Archive for the ‘Medien’ Category

QR-Code für den Hund

28. April 2014
Der QR-Code zum Entwurmen des Hundes.

Der QR-Code zum Entwurmen des Hundes.

Mein Wellensittich Hansi war krank und wir mussten zum Tierarzt. Dort warteten wir mit Hund und Katze, Hase und Maus im Wartezimmer des örtlichen Tierdoktors. Dabei kam ich mit den Hundebesitzern ins Gespräch. Es ging ums Entwurmen. Der Hund muss – anders als der Wellensittich – viermal im Jahr entwurmt werden. Dabei hilft jetzt ein QR-Code.

Beim Tierarzt fiel mir ein Flyer von Novartis auf. Auf ihm ist ein QR-Code samt Hund abgebildet. Wer diesen Code mit seinem Smartphone scannt, dem wird in seinen Kalender alle drei Monate ein Termin zum Entwurmen gesetzt.

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Android-User erhalten zudem eine Erinnerung via E-Mail. Ich finde so einen Service sinnvoll und könnte mir noch zahlreiche anderen Services vorstellen. Wau – wow.

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Facebook-Werbung boomt weiter

27. April 2014

Das Anzeigengeschäft von Facebook wächst weiterhin: So stiegen in Q1 die Click-Through-Rate (CTR) und die Ad Impressions um 20 beziehungsweise 41 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Adobe hat super interessantes Zahlenmaterial zusammengestellt. Während darüber hinaus der Revenue per Visit (RPV) von Facebook kommend im gleichen Zeitraum um 2 Prozent zunahm, sank er nach einem starken Weihnachtsgeschäft bei Twitter um 23 und bei Tumblr um 36 Prozent. Das ergab der aktuelle Social Media Intelligence Report von Adobe, der quartalsweise die Entwicklung von Paid, Earned und Owned Social Media erfasst.

Aufgrund des umfangreichen Datensets ist der Adobe Social Media Intelligence Report die branchenweit umfassendste Analyse. Sie basiert auf 260 Milliarden Ad Impressions auf Facebook, 226 Milliarden Facebook Posts, 17 Milliarden Referred Visits von sozialen Netzwerken und 7 Milliarden Interaktionen mit Marken inklusive Kommentare, Likes und Shares. Daten aus dem Bereich Paid Social Media wurden aus Daten der Adobe Marketing Cloud aggregiert.

„Social Media ist auch im ersten Quartal des Jahres gewachsen – der erwartete Einbruch nach dem guten Weihnachtsgeschäft blieb aus“, sagte Tamara Gaffney, Principal Analyst Adobe Digital Index. „Marketer erreichen ihre Zielgruppen immer besser über verschiedene Social Media-Kanäle und Unternehmen wie beispielsweise Facebook ändern ihre Algorithmen und ergänzen Funktionen wie die automatische Wiedergabe von Videos. Das beeinflusst Marken und die Nutzung von Inhalten durch die User.“

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Weitere interessante Ergebnisse der Studie:

– Paid Social Media: Die Werbeklicks und Ad Impressions bei Facebook steigen, wobei die Klicks stärker zunehmen. Sie wuchsen um 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und 48 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Bei den Ad Impressions waren es 40 beziehungsweise 41 Prozent. Die CTR explodierte geradezu im Jahresvergleich um 160 Prozent, im Quartalsvergleich nahm sie 20 Prozent zu. Jedoch sanken die Kosten pro Klick (CPC) von Facebook um 2 Prozent innerhalb eines Jahres und um 11 Prozent im Vergleich zum starken Vorquartal.

– Earned Social Media: Die Marken-Posts mit eingebetteten Videos nahmen in Q1 deutlich an Fahrt auf – mit 58 Prozent mehr Interaktionen im Quartals- und 25 Prozent mehr im Jahresvergleich. Die Abspielraten von Facebook-Videos erhöhten sich innerhalb eines Jahres um 785 Prozent und im ersten Quartal um 134 Prozent. Das automatische Abspielen von Videos wurde von Facebook im vierten Quartal 2013 eingeführt. Rein textbasierte Marken-Posts auf Facebook verlieren an Marktanteil und die Interaktionsraten sinken, aber Posts mit Links stiegen um 167 Prozent im Quartals- und 77 Prozent im Jahresvergleich.

