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Mein bestes Weihnachtsgeschenk: Meine Augen werden wieder

24. Dezember 2012

Für mich ist dieses Weihnachten 2012 sicherlich eines der besten Weihnachten seit der Erfindung von Weihnachten: Nach nunmehr einem halben Jahr Schmerzen steht seit rund eineinhalb Wochen fest: Meine Augen werden wieder. Das ist für mich persönlich die beste Nachricht des Jahres und ich bin dafür sehr, sehr dankbar.

Aber schön der Reihe nach: Im Juli 2012 hatte ich das Gefühl, als ob bei meinem linken Auge eine Bindehautentzündung auftritt. Nachdem ich Zeit meines Lebens mit den Augen Probleme habe, ist der Gang zum Augenarzt für mich selbstverständlich. Dort erhielt ich die Diagnose: Grüner Star. Der Schlag hatte gesessen und traf mich völlig unvorbereitet. Der Augendruck sei zu hoch und was ich für eine Bindehautentzündung hielt, war der Vorbote zu Schlimmeren: Schwindelgefühlte, Übelkeit, Druck auf den Augen und damit aufs Gehirn, schließlich sind die Augen eine Verlängerung des Hirns. Und der Grüne Star ist hundsgefährlich. Der kleine Bruder, der Graue Star, lässt sich schnell behandeln, aber der Grüne Star ist richtig Rock´n Roll.

Die Münchner Augenklinik in der Mathildenstraße.

Die Münchner Augenklinik in der Mathildenstraße.

Zur Überprüfung und zur Klärung der Heilmethode hieß das am nächsten Tag Besuch der Uniaugenklinik in der Münchner Mathildenstraße. Und das heißt erst einmal warten, warten und nochmals warten. Ich denke, die Klinik ist medizinisch up to date. Ich unterhielt mich mit einem Russen, dessen Kind Augenprobleme hatte. Zusammen mit Leibwächter und Dolmetscherin lobte er die Augenklinik über den grünen Klee. Und auch ein Araber der Marke Scheich mit Entourage saß mit mir im Warteraum und wusste nur Gutes über die Klinik zu berichten. Nur Zeit mussten wir alle mitbringen.

Die Weißkittel bestätigten die Diagnose meines Augenarztes und empfahlen eine sofortige Operation. Innerhalb weniger Tage bekam ich einen OP-Termin und zog mit allerhand Hörbüchern und Musik in mein Bett in die Augenklinik. Medizinisch kann ich als Laie nichts aussetzen, aber die Betreuung kam zu kurz. Die Schwestern und Pfleger haben keine Zeit. Sie sprechen zum Teil unsere Sprache nicht richtig, aber vor allem sind sie nur im Stress. Auch wenn sie sich mit einem Patienten unterhalten wollten, läuft ihnen die Zeit davon. Freunde, das darf nicht sein. So ein reiches Land und wir haben nicht genügend Personal, das sich auch psychologisch um die Patienten kümmern kann. Vielleicht können sich Schwestern und Pfleger auch die Mieten im teuren München nicht leisten. Ich weiß es nicht. Mir persönlich war die mangelnde Zuwendung egal, denn ich nutze die Zeit in der Klinik zum Schlafen und Musikhören. Aber in den anderen Zimmern waren viele ältere Herrschaften, die andere auf den Gängen an ihren Sorgen und Gedanken teilhaben lassen wollten. Aber es war keiner da zum Zuhören. Meine Frau besuchte mich sehr oft und gab mir die notwendige moralische Stütze, wenn ich mal wieder Panik hatte. Aber nicht jeder hat den Vorteil einer liebenden Familie.

Vier Spritzen ins Auge - nicht meine Welt.

Vier Spritzen ins Auge – nicht meine Welt.

Die OP verlief zufriedenstellend. Allerdings bekam ich vier (!) Spritzen ins Auge. Normal sei eine oder zwei. Bei mir Weichei mussten es vier sein und es tat weh. Es tat höllisch weh. Auch das Lasern war trotz Betäubung kein Vergnügen. Kurzum: ich war restlos fertig. Nachdem die Ärzte sich überzeugten, dass die OP gut verlaufen sei, konnte ich tags darauf nach Hause gehen. In meiner Naivität glaubte ich, dass das Leben einfach weitergeht. Aber ich musste mich täuschen. Ich hatte Schmerzen. Ich sagte die meisten Termine ab, als Freiberufler immer ein Risiko. Konzentration auf den Heilungsprozess stand im Vordergrund.

Alle paar Tage besuchte ich meinen Augenarzt. Der Augendruck sank ganz langsam, aber die Entzündung hinter dem Auge war noch da. Tabletten, Tropfen, Drogen – das ganze Programm setzte ein. Und es wurde schlimmer. Es kam eine extreme Lichtempfindlichkeit dazu. Mitten im Hochsommer schmerzte mich das Licht. Ich wechselte auf eine dunklere Sonnenbrille, hatte immer einen Hut dicht ins Gesicht gezogen. Es wurde noch schlimmer. Ich schlief oft tagsüber und war nachtaktiv. Das Display des MacBooks, vom iPad, vom iPhone blendete. Jedes Licht schmerzte. Autofahren war längst nicht mehr möglich und auch Arbeiten ging nur noch zum Teil. Ich lernte Siri schätzen und auch die Diktat-Funktion unter Mountain Lion. Ich konnte viele Texte und Mails diktieren. Die Schmerzen bekam ich durch Schmerztabletten in den Griff, aber die Entzündung hinter dem operiertem Auge heilte nicht aus.

