Rayaworx – arbeiten am dritten Ort in Mallorca

21. Juni 2017
Besuch von Rayaworx in Mallorca.

Besuch von Rayaworx in Mallorca.

Mein Kollege Thomas Gerlach hat für mich den Begriff des dritten Ortes geprägt. Es bezeichnet den Ort, der nicht zu Hause und nicht in der Arbeit ist, sondern den Ort, an dem man seine Ruhe hat und selbstbestimmt seiner Tätigkeit nachkommen kann. Dieser dritte Ort kann der ICE (mit WLAN), das Café (mit WLAN) oder Rayaworx sein.

Rayaworx – was ist jetzt das? Es ist der Coworking-Space von Doris und Rainer Schuppe in Mallorca sein. Die beiden sind auf die spanische Insel ausgewandert und haben im Südosten in Santanyí ihre Zelte aufgeschlagen. Ihr Coworking-Space feierte seinen zweiten Geburtstag und ich war eingeladen und schaute vorbei. Ich überbrachte die Grüße des Bloggerclubs und freute mich wieder die beiden wieder mal zu treffen. Nachdem ich schon beim ersten Geburtstag dabei war, freute ich mich sehr über eine Einladung zum zweiten Geburtstag.

Inzwischen hat sich das Space gefestigt und ist etabliert. Die Arbeit der beiden Deutschen hat sich ausgezahlt. Urlauber nutzen die extrem leistungsstarken Internetverbindung, wenn sie in ihrem Mallorca-Urlaub mehr als ein paar Mails checken wollen. Firmen lagern Mitarbeiter aus, die auf der spanischen Insel für Projekte in Hotels oder Pensionen untergebracht sind. Ein paar Unternehmen nutzen das klimatisierte Space für Schulungsmaßnahmen oder Kundenveranstaltungen. Und auch ich überlege mir, einfach mal eine Woche in Santanyí zu verbringen, um ein paar Buchprojekte auf den Weg zu bringen. Im Alltag fallen die Sachen immer hinten herunter. In Mallorca kann ich ein wenig Sport treiben, Fisch essen und in Ruhe an meinem dritten Ort arbeiten. Meine beiden Kinder K1/2 schätzen Rayaworx, nachdem sie unbedingt ein paar YouTube-Folgen nachholen mussten und ich den mobilen WLAN-Router reglementiert habe.
Auf der Website von Rayaworx kann sich seinen Schreibtisch mieten. Das Internet ist hervorragend – ein Zustand, der in Mallorca nicht üblich ist. Zudem gibt es einen klasse Kaffee aus einer Rocket. Einfach mal ausprobieren und ich wünsche dem Ehepaar Schuppe weiterhin alles, alles Gute.

Ich brachte Doris Schuppe einen Twittervogel mit, der leuchtet.

Ich brachte Doris Schuppe einen Twittervogel mit, der leuchtet.

Ich liebe meine Apple Watch und ich liebe Gamification

20. Juni 2017
Die Apple Watch hat mich zum Sport motiviert.

Die Apple Watch hat mich zum Sport motiviert.

Im Urlaub habe ich wieder meine Apple Watch schätzen gelernt. Als Apple Fanboy brauchte ich bei Erscheinen das Device und trage inzwischen die zweite Generation der Smart Watch. Was mich unlängst wieder überzeugt hat, sind nicht unbedingt die smarten Eigenschaften wie eMail oder Social Media, sondern die Aktivitäts- und Fitnessfunktionen.
In diesem Urlaub hatte ich mir vorgenommen, mehr Sport zu treiben. In erster Linie hieß das bei mir Schwimmen. Ich bin für meine Verhältnisse viel im Pool meiner Appartement-Anlage in Mallorca geschwommen: Früh, Mittag und Abend.