– Owned Social Media: Der von Twitter und Facebook ausgehende Revenue per Visit erhöhte sich zum Vorjahr um 5 beziehungsweise 11 Prozent. Allerdings sank der RPV von Twitter um 23 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Der von Tumblr kommende RPV stieg um 55 Prozent zum Vorjahr und ging um 36 Prozent im Quartalsvergleich zurück. LinkedIn glänzte mit einem 15-prozentigen Marktanteil an Social Traffic auf B2B-Hightech-Seiten. Nur Facebook erzeugte in diesem Bereich mehr Traffic in Q1 mit einem Marktanteil von 52 Prozent.

 

Päpste werden in 3D und 4K heilig gesprochen

26. April 2014

Heiligsprechung

Meine Mutter berichtete mir von der Krönung von Elisabeth im Jahre 1952. Damals wurde die Krönung live von der BBC in alle Welt übertragen. Sie war extra beim Friseur, denn schließlich kam die britische Königin ins Wohnzimmer. Es war eine riesiger technischer Schritt. Heute sind wir natürlich deutlich weiter. Das beste Beispiel ist am Sonntag. Die feierliche Zeremonie anlässlich der Heiligsprechung von Johannes XXIII. und Johannes Paul II. findet am 27. April auf dem Petersplatz statt und wird mit Sony-Kameras des Typs PMW-F55 in einem Studio-Setup in 4K-Ultra HD übertragen. Mit der Heiligsprechung kommt die 4K-Technologie von Sony erneut für die Live-Produktion eines wichtigen Events zum Einsatz und hebt die Archivierungsqualität auf ein neues Niveau.

Es ist ein Wahnsinn, welcher technischer Aufwand hier im Hintergrund läuft. Das Vatikanische Fernsehzentrum CTV (Centro Televisivo Vaticano) produziert die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Sony und Sky Italia. Mit technischer Unterstützung von DBW Communication und Eutelsat wird die Veranstaltung live in 4K-Qualität aus der Audienzhalle Pauls VI. im Vatikan übertragen. Darüber hinaus können Gläubige die Zeremonie auch live in 3D verfolgen: Die Gemeinde Sotto il Monte Giovanni XXIII, Geburtsort von Papst Johannes XXIII, wird die Heiligsprechung so mit räumlicher Tiefe erleben, als wäre sie auf dem Petersplatz mit dabei. Dabei kommt der digitale 4K-Kinoprojektor SRX-R515P von Sony zum Einsatz. Durch Streulichtreduzierung ermöglicht das Projektionssystem überzeugend wirklichkeitsnahe Bilder mit einem extrem hohen Kontrast von 8.000:1.

Mit seiner Entscheidung, eine so bedeutende Veranstaltung in HD, 3D und 4K zu produzieren, baut CTV seine Position als technologisch fortschrittliches Fernsehzentrum weiter aus und knüpft an vorangegangene Erfolge an. Mit der hohen Übertragungsqualität möchte der Sender seinen Zuschauern das Gefühl vermitteln, ein Teil dieses wichtigen Ereignisses zu sein.

SonyPro_PMW-F55

Von sechs Blickwinkeln aus innerhalb eines Studio-Setups auf dem Petersplatz drehen CTV und seine Kooperationspartner die Heiligsprechung in 4K-Auflösung. Dort ist ein modernes PMW-F55-Kamerasystem mit einem 4K-fähigen Übertragungswagen verbunden.

Als technischer Leiter wählte CTV die Positionierung der Kameras und die eingesetzten Objektive sorgfältig aus: Mit einem fortschrittlichen Super-35-mm-Sensor, einer Auflösung von bis zu 4.096 x 2.160 Pixeln (11,6 Millionen Pixel insgesamt) und besten Film- und Fernsehobjektiven ermöglichen die PMW-F55-Kameras von Sony Aufnahmen in höchster Qualität, die die Zuschauer in deutlich detailreichere und konstant scharfe Bilder eintauchen lassen werden.

Neben der PMW-F55 setzt CTV auch einen Sony-Videomischer MVS-8000X in 4K-Konfiguration, ein professionelles PVM-X330-30-4K-LCD-Monitorsystem und den neuen 4K-Server PWS-4400 ein. Produktionspartner DBW Communication bringt seine fachliche Erfahrung in dieses 4K-Gemeinschaftsprojekt ein und stellt einen Ü-Wagen bereit, der für die Zeremonie ein 4K-Upgrade erhält. Satelliten von Eutelsat werden schließlich das Signal übertragen.