Irgendwann kam dann der Vorschlag vom Augenarzt, das schmerzende Auge durch eine Prothese zu ersetzen. Bedeutet: Auge herausschneiden. Ich bin Borg oder schlimmer noch Peter Falk mit Glasauge. Ich las viel darüber, aber konnte mich mit dem Gedanken nicht anfreunden.

Einen Verband aufs Auge macht den Kerl nicht unbedingt schöner.

Einen Verband aufs Auge macht den Kerl nicht unbedingt schöner.

Um das Auge zu schonen, verwandelte ich mich in Kapitän Ahab. Ich trug Augenpflaster und eine schwarze Augenklappe. Das sah vielleicht cool aus, hatte aber keine modischen Gründe. Hauptsache, das schmerzende Licht blieb weg. So wagte ich mich unter die Leute. Kunden und Seminarteilnehmer reagierten etwas verstört auf mein Aussehen, aber im großen und ganzen bekam ich aufmunternde Worte. Vielen Dank dafür. Und dennoch wollte die Entzündung nicht ausheilen. Ich verschob die Entscheidung über die Augen-OP immer wieder. Solange das andere Auge nicht von der Entzündung angesteckt wird, ging es ja. Sollte die Entzündung übergreifen, dann war eine sofortige Notoperation angesagte. Nicht gerade verlockende Aussichten.

Unter die Piraten oder auf der Jagd nach dem weißen Wal - ein halbes Jahr Augenklappe.

Unter die Piraten oder auf der Jagd nach dem weißen Wal – ein halbes Jahr Augenklappe.

Sehr dankbar bin ich meinen Kollegen und Freund Thomas Gerlach. Von ihm kam die Empfehlung einer effektiven Heilmethode: Hochdosiertes Vitamin C, hochdosiertes Zink, Omega 3 Fettsäuren und Enzyme. Das Vitamin C und Zink wirken heilend auf die Entzündung und Fettsäure und Enzyme bauen das Auge wieder auf. Mehrere Monate nahm ich neben den Tropfen und Schmerzmitteln auch meinen Tablettencocktail von Vitaminen, Fettsäuren, Zink und Enzymen. Zudem aß ich viel Obst und viel Fisch. Und die Empfehlung von Thomas Gerlach zeigte ihre Wirkung.

Knapp eineinhalb Wochen vor Weihnachten 2012 konnte ich auf die Augenklappe verzichten. Die Lichtempfindlichkeit war deutlich zurückgegangen. Auch die Schmerzen waren weniger geworden, so dass ich meine Schmerztabletten absetzen konnte. Ich kann wieder bei Tag leben. Mein Vampirdasein hatte ein Ende. Das Sonnenlicht des Winters tat dem Auge nicht mehr weh. Es war möglich einen Spaziergang am helllichten Tage zu machen, ohne sich vor Schmerzen zu krümmen. Auch der Augenarzt bestätigte diese Besserung. Der Termin für die Herausschneiden des Auges wurde ersatzlos gestrichen. Die Intervalle beim Augenarzt sind jetzt deutlich erweitert. Zwar ist die Entzündung am Auge noch vorhanden, aber alle Zeichen deuten auf Besserung hin. Ich konnte sogar wieder ins Kino gehen und schaute mir den Hobbit an. Das Auge wird wieder. Wow, wenn das kein Weihnachtsgeschenk ist?

Danke für die Unterstützung, die ich von meiner Familie, vor allem meiner Frau und K1/2, erfahren habe. Auch vielen Freunden und Kunden bin ich sehr dankbar. Vor allem Thomas Gerlach. Ihr alle hattet Verständnis und zeigtet euch als mitfühlende Menschen. Dieses Mitgefühl kam live oder sehr oft über soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook. Ich konnte nicht alle Aufträge erledigen, ein paar Bücher blieben ungeschrieben, ein paar Videos ungeschnitten, ein paar Veranstaltungen nicht organisiert – dafür meine aufrichtige Entschuldigung. Aber ich sag es euch ganz ehrlich: Das Auge war es mir wert. Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. 2013 starte ich durch.

 

Von Gamern lernen: Gamification als neuer Trend

1. November 2012
Mit Augenklappe auf dem Podium der Medientage und dennoch nicht blind beim Thema Gamification.

Mit Augenklappe auf dem Podium der Medientage und dennoch nicht blind beim Thema Gamification.

