchill, Prinz Philipp und Charles anschauen. Gut, dass meine Unterkünfte WLAN haben. Für die Zugreisen nutze ich die Download-Möglichkeiten von Videos wie bei Amazon Prime Video. Dann steht als nächstes die neue Star Trek Serie auf dem Programm. Ich habe von Discovery viel gelesen und bin sehr neugierig. Bei House of Cards fehlen mir auch noch ein paar Folgen.

Und dann? Was soll ich noch schauen? Habt ihr Empfehlungen für Netflix-Serien? Könnt ihr mir helfen? Was lohnt sich noch, dass ich einmal hineinschauen soll? Bitte keine Film-Vorschläge, da kenn ich mich gut aus, aber in Sachen Serien habe ich Nachholbedarf. Ich freue mich auf die Kommentare von euch. Vielen Dank und jetzt muss ich wieder zu The Crown – ich habe noch ne Stunde Zeit bis in mein Seminar muss.

 

Hochwasser und das Versagen des Journalismus in den Massenmedien

5. Juni 2013

Gott sei Dank hat mich das Hochwasser nicht stark getroffen. Ein paar Pfützen im Keller, aber kein Vergleich zu den Horrormeldungen aus Bayern, Sachsen und Thüringen. Dort heißt es „Land unter“ und die Leute haben Hab und Gut verloren.

Ich hatte mich mit den High-Tech-Säcken von Floodsax ausgestattet, falls das Wasser uns treffen sollte. Aber wir blieben im großen und ganzen verschont. Dennoch klare Empfehlung für das System von meiner Seite.

Im Netz und in den klassischen Massenmedien verfolge ich den Verlauf des Hochwassers.  Und ich stelle fest: Die klassischen Massenmedien haben zum Teil versagt. Den ganzen Tag rauf und runter Meldungen über Evakuierungen. Kamerateams fahren zum Teil mit dem Schlauchboot durch überflutete Städte und Dörfer. Dann wird darüber diskutiert, ob es sinnvoll ist, dass Seehofer und Merkel die Stätte des Geschehens besuchen und warum Ude dem ganzen fern bleibt. Entschuldigung, wo bleiben die Menschen?

Daniel Wildfeuer aus Schönberg hat mit seiner Agentur Wildfeuer diese Seite aus dem Boden gestampft.

Daniel Wildfeuer aus Schönberg hat mit seiner Agentur Wildfeuer diese Seite aus dem Boden gestampft.

Ich stelle fest, dass Privatleute die relevanten Seiten in Facebook eröffnet haben, die in kurzer Zeit zigtausend Freunde bekommen haben, weil sie bürgernahe und relevante Informationen liefern. Ich nenne die beiden Seiten Infoseite – Hochwasser 2013 Bayern (132.347 Freunde) und Hochwasser Sachsen-Anhalt (76.929 Freunde). Daniel Wildfeuer aus Schönberg hat mit seiner Agentur Wildfeuer die bayerische Seite aus dem Boden gestampft und zeigt, wie es geht.

Überall entwickeln sich Bürgerprojekte - hier im deutschen Osten.

Überall entwickeln sich Bürgerprojekte – hier im deutschen Osten.

Landratsämter platzieren in Facebook relevante Informationen, nutzen YouTube als Kommunikation. Journalisten engagierten sich in eigenen Projekten wie Regensburg digital und zeigen den etablierten Massenmedien, wie es geht. Open Data-Projekte berichten, wie der Stand des Hochwassers ist oder in Google Maps wird angegeben, wo Helfer für Dämme benötigt werden. Eine neue Form von Journalisten wird benötigt: Journalisten, die mit Daten umgehen können.

Landratsämer wie hier Pfaffenhofen an der Ilm informieren über Facebook und YouTube.

Landratsämer wie hier Pfaffenhofen an der Ilm informieren über Facebook und YouTube.

Ich will nicht alle Massenmedien über einen Kamm scheren, aber ich bin enttäuscht von der Berichterstattung. In der Mainpost online lese ich: „Unsere Volontärinnen waren heute in Würzburg unterwegs und haben Impressionen vom Hochwasser mit der Videokamera eingefangen. Das Ergebnis gibt es hier zu begutachten.“ Das ist nichts anderes als eine sanfte Variante von Sensationsjournalismus.

Um die Berichterstattung aufzupeppen, werden Twitter-Feeds mit dem Hashtag Hochwasser in die Berichterstattung integriert. So zeigt man wohl Bürgernähe.

Die Krise wäre eine richtig große Chance für Verlage gewesen, ihre Kompetenz und Bürgernähe zu beweisen. Hier Manpower zu investieren, wäre sicher sinnvoll gewesen und würde sich am Ende auch auszahlen.