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Ecco M Biom Lite – mein Sportlich eleganter Herren Lederschuh

30. August 2016
Ecco M Biom Lite - mein Sportlich eleganter Herren Lederschuh

Ecco M Biom Lite – mein Sportlich eleganter Herren Lederschuh

Ok, ich weiß, ich bin nicht der Vorzeigesportler. Aber ich bin ein Schuhfan. Ich mag als Mann einfach Schuhe und habe auch etliche bunte Schuhe in einem Schuhraum stehen. Mein Lieblingsschuh für Messe und unterwegs ohne viel Show ist der Ecco M Biom Lite. Ich hatte ihn bisher in Braun, jetzt habe ich mir ein weiteres Paar in Schwarz über exxpozed in Kempten zugelegt. Ich mag sie, sie passen super und sie sind bequem.
Sie haben sich bewährt, wenn ich mal schnell losspurten muss. Gerade die Zugfahrer unter euch wissen, was dies heißt. Dafür bin ich mit dem Biom Lite von Ecco für einen solchen Fall vorbereitet.
Das Rinds-Nubukleder sorgt nicht nur für einen eleganten maskulinen Look und eine herausragende Passform, sondern sichert mit dem höchst atmungsaktiven Textilfutter auch ein optimales Klima für meine Füße. Der direkteingespritzte PU-Zwischensohlenschaum und der Biom-Leisten sorgen zusätzlich für eine langlebige Dämpfung und einen tollen Laufkomfort.


Die bodennahe Laufsohlen-Konstruktion sorgt für eine natürliche Fußposition und eine Anpassung an den Untergrund. Auch wenn man sich spontan für einen kurzen Lauf abseits der ausgetretenen Wege entscheiden sollte. Und was mich am meisten freut: Die Schuhe sind super leicht. Sie wiegen nur 1 Kilogramm und reduzieren somit mein Gepäck auf Reisen.

Jeden zweiten Freitag: Gemüseretter Box von Etepetete

29. August 2016
Unsere Gemüseretter Box von Etepetete

Unsere Gemüseretter Box von Etepetete

Alle zwei Wochen kommt sie am Freitag zu uns ins Haus. Die Gemüseretter-Box von Etepetete. Meine Frau kam auf die Idee und hat die Box mit 5 Kilogramm Biogemüse bestellt. Freilich gibt es noch andere Lieferanten, aber Etepetete hat sie einfach angesprochen. Und wenn meine Frau es gut findet, finde ich es auch gut – nein im Ernst: Das Konzept hat uns beide überzeugt. Die Gemüseretter Box wird alle zwei Wochen am Freitag an uns ausgeliefert.


Was ist jetzt eine Gemüseretter Box wurde ich von meinen Eltern gefragt? Gerade meine Mutter war sehr neugierig, Nun, ein Teil einer Ernte kommt erst gar nicht in den Handel, weil die Ernte zu klein, zu verschrumpelt, zu krumm oder ähnliches ist. Das Gemüse wird nicht im regulären Handel verkauft, sondern verfüttert oder vernichtet oder bleibt einfach auf dem Feld liegen. Das Startup Etepetete hat diesen Missstand erkannt und sich mit einigen Bio-Bauern um München und aus Niederbayern zusammengeschlossen und rettet nun dieses Gemüse. Daher der coole Name „Gemüseretter Box“.

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Bei uns kommen alle zwei Wochen fünf Kilogramm krummes Gemüse per DHL ins Haus geliefert. Was geliefert wird, das können wir nicht beeinflussen. Wie heißt es so schön: Die Natur packt die Box. Das kann kritisiert werden, aber das es bei uns nur im Rhythmus von zwei Wochen kommt, habe ich mit der Überraschung kein Problem. Das Gemüse lässt sich in diesem Zeitraum ideal verarbeiten. Ein Rhythmus von einer Woche wäre uns zu stressig und ggf. die Kartoffeln zu klein.
Bisher sind wir mit der Qualität der Ware sehr zufrieden, nur einmal war eine Pflaume kaputt. Ein anderes Mal war zu wenig in der Kiste, sie war zu leicht. Sie wog insgesamt fünf Kilogramm, das enthaltene Gemüse brachte nur 4,3 Kilogramm auf die Waage. Versprochen waren uns aber fünf Kilogramm Biogemüse. Wir reklamierten über die Website sofort und bekamen neben einer netten Entschuldigung das nächste Mal 6,3 Kilogramm Gemüse. Also alles kein Problem, wenn man miteinander spricht. Das Paket am Freitag war insgesamt 6,3 Kilogramm schwer, die Verpackung wiegt 815 Gramm – passt also.