 

Testlauf für weitere Live-Produktionen in 4K

Die Produktion ist ein wegweisender Probelauf für die Branche, die überragenden Möglichkeiten von 4K auszutesten. So wird die Veranstaltung auch die Generalprobe für das größte Sportereignis im Sommer dieses Jahres sein: das Finale der FIFATM-Fußballweltmeisterschaft 2014, das am 13. Juni in Rio de Janeiro, Brasilien, ausgetragen und in 4K aufgezeichnet wird.

„Die Produktion von 4K-Inhalten ist für das Vatikanische Fernsehzentrum hochinteressant und wir möchten die Entwicklung dieser neuen Technologie weiter vorantreiben. 4K hilft uns dabei, unsere Mission zu erfüllen: Die Aktivitäten des Heiligen Vaters und des Heiligen Stuhls in höchster Qualität zu dokumentieren und für so lange wie möglich zu bewahren“, sagt Dario E. Viganò, Generaldirektor des Vatikanischen Fernsehzentrums.

David Bush, Head of Marketing bei Sony Professional Solutions, Sony Europe, kommentiert: „Sony definiert weiterhin die Grenzen der Technologie neu. Dies ist das erste Mal, dass die drei Produktionsebenen HD, 3D und 4K bei so einem geschichtsträchtigen Ereignis zusammenkommen. Daher ist es wichtig, dass das beste Equipment zum Einsatz kommt und jedes Detail erfasst. Wir freuen uns sehr, das Vatikanische Fernsehzentrum, mit dem wir schon seit Jahren innovativ zusammenarbeiten, bei einer so wichtigen Veranstaltung zu unterstützen.“

Ich bin sehr gepannt auf die Übertragung. Wer schaut es sich auch an?

Mein geliebter King Kong Comic

24. April 2014
Mein Lieblings-Kong-Comic

Mein Lieblings-Kong-Comic

Im Kong Kong-Fieber habe ich aus meinem Archiv einen meiner Lieblingscomic herausgesucht, den ich als Kind verschlungen habe. Es ist die deutsche Fassung des 1968 erschienenen Gold Key Comics King Kong – die spannendste Abenteuergeschichte aller Zeiten.

Der Comic wurde gezeichnet von Alberto Giolitti. Er verstarb bereits 1993 und war ein extrem produktiver Comic-Zeichner. In Rom gibt es noch heute eine Zeichnerschule, die Giolitti Studio heißt. Hier gibt es ein paar Infos über diesen großartigen Künstler.

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Sein Stil ist hart und realistisch und das gefiel mir als Kind sehr. King Kong war kein Schmuseaffe, sondern eine reißende Bestie. Wer der italienischen Sprache mächtig ist, kann sich hier den kompletten King Kong-Comic herunterladen.

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Selbst nach 40 Jahren konnte ich beim Lesen mir einige Dialoge in das Gedächtnis zurückrufen. Scheinbar hat das Comicheftchen bei mir gewirkt und ist in Erinnerung geblieben. Ich war wohl auch vom orangefarbenden Cover fasziniert. Kong auf der Spitze des Empire State Buildings im Kampf gegen Doppeldecker. Gezeichnet wurde das Cover von George Wilson.

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Die Geschichte basiert auf dem Original von Merian C. Cooper und der Grafikfassung von Delos W. Lovelace. Die erste deutsche Ausgabe kam im Juni 1970 auf den Markt und kostete 2 Mark. Meine Ausgabe erschien wohl 1976 zum Start der Neuverfilmung von King Kong. Der Preis war schon auf 2,50 Mark geklettert und leider hat das Cover etwas gelitten.

Buchkritik: the Making of King Kong von Jenny Wake

21. April 2014

Kong

Während die Welt und ich auf die Neuverfilmung von Godzilla warten, hab ich mir mal wieder den King Kong von Peter Jackson reingezogen. Der Affe verkörpert für mich den klassischen Abenteuerfilm pur. Jackson hat viel Prügel für den Film kassiert, doch ich mag ihn. Er hat seine ganz eigene Stimmung und ist eine Erinnerung von die alte Verfilmung. Den Mist aus den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts lassen wir lieber unter den Tisch fallen. Die Idee zu King Kong stammte übrigens von Edgar Wallace, was die wenigsten wohl wissen.