Zu Hause im örtlichen Freibad in Maisach komme ich, wenn ich zuhause bin, nur einmal am Tag ins Freibad – in Mallorca war der Pool direkt vor dem Appartement und ich konnte hineinspringen. Und die Apple Watch unterstützte mich in meinem Vorhaben, also Sport zu treiben.
Ich setzte mir Ziele und die Apple Watch zeigte mir an, wie nah ich an meine Ziele herangekommen bin und ob ich sie übertroffen habe. Gamification sagt der Fachmann dazu und ich muss zugeben, Gamification wirkt bei mir. Früher wollte ich mitzählen, wie viele Bahnen ich geschwommen bin. Irgendwann beim Schwimmen und Nachdenken habe ich plötzlich vergessen, wie viele Bahnen ich geschwommen bin (weil ich ein Depp bin). Die Apple Watch zählt brav mit und zeigt mir zudem meine biometrische Daten. Das gefällt mir.
Jetzt kommen gleich wieder die Apple Hasser aus dem Busch und krakeelen, dass ihre Smart Watch oder Sportuhr es auch kann und vielleicht sogar genauer und noch viel mehr. Mag sein, aber es ist nun mal keine Apple Watch.

Hier drehte ich meine Runden.

Hier drehte ich meine Runden.

Beim Ziehen meiner Bahnen ist mir wieder bewusst geworden, wie sehr ich für Gamification anfällig bin. Ich setze mir Ziele und versuche diese spielerisch zu erreichen. Noch zwei Bahnen und dann mal sehen, was noch geht. Noch bis zu dem Baum beim Radeln und dann schau ma mal. Noch das Lied und mal sehen, ob ich noch kann. Spielerisch steigere ich meine Leistung und werde fitter. Die drei Aktivitätskreise der Apple Watch schließen sich und ich werden durch den geschlossenen Kreis belohnt. Ich weiß, es klingt lächerlich, aber so etwas motiviert mich. Und wenn ich Ziele erreiche oder gar deutlich überschreite, dann bekomme ich virtuelle Medaillen oder Badges. Das macht ein gutes Gefühl und wenn ich die Ziele meiner Woche überschritten habe, setzt die Apple Watch für Ziele für die kommende Woche sanft höher. Mehr Leistung, mehr Motivation. Natürlich kann ich diese Leistungsziele anpassen und muss nicht alles machen, was die Apple Watch von mir will. Aber die Idee dieser Art von Gamification ist für mich ideal.

Dieses Jahr im Urlaub mehr Sport gemacht.

Dieses Jahr im Urlaub mehr Sport gemacht.

Sehr schön auch, dass es verschiedene Trainingsprogramme bei der Apple Watch gibt. Ich nutze in erste Linie Schwimmen und Rudergerät. Wir haben das House of Cards-Rudergerät zuhause und ich rudere so vor mich hin. Ab und zu bin ich auch auf den Crosstrainer zu finden, aber das macht mir persönlich nicht so viel Spaß. Jetzt werde ich das Fahrrad wieder flott machen und abends meine Runden auf dem Drahtesel drehen. Alles natürlich weit entfernt vom Leistungssport, aber ein Anfang von regelmäßiger Bewegung ist gemacht. Und die Apple Watch hilft mir dabei – so soll es sein.

