Ardbeg Day 2017 – Der Kampf des Lobsters um Ardbeg Kelpie

5. Juni 2017

Ardbeg Day 2017 – was ist das für eine Welt? Da fahre ich mit dem Zug 7,5 Stunden einfach nach Berlin, um mir am Ardbeg Day 2017 den Kampf zwischen einem Lobster und einem Meeresungeheuer namens Kelpie anzusehen. Zwei Männer in Monsterkostümen ringen, prügeln und stoßen sich in einem Ring in auf dem Veranstaltungsgelände von Greifswald und wir alle haben einen riesigen Spaß.

Ardbeg hatte zum diesjährigen Ardbeg Day nach Berlin eingeladen und die Freunde des torfigen schottischen Single Malt-Whiskys sind dem Ruf gefolgt, Während der Ardbeg Day 2016 bei fettem Sonnenschein in Hamburg stattfand, versammelte sich die Genießercommunity dieses Jahr in Berlin bei Regen. Das Wetter erinnerte ein wenig an Schottland und tat so der Stimmung keinen Schaden. Wer braucht schon Sonne bei den Erinnerungen an das ferne Schottland? Das Veranstaltungsgelände von Greifswald war ein ehemaliges Postlagerhaus und erinnert entfernt an die berühmte Destillerie auf Islay und war damit die ideale Partylocation.

Dr. Michael Homberg traf ich in Berlin.

Dr. Michael Homberg traf ich in Berlin.

Nun, was zieht man eigentlich zu so einem Event an? Schottland? Nun, dann musste natürlich Tweed her. Anders als viele Berliner, die im urbanen T-Shirt erschienen, wollte ich den Tag auch modisch würdigen. Also das neue Tweed-Jacket vom Herrenausstatter Felbinger aus Immenstadt angezogen. Ich liebe Tweed und Klaus Felbinger konnte einen wunderbar leichten Tweed-Stoff besorgen. Dazu klassisches weißes Hemd und gelbe Fliege. Ursprünglich wollte ich eine Tweed-Fliege tragen, aber die warm mir eindeutig zu warm. Also eine gelbe Seidenfliege, die natürlich eher nach Glenmorangie erinnert als an Ardbeg. Aber um 5:30 Uhr beim Aufstehen waren mir solche Überlegungen egal, denn ich musste den Zug nach Berlin erwischen. Alles hat geklappt. Fahrt mit dem übervollen ICE nach Berlin Gesundbrunnen. Ich hatte es versäumt zu reservieren und hatte Glück. Die alte Bahnregel gilt: Der erste Platz ist der richtige Platz. Und ich hatte wohl den letzten freien Platz im ICE und musste ihn erst in Berlin Hauptbahnhof räumen. Glück muss der Mensch haben. Die eine Station nach Gesundbrunnen konnte ich stehen. Dann weiter mit der S-Bahn zur Greifswalder Straße und bei Regen ein paar Hundert Meter zu Fuß.

Freundliche Damen begrüßten mich am Ardbeg Day

Freundliche Damen begrüßten mich am Ardbeg Day

Die Registrierung war auf jeden Fall schon ein Erlebnis. Grüngewandelte hübsche Damen mit geschminkten Meeresverzierungen im Gesicht empfingen die rund 500 Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zum Einstand gab es ein Polariod-Foto mit den Damen und ein Tasting-Glas voller Ardbeg Ten. Schön zu sehen, wie jeder Teilnehmer mit seinem Bild aus der Sofortbildkamera wedelte – das Wedeln ist dann doch ein Relikt aus den achtziger Jahren, damit die Bilder sich schneller entwickeln. Heute eigentlich nicht mehr nötig, aber gewedelt wurde trotzdem und dazu schottisches Wasser des Lebens genossen.

Spieltag am Ardbeg Day
Das Ardbeg-Team hat eine ganze Reihe von Attraktionen vorbereitet. Es war im Grunde eine Art Spielplatz für Erwachsene. Man wurde in Teams eingeteilt, wie Kugelfisch oder Krabbe, und musste gegeneinander antreten. Ich hätte gerne das Team Hering gehabt, was es allerdings nicht gab. Da ich auf Einladung von Ardbeg an diesem Tag dabei sein durfte, war ich auch keinem Team zugeordnet, spielte allerdings auch fleißig mit – quasi außer Konkurrenz. Alle Spiele drehten sich um Kelpie, wobei sich die berechtigte Frage stellte: Was ist eigentlich dieser Kelpie? Was ist eigentlich daran, an den ganzen Mythen rund um Kelpie? Sicher ist, die neue Ardbeg Abfüllung Kelpie ist von einer mysteriösen Kreatur names Kelpie unter Wasser gerissen worden. Die Spiele dienten dazu, die neue Abfüllung aus den Fängen von Kelpie wieder an Land zu bringen. Und was macht man nicht alles, wenn man wunderbaren Ardbeg den ganzen Tag über genießen kann und der Pegel entsprechend steigt.

