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So bekommst du die alte Timeline bei Twitter zurück – ohne Filterblase

25. März 2016

Nachdem wir alle brav 10 Jahre Twitter gefeiert haben und besonders glücklich waren, dass uns das Aufweichen der 140 Zeichen erspart blieb, schlich sich die Filterblase für mich heimlich in Twitter ein.
In der Standardeinstellung zeigt uns Twitter die Tweets von den Leuten, von denen Twitter meint, sie seien wichtig für uns und müssten daher prominenter angezeigt werden. Nein, nein liebes Twitter – ich mag nicht in deiner oder meiner Filterblase leben. Ich will in meinem Twitter-Account @redaktion42 überrascht werden von tiefsinnigen, blödsinnigen, geistreichen, liebevollen, intelligenten und schlüpfrigen Tweets aus dem Twitter-Universum und daher will ich meine gewohnte, bisherige Timeline zurück. Zum Glück ist das möglich.
Der Weg geht so: Also habe ich heute morgen meine Standardeinstellungen bei Twitter bearbeitet, um meine alte Timelinie wieder zu bekommen. Twitter gibt uns dazu die Möglichkeiten.
Bei der mobilen App auf den Account gehen und dann das Rädchen tippen, so dass Einstellungen erscheint. Dann seinen Twitter-Account auswählen (bei mehreren Account) und sich den Punkt Timeline – Timeline-Personalisierung aussuchen und drücken.

Unter Timeline-Personalisierung versteckt sich die Filterblase.

Unter Timeline-Personalisierung versteckt sich die Filterblase.

Dann den Punkt „Zeige mir die besten Tweets zuerst an“ auswählen und deaktivieren. Dahinter verirgt sich die Filterblase von Twitter, die ich nicht haben will.

Filterblase ausschalten: "Zeige mir die besten Tweets zuerst an" deaktivieren.

Filterblase ausschalten: „Zeige mir die besten Tweets zuerst an“ deaktivieren.

Und siehe da, ich habe meine alte Timeline zurück, bei der die Tweets historisch aufgelistet sind und nicht durch eine Filterblase auf- oder abgewertet werden. Mir sind alle meine Twitterfreunde gleich wichtig.

World Blood Cancer Day – Ich setze ein Zeichen für DKMS

28. Mai 2014

Seit einiger Zeit habe ich einen Aufkleber auf meinem Rimowa-Trolly. Mit ihm reise ich immer zu meinen Seminaren und ich bin extrem viel unterwegs und der neue Aufkleber ist mit dabei. Er zeigt ein kaufmännisches Und-Zeichen das &. Es ist auch ein Symbol der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS.

Ich setze ein Zeichen.

Ich setze ein Zeichen.

Ich will damit ein Zeichen setzen, den Blutkrebs zu besiegen. Am 28. Mai ist der World Blood Cance Day 2014, zum ersten Mal übrigens. Als Social Media-Fuzzi lese ich in meiner Timeline bei Facebook, Twitter oder Google+ immer wieder von Hilfesuchen. Da wird von dramatischen Fällen berichtet, dass bestimmte Stammzellen gesucht werden. Werden sie nicht gefunden, dann stirbt der Patient.

Daher habe ich mich entschlossen, für mich ein Zeichen zu setzen. Meine Frau und ich sind der Knochenmarkspenderdatei DKMS beigetreten. Ich habe mir online die Unterlagen angefordert und ein Wattestäbchen bekommen. In den Mund gesteckt und das Stäbchen mit meiner Stammzellenprobe an die DKMS zurückgeschickt und 50 Euro für die Bearbeitung gespendet. Jetzt sind wir in der Spenderdatei aufgenommen und wenn mein Knochenmark benötigt wird, dann wird mich die DKMS informieren. Übrigens, einen Organspenderausweis habe ich auch – das halte ich für einen Akt der Nächstenliebe und es ist eine Selbstverständlichkeit. Wer etwas anderes behauptet, ist ein kompletter Depp (sorry für die Wortwahl, aber es musste raus).

Foto 1

Unlängst bekam ich Post von der DKMS. Ich dachte schon, es ist soweit. Aber ich wurde nur auf den World Blood Cancer Day aufmerksam gemacht. Vielleicht liegt es an meiner Funktion als Blogger, die Botschaft zu verbreiten. Und in diesem Falle mache ich es gerne.

