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Casa Manolo – noch immer DAS Fischrestaurant auf Mallorca

16. Juni 2017
Casa Manolo in Mallorca hat sich vergrößert.

Casa Manolo in Mallorca hat sich vergrößert.

Zumindest kann ich sagen: Ich kannte die Casa Manolo noch, als es ein kleines Fischrestaurant im Süden von Mallorca war. In jedem Mallorca-Reiseführer wird Casa Manolo in Ses Salines empfohlen, wenn es um hervorragendes Essen auf der spanischen Insel geht.
Nun, das kleine, schnucklige spanische Fischrestaurant gibt es in Ses Salines nicht mehr. Casa Manolo hat expandiert und hat sich deutlich vergrößert. Zu dem gemütlichen, engen Restaurant, von dem der Schinken von der Decke hängt, sind größere Räume hinzu gekommen. Das Gastronomie-Unternehmen ist größer geworden und die Zahl der Tische ist enorm angewachsen. Manolo hat das gemacht, was jeder Unternehmer machen würde: Er befriedigt die Kundennachfrage, verdient gutes Geld und der Zustrom von Gästen ist nach Erwähnung in Reiseführern und Blogs enorm. Nachdem der Gast immer reservieren musste, um einen Platz im engen Restaurant mit seinem Obergeschoss oder draußen vor der Tür zu bekommen, wurde die Casa Manolo deutlich vergrößert. Der Gast sollte noch immer reservieren, aber die Chancen stehen deutlich besser einen Tisch zu einem Wunschtermin zu erhalten als früher.


Bei meinem jüngsten Besuch steht fest: An der Qualität der Fischgerichte hat sich nichts geändert, nur der Service ist schlechter geworden. Das Unternehmen ist gewachsen und es geht nun deutlich hektischer zu. Der Service war bei meinem Besuch gestresst, leider war mein wunderbarer Hummer nicht mehr heiß, als er serviert wurde. Unsere anderen Speisen wie Tapas waren vorzüglich und kamen wie gewohnt nach und nach – am Ende ein außergewöhnliches Kalbsbries.

Die Gattin bestellte einen herrlichen Tintenfisch, der in eigener Tinte zubereitet wurde. Da musste ich gleich ein Video machen, wenn der Tintenfisch zerlegt wurde.

Der neue Bereich hat ein Erdgeschoss, ein zusätzliches Obergeschoss und einen romantischen Garten. Die Küche ist gleich geblieben, hat aber eine neue Durchreiche bekommen. Für mich eine ungewohnte Veränderung: Die Trinkgeldglocke, die immer gebimmelt wurde, wenn es Trinkgeld gab, ist vom alten engen Restaurant in die neuen Räume gewandert.

Die Verbindung zwischen alt und neu ist ein Durchgang, der durch die Wand des bisherigen Fischrestaurants geschlagen wurde. Während die alten Räume über und über mit Erinnerungsbilder und -Fotos übersät sind, wurde die Anzahl der Erinnerungen und Zeitungsausschnitte in den neuen Räumen reduziert. Es ist nicht mehr so gedrängt, alles hat mehr Luft und das Restaurant wirkt deutlich moderner.

Vielleicht hat es aber dadurch von seinem Charme verloren. Ich hatte das Glück, noch einmal in den alten, engen Räumen mit den wackligen Stühlen essen zu dürfen. Das ist die Atmosphäre, wie ich sie einst bei der Casa Manolo gekannt habe. Ich schaute mir Bilder von allerlei Promis an, die dort gespeist haben, unter anderem der spanische König.

Trotz all meiner Zweifel, ist Casa Manolo immer wieder einen Besuch wert, wenn man Lust auf guten Fisch in Mallorca hat. Hier ein Video aus alter Zeit.

Der perfekte Senf – gefunden auf der Heim+Handwerk

30. November 2012

Wenn die Heim+Handwerk in München öffnet, dann ist Weihnachten nicht mehr weit. Zu der großen Verkaufsausstellung strömen zumeist ältere Besucher auf das Münchner Messegelände und lassen sich inspirieren. Angehängt an die Ausstellung ist eine Fresshalle, im Messedeutsch Food & Life. Dort entdeckte ich meinen künftigen Senflieferanten, die historische Senfmühle Monschau. Dort gab es Senf in zahlreichen Geschmacksrichtungen. Ich probierte gleich einmal die verschiedenen Sorten durch – großartig. Klare Empfehlung an alle meine Foodblogger.