Doch Kelpie ist nicht so einfach einzufangen, denn dieses Wesen wird von fünf Wassergeistern und Ungeheuern beschützt. Außerdem kann Kelpie nur von seinem Erzfeind, dem Lobster, gefangen werden, da er als einziges Wesen nicht vom Zauber in den Bann gezogen wird. Klingt irgendwie logisch, wenn man einige Ardbeg intus hat. Um die Kräfte des Lobsters zu schonen und sie sogar noch zu steigern, machen die Teilnehmer des Ardbeg Days sich auf den Weg, um die fünf Ungeheuer zu bekämpfen. Folgende Spiele galt es zu absolvieren:

Dank an Tobias Russ von Ardbeg.

Dank an Tobias Russ von Ardbeg.

Trident Hanging am Ardbeg Day
Wenn Merman, halb Mann halb Fisch, seinen Dreizack durch die Lüfte schwingt, erzeugt er starke Stürme. Die Aufgabe: Ergreift seinen Dreizack und besiegt ihn. Zwei Personen aus unterschiedlichen Teams treten gegeneinander an. Wer sich am längsten am Dreizack festhält, gewinnt.

Skylla Wall am Ardbeg Day
Skylla, wunderschön und ungeheuerlich zugleich, ist niemals satt. Mit einem Ball müssen die geöffneten Mäuler ihrer Hundeköpfe getroffen werden. Zwei Personen aus unterschiedlichen Teams treten gegeneinander an. Jede Person hat fünf Würfe. Wer am meisten Löcher trifft, gewinnt.

Skylla Wall am Ardbeg Day

Skylla Wall am Ardbeg Day

Charybdis Labyrinth am Ardbeg Day
Wie Charybdis aussieht, weiß niemand, doch ihre Taten sind ungeheuerlich. In ihrem Sog zieht sie alle in die Tiefe. Es muss also dem Wasserwirbel ausgewichen werden. In teamübergreifender Zusammenarbeit muss der Ball von einem Ende des Labyrinths zum anderen geleitet werden, ohne im Wasserwirbel zu verschwinden.

Fishing Ships am Ardbeg Day
Cthulhu, im Wesen Krake, Mensch und Drache, ruht in der Tiefsee. Doch wenn er erwacht, ist niemand vor ihm sicher. Zwei Zweierteams treten gegeneinander an. Das Team, das die meisten Boote aus dem Wasser fischt, gewinnt. In meiner Jugend hieß das Entenfischen.

Nessie Memory am Ardbeg Day
Ob Nessie existiert, ist ungewiss. Drei Personen treten gegeneinander an und decken im Wechsel zwei Karten auf. Nach jedem Spielzug bleibt eine Karte offen liegen, die andere wird wieder umgedreht. Wer ein Kartenpaar offenlegt, nimmt die Karten aus dem Wasser heraus und ist nochmal an der Reihe. Das Team, welches Nessie-Paar findet, gewinnt.

Nessie Memory am Ardbeg Day

Nessie Memory am Ardbeg Day

Ardbeg Kelpie enthüllt
Ach ja und eigentlich ging es ja um den Ardbeg Kelpie. Am Abend wurde die Abfüllung enthüllt und jeder der zahlenden Gäste erhielt eine Flasche. Ardbeg Kelpie ist nach den legendären Wassergeistern benannt, die in den tiefen Gewässern rund um Ardbeg ihr Unwesen treiben. Die intensiven Aromen, die an öliges Torf, salzigen Seetang und teeriges Tauwerk erinnern, stammen von frischen Eichenfässern aus der Schwarzmeerregion, vermischt mit dem unverwechselbaren Geschmacksprofil von Ardbeg. Auf eine Woge schwarzen Pfeffers folgt ein herzhafter Schwall Speck und dunkle Schokolade. Unglaublich tief. Ab 12. Juni gibt es das Getränk offiziell zu kaufen.

Die Idee zum Ardbeg Kelpie

Der oberste Abfüllen von Ardbeg und Whisky Creator Bill Lumsden wanderte über das Gelände und sprach mit den Besuchern. Er wollte wissen, wie ihnen das neue Getränk mundete. Ich schnappte ihn mir gleich zum Interview und wollte von Bill Lumsden wissen, wie er denn auf die Idee zum Ardbeg Kelpie kam. Seine Antwort ist super interessant:

Container voller Medizingüter für Togo

4. Juni 2017

Alle eineinhalb Monate steht eine Hilfslieferung nach Togo an. Ich bin mit meinem Unternehmen redaktion42 seit Jahren Pate für zwei Kinder in Togo und helfe beim Beladen von Container für das afrikanische Land mit. Bei uns im Dorf ist die Aktion Pit – Togohilfe Maisach seit über 25 Jahren aktiv: Jetzt stand wieder das Beladen eines Containers an. Inhalt war dieses Mal medizinische Güter für Krankenstationen und Krankenhäuser, darunter Krankenbetten, medizinische Apparate, Krücken, Rollstühle, Matratzen, Verbandsmaterial.

Das Lager in Maisach in einem alten Postlager im Landkreis Fürstenfeldbruck war voll und dank einer Unterstützung vom BMZ konnte wieder ein Container auf dem Weg nach Lomé, der Hauptstadt von Togo auf die Reise gebracht werden.

