Archive for the ‘Aufgelesen’ Category

Weiße Nacht der langen Tafel in Maisach

18. August 2019
Die weiße Nacht der langen Tafel

Die weiße Nacht der langen Tafel

Zusammenkommen, sich unterhalten, ein bisschen feiern – das erlebte ich bei einer schönen Aktion bei uns im Dorf Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck. Es war zum ersten Mal eine weiße Nacht der lange Tafel – und es war ein großer Erfolg für das Dorf.

Das Konzept ist einfach umzusetzen und braucht nicht die große Logistik eines klassischen Bürgerfestes. Es wurden auf der Grünfläche vor dem Maisacher Rathaus Bierbänke und Biertische aufgestellt – die Tische mit Kabelbinder wegen der Standfestigkeit verbunden. Auf die Tische kamen weiße Tischdecken und ein wenig Dekomaterial – bei mir standen weiße Kakteen aus Porzellan, die nicht ganz typisch für ein Dorf in Oberbayern sind (egal, was soll’s). Fertig war die weiße Tafel. 

Wer an der Tafel Platz nehmen wollte, sollte in weiß gekleidet sein. Dabei reichte es, wenn ein Kleidungsstück weiß ist. Essen mussten die Gäste selbst mitbringen, Getränke kamen von der örtlichen Brauerei Maisach. Und die Gäste strömten in weiß zur langen Tafel. Pro Meter Tisch spendete der Veranstalter, der örtliche CSU-Ortsverein, drei Euro an eine soziale Organisation.

Als das Fest gegen 18:30 Uhr offiziell begann, waren viele Bänke bereits besetzt. Gegen 19 Uhr war die Tafel fast vollständig gefüllt. Und es begann das große Festessen.

Natürlich stand die Neugier im Vordergrund: Was hat mein Banknachbar zum Essen dabei? Wir hatten einen Picknickkorb im Einsatz, der seit 18 Jahren unbenutzt im Keller schlummerte und nun seinen Einsatz fand. Meine Frau und ich entschlossen uns erst am Mittag zur Teilnahme an der weißen Nacht der langen Tafel. Unsere Speisekarte sah so aus: Vorspeise Sushi, Hauptspeise Teriyaki und Döner-Spieße, Datteln im Speckmantel, Djuvec-Reis, dazu Salat und Champignons in Balsamico, Nachspeise Reisauflauf mit Beeren, ich hatte mir zudem eine Bentobox mit zweierlei Reis, Avocado, Karotten, Putenbruststreifen und Ei gemacht. Zum Knabbern gab es Salzstangen. 

So konnten wir den ganzen Abend schlemmen und was ganz wichtig ist: Wir kamen ins Gespräch mit Leuten aus dem Dorf. Einige Gesprächspartner kannten wir, andere lernten wir kennen. Ich bekam das Du angeboten und die Zeit verging im Fluge. Ab und zu tröpfelte es, aber das Wetter war stabil. Zur Not hatten wir zwei weiße Schirme mit dabei. Je später der Abend, desto besser kam die Beleuchtung des Rathauses und der Bäume zur Geltung. Schön, dass die Musik nicht zu laut war, denn der Austausch und das Miteinander standen im Vordergrund und nicht Musikbeschallung. Gegen Mitternacht brachen wir nach Hause auf. Persönliches Fazit: Die weiße Nacht der langen Tafel hat Spaß gemacht und wenn es wieder angeboten wird, dann kommen wir gerne wieder. 

Mein Fazit: Animagic 2019 in Mannheim

9. August 2019
Germe komme ich auf die Animagic wieder.

Germe komme ich auf die Animagic wieder.

Die Animagic in Mannheimer Rosengarten ist ein Pflichttermin für Manga-, Anime- und Cosplayer-Fans. Die Veranstaltung 2019 war für meine Familie und mich wieder ein voller Erfolg. Dieses Mal besuchte ich mehr Sessions und Konzerte.

Das jährige Selfie.

Das jährige Selfie.

Vor dem Veranstaltungsgebäude traf sich die Cosplayer-Szene friedlich am Wasserturm. Immer wieder schaute ich mir die dargestellten Charaktere an – und natürlich traf ich auch Michi Bernhard mit seiner bezaubernden Tochter, die als Obi Wan und Padmé Amidala gingen. Die Location um dem Wasserturm in Mannheim bietet sich für Fotografen an. Über die Würdigung des Animagic-Publikums gegenüber den Toten von Kyoto AnimationToten von Kyoto Animation habe ich bereits gebloggt.