Musiktipp: Is This The Life We Really Want? von Roger Waters

19. Juni 2017

Eine gefühlte Ewigkeit ist es her, seitdem Roger Waters, ehemaliges Mitglied von Pink Floyd, ein Album mit neuem Material veröffentlicht hat. Jetzt war es wieder soweit: Is This The Life We Really Want?
Hm, nach einigen Malen hören bin ich auf der einen Seite begeistert, auf der anderen Seite enttäuscht. Begeistert, weil Waters seine Songwriter-Qualitäten und seinen kritischen Geist nicht verloren hat. Enttäuscht, weil Waters außer Gejammere und Kritik keine Alternativen bietet.
Zunächst mag ich das Album. Es ist ruhig und kommt nachdenklich daher. Die Songs klingen, wie Songs von Roger Waters klingen sollen: Eindringlich, musikalisch eher in ruhigen Gewässern zu finden. Wer die Vorgängeralben The Pros and Cons of Hitch Hiking von 1984, Radio K.a.O.S. von 1987 und Amused to Death von 1992 mochte, der ist mit Is This The Life We Really Want? gut bedient. Der typische Song ist von der ersten Minute zu hören, ein paar Effekte hier, ein paar Einspielungen da und die typische Bass/Schlagzeug-Kombo im Hintergrund. Wer Pink Floyd mochte, der kann das neue Roger Waters Album mögen, muss es aber nicht. Für Floyd fehlt eben der Konterpart David Gilmour beim Songwriting, der ein wenig mehr Rock’n Roll in die Sache gebracht hat. Von Syd Barrett will ich gar nicht reden.
Das Album konnte ich nicht nebenbei hören. Roger Waters fordert volle Aufmerksamkeit. Der einzige Song, der gleich ins Ohr geht, mag vielleicht Smell the Roses sein, das auch mein Anspieltipp ist. Die anderen Songs brauchen ihre Zeit, um die Struktur und die Schönheit zu erkennen. Waters zwang mich, den Kopfhörer aufzusetzen und mich zu konzentrieren – und dann zu genießen.
Der CD lag ein Booklet bei, um den Gedanken von Roger Waters folgen zu können. Nachdem er sich bei Amused to Death dem legendären Thesen von Neil Postman gewidmet hat, kommt bei Is This The Life We Really Want? die große Antikriegskeule. Waters ist – oh Wunder – gegen Trump und die Mächtigen der Welt. Er wettert gegen den Hass und Diskriminierung. Oft spricht er mir aus der Seele. Alleine und ohnmächtig gegen die Herrschenden, er greift die Themen unserer Zeit wie Flüchtlinge und die Ursachen der Flucht auf, er erzählt die Geschichten vom Tod im Bombenhagel und in typischer Roger Waters Manier erhebt er den moralischen Zeigefinger. Ich wurde wieder wütend, als ich mir das Grauen dieser Welt ins Bewusstsein rief. Dafür bin ich Roger Waters dankbar, dass er diese Wut in mir aufsteigen lässt. In the Last Refugee erinnert er an den kleinen Flüchtingsjungen, der im September 2015 tot an den Strand gespült wurde.
Es sind Zeilen wie: „Picture a shithouse with no fucking drains! Picture a leader with no fucking brains!“, die mich aufrütteln. Früher nannte man das Punk, doch die Musik ist alles andere als Punk.
All das wirkt auf mich als Zuhörer. Das ist gut, aber er lässt den Zuhörer dann allein. Er bietet keine Lösung an, er jammert und kritisiert, aber zeigt keinen Weg aus der Misere. Die Liebe als Ausweg ist mir irgendwie zu wenig. Und daran krankt dieses Album meiner Meinung nach. Es ist einfach sich hinzustellen und zu kritisieren, aber es muss mehr sein als die Aussage, ob das das Leben sei, dass ich wirklich haben wollte. Und darum tu ich mich mit diesem Roger Waters Werk schwer. Ich bin hin und her gerissen, denn eigentlich mag ich den 73jährigen. Seine Aussagen zu Israel teile ich zwar nicht, aber zumindest hat der Punker Roger Waters eine politische Meinung und eckt an. Und wenn er 2018 wieder mal auf Tour gehen sollte, werde ich wohl dabei sein, wie damals bei seiner Interpretation von the Wall, nachzulesen in meinem Blog.
Jetzt werde ich aber erst wieder in meinen Hass und meiner Wut ergötzen, wenn ich mir Is This The Life We Really Want? anhöre.

Selfie bei Moët on the Rocks am Flughafen Mallorca

18. Juni 2017
Der Stand von Moët on the Rocks am Flughafen Mallorca erregte mein Interesse.

Der Stand von Moët on the Rocks am Flughafen Mallorca erregte mein Interesse.

Am Flughafen rumsitzen und auf den Heimflug aus dem Urlaub warten, das ist nicht so mein Ding. Der große Airport-Shopper bin ich in der Regel auch nicht, obwohl ich einen bestimmten Montblanc-Füller auf jeden Flughafen suche und nicht finde. Also Zeit totschlagen war auch am Flughafen in Palma angesagt, als wir auf Air Berlin (haha) warten mussten. Da kam mir ein Stand von Moët Hennessy gerade recht.

Ich hatte vor kurzem in Berlin auf der #rp17 den hervorragenden Hennessy XO Cognac verköstigt und freute mich, als am Flughafen einen Promo-Stand mit Moët on the Rocks entdeckte. Es waren weiße Klappstühle aufgebaut, alles in Weiß und dahinter wurde der edle Champagner gefällig präsentiert. Sehr geschmackvoll, sehr stylisch, wie ich finde. Glaswürfel sollten das Eis symbolisieren. Echtes Eis wäre innerhalb von Sekunden in Mallorca geschmolzen. Im Flughafen hatte es 26 Grad Celsius. Für ein Glas Alkohol am Morgen war es vielleicht etwas zu früh. Der Blick auf die Uhr sagte mir 8 Uhr, aber neugierig war ich auf das Getränk schon. Zudem hatten sie am Promo-Stand eine nette Fotobox zum Ausprobieren.