Rund 3500 Euro kostet ein Transport von Tür zu Tür. Der rote Container wird per Lkw nach München Allach gebracht, dort auf die Bahn nach Hamburg verladen und schippert dann per Containerschiff nach Lomé. Dort wird der Container von den afrikanischen Partnern der Togohilfe in Empfang genommen.


Bis es soweit ist, musste der Container von den ehrenamtlichen Helfern der Togohilfe beladen werden. Die Vorsitzende des Vereins Margret Kopp hatte gerufen und engagierte Helferinnen und Helfer kamen und packten mit an. Auch meine Frau und ich waren wieder dabei. Bis der Container in Maisach auf einem Sattelzug eintraf, rollten wir die Hilfsgüter vom Lager auf den Hof. Die Lieferungen wurden genau dokumentiert und eine Vertreterin des BMZ führte Buch über unsere Aktion.


Die Gruppe von uns Freiwilligen ist gut organisiert, kann aber immer weitere kräftige Hände gebrauchen. Auch von anderen Hilfsorganisationen wie Kolping waren Sachen Verlagen. Die Hilfsgüter sind schwer und unhandlich. Es muss das Team gut zusammenarbeiten. Teamarbeit und gegenseitige Rücksichtnahme ist wichtig und das wird bei so einer vierstündigen Aktion eingeübt. Während ein Team in den Container klettert und die Hilfsgüter innen sicher stapelt, sorgt ein Team vor dem Lkw für regelmäßigen Nachschub. Die Organisation läuft rund – Hand in Hand wird gearbeitet. Ich sorge draußen für den Nachschub, schleppe Paletten weg, trage Betrachter für Röntgenbilder in den Kopf. Wir haben auch eine Ameise, die uns unterstützt – ohne diesem Gabelstapler wäre das Beladen unmöglich. Ein dummer Spruch hier, ein freundliches Wort da – das Team der Helfer versteht sich und Unterhaltung ist gut für die Stimmung. Auch Togolesen sind dabei, schließlich geht es um ihr Land und so ist es für sie eine Selbstverständlichkeit mit anzupacken. Ich nutze die Gelegenheit, mein Schulfranzösisch aufzubessern und mühe mich mit den Vokabeln ab. Belo ein freundlicher Togolese freut sich und klopft mir mit den bayerischen Worten auf den Rücken „Wird schon, mein Freund.“


Nach vier Stunden ist alles verladen. Am Ende jeder Verladeaktion gibt es noch ein schönes Ritual. Alle Beteiligten unterschreiben auf einem Plakat, das als letztes in den Container gepackt wird. Ich habe Matthias und meinen Twitternamen @redaktion42 geschrieben. In Togo wird der Gruß beim Auspacken als erstes wahrgenommen. Der Container wird verriegelt. Vorsitzende Margret Kopp verblombt den Container mit einer gelben Blombe und die Dame vom BMZ überwacht die ganze Aktion. Während unser Container auf die Reise geht, gibt es erst mal eine bayerische Brotzeit. Auch zusammen feiern gehört dazu. Der nächste Container für Togo wird am 11. August in Maisach beladen. Wer mithelfen will, ist gerne willkommen.

Musiktipp: Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band 50-jährige Jubiläumsausgabe von The Beatles

3. Juni 2017

Nun, Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band ist sicherlich eine der besten Rock-Alben der Geschichte. Ich liebe die Beatles und ich liebe ihr 1967-Album
Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band. Nach 50 Jahren (!) kam nun am 26. Mai 2017 eine Super Deluxe Version von The Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band heraus und ich habe mich wieder in diese unglaubliche Musik der Fab Four verliebt.
Seit ich denken kann, mag ich die Beatles oder Pilzköpfe, wie sie meine Eltern bezeichneten. Die Musik sind für mich eine Art Volkslieder geworden, ich kann sie mitsingen und überall wo ich Beatles-Songs höre, da lass ich mir gerne nieder.


Und so war es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass ich mir die neue Box von
Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band zum 50. Geburtstag geleistet habe. Und obwohl ich die Musik kenne, war ich wieder von der Überarbeitung überrascht. Hier wurde aus den alten Bändern hervorragendes herausgeholt. Das Album erschien in Mono (hatte ich bereits durch die Beatles Mono Serie), aber vor allem in einem neuen Stereo Mix, der es in sich hat. Giles Martin mischte mit dem Toningenieur Sam Okell das Album neu ab. Die ganze Sache hat deutlich mehr Dynamik und Drive und orientiert sich an der Mono-Ausgabe von 1967. Das Album, das übrigens das erste Konzeptalbum war, hört sich kompakter an.
Es sind in der Box insgesamt sechs Datenträger vorhanden. Einmal der neue Stereo Mix, einmal die Mono-Abmischung und für den Fan sehr interessant zwei CDs mit Proben und Aufnahmesessions. In die Demos und Outtakes muss ich mich noch richtig reinhören, aber sie zeigen, welche Macht Lennon bei den Aufnahmen hatte. Ich glaube, es sind wahre Schätze darunter – und ich kannte die Demos aus der Zeit von Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band noch nicht. Da gibt es vieles zu entdecken. Die Klassiker Strawberry Fields Forever und Penny Lane wurden als Bonustitel der Doppel-CD und dem Box-Set hinzugefügt. Auf der Ursprungsversion von Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band waren sie nicht enthalten, weil sie zuvor als Single ausgekoppelt wurden. Nicht enthalten sind die Lieder Only a Northern Song und Carnival of Light, was ich nicht verstehe und deshalb auch kritisiere.
Die Box macht einfach Spaß. Auf dem Cover gibt es ein holografisches Bild des ursprünglichen LP-Titels. Ich erinnere mich, wie oft ich als Jugendlicher auf meinem Bett lag und darüber nachdachte, wer denn nun wer auf dem Bild von Peter Blake ist. Interessant nehmen allerlei Postern und Ausschneidebogen ist für mich vor allem das 148-seitiges Begleitbuch mit einem Vorwort von Sir Paul.
Und wieder habe ich mir die restaurierte Doku von 1992 angesehen, die den Entstehungsprozess von Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band zum Inhalt hatte. Neues Material konnte ich allerdings auf dem ersten Blick nicht entdecken.
Also Beatles Fans, bestellt die fette Box The Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band und zieht den Kopfhörer auf und versinkt in die psychedelische Welt der Beatles des Jahres 1967. Ich habe es genossen und den Kauf der Box nicht bereut.

