Heimstudio: Telepromter für Sony ZV1

13. März 2023

Als (Nachwuchs-)YouTuber übe ich regelmäßig und versorge meine kleine, aber feine Community mit Filmen in verschiedenen Playlists. Um professioneller zu werden, habe ich an Hardware aufgestockt. Meine jüngste Anschaffung ist ein Teleprompter.
Ich nutze seit langem Teleprompter-Software für meine iOS-Geräte und bin grundsätzlich zufrieden. Aber ich habe über die Zeit mehrere Probleme für mich identifiziert: Das iPhone Max hat zwar ein großes Display, aber die Schrift ist dennoch zu klein für meine schlechten Augen. Beim iPad Pro 12 ist die Schrift prima, aber die Auflösung der Front-Kamera könnte höher sein und der Anschluss eines externen Mikrofons über das die Apple USB-C-Schnittstelle ist eine Fummelei.

Für meine Online-Schulung verwende ich als Hauptkamera eine Sony ZV1 in 4K und bin bis auf ein paar Kleinigkeiten zufrieden. Ich schließe an die Kamera ein externes Mikro an – im Moment verwende ich den genialen Fieldrekorder Portacapture X8 von Tascam. Also musste nun ein Hardware-Teleprompter für die Sony-Kamera her. Diese habe ich zusätzlich noch mit einem externen Weitwinkelobjektiv ausgestattet, um noch besser meine Shows zu machen.

Teleprompter gibt es wie Sand am Meer. Ich habe mich für den Pafieo S14 entschieden. Vielleicht hätte auch der Pafieo S12 gereicht, aber ich wollte aufgrund meiner schlechten Augen auf Nummer sicher gehen. Das Ding ist aus einer Aluminiumlegierung und in einem Stück zusammenklappbar und wandert bei Nichtgebrauch in einen mitgelieferten Koffer. Der Teleprompter kann auf jedes Stativ montiert werden. Für einen Stativarm am Schreibtisch ist das System zu schwer, daher verwende ich ein standfestes Stativ, das auf meinem Schreibtisch steht.
Ich habe folgenden Workflow. Ich schreibe meine Texte in einem Texteditor – im meinem Fall ist es der iA Writer, der über die iCloud auf alle Apple-Geräte synchronisiert wird. So habe ich überall die gleiche Fassung und kann an jedem Ort meine Texte weiterschreiben.

Kommt es zur Aufnahme, wird der Text in die einfache App Inmei Teleprompter kopiert, die für iOS und Android kostenlos vorliegt. Ein wenig Kosmetik mit Schriftgröße und Hintergrund ist gegebenenfalls nötig. Im Mirror-Mode kann der Text auf dem iPad Pro abgespielt werden. Die Geschwindigkeit steuere ich mit einer Fernbedienung, die dem Teleprompter beiliegt. Das iPad Pro kann wunderbar in den Pafieo S14 eingeklemmt werden. Die Sony ZV1 schaut durch ein schwenkbares Glas auf das die Schrift des iPads gespiegelt wird. Ich positioniere mich vor dem System, starte via Blauzahn meine Sony-Aufnahme und starte den Teleprompter. In der ersten Zeit habe ich noch einen Fieldmonitor über HDMI angeschlossen, um zu überprüfen, ob der Bildausschnitt passt und oder schlimmstenfalls ein Stück schwarzen Stoff von Teleprompter in die Kameralinse ragt. Meine erste Aufnahme war diese hier.

Weitwinkelobjektiv für Sony ZV1
Ich wollte ja eine größere Brennweite für meine Sony ZV1, die ja ein festverbautes Objektiv hat. In der Vergangenheit hatte ich ein aufgeklebtes NoName-Ojektiv verwendet, das grundsätzlich gute Dienste leistete. Doch im Laufe der Zeit und durch die Hitze der Scheinwerfer wurde der Klebstoff porös und das Ding wurde locker.

Ich griff nun zu einer chinesischen Lösung auf dem Hause NEEWER. Ich habe schon ein paar Lampen von NEEWER zufriedenstellend im Einsatz und wählte nun ein 18mm Weitwinkelobjektiv. Ich nahm die weiße Variante, nachdem schwarz zwar optisch besser passt, aber langweilig ist. Das Objektiv wird über einen Adapterring auf die Kamera geschraubt und hält absolut fest. Auch die Steuerung über die Wippe von Weitwinkel zu leichtem Tele klappt ohne Probleme.