Das Eis wäre wohl schnell geschmolzen.

Das Eis wäre wohl schnell geschmolzen.

Die New York Times bezeichnete Moët on the Rocks als das Sommergetränk des Jahres 2016 und ich muss zugeben, ich habe Moët on the Rocks bis dato noch nicht probiert. Kommt gleich mal auf die To-do-Liste. Ich weiß nicht mal, ob es Moët on the Rocks in Deutschland überhaupt gibt. Ich halte mal die Augen offen.

Am besagten Promo-Stand in Mallorca mit einem netten Pinguin herrschte kein großer Betrieb. Leider war der zuständige auch in Weiß gekleidete Promo-Mensch im Englischen nicht so fit und mein Spanisch ist so gut wie nicht vorhanden, aber wir handelten zumindest ein Foto aus der Fotobox heraus. Die Fotobox hieß übrigens Sharingbox, wer es genau wissen will. Meine Frau und ich posierten also vor der Fotokiste, Pinguin in der Mitte und wir links und rechts. Ein Gläschen Champagner wäre eigentlich ideal gewesen, aber es scheiterte wie bereits gesagt an mangelnden Spanischkenntnissen unsererseits. Also hat es ohne Moët on the Rocks im Glas Klick gemacht und ein Fotos kam nach ein paar Sekunden aus dem Drucker heraus.

Unser Selfie kam aus dem Drucker.

Unser Selfie kam aus dem Drucker.

Mit der Aktion haben wir wieder 15 Minuten Wartezeit auf unseren Air Berlin-Flieger überbrückt, der uns zurück nach Deutschland bringen sollte. Über Air Berlin schreibe ich jetzt nichts. Ihr könnt euch euren Teil denken.

120 Jahre Todestag von Sebastian Kneipp – seine Ideen sind weiter aktuell

17. Juni 2017
Urlaub im Allgäu - da gehört der Kneipp einfach dazu.

Urlaub im Allgäu – da gehört der Kneipp einfach dazu.

Heute ist der 120jährige Todestag von Sebastian Kneipp und für mich sind die Ideen des schwäbischen Pfarrers aktueller denn je.
Seit meinen jüngsten Aufenthalt in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang bin ich ein regelrechter Fan vom alten Sebastian Kneipp geworden. Hotelier Armin Gross hat mich damals zu einem Beta-Test eingeladen, um sein Prinzen-Päckle an mir auszuprobieren. Dieser Einladung bin ich gerne gefolgt.

Mein Prinzen-Päckle mit Anwendungen von Sebastian Kneipp.

Mein Prinzen-Päckle mit Anwendungen von Sebastian Kneipp.

Das Prinzen-Päckle besteht aus mehreren Bausteinen: Eine Kombination aus Sport- und Meditationsprogramm verknüpft mit Anwendungen von Sebastian Kneipp und Methoden der bayerischen Infanterie von 1872 – klingt seltsam, macht aber Sinn. Seine Ideen hat Armin Gross in dem wunderbaren Buch Leben wie ein Prinz zusammengefasst.

Jeden Morgen mache ich jetzt also meine Prinzengymnastik. Es sind rund zehn Minuten Training, die eigentlich immer drin sein müssen. Zehn Minuten hat jeder Zeit – da gibt es keine Ausreden. Die Drück- und Zugmuskelatur wird gestärkt. Dann kommen die Beine dran. „Die Muskel sind unsere Freunde“, sagt mir Armin Gross und er hat recht.

Nur wenn die Muskeln belastet werden, dann wachsen sie und stärken den Körper.
Bei der anschließenden Dusche kommt der alte Sebastian Kneipp ins Spiel. Aufgüsse sind in jeder Dusche möglich. Kaltes Wasser ins Gesicht und der Bub ist wach. Damit beginnt meine Kneipp Kur. Während des Tages genehmige ich mir immer wieder einen Kneippschen Kaffee als Aufputschmittel. Ich lasse kaltes Wasser über meine Arme laufen und beginne mit dem rechten Arm – er ist am weitesten vom Herzen weg und gehe dann zum linken Arm. Gerade im Sommer eine tolle Erfrischung, die meinem Körper einen Schub gibt. Auch die anderen Ideen von Kneipp sind prima: Aromabäder, Spaziergänge, Schlaf – alles Sachen, die ich heute genieße.