Wenn Elemente von Videospielen in andere Bereiche wie Marketing übertragen werden, dann spricht man von Gamification. Auf den Medientagen München 2012 hatte ich die Ehre, ein Panel mit zwei hervorragenden Referenten moderieren zu dürfen: Ibrahim Mazari und Markus Breuer – der eine Gameexperte, der andere Agenturvertreter. Das Panel war wohl ein Rest der sich auflösenden Munich Gaming, für die es noch kein neues Datum gibt.

Lassen sich Elemente des Spiels überhaupt auf andere Bereiche übertragen? Ein eindeutiges Ja. Allerdings taten es sich die anwesenden Medienvertreter der Medientage sichtlich schwer, was mir im Nachhinein von mehreren Seiten bestätigt wurde. Das Land der Dichter und Denker ist an ernsthafter Information interessiert und will seine Zeit nicht mit Spielen vertrödeln. Mir sagte ein Manager: „Wer spielt, der hat wohl nichts zu tun!“ Falsche Einstellung meiner Meinung nach, denn dann hat er die Chance nicht begriffen.

Nehmen wir als Beispiel Foursquare. Bei diesem geobasierte Dienst checke ich mit meinem iPhone an verschiedenen Orten ein und bekomme dafür Punkte, die in ein Ranking mit meinen Freunden einfließen. Wenn ich öfters an einem Ort einchecke, habe ich zudem die Chance Bürgermeister/Mayor zu werden. Kehre ich an verschiedenen Orten wie beispielsweise Flughäfen ein, erhalte ich ein Abzeichen. Alles ist natürlich mit Facebook und Twitter gekoppelt, damit meine Freunde auch wissen, welch toller Hecht ich bin. Das macht Spaß, der Wettbewerb bringt Motivation und dient der Vernetzung. Ein anderer geobasierter Dienst war Gowalla. Das war zu kompliziert und ist nach seinem Kauf durch Facebook in der Versenkung verschwunden.

Zu Gamification gehören also Erfahrungspunkte, Highscores, Fortschrittsbalken, Ranglisten, virtuelle Güter oder Auszeichnungen. Es kann enorm zur Kundenbindung an ein Produkt beitragen. Positive Beispiele gibt es viele, die meisten aber in den USA, denn der Deutsche spielt nicht.

So lässt sich hervorragend mit dem System Lerninhalte vermitteln. Nicht stupides Vokabelpauken ist angesagt, sondern eine spielerische Herangehensweise. Der Lernende ist motiviert und setzt das Erlernte sofort um. So muss Bildung aussehen.

Ein anderes Beispiel ist eine Konferenz. Der Besucher erhält Punkte für besuchte Vorträge, könnte an Wettbewerben teilnehmen, kann Feedbackbögen ausfüllen und am Ende gibt es vielleicht noch ein kleines Gewinnspiel. Die Medientage München wäre hier eine wunderbare Möglichkeit gewesen, Gamification live zu erleben. Allerdings als ich während der Paneldiskussionen auf mein iPhone blickte und bei Foursquare einchecke, sah ich, dass nur 14 Leute dort waren. Und dies bei Medienleuten, aber wahrscheinlich war es den Herrschaften zu kindisch sich zu beteiligen. Man ist ja schließlich wichtig. Oder, noch schlimmer: Die Medienschaffenden haben es nicht verstanden und merken gar nicht, wie der Zug in Richtung Medienzukunft ohne sie abfährt. Auf einer jüngsten Microsoft-Konferenz wurde Gamification angewendet. Die Teilnehmer erhalten Auszeichnungen für bestimmte Slots und beginnen zu sammeln.

 

Was Friseure über mein Buch „Social Media für Friseure“ meinen

28. September 2012
Das Buch "Social Media für Friseure" ist zum Renner in der Handwerksliteratur geworden. Vielen Dank dafür.

Das Buch „Social Media für Friseure“ ist zum Renner in der Handwerksliteratur geworden. Vielen Dank dafür.

Das Thema Social Media für den Mittelstand absolut heiß. Das ist keine Neuigkeit. Aber es freut mich, wenn Mittelständler mir ein positives Feedback für mein Buch „Social Media für Friseure“ geben. Das Buch wurde vom Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks herausgegeben und ist auf verschiedenen Veranstaltungen eingeschlagen wie eine Bombe. Das Buch ist in der Handwerksbranche ein Renner und das freut mich. Aber es ist klar, dass ich als Autor mein Buch über den grünen Klee lobe. Überzeugender sind da schon Aussagen von Kunden, sogenannte Testimonials. Ich habe ein paar hier mal zusammengestellt:

Renate Antony, Friseurin aus Olching in Oberbayern ist „einfach begeistert“ über das Buch. Berni Wiemann, Friseur am Fleth, schrieb mir: „Ich habe direkt nach Ihrem Vortrag einen Vorschlag aufgegriffen und sofort Aufnahmen auf der Hair & Beauty gemacht. Mit einigen Fotos haben wir unsere (neue) Facebook-Präsentation (Friseur am Fleth) in den folgenden Tagen aktualisiert. Heute wird unser Sohn ein, wie wir meinen, sehenswertes Amateur-Video ergänzen. Weitere Anregungen aus Ihrem Buch werden mit Sicherheit folgen.“ Wow, das ist doch mal ein Erfolg.