20 Sorten Senf zur Auswahl

Der mitteilsame Senfexperte hielt mit seinem Fachwissen nicht zurück. So erfuhr ich, dass Senf eines der ältesten Gewürze der kulinarischen Welt sei und kühl und dunkel aufbewahrt werden muss. Sonst verliert er seine Schärfe und sein Aroma. Er diene außer zur Speisenverfeinerung auch der Bekömmlichkeit. Der Experte ist Mitarbeiter der Senfmühle Monschau aus der Eifel, die 1882 gegründet wurde. Heute ist noch ein Familienunternehmen in der vierten und fünften Generation mit Senfmüller (ja, diesen Beruf gibt es wirklich) Guido Breuer und seiner Tochter Ruth. Die Rezepte stammen von Moutarde de Montoie und wurden verfeinert. Nachdem die Eifel doch ein paar Kilometer entfernt liegt, hat sich die Handwerksfamilie auch dem Thema e-Food verschrieben. Sie bieten ihre kostbaren Senfvariationen in einem Online-Shop im Netz an. Senf trifft eben das Web, hier eine Selbstverständlichkeit. Wer was ausgefallenes zu Weihnachten braucht, ist hier an der richtigen Adresse.

Probierstunde bei der Senfmühle Monschau

Bei der Heim+Handwerk fiel die Wahl schwer. Die Senfmühle Monschau hatte 20 verschiedene Sorten in München zur Auswahl, aufgelistet in einem handlichen Prospekt:

Ur-Rezept: Der klassische Senf passt zu allen Speisen.

Estragon: Besonders geeignet zum Einreiben von Fleisch, Fisch, Huhn, Kalb und Lamm. Der Kräutersenf dient zum verfeinern der Bernaise.

Knoblauch: Die deftige Senfvariante zum Würzen von Salatdressings, auch zu Rind-, Lamm- und Hammel-Fleisch.

Chili: Zu Fleisch, Geflügel und Würstchen aus der Pfanne und vom Grill. Zur Aromatisierung von feurigen Salaten, Soßen und Suppen.

Grüner Pfeffer: Als Dressing-Basis für scharfe Fleisch- und Gemüsesalate. Als Senfbutter beliebt zu Kurzgebratenem. Prägnante Schärfe zeichnet ihn aus.

Altdeutsche Art: Vermahlen mit Weiß- und Rotwein, gewürzt mit Zimt, Anis und Koriander. Ein Geschmacksträger für Wild und Sauerbraten, auch beliebt zu scharfem Käse.

Apfel Meerrettich: Diese extravagante Geschmacksrichtung passt als Senfsahne zu Fisch und Tafelspitz. Elegant ist seine fruchtige Schärfe.

English Curry: Pur, als Senfbutter oder Cremesauce vielseitig zu hellem Fleisch, Geflügel, Eier, Käse und Gemüse.

Schlesische Art mit Kümmel: Aufgrund seiner guten Bekömmlichkeit empfiehlt er sich zu Wurst, Käse, Eintöpfe, Kohlgerichten, Sauerkraut und Kartoffelsalat.

Limone: Ein apart frischer Saucensenf. Zubereitet als Hollandaise zu Blumenkopf, Spargel oder Senfbutter zu Fischgerichten.

Orange: Die fruchtige delikate Komposition passt ob kalt oder warm zu feinem Geflügel. Raffiniert als Geschmacksträger zu vielen Salatvariationen.

Tomate: Beliebte, mediterrane Senfköstlichkeit. Sie darf nicht fehlen als Zusatz in Suppen, Eintöpfen, Nudeln, Pasteten- und Fleischfüllungen.

Honig-Mohn: Süßscharfe Senfkreation, fast überall einsetzbar. Als Saucensenf zu Lachs, als Beilage zur Weißwurst und Kassler, unentbehrlich in Salatsaucen.

Johannisbeere: Sie verfeinern mit diesem mit dieser reizvollen Mischung aus Schärfe und roten Früchten Wild- und Fleischgerichte, Matjes und Fischsalate, Entenbrust, Fasan und überbackenen Camembert.

Feige: Sein exotisches Aroma und feinste Zutaten machen diesen Senf zu einem kulinarischen Höhepunkt. Überzeugend zu Geflügel, Schweine- und Lammfleisch, Fondue-Soßen und besonders zu Käse.

Riesling: Saucen für helles Fleisch, Fisch oder Geflügel erhalten Aroma.

Wildkräuter mit Bärlauch: Grob, rustikal, würzig als Senfkruste diverser Fleisch-, Fisch- und Geflügelgerichte. Hervorragend zu geschmortem im Römertopf. Lecker auch zu Käse-, Wurst- und Schinkenbrotzeit.

Ingwer: Der leicht scharfe, würzig-frische Ingwer mit Ananas und Banane passt zu asiatischen Küche. Er verfeinerten Suppen, Saucen und Dipps, eignet sich vorzüglich zu Lamm-, Geflügel- und Rindfleisch. Schmeckt zum Gemüse und exzellent zu Fisch sowie Meeresfrüchten.

Kaisersenf: Ein Rotisseur-Senf, grob geschrotet, der sich hervorragend für Marinaden und zum Würzen von Grillfleisch eignet.

Kräutersenf mit Biozutaten, grobkörniger Rotisseur-Senf, kräftig im Geschmack.

Ich entschied mich übrigens für Feige, Honig-Mohn, Chili und Johannisbeere.