Zum Runterkommen habe ich wie der alte Prinzregent Patiencen gelegt. Ich mag ja eigentlich keine Kartenspiele, aber Patiencen bringen mich in einen gewissen Flow. Mein unruhiger Geist schaltet ab und so soll es sein. Andere malen oder zeichnen Mandalas.

Mal sehen, was sich für mich als die ideale Abschaltmethode herausstellt.
Auf jeden Fall haben sich die Ideen von Armin Gross, basierend auf Sebastian Kneipp, für mich als richtig erwiesen. Vielleicht wirkt Kneipp auf jüngere Menschen unmodern und uncool, aber der alte Kneipp macht schon Sinn. Probiert es mal aus, gerade zum 120jährigen Todestag wäre es mal ein Anlass.

Moderne Ideen trotz 120jährigem Todestag von Sebastian Kneipp.

Moderne Ideen trotz 120jährigem Todestag von Sebastian Kneipp.

Casa Manolo – noch immer DAS Fischrestaurant auf Mallorca

16. Juni 2017
Casa Manolo in Mallorca hat sich vergrößert.

Casa Manolo in Mallorca hat sich vergrößert.

Zumindest kann ich sagen: Ich kannte die Casa Manolo noch, als es ein kleines Fischrestaurant im Süden von Mallorca war. In jedem Mallorca-Reiseführer wird Casa Manolo in Ses Salines empfohlen, wenn es um hervorragendes Essen auf der spanischen Insel geht.
Nun, das kleine, schnucklige spanische Fischrestaurant gibt es in Ses Salines nicht mehr. Casa Manolo hat expandiert und hat sich deutlich vergrößert. Zu dem gemütlichen, engen Restaurant, von dem der Schinken von der Decke hängt, sind größere Räume hinzu gekommen. Das Gastronomie-Unternehmen ist größer geworden und die Zahl der Tische ist enorm angewachsen. Manolo hat das gemacht, was jeder Unternehmer machen würde: Er befriedigt die Kundennachfrage, verdient gutes Geld und der Zustrom von Gästen ist nach Erwähnung in Reiseführern und Blogs enorm. Nachdem der Gast immer reservieren musste, um einen Platz im engen Restaurant mit seinem Obergeschoss oder draußen vor der Tür zu bekommen, wurde die Casa Manolo deutlich vergrößert. Der Gast sollte noch immer reservieren, aber die Chancen stehen deutlich besser einen Tisch zu einem Wunschtermin zu erhalten als früher.


Bei meinem jüngsten Besuch steht fest: An der Qualität der Fischgerichte hat sich nichts geändert, nur der Service ist schlechter geworden. Das Unternehmen ist gewachsen und es geht nun deutlich hektischer zu. Der Service war bei meinem Besuch gestresst, leider war mein wunderbarer Hummer nicht mehr heiß, als er serviert wurde. Unsere anderen Speisen wie Tapas waren vorzüglich und kamen wie gewohnt nach und nach – am Ende ein außergewöhnliches Kalbsbries.

Die Gattin bestellte einen herrlichen Tintenfisch, der in eigener Tinte zubereitet wurde. Da musste ich gleich ein Video machen, wenn der Tintenfisch zerlegt wurde.

Der neue Bereich hat ein Erdgeschoss, ein zusätzliches Obergeschoss und einen romantischen Garten. Die Küche ist gleich geblieben, hat aber eine neue Durchreiche bekommen. Für mich eine ungewohnte Veränderung: Die Trinkgeldglocke, die immer gebimmelt wurde, wenn es Trinkgeld gab, ist vom alten engen Restaurant in die neuen Räume gewandert.

Die Verbindung zwischen alt und neu ist ein Durchgang, der durch die Wand des bisherigen Fischrestaurants geschlagen wurde. Während die alten Räume über und über mit Erinnerungsbilder und -Fotos übersät sind, wurde die Anzahl der Erinnerungen und Zeitungsausschnitte in den neuen Räumen reduziert. Es ist nicht mehr so gedrängt, alles hat mehr Luft und das Restaurant wirkt deutlich moderner.