6,3 Kilogramm passt.

6,3 Kilogramm passt.

Das Paket ist durchdacht gedesignt. Andere Biokisten sehen aus wie eine übliche Kiste. Bei Etepetete isst das Auge mit. Irgendwie erinnert das Auspacken von Biogemüse an das Auspacken eines Apple-Produkts. Wir freuen uns und lassen uns überraschen, was dieses Mal in der Kiste ist. Auf der Kiste zu sehen ist ein Kartoffelherz mit der Aufschrift „Ein Herz für Gemüse“.


Jedem Paket liegen Rezeptvorschläge bei, die wir bisher auf Seite gelegt haben, denn wir wussten unser Gemüse gut zu verarbeiten in Suppen, Kuchen, Beilagen und Hauptgerichte. Das krumme Gemüse, wie es so schön heißt, schmeckt wunderbar. Kritik allerdings an der Packliste, die mal beiliegt, mal nicht. Zudem ist die CI-Schrift des Unternehmens eine Zumutung. Es macht nicht annähernd Spaß diese Schrift zu lesen. Kundenfreundlich ist etwas anderes.

Rezept und Lesestoff

Rezept und Lesestoff

Vorteil der Gemüseretter-Box für uns: Ich habe nicht die Zeit auf dem Markt am Ort einzukaufen, denn während der Öffnungszeiten bin ich schlichtweg nicht da und muss arbeiten. Das DHL Paket kommt pünktlich Freitag zwischen 8 und 13 Uhr – tags zuvor erhalten wir die Trackingnummer. Sollten wir mal nicht da sein, weiß der DHL-Fahrer, wo er die Box abstellen kann – anders als der Lieferdienst von Amazon (aber dies ist eine andere Geschichte).


Das Gemüse kommt von folgenden Höfen: Der Demeterhof Obergrashof liegt zwischen Dachau und Oberschleißheim angrenzend an das Naturschutzgebiet Schwarzhölzl. Der Biogemüsehof Wiethaler wurde im November 1983 von den Betriebsleitern Martin Wiethaler und Lydia Hecht gegründet. Der auf biologisch-dynamischen Gemüseanbau spezialisierte Demeterhof Stockner wurde Im Jahr 1986 gegründet und wird heute bereits in zweiter Generation in Enzerweis nahe Eichendorf auf 90 ha Betriebsfläche geführt. Der Biohof Laurer liegt südöstlich von Landau an der Isar und baut seit 1997 Biogemüse organisch-biologisch an. Mit Überzeugung ist der Hatzlhof seit 1999 ein anerkannter Biobetrieb. Der gesamte Betrieb wird nach den Richtlinien von Bioland bewirtschaftet.
Die Erfahrungen mit Etepetete gehen in ein Seminar ein, das ich zum Thema eFood veranstalten werde. Wer daran Interesse hat, bitte einfach per Mail bei mir melden.

Im Moment sammle ich Erfahrungen für ein eFood Seminar.

Im Moment sammle ich Erfahrungen für ein eFood Seminar.

Italienischer Gastrotipp: Da Mé Primi é Vini in Köln

28. August 2016

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Der entscheidende Tipp kam von der Mitarbeiterin der Galerie Mensing in Köln. Nachdem wir uns Popart in der Galerie angeschaut hatten, meldete sich der kleine Hunger und die Familie wollte zum Italiener. Und so folgten wir den Tipp der Mensing-Mitarbeiterin zu einem italienischen Schnellimbiss in der neuen Langgasse 4 in Köln. Da Mé Primi é Vini heißt das Lokal und ist eine klare gastronomische Empfehlung für Shopping-Bummler in der Kölner Innenstadt.
Wir nahmen im Inneren des Restaurants Platz. Von wegen Schnellimbiss. Wer billiges Fast-Food erwartet, der ist hier an der falschen Adresse. Von 11:30 bis 19 Uhr ist Da Mé bis auf Sonntag jeden Tag geöffnet und etwas über 30 Speisen gibt es zur Auswahl. Klarer Tipp: Die Pasta ist einfach göttlich, zum Niederknien. Als vierköpfige Familie probierten wir einiges durch. Start war freilich Weißbrot mit Olivenöl. Eigentlich eine einfache Sache, aber bei falschem Öl kann man viel falsch machen. Hier wurde alles richtig gemacht. Es war einfach lecker.