Nachdem ich bereits ein King Kong-Buch vorgestellt habe, kommt hier The Making of King Kong. Es ist der offizielle Guide zum Film. Geschrieben wurde das Buch von Jenny Wake. Es führt einen zurück in die Ära der dreißiger Jahre als Art Deco noch Stilgebend war. 200 Fotos darunter einiges an Concept Arts, digitale Storyboards und einige hinter den Kulissen-Schnappschüssen liefert dieses Buch. Aber wie bereits bei anderen Making of-Büchern bleibt es an der Oberfläche. Zuviel Content in einem Buch, obwohl Material für eine ganze Reihe von Filmbüchern dagewesen wäre. Für den klassischen Filmfan mag es ausreichen, für den Spezialisten ist The Making of King Kong im Grunde eine Enttäuschung. Oberflächlich werden Motion Capture oder die Agents von Massive abgehandelt. Gerne hätte ich einmal ein wirkliches Making of aus diesem Bereich gelesen.

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Am meisten interessiert hat mich natürlich der Affe selbst, also Meister King Kong. Leider kommt er erst in der zweiten Buchhäfte in Erscheinung. Und hier kommt natürlich der großartige Andy Serkis ins Spiel. Serkis ist der Star der Branche. Peter Jackson  arbeitete bereits mit Andy Serkis bei seiner Darstellung als Gollum in Herr der Ringe und auch im ersten Teil des Hobbits. Andy Serkis hat aktuell bei der neuen Verfilmung von Planet der Affen: Revolution mitgewirkt und wird hier seine Leistungen im Bereich Motion Capture einbringen. Wir dürfen auf die Affenfolge gespannt sein.

Der große Andy Serkis

Der große Andy Serkis

Mir kommt der ganze Bereich von Andy Serkis in diesem Buch zu kurz. Andy Serkis hat das künstlerische Handwerk des Performance Capture revolutioniert. Performance Capture ist eine spezielle Art des Motion Capture, bei dem die Mimik und Gestik eines Schauspielers getracked, digital verarbeitet und im Anschluss auf einen computergenerierten Charakter übertragen werden. Serkis‘ Arbeit als Motion Capture-Darsteller und Sprecher von CG-Figuren wie Gollum brachten ihm große Bekanntheit ein. Andy Serkis gewann weltweit unzählige Fans für seine Darstellung des Gollum in Peter Jacksons Oscar-prämierter Der Herr der Ringe-Trilogie. Für diese Rolle wurde Serkis mit einem Empire Award sowie Outstanding Ensemble Cast Awards ausgezeichnet, darunter auch mit dem Screen Actors Guild Award. Bei einer erneuten Zusammenarbeit mit Jackson spielte Serkis in King Kong gleich zwei prominente Rollen. Serkis‘ Fähigkeit, die Motion Capture-Möglichkeiten so auszuschöpfen, dass ein differenzierter und glaubwürdiger Character entsteht, wurde 2014 mit einem CinemaCon Vanguard-Award gewürdigt.

Vor kurzem wurde bekannt, dass Serkis bei der Warner Bros.-Adaption von Richard Kiplings Das Dschungelbuch Regie führen wird. Er war bereits als Second-Unit-Regisseur bei Peter Jacksons Der Hobbit-Trilogie (aktuell: Der Hobbit: Smaugs Einöde) tätig und übernahm zudem die Rolle des Gollum in Der Hobbit: Eine unerwartete Reise. Im Oktober 2012 kündigte Serkis die Übernahme von zwei Projekten an, die von seinem Londoner Performance-Capture Studio The Imaginarium produziert werden; bei The Bone Season wird Serkis sowohl als Produzent als auch als Regisseur in Erscheinung treten. Zu seinen weiteren bekannten Rollen zählt die Verkörperung des Captain Haddock in Steven Spielbergs Die Abenteuer von Tim und Struppi sowie Nebenrollen in Death of a Superhero und Brighton Rock. 2010 erntete Serkis Darstellung der Punk-Rock-Legende Ian Dury in dem Film Sex & Drugs & Rock & Roll von Mat Whitecross viel Beifall und brachte ihm außerdem eine BAFTA Nominierung als bester Schauspieler ein.