Vielleicht hat es aber dadurch von seinem Charme verloren. Ich hatte das Glück, noch einmal in den alten, engen Räumen mit den wackligen Stühlen essen zu dürfen. Das ist die Atmosphäre, wie ich sie einst bei der Casa Manolo gekannt habe. Ich schaute mir Bilder von allerlei Promis an, die dort gespeist haben, unter anderem der spanische König.

Trotz all meiner Zweifel, ist Casa Manolo immer wieder einen Besuch wert, wenn man Lust auf guten Fisch in Mallorca hat. Hier ein Video aus alter Zeit.

Was tun mit vollen Wasserflaschen am Flughafen?

15. Juni 2017
Tolle Idee am Flughafen Palma: Volle Wasserflaschen werden für die Pflanzen gesammelt.

Tolle Idee am Flughafen Palma: Volle Wasserflaschen werden für die Pflanzen gesammelt.

Wenn ich eines bei unserem Familienurlaub auf Mallorca gelernt habe, dann ist es: Hab immer eine Flasche Wasser dabei. In den Pfingstferien waren meine Familie und ich auf der spanischen Insel Mallorca und es war heiß, abartig heiß. Gut, wir wollten in die Sonne und Sonne bekamen wir dieses Jahr auf Mallorca zuhauf. Daher war es wichtig, immer etwas zu trinken dabei zu haben. Und der Wasserhändler mit seinen 1,5 Liter Flaschen wurde unser bester Freund.

Ich habe diese besonderen Sammelcontainer für volle Wasserflaschen dieses Jahr zum ersten Mal bemerkt.

Ich habe diese besonderen Sammelcontainer für volle Wasserflaschen dieses Jahr zum ersten Mal bemerkt.

Auf der Rückfahrt zum Flughafen Palma wurde getrunken und getrunken (Wasser) und dann kam nach dem Checkin die Sicherheitskontrolle. Es dürfen nur Flüssigkeiten mit einer Menge von maximal 100 ml im Handgepäck mitgeführt werden. Mit unseren 1,5 Liter-Flaschen waren wir ein wenig über den Grenze. Also vor der Sicherheitskontrolle musste das Wasser weg. In der Vergangenheit haben wir die vollen Flaschen entweder weiterverschenkt oder einfach in den Müll geworfen. Das haben wir dieses Jahr auch gemacht, aber in einen besonderen Mülleimer. Vor der Sicherheitskontrolle gehen verschiedene gelbe Abfallbehälter aufgereiht, wie man es so kennt: Restmüll, Papier, Dosen und Plastik. Aber dieses Jahr gab es einen neuen Sammelcontainer und zwar für volle Wasserflaschen. Der gelbe Container hat einen weißen Aufkleber mit der Aufschrift: Solo Botellas LLenas – Only full bottles – Nomes Botelles plenes – Nur volle Wasserflaschen. Darunter steht auch auf Deutsch: „Gerne nehmen wir Ihre Wasserflaschen für unsere Pflanzen.“

Und rein damit - die Pflanzen sollen wachsen.

Und rein damit – die Pflanzen sollen wachsen.

Ich finde, dies ist eine super Idee. Ein Land, in dem die Sonne vom Himmel brennt und die Pflanzen gegossen werden müssen, um ihre Pracht zu erhalten, ist Wasser extrem kostbar. Und bevor die Wasserflaschen mit Inhalt einfach in den Wertstoffkreislauf gegeben werden, kann das Wasser zum Gießen verwendet werden. Ich hatte zumindest ein gutes Gewissen, dass der Inhalt meiner vollen 1,5 Liter Wasserflaschen den Pflanzen am Flughafen Palma zu Gute kamen. Bei mir waren es 1,5 Liter con Gas – also mit Kohlensäure.
Mir ist ein solches Verfahren in Mallorca aufgefallen. Wer kennt ein ähnliches Verfahren des Wassersammelns? Wie wird in anderen Flughäfen der Welt verfahren?

Wertstoffcontainer vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen Palma.

Wertstoffcontainer vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen Palma.

Rolling Stones – ich komme

12. Juni 2017
Ankündigung der NoFilter-Tour der Stones.

Ankündigung der NoFilter-Tour der Stones.

