Auf meiner Fahrt nach Salzburg hatte ich natürlich was zum Lesen dabei.
Wenn ich auf Reisen bin, habe ich eigentlich immer etwas zu lesen dabei. Es gibt keinen Ort, an dem ich nicht lesen kann. Früher schleppte ich im Urlaub einen schweren Koffer voller Bücher mit, heute habe ich nur noch meinen Kindle und das iPad dabei, um zu lesen. Denn ich liebe Inhalte – ich drücke mich vor dem Wort Bücher, denn viele verbinden mit Buch ein gedrucktes Medium. Für mich zählt aber mehr, was zwischen den Buchdeckeln ist, also der Inhalt.
Schöne Idee – StadtLesen in Salzburg am Mozartplatz.
Und es hat mich als Inhaltsfreund bei einem Besuch in Salzburg die Aktion StadtLesen gefreut. Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer gab ein Grußwort ab: „Was wären wir ohne Bücher, ohne das Lesen, ohne die Auseinandersetzung mit neuen Ideen und faszinierenden Gedanken? Und was wären wir ohne die Stadt, die immer auch ein Marktplatz der Ideen und ein Ort war, wo der Wettstreit der Ideen ausgetragen wurde?“ StadtLesen fand in Salzburg auf dem Mozartplatz von 21. bis 24. August 2014 statt und mir hat die Idee wirklich gefallen.
Niederlassen und genießen und in Welten eintauchen.
Ich fand es prima, eine Oase des Lesens gefunden zu haben, in der ich mich ein wenig niederlassen konnte. Das Wetter passte, aber gab es keinen Kaffee. Es wurde das Kulturgut Buch präsentiert, leider nur wieder das gedruckte Buch. Und da war sie wieder die elende Diskussion. Es gab tolle Inhalte zu entdecken, es gab Lesungen, die Spaß gemacht haben. Aber es wurde wieder einmal polarisiert: Gedruckte Bücher und dann der Rest.
Es waren Regale mit interessantem Lesestoff aufgebaut. Ich konnte tolle Sachen entdecken. Das Lesewohnzimmer in Salzburg wurde als Einladung verstanden, sich niederzulassen, ein Buch in die Hand zu nehmen und zu genießen. Lesegenuss wurde möglich und erlebbar gemacht, Lesezeit geschenkt. StadtLesen versteht sich als Veranstaltungsreihe, die dem Thema Lesen breite Öffentlichkeit bringen will. Und das ist prima.
Leider wurde bei der ganze Sache in Salzburg das digitale Zeitalter vergessen. Es gab keinen WLAN-Hotspot oder auch die Möglichkeiten elektronischer Bücher wurde nicht aufgezeigt. Das tat weh, weil es so kurzsichtig ist. Es wurden wieder einmal in die alte Kerbe gehauen: Das richtige (gedruckte) Buch und das andere Zeug – langsam kotzt mich dieses Schwarzweiß-Denken an (Verzeihung). Und da das ganze Projekt Stadtlesen zudem vom Europäischen Parlament gefördert wurde, sind des auch meine Steuergelder und ich erwarte mehr Weitsichtigkeit.
Mit den Zielen von StadtLesen kann ich mich identifizieren. StadtLesen entstand ursprünglich aus einer anderen Idee der Innovationswerkstatt. Mit dem Leitsatz „Lesend reisen, reisend lesen“ gründet Sebastian Mettler 2007 eine innovative Hotelkooperation für Unterkünfte mit einem hohen Qualitätsstandard und mit speziellem Literaturangebot sowie einer besonderen (Lese-) Atmosphäre, die Bibliotels. Danach suchte er zusätzliche Möglichkeiten den Lesegenuss in die Welt zu tragen, dabei war ihm vor allem der freie Zugang zu Büchern ein großes Anliegen. Zwei Jahre später startete die erste StadtLesenTour in Österreich und das Ganze ist ein voller Erfolg.
Der Apple-CEO Tim Cook erledigt nach eigenen Angaben rund 80 Prozent seiner Arbeiten am iPad und nutzt nicht mehr einen Mac dazu. Aus diesem Grund und der Tatsache, dass Apple und IBM in Sachen Firmen-Apps kooperieren, habe ich mir meine Arbeitsweise mal näher angesehen und bewusst reflektiert.
Apple und IBM hatten ja vor kurzem eine exklusive Partnerschaft bekannt gegeben, die die marktführenden Stärken beider Unternehmen zusammenführt, um die Mobilität in Unternehmen durch eine ganz neue Kategorie an Apps zu verändern, die IBMs Big Data und Analytik-Fähigkeiten auf iPhone und iPad bringen.
Nun, 80 Prozent der Arbeiten sind es bei mir nicht, da hat Herr Cook wohl ein anderes Nutzerverhalten als ich – dachte ich zumindest am Anfang, Grundsätzlich hat der Apple-Chef recht. Das iPad hat mein privates und berufliches Leben verändert. Aber bis ich den Mac in Rente schicken kann, wird noch einige Zeit vergehen.
Meine hauptsächlichen Arbeiten am Mac, sei es jetzt das MacBook Pro oder der Mac Pro, sind Videoschnitt, DTP und Bildbearbeitung. Auch PDF-Erstellung und Fotoarchivierung läuft noch über den schnellen Maschinen. Das Thema 3D möchte ich gar nicht erst ansprechen. Aber wenn ich meinen Arbeitsablauf ansehen, dann brauche ich Video, DTP, Foto, aber nicht den ganz Tag.
Das iPad ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Ich diktiere sehr viel, surfe durchs Netz und konsumiere Musik und Filme. Auch soziale Netzwerke nutze ich hauptsächlich über das Apple-Device.