Gartenhäcksler Eliet Minor 4S im Einsatz

29. Mai 2017

Meine Frau hat bei uns den grünen Daumen. Sie kümmert sich liebevoll um das Grün um das Haus. Ich unterstütze sie, helfe mit, aber es fehlt mir das Händchen. Viele Sachen sehe ich nicht, sie ihr sofort ins Auge fallen. Aber ich mag unseren etwas wilderen Garten in dem zwei Igel sich angesiedelt haben.


Im vergangenen Jahr hat die Gattin viele Äste von den Bäumen geschnitten. Sie lagen auf einem großen Haufen und waren keine Zierde. Aber egal: Wir waren zu faul, sie kleinzuschneidend und zu entsorgen. Also blieben sie über Winter im Garten auf dem großen Haufen liegen. Jetzt ist das Wetter besser und es gibt keine Ausrede mehr. Das Zeug muss weg.


Aber wir wollten es nicht kleinschneiden und beim gemeindlichen Gartenabfallcontainer abgeben, sondern wir wollten es wieder in den Ökokreislauf unseres Gartens zufügen. Als Mulch eingesetzt, gelangen wertvolle Nährstoffe viel schneller wieder in den Boden. Also musste ein Häcksler her. Der örtliche Obst- und Gartenbauverein hatte keinen Häcksler zum Verliehen, was übrigens ein Grund gewesen wäre, in den Verein einzutreten. Also wandte ich mich an unseren Gartenfachbetrieb Jais, der bereits meinen Robomäher R2Mäh2 wundervoll betreut. Das Unternehmen verleiht hochwertige Gartenhäcksler, die auch von mir als Laie betrieben werden können. Wir entschieden uns für den Eliet Minor 4S als idealen Gartenhäcksler.


Das Geniale von Anton Jais: Der Häcksler wurde vom Gartenfachbetrieb gebracht und abends wieder geholt. Super Service, denn das Ding passt niemals in unser Auto hinein. Kurze Einweisung, auch eine Sicherheitseinweisung und dann konnte es auch losgehen. Wir setzten eine Schutzbrille gegen herumfliegendes Schnittgut auf und zogen Handschuhe an.


Der Häcksler wurde Richtung Garage gedreht, damit das Häckselgut nicht wild durch die Gegend fliegt, sondern sich am Garagentor zu einem Haufen sammelt. Den Auswurfschacht des Häckslers konnten wir dabei genau in Höhe und Weite positionieren. Es ist ähnlich wie bei einer Schneefräse.
Als der Kamerad in Betrieb war, hatte ich gehörig Respekt. Meine Frau und ich fütterten den Häcksler mit Schnittgut und Ästen, der es mit einem Höllenlärm zerkleinerte. Warum dachte ich in diesem Moment an Krimis wie Fargo, bei dem das Opfer in einem Häcksler landete? Lassen wir das.
Das Häckselgut vom Eliet Minor 4S wird von der Messerwelle mit 12 einzel austauschbaren Wendemessern der Länge nach aufgebrochen und in kleine Teile zerrissen. Der Häcksler verfügt über einen 4,4 kW (6 PS) Honda-Motor. Als wir den Häcksler bedienten, verstopfte das Gerät. Mit einer Handkurbel können die Messer beim Eliet Minor 4S rückwärts gedreht werden und so gelockert werden.

Carsharing muss ich mal probieren – Car2Go von Daimler

27. Mai 2017

Die re:publica 2017 #rp17 war wieder mal eine Art Klassentreffen der Digitalbranche. Durch Zufall traf ich in Berlin eine Kollegin, die ich einstmals in Sachen Modefotografie geschult habe. Martina Ammon arbeitet aber heute in einer anderen Branche – und die ist super spannend: Carsharing.

Martina Ammon (Mitte) im Gespräch mit Matthias J. Lange (l.) und Thomas Gerlach (r.)