Claus Böbel schreibt mir: „Ich finde das Buch einfach nur genial! Habe es auch auf meinem Seminar und auf Vorträgen empfohlen. Ist auch für andere Branchen absolut vorbildlich. Inhalte lassen sich jederzeit transferieren.“ Und Friseur Kai Czapko motiviert die Branche: „Kann ich wirklich empfehlen. Habe mir auf der Haare 2011 in Nürnberg den Vortrag von Herrn Lange angehört und sofort erkannt, was da für Chancen offen liegen. Verschließt euch nicht vor der virtuellen Welt, sonst verliert ihr den Anschluss. Es gibt mehr Menschen, die einen FB Account haben als Tageszeitungsabonnenten. Einfacher und effizienter kann man seine Werbung nicht schalten. Lasst es uns tun!“
Wenn das keine Motivation ist, weiterzumachen, dann weiß ich auch nicht.

Die Pressebeauftragte des Landesinnungsverbandes der bayerischen Friseure Tanja Arnold-Petter aus Franken empfiehlt das Buch ihrer Innung: „Das Buch ist für jeden Friseur, der sich im Web tummelt, ein Muss und echt hilfreich.“ Und auch andere Friseurverbände greifen das Buch auf und kommentieren es. Der hessische Friseurverband schreibt: „Das Buch ist zu empfehlen, steht bei mir auf dem Schreibtisch. Es sind gute Anregungen enthalten.“ Und die hessische Geschäftsführerin Sarah Heeder-Himmelreich sagt: „Das Buch kommt gut an.“ Das sagen auch Blogs im Netz, wie beispielsweise München.Bayern-online: „Die Welt der Kommunikation ist im Umbruch. Klassische Tageszeitungen verlieren an Auflage und an Reichweite in jungen Zielgruppen. Viele junge Kunden informieren sich im Internet und in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter & Co über die Neuerungen. Jetzt gilt es für Friseursalons einzusteigen und Kundenkontakte zu pflegen, neue Zielgruppen zu erschließen, Mitarbeiter zu gewinnen und sich mit Kollegen auszutauschen.“ Und die Agentur ihre-fanseite hat geschrieben: „Super Buch, in dem sehr treffend beschrieben wird, was heutzutage im Social Web wichtig ist! Es liegt ständig auf meinem Schreibtisch!“

Ich möchte mich bei allen Kommentatoren ausdrücklich bedanken. Ihr bestärkt mich, weiterzumachen und weitere Sachen zu veröffentlichen und auch das Thema Social Media nicht aus den Augen zu verlieren. Wer noch ein Buch benötigt, kann dies beim Landesinnungsverband unter diesem Link bestellen. Dort gibt es auch eine kostenlose Leseprobe des Buches „Social Media für Friseure“.

Social Media: Kaum einer verbindet Online- und Offline-Geschäft

18. Juni 2012

„Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts“. Diesen Spruch habe ich neulich auf einer Veranstaltung von Adobe gehört. Und er ist richtig. Wer über die richtigen Daten seiner Kunden verfügt, kann ihnen die richtigen Angebote machen. Wenn das Angebot auf den Kunden zugeschnitten ist, fühlt er sich nicht belästigt. Alles andere ist Spam.

Leider schaffen es Unternehmen nur bedingt, ihr Online- und Offline-Geschäft miteinander zu verknüpfen. Eine neue US-Studie von ExactTarget bestätigt mich in meiner Ansicht.

Die Studie „Retail Touchpoints Exposed“ von ExactTarget untersuchte Einkäufe im Internet und im Ladengeschäft derjenigen Einzelhändler, die von der Einzelhandelsorganisation National Retail Federation in ihrem Bericht „STORES 2011 Hot 100 Retail“ gelistet wurden. Danach nutzen lediglich 44 Prozent die Möglichkeit zum Nachkontakt via E-Mail mit Kunden aus den Ladengeschäften. Nur fünf Prozent von diesen personalisieren die E-Mails auf Basis der getätigten Einkäufe.

Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören:

Ladengeschäfte (95 der 100 „Hot 100“-Einzelhändler):

– 44 Prozent fragen an der Kasse nach der E-Mail-Adresse des Kunden

– 8 Prozent weisen im Geschäft auf ihre Twitter und Facebook-Aktivitäten hin

– 2 Prozent weisen im Geschäft auf Kontaktmöglichkeiten via E-Mail- oder SMS hin

– 2 Prozent bieten digitale Rechnungen per E-Mail an

Online (72 der „Hot 100“ mit Online-Shops):

– 51 Prozent haben bereits erlebt, dass Kundenfragen auf Facebook schneller von Fans als vom Unternehmen selbst beantwortet wurden

– 22 Prozent versenden E-Mails zu Warenkorbabbrüchen

– 21 Prozent personalisieren E-Mails auf Basis von getätigten Einkäufen

Ich bin mir sicher, dass sich diese Aussagen grundsätzlich auch auf deutsche Unternehmen übertragen lassen. ExactTarget hat hier eine gute Arbeit geleistet und Schwachstellen in den USA ermittelt. Jetzt gilt es diese Schwachstellen in deutschen Unternehmen zu analysieren und entsprechend zu handeln. Ich werde den Test mal in einen meiner nächsten Seminare für KMU machen.