Bei der DKMS sind über 4,2 Millionen Leute registriert und ich bin einer von ihnen. Nicht nur immer die Hilferufe in der Timeline teilen oder liken, sondern selbst mal aktiv werden, den Hintern hochbekommen. Es ist nicht so schwer. Selbst mal ein Zeichen setzen und Menschen in meinem Umfeld zu einer Stamm- und Geldspende zu motivieren. Also los, jede Registierung und jeder Euro zählt.

 

#socialbeergame zeigt fehlende Medienkompetenz – ich sauf mich durch die Timeline

5. Februar 2014
Bier her, Bier her oder ich fall um. Am besten gleich mehrere Kästen für meine Timeline.

Bier her, Bier her oder ich fall um. Am besten gleich mehrere Kästen für meine Timeline.

Mit Verwunderung und Begeisterung durchsuche ich derzeit meine Facebook Timeline nach seltsamem Verhalten der menschlichen Spezies. Es geht um die derzeitige Bier-Challenge, die im Netz stattfindet, auch #socialbeergame genannt.

Leute dürfen ein Glas Bier auf ex austrinken und weitere drei Freunde benennen, die dann ebenso verfahren müssen. Also eine Art Kettenbrief der Bierindustrie. Wer nicht trinkt, der muss einen Kasten Bier spendieren. Im Moment ist ein großes Besäufnis in meiner Timeline. Der Trend kommt aus Australien oder England und wurde vor zwei Jahren gestartet. Nun schwappt das Biersaufen auch in meine Timeline. Ex und hopp und ich als Spaßbremse mitten drin.

Warum Verwunderung?

Im Grunde kann es mir egal sein, was die Leute da so treiben. Aber dennoch frage ich mich, ob die Leute wissen, was sie da tun? Facebook ist ein öffentliches Massenmedium. Wenn ich etwas ins Netz poste, dann veröffentliche ich es in einem Massenmedium und nicht im privaten Kreis. Wie blöd muss man denn sein? Medienkompetenz ist gleich null vorhanden und ich bin echt entsetzt. Das Netz vergisst nichts.

Auch als Arbeitgeber würde ich mir diese Herrschaften mal zur Brust nehmen, denn viele der Suffköppe haben ihren Arbeitgeber in ihrem Facebook-Profil angegeben. Die Suche mit dem Social Graph bringt die Trinker der Firma zu Tage. Welches wunderbare Bild geben die Herrschaften ab und welche wunderbaren Rückschlüsse lassen sich auf den Arbeitgeber ziehen? Ich frage mich, muss ich denn wirklich jeden Müll im Netz mitmachen?

Ohne Namen zu nennen, gebe ich ein paar Beispiele: Da hätten wir beispielsweise eine Lehrerin, die ihr Weißbier runterkippt. Sie sagt auch noch, dass sie ja immer ein Bier im Hause hat. Klar, Bier ist in Bayern ein Grundnahrungsmittel, aber muss ich es denn so genau wissen. Diese Dame hat eine Vorbildfunktion und unterrichtet Kinder. Über die Qualifikation in Mathe oder Deutsch kann ich nichts sagen, für die Qualifikation in Medienkompetenz gebe ich eine glatte 6. Setzen, durchgefallen. Zudem ist die Dame politisch tätig und disqualifiziert sich meiner Meinung nach für öffentliche Aufgaben.

Dann habe ich einen besoffenen Jugendlichen in meiner Timeline, der in einem Kernkraftwerk arbeitet. Was er dort genau tut, weiß ich nicht. Aber es macht mich nervös, wenn solche Leute in einem grundsätzlich sensiblen Bereich arbeiten und Selfi-Videos im rotzbesoffenen Zustand von sich drehen. Dieser Herr hat zudem keinerlei Privatsphäreeinstellungen in seinem Facebook-Profil aktiviert, so dass jedermann seine Sauftiraden bewundern kann. Als Arbeitgeber würde ich mir da eine geeignete Antwort für ihn überlegen.

Saufen im Radio - oder haben Medien eine Verantwortung?

Saufen im Radio – oder haben Medien eine Verantwortung?