Meine Präsentationen, wie hier vor 500 Lehrern beim regionalen Schulentwicklungstag in Niederbayern, mache ich nur noch mit dem iPad.
Jetzt ist der Übergang zwischen Berufs- und Privatleben bei mir als Freiberufler fließend. Auf dem Sofa checke ich schon mal am iPad in meiner Freizeit meine beruflichen Mails oder reagierte auf Kommentare auf meiner beruflichen Facebook-Seite redaktion42. Aber so richtig macht sich der Zeitenwechsel bei meiner Arbeit unterwegs bemerkbar. Ich bin für Vorträge viel auf Reisen und früher schleppte ich den Rechner mit, um meine Vorträge zu halten. Das ist in der Regel vorbei. Ich habe heute nur noch mein iPad mini dabei, wenn ich meine Keynote-Präsentationen halte. Nach dem letzten Update ist Keynote für mich das ultimative Präsentationsstool, zudem die wichtigsten Präsentationen von mir in der iCloud liegen. Damit hat die Schlepperei ein Ende. Das iPad mini mit den VGA- und HDMI-Adapeter ist überall einsatzbereit. Als nächstes werde ich mir noch ein Apple TV besorgen, um das iPad mini drahtlos an die HDMI-Beamer anzuschließen. Allerdings: Die Verbreitung von HDMI-Beamer ist bei meinen Kunden eher noch ein Mangel. Verdammt: Also hier hat Mister Cook komplett recht behalten: Bei meiner Präsentationsarbeit nutze ich das iPad nahezu zu 100 Prozent. Beim Erstellen allerdings nutze ich den Mac, weil ich auf meine Foto- und Filmdatenbank zurückgreifen muss.
Tim Cook hat recht. Ich wollte es zunächst nicht glauben.
Ich saß in der Macworld-Keynote in San Francisco als Steve Jobs das iPad vorgestellt hat. Wir waren als Publikum begeistert, dass der Guru zu uns sprach. Aber wir wussten allerdings nicht recht so, wozu das iPad gut sein sollte. Kaum hatten wir es in den Händen und einige Zeit genutzt, war uns klar: Es ist ein perfektes Konsumgerät. Nach und nach stellte sich heraus, dass es aber auch ein exzellentes Produktionsgerät ist. Mein Alltag als mobiler Journalist wäre ohne iPhone/iPad nicht mehr vorstellbar. Erst neulich habe ich einen ausgebuchten Kurs zum Thema Mobile Journalismus gegeben und zeigte dort, wie sich die Welt verändert.
Das iPad gehört heute zum Alltag meiner Familie. K1/2 nutzen es, deutlich mehr als den Rechner. Sogar das lästige Latein-Volkabeltraining passiert am iPad von K1. Und immer wieder kommt die Frage, warum das Kind noch Schulbücher schleppen muss? Warum können diese Bücher nicht einfach als eBook vorliegen und die elende Schlepperei der Kinder hätte ein Ende? Wer verhindert eigentlich hier schon wieder im Land von Laptop und Lederhose? K1 und K2 werden in eine Welt wachsen, in der ihr Rechner nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Schon heute sind ihre iPod touch der ständige Begleiter. Sie dienen als Fotoapparat oder Musikabspielgerät. Die Kommunikation von zu Hause erfolgt über FaceTime, wenn ich unterwegs bin. Im Moment stellt sich die Frage, brauchen die Kinder überhaupt noch einen Mac oder reicht nicht einfach ein iPad Air?
Ich begrüße ausdrücklich den Schritt des Münchner Flughafens in Kürze das WLAN am Flughafen kostenlos bereit zu stellen. Künftig soll es möglich sein, dass Fluggäste in den Terminals vom Franz Josef Strauß Airport 24 Stunden kostenlos das WLAN nutzen können. Bisher war es nur eine halbe Stunde möglich. Der Service wird von der Telekom bereit gestellt.
Kostenloses WLAN kommt zu FJS, aber wie sieht es mit Steckdosen aus?
Ich will ja nicht meckern und kostenloses WLAN ist der richtige Schritt. Aber ich große Bitte habe ich noch: Steckdosen, bitte bringt mehr Steckdosen an.
Ich durfte neulich nach London fliegen und musste aufgrund von Verspätungen im Terminal 1 warten. Um den digitalen Anschluss nicht zu verpassen, wollte ich iPad und iPhone aufladen und fand an den Gates keine Steckdosen. Ja ich sehe schlecht, aber nicht nur mir ging es so. Andere irrten mit ihrem Ladekabel auch herum. Erst an den Fenstern fanden wir Stromsuchende eine (!) Steckdose, die wir uns brüderlich teilten.
Am Fenster fand ich am Terminal 1 in Muc eine Dose.
Ich gestehe: In Bremen am Flughafen ging ich in meiner Not sogar mal so weit, dass ich einen Cola-Automaten aussteckte, um an meinen Strom zu kommen. Bitte jetzt keinen Shitstorm. Aber Strom ist bei Smartphone ein echtes Problem.
In London musste ich dagegen sehen, was es heißt eine Weltstadt zu sein. Am Flughafen Gatwick gab es an jeder Ecke Steckdosen. Überall waren an den Sitzplätzen Stromtanks angebracht. Ich brauchte nur den englischen Adapter und konnte wunderbar Strom tanken.
Also bitte liebe Flughafenbetreiber in München. Mehr Steckdosen bitte und falls ihr welche im Terminal 1 habt, dann weißt darauf hin. Dann wird es auch langsam etwas mit Laptop und Lederhose.