So wurde das heimische Studio upgegradet und für weitere Drehs fit gemacht. Mal sehen, was als nächstes ansteht.

ChatGPT im Interview

11. März 2023

Die KI-Chatbot ChatGPT bewegt die Gemüter weltweit und hat die Chance, die Kommunikation und Wissensvermittlung auf den Kopf zu stellen. Seitdem OpenAI die KI ChatGPT im Research Preview Mode kostenfrei zur Verfügung gestellt hat, erstaunt das Tool mit seiner vielfältigen Einsetzbarkeit und dem Umgang mit Sprache, Texten und Aufgaben, die Nutzer an die Künstliche Intelligenz (KI) stellen. Und was diese lernende KI nicht alles kann: In Sekunden Aufsätze und Reden schreiben, Texträtsel lösen, Programme entwickeln, Referate entwickeln, Lebensläufe vorschlagen und vieles mehr. In einer Online-Schulung des Instituts für politische Bildung wurden rund 60 Teilnehmer auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Ein Teilnehmerkommentar angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen: „Ich bin platt, das muss man erst einmal verarbeiten.“

ChatGPT in der Version 3 ist die Abkürzung für Generative Pretrained Transformer, Version 3. Entwickelt wurde sie von dem Non-Profit-Unternehmen OpenAI Inc, das auch die Bild-KI DALL E2 entwickelt hat. Microsoft sicherte sich die Rechte an der Vermarktung des Systems und setzt es probeweise in seiner Suchmaschine Bing ein. Eine akute Gefahr für den Suchmaschinenriesen Google, der mit dem eigenen Chat-Bot BARD die Aufholjagd aufgenommen hat, bisher aber noch nicht so richtig überzeugen konnte. Der Datenbestand von ChatGPT stammt aus dem Jahre 2021. Das bedeutet, dass aktuelle Ereignisse von dem Bot im Moment nicht bearbeitet werden.

Es zeigt sich, dass die Software noch Fehler macht, aber in der Lage ist, zu lernen und sich zu optimieren. Daher ist bei all der Euphorie über ChatGPT vor allem Medienkompetenz beim Nutzer angesagt. Absolut verlässlich sind die Ergebnisse des KI (noch) nicht. Quellenkritik ist angesagt und dennoch sind die Ergebnisse faszinierend.

Was liegt bei einem Seminar der HSS näher, als mit dem Chat-Bot ein Interview über politische Bildung, die HSS und ihre Leitung zu machen.

Auf die Frage: „wie wichtig ist politische Bildung?“ gibt der Bot eine zufriedenstellende Antwort. Dort heißt es unter anderem: „Politische Bildung ist äußerst wichtig für eine funktionierende Demokratie und eine aktive
Bürgerschaft. Sie befähigt Menschen, an politischen Entscheidungsprozessen teilzunehmen und sich für ihre Interessen und Anliegen einzusetzen.“

Auch die Frage nach der Arbeit der Hanns-Seidel-Stiftung konnte der Bot korrekt beantworten. „Ja, die Hanns-Seidel-Stiftung ist mir bekannt. Es handelt sich um eine politische Stiftung, die der Christlich-Sozialen Union (CSU) nahesteht und sich für eine freie und demokratische Gesellschaft einsetzt. Die Stiftung fördert Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie internationale Zusammenarbeit und Entwicklungszusammenarbeit.“

Aber im Laufe des Interviews beginnt das System Fehler zu machen und gibt falsche Informationen aus. Auf die Frage nach dem Vorsitzenden und dem Generalsekretär werden Fehlinformationen präsentiert. ChatGPT behauptet, dass der aktuelle Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung Markus Söder sei, der auch Ministerpräsident des Freistaats Bayern in Deutschland ist. Der Generalsekretär der Hanns-Seidel-Stiftung sei aktuell Johannes Hintersberger. Beide Informationen sind falsch.