Seine weitere Filmografie umfasst Filme und Serien wie Burke & Hare, die BBC Miniserie Little Dorrit, die BBC/HBO Produktion Einstein und Eddington, Oliver Twist oder Christopher Nolans The Prestige. Für seine überzeugende Darstellung des Ian Brady in der HBO Produktion Longford wurde er mit einem Golden Globe und einer BAFTA TV Award Nominierung geehrt. Als renommierter Bühnendarsteller erwarb sich Serkis für seine Arbeit in London und ganz Großbritannien großes Ansehen und debütierte darüber hinaus als Regisseur mit dem Stück The Double Bass am Londoner Southwark Playhouse. Zu seinen weiteren Regiearbeiten gehört das preisgekrönte Spiel Heavenly Sword für Playstation3 sowie Enslaved: Odyssey to the West für Namco Bandai Games. Für den Kurzfilm Snake, bei dem seine Frau Lorraine Ashbourne und Rupert Graves mitspielten, schrieb er das Drehbuch und führte außerdem Regie.

In Planet der Affen: Revolution stehen sich das neu entstandene Volk der intelligenten Affen unter der Führung von Caesar und eine Gruppe von Menschen gegenüber, die das vor zehn Jahren freigesetzte, verheerende Virus überlebt hat. Sie beschließen ein Friedensabkommen, das sich aber als so fragil erweist, dass ein letzter Kampf unausweichlich scheint – ein Kampf, der die Vorherrschaft über die Erde entscheiden wird. Planet der Affen: Revolution wird ab dem 7. August 2014 in den deutschen Kinos zu sehen sein.

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Bei King Kong konnte Andy Serkis seine Erfahrungen als Affe sammeln. Ausgestattet mit einem Performance Capture-Anzug spielt er, kopiert er, limitiert er einen Affen perfekt. Aber leider auch das kommt im Buch The Making of King Kong etwas zu kurz. Ich hätte gerne ein Buch wie zu Gollum über die Leistungen von Andy Serkis gehabt. Schade.

Buchkritik: Deep Purple Photos 1970-2006 von Didi Zill

20. April 2014

Deep_Purple

Die britische Deep Purple gehört für mich zu den wichtigsten Vertretern des Hardrocks. Bis heute habe ich die Konzerte dieser Band immer wieder gerne besucht und auch darüber geschrieben. Verschiedene Besetzungen und Aufnahmen unterschiedlicher Qualität prägten die Bandgeschichte. Der Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf hat für mich eine hervorragende Fotodokumentation der Jahre 1970-2006 vorgelegt. Fotograf dieser einzigartigen Werkausgabe Deep Purple Photos 1970-2006 ist der legendäre Didi Zill. Über ihn habe ich ja bereits schon berichtet.

Didi Zill war einstmals einer ganz großen Fotografen der deutschen Jugendzeitschrift Bravo. Diese Jugendpostille veröffentlichte zahlreiche Fotos des Ausnahmekünstlers und der Ausnahmeband. Für den Band Deep Purple ist Didi Zill noch mal in sein Analogarchiv gestiegen und brachte legendäre Aufnahmen zu Tage. Was diese Aufnahmen ausmacht, ist das besondere Verhältnis zwischen Fotograf und Künstler. Die britischen Hardrocker schienen den Fotografen ins Herz geschlossen zu haben. Zill nahm am Leben der Band teil. Seine Kamera war zeitweise Bandmitglied. Dies führte zu zahlreichen sehr privaten Aufnahmen. Heute sind sie ein Teil der Rockgeschichte.

Besonders herausragend ist für uns alle natürlich die Entstehung des Albums Machine Head mit dem Song Smoke on the Water. Didi Zill hat 1971 die Aufnahmen in Montreux geschossen inklusive des Augenblicks als Ian Gillan den Text für den legendären Songs schrieb. Durch Zufall war Zill vor Ort und drückte ab. Er hat so einen der wichtigsten Momente der Rockgeschichte für die Nachwelt erhalten – dafür müssen wir ihm sehr, sehr dankbar sein.