Das Essen kommt super schnell und die Bedienungen sind extrem freundlich. Vielleicht lag es auch daran, dass wir keinen Cappuccino nach 12 Uhr wählten, sondern einen Espresso.
Meine Familie hat sich wunderbar unterhalten und wer die Chance hat, das selbstgemachte Tiramisu zu kosten, der soll es unbedingt machen. Leider sind „zieh mich hoch“ – wie Tiramisu übersetzt heißt, meist gegen Nachmittag ausverkauft. Wir hatten noch das Glück und haben die beiden letzten Portionen ergattert.
Also Dank an die Galerie Mensing für den wunderbaren Tipp. Wir kommen wieder: Zu Mensing und zu Da Mé Primi é Vini.

Dom auf der gamescom2016

27. August 2016
Das gotische Portal am Kölner Dom.

Das gotische Portal am Kölner Dom.

Die Kölner lieben ihren Dom. Das konnte ich mal wieder feststellen, als ich auf der gamescom in Köln weilte. Als die Familie am Hauptbahnhof ankam, führte uns der Weg sofort auf die Domplatte zum obligatorischen Selfie, wobei die Gattin zum Photobomb ansetzte.

Photobomb der Gattin vor dem Dom.

Photobomb der Gattin vor dem Dom.

Für mich ist der Kölner Dom einer der eindrucksvollsten Bauten, die ich kenne. Ehrfürchtig stehe ich vor diesem Monument der gotischen Architektur und denke mir nur, wie die Menschen des Mittelalters auf den Dom reagiert hatten. Und der Dom wirkt heute noch. Ich sah Amerikaner und Japaner, die fasziniert vor dem Gotteshaus standen und den Anblick auf sich wirken ließen. Faszinierend, um Mr. Spock zu zitieren. Hier ein 360 Grad Rundgang durch den Dom.


Wir waren zwar zur gamescom nach Köln gereist, aber ein Besuch im Dom musste natürlich sein. Und es war ein schöner Anblick, viele Jugendliche mit Gamer T-Shirts durch den Dom laufen zu sehen. Und alle nahmen ihre Kappen ab – die Jugend hat eben noch Stil. Auch meine Familie machte einen Rundgang, bevor es Richtung Hotel und dann endlich zur Messe ging.

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Die beste Karikatur zur gamescom und Dom fand ich bei Dieter Marchsreiter, Chef einer Spiele-PR-Agentur aus München. Er postete in Facebook ein Bild von Olis Cartoons. Ein Gamer mit Sneakers und Pac Man-Shirt sieht ein Schild mit der Aufschrift Dom. Sein Kommentar: „Idioten, das wird mit zwei „o“ geschrieben!“ – ich habe mich prächtig amüsiert.


Auf der gamescom begegnete uns der Dom (und Doom) dann wieder. Am Stand von Lego Worlds war der Kölner Dom aus Legosteinen nachgebaut. Er stand beleuchtet auf zwei großen gelben Legosteinen. Freilich musste ich hier ein Foto machen und freilich machte meine Frau wieder einmal ein Photobomb.

und wieder Photobomb vor dem Lego Dom.

und wieder Photobomb vor dem Lego Dom.

Retrogames auf der gamescom2016

26. August 2016
Ich habe mich als Retrogamer in Köln wohlgefühlt.

Ich habe mich als Retrogamer in Köln wohlgefühlt.

Natürlich interessierten sich die Besucher der gamescom2016 in Köln für die neuesten Spieleattraktionen. Höher, schneller, weiter – lautete das Motto der Hersteller und Publisher. Aber es gab auch eine andere Bewegung. Der Blick zurück. Die Retrogamer in Köln gaben sich ein Stelldichein und ich war mitten drin.


Der klassische Retrogamer ist ein ganz besonderer Typ, ein Geek. Das meine ich durchaus als Anerkennung. Meist ist er älteren Semesters und hat die Retrospiele damals gespielt, als sie neu auf dem Markt waren. Rückblickend ist das viele Jahre her. Der Retrogamer hat eine gewisse Obzession für Details. Oberfächlichkeiten in Bezug auf Games schätzt er gar nicht, akzeptiert es auch nicht nicht. Die Sache ist schließlich ein ernsthaftes Hobby. Auf der anderen Seite liebt der Retrogamer das Fachsimpeln über Rechner, Geschichten, Spiele, Stimmungen.

Hach, meine Jugend.

Hach, meine Jugend.

Ich habe mich in Köln unter den Retrogamern wohl gefühlt. Meine Retro-Leidenschaften sind der Atari 2600, der Commodore C64 und Atari Lynx. Als wunderbar empfand ich es, mich an eine alte Möhre zu setzen und Donkey Kong am C64 zu spielen. Verschiedene Vereine und Verbände hatten ihre Rechner und Röhrenmonitore aufgebaut. Ich hatte nie am Atari Jaguar gespielt und hatte in Köln erstmals die Gelegenheit – danke dafür. Verlage boten ihre Retromagazine an, viele waren vertreten, leider nicht alle.