Als ChatGPT auf den Fehler hingewiesen wird und mit Markus Ferber als Vorsitzenden und Oliver Jörg als Generalsekretär konfrontiert wird, weicht die Software zurück und erfindet Informationen. „Es tut mir leid, mein vorheriger Antwort war nicht auf dem neuesten Stand. Tatsächlich war Markus Ferber bis April 2021 der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung und Oliver Jörg war bis Ende 2020 Generalsekretär. Ich bitte um Entschuldigung für die Verwirrung.“ SIEHE SCREENSHOT4
Als eindeutig die Position der Herren Ferber und Jörg vom Menschen klargestellt wird, nimmt der Bot die neuen Informationen in seine Datenbank auf. „Vielen Dank für die Korrektur. Es tut mir leid, dass meine vorherige Antwort nicht auf dem neuesten Stand war. Markus Ferber ist in der Tat der aktuelle Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung und Oliver Jörg ist der Generalsekretär. Ich werde meine Datenbank aktualisieren, um sicherzustellen, dass ich korrekte Informationen habe. Nochmals vielen Dank für Ihre Korrektur und Entschuldigung für etwaige Unannehmlichkeiten.“

Erstes Fazit nach der Online-Schulung. Die Möglichkeiten von ChatGTP sind enorm, das System macht Fehler und der bedienende Mensch muss über Medienkompetenz verfügen. Ein alleiniger Verlass auf die KI wäre fatal. Die HSS wird sich in weiteren Seminaren des Instituts für politische Bildung mit den Herausforderungen der KI-Systeme beschäftigen. Die nächsten Seminare sind in Planung.

Der Artikel erschien ursprünglich auf der Website der HSS.

Wieder ist meine Jugend dahin: Kaugummistreifen von Wrigley eingestellt

10. März 2023

Als Jugendlicher war ich absolut begeistert. Die Werbung hat bei mir gewirkt. Gemeint sind die Werbespots von Wrigley für ihren Kaugummi. Junge, hübsche Menschen sind mit einer großen Schachtel Kaugummis durch die Gegend gelaufen – da wollte ich dabei sein (und ich wollte immer so eine riesige Kaugummi-Schachtel haben). Dazu lief Musik im Stile der Beach Boys. Damit ist jetzt Schluss: Die Produktion des Kult-Kaugummis in Deutschland ist eingestellt, so die Rheinische Post.

Mir war schon aufgefallen, dass es den Kaugummi in den Supermärkten immer weniger an der Kasse gab. Ich führte dies auf den Preisstreit der Supermärkte mit den Herstellern zurück. Aber nein, die Produktion wurde eingestellt. Ich mochte vor allem die weißen, gelben und grünen Kaugummis von Wrigley. Exotisch war der Geschmack der roten Variante. Statt Kaugummistreifen von Wrigley kaufte ich mehr Kaubonbons Strong Mint auch von Wrigley, die im Auto für frischen Atem sorgen. Und ich wählte Fisherman’s Friends mit dem alten Slogan: „Sind sie zu stark, bist du zu schwach“ Jetzt gibt es einen neuen Claim: Sind Sie zu stark? Weil viele Deutschen zu doof waren, den alten Spruch zu verstehen.

Aber zurück zu Wrigley. Als Jugendlicher kaute ich gerne diese Dinger, fühlte mich cool, vielleicht ein bisschen wie John Lennon, der bei All you need is love auch kaute. Aber vorbei ist vorbei: Der US-amerikanische Lebensmittelhersteller Mars, der Wrigley im Jahr 2008 übernahm, hat die Produktion des beliebten Kaugummis in Deutschland zum Ende des vergangenen Jahres eingestellt. Und wieder ist ein Teil meiner Jugend dahin und eine große Schachtel vom Kaugummi hab ich nie bekommen.

Zeitungsleser sollen auf ePaper umsteigen – ob das klappt?

9. März 2023

Der Zeitungsbranche geht es schlecht, sehr schlecht. Und wenn ich in meinen Seminaren darüber berichte, kann es ein älteres Publikum nicht so richtig nachvollziehen. Die haptische Zeitung aus Papier samt Abo gehört für diese Generation einfach dazu. Das wird sich zumindest für Abonnenten der Ostthüringer Zeitung der Funke-Gruppe ändern. Die Zustellung der Ostthüringer Zeitung wird in unwirtschaftlichen Gebieten von Greiz eingestellt. Die Leser sollen auf ePaper umsteigen.