Der Text von Smoke on the Water - Originalfoto: Zill

Der Text von Smoke on the Water – Originalfoto: Zill

Das dicke Fotobuch umfasst zahlreiche gestellte Fotos, eben die typischen Starschnitt und Bandfotos der damaligen Zeit. Besonders schön waren die Gesellen nie, vom Glamourfaktor gab es sicher interessante Fotomotive. Aber wenn man sich die Visagen genau anschaut, stellt man die Kraft in den Gesichtern fest. Vor allem Ritchie Blackmoore war wohl noch nie eine der sympathischen Gestalten. Er spielte auch bei den Aufnahmen eher den geheimnisvollen dunklen Typen. Aber das Verhältnis Zill – Blackmore war besonders, was sich an diesem Buch zeigt.

Insgesamt teilt sich das 464-seitige Buch in drei Schwerpunkte auf. Gestellte Gruppenfotos, Live Aufnahmen und Session- und Aufnahmefotos. Für mich am interessantesten sind die Letzteren. Wir sehen noch mal die legendären Konzerte in Stockholm und natürlich die Japan Tour. Vieles kenne ich nur von alten Langspielplatten oder CDs. Vor allem Made in Japan kam jetzt wieder in eine neue veröffentlichten Form heraus. Deep Purple bringt für alle Fans immer wieder Live Aufnahmen auf den Markt und wir Fans kaufen natürlich.

Wir sehen den Zerfall der Mark II Besetzung und ihr Untergang in Japan. Ich sah faszinierend das umgeworfene Schlagzeug von Ian Paice, das symbolisch die Auflösung der Band markiert. Zill war dabei und hat auch diesen entscheidenden Meilenstein der Rockgeschichte mit seiner Kamera am 29. Juni 1973 in Osaka eingefangen. Zill war aber nicht nur auf der Bühne, sondern auch hinterher in den Garderoben. Hier flossen Tränen, als die Gruppe auseinanderbracht und sich auflöste.

Aus und vorbei für Mark II. Originalfoto: Zill

Aus und vorbei für Mark II. Originalfoto: Zill

Es ging dann weiter mit David Coverdale und Glen Hughes, beide noch sehr jung. Zill war bei den Aufnahmen und Proben zu Burn dabei. Und wirklich laut gelacht habe ich beim Konzertaufnahmen vom 27. Juni 1974. Immer wieder habe ich von der Geschichte gelesen, als eine junge Dame komplett unbekleidet auf die Bühne von Kursaal Ballroom stieg und sich hinter Ian Paice stellte. Didi Zill lieferte endlich die Bilder zu diesem Event.

Sehr schön sind auch die Fotos von Didi Zill zu den Einzelprojekten der Musikanten. Jon Lord Aufnahmen mit Eberhard Schoener, Bühneneskapaden von Ritchie Blackmoore und seiner Band Rainbow mit Dio sowie David Coverdales Whitesnake, ich allerdings nicht so gerne mochte. Die meisten der Home Storys konnte man sich sparen, aber so erfahre ich wenigstens, dass Blackmoore eine Bar mit Stammtisch-Zeichen in dem Keller seines Anwesens hatte. Wer diese schrecklichen Home Story-Bilder überlebt hat, bekommt starke Aufnahmen von der Bühnenpräsenz der Band mit. Hier ist Didi Zill in seinem Element. Er dokumentierte zahlreiche Auftritte und nebenbei bemerkt man auch, wie sich die Fototechnik weiterentwickelte.

Rundum ein lohenswerter Band Deep Purple Photos 1970-2006 für Freunde des gepflegten Hardrocks. Klar Kaufempfehlung. Und zum kiloschweren Fotoband gibt es zudem noch ein Autogramm von Didi Zill dazu.

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Auto-Play bei Facebook zum Teil abschalten

16. April 2014

Ich kann nicht über aktuelle Entwicklungen der Medienkompetenz sprechen und live nicht dabei sein. Das tun schon zu viele. Daher nutze ich selbstverständlich Facebook und bekomme immer wieder die Krise bei so manchen Neuerungen von Mark Zuckerberg. Wieder so eine Krise bekam neulich ich als ich nach dem Update meiner Facebook-App das Auto-Play von Videos feststellen musste. Videos an meiner Pinnwand werden auf meinem iPad oder iPhone sofort gestartet Das nennt sich Auto-Play. Gut zumindest sind die Videos stumm, aber dennoch wird mein teures Datenvolumen für die Mobilgeräte aufgefressen, ohne dass ich wirklich etwas davon habe.