Ich habe zum ersten Mal am Jaguar gespielt.

Ich habe zum ersten Mal am Jaguar gespielt.

Sehr schön war der Eingang des Retrobereiches. Dort wurde ein Delorean DMC-12 aufgebaut im Look von Back to the Future. Für eine Spende von 5 Euro für einen guten Zweck konnte man sich ins Automobil setzen und ein Foto machen. Mir reichte ein Foto von außen, sonst komme ich noch auf dumme Gedanken und muss so ein Auto haben.


Groß und klein, jung und alt konnte nach Herzenslust zocken und sich austauschen. Ich habe Papas gesehen, die ihren Kindern Retrogames näher gebracht haben. Meine K1/2 spielen zu Hause die Sachen und haben sich mehr für die Ausstellungen interessiert: Auf der einen Seite die Handhelds, auf der anderen Seite Pikaschu in all seinen Erscheinungen.
Schade, schade, schade war der Autor Constantin Gillies nicht vor Ort – er musste in die USA für einen Auftrag. Seine Retroland-Romane sind genau meine Kragenweite. Gerne hätte ich seine Hand geschüttelt.

Klarer Sieger: Nintendo beherrschte die gamescom2016

24. August 2016

Die Spielemesse in Köln konnte seine Besucherzahlen von 2015 dieses Jahr halten. 345000 Gamer strömten nach Köln, um die neuesten Hightlights zu erkunden und anzuspielen. Für mich war der Gewinner der gamescom2016 auf Anbieterseite ganz klar Nintendo.

Der Messebesucher als Markenträger für Nintendo - wie genial ist das denn?

Der Messebesucher als Markenträger für Nintendo – wie genial ist das denn?

Die großen und kleinen Hersteller waren mit Ständen und ganzen Arenen vertreten. EA hatte eine halbe Halle gebucht, Ubisoft macht Stimmung und rockte die Hütte. Es gab T-Shirts und so manche Spiele zu gewinnen. Bei all den Neuerscheinungen der Messe zählte Nintendo für mich als klarer Gewinner der gamescom. Zwar gab es bei dem japanischen Hersteller keine neue Hardware zu bestaunen und auch Spiele wie das neue Zelda ließen noch auf sich warten. Und dennoch war Nintendo auf der gesamten Messe und darüber hinaus präsent. Das Zauberwort hieß PokémonGo.


Warum? Ganz einfach: Vor allen Ständen gab es umfangreiche Schlangen und was gibt es Besseres, als die Warterei mit einem kleinen Spielchen zu vertreiben. Ich sah viele Gamer, die ein Nintendo DS aus der Tasche zogen, Freunde sammelten und beispielsweise Mario Kart gegeneinander fuhren. Und dann gab es noch die Fraktion, die sich mit ihrem Smartphone die Wartezeit vergnügte. Oft lief darauf PokémonGo – auch bei mir. Leider habe ich außer Rattfratz, Evoli oder Taubsi nichts erjagt.
Am Stand von Nintendo bildetet sich lange Schlangen, denn es wurden unter den Wartenden Pokemon-Codes verteilt. „Erhalte ein schillerndes Xerneas und ein schillerndes Yveltal“ und schon war die Meute da. Auch K1 war mit von der Partie, wartete und staubte drei Karten ab. Das Jäger- und Sammlerherz war begeistert – die gamescom2016 hat sich gelohnt.

Ein Klempner zum Liebhaben.

Ein Klempner zum Liebhaben.

Großzügig verteilte Nintendo Pikaschu-Masken aus Pappe, die sich die Besucher auf dem Kopf zogen. So verbreitete sich Pikaschu über die gesamte Messe. Und wenn das nicht gereicht hat, dann lief ein großer Mario als Fotomotiv umher. Ein Foto mit Klempner  gepostet und schon war die Marke verbreitet. Da passt es, dass zum Abschluss der Olympischen Spiele in Rio der japanische Premier Shinzo Abe in Mario-Kostüm auf die Bühne kam und für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio warb. Andere Hersteller haben auch starke Marken, aber den Markenkampf auf der gamescom hat für mich eindeutig Nintendo gewonnen.

Bändchen als Jugendschutz
Bewährt hat sich das Konzept der farbigen Bändchen auf der gamescom. Wer spielen wollte, der musste ein Band tragen. Grün bedeutet ab 12 Jahre, blau ab 16 Jahre und rot ab 18 Jahre – ich musste als alter Mann zum Altersnachweis meinen Ausweis nicht vorzeigen. Bei Kindern wurde peinlich darauf geachtet. Und auch an den Ständen durfte nur gespielt werden, wer sein Band mit der richtigen Farbe vorzeigte.