Autogramme nach stundenlangem Warten

Bei den Veranstaltungen war für mich das persönliche Highlight das Zusammentreffen mit SHIN CHAN-Regisseur Yuji Muto. Er war Ehrengast auf der Veranstaltung und ich musste zweimal anstehen, um ein Autogramm von ihm zu erhalten. Am ersten Autogrammtag kam ich zu spät, wartete und wurde dann wieder weggeschickt, am zweiten Tag stellte ich mich zwei Stunden vor Terminstart in die Reihe und war Zwölfter. Crayon Shin-Chan ist eine von 1990 bis Februar 2010 laufende Manga-Serie des japanischen Zeichners Yoshito Usui, die auch als Anime-Fernsehserie mit über 990 Folgen, mehrere Spin-off-Serien, über 80 Specials und 27 Kinofilmen umgesetzt wurde. Nach Usuis Tod im September 2009 wird sie seit August 2010 als Shin Crayon Shin-Chan fortgeführt.

Yuji Muto ist ein Profi und auf der Animagic zeugte ich ihm Respekt. Bei der Autgrammstunde tauchte ein behindertes Kind im Rollstuhl auf. Die Begleiter schoben das Kind an den Autogramm-Stand des Regisseurs heran. Yuji Muto unterbrach das Signieren der Autogrammkarten, stand auf, ging um seinen Stand und wechselte ein paar Worte mit den Begleitern des Kindes. Dann gab Yuji Muto dem Kind ein Autogramm und die Begleiter machten ein Erinnerungsfoto. Die Reihe der Autogrammjäger applaudierte bei der Geste. Ich habe aus Respekt gegenüber dem Kind kein Bild gemacht. Yuji Muto ist hier sehr in meiner Gunst gestiegen. 

Japanische Musikstars

Mein zweiter Autogrammwunsch ging an TRUE. Nach ihrer Europapremiere im Rahmen der AnimagiC 2017 kehrte Violet Evergarden-Opening-Sängerin TRUE nach Mannheim zurück. Ich versuche mich gerade in japanische Pop- und Rockmusik einzuhören und habe mir deshalb die Konzerte von Anly, True, Mika Kobayashi und vor allem Konomi Suzuki besucht. Konomi Suzuki, Jahrgang 1996, gewann 2011 den japanweiten Anisong Grand Prix von ANIMAX und debütierte daraufhin 2012 im Alter von nur 15 Jahren mit dem Song CHOIR JAIL, der auch hiesigen Anime-Fans als Theme-Song der TV-Serie Dusk Maiden of Amnesia bekannt ist. Es folgten zahlreiche weitere Anime-Hits, darunter This game zu No Game No Life und Redo zu Re:ZERO -Starting Life in Another World-. Für den No Game No Life-Prequel-Movie sang Konomi Suzuki wiederum den emotionalen Theme-Song There Is a Reason ein. Sie war bereits zweimal bei der Animagic zu Gast und dieses Mal habe ich mir mehr Zeit für ihre Songs und ihre Show gegönnt. 

Konomi Suzuki

Konomi Suzuki

Besuch im Maid Café 

Natürlich durfte bei der Animagic der Besuch im Maid-Café nicht fehlen. Meine Frau und ich unterhielten uns sehr nett mit unserer Maid über Studium und Verkehrsplanung. Eine andere Maid zeichnete uns Figuren auf unsere Teller mit Donuts. Ich hab das Mal auf Video festgehalten. 

Zeichnen von Yunas Geisterhaus

Und natürlich gab es einige Q&A und Workshops, die ich interessant fand. Interessant fand ich die Arbeit von  Manga-ka Tadahiro Miura, den Schöpfer der aktuell 15-teiligen Shonen JUMP-Reihe Yunas Geisterhaus. Er hatte seinen ersten Europa-Auftritt und ich beobachtete ihn bei der Arbeit am Wacom Tablet. Er arbeitet auf einem Wacom MobilePro 13 und mich interessierte der Workflow am meisten. Während einer Q&A-Session zeichnete er ein Panel von Yunas Geisterhaus, das dann später am Stand von Kaze ausgestellt wurde. Im Mittelpunkt waren leicht bekleidete Hauptdarstellerinnen, die im Manga schon mal die letzten Kleidungsstücke fallen lassen. 