Martina Ammon (Mitte) im Gespräch mit Matthias J. Lange (l.) und Thomas Gerlach (r.)

Martina Ammon schafft beim Daimler, speziell bei der Daimler-Tochter Car2go. Und dieser Markt ist in Bewegung. So eben meldete das manager magazin, dass eine Fusion von Car2Go und DriveNow näher rückt. Car2Co ist wie beschrieben Daimler und DriveNow ist BMW. Die Mietwagentöchter Car2Go und DriveNow sollen künftig unter einem gemeinsamen Markennamen operieren, berichtet das manager magazin. Ob es stimmt, dazu sagte Martina Ammon in Berlin freilich nichts. Aber es zeigt, wie bewegt dieser Markt ist. Und ich habe auch gelernt, ich muss ihn dringend ausprobieren.
Per App schaut man, ob ein Mietfahrzeug von Car2Go oder DriveNow in der Nähe ist, bucht es und fährt zu seinem Termin und stellt das Auto wieder für einen anderen Nutzer ab. Anwendungsmöglichkeiten habe ich sehr, sehr viele im Kopf. Die Fahrt zum Flughafen, wenn ich nicht öffentlich fahren will oder das Taxi nervt. Oder wie wäre die abendliche Fahrt in eine Kneipe. Mit dem Auto hinfahren, abstellen und feiern und dann mit dem Taxi wieder zurück. Und wenn die beiden Dienste von BMW und Daimler verzahnt werden, hat das für uns als Kunde einige Vorteile, denn die Flotter wird größer.
Leider ist bei uns auf dem Land noch nicht so viel zu sehen von den Mobilitätsdiensten, aber es wäre eine super Erleichterung für mich als Landei. Ich habe das Video mit Martina angehängt und bin über eure Erfahrungen gespannt. Nutzt ihr Carsharing-Dienste und wo seht ihr Vor- und Nachteile?

Ich mache Pesto selbst – Pesto zubereiten

26. Mai 2017
Basilikum wächst bei mir ideal.

Basilikum wächst bei mir ideal.

Scheinbar habe ich ein Händchen mit meinem Basilikum in meiner Küche. Das Zeug wächst und gedeiht wie der Teufel. Ich ziehe es in meinem WMF Kräutergarten-Set  über das ich schon ausführlich gebloggt habe. Basilikum dient bei mir als Zugabe zu Spaghetti. Jetzt war es an der Zeit ein wunderbares Pesto zu zubereiten – einmal mit Sonnenblumenkernen, einmal mit Cashewkernen. Die Reaktion im Netz war super interessant als ich ein Bild postete – ich wurde mit Tipps und Ratschläge überhäuft. Vielen Dank dafür – und natürlich gab es die übliche Diskussion über Thermomix pro und contra.

Die Basilikum-Bätter werden geerntet.

Die Basilikum-Bätter werden geerntet.

Zunächst ging es an die Ernte des Basilikums. Zusammen mit meiner Frau schnitt ich doch einiges an Blätter ab. Das Zeug wächst bei mir so schnell nach. Nach dem Waschen und Trocknen schnitt ich die Stengel weg. Einige Facebook- und Instagram-Freunde meinten, dass ich ruhig die Stengel dran lassen kann, aber ich hab es einfach gemacht. Es muss nicht schnell gehen. Für mich ist Kochen – und dazu zähle ich auch die Zubereitung von Pesto eine meditative Tätigkeit. Es ist außerdem sehr schön als Ehepaar gemeinsam zu kochen – ich kann dabei abschalten.

Es sollten eigentlich 50 Gramm sein. Es wurden etwas mehr.

Es sollten eigentlich 50 Gramm sein. Es wurden etwas mehr.

Der nächste Schritt war das Abwiegen der Kerne. Es sollten jeweils 50 Gramm sein. Bei den Sonnenblumenkernen wurde es etwas mehr – was soll es, Kochen ist keine exakte Wissenschaft wie Medizin oder Theologie. Dann sind es eben 62 Gramm geworden.


Die Kerne wurde in einer Pfanne ohne Fett erhitzt und geröstet. Aufpassen, dass die Kerne nicht zu schnell heiß werden, sonst verbrennen sie und das Ganze schmeckt bitter. Zum Abkühlen habe ich die Kerne auf einen separaten Teller zwischengelagert.

Ich liebe den Geruch von Knoblauch und Basilikum.

Ich liebe den Geruch von Knoblauch und Basilikum.

Dann putze ich den Knoblauch. Ich brauche für die beiden Pesto-Sorten vier Zehen. Der Knoblauch muss nicht kleingeschnitten sein, aber zumindest etwas zerkleinert erspart dem altersschwachen Pürierstab die Arbeit.


Etwa 25 Gramm Parmesan pro Portion Pesto wurden gerieben. Ich liebe den Geruch von Käse. Nein, stimmt nicht ganz. Ich liebe den Geruch von Essen.


Alles kam in einen Topf – Basilikum, Knoblauch, drei Esslöffel Olivenöl und dann kam der schon etwas ältere Pürierstab zum Einsatz, der jetzt dann entsorgt wird. Das Ganze geht auch mit der Kenwood-Küchenmaschine. Nachdem alles zerkleinert war, kam der Parmesan und etwas Salz und Pfeffer dazu. Fertig ist das Pesto.