Hohe Energiekosten, hohe Papierpreise, fehlende Anzeigenerlöse, mangelndes Leserinteresse und auch der Mindestlohn für Zeitungsausträger machen dem System Papierzeitung in manchen Gebieten den Garaus. Im Falle der Ostthüringer Zeitung von Greiz sind es 300 Leser, die jetzt auf das Tablet umsteigen sollen. Das ist für eine digitale Generation kein Problem, wohl aber für eine analoge Generation, die sich an Papier gewöhnt hat. Ich bin gespannt, wie viele Leser umsteigen. Am Beispiel meiner eigenen Mutter sehe ich, wie schwer es der Dame fällt. Sie nutzt zwar das iPad für Kommunikation, aber nicht fürs Zeitungslesen.

Funke wirbt mit dem Umstieg mit deutlich geringen Abo-Kosten. Statt bisher 45,90 Euro zahlen Leser dann monatlich 29,99 Euro. Und Funke hat Großes vor in Sachen Medienkompetenz und verpackt es auch schön: „Um auch Menschen mit bislang wenig digitalen Berührungspunkten die Umstellung so einfach wie möglich zu gestalten, werden die betroffenen Leser*innen vor Ort geschult. Ziel ist es, den Thüringer Landkreis zu einer Modellregion für die Digitalisierung des ländlichen Raums zu machen. Denn die Digitalisierung kann das Leben auf dem Land auch über die Zeitung hinaus bereichern – seien es Lebensmittellieferungen, die Online-Apotheke oder auch der stets aktuelle Nahverkehrsplan.“

Ich kenne die Ostthüringer Zeitung nicht und weiß nicht, wie hoch der lokale und damit kostenintensive Teil der Zeitung ist. Der Mantel wird ja in der Regel von Agenturen wie dpa, afp oder ap geliefert. Da sind rund 30 Euro für ein Digitalabo schon ein stolzer Preis. Unsere Familie ist beispielsweise auf Readly umgestiegen und zahlt eine Flatrate von 10 Euro für einige Zeitungen und eine Ummenge von Zeitschriften. Die lokale Berichterstattung aus dem Dorf gibt es für die entsprechende Facebook-Gruppen und lokalen Blogger.

Jeder Haushalt, der eine OTZ geliefert bekommt, erhält ein Informationsschreiben mit den wichtigsten Punkten zur Nutzung des E-Papers sowie eine Info-Broschüre, die alle Vorteile der digitalen Zeitung aufzeigt. Zusätzlich werden kostenlos Tablet- und Smartphone-Schulungen angeboten, um das OTZ-E-Paper ohne technische Probleme lesen zu können. Ein Tablet gibt es nicht kostenlos dazu. Ich bin mal gespannt. Was denken Sie?

Update Mai 2023: Funke gewinnt im Land­kreis Greiz 30 % von ur­sprünglich rund 300 Abonnentinnen der „Ost­thüringer Zeitung“ für das E-Paper – die Print-Zustellung ist dort beendet. 70 % der Leserschaft verzichten künftig auf die Zeitung

Tasten in VR und AR

8. März 2023

Kennen Sie noch das Muppet-Labor von Professor Bunsenbrenner, dort wo die Zukunft schon heute gemacht wird. Daran erinnert mich eine Meldung der Universität des Saarlandes über Tastsinn im virtuellen Welten. Das Vorhaben von Jürgen Steimle, Informatik-Professor der Universität des Saarlandes, klingt fantastisch.

Der Wissenschaftler will einen Tastsinn in VR mit hauchdünnen elektronischer Folien erreichen, die wie Abzieh-Tattoos auf den Körper aufgetragen werden können. Um die Technologie, die er mit seiner Forschungsgruppe im Rahmen des EU-geförderten Projektes „InteractiveSkin“ entwickelt hat, näher zur Marktreife zu bringen, wird Steimle nun erneut durch den Europäischen Forschungsrat (ERC) mit einem so genannten „Proof-of-Concept-Grant“ unterstützt.

Virtual- und Augmented-Reality (VR und AR) bewegen sich immer mehr hinaus aus dem Nischen-Markt hin zum Massenprodukt. Die meisten Anwendungen der erweiterten Realität haben eines gemeinsam: Sie sprechen nur oder hauptsächlich den Sehsinn an. „Der Tastsinn bleibt in der Regel außen vor, obwohl er ein ganz entscheidender Faktor dabei ist, wie wir unsere Welt wahrnehmen“, erklärt der Informatik-Professor Jürgen Steimle, der die Forschungsgruppe zu Mensch-Computer-Interaktion an der Universität des Saarlandes am Saarland Informatics Campus leitet. Den Tastsinn zentral in virtuelle Welten zu integrieren, würde erheblich dazu beitragen, dass Nutzer diese immersiv erleben, so der Professor.