So muss es sein mit der Stromversorgung: London Gatwick
Ich erinnere mich noch, wie ich als Kind vom Universalübersetzer bei Raumschiff Enterprise begeistert war. Captain Kirk konnte mit den Romulanern sprechen und obwohl sie unterschiedliche Sprachen hatten, verstanden sie sich. Sie konnten sich dank des Universalübersetzer verständigen.
Daran hatte ich mich neulich erinnert, als ich bei einem Lehrerseminar mehrere Lehrkräfte von Förder- und Mittelschulen unterrichtete. Die Lehrer hatten das Problem, dass sie Schüler aus so manchem ausländischem Land einfach nicht verstanden. Sie behalfen sich mit Bilderbüchern, um eine grundlegende Kommunikation mit den Schülern aufrecht zu erhalten. Viele der Kinder kamen aus dem arabischen Raum. Sie waren zumeist Flüchtlinge und sprachen kein Deutsch. Aber ihre Eltern waren so stolz, dass in Deutschland Bildung bekommen.
Hier fiel mir die Idee von Raumschiff Enterprise und dem Universalübersetzer ein. Mein persönlicher Universalübersetzer ist das iPad und Übersetzungssoftware iTranslate Voice. Ich zeigte den Lehrern die Software.Hier kann ich einfache Sätze in Deutsch (oder einer anderen Sprache) hinein sprechen und via Internet werden diese Sätze in eine vorher eingestellte Sprache umgewandelt. Natürlich lassen sich hier keine tiefgehenden Gespräche führen. Aber für die klassische Alltagskommunikation ist es prima. Die Lehrer probierten es aus. Sie sprachen in Deutsch in mein iPad hinein und siehe da, der Text kam auf Arabisch heraus. Wir probierten es, indem wir Deutsch Englisch, Deutsch Italienisch und Deutsch Französisch ausprobierten. Es klappte tadellos. Die Lehrer waren begeistert.
Eine Woche später bekam ich ein hervorragendes Feedback per Telefon. Es klappte auch an der Schule. Die Flüchtlingskinder waren begeistert. Sie konnten den Lehrern antworten. Lehrer und Schüler konnten in ihrer Sprache kommunizieren. Natürlich ersetzt diese Software keinen ausgebildeten Dolmetscher. Aber sie hilft im Alltag und sie hat den Alltag in den Klassenzimmern der Förder- und Mittelschulen erleichtert. Wahrscheinlich sind wir gar nicht mehr weit entfernt, bis der Universalübersetzer von Raumschiff Enterprise im Alltag Wirklichkeit geworden ist.
Die anstehenden Winterspiele werden die teuersten Spiele überhaupt. Und sicherlich eine der aufwendigsten. Lkw-Ladungen an Übertragungstechnik ist in Sotschi aufgestellt und warten auf den Einsatz. In bundesdeutschen Medien vergeht kein Tag, an den nicht über die Sportler berichtet werden, wie sie sich vorbereiten.
Als Apple Fan-Boy stieß ich auf eine Meldung, wie sich US-Sportler mit iPad und Videotechnik-Apps fit machen, um ihr tägliches Training für Sotschi noch effektiver gestalten zu können. Das olympische Bob- und Skeleton-Team der USA stellte fest, dass ihnen die Auswertung ihrer Trainings- und Wettkampfleistungen mit Hilfe der Kombination aus iPad und Ubersense Coach-App einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Ob das stimmt, werden wir in wenigen Tagen wissen, wenn die Spiele starten.
Im Moment bereite ich ein Seminar vor, dass professionelle Arbeit an mobilen Devices zeigt. Da kommen mir die Beispiele der Sportler gerade recht. Das gesamte digitale Leben hat sich durch iPhone und iPad geändert. Auch dieser Blog entsteht mit der mobilen WordPress App. Das MacBook Pro bleibt in der Tasche. Aber zurück zum Sport:
So sieht moderne Trainingsvorbereitungen aus. Foto: Apple
Die Mannschafts-Trainer nutzen das iPad und Ubersense Coach, um sowohl im Training als auch im Wettkampf die Leistung eines Athleten der Disziplinen Zweierbob, Viererbob und Skeleton an verschiedenen Stellen der Rennstrecke aufzunehmen, zu analysieren und zu manipulieren. Um dem Team ein direktes Feedback geben zu können, werden die Videoaufnahmen im Anschluss gleichzeitig an alle Trainer gepusht.
Das Team stellte von einer PC-Kamera-basierten Lösung im Jahr 2012 auf iPad um. Die für die Analyse notwendigen Computer sind zwar gut für Sportarten, die in einer Arena ausgetragen werden, waren aber zu globig, um sie auf einen Berg zu abgelegenen Orten mitzunehmen. Mit dem iPad in der Hand Jetzt können die Trainer nun auch abseits der Strecke einfach komfortabel zu arbeiten.