Und fertig ist das Pesto.

Und fertig ist das Pesto.

Nun wurde es in kleine Gläser abgefüllt und kühl gestellt. Am Abend kam die Familie zum Spaghetti-Essen mit zweierlei Pesto zusammen. Ein, zwei Gläser Rotwein und gute Gespräche – so soll der Tag enden.

 

Und hier das Ganze nochmals als YouTube-Film:

Hurra, ich reise zum Ardbeg-Day 2017

25. Mai 2017

Und ewig lockt der Ardbeg. Nachdem ich vergangenes Jahr den Ardbeg-Day verpasst habe, bin ich dieses Jahr am Samstag, 3. Juni 2017 mit von der Partie und voll dabei. Auf der ganzen Welt feiern die Whisky-Freunde und ich feiere in Berlin mit. Die Einladung zum Ardbeg-Day verspricht etwas Besonderes: „Es erwartet dich nicht nur ein „ungeheuerliches“ und wunderbares Erlebnis, sondern auch deine persönliche, limitierte Flasche der diesjährigen Abfüllung Ardbeg Kelpie.“ Schon allein wegen des exzellenten Kelpie, die limitierte Abfüllung 2017, lohnt sich die Reise nach Berlin.
Ich hatte während der Fastenzeit den ausgezeichneten Whisky probiert. Mit seinen 51,7 % Vol. Alkohol reicht ein kleiner Spitzer Wasser, um das Aroma zu entfalten – nur ein Spitzer. Wie poliertes Gold fließt der Whisky ins Glas, so dass es eine wahre Freude ist. Dann folgt der Geruch – typisch Ardbeg, ganz so wie ich es von dem Islay Malt Scotch Whisky gewohnt bin.


Wassergeister, mystische Legenden und „ungeheuerliche“ Unterwasserwelten: Der diesjährige Ardbeg Day steht ganz im Zeichen des Meeres. Restkarten für dieses Event gibt es übrigens hier. Wen treffe ich in Berlin?
Nicht ohne Stolz nennt sich Ardbeg der „ultimative Islay Single Malt Scotch Whisky“. Ardbeg wurde vor über 200 Jahren, 1815 offiziell gegründet und ist von Kennern in aller Welt als komplexester, rauchigster und am meisten getorfter Islay Single Malt Whisky geschätzt. Ich liebe dieses Getränk. Gleichzeitig wartet er mit einer unerwarteten Süße auf – ein Phänomen, das auch „das torfige Paradox“ genannt wird. In den 1980- und 1990er Jahren blickte Ardbeg in eine ungewisse Zukunft bis zum Jahr 1997, als die Glenmorangie Company die Brennerei kaufte und vor dem endgültigen Auslöschen bewahrte. Seitdem ist die Destillerie eine kleine Kultmarke mit einer sehr leidenschaftlichen Anhängerschaft und ich bin einer von diesen Anhänger.

Auf der #rp17 traf ich übrigens ein paar Gleichgesinnte beim Tasteup auf der re:publica.

Vielen Dank Sir Roger Moore – persönliche Erinnerungen

24. Mai 2017

Einer meiner ersten Autowünsche war klar. Ich wollte einen weißen Lotus Esprit. Den hatte ich im Kino gesehen und der konnte sogar tauchen. Genau so ein Auto wollte ich mal haben, wenn ich groß bin. Das war wohl meine erste Erinnerung an James Bond 007, der schnittige Flitzer aus „Der Spion, der mich liebte.“ Das war wohl der erste Bond-Film, den ich im Kino sah und der James Bond-Darsteller meiner Kindheit war Roger Moore.

Über Twitter erfuhr ich vom Tod von Roger Moore.

Über Twitter erfuhr ich vom Tod von Roger Moore.