Cosplayer auf der gamescom2016

23. August 2016
Massenweise kamen die Gamer zur gamescom. Spiele ist nicht mehr was für Freaks, sondern sie sind in den Familien angekommen.

Massenweise kamen die Gamer zur gamescom. Spiele ist nicht mehr was für Freaks, sondern sie sind in den Familien angekommen.

Schade, dass ich schon so alt bin. Entweder gab es die Szene in meiner Jugend nicht oder ich hab es schlichtweg verpennt. Ich meine Cosplay. Die Cosplayer gaben sich auf der gamescom 2016 in Köln ein Stelldichein. Im Grunde ist Cosplay ein Verkleidungstrend aus dem fernen Japan. Vereinzelt tauchte er in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bei uns auf. Heute ist eine zwar immer noch keine Massenbewegung, aber eine wunderbare Art für manche seine Zeit zu verbringen. Beim Cosplay stellt der Teilnehmer einen Charakter – aus Manga, Anime, Computerspiel oder Film – durch Kostüm und Verhalten möglichst originalgetreu dar. Und auf der gamescom2016 in Köln kamen sie zu Massen herbei geströmt. Versammlungsort war unter anderem das Cosplayer-Village in Halle 10.

Japanische Kirschblüte - ein beliebtes Motiv für Cosplayer.

Japanische Kirschblüte – ein beliebtes Motiv für Cosplayer.

Es war witzig, die Cosplayer inmitten des hauptsächlich jüngeren Publikums auf der gamescom zu sehen. Und das Besondere: Die Cosplayer waren für die Messebesucher nichts besonderes. Man ging neben verkleideten Menschen daher und akzeptierte das wundersame Aussehen. Auf der gamescom wird eben Toleranz großgeschrieben und das ist für mich die schönste Botschaft der gamescom. Gamer sind absolut tolerante Menschen. Stellt euch mal eine Massenveranstaltungen wie die gamescom mit Erwachsenen vor: Es käme sicher zu Rempeleien und mehr. Nicht so bei den Gamern. Eine ähnlich friedliche Atmosphäre habe ich auch auf Hardrockfestivals beobachten können. Wacken sei nur als Beispiel genannt.


Es gab in dem Cosplayer-Village eine Bühne. Hier wurden verschiedene Shows gezeigt. Ich schaute mir den richtigen Umgang mit dem Laserschwert an. Als Star Wars-Fan interessierte es mit der Kampf mit den bunten Lichtschwerter sehr und ich lernte: Geschlagen wird über den Kopf, damit das Ganze auch eine entsprechende Showwirkung hat. Am Rande des Cosplayer-Village gab es übrigens auch eine Notfallstation. Hier konnten kaputte Kostüme genäht und geflickt werden. Nähmaschinen, Klebstoff und vieles mehr stand für akute Notfälle bereit.

Für Notfälle standen Nähmaschinen bereit.

Für Notfälle standen Nähmaschinen bereit.

Ich freute mich über die abwechslungsreichen Verkleidungen. So dann und wann bat ich einen Cosplayer um ein Foto – mal mit mir und mal ohne. Ich muss zugeben, ich bin in der Manga- und Anime-Szene nicht so zu Hause. Ich kenne einige Klassiker, aber das tiefere Wissen geht mir ab. Und daher fragte ich die Cosplayer, wen oder was sie darstellten. Und sie gaben mir alten Mann bereitwillig Auskunft. Das finde ich bemerkenswert. Immer wieder traten Engel in den Gängen zu den Hallen auf, dann die Attentäter aus Assassin’s Creed, dann Saurier und viele andere mehr. Aus Sicherheitsgründen wurden die Cosplayer von der Kölnmesse gebeten, dieses Jahr die Bewaffnung zu Hause zu lassen.

Oftmals lässt sich nicht unterscheiden, ob es eine echte Waffe ist oder ein Fake. Daher wurden laut Kölnmesse Waffen am Eingang abgenommen. Natürlich kam es immer wieder zu Vermischungen: Die Stand-Babs (gibt es sie also immer noch) mischten sich mit den offiziellen Spielfiguren der Hersteller wie Pikaschu, Super Mario oder Harry Potter – insgesamt ein buntes Völkchen.