Technikspielzeug Teil 9: Space Alien Wecker

7. Juni 2012

Wenn ich meine Timeline in Twitter ansehe, dann haben viele meiner Follower Probleme aufzustehen. Der Wecker ist ihr schlimmster Feind. Ich habe ein neues Technikspielzeug im Auge, das euch das Aufstehen versüßen kann.

Nachdem ich früher schon über einen Wecker geschrieben habe, kommt heute mein Retro-Wecker Space Alien Wecker zum Einsatz. Der Wecker hat die Form eines Pixelmonsters, wie wir es aus Space Invaders kennen. Aus ihm schallt ein 8 Bit-Arcade Sound. Zudem hat das Wecker-Alien eine 10-minütige Snooze Funktion, die durch Schütteln aktiviert wird. Aber Vorsicht: der Wecker braucht Platz. Er bewegt sich beim Klingeln hin und her, darf also nicht zu nahe an eine Kante gestellt werden, sonst ist der Spaß schnell vorbei. Die Digitalanzeige lässt sich mittels Knopfdruck beleuchten, so dass ich auch im Dunkeln die Uhrzeit ablesen kann.

Der neongrüne Pixel Space Alien Wecker  ist kinderleicht zu bedienen und kommt ohne Schnickschnack aus. Aber das genau ist der Nachteil für mich. Die Zeiten in denen ein Wecker nur weckt, sind bei mir irgendwie vorbei. Heute sollte ein Wecker mehr können, Musik abspielen oder einen Anschluss für das iPhone oder den mp3-Player haben.

Aber wer nur einen coolen Wecker braucht und noch immer in der Retro-Games-Welt zu hause ist, der ist mit dem Pixelmonster Space Alien Wecker gut bedient. Guten Morgen.

Social Media: 45 Minuten auf der Hair & Beauty

31. Mai 2012

45 Minuten hatte ich auf der Hair & Beauty in Frankfurt Zeit, die Besucher davon zu überzeugen, dass Friseure auch auf Social Media in ihrer Kommunikation setzen sollten. Auf Einladung der Messe Frankfurt durfte ich auf der wichtigen Friseurmesse mit angeschlossener Deutscher Meisterschaft für Friseure referieren. Es war ein großes Stück Arbeit, die aber Spaß gemacht hat. Wer Friseurmessen kennt, weiß welcher Krach und hohe Lautstärke dort herrschen.

Social Media ist keine Einbahnstraße.

Social Media ist keine Einbahnstraße.

Tenor meines Kurzvortrages: Social Media stärkt die Marke und kann verschiedene Probleme des Friseursalons lösen. Viele Friseure haben aber noch nicht begriffen, worin die Macht von Social Media besteht: Emotionalisierung und direkter Dialog mit den Kunden. Kein innovativer Friseur kann sich dem Social Web mehr entziehen. In meiner visuellen Präsentation erhielten die Teilnehmer einen Eindruck über die Macht und Wirkung von Social Media wie Facebook, Twitter und Co und wie sich der Einsatz von Social Media Marketing auf mehr Umsatz auswirkt.

Facebook steht bei Friseuren ganz oben auf der Liste.

Facebook steht bei Friseuren ganz oben auf der Liste.

Die Kommunikation hat sich von einer Einbahnstraße in einen wirklichen Dialog durch Social Media verändert. Facebook, Google Plus, Twitter & Co sind nur nicht weitere Kanäle, sondern haben die Art der bisherigen Kommunikation in Massenmedien auf den Kopf gestellt. Empfehlungsmarketing ist heute wichtiger denn je. Wenn meine Freunde oder Bekannten etwas empfehlen, ist es glaubwürdiger für mich als wenn eine klassische Anzeige oder ein klassischer Artikel erscheint. Diese neue Art der Kommunikation muss daher glaubwürdig und authentisch sein. Zudem muss ich bereit sein, einen wirklichen Dialog zu führen. Das Ergebnis ist Akzeptanz bei meinen Zielgruppen. Der Friseur kann durch Social Media neue Trends, neue Produkte, neue Mitarbeiter gewinnen und sich eine teure Marktforschung sparen. Und außerdem macht diese neue Art der Kommunikation einfach Spaß. Wichtig ist aber dabei Medienkompetenz. Denn es muss klar sein, diese Kommunikation ist öffentlich und nachvollziehbar.

Natürlich nutzte ich die Chance und wies auf mein Buch „Social Media für Friseure“ hin. Und scheinbar überzeugten meine Ausführungen. Zahlreiche Buchverkäufe und Einladungen zu weiteren Präsentationen zeugen von dem Erfolg. Aber richtig ungewohnt war für mich einige Bitten einiger Messebesucher, eine Widmung in das Buch zu schreiben. Leute, so müssen sich Stars fühlen – vielen Dank.