Da gibt es eine Abhilfe und daher dieser kleine Tipp: Das automatische Starten der Videos auf mobilen Devices kann auch teilweise abgeschaltet werden. Folgernder Workflow: Bei iOS in die Einstellungen gehen, dann Facebook auswählen.

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Dort unter den Einstellungen das Feld Auto-Play nur über WLAN aktivieren und schon startet das Video in Facebook nicht mehr automatisch, wenn ich unterwegs bin.

Ein komplettes Abschalten habe ich leider nicht gefunden und im Ausland muss ich bei volumenabhängigen WLAN-Hotspots darauf achten, aber zumindest laufe ich bei meiner täglichen Arbeit unterwegs nicht in die Kostenfalle hinein.

 

Alles Gute zum Geburtstag: 30 Ausgaben Retro Magazin

10. April 2014

lisa

Jeden Tag gehe ich an meiner Lisa vorbei und streiche behutsam über ihre Kurven. Ich liebe ihre Kurven. Ja, ich mag sie und meine Frau hat in diesem Fall nichts dagegen, obwohl sie nicht Lisa heißt.

Ja ich mag Lisa und meine alten Rechner. Ich bin ein bekennender Retro-Computerfan. Aber ich habe mich gebessert, ich kaufe nur noch ab und zu eine alte Kiste – neulich hätte ich beinahe einen Next Cube gekauft. Aber aus Platzgründen werden solche Investitionen erst einmal verschoben.

Da greife ich lieber zu Retro-Magazinen, in denen Gleichgesinnte über die alten Rechenknechte schreiben. Als Journalist bin ich mit IT vertraut und nutze neue Geräte zum Arbeiten. Ich arbeite mit der neuesten Technik, erinnere mich aber gerne an die alten Zeiten, wie es bei mir begann: C64, ZX 81, Atari 2600 und eben meine Lisa.

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Immer wieder nehme ich die Retro-Zeitschriften zur Entspannung in die Hand. Ich bin Leser des Retro Gamers aus dem Heise-Verlag und des Retro Magazins aus dem CSW-Verlag. Soeben ist die 30. Ausgabe des Retro Magazins erschienen und ich freue mich auf die Lektüre. Ich wünsche schon mal hier in aller Form: Alles Gute zur 30. Ausgabe.

In einer Zeit, in der Zeitschriften immer unwichtiger werden und die Auflagenzahlen in den Keller gehen, kann sich seit vielen Jahren ein Magazin gegen den Trend der Zeit behaupten: Von Retro aus dem schwäbischen CSW-Verlag gibt es Positives zu berichten: Das größte, deutschsprachige Magazin für Retro- und Computerspiele-Kultur ist seit 2005 erfolgreich am Markt, die Auflagenzahlen verzeichnen gegen den Branchentrend feste Zuwächse. „Die Mischung aus Emotionen durch Spielklassiker, kombiniert mit der Faszination für aktuelle Computerspiele kommt bei den Lesern sehr gut an“, so Herausgeber Enno Coners. Ich kenne noch Coners aus alten Tagen und er ist Herausgeber der Klassikerreihe um Extraleben, Aus diesem Grund schaut Retro nicht nur in eine rosige Zukunft, sondern hat diese Tage einen besonderes Jubiläum zu feiern: 30 Ausgaben Retro.

Das Hauptthema der 30. Retro-Ausgabe nennt sich „OSTZILLATION – Computer im Osten“. Auf rund 100 Seiten werden Themen wie die Entwicklung des ostdeutschen Spielautomaten Poly-Play, Apple-II Klone aus Bulgarien oder 30 Jahre „Tetris“- Mathematik behandelt. Des Weiteren verrät das Jubiläumsheft, wie man einen Mini- Arcadeautomaten selbst baut, lässt die Geschichte des Rollenspiel-Klassikers „Ultima“ Revue passieren und widmet sich dem Computer Sinclair QL.

Je mehr ich lese, desto mehr überlege ich, wo ich eigentlich mehr Platz her bekomme? Es gäbe da noch so ein paar alte Rechner …

 

Buchtipp: Art of 300 Rise of an Empire von Peter Aperlo

7. April 2014

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Als 300 im Jahr 2007 ins Kino kam, war ich vom Stil des Films absolut fasziniert. Ich kannte den Comic von Frank Miller und war von der Umsetzung von Zack Snyder auf die Kinoleinwand begeistert. Seit kurzem läuft 300 Rise of an Empire in den Kinos, der eine Art Parallelfilm von 300 als Seeschlacht ist.