Oder der Radiosender Star FM Nürnberg aus Franken. Der Moderator kippt ein kühles Blondes und wird dabei gefilmt. Klar, die Quote muss stimmen und scheinbar finden es besoffene Hörer auch cool. Das schließe ich zumindest aus einigen Kommentaren unter den Posts. All die Diskussionen, die wir über die Verantwortung der Medien geführt haben, werden mit einem Schluck heruntergespült. Im Falle Radio trifft das alte Massenmedium ein neues Massenmedium und die Verbreitung ist garantiert.

Warum Begeisterung?

Ich bin begeistert, denn ich sammle viele dieser Videos für meine Vorträge über Medienkompetenz. Das sichert mir meinen Arbeitsplatz. So geht mir meine Vortragsarbeit nie aus. Es gibt derzeit genügend Beispiele, dass im Bereich Medienkompetenz noch enorm viel zu tun ist.

Allerdings muss ich auch lachen. Es gibt einige Nominierte, die beim ‪#‎socialbeergame‬ mit guten Ideen antworten. Ein Kollege ist ans Bett im Krankenhaus gefesselt, hat die zweite Kochsalzlösung intus. Ein anderer trinkt kein Bier, sondern stopft sich Salzstangen in den Mund und konterkariert den Trend im Netz. Andere wiederum fressen (sorry) Schoki

Autodesk Smoke 2013 greift Videomarkt an

21. Dezember 2012

Foto 1

Am Videoschnittmarkt kommt endlich wieder Bewegung, Autodesk hat nach einer umfangreichen Beta-Phase sein neues Smoke 2013 veröffentlicht und bringt damit Schwung in den Schnittmarkt. Bisher war der klar unter den drei As aufgeteilt: Apple, Adobe, Avid. Jetzt kommt mit Autodesk ein viertes A hinzu.

Christoph Sahner, neuer Pressesprecher von Autodesk DACH, und Demo-Artist Alex Horst stellten der Fachpresse die Leistung der neuen Software vor. Während Christoph Sahner vor allem den Markt analysierte, ging Alex Horst stärker auf die Software ein. Das Besondere: Alex Horst ist in der Szene als 3D-Artists, vor allem für 3ds max bekannt. Er zeigte, wie schnell 3D-Künstler im Videoschnittbereich klar kommen können und zu welcher Power es durch die Kombination Effekte und Schnitt kommt.

Klar, Smoke gab es schon lange, aber es war für viele User zu highendig – vor allem im Preis. Im Highend-Bereich ist Autodesk mit Smoke 2013 geblieben, aber hat ganz schon unter der Motorhaube optimiert und an der Preisschiene geschraubt. Das Teil kostet nun 3900 Euro. Und die Software arbeitet auf Mac-Standardmaschinen, natürlich je mehr Raid via Thunderbold desto besser Und Autodesk hat sich Zeit gelassen. 25.000 Facebook-Fans, sechs Branchenauszeichnungen sowie Tausende neuer Nutzer über die Test-Downloads und eine aktive Community gibt es bereits. Für Dezember hat Autodesk bekannt gegeben, dass nun das neue Autodesk Smoke 2013 erhältlich ist.

Smoke 2013 wurde entwickelt, um die Anforderungen von professionellen Anwendern zu erfüllen, die in den Bereichen Videoproduktion, Unternehmensvideo, Online-Video oder in einem anderen vergleichbaren kreativen Umfeld arbeiten, in dem gleichzeitig Editing und Effekte benötigt werden. Das neue Smoke bietet Editing und Effekte innerhalb eines einzigen, effizienten, Timeline-basierten Workflows, eine aufgeräumte und klar gegliederte Benutzeroberfläche und läuft auf einer breiten Auswahl an MacBook Pro und iMac Computern. Umfangreiche Kundenbefragungen und das Feedback, das während der Pre-Release Versionen gegeben wurde, haben die Produktentwicklung mit voran getrieben, sagt Autodesk. Neue Funktionen, die direkt aus den Vorschlägen der Nutzer hervorgingen, sind: die Möglichkeit, einen Clip per Drag and Drop vom Abspielgerät in die Timeline zu kopieren; die Möglichkeit, die FX Pipeline Area in der Timeline zu vergrößern beziehungsweise zu verkleinern; die Umgestaltung und Straffung der Benutzeroberfläche und Interface-Elemente, um Workflows zu beschleunigen.