Bedingt geht das nämlich schon heute: Eine verbreitete Möglichkeit sind in den Händen gehaltene Controller, die durch bewegliche Teile wie Motoren haptische Eindrücke erzeugen, oder auch Handschuhe, in die ebenfalls vibrierende und anderweitig bewegliche Elemente eingebaut sind. Hier bessere Ansätze zu entwickeln, hat sich Professor Jürgen Steimle zur Aufgabe gemacht.

Herausgekommen ist dabei das Projekt „Tacttoo“: Der Name ist ein Kofferwort aus „taktil“, also den Tastsinn betreffend, und „Tattoo“ und beschreibt somit prägnant, was in dem Projekt entwickelt wurde: Eine hauchdünne, nur 35 Mikrometer (tausendstel Millimeter) dicke elektronische Folie, die wie ein Abzieh-Tattoo auf die Haut aufgetragen werden kann und dort nur durch elektrische Reize, ganz ohne bewegliche Teile, den Tastsinn stimulieren kann. Weil die Folie so dünn ist, können Gegenstände noch wie zuvor wahrgenommen und ertastet werden. Das eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten: Wie auch mit anderen Methoden können durch Tacttoo völlig neue haptische Erfahrungen für rein digitale Objekte erzeugt werden (wenngleich auch wesentlich realistischer dank höherer Auflösung), zusätzlich können aber auch reale Objekte um andere Sinneseindrücke erweitert werden. Ich finde die Idee grandios.

So könnte die Technik nach Angaben der Uni beispielweise beim Produktdesign zum Einsatz kommen: Mithilfe von Augmented Reality und eines physischen Prototyps könnte die Haptik verschiedener Materialien ausprobiert werden, bevor es in die Produktion geht. Oder im Falle eines elektrischen Gerätes könnten verschiedene Positionierungen von Knöpfen und anderen physischen Bedienelementen erprobt werden, indem man diese als künstliche haptische Sinneseindrücke simuliert. Auch in der Ausbildung, beispielsweise von Chirurgen, wäre die Technik denkbar. Denn bereits heute werden hier Virtual-Reality-Umgebungen eingesetzt. Diese könnten mithilfe von Steimles Methode um realistisches haptisches Feedback erweitert werden, ohne die nötige Feinmotorik der auszubildenden Mediziner einzuschränken.

50 Jahre Der Exorzist – Matinee im Scala Kino am 12. März

7. März 2023

Einmal pro Monat darf ich im Scala-Kino Fürstenfeldbruck eine Matinee durchführen. Dieses Mal steht am Sonntag, 12. März um 10:45 Uhr der Klassiker Der Exorzist auf dem Programm.

Der Film „Der Exorzist“ (Originaltitel: The Exorcist) von William Friedkin ist ein Klassiker des Horrorfilms und hat seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1973 eine große kulturelle Bedeutung erlangt. Er wurde als schockierendster Horrorfilm angewiesen und diese Aussage gilt bis heute. Karten für die Matinee, also Vortrag und Film gibt es hier. Restkarten an der Tageskasse.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von William Peter Blatty und handelt von einem Mädchen namens Regan, das von einem Dämon besessen ist und von einem katholischen Priester exorziert werden muss. Hier der Trailer, den ich speziell für die Matinee geschnitten habe.

Der Film wurde für seine intensiven und schockierenden Darstellungen des Exorzismus und der Besessenheit sowie für seine beängstigende Atmosphäre und den Einsatz von Spezialeffekten und Make-up ausgezeichnet. Er wurde auch für seine kontroverse und provokante Darstellung von Religion und Spiritualität gelobt und kritisiert.

„Der Exorzist“ hat einen enormen Einfluss auf die Popkultur gehabt und zahlreiche andere Filme, TV-Shows und Bücher inspiriert. Er hat auch dazu beigetragen, den Horrorfilm als ernsthafte Kunstform anzuerkennen und hat viele weitere Horrorfilme beeinflusst. Und nach Exorzist war ich ein Fan der Musik von Mike Oldfield, dessen Tubular Bells in dem Film verwendet wird. Es war der Durchbruch von Linda Blair an der Seite des großartigen Max von Sydow und Jason Miller als Priester.