Animagic 2019: Fans gedachten Opfer von Kyoto Animation

6. August 2019

Es war eine fröhliche Animagic 2019 im Rosengarten in Mannheim. Die Manga-, Anime- und Cosplayer-Szene kam zusammen, um Spaß zu haben. Auch meine Familie war dabei. Bei all dem Frohsinn schafften es die Veranstalter um Thomas Webler dennoch einen würdevollen Rahmen vor dem aktuellen Geschehen zu schaffen: 33 Menschen starben im Juli 2019 bei einem Brandanschlag auf Kyoto Animation in Japan. Ihnen und ihren Hinterbliebenen wurde auf der Animagic gedacht.
Im Juli 2019 versprühte ein Mitarbeiter des renommierten Animationunternehmens eine brennbare Flüssigkeit und entzündete sie mit den Worten „Sterbt“. Bei diesem Anschlag kamen 33 Menschen ums Leben, der Attentäter wurde mit Brandverletzungen gefasst. Als Grund für seine Tat gab er an, dass er sich von Kyoto Animation um sein Werk betrogen gefühlt habe. In Japan werden Brandstifter hart gestraft, denn noch immer wohnt ein Teil der Japaner in Holzhäuser.

Thomas Webler fand die richtigen Worte.

Thomas Webler fand die richtigen Worte.

Die Menschenleben gingen verloren, die Daten aus dem Studio wurden inzwischen wieder hergestellt. Kyoto Animations Präsident Hideaki Hatta gab nach Medienberichten bekannt, dass er überlege, das ausgebrannte Gebäude abzureißen und einen Gedenkpark an der Stelle zu errichten.
Die Animagic ist traditionell eng mit Kyoto Animation verbunden. Zahlreiche Speaker des Studios kommen immer wieder aufs die Veranstaltung nach Deutschland, um ihre Werke vorzustellen und mit den Fans zu diskutieren. Animagic-Veranstalter Thomas Webler hielt vor der Auftaktveranstaltung der Animagic einen bewegende Rede im Mozartsaal im Mannheimer Rosengarten vor Hunderten von Fans. Es wurde eine Schweigeminute eingelegt und es war eindrucksvoll, wenn ein ganzer Saal sich erhob und der Toten gedachte. Vielen Dank dafür.

Webler fand die richtigen Worten. Es war jeden Besucher klar, dass die einige Ehrengäste von Kyoto Animation ihre Teilnahme in Mannheim vor diesem Hintergrund abgesagt hatten. Die Screenings zu Violet Evergarden und Free! fanden auf ausdrücklichen Wunsch des Studios aber statt. Wie stark die Bindung der Fans zu ihren japanischen Stars ist, zeigte eine kurze Episode. Yui Ishikawa begrüßte das Publikum in ihrer Stimme aus Violet Evergarden. Die Fans waren begeistert.

Im Vorfeld der Veranstaltung wurde in sozialen Medien diskutiert, wie man würdevoll die Fans in die Trauer miteinbeziehen könnte. Es wurde über Spendenaktionen für die Opfer der Hinterbliebenen diskutiert. Ich brachte das Auslegen von Kondolenzbücher in die Diskussion ein.
Die Veranstalter entschieden sich über eine ähnliche Variante:

Neben der Signing-Wall im Untergeschoss lagen Animagic-Kondolenzkarten aus. Hier konnte jeder Fan seine Gedanken niederschreiben. Die Karten wurden gesammelt und dann an Kyoto Animation übergeben.

Sommerempfang 2019 der bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner – Ehrenamt gewürdigt

17. Juli 2019
Wunderbare Kulisse zum Sommerempfang

Wunderbare Kulisse zum Sommerempfang

Meine erste Einladung zum Sommerempfang der Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner kam in den Briefkasten und da heißt es natürlich hingehen. Erste Frage: Was ziehe ich bei solch einem Event an? Auf der Einladungskarte steht sommerliche Abendbekleidung, Tracht oder Uniform. Tracht und Uniform scheiden bei mir aus, also wählte ich einen Gehrock von Svenja Jander und einen Chapeau Claque.

Mit diesem Sommerempfang für rund 3000 Gäste würdigt Ilse Aigner das Engagement im Ehrenamt. Das finde ich gut, bin ich selbst auch in einigen Vereinen ehrenamtlich aktiv. Zusammen mit meiner Frau war es ein wunderbarer Abend mit vielen Gesprächen und Händeschütteln. Ich nutzte den Empfang zum Netzwerken und traf viele Bekannte und Prominente aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Vereinswesen.

Fächer als Giveaway - am Ende war keiner mehr da.

Fächer als Giveaway – am Ende war keiner mehr da.

Das Wetter meinte es gut mit uns. Die Sonne strahlte und für ein bisschen Wind sorgten Fächer als Giveaway mit Aufdruck Bayerischer Landtag. Aber bevor die Party im Schlossgarten von Schloss Schleißheim beginnen sollte, wollte ich der Landtagspräsidenten Ilse Aigner meine Aufwartung machen.