Jetzt ist Sir Roger im Kreise seiner Familie an Krebs gestorben und gerne erinnere ich mich an diesen Darsteller in seinen vielen, vielen Rollen. Im Laufe der Zeit wurde Sean Connery zu meinem Lieblingsbond, weil er mehr Härte und Ernsthaftigkeit zeigte. Während Connery mein Adrenalin hervorbrachte, sprach Moore mein Herz und Humor an. Sein James Bond hatte immer einen Funken Humor, ohne lächerlich zu sein. Seine Darstellung als Agent 007 sprach etwas in mir an: Ich entdeckte schöne Frauen, schöne Orte, schöne Autos – Luxus, der eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen prägte. Von meinen Eltern bekam ich den Lotus als Spielzeug und als Moonraker ins Kino kam, gehörte der Weltraum ab sofort 007. Nach dem Erfolg von Star Wars musste Bond auch im All für Ordnung schaffen. Ich weiß noch, dass ich nach dem Kinobesuch ein Moonraker-Shuttle von meinen Eltern als Spielzeug bekam. Das Shuttle liegt noch irgendwo im Keller, den Lotus habe ich später gegen einen Aston Martin DB 6 aus Goldfinger eingetaucht.
Ich mochte Bond und ich mag Bond – mehr als die Testosterongesteuerten Kinohelden von heute.
Roger Moore war aber auch Lord Brett Sinclair. Zusammen mit Tony Curtain Curtis als „die 2“ oder „die Zwei“ zeigte er in der Synchronisation des genialen Rainer Brandt wie ein TV-Gassenhauer aussehen kann. Als ich die Serie später im englischen Original sah, fehlte der Witz. Mit Roger Moore wuchs ich auf. Ich sah im Kino die verstörenden Kriegsfilme „die Wildgänse kommen“ und „Die Seewölfe kommen“, aber richtig auf den Arm nahm sich Roger Moore bei dem Film „Auf dem Highway ist die Hölle los“. Unsere Klasse ging damals geschlossen ins Kino und mir hatte der Film so gut gefallen, dass ich das gemeinsame anschließende Eisessen ausfallen ließ und mir nochmals eine Kinokarte kaufte. Es war vor allem Roger Moore, der mir in den Klamauk-Film gefiel. Mitte der achtziger Jahre sah ich dann in „Das nackte Gesicht“ einen anderen Roger Moore, einen verängstigten Roger Moore in der Rolle eines hilflosen Psychiaters – was für ein wandlungsvoller Schauspieler.
Leider bin ich dem Schauspieler und dem späteren UN-Sonderbotschafter persönlich nie begegnet, aber dennoch hatte ich irgendwie das Gefühl Roger Moore zu kennen. Das ist natürlich Blödsinn, aber Moore begleitete mich durch meine Kindheit und sorgte immer für Humor. Und immer wieder beschäftigte mich die Frage: Was ist der beste Bond-Film mit Roger Moore? Es ist wohl für mich „Der Spion, der mich liebte“, knapp gefolgt von „In tödlicher Mission“. Und bei euch? Und ich verrate euch ein Geheimnis: Ich fahre weder einen Lotus Esprit oder Aston Martin DB6.
Vielen Dank Sir Roger Moore, ich werde Sie nie vergessen.

Voll auf die Ohren – der richtige Gehörschutz bei Konzerten

23. Mai 2017
Ich mag Konzerte, aber langsam wird mir der Lärm zuviel.

Ich mag Konzerte, aber langsam wird mir der Lärm zuviel.

Ich werde alt. Während mir früher die hohe Lautstärke bei Konzerten nichts ausgemacht hat, bin ich heute empfindlicher geworden. Die Lautstärke macht mich fertig. Nach den Konzerten bin ich erledigt. Gut, ich könnte Lärm meiden und nicht mehr auf Konzerte gehen, aber ich möchte die Künstler live sehen. Daher war es an der Zeit, sich um einen Gehörschutz umzusehen.
Natürlich gibt es die klassischen Ohropax. Es sind so Schaumstoffstöpsel, die ich mir ins Ohr popeln kann. Die kosten ein paar Cent und machen dicht. Das ist fein, aber nicht der Sinn der Sache. Solche Ohrstöpsel nehme ich im Hotel, wenn im Nebenzimmer ein Paar mich bei ihrer Zweisamkeit teilnehmen lassen will, aber nicht bei Konzerten. Ich will die Musik der Künstler auf der Bühne ja genießen. Also musste eine bessere Lösung her. Außerdem drängte die Zeit. Ich hatte Karten für die Long Goodbye Tour der britischen Hardrocker Deep Purple in der Olympiahalle. Ich wollte die Abschiedstour der Band besuchen, aber ich musste auch am nächsten Tag ein Seminar halten und da darf ich mir einen dicken Kopf aufgrund des Lärms nicht erlauben. Meine Erfahrung mit Deep Purple-Konzerten lehrte mich: Es gibt was auf die Ohren. Nicht so stark wie bei Lemmy, aber dennoch.

ich bin mit dem Senner MusicPro Gehörschutz gut gefahren.

ich bin mit dem Senner MusicPro Gehörschutz gut gefahren.

Meine Gattin brachte die Lösung, weil sie genau das gleiche Problem mit lauter Musik hat. Wir beide fotografieren immer wieder im Auftrag bei Konzerten und sind ganz vorne an der Bühne und bekommen den Lärm voll ab. Sie empfahl mir den Gehörschutz Senner MusicPro Gehörschutz Ohrstöpsel,


Das hat ich ebenso. Die Ohrstöpsel kommen in einem Alubehälter daher, in dem sie Geschützt sind. Die Ohrstöpsel sind nach Angaben des Herstellers aus hypoallergenes Material. Ich drehe die Teile in die Ohren und sie tragen sich bequem. Scheinbar sorgen die Dreifach-Lamellen dafür, dass der Lärm rausgefiltert wird. Ich habe keinen dumpfen Klang wie bei den Schaumstoffstöpsel im Kopf, sondern die Musik wird gedämpft und die Sprache kommt klar durch. Es funktioniert wirklich: Klangtreue Dämpfung lauter Musik bei Erhaltung des vollen Spektrums der Töne – genau so was habe ich gesucht. Ich habe Leute gesehen, die haben sich Taschentücher in die Ohren gedreht: Lasst es euch sagen: Es sieht ziemlich doof aus.