Insgesamt hat „Der Exorzist“ die Bedeutung, ein Meisterwerk des Horrorfilms zu sein und einen nachhaltigen Einfluss auf die Popkultur und die Filmindustrie zu haben.
Ich werde zu diesem Film später noch ein zweistündiges Online-Seminar durchführen. Infos dazu gibt es in meinem Newsletter.

Hier mein Vortrag von der Matinee im Februar. Sie drehte sich um Alfred Hitchcock Die Vögel.

Videopodcast Filmriss online geht in die nächste Runde

6. März 2023

Mein Herzensprojekt Filmriss online ist gestern in die zweite Runde gegangen. Unser Videopodcast für März ist online. Rund 33 Minuten geballte Information für Kino- und Filmfans rund um das Scala Fürstenfeldbruck und darüber hinaus. Viel Spaß beim Schauen:

Markus Schmölz, Geschäftsführer des Scalas, und ich produzieren jeden Monat einen Videpodcast.
Dieses Mal stellen wir als Filme Creed III, Manta Manta 2, Dungeons & Dragons, Shazam! Fury of the Gods, Der Pfau sowie John Wick 4 vor. Wir haben ein Interview mit Naturfilmer Stefan Erdmann (Die Stille des Waldes) gedreht und stellen die wichtige Frage: Salzig oder süß beim Popcorn?

Weiterhin besprechen wir die Anime Nights im Kino und gehen auch auf meine Matinee am Sonntag 12. März zum Film Der Exorzist ein, der diese Jahr 50 Jahre alt wird. Karten gibt es hier.

Nach der ersten Folge Filmriss online im Februar haben wir ein schönes Feedback und Tipps von unserem Publikum und Fans bekommen. Einige Ideen davon konnten wir in der zweiten Folge berücksichtigen. So haben wir dieses Mal unterschiedliche Kamerapositionen für unsere Gespräche eingenommen, um etwas optische Abwechslung in unsere Sendung zu bekommen. Wir wählten zum Bespiel zur Aufnahme dieses Mal den blauen Saal des Scalas, der die Größe des Kinosaals zeigt. Und wir haben dieses Mal mehrere Zuspieler, wie es im Fernsehen heißt. So hat Markus Schmölz ein Interview mit Naturfilm-Regisseur Stefan Erdmann aufgenommen. Hinter den Kulissen zeigt Markus Schmölz die Popcorn-Produktionen durch einen speziellen „Popper“, wie der Mitarbeiter kinointern heißt.

Und – auch sehr wichtig – wir haben einen ersten Sponsor unseres Podcasts gefunden: Die Bäckerei Konditorei Martin Reicherzer aus Fürstenfeldbruck und Aubing. Sie unterstützt unsere Arbeit – vielen Dank dafür. Natürlich freuen wir uns über weitere Sponsoren aus nah und fern. Wir haben ein spezielles Marketingpaket zusammengestellt. Gerne informiere ich Sie.

Wie heißt es: Nach dem Podcast ist vor dem Podcast. Nach einem Tag durchschnaufen, gehen bereits die Vorbereitungen zum nächsten Podcast los. Erste Filme werden gesichtet, wie beispielsweise die Komödie Der Super Mario Bros. Film, von dem ich mir sehr viel erwartet. Und auch schon die nächste Matinee steht fest. Es wird Sonntag, 30. April werden. Film wird noch nicht verraten.
Aber jetzt erst einmal viel Spaß bei der März-Ausgabe von Filmriss online.

Musiktipp: Turrican Box von Chris Huelsbeck

2. März 2023

Wenn es um Scores für Videospiele geht, dann steht bei mir immer Chris Huelsbeck an erster Stelle, der heute seinen 55. Geburtstag feiert. Alles Gute Meister. Persönlich ist die Musik zu Turrican sein wichtigster Beitrag. Turrican erschien im Laufe der Jahre für verschiedene Plattformen und es gibt damit auch unterschiedliche Musik zum Spiel. Und da Chris Huelsbeck Geld verdienen muss, wurden die unterschiedlichen Scores vor kurzem auf farbigen Vinyl in einer Sammelbox veröffentlicht. Und natürlich hab ich als treuer Fan und Retrogamer hier zugeschlagen.