Ich werde von meiner Frau verwöhnt. Die Rolling Stones gehen auf Tour und die Ehefrau hat mich nach München ins Olympiastadion eingeladen, wenn die Band aufspielt. Es heißt, es soll die letzte Tour der alten Herren sein. Nun, dies hieß es schon bei der Tour davor und auch bei der vorvorherigen Tour. Aber dieses Mal soll es wirklich die letzte Welttour sein – die Stones werden auch nicht jünger, obwohl Mick Jagger mit heute 73. Jahren fitter ist, als ich es je war. Keith Richards sieht mit seinen 73. Jahren so, wie er wohl immer aussehen wollte. Für mich steht fest: Ich geh zu den Stones – hurra.
Ich habe sie schon mehrmals gesehen. Bei der Voodoo Lounge Tour 1994/95, bei der Bridges to Babylon Tour 1997/98, bei der A Bigger Bang-Tour 2007 und nun bei der NoFilter Tour 2017. Ich glaube wirklich, dass es nun die letzte Tour ist. Die drei Konzerte in Deutschland in Hamburg, München und Düsseldorf sind ausverkauft. 180000 Tickets gingen über den Ladentisch. Und meine Frau muss mich wirklich lieben, denn die Ticketpreise sind abartig hoch. Sie war eine der ersten, die sich online um Karten für uns bemüht hat – dafür vielen lieben Dank. Ich hing in der U-Bahn in Hannover herum mit Edge und hätte nie die Chance auf Karten gehabt.
Für mich heißt es nun, Rolling Stones-Aufnahmen anhören und zwar konzentriert. Es liegen viele Live-Alben der Stones hier herum. Als erstes nehme ich mir das Album Havana Moon vor. Hier haben die Stones Geschichte geschrieben. Durch die Annäherung USA/Kuba durften die Rock’n Roll-Millionäre das erste Mal auf der kommunistischen Insel im März 2016 spielen. Und sie haben schön gespielt, obwohl ich skeptisch war. Können die Stones ihr Hyde Park-Konzert noch steigern? Nun, sagen wir es mal so: Es ist mindestens genauso gut.


Die üblichen Titel live, ein wenig Blues, viele Klassiker vor den 1,2 Millionen kubanischen Zuschauern. Und der Sound ist astrein. Die Stones brachten im Grunde nicht nur ihre Musik nach Kuba, sondern den ganzen Rock’n Roll Zirkus bis hin zum Aufnahmegerät. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Die Songs in Kuba machen noch immer Spaß, vieles sind Klassiker. Und wenn die Stones vom Kuba nach München im September kommen, dann will ich die Songs ebenso genießen. Ich freu mich sehr.

Blogger und Journalisten – ist dies ein Widerspruch? – für mich nein

7. Juni 2017
Stephan Goldmann und ich sprachen vor Mitgliedern der deutschen Presseclubs.

Stephan Goldmann und ich sprachen vor Mitgliedern der deutschen Presseclubs.

Blogger und Journalisten – ist dies ein Widerspruch? Dieser Frage gingen Stephan Goldmann und ich vom Bloggerclub vor Mitgliedern des Forums der deutschen Presseclubs nach. Im Forum sind PresseClubs aus ganz Deutschland organisiert und die Jahrestagung fand vor kurzem in Augsburg statt.
Wir Blogger brauchen eine Vertretung gegenüber der Öffentlichkeit. Ziel unseres Vereins Bloggerclub ist es, Blogger zu organisieren, zu schulen und weiter zu vernetzen. Blogs sind schließlich aus der heutigen Medienwelt nicht mehr wegzudenken und haben massiven Einfluss auf die Medienrealität. Heute gibt es in der Blogosphäre unterschiedliche Arten von Blogs wie beispielsweise private Blogs, Hobbyblogs, Unternehemsblogs, Wissenschaftsblogs oder journalistische Blogs. Mein Blog redaktion42 ist sicherlich eine Ausnahme – er dreht sich egomäßig um mich und hat damit auch ein spezielles Thema. Wir schaffen im Bloggercub ein Netzwerk schaffen unter dem Dach des Bloggerclubs in dem sich alle wiederfinden und voneinander profitieren können. Und natürlich weiß ich, dass Blogger kein klassisches Vereinsvölkchen sind und dennoch ist es aus meiner Sicht wichtig, gegenseitig füreinander einzutreten und sich zu organisieren und – ganz wichtig, ein Sprachohr gegenüber der Öffentlichkeit zu sein.

Bloggerkodex als gemeinsame Grundlage.

Bloggerkodex als gemeinsame Grundlage.