Die Bilder sind weiterhin faszinierend, aber nichts neues. Der Film macht nichts falsch, aber bietet keine Weiterentwicklung. Wer Blut sehen will, der wird nicht enttäuscht sein. Harte Männer, schöne Frau, blutige Auseinendersetzungen und das hervorragend inszeniert. Aber ich vermisste den neuen Ansatz, den neuen Dreh. Produktionstechnisch ist alles erste Sahne, so dass ich mir das Buch The Art of 300 Rise of an Empire gekauft habe.

Das Buch bietet enorm viel Bildmaterial, aber mir zu wenig Art of-Material. Ich habe mehr Zeichnungen, Entwürfe oder Modelle sowie Details erwartet. Es ist ein schönes Filmbuch geworden, aber von allem etwas zu wenig. Zu anderen Filmen wurde das Material auf mehrere Bücher verteilt. In diesem Fall wurde alles auf einmal in ein Buch hineingepackt. Hier wurde die Chance vertan, denn es gibt geniales Material zu dem Film. Es bleibt daher viel an der Oberfläche, geht zu wenig in die Tiefe. Optisch ist das Buch ein Leckerbissen, aber eigentlich nur ein Appetithappen. Das Buch The Art of 300 Rise of an Empire macht Lust auf mehr, ist aber nach 160 eindrucksvoll layouteten Seiten schon zu Ende.

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Brauchen wir den Nachfolger der Blu ray?

4. April 2014

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Es ist klar, optische Datenträger sind endliche Medien. Die CD stirbt, die DVD ist am Ende und wir haben gerade das letzte optische Medium am Start, die Blu ray. Ich bin der Meinung, dass durch Cloud optische Datenträger keine Zukunft haben. Die HD-DVD ist ja massiv gescheitert. Aber sollte ich mich irren?

Sony und Panasonic haben vor kurzem die „Archival Disc“ vorgestellt, einen neuen Standard für professionelle optische Discs der nächsten Generation mit sehr hohen Speicherkapazitäten. Wichtig ist, wir sprechen von professionellen Kunden und nicht für den Privathaushalt. Beide Unternehmen wollen den Markt für die Langzeitspeicherung digitaler Daten weiter ausbauen.

Optische Discs haben laut Sony den Vorteil, dass sie effektiv Staub und Wasser abweisen und gleichzeitig Temperaturschwankungen und Änderungen der Luftfeuchtigkeit während ihrer Lagerung standhalten. Sie sind generationsübergreifend kompatibel zwischen unterschiedlichen Formaten, sodass sie auch lesbar bleiben, wenn sich die Formate ändern. Dies macht sie zu einem robusten und zuverlässigen Medium für die langfristige Datensicherung. Vor dem Hintergrund steigender Datenmengen und eines wachsenden Archivierungsmarktes, haben sich Sony und Panasonic dazu entschlossen, gemeinsam einen Standard für professionelle optische Discs der nächsten Generation zu entwickeln: die „Archival Disc“.

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Ab Sommer 2015 wollen Sony und Panasonic Systeme mit einer Aufnahmekapazität von 300 GB pro Disc auf den Markt bringen. Des Weiteren planen beide Unternehmen, ihre jeweiligen Technologien auf eine Aufnahmekapazität von 500 GB pro Disc und dann auf 1 TB zu erhöhen.

Besonders in der Filmindustrie ist die Nachfrage an Archivierungslösungen mit hoher Kapazität enorm gestiegen. In Cloud-Datencentern haben Verbesserungen der Netzwerkdienste das Datenvolumen ebenfalls in die Höhe schießen lassen. Ich muss sagen, ich bin skeptisch.

Technische Daten der Archival Disc:

Disc-Größe (Art) 300 GB (einmal beschreibbar)

Optische Parameter Wellenlänge λ = 405 nm (Nanometer), numerische Apertur NA = 0,85

Disc-Struktur Doppelseitige Disc (3 Schichten/Seite), Steg und Nut

Spurabstand 0,225 μm (Mikrometer)

Datenbitlänge 79,5 nm (Nanometer)

Fehlerkorrektur Reed-Solomon-Code