„Das iPad ist ein unglaublich leistungsfähiges Werkzeug für unser Team und hat bereits unter Beweis gestellt, dass es dabei hilft unsere Leistungen in Training und Wettkampf zu steigern“, sagte Scott Novack , Bob-und Skeleton High Performance Director des Team USA.“ Wir trainieren in einigen der hügeligsten Orte der Welt. Die Mobilität und das leichte Design des iPad machen es möglich, es überall hin mitzunehmen, Videos aufzunehmen und die Läufe zu analysieren. Somit können wir den Athleten umgehend kritisches Feedback geben, sogar Minuten vor ihrem nächsten Lauf.“
Auswertung am iPad. Foto: Apple
Mit Ubersense Coach kann das Team Videomaterial aufnehmen, das sofort mit mehreren Trainern geteilt werden kann, die oft meilenweit voneinander entfernt an verschiedenen Streckenabschnitten oder Kursen positioniert sind. Zuvor musste das Videomaterial zunächst auf einen Remote- Server hochgeladen, und dann erneut heruntergeladen werden. Dank Ubersense auf dem iPad entfällt die Notwendigkeit für externe Server. Die Lösung bietet eine nahtlose Nutzererfahrung, die von unschätzbaren Wert ist, wenn nur ein paar kurze Minuten zwischen den Läufen bleiben, um Feedback zu geben und Anpassungen vor dem nächsten Lauf vorzunehmen. Das ist einer der größten Vorteile, der ihnen bahnbrechende Wettbewerbsvorteil gebracht hat.
iPad hat außerdem die Art verbessert, wie das Team untereinander kommuniziert und in Kontakt bleibt. Dank erweiterter LTE- Abdeckung kann das Team an jedem Ort der Welt eine lokale nano SIM in das Gerät stecken und sind sofort einsatzbereit.
Auch andere US-Sportler setzen auf die Apple Technik. Athleten aus dem amerikanischen Olympischia-Team nutzen iPad in Kombination mit der Coach’s Eye-App für die letzten Vorbereitungen für Sotschi, darunter der Freestyle-Skifahrer Patrick Deneen, der Nordische Kombinierer Billy Demong und die Eisschnellläuferin Heather Richardson.
Coach’s Eye erweitert ebenfalls traditionelle Trainingsmethoden. Die App erstellt Videoanalysen, die auf vielfache Art und Weise geteilt werden können – Trainer können Feedback direkt mit einem Athleten teilen, oder es öffentlich für alle Teammitglieder zugänglich machen. Durch den Import anderer Coach’s Eye-Videos mittels eines einfachen Knopfdrucks, können Coaches auch das Training aus der Ferne vereinfachen.
„Dank Coach’s Eye kann ich Heather auf dem Eis wichtige Anweisungen geben, die für mehr Effizienz und Effektivität ihrer Workouts sorgen“, sagte Ryan Shimbukoro, Trainer von Heather Richardson.
„Coach’s Eye wird von den meisten, wenn nicht allen, Freestyle-Ski Trainern auf Weltcup-Niveau genutzt. Es hat die Art und Weise wie ich mit meinem Trainer arbeite nachhaltig verändert“, sagt Patrick Deenen. „Das ist ein riesiger Unterschied verglichen mit der Art des Trainings für Vancouver. Wir nutzen Coach’s Eye den ganzen Tag, jeden Tag.“
Durch Bereitstellung von augenblicklichen Video-Analysen über mobile Geräte, hilft Coach’s Eye Athleten seit mehr als zwei Jahren dabei Spitzenleistungen zu erzielen. Trainer und Athleten aller Niveaus nutzen die App für Training, Praxis und Wettbewerb mit mehr als 25 Millionen analysierten Videos.
Wenn ich mit meinen verschiedenen elektronischen Gerätschaften unterwegs bin, dann hatte ich früher Kabel und Stecker dabei. Seit rund einem Monat bleiben die Stecker zu Hause. Sie wurden durch die tizi Tankstelle ersetzt. Damit kann ich vier Devices wie iPad, iPhone, USB-Tastatur und auch Kindle über eine Steckdose versorgen. Das spart Platz in der Steckerleiste. Da ich viel in Hotels bin, ist die Anzahl der Steckdosen in der Regel sehr übersichtlich. Und ich habe keine Lust, immer noch eine Steckerleiste in meinem Reisegepäck mitzuschleppen. Das ist unnötiges Gewicht und nimmt zudem Platz im Koffer weg.
So entschied ich mich für die tizi Tankstelle des Münchner Herstellers equinux. Ich habe schon ein paar Geräte von equinux im Einsatz und bin zufrieden. Mein Energieriegel, der Hochleistungsakku tizi Kraftprotz, versorgte mich in einigen RE der Deutschen Bahn mit Strom für mobile Devices. Mit der Tankstelle bin ich auf jeden Fall bisher gut gefahren.
Vielleicht sollte ich einmal ein Seminar zum Thema Mobilität anbieten. Kommt sicher gut an.
Seitdem ich mein iPad habe, hat sich meine Arbeitsweise komplett geändert. Wenn ich auf Reisen gehen, hab ich in der Regel mein MacBook Pro nicht mehr dabei, sondern nur noch mein iPad. Kurzem kaufte ich mir das iPad Mini mit Retina, um noch weniger Gewicht am Mann zu haben.
Allerdings verlangt die Arbeit am iPad eine neue Arbeitsweise, eine neue Organisationsweise von Daten. Die Cloud wird als Dateiablage für mich immer wichtiger. Und hinzu kommt freilich der Einsatz von Apps. Damit bin ich nicht alleine. Die Bitkom hat neue Zahlen von Apps.
Gut jeder zweite Tablet-Nutzer (54 Prozent) hat bereits Spiele-Apps, E-Books und Co. für sein Gerät gekauft. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter Tablet-Nutzern von Bitkom Research. Am beliebtesten sind Spiele für die Touchscreen-Rechner. Knapp jeder dritte Tablet-Nutzer (31 Prozent) hat bereits eine Spiele-App gekauft. Auch Lesestoff wird häufig für den Tablet-Computer erworben. 30 Prozent der Nutzer eines solchen Gerätes haben bereits E-Books hierfür gekauft, 16 Prozent Zeitschriften oder Zeitungen. Knapp jeder Vierte hat bereits Musik-Dateien erworben, jeder achte (12 Prozent) Hörbücher. Kostenpflichtige Filme und Serien wurden von 11 Prozent heruntergeladen.