Alex Horst (hinten) zeigt, was die Software kann und ich staune.

Alex Horst (hinten) zeigt, was die Software kann und ich staune.

Als Key Features nennt Autodesk selbst:

– Neues Smoke User Interface– ein intuitiver Gesamt-Kreativ-Workflow, der das track-basierte Bearbeiten mit Branchenstandards im Editing und  Kreativtools von Autodesk kombiniert.

– ConnectFX – Ein  node-basiertes Compositing innerhalb der Zeitleiste ermöglicht hochwertige Effekte und erweitertes Compositing, ohne dass die Schnitt-Umgebung verlassen werden muss.

– Kreativtools – Ein Set an  Werkzeugen mit High-End-Tools für das Finishing: Action für ein tatsächliches 3D-Compositing, Colour Warper für professionelles Grading und Farbabgleich, ein Master Keyer für Einklick-Chroma Keying und stereoskopisches 3D-Editing und 3D-Effekte.

– Flexible Systemanforderungen – Smoke läuft auf den meisten Apple iMac und MacBook Pro Systemen, die Thunderbolt Speicher mit hoher Bandbreite und IO nutzen, was hochwertiges Editing und Effekte innerhalb flexibler Desktop- und Mobil- Workflows ermöglicht.

Autodesk hat Smoke umgestaltet, um eine wachsende Gruppe an Videoexperten anzusprechen, die mehr als nur editieren müssen. In einer Studie wurden über 300 aktive Nutzer der Testversion befragt, wobei über die Hälfte neue Smoke-Nutzer waren. Viele von ihnen sehen es als Vorteil, ein Gesamtpaket zu haben, das Editing und Effekte integriert. Für 51 Prozent ist ConnectFX die wichtigste Funktion.

 

Social Media: Deutschland versagt im Twitter-Fußball

22. Mai 2012

So leid es mir persönlich tut: Twitter ist und bleib in Deutschland wohl eher eine Randerscheinung – zumindest wenn man den internationalen Vergleich heranzieht. Der Kurznachrichtendienst hat im Land der Dichter und Denker eher ein Nischendasein. Dies wird wieder deutlich, wenn man die jüngste Untersuchung von ExactTarget beim Lieblingsthema der Deutschen anschaut: Fußball

Das Unternehmen ExactTarget untersuchte die Tweets bei der zurückliegenden Champions League. Sowohl im Netz als auch auf dem Fußballfeld unterlag der FC Bayern  dem glücklichen Gewinner Chelsea London. Mit rund 73 Prozent von weltweit insgesamt 1,8 Millionen Tweets ist Chelsea London der klare Social Media-Gewinner der Champions League.

ExactTarget, Anbieter von E-Mail-Marketing- und interaktiver Marketing-Lösungen, hat eine Woche lang weltweit alle Tweets zum Finale Bayern gegen Chelsea erfasst: Das Monitoring ergab unter anderem: Insgesamt gab es weltweit rund 1,8 Millionen Tweets zur Auseinandersetzung, davon 1,12 Millionen am Finaltag der Champions League. In 73 Prozent der Tweets wurde Chelsea London genannt, Bayern München dementsprechend nur in 27 Prozent der Tweets. Rund 70 Prozent der Beiträge auf Twitter wurden in Englisch verfasst, gefolgt von etwa 16 Prozent in Spanisch und nur 3,5 Prozent in Deutsch.

Fußball am Hauptbahnhof in München, aber ohne Twitter.

Fußball am Hauptbahnhof in München, aber ohne Twitter.

Das zeigt mir, dass Twitter noch nicht richtig in Deutschland angekommen ist. Während Facebook für die Masse ist, scheint Twitter mit seinen 140 Zeichen in Deutschland wohl nur ein Netzwerk für eine gewisse sprachliche Elite zu sein. Die hat entweder mit Fußball nichts am Hut, oder – und das glaube ich vielmehr – die Masse ist eben nicht auf Twitter unterwegs. Meine Timeline am Abend der Champions League war voll von Fußball, aber wohl zu wenig im internationalen Vergleich.

Spannung pur, aber Twitter war nicht gefragt.

Spannung pur, aber Twitter war nicht gefragt.