Es ging ans Defilee und das heißt erst einmal Schlange stehen, bis ich Ilse Aigner die Hand schütteln durfte. Es gab eine Fast Line für die Prominenz. Zusammen mit meiner Frau stand ich in der Reihe for the rest of us und wartete rund eine halbe Stunde. Ilse Aigner, geschmackvoll im Abendkleid, empfing ihre Gäste vor einer großen, blauen Sommerempfang-Stellwand des Landtags. Das war übrigens der Ort an dem Stanley Kubrick seinen wichtigen Antikriegsfilm Wege zum Ruhm gedreht hat. Frau Aigner begrüßte meine Frau und ich, kurzes Austauschen von Höflichkeiten und noch ein Erinnerungsfoto – ratz, fatz und ab ging es zum Sommerempfang. Über eine Treppe betrat man den Garten.

Die sieben bayerischen Bezirke hatten Zelte mit den jeweiligen kulinarischen Spezialitäten aufgebaut. Dazwischen gab es Tische und Stühle. Bevor es aber ans Essen ging, stand bei mir die Arbeit an- und das hieß Netzwerken. Mit einigen meiner Gesprächspartner machte ich natürlich ein Selfie – das Ego wollte auch befriedigt sein. Schön war, dass sich Ministerpräsident Markus Söder kurz Zeit für uns nahm. Meine Frau stellte als Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks vielen unserer Gesprächspartnern die Aktion „Innung lebt vom Mitmachen. Ich bin dabei, und du?“ vor. Ein bisschen PR fürs Friseurhandwerk kann nicht schaden.

Ich sprach mit Vertretern aller im Landtag vertretenen Parteien bis auf die AfD – mit diesen Leuten will ich nichts zu tun haben. Mein Thema war natürlich mein Steckenpferde Digitalisierung und Medienkompetenz. Und wie wichtig eines dieser Themen ist, zeigte sich an dem katastrophalen Internet-Empfang im Schlossgarten. Die meiste Zeit Edge und ab und zu ein LTE, das überlastet ist – auch das ist Bayern. Es gibt noch viel zu tun. Thema des Abends war natürlich die Wahl von Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspräsidentin. CSU-Generalsekretär Markus Blume war am Handy und freute sich über die Nachricht, obwohl ihm natürlich sein Parteifreund Manfred Weber lieber gewesen wäre. Ach ja, Europaabgeordnete waren an diesem Abend natürlich nicht in Schleißheim, die wurden zum Wählen in Brüssel gebraucht. Die Medien suchten nach Interviewpartnern und Prominenz wurde abgelichtet.

Ilse Aigner begrüßte zusammen mit dem Präsidium die Gäste. Eine sehr gute Geste war meines Erachtens, dass sie auch die Bezirksräte eingeladen hatte. Über die bayerischen Bezirke wissen nicht alle Bayern Bescheid, dennoch machen sie eine wertvolle Arbeit. Wie bereits geschrieben, stand das Ehrenamt im Mittelpunkt der Veranstaltung und ich traf auf zahlreiche ehrenamtliche Königinnen. Ich wusste gar nicht, dass es auch eine Wollkönigin gibt.

Die Sternstunden des Bayerischen Rundfunks verkauften für zehn Euro Lose – Hauptgewinn war ein goldener BMW. Wir kauften zwei Lose und gewannen Erfahrung. Hauptsache etwas gutes getan.
Das musikalische Programm bestand aus der Musikkapelle Vagen aus Rosenheim, die Bad Reichenhaller Philharmoniker und dem Polizeiorchester Bayern. Die gelungene Showeinlage war das Rock‘n Roll Team aus Anzing, die amtierenden Deutschen Meister im Rock‘n Roll Formationstanz.
Also, liebe Protokollabteilung des Bayerischen Landtags: Vielen lieben Dank für die Einladung und danke auch an den Steuerzahler, der den Abend bezahlt hat. Ich habe mich wohlgefühlt und komme gerne im nächsten Jahr wieder.

Hier ein paar Ego-Selfies:

Ein Ort der Achtsamkeit

15. Juli 2019
Für mich Erholung pur.

Für mich Erholung pur.

Mein Körper und Geist brauchen von Zeit zu Zeit Ruhe. Phasen der Achtsamkeit, um Kraft zu tanken, zu reflektieren und sich gegebenenfalls neu auszurichten. Bei einem Kurzurlaub im Allgäu in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang ist es mir wieder gelungen – und unterstützt wurde ich von der Apple Watch. Die Apple Uhr hilft mir abzuschalten durch Aktivitätsringe, Atem-App oder EKG-App.
Schwimmen samt Wassergymnastik, genießen, wandern, Verwöhnen lassen mit Mooranwendungen und Massagen – das konnte ich hier bei einem Blick auf die Berge, der inspiriert und die Rübe freimacht. Ich erwachte mit dem Blick in die Berge. Hier ein Zeitraffervideo vom Sonnenaufgang.