Tablet Computer werden weiter sehr stark nachgefragt. In diesem Jahr werden in Deutschland nach Prognosen von Bitkom Research 8 Millionen Geräte verkauft. 2012 waren es noch rund 5 Millionen Tablet Computer, ein Plus von 59 Prozent. Der Umsatz steigt in diesem Jahr im Vergleich zu 2012 um 55 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Damit übertreffen die aktuellen Prognosen Voraussagen vom Jahresanfang um rund 3 Millionen Geräte. Einer der Gründe für die gestiegenen Absatzerwartungen ist der Trend zu Tablet Computern mit kleineren Bildschirmen zwischen 7 und 8 Zoll. Diese sind zum Teil deutlich günstiger als Geräte mit Bildschirmdiagonalen von 9 bis 10 Zoll und werden daher stärker nachgefragt. Die Folge sind sinkende Durchschnittspreise in den vergangenen Jahren: Diese sind von 457 Euro 2011 auf 354 Euro im vergangenen Jahr gefallen. 2013 werden voraussichtlich 345 Euro im Schnitt für einen Tablet Computer ausgegeben. Upps, ich merke, dass mein iPad mini deutlich teuerer war.
Kaum ein Tag vergeht, dass nicht eine Meldung zum Thema eBooks in meinem Posteingang landet. Alle besagen: eBooks werden immer beliebter. In vielen meiner Seminaren stelle ich aber noch ein Angst vor elektronischen Büchern fest.
Jetzt hat die Plattform Deals.com, ein Portal für kostenlose Gutscheine und Rabatte, das eBook-Leseverhalten der Deutschen unter die Lupe genommen. Während noch vor einem Jahr nur jeder dritte Deutsche schon mal ein eBook gelesen hat, liegt die Zahl der Nutzer mittlerweile bei 41 Prozent. Auch wenn elektronische Bücher weithin bekannt sind, werden sie dennoch wenig gelesen: Nur ein Drittel (32 Prozent) der eBook-Nutzer liest eBooks mehrmals die Woche oder sogar täglich – 42 Prozent nur einmal im Monat oder seltener. Jeder Zehnte behauptet allerdings, mehr zu lesen, seitdem er eBooks nutzt.
Die beliebtesten eBook Medien: Notebook weiter vorn, aber eReader holen auf
Was die Wahl des Mediums angeht, so geht der Trend ganz klar zu spezialisierten eReadern. Vor allem die Beliebtheit von Notebooks und PCs als Medium für den Lesestoff sank im Vergleich zum Vorjahr: Nur noch 26 Prozent lesen eBooks auf diesen Geräten (49 Prozent 2012). Ich muss zugeben, ich würde nie ein Buch am Rechner lesen, glaube aber die Zahlen. Der Amazon Kindle wird von jedem vierten eBook-Leser genutzt (Anstieg gegenüber 2012 von 16 auf 25 Prozent 2013). Auch iPads (12 Prozent) und andere Tablets (17 Prozent) erfreuen sich großer Beliebtheit. Leider wurde das soziale Lesen nicht untersucht. In meinen Seminaren zeige ich immer die Möglichkeit des sozialen Lesens. Das bedeutet, in einem Fachbuch unterstreichen die Leser wichtige Passagen am Kindle. Ich kann mir als Leser des Buches diese Markierungen aus der Cloud einblenden lassen und lese das Fachbuch deutlich schneller als bisher. Es stellt sich nämlich heraus: Die Leute sind nicht dümmer und unterstreichen in der Regel genau das, was ich auch unterstrichen hätte.
Auf welchen Geräten lesen Sie E-Books? (Mehrfachantworten möglich)
Notebook / Netbook / PC 26%
Kindle 25%
Smartphone 25%
Anderer Tablet-PC (z. B. Samsung Galaxy Tab), aber kein iPad 17%
iPad 12%
E- Reader anderer Hersteller 11%
Sony Reader 5%
Tolino 5%
Kobo 2%
Sonstiges Gerät 7%
Rund 60 Prozent der Deutschen fordern deutlich günstigere Preise bei eBooks
Die noch relativ geringe Nutzung von eBooks ist vor allem auf die zu hohen Geräte- und eBook-Preise zurückzuführen. Jeder Vierte behauptet, dass ihm eBooks und eReader zu teuer sind (je 23 Prozent). Das ist für mich sehr interessant, denn Kindle und auch Tolino werden deutlich subventioniert. Ich denke, das Argument des hohen Preises für Reader nicht zieht, Deutlich wird aber eine andere Zahl, Ganze 59 Prozent sagen ganz klar: eBooks sollten im Vergleich zum gedruckten Buch deutlich günstiger sein. Mehr als jeder Dritte behauptet, er würde sich eher für ein eBook entscheiden, wenn es nur halb so viel kosten würde wie ein gedrucktes Buch (38 Prozent). Jeder Siebte liest derzeit sogar ausschließlich kostenlose eBooks (14 Prozent). Das System scheitert aber an der deutschen Buchpreisbindung. Die Abschaffung wurde im europäischen Parlament diskutiert, aber erst mal auf Eis gelegt. Vielleicht haben die Lobbyverbände der deutschen Verlage hier gute Arbeit geleistet. Egal ob eBook oder gedrucktes Buch: Das Buch kostet überall gleich viel.