Bei den Ausbildungsinstituten schaute ich Manga-Zeichnern bei der Arbeit zu und ich traf im Cosplay-Village den Zeichner Christian Allmann. Seit elf Jahren zeichnet er und einige Zeit auch auf Messen. Damit die Leute nicht warten müssen, schießt er mit dem Smartphone ein Porträt. Und nach diesem digitalen Bild zeichnet er analog sein Bild – und verkauft es freilich. Ich habe mir sein Vorgehen angesehen. Sicherlich sind für Manga-Zeichner ein paar Tipps enthalten.

Sturm im Wasserglas – Debatte zur Bundeswehr auf der gamescom

21. August 2016
Flyer gegen Flyer auf der gamescom2016

Flyer gegen Flyer auf der gamescom2016

Wer zu gamescom nach Köln gekommen ist und ganz früh mit dabei sein wollte, für den hieß es Warten. Lange Schlangen bildeten sich vor den Eingängen, weil zusätzliche Taschenkontrollen aus Sicherheitsgründen angesetzt waren. So hatten die Wartenden Zeit, sich umzusehen und ihnen wurden Flyer in die Hand gedrückt. Auf dem Weg zur Spielemesse protestierte ein so genanntes „Antimilitärisches Aktionsbündnis Köln“ gegen den Auftritt der Bundeswehr auf der gamescom. Neben lauter Punkmusik wurden die Wartenden mit einer Postkarte versorgt mit der Aufschrift „Krieg ist kein Spiel“. Die Leute wurden aufgefordert, vor dem Stand der Bundeswehr in Halle 10.2 ein Foto von sich zu machen und es mit #NotAGame zu versehen.
Weiter heißt es auf dem Flyer: „Lasst euch nicht verarschen. Sprechen wir uns hier und überall gegen die Bundewehr aus, denn Krieg ist kein Spiel!“

Ich wollte bei der Bundeswehr auch die andere Seite hören.

Ich wollte bei der Bundeswehr auch die andere Seite hören.

Aufgrund dieser Postkarte bin ich an den Bundeswehr-Stand gegangen und wollte mir die andere Seite anhören. Die Bundeswehr, für mich ein klarer Teil der wehrhaften Demokratie, fuhr Material auf und warb für eine Karriere bei der Bundeswehr. Bis auf die eindrucksvollen Panzerwägen, darunter der leichte Wiesel, habe ich keine Waffentechnik gesehen. Die geschulten Soldatinnen und Soldaten erklärten den Jugendlichen die Karrieremöglichkeiten in der Armee. Unter dem Motto „Projekt digitale Kräfte“ wirbt die Bundeswehr für IT-Soldaten. Diese sind allerdings weniger mit Panzer als vielmehr mit Laptop ausgerüstet und ziehen hier in den digitalen Krieg, der derzeit stattfindet. „Gegen virtuellen Terror hilft kein Dislike-Button“ heißt es in der Broschüre der Bundeswehr. Die aufgefahrenen Panzer dienen wohl eher als Eyechater und weniger als Ausrüstung für die IT-Soldaten. Insgesamt hat die Bundeswehr eine Milliarde Euro IT-Bugdet, sieben IT-Studiengänge, 1,1 Millionen E-Mails pro Tag, 700 Admins werden 2016 gesucht und es gilt über 21000 IT-Stellen zu besetzen und 800 spezielle IT-Soldaten werden 2016 eingestellt. Interessante Zahlen, die ich aus Zeitgründen aber nicht mehr hinterfragt habe.


Mir persönlich stellte sich die Frage nicht, ob die Bundeswehr auf der gamescom oder anderen Messen für eine Karriere werben darf. Natürlich darf sie es meiner Meinung nach. Das hat sie in der Vergangenheit auch und tut es weiterhin. Auf der gamescom kann sie junge Leute erreichen. Das veranstaltet sich nicht, wie ich es bei der US-Army auf US-Messen gesehen habe, mit martialischen Auftreten und Ballerspielen, sondern die Bundeswehr tut es mit Information. Damit habe ich kein Problem.
Einst habe ich gelernt, die Soldaten seien Bürger in Uniform und so wurde die Wehrpflicht begründet. Lügenbaron von Guttenberg hat die Wehrpflicht ausgesetzt und eine Freiwilligenarme eingeführt. Und da junge Männer nicht mehr automatisch zum Bund müssen, muss die Bundeswehr über Veranstaltungen und Anzeigen Leute für eine Karriere interessieren – auch auf der gamescom. Das halte ich legitim. Anders als dieses „Antimilitärisches Aktionsbündnis Köln“ stehe ich zur Bundeswehr und ihren Aufgaben. Bis auf technische Hilfsleistungen beispielsweise bei Hochwasser möchte ich die Bundeswehr aber nicht im Inland eingesetzt haben. Aktuelle Pläne in diese Richtung lehne ich ab. Rüstet die Polizei entsprechend aus, so meine Forderung. Militär im Inneren – damit haben wir keine guten Erfahrungen in Deutschland.