Es handelt sich um die 7 LP-Sammlerbox zum 30. Jubiläum von Turrican. Folgende Aufnahmen hat Strictly Limited Games zusammengefasst und gepresst: Turrican 1 Studio Recordings, Turrican 2 Studio Recordings, Turrican 3 Studio Recordings, Super Turrican 2 Studio Recordings, Turrican 1 Original Sound Version Amiga, Turrican 2 Original Sound Version Amiga, Turrican 3 Original Sound Version Amiga, Mega Turrican Original Sound Version Sega, Super Turrican 1 Original Sound Version SNES und Super Turrican 2 Original Sound Version SNES.

Und hier hab ich das Unboxing-Video von mir:

Laut Strictly Limited Games wurden nur 999 Kopien der Box hergestellt. Ein paar gibt es wohl noch. 1990 erhielt Huelsbecks Karriere einen Aufschwung mit der Musik zu dem Spiel Turrican; vor allen Dingen seine Musik zu Turrican 2 erreichte schnell Kultstatus in der Spiele-Szene. So schaffte er es beispielsweise als einer der ersten, auf dem normalerweise 3-stimmigen Commodore 64 fünf Stimmen zu erzeugen bzw. aus dem normalerweise 4-stimmigen Amiga sieben Stimmen herauszuholen. Turrican und Turrican 2 gehören daher zu den soundtechnischen Meisterwerken der Heimcomputerszene.

Kleine Welten in Streichholzschachteln

1. März 2023

Kleine Welten in Streichholzschachteln

Bei meinem jüngsten Besuch in Hersbruck traf ich auf allerlei Kunst. Beim Spaziergang durch die pittoreske fränkische Stadt entdeckte ich in einem ehemaligen Schaufenster eines Fotogeschäfts kleine Welten in Streichholzschachtel.

diese entzückenden Welten gebastelt hat, weiß ich nicht. Sie standen in der Auslage und sprachen mich sofort an. Kleine Welten mit kleinen Details, die mir ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Es war eine Tafel zur Erklärung aufgestellt. Darauf stand: „Die Welt ist klein in diesen Tagen … klein und überschaubar. Doch mit ein bisschen Fantasie werden selbst deine vier Wände zu deinem eigenen kleinen Wunderland.“ Wahrscheinlich entstammten die kleinen Kunstwerke noch aus der Corona-Zeit als man beim Lockdown zu Hause bleiben musste. Es waren die entsprechenden Hashtags dahammbleim stayhome angefügt.

Ich möchte dem Künstler oder Künstlerin danke sagen. Mir haben Dino, Hello Kitty, Love und viele Welten mehr sehr , gefallen. Es ist halt manches Mal die kleine Dinge, die einen Freude machen können. Danke.

Kunstautomat in Hersbruck

27. Februar 2023

Zigaretten sind tödlich, Kunst dagegen nicht. Zigaretten benebeln den Kopf, Kunst befreit den Kopf. Was liegt es da näher als Zigarettenautomaten in Kunstautomaten umzuwandeln? Dies haben sich Ehrenamtliche im fränkischen Hersbruck gefragt und kurzerhand einen Kunstautomaten gegenüber dem Rathaus bei Post/Bürgerbüro zu schaffen. Der Automat selbst ist auch ein Kunstwerk und ist interessant zu betrachten.

Statt Zigaretten gibt es nun Kunst aus den Fächern, geschaffen von regionalen Künstlern. Mit 5 Euro in Münzen ist man dabei und kann sich Kunst ziehen. Nachdem der Automat über drei Jahrzehnte als Zigarettenautomat sein Dasein fristete, tut sich die Mechanik mit der Kunst manches Mal ein wenig schwer. Die Münzen fallen durch und es klemmt mal hier und dort. Aber beim wiederholten Geldeinwurf kommen kleine Kunstwerke heraus.

Wenn eine Schublade blockiert, dann ist das Kunstwerk ausverkauft – das war bei den Zigaretten so und ist bei der Kunst genauso. So gibt es im Moment zum Beispiel niedlichen Ohrhänger von Emsomatic. Der Kunstautomat gefällt mir gut und hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Wer auf dem Laufenden sein will, der kann bei Facebook und Instagram schauen, welche neuen Kunstwerke es gibt