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Begegnung mit dem großen Georg Stefan Troller – ein Erlebnis

14. November 2019
Vielen Dank Georg Stefan Troller

Vielen Dank Georg Stefan Troller

Ab und zu treffe ich Menschen, die mich absolut flashen. Sie beeindrucken mich von ihrer Persönlichkeit oder ihrer schöpferischen Kraft. Und so war es auch dieses Mal als ich auf Georg Stefan Troller traf. Troller ist einer der Männer, die mich bewogen, den Beruf des Journalisten zu ergreifen. Jahrelang wollte ich den großen Erzähler Georg Stefan Troller kennenlernen und jetzt ergab sich die Möglichkeit.
Auf Vermittlung von meiner Twitter-Kollegin Catharina Wilhelm besuchte ich eine Lesung des 97jährigen Trollers im jüdischen Gemeindezentrum in München. Er stellte sein neues Buch Liebe, Lust und Abenteuer: 97 Begegnungen meines Lebens vor. 97 Begegnungen weil 97 Jahre. Ich nutzte die Gelegenheit und sprach einfach mein journalistisches Vorbild an. Ein Interview war nicht möglich.

Georg Stefan Troller ist ein Journalist der alten Schule. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war ein hervorragender Fernsehjournalist, Dokumentarfilmer und ein Vorläufer eines Talkmoderators. Er erzählte perfekte Geschichten. Der Österreicher Troller ist Jude und entkam nur knapp den Nationalsozialisten, emigrierte in die USA und berichtete nach dem Krieg aus Paris. 1962 begann er Sendungen seines Pariser Journals. Er porträtierte damalige Prominente in seinen Sendungen. Ich habe noch eine Erstausgabe des Pariser Journals und ließ es mir von Troller signieren. Mir wurde das Buch von Walther von La Roche, dem großen Mann der Ausbildungsredaktion des BR, empfohlen und ich habe das Buch verschlungen. Es sind auf der einen Seite Interviews zu lesen, aber es ist vor allem zu lesen, wie Troller seine Interviews vorbereitete, wie er sie führte und wie er arbeitete.

Jedes Jahr bringt Troller Bücher auf den Markt. Sein neuestes Buch ist Liebe, Lust und Abenteuer: 97 Begegnungen meines Lebens. Entstanden ist eine Mischung aus intimen Interviews, Aphorismen, Anekdoten, Bonmots, Fotografien und Geschichten, die in vielfältiger Form das Kernthema der menschlichen Existenz umkreisen: den Eros, unsere Trieb- und Antriebskraft. Die Liebe in ihrer körperlichen und geistigen Gestalt, der Sprung vom petite mort zu dessen großem Bruder, die latente Gefahr des Lebens und der Liebe selbst: Dies ist der Stoff des ewig alten aber ständig neuen Abenteuers mit seinen 97 Jahren, unwiderstehlich dargeboten von prominenten Protagonisten.
Ich habe mir auf der Veranstaltung neben dem Pariser Journal noch ein anders Buch signieren lassen. Es war Paris geheim – hier beschreibt Troller interessante Orte in Paris abseits der Touristenströme. Im Grunde ist der Pionier Troller ein moderner Reiseblogger. Gerne hätte ich mit ihm ein Interview zum Thema Blogs gemacht, doch leider hat der Verlag das Interview abgelehnt. Schade, denn ich hätte gerne eine Einschätzung von ihm gehabt. Vielen Dank an Ellen Presser vom Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde, die sich redlich bemüht hatte.
Interessant war seine Meinung über die Vergänglichkeit von Büchern. Der Buchautor, der daran zweifelt, ob Buch als Darstellungsform eine Zukunft hat. Damit haben viele Besucher der Lesung sicherlich nicht gerechnet. Schließlich ist das Schlitzohr Georg Stefan Troller ja auch langjähriger Dokumentarfilmer.