Social Media: Foursquare & Co beim Hotel Prinz-Luitpold-Bad

30. Mai 2012

Empfehlungsmarketing ist das Zauberwort in Social Media. Wenn mein Freund sagt, das Produkt sei gut, dann glaube ich ihm. 2009 hatte Nielsen öffentliche Bewertungen auf Plattformen mehr Wirkung zugestanden als die Berichterstattung in klassischen Massenmedien wie Radio, Zeitung oder Fernsehen.

Und wir wissen auch, dass mobile Kommunikation der Markt der Gegenwart und der Zukunft ist. Die Kombination von Empfehlungsmarketing und mobiler Kommunikation nutzen findige Unternehmer für ihre Kommunikation. Ein wunderbares Beispiel dafür habe ich vor kurzem im Allgäu angetroffen. Ich war auf Einladung der Kurverwaltung Bad Hindelang zu einer Veranstaltung „Philosophie am Pass“ eingeladen, um über Social Media zu referieren. Untergebracht war ich im Hotel Prinz-Luitpold-Bad. Bereits 1864 erbaut, liegt das Hotel an einem Südhang mit großartigem Blick auf den Allgäuer Teil der bayerischen Alpen. Deutschlands höchst gelegene Schwefelquelle bildet zusammen mit alpinen Hochmoor den Schwerpunkt des Bäderangebotes, das ich genoss. Die Quelle war auch der Grund für die Verleihung des Namens „Prinz-Luitpold Schwefel Mineralbad“ im Jahr 1888 durch den bayerischen Prinzregent Luitpold.

Soweit zur Tourismusgeschichte: Beim Einchecken in das Hotel Prinz-Luitpold-Bad checkte ich selbstverständlich auch bei Foursquare ein. Überrascht war ich, dass das Hotel dort bereits angelegt war. Ebenso überrascht war ich, dass in dem gesamten Hotel WLAN zur Verfügung stand. Den Zugangscode bekam ich sofort an der Rezeption. Mein erster Eindruck des Hotels war als digitaler Mensch sofort positiv. Ja, hier kann ich bleiben, hier fühl ich mich wohl – die Hotelierfamilie Gross hat mitgedacht.

Aber es ging noch weiter als ich nochmals auf Foursquare am iPhone blickte. Ich bekam für mein Einchecken und das Teilen der Information einen Aperol Spritz auf Kosten des Hauses. Ich sollte mich einfach bei der Rezeption melden und erhielt anschließend in der Bar den kostenlosen Modedrink. Hab ich gleich gemacht: Auf Teilen in Facebook und Twitter gedrückt, meine Freunde bekamen mit, in welchem schönen Hotel ich nächtigte und alle waren zufrieden: Der Hotelier bekam kostenlose Imagewerbung, ich bekam einen kostenlosen Drink und meine Freunde bekamen die kostenlose Information über ein Hotel. Gleich darauf kam in Twitter eine DM von einer Twitterfreundschaft, in der ich nach der Adresse des Hotels gefragt wurde. An diesem kleinen Beispiel aus der Hotelbranche sehe ich: Empfehlungsmarketing funktioniert.

Abends beim Bier fragte ich den Hotelier Armin Gross. „Wir machen mit solchen Aktionen unser Hotel zukunftsfähig. Die Mehrheit unserer Gäste bemerken solche Aktionen natürlich nicht, aber wir wissen genau, dass eine neue Generation von Gästen kommt und die erwarten nicht nur perfekten Service, sondern auch Aktivitäten auf verschiedenen Social Media-Plattformen.“ Recht hat er: Armin Gross hat die Website des Hotels Google optimiert und wertet die mit Google Analytics aus. Er arbeitet mit Blogs, hat eine Webcam installiert, das Hotel ist oben bei der Google-Suche gelistet und Armin Gross wirbt mit Google-Anzeigen und ist auch in Facebook und Twitter unter @Luitpoldbad aktiv. Bei HRS und Booking sammelt er haufenweise positive  Bewertungen. So stelle ich mir gelungene Markenkommunikation in Zeiten von Social Media vor. Für mich steht fest: Hier komm ich gerne wieder hin zum Abhängen, Entspannen und Auftanken.

Nachwuchskampagne „Ich bin Friseur“ für das Friseurhandwerk

24. Mai 2012
Kerstin Lehmann von L'Oreal am Stand von Ich bin Friseur.

Kerstin Lehmann von L’Oreal am Stand von Ich bin Friseur.

Auch wenn das Thema von vielen Handwerksbetrieben immer noch tot geschwiegen wird, steht fest: Das Handwerk hat Nachwuchsprobleme. Die demographische Entwicklung sorgt für weniger Schulabgänger und zahlreiche Firmen können freie Lehrstellen nicht mehr mit qualifizierten Bewerbern besetzen.