Security vor dem Bundeswehrstand auf der gamescom.

Security vor dem Bundeswehrstand auf der gamescom.

Der Stand der Bundeswehr wurde von Security-Personal der Kölnmesse geschützt, falls es zu Übergriffen oder Pöbeleien kommen sollte. Ich habe allerdings keine gesehen. Die Bundeswehr warb neben dem Cosplayer-Village und so gab es interessante Szenen, wenn ein Engel mit Flügeln, in Leder und Strapse gekleidete Damen oder Pikaschus sich bei der Bundeswehr über Jobmöglichkeiten informierten.
Viel mehr Bedenken hatte ich, dass mancher Aussteller sich nicht an die ausdrückliche Bitte der Kölnmesse gehalten hat. Waffen sollten zu Hause bleiben. Leider stieß ich gegenüber dem Bundeswehrstand auf schwer bewaffnete (Gamer-)Einheiten in voller Ausrüstung. Wenn diese Herrschaften Richtung Bundeswehrstand marschierten, wurden sie von der Security gebeten, einen anderen Weg zu nehmen. Das ist richtig. Noch besser wäre es gewesen, ihnen die Spielzeugwaffen abzunehmen.

Fancyshion Rucksack Citybag im Praxiseinsatz

18. August 2016

Ich bin immer neuen Taschen gegenüber aufgeschlossen. Leider – denn ich habe einen eigenen Schrank nur für Taschen. Als Klassiker habe ich immer meine Booq am Mann, aber ich nutze auch eine Reihe von anderen Taschenhersteller. Mit Rucksäcken habe ich so meine Probleme, aber ich wollte mal wieder einen neuen Rucksack ausprobieren und entschied mich für den Fancyshion Rucksack Citybag.

Der Fancyshion Rucksack Citybag vorne im Praxiseinsatz.

Der Fancyshion Rucksack Citybag vorne im Praxiseinsatz.

Ich stellte mir einen leichten Rucksack für das urbane Leben vor, in dem Laptop, iPad Pro 12, Kabel und ein paar Unterlagen passen. Es muss kein Rucksack für eine Wanderung sein. Und er sollte nicht so Outdoormäßig wirken, sondern etwas eleganter sein. Er soll zum Anzug oder Business-Dress passen. Ich habe mich ein bisschen umgesehen und bin auf den Fancyshion Rucksack Citybag gestoßen.
Mit 15 Litern reicht der Fancyshion Rucksack Citybag wunderbar für das urbane Leben in der Großstadt aus. Mit 560 Gramm ist das Teil nicht allzu schwer und es fasst mit seinem Volumen von 40x30x11,5 Zentimeter die wichtigsten Unterlagen. Das gesamte Material ist Polyester.
Das Hauptfach ist unterteilt für ein großes Fach und ein Laptopfach, in dem die Technik durch ein extra Klettverschluss nochmals gesichert ist. Ich hätte mir an dieser Stelle mehr Polsterung am Boden gewünscht. Wenn die Technik, in meinem Fall ein MacBook Pro 15 und ein iPad Pro 12, zu Boden gehen, dann hab ich bei der schwachen Polsterung Angst. Daher habe ich beim MacBook Pro noch eine extra stoßfeste Schale und das iPad liegt in einem Case.


Der Rucksack verfügt über zwei Seitentaschen, die für mich komplett unbrauchbar sind. Sie sind 11 Zentimeter breit und ca. 14 Zentimeter tief ist. Es passt keine Wasserflasche hinein und wertvolle Gegenstände können schnell einen neuen Eigentümer finden. Bisher habe ich nur Taschentücher, Billigkugelschreiber und Vistitenkarten dort verpackt.
Die beiden Fächer werden mit jeweils einen Reißverschluss geschlossen. Der ist prima verarbeitet, läuft hervorragend. Dennoch ist mir ein Reißverschluss zu wenig für einen Citybag. Ich hätte gerne zwei Zipper gehabt, die ich mit einem kleinen Schloss verschließen kann. Gerade in der Großstadt – und es soll ja ein Citybag sein, herrscht oft Gedränge in der Bahn. Da möchte ich nicht, dass mir ein böser Bube Sachen aus dem umgeschnallten Rucksack mopst.