Jeder Zehnte wünscht sich einen eReader zu Weihnachten
Das Christkind wird wohl dieses Jahr eine Menge der elektronischen Bücher verteilen: Jeder Sechste hält eReader für ein besseres und zeitgemäßes Weihnachtsgeschenk als ein Buch. Jeder Zehnte hat zudem selbst einen eReader auf seinem Wunschzettel. Sechs Prozent planen einen solchen zu Weihnachten zu verschenken. Bei mir in der Familie ist das auch so: K1/2 bekommen einen Kindle und auch mein Vater wird einen bekommen.
Frauen als Bastion gedruckter Bücher
Völlig unverständlich ist für mich folgende Aussage der Umfrage; Während jeder fünfte Deutsche schon heute behauptet, dass eBooks gedruckte Bücher auf lange Sicht völlig ersetzen werden, hat die Literatur auf gedrucktem Papier vor allem weibliche Anhänger: 41 Prozent der Frauen und nur 29 Prozent der Männer glauben nicht, dass sich eBooks jemals gegen gedruckte Bücher durchsetzen werden. Wenn ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin, dann sehe ich vor allem Frauen, die einen eReader verwenden, Natürlich sind meine Beobachtungen rein subjektiv. Aber das Thema bleibt spannend.
Mein Blogger-Freund Ludger Freese hat mir ein Blockstöckchen zugeworfen und ich hab es gerne angenommen. Er stellte mir ein paar Fragen, die ich hier beantworten. Viel Spaß beim Lesen.
Welcher Blogger-Typ bis du?
Als gelernter Journalist, der früher für Tageszeitungen und Fachzeitschriften tätig war, sind Blogs für mich eine klare Fortführung meiner journalistischen Arbeit. Wie kam es zu meinem Blog redaktion42.com? Ich gebe ja seit mehreren Jahren erfolgreich Seminare, unter anderem auch zum Thema Web 2.0. Dort zeige ich, wie sich die Welt verändert. Mit meinem Freund und Kollegen Thomas Gerlach saß ich vor fünf Jahren zusammen und wir kamen auch auf das Thema Blogosphäre zu sprechen. Uns war klar, dass wir nicht über Blogs referieren können, ohne wirklich dabei zu sein. Es gibt schon genügend Schwätzer, die über Sachen abstrakt philosophieren, ohne es zu praktizieren. Also – gesagt, getan. Wir beide gingen ans Bloggen. Doch was sollte der Inhalt sein? Wir beide verfolgten unterschiedliche Konzepte. Während der Kollege Gerlach zweimal die Woche zu speziellen Themen aus der Medien- und Internetbranche schreibt, versuche ich jeden Tag einen bunten Blogpost zu schreiben. Während seine Zielgruppe spitz und elitär ist, sollte mein Blog breit aufgestellt sein, er sollte vor allem Spaß machen. Daher wählte ich als Untertitel auch: Der Blog des digitalen Nomaden Matthias J. Lange. Wie ursprünglich Blog als grass-roots movement schreibe ich eine Art Tagebuch: Ich schreibe über die Dinge, die mich bewegen, die mir auffallen, die ich erfahre. Nach fünf Jahren können wir feststellen: Mein Blog ist der erfolgreichere, hat eine deutlich höhere Reichweite. Es stellt sich heraus, dass sich die User gerne mit den alltäglichen Dingen im Netz beschäftigen, sich überraschen und unterhalten lassen und da sind sie bei mir an der richtigen Adresse.
Gerätschaften digital:
Seit 1984 ist es sind Apple-Geräte. Die aktuellen sind im ganzen Haus verteilt, der Rest im Museum. Momentan sind es MacBook Pro, zwei MacBook Air, Mac Pro, iMac und mehrere Mac minis. Zudem nutze ich iPhone 5 und iPad 4 als mobile Geräte. Als professionelles Fotoequipment nutze ich Nikon D3x und Fuji X100s, im Videobereich die großen Canon- und JVC-HD-Kameras. Ein neues Hobby von mir ist die GoPro Hero3 mit einer wahnsinniger 4k-Auflösung. Und ich habe Akkus wie den tizi Kraftprotz und Ladekabel dabei, weil ohne Strom geht es nicht. Zur Unterhaltung und Entspannung darf der Kindle nicht fehlen.
Gerätschaften analog:
Mein Lieblingsfüller, den ich nur zum Unterschreiben dabei habe. führe ich so dann und wann mit mir. Aber so viele Unterschriften muss ich dann noch nicht leisten. Aber im Ernst: Die Welt ist nicht schwarz oder weiß – nicht anlaog oder digital. Meine Welt ist grau oder im besten Fall bunt.
Arbeitsweise:
Als Tageszeitungsjournalist habe ich gelernt, allzeit bereit zu sein und in jeder Situation schreiben zu können. Aber um genügend Platz für die Familie zu haben, schreibe ich in der Regel für meinen Blog am frühen Morgen oder in der späten Nacht. Ich habe keine Angst vor dem Schreiben. Ich arbeite ich an verschiedenen Blogbeiträgen gleichzeitig. Mein Ziel ist es, jeden Tag einen Blogbeitrag zu veröffentlichen. Viele Beiträge sind geplant und auf den Tag abgestimmt. Natürlich kommen tagesaktuelle Ereignisse hinzu und werfen die ganze Planung über den Haufen. Aber das macht das Ganze wieder spannend.
Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?
Als Blog-Plattform nutze ich WordPress, unterwegs auf der WordPress App. Texte schreibe ich in Google Drive und mehr und mehr ging ich zum Diktieren über aufgrund einer ausgeheilten Augenkrankheit. Die Textdateien sind für meine Frau freigegeben, die meine erste Kritikerin ist.