Das Friseurhandwerk hat das Problem erkannt und meiner Meinung nach den richtigen Weg eingeschlagen. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks hat sich mit seinen Berufsfachleuten in den Landesverbänden beraten und zusammen mit der kosmetischen Industrie in Form von L‘Oreal eine coole Nachwuchsaktion auf den Weg gebracht. Unter dem Slogan „Ich bin Friseur“ nimmt diese frische Kampagne in den nächsten Wochen Fahrt auf und soll Schülern den Beruf des Friseurs schmackhaft machen. Die Premiere der Nachwuchskampagne fand vor kurzem auf der Hair&Beauty in Frankfurt statt. In meiner Reihe „Matthias fragt nach …“ traf ich mich mit Kerstin Lehmann von L‘Oreal, die federführend für die Aktion zuständig war.

Bei der zweitägigen Friseurmesse in Frankfurt sollte die Aktion auch Obermeistern vorgestellt werden. Diese blieben aber der Veranstaltung als Masse fern, was wahrscheinlich an dem unglücklichen Termin an einem Montagnachmittag lag. Montag ist bei Friseurmessen traditionell der Tag der Lehrlinge. Effektiver hätte die Vorstellung am Sonntag sein können, wenn Obermeister auch bei der Veranstaltung anwesend waren.

Dennoch die Aktion ist gut durchdacht. Die Nachwuchskampagne „Ich bin Friseur“ basiert auf drei Säulen: Klassische Information, digitale Information und persönliche Information. Eine ansprechend gemachte Broschüre stellt emotional Erfolgsgeschichten im Friseurhandwerk vor und zeigt die Vielfalt der Branche. Nicht nur klassisches Haareschneiden gehört hier zum Beruf, sondern u.a. Arbeit als Creative Director, Manager, Artist. Damit die Broschüre auch von den Betrieben angenommen wird, kann der Friseur eine Seite in dem Magazin beisteuern. Das erhöht die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz.

Natürlich gehört heute ein digitaler Auftritt dazu. Neben einer statischen Website setzt „Ich bin Friseur“ auf Facebook als Massenmedium. Dienste wie Twitter oder Pinterest sind bisher noch nicht eingebunden. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Kampagne erst einmal in die Welt getragen werden und schnell Fahrt aufnehmen soll. Zahlreiche Videos sind auch bei YouTube eingebunden und können so einfach viral verbreitet werden.

Als anspruchsvollste Aufgabe und dritte Säule der Kommunikation setzen die Organisatoren auf persönliche Informationen. Hier sollen Botschafter in die Schulen und die Botschaft verbreiten. Dies ist vor allem Aufgabe des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks, der mit seinen Landesverbänden und angeschlossenen Innungen viele Friseure erreicht. Hier muss sich jetzt zeigen, ob die Aktion von den Handwerkern vor Ort angenommen wird. Wenn diese aber weiterhin das Problem der fehlenden Lehrlinge nicht wahrhaben wollen, dann wird die Aktion ins Leere laufen.

Social Media: Deutschland versagt im Twitter-Fußball

22. Mai 2012

So leid es mir persönlich tut: Twitter ist und bleib in Deutschland wohl eher eine Randerscheinung – zumindest wenn man den internationalen Vergleich heranzieht. Der Kurznachrichtendienst hat im Land der Dichter und Denker eher ein Nischendasein. Dies wird wieder deutlich, wenn man die jüngste Untersuchung von ExactTarget beim Lieblingsthema der Deutschen anschaut: Fußball

Das Unternehmen ExactTarget untersuchte die Tweets bei der zurückliegenden Champions League. Sowohl im Netz als auch auf dem Fußballfeld unterlag der FC Bayern  dem glücklichen Gewinner Chelsea London. Mit rund 73 Prozent von weltweit insgesamt 1,8 Millionen Tweets ist Chelsea London der klare Social Media-Gewinner der Champions League.

ExactTarget, Anbieter von E-Mail-Marketing- und interaktiver Marketing-Lösungen, hat eine Woche lang weltweit alle Tweets zum Finale Bayern gegen Chelsea erfasst: Das Monitoring ergab unter anderem: Insgesamt gab es weltweit rund 1,8 Millionen Tweets zur Auseinandersetzung, davon 1,12 Millionen am Finaltag der Champions League. In 73 Prozent der Tweets wurde Chelsea London genannt, Bayern München dementsprechend nur in 27 Prozent der Tweets. Rund 70 Prozent der Beiträge auf Twitter wurden in Englisch verfasst, gefolgt von etwa 16 Prozent in Spanisch und nur 3,5 Prozent in Deutsch.

Fußball am Hauptbahnhof in München, aber ohne Twitter.

Fußball am Hauptbahnhof in München, aber ohne Twitter.

Das zeigt mir, dass Twitter noch nicht richtig in Deutschland angekommen ist. Während Facebook für die Masse ist, scheint Twitter mit seinen 140 Zeichen in Deutschland wohl nur ein Netzwerk für eine gewisse sprachliche Elite zu sein. Die hat entweder mit Fußball nichts am Hut, oder – und das glaube ich vielmehr – die Masse ist eben nicht auf Twitter unterwegs. Meine Timeline am Abend der Champions League war voll von Fußball, aber wohl zu wenig im internationalen Vergleich.

Spannung pur, aber Twitter war nicht gefragt.