Gut gelöst ist das helle Innenfutter des Der Fancyshion Rucksack Citybag

Gut gelöst ist das helle Innenfutter des Der Fancyshion Rucksack Citybag

Großer Vorteil: Ich finde schnell meine Sache im Rucksack wieder. Das Innenfutter ist hell und ermöglicht das Auffinden meiner Unterlagen. Ich verstehe nicht, warum helles Innenfutter nicht längst zum Standard bei Taschen und Rucksäcken gehört. Hier ist der Fancyshion Rucksack Citybag ideal und nahezu vorbildlich. Auch mit den gepolsterter und verstellbarer Schultergurte kann ich gut leben.

Wie cool ist das denn? Kassenautomat in einer Metzgerei

16. August 2016
Ein Kassenautomat in der Metzgerei Böbel in Rittersbach.

Ein Kassenautomat in der Metzgerei Böbel in Rittersbach.

Nutzen Sie einen Parkautomaten? Oder einen Geldautomaten? Eigentlich selbstverständlich, sollte man meinen. Jetzt begegnete ich in der Metzgerei Böbel im fränkischen Rittersbach einen Kassenautomaten. Da muss ich in die fränkische Provinz fahren und so etwas anzutreffen.
Wozu braucht eine Metzgerei oder Fleischerei eigentlich einen Kassenautomaten? Ich denke, zwei Dinge sind da besonders wichtig: Hygiene und Abrechnung. Die Metzgereifachverkäuferin musste bisher bedienen, die Fleisch- und Wurstwaren anfassen, abwiegen, abschneiden, einpacken und sie musste dann noch kassieren. Geldscheine sind nicht gerade dafür bekannt, dass sie sauber sind, denn sie gehen durch viele, viele Hände. Natürlich gibt es im Metzgerhandwerk Vorkehrungen beim Kassieren wie Handschuhe – und dennoch. Jetzt überreicht die Metzgereifachverkäuferin den Kassenbon an den Kunden, der dann am Automat bezahlt. Jetzt wird sofort wieder einer aufschreien: Es sei so unpersönlich und der menschliche Kontakt bleibe auf der Strecke. Blödsinn! In der Metzgerei wird genau soviel gequatscht und Smalltalk gehalten, wie zuvor. Habt doch nicht immer Angst vor Veränderung.
Der zweite Grund ist die interne Abrechnung in der Metzgerei selbst. Am Abend wird nur ein Knopf gedrückt und die Kassenabrechnung ist gemacht. Das spart Zeit und viele Nerven des Unternehmers. Die Buchführung wird dadurch vereinfacht, das lästige Zählen von Bargeld entfällt. Und: Das Thema schwarze Kassen kann es bei einem Kassenautomaten nicht geben – wobei ich ausdrücklich betonen will, dass ich Claus Böbel nicht mit schwarzen Kassen in Verbindung bringen will. Kassenautomaten sind einfach nicht bestechlich.


Und wie läuft nun der Bezahlvorgang? Zusammen mit meiner Frau habe ich es ausprobiert. Wir haben für etwas über 50 Euro Fleisch und Wurst bei der Metzgerei Böbel eingekauft. Sonst kaufe ich über die Website umdiewurst.de, aber da ich nun schon mal live im Laden war, nehme ich die Waren natürlich in Rittersbach mit. Monika Böbel überreicht mir am Ende meiner Einkaufstour einen Bon mit einem Barcode. Während ich bezahle, verpackt sie meinen Einkauf.
Der Bon wird an einen Scanner beim Kassenautomaten gehalten, der den Betrag sofort einliest und anzeigt. Jetzt kann ich den Automaten mit Banknoten und Münzen füttern. Auch wenn ich zuviel einwerfe, wird mir das Restgeld ausgeworfen. Die Quittung wird ausgedruckt, die ich der Metzgereifachverkäuferin überreiche und dafür meine Ware bekomme.


Das System ist einfach und auch ältere Mitbürger haben keine Schwierigkeiten. Natürlich steht auch menschliche Hilfe zur Seite, falls es doch einmal zu Unsicherheiten kommen sollte. Ich habe mit einigen älteren Herrschaften gesprochen. Sie finden es prima, dass Claus Böbel so etwas in Rittersbach anbietet. „Oder haben Sie schon so was in München gesehen?“ fragte mich eine Dame.
Der Automat nimmt kein Plastikgeld. Dafür gibt es einen Kartenterminal zum Bezahlen. Was mich besonders freut, Claus Böbel nimmt nicht nur die Maestro-Karten, sondern auch Kreditkarten wie Master oder Visa. Diesen Service vermisse ich bei vielen Metzgereien.

Das nenne ich einmal Innovation.

Das nenne ich einmal Innovation.