Ich nutzte früher auch Posterous als Plattform, aber dieser Dienst wurde ja eingestellt und meine Daten zu WordPress migriert. Ich versuche für meine Blogs in der Regel eigene Fotos oder Videos zu nehmen. Dazu ist für mich YouTube eine hervorragende Plattform. Mein Kanal heißt dort redaktion42. Die Bildbearbeitung erfolgt klassisch über Photoshop am Rechner oder entsprechende Tools am iPad. Die Verbreitung geschiet über Twitter, Facebook, Xing, Linkedin, Pinterest und Google+. Die Twitterfeeds werden mehrmals am Tage in unterschiedlichen Varianten wiederholt. Um Kommunikation zu fördern kommentiere ich bei meinen Freunden und erweitere so meine Reichweite.
Wo sammelst du deine Blogideen?
Meine Unterzeile des Blogs redaktion42.com lautet, das Blog des digitalen Nomaden Matthias J. Lange, ich bin ein Reisender. Ich bekomme meine Idee aus dem Web, viel aus den sozialen Netzwerken und dem RL, einige Hinweise kommen über klassische PR-Mitteilungen und vieles kommt aus Gesprächen mit echten Menschen. Wenn ich auf Reisen gehe, vergeht keine Stunde und ich habe neue Themen, aber auch ein kleiner Spaziergang reicht aus. Ich empfehle allen Bloggern die Lektüre von Sigi Sommer.
Was ist dein bester Zeitspar-Trick / Shortcut fürs Bloggen / im Internet?
Augen auf – die Themen liegen auf der Straße. Ich muss sie nur aufnehmen und daher ich muss mich trainieren, die Themen zu erkennen. Und das kenne ich noch aus der Zeit als ich mit der Schreibmaschine gearbeitet habe: Der Artikel ist im Kopf komplett geschrieben, bevor ich den ersten Buchstaben in die Tastatur tippe.
Aber ich musste auch feststellen, das Schreiben für einen Blog etwas anderes ist, als Schreiben für Papier. Ich liebe es früher für meine Leser zu schreiben. Aber: Ich will nicht über SEO-Maßnahmen philosophieren, aber natürlich ist Google heute einer meiner Hauptleser. Kurz und gut: ich musste meine Scheibe ändern und zwar komplett.
Das beginnt ganz einfach mit den Überschriften. Ich beherzige hier einfach mal die Tarzan Regel der Mainpost. Die Regel besagt: wenn der Text über Tarzan geht, muss Tarzan in die Überschrift. Als Printjournalist war ich es gewohnt, blumige Überschriften zu schreiben, die den Leser neugierig machen. Als Onliner, der auch für Google schreibt, muss ich klar schreiben, um was es in dem Post geht. Jeden Tag muss ich also die Gretchenfrage stellen. Schreibe ich schöne Texte für Menschen oder schreibe ich schöne Texte, die von Google gefunden werden? Am Ende ist das Leben wie immer ein Kompromiss.
Dann musste ich lernen, verstärkt auf visuelle Elemente zu setzen: also Bilder und vor allem Videos. Ging früher im Blogpost ohne Bild online, so sollte heute mindestens ein Bild und ab und zu ein Video dabei sein. Visuelle Elemente erhöhen die Aufmerksamkeit beim User und dann wird der Text auch gelesen
Benutzt du eine To-Do-List-App?
Ich habe mich von meiner Zettelwirtschaft verabschiedet. Früher hatte ich mehrere Zettel und Blöcke auf denen ich meine Notizen machte, um nichts zu vergessen. Ich führte lange To do-Listen und kam nicht zurecht. Ich verlor den Überblick.
Seit längerem habe ich damit aufgehört und führe nur noch eine einzige Liste. Damit behalte ich die Übersicht und weise das Chaos in die Schranken. Ich nutze toodledo, gekoppelt mit der Cloud, um auf jeden Endgerät die Daten snychron zu halten. Eines musste ich trotz der Technik lernen: Pack nicht zuviel in deinen Tag. Ich habe oft meine To do-Liste zu voll gepackt, so dass ich abends enttäuscht war, dass ich mein Pensum nicht geschafft habe. Das frustrierte und machte keinen Spaß. Das Übertragen von Aufgaben auf den nächsten Tag sollte nicht unbedingt zur Tagesordnung werden.
Also ganz wichtiger Tipp: Bleiben Sie realistisch. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut und daher mute ich mir nicht mehr zuviel zu. Durch diese Listen kenne ich mein Leistungspensum. Das hat mich auch gelehrt, einmal nein zu sagen, wenn von außen mehr und mehr auf mich abgeladen wurde.
Außerdem musste ich meine persönliche Art von Projektmanagement erlernen. Oft standen früher in meiner Agenda ganz große Brocken, deren Bewältigung nicht an einem Tag zu schaffen war. Hier lernte ich ein großes Projekt in viele kleine Projektchen aufzuteilen, um tägliche Erfolgserlebnisse zu haben. Also klarer Tipp: Großer Brocken in kleinere Bröckchen aufteilen und schon läuft es besser.
Ich habe bei Kollegen gefragt, wie sie ihre Listen führen, wenn sie denn überhaupt eine führen: Die Ergebnisse waren unterschiedlich: Einer nimmt ein Schmierblatt, der andere ein Notizbuch, ein anderer seinen alten Palm und ich nehme die Cloud. Egal, was man nimmt, Hauptsache man nimmt es. Schließlich räumt diese Art von Aufgabenagenda wichtigen Speicherplatz im Gehirn frei. So ist es zumindest bei mir. Was ich aufgeschrieben habe, daran muss ich nicht jede Nacht denken. Diese To do-Listen ordnen meine Gedanken und damit kann ich mich besser strukturieren und – ganz entscheidend – besser arbeiten.