Spannung pur, aber Twitter war nicht gefragt.

Social Media Tipp: „Facebook, Twitter und Co.@Politik“ diesen Donnerstag

30. April 2012

Während die digitale Avantgarde in Berlin auf der 6. re:publica herumtanzt, haben die Daheimgebliebenen die Chance auch ein wenig Blogger- & Social Media-Feeling zu bekommen. Die Hanns-Seidel-Stiftung veranstaltet am Donnerstag , 3. Mai, ihren Kongress „Facebook, Twitter und Co.@Politik“. Bisher haben rund 150 Leute zugesagt, aber es sind noch Restplätze in dem Konferenzzentrum der HSS frei.

Um was geht es? Klar, es geht um Politik in den sozialen Netzwerken. Nach dem Bundeskongress der Piraten ist das Thema heiß. Die CSU hatte ihren Netzkongress und nun ordnet die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung die Diskussionen ein. Aber keine Angst, es kommen nicht nur konservative Meinungen zu Wort, denn die HSS will „demokratische und staatsbürgerliche Bildung des deutschen Volkes auf christlicher Grundlage“ fördern – damit kann ich sehr gut leben und so habe ich es auch immer erlebt.

Renate Dodell, MdL

Renate Dodell, MdL

Das Podium ist wunderbar besetzt und bietet eine hervorragende Gelegenheit zum Diskutieren. Es sind dabei: Renate Dodell, MdL. Renate Dodell ist stv. Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion und sie arbeitet exzellent u.a. mit Facebook. Dabei schafft sie es, private und politische Äußerungen zu kombinieren. So ist Renate Dodell auch eine ambitionierte Hobby-Fotografin. Ihre Fotos, gerade aus dem bayerischen Oberland, sind eine Augenweide und sie kommt auch so in Kontakt zu Leuten, die nicht unbedingt der CSU nahe stehen. Ich bin sehr gespannt auf ihre Ausführungen. Ihr Twitter-Account ist hier.

Prof. Dr. Daniel Michelis

Prof. Dr. Daniel Michelis

Der nächste im Bunde ist Prof. Dr. Daniel Michelis von der Hochschule Anhalt. Sein Schwerpunkt ist Digitale Kommunikation und er ist auch Herausgeber des „Social Media Handbuchs“. Ich bin sehr interessiert, wie sich Social Media aus wissenschaftlicher Sicht präsentiert. Sein Twitter-Account ist hier.

Andreas Jungherr

Andreas Jungherr

Ebenso ein Mann der Wissenschaft ist Andreas Jungherr, M.A.. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politische Soziologie mit dem Forschungsprojekt: „Politische Kommunikation in sozialen Netzen“ an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, ein Franke im Netz also. Sein Twitter-Account ist hier.

Andreas Bachmann

Andreas Bachmann

Ein alter Kollege ist Andreas Bachmann, der Redaktionsleiter „Kontrovers – Das Politikmagazin“ Bayerischer Rundfunk. Gerade Massenmedien müssen auf die Sozialen Netzwerke reagieren. Das klassische Sender-Empfänger-Modell klappt nicht mehr. Nicht zuletzt gab es bei Phoenix auf dem Parteitag der Piraten die Diskussion, ob Massenmedien wie Fernsehen komplett dabei sein sollen. Die Berichterstattung in den Sozialen Netzwerken ging auch ohne Fernsehen sehr gut weiter. Ich fühlte mich von der Netzberichterstattung gut informiert. Also, es ist spannend, wie Fernsehen auf das Massenmedium Facebook & Co reagiert. Der Twitter-Account von Bachmann ist hier.

Tomás Vio Michaelis

Tomás Vio Michaelis

Sehr gut finde ich die Idee des Organisators Karl Heinz Keil auch den Blick über den Tellerrand zu werfen. Mit auf dem Podium ist Tomás Vio Michaelis, ein Rechtsanwalt aus Chile, und  Student LL.M. im Deutschen Recht LMU München. Der Altstipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung kann einen Einblick geben, was in Lateinamerika passiert. Facebook ist dort nicht wichtig. Dort ist das Google Netzwerk Orkut die Nummer eins in der Social Media-Szene. Wir erinnern uns noch gut an die Facebook-Revolutionen in Arabien. Kann es zu so etwas auch in Lateinamerika kommen? Sein Twitter-Account ist hier.

Matthias J. Lange

Matthias J. Lange

Ach ja, und ich bin auch noch auf dem Podium. Als in meiner Rolle als Berater, Trainer und Buchautor will ich hoffentlich viel Input geben und die Fahne für Blogs und die digitale Welt hochhalten. Und mein Twitter-Account ist hier.

Wer also Interesse hat, sollte bei der Veranstaltung „Facebook, Twitter und Co.@Politik“ unbedingt vorbeischauen. Hier gibt es das Programm zum Download und hier kann man sich online anmelden. Auf Twitter (@HSS0305) gibt es ergänzende Informationen. Sie können auch Fragen stellen, die auf dem Podium diskutiert werden soll. Dazu gibt es den Hashtag #HSS0305