Gemeinsame Basis ist ein verbindlicher Bloggerkodex, zu dem sich alle Mitglieder des Bloggerclubs verpflichten. Transparenz ist unser oberstes Gebot. Der Bloggerkodex regelt klare Verhaltensmaßnahmen im Umgang mit Werbung, Unterstützung, Sponsoring und Verlosungen.
Die Schwerpunkte unserer Vereinsarbeit sind Fortbildung, das Fördern von Medienkompetenz und Lobbyismus. Hierbei unterstützt uns der PresseClubs München sehr. Vielen Dank dafür. Der renommierte Presseclub, bei dem ist seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Mitglied bin und früher durch meine Mitgliedschaft bei den Nachwuchsjournalisten in Bayern im Vorstand war, öffnet uns die Türen und bietet uns Bloggern eine repräsentative und moderne Tagungsstätte. Der PresseClub profitiert von unserem Programm, wie beispielsweise Schulungen zu SEO, Vermarktung oder Aufbereitung von Blogs. Also eine typische Win-Win-Situation.


Gerne kann unser Konzept vom Bloggerclub von anderen PresseClubs in Deutschland aufgegriffen werden. Erste Presseclubs haben bei uns schon angefragt. Wir als Bloggerclub stehen hier gerne als Partner zur Verfügung, schließlich wollen wir auch weiter wachsen.

Provokant mit Weste: Stephan Goldmann.

Provokant mit Weste: Stephan Goldmann.

Mein Kollege Stephan Goldmann hat einen sehr engagierten Vortrag vor den Mitgliedern des Forum der deutschen PresseClubs gehalten. Viele Journalisten tun sich mit Blogs noch schwer. Beispielsweise haut die FAZ gerne auf die Blogger ein, zuletzt auf die Reiseblogger.

Craft Bier von Riegele – ich weiß nicht

6. Juni 2017
So gerne ich Riegele mag, das Bier schmeckt mir nicht.

So gerne ich Riegele mag, das Bier schmeckt mir nicht.

Ok, vielleicht bin ich mit den falschen Erwartungen daran gegangen, als ich mir das neue Craft Bier der Augsburger Brauerei Riegele einschenkte. Ich habe zwei Flaschen der Traditionsbrauerei vom Forum der deutschen PresseClubs geschenkt bekommen, habe sie kühl gelagert und hatte jetzt Bock auf ein Bier.
Ich probierte Augustus 8 und Simco 3 und wie sag ich es jetzt diplomatisch? Nein, nein, nein – das schmeckt mir nicht. Nun, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, aber wahrscheinlich bin ich beim Bier einfach ein Traditionalist. Ich weiß, dass der Bierabsatz in Deutschland sinkt und Brauereien auf der Suche nach neuen Varianten sind, aber bei dieser Art von Craft Biere verzichte ich gerne.
Das soll nicht heißen, dass ich den Gerstensaft der Brauerei Riegele ablehne. Sie sind Brauspezialist seit 1386 und bezeichnen sich selbst als „Brauspezialist für den besonderen Moment.“ Für mich stellen sie die besten Biere in Augsburg her, aber diese beiden Craft Biere sind absolut nicht mein Fall. Das Simco 3 schmeckt nach Mango, Aprikose und Holunder, das Augustus 8 nach reifer Banane mit Karamellnoten. Es ist sicherlich hohe Braukunst auf ganz, ganz hohem Niveau, aber ich mag es einfach nicht. Mir schmeckt es nicht. Wenn ich ne Banane will, esse ich eine und wenn ich eine trinken will, dann nehme ich einen Bananen-Shake, aber kein Bier. Mango-Lassie ist beim Inder ein cooles Getränk, aber nicht im Bier. Nein, nein, nein.
Nun, wie gesagt, vielleicht bin ich mit den falschen Erwartungen an das Bier gegangen. Es war warm, nein – es war heiß. Ich freute mich auf ein kühles Bier am Abend und hatte die beiden Riegele im Kühlschrank. Dafür sind diese Biere wohl nicht geeignet. Ich könnte mir vorstellen, diese Art von Craft Biere als Aperitif oder Dessert zu reichen. Augustus 8 soll zu Geflügel oder zum Nachtisch passen, Simco 3 zu asiatischen Essen, Fisch oder als Aperitif. Mag sein, aber dazu trinke ich kein Bier.