Und wissen Sie, was das Schönste ist: Wenn eine Aufgabe erledigt ist, dann streiche ich sie mit Genuss durch. Ich glaube, die Psychologie nennt es Erledigungsfreude. Das gibt Motivation und Kraft für neue Aufgaben. Denn eines ist gewiss: Aufgaben gehen nie aus.
Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?
Im Grunde ist das iPad und die Cloud immer dabei und im Moment spiele ich viel mit der Fuji X100s herum, so dass sie auch ist. In hab den schicke braune Lederumhängetasche, darin sind die ganzen Geräte und Kabel, Stative untergebracht.
Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Nein, ich bin zwar einmalig, aber ich bin nicht irgendwo besser als andere. Ich kann gut schreiben, aber es gibt bessere Schreiber. Ich kann gut fotografieren, aber es gibt bessere Fotografen. Ich kann gut filmen, aber es gibt bessere Filmer. Aber ich kann katastrophal singen.
Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Wenn ich im Tunnel bin, nehme ich nichts wahr. Daher kann ich grundsätzlich überall arbeiten. Aber Musik ist enorm wichtig in meinem Leben. Ich liebe Bob Dylan, Beatles, Pink Floyd, ELP, Deep Purple und King Crimson. Im Moment höre ich auch wieder sehr viel Kraftwerk und Hank Williams, Johnny Cash und Towns van Zandt. Unterschätzt ist zudem immernoch der großartige Warren Zevon. Im Klassikbereich stehe ich auf Bach, Beethoven und vor allem Richard Wagner, letzteren nur musikalisch – nicht politisch.
Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Lerche?
Ich kann zu jeder Tages- und Nachtzeit schlafen. Sag mir, wenn ich schlafen kann und ich schlafe. Aber durch ein geregeltes Familienleben gehe ich in der Regel gegen 0 Uhr ins Bett und stehe um 6 Uhr wieder auf. Als Freiberufler gönne ich mir dann und wann einen Mittagsschlaf und das ist für mich total erholsam. Also weder Eule von Lerche.
Eher introvertiert oder extrovertiert?
Extrovertiert – keine Frage. Liegt vielleicht auch an meinen roten Schuhen. Aber als Journalist habe ich gelernt, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Das ist als Blogger schon schwieriger. Und was ich auch lernen musste, ist die Personalisierung. Waren die Texte zunächst klassisch journalistisch geschrieben, wandelte sich die Sprache im Laufe der Zeit. Während es im klassischen Journalismus eine absolute Trennung der journalistischen Darstellungsformen gibt (zumindest in der Theorie), vermischt sich in meinem Blog die berichtende und kommentierende Form. Viele meiner Artikel enthalten heute eine klare Meinung von mir.
Diese Personalisierung spiegelt sich auch im Layout des Blogs wider. Hatte ich als Hauptbild früher ein nettes Foto von der GC aus Leipzig, wechselte ich es durch einen Porträtbild von mir aus. Und siehe da, die Zugriffszahlen und die Interaktion, sprich die Kommentare, stiegen. Wenn ich heute auf Veranstaltungen gehe, erkennen mich so manche Besucher. Das beste Beispiel war die re:publica dieses Jahr in Berlin. Als Journalist früher konnte ich unerkannt Veranstaltungen besuchen – das ist durch meinen Blog heute vorbei. Damit klar extrovertiert.
Trotz der Bespitzelung durch die NSA und andere Geheimdienste bin ich noch ein Freund des Cloud-Computings. Vor allem nutze ich Google Drive, die Bürolösung von Google. Damit habe ich auf allen Endgeräten wie Mac, iPhone oder iPad den gleichen Stand an Inhalten. Meine Bücher schreibe ich zudem mit meinen Kollegen Thomas Gerlach in Nürnberg. Durch Drive sparen wir uns das elende Versenden von Dateien, das in der Vergangenheit immer zu Konflikten geführt hat. Außerdem können wir zeitgleich an Texten arbeiten.
Außerdem bin ich ein großer Fan von Diktatsoftware geworden. Freilich, die Dinger sind noch nicht perfekt, aber doch schon gut ausgereift. Durch ein Augenleiden war ich gezwungen auf Diktiersoftware umsteigen, um einigermaßen weiterarbeiten zu können. Ich habe lange Zeit mit Dragon Dictate gearbeitet, nutze aber jetzt die intergrierte Spracherkennung am Mac. Viele meiner Texte diktierte ich in Apple Pages hinein. Diese Arbeitweise wollte ich jetzt auf Google Drive übertragen.
Denkste – was soll das? Google Drive arbeitet nicht mit dem Mac OS Mountain Lion zusammen? Ich kann das MacBook eigene Mkro verwenden oder USB-Mikros anstecken, es rührt sich nichts.Zwar zeigt die Software einen Ausschlag, aber es kommt kein geschriebener Text. Ist es eine Rivalität der beiden Firmen auf dem Rücken der User, auf meinem Rücken? Ich kann keine Texte am Mac in Google Drive diktieren. Das ist absoluter Käse und totaler Müll.
Interessant ist aber, dass es am iPad und am iPhone funktioniert, nur unter Mountain Lion verweigert die Diktatsoftware ihren Dienst. Ich habe es mit Safari und Chrome probiert. Nichts geht. An den mobilen Geräten habe ich keine Probleme, bis auf die Tatsache, dass die Mikrofone nicht optimal sind. Ich hoffe, dass Apple mit iOS 7 hier die Möglichkeit nicht Schluss machen und sich Apple und Google einbekommen. Spätestens ab Maverick will ich auch in Google Drive diktieren können.