Ich teste die Senner MusicPro  beim Deep Purple-Konzert. Die Musik brachte es auf 115 dB laut meiner App und das zwei Stunden. Ich war froh um den Gehörschutz und ich war froh, die Herren von Deep Purple nochmals live erleben zu können. Das Seminar am nächsten Tag verlief auch prima – kein dicker Kopf. So machen Konzerte Spaß. Die nächsten Karten sind schon bestellt – die Rolling Stones kommen.

Konzert: Deep Purple in der Olympiahalle München 2017

22. Mai 2017

Als zur Einstimmung auf das Konzert The Boys are back in Town lief, da wurde ich etwas melancholisch. Sollte es wirklich das letzte Mal sein, dass ich Deep Purple live sehen würde? Die britische Band befindet sich auf ihrer Long Goodbye Tour und machten in Münchner Olympiahalle Station. Wie oft hatte ich die britischen Hardrocker schon gesehen? Viele Male guten alten Hardrock. Damals noch mit Ritchie Blackmore als wilden geheimnisvollen Mann bei der Perfect Stranger-Vereinigung. Ich hatte Keyboard-Zauberer Jon Lord noch lebend gesehen. Und nun saß ich hier und wollte auf Wiedersehen sagen, schließlich sind die Herren im Seniorenalter. Infinite soll das letzte Studioalbum gewesen sein.


Die Spannung auf Deep Purple war bei mir enorm. Die Vorband Spacetruck machte einen guten Job und heizte den Fans ein. Und dann begann die rund zweistündige Show der Altrocker. Im Hintergrund schwebte das Konterfei der Herren in einem Eisberg, wie einst die US-Präsidenten in Mount Rushmore. Das Bild kannten wir bereits aus dem Booklet von Infinite.


Dann brach es los mit Time for Bedlam. Ian Gillan überraschte uns mit Sonnenbrille und Goldjacke. Ich dachte sofort an die Scheibe 50,000,000 Elvis Fans Can’t Be Wrong, die Elvis‘ Gold Records, Volume 2. Und irgendwie stimmte es ja: Deep Purple spielte eine Best of-Show mit ein paar neuen Songs. Die Herren müssen nicht mehr beweisen, was sie können. Das neue Songmaterial ist nett, aber das alte ist netter. Routiniert spielen sie ihre Show ab und zeigen, welchen Sound die Mark VIII-Besetzung hervorbringt. Ian Gillan, Steve Morse, Don Airey, Roger Glover und Ian Paice machen mir immer noch eine Freude. Das Zusammenspiel der alten Herren ist tadellos aufeinander abgestimmt. Nachdem ich im Vorfeld immer wieder von den Problemen des Gitarristen gehört habe, achtete ich besonders darauf. Auf dem Konzert konnte ich von den Arthrose-Problemen von Steve Morse nichts feststellen – das ist gut so. Im Hintergrund stand ein Roadie mit Gitarre bereit, der aber mehr bemüht war, die Instrumente zu stimmen. Ob er als Ersatz fungieren sollte, weiß ich nicht. Ich mag diesen Steve Morse einfach. Er scheint ein freundlicher Kerl zu sein, anders als der Stinkstiefel Herr Blackmore. Morse hat seinen eigenen Stil in Deep Purple eingebracht und fungiert nicht als Blackmore-Ersatz. Das Zusammenspiel zwischen der immer noch tollen Stimme von Ian Gillan und der Gitarre von Steve Morse klappt hervorragend und beide scheinen nach all den Jahren sogar noch Spaß daran zu haben, trotz Hunderter Konzerte. Ein Made in Japan kommt freilich nicht mehr heraus, erwartet aber auch keiner im meist älteren Publikum.


Einziges Gründungsmitglied von Deep Purple ist Ian Paice, der Spaßvogel. Er sitzt hinter seiner Schießbude und drischt bekleidet mit seinem Werbe-T-Shirt von Pearl auf die Felle ein, dass es eine Freude ist. Ab und zu hängt die Zunge raus zwecks Konzentration. Pacie geht richtig ab, wenn er sich durch die Klassiker spielt. Und davon gab es viele auf der Long Goodbye Tour.
Die Setlist war in München:
Time for Bedlam, 
Fireball, 
Bloodsucker, 
Strange, Kind of Woman, 
Johnny’s Band, 
Uncommon Man , The Surprising, 
Lazy (with keyboard intro), 
Birds of Prey, 
Hell to Pay, 
Keyboard Solo, 
Perfect Strangers, 
Space Truckin‘, 
Smoke on the Water
Die Zugaben waren:
Highway Star, 
Hush, 
Bass Solo, 
Black Night
Da war es wieder, dass alte Hardrock-Feeling. Die Mischung zwischen alten und neuen Songs hat gepasst und freilich haben die Fans in der Olympiahalle bei Smoke on the Water mitgesungen, wie es sich gehört. Jeder Gitarrenanfänger kennt die Griffe, die die Rockmusik verändert haben.
Also die Herren, wenn es wirklich die letzte Tour war, dann sag ich artig vielen lieben Dank. Ihr habt mein Leben bereichert. Mir hat es gefallen und auf der Heimfahrt hörte ich freilich Highway Star.