Ich habe viele seiner Werke und seiner Interviews in YouTube gefunden und sie wenden sich an eine ganz andere Generation. Es gibt ein tolles Interview mit ihm, dass ich jedem empfehlen möchte.

Troller ist ein genialer Storyteller. Ich hänge an den Lippen bei seinen Erzählungen. Und auch wenn diese Erzählungen schockierend sind. Er berichtete von der Befreiung des KZ Dachau als US-amerikanischer GI und von den Verhören der Bevölkerung.

Er erzählt noch der Nachkriegszeit und von seiner Anfangszeit als Journalist. Er machte seine ersten journalistischen Schritte in München. Berichtete von dem Vorwurf: „Ihr Juden seid am Krieg Schuld“ und wie er die Frauenkirche gerettet hat.

Blogger und Journalisten – ist dies ein Widerspruch? – für mich nein

7. Juni 2017
Stephan Goldmann und ich sprachen vor Mitgliedern der deutschen Presseclubs.

Stephan Goldmann und ich sprachen vor Mitgliedern der deutschen Presseclubs.

Blogger und Journalisten – ist dies ein Widerspruch? Dieser Frage gingen Stephan Goldmann und ich vom Bloggerclub vor Mitgliedern des Forums der deutschen Presseclubs nach. Im Forum sind PresseClubs aus ganz Deutschland organisiert und die Jahrestagung fand vor kurzem in Augsburg statt.
Wir Blogger brauchen eine Vertretung gegenüber der Öffentlichkeit. Ziel unseres Vereins Bloggerclub ist es, Blogger zu organisieren, zu schulen und weiter zu vernetzen. Blogs sind schließlich aus der heutigen Medienwelt nicht mehr wegzudenken und haben massiven Einfluss auf die Medienrealität. Heute gibt es in der Blogosphäre unterschiedliche Arten von Blogs wie beispielsweise private Blogs, Hobbyblogs, Unternehemsblogs, Wissenschaftsblogs oder journalistische Blogs. Mein Blog redaktion42 ist sicherlich eine Ausnahme – er dreht sich egomäßig um mich und hat damit auch ein spezielles Thema. Wir schaffen im Bloggercub ein Netzwerk schaffen unter dem Dach des Bloggerclubs in dem sich alle wiederfinden und voneinander profitieren können. Und natürlich weiß ich, dass Blogger kein klassisches Vereinsvölkchen sind und dennoch ist es aus meiner Sicht wichtig, gegenseitig füreinander einzutreten und sich zu organisieren und – ganz wichtig, ein Sprachohr gegenüber der Öffentlichkeit zu sein.

Bloggerkodex als gemeinsame Grundlage.

Bloggerkodex als gemeinsame Grundlage.

Gemeinsame Basis ist ein verbindlicher Bloggerkodex, zu dem sich alle Mitglieder des Bloggerclubs verpflichten. Transparenz ist unser oberstes Gebot. Der Bloggerkodex regelt klare Verhaltensmaßnahmen im Umgang mit Werbung, Unterstützung, Sponsoring und Verlosungen.
Die Schwerpunkte unserer Vereinsarbeit sind Fortbildung, das Fördern von Medienkompetenz und Lobbyismus. Hierbei unterstützt uns der PresseClubs München sehr. Vielen Dank dafür. Der renommierte Presseclub, bei dem ist seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Mitglied bin und früher durch meine Mitgliedschaft bei den Nachwuchsjournalisten in Bayern im Vorstand war, öffnet uns die Türen und bietet uns Bloggern eine repräsentative und moderne Tagungsstätte. Der PresseClub profitiert von unserem Programm, wie beispielsweise Schulungen zu SEO, Vermarktung oder Aufbereitung von Blogs. Also eine typische Win-Win-Situation.


Gerne kann unser Konzept vom Bloggerclub von anderen PresseClubs in Deutschland aufgegriffen werden. Erste Presseclubs haben bei uns schon angefragt. Wir als Bloggerclub stehen hier gerne als Partner zur Verfügung, schließlich wollen wir auch weiter wachsen.

Provokant mit Weste: Stephan Goldmann.

Provokant mit Weste: Stephan Goldmann.

Mein Kollege Stephan Goldmann hat einen sehr engagierten Vortrag vor den Mitgliedern des Forum der deutschen PresseClubs gehalten. Viele Journalisten tun sich mit Blogs noch schwer. Beispielsweise haut die FAZ gerne auf die Blogger ein, zuletzt auf die Reiseblogger.

Als Friseur auf einem Kreuzfahrtschiff

25. April 2016

Irgendwann werde ich eine Kreuzfahrt machen. In jüngster Zeit kreuzen immer mehr Menschen meinen Weg, die sich mit dem Thema Kreuzfahrt auseinandersetzen. Da wäre zum einem mein guter Freund Franz Neumeier mit seinem extrem erfolgreichen Kreuzfahrtblog Cruisetricks.de, dann ist es eine Bekannte aus der Gastronomie, die auf einem Schiff als Service-Kraft anheuern will und dann sind es mehrere Bekannte, die eine Kreuzfahrt gebucht haben. Bald bin ich auch soweit.

Friseurin Lorena Hartl Polanco sucht Talente für Kreuzfahrten.

Friseurin Lorena Hartl Polanco sucht Talente für Kreuzfahrten.

Vor kurzem traf ich in Düsseldorf auf einer Friseurmesse die Friseurin Lorena Hartl Polanco. Die sympathische Friseurin vermittelt Friseure und Kosmetiker auf Kreuzfahrtschiffe und ich finde dies eine interessante Geschäftsidee und eine große Chance für Friseure, die über ihren Tellerrand hinausblicken wollen. Lorena Hartl Polanco hat während der vergangenen sechs Jahre für Steiner Transocean als Kosmetikerin, Rezeptzionistin und Spa Managerin an Bord zahlreicher Schiffe gearbeitet. Sie umrundete auf zahlreichen Schiffen die Welt und hat aus meiner Sicht einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz. „Die Erfahrungen, die ich in dieser kurzen Zeit gewonnen habe, sind nicht mit dem Leben an Land zu vergleichen. Mit solch vielen verschiedenen Nationalitäten und Kulturen zusammenzuarbeiten, hat mich unglaublich bereichert“, sagte sie mir auf der Messe in Düsseldorf.
Der Job an Bord ist stressig, das steht außer Frage. Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen, bedeutet für viele eine Herausforderung. Ich denke aber auch, dass sich diese Herausforderung und dieser Stress lohnen. Der Umgang mit Menschen allerlei Nationen stärkt das Selbstbewusstsein und auch das Englisch. Aus dem klassischen Schulenglisch wird ein gesprochenes Englisch und sorgt dafür, dass Friseure und Kosmetiker über den Tellerrand hinausschauen. Und der Job an Bord eines Kreuzfahrtschiffes bedeutet auch, gute Qualität in hohem Tempo abzuliefern.


Lorena Hartl Polanco sucht auf zahlreichen Messen und in Berufsschulen nach geeignetem Personal. Mal sehen, ob ich die Dame auch auf die HAARE 2016 nach Nürnberg bringen kann. Die HAARE ist die wichtigste Friseurmesse in Süddeutschland und hier findet Lorena Hartl Polanco sicherlich Interessenten für diese Form des Friseurberufes. Die Bewerber durchlaufen ein Bewerbungsverfahren und werden nach London zu einer finalen Auswahltagung eingeladen. Wer diese besteht, durchläuft zahlreiche Schulungen und wird fit gemacht. Dann geht es ab aufs Kreuzfahrtschiff. Das Arbeitsverhältnis ist etwa auf neun Monate befristet, danach geht es weiter aufs nächste Schiff zum nächsten Job. Damit das klar ist, ich werde mich nicht bewerben, außer es werden Reiseblogger für eine Kreuzfahrt gesucht.