Das Hotel hat gerade einen Umbau hinter sich und aus dem klassischen Schwimmbecken im Freien wurde ein Infinity Pool, der mich morgens zum Schwimmen einlud. Es tat gut, in aller Ruhe morgens seine Runden zu drehen. Die Aktivitätskreise der AppleWatch dankten es mir – die Kreise waren jeden Tag geschlossen, meine Entspannung nahm zu. Hier ein kleines Video vom Pool.

Am ersten Tag im Hotel hatte ich eine Premiere. Ich gönnte mir eine Mooranwendung in Verbindung mit dem Schwefelwasser des Hotels. Es tat gut, entspannte ungemein und ich sorgte dafür, dass ich meinen eigenen Rhythmus fand. Ich lag auf der Liege mit der Moorpackung auf Rücken und Schultern, war verpackt wie eine Mumie und hing meinen Gedanken nach. Keine Angst, davon gibt es keine Fotos.

Ich nahm dann Platz an dem Pool und fand meinen Lieblingsplatz. Ich genoss die Allgäuer Luft, spürte das natürliche Licht der Sonne, döste vor mich hin, hörte Podcasts und las Zeitschriften (so aus Papier).

Sehr schön war, dass im SPA-Bereich des Hotels Prinz Luitpold Bad mir ein Achtsamkeitskompass aus Papier überreicht wurde. Der Folder hatte vier Achtsamskeitübungen. Mit meiner Frau ging ich wandern und genoss die Sinfonie der Bäume. Ich suchte mir einen Baum, legte mich darunter und beobachtete die Wolken. Ich spüre den Ort, hörte ich den Baum und in mich hinein. Und ich stellte fest: Das sollte ich öfters machen.

Und ich und auch ein tolles Storytelling im SPA-Umfeld. Im SPA-Bereich des Hotels steht ein alter Ofen, der früher zum Erhitzen des Wassers gebraucht wurde. Vor der Einführung der Zentralheizung waren Holzbefeuerten Badeöfen in Gebrauch. Bis eine Wanne badefertig war, dauerte dies eine entsprechende Zeit. Ein früherer Badegast warte immer auf dem Gang, wie damals üblich, bis er sein tägliches Schwefelwannenbad nehmen konnte. Eines Tages wurde er ohne Wartezeit gleich in die Kabine gebeten. Die Wanne war zwar voll, aber ganz offensichtlich hatte gerade jemand anderes darin gebadet. Die Badehilfe meinte zu seinem erstaunten Gesichtsausdruck: „Da könnet’se ruhig neihocke. Des Wasser isch völlig keimfrei. Da hat blos grad ein geistlicher Herr drin gebadet.“

Auf der Suche nach den wilden Fräuleins – Wildfräuleinstein im Allgäu

10. Juli 2019

Bei meinem kurzen, aber intensiven Urlaub im Allgäu im Hotel Prinz Luitpold Bad wollte ich zusammen mit meiner Frau ein wenig wandern. Meine Frau ist ein richtiger Wandervogel, ich muss mich mehr motivieren und dieses Mal wollte ich im Urlaub ein wenig mehr machen, als nur am Pool zu liegen.
Den erste Wanderung von rund einer Stunde machten wir direkt vom Hotel weg auf dem so genannten Vaterlandsweg. Hier ein Zeitraffervideo – eine Stunde in etwa 2,5 Minuten.

Bei der nächsten Wanderung wollte ich etwas anspruchsvolleres. Das Allgäu bietet Unmenge von Wandermöglichkeiten. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Aber mein Lieblingshotel hat die Lösung. In einem Bereich des Hotels gibt es zahlreiche Wandervorschläge in Form von Flyer. Der Vorteil: Das Hotel-Ehepaar Sabine und Armin Gross haben die Touren selbst durchgeführt und fotografiert. Meine Frau und ich schauten uns die Angebote durch und mich begeisterte der Wandertipp 20 – Wildfräuleinstein.
Als Journalist begeistere ich mich fürs Storytelling und dieser Wandertipp Wildfräuleinstein versprach ein hervorragendes Storytelling. Der Legende nach lebten dort die wilden Fräulein, welche Handel mit den Einheimischen trieben. Dabei verliebte sich eine dieser Frauen in einen jungen Burschen und diese lebten voran glücklich zusammen. Allerdings unter der Bedingung, dass niemand sie beim wahren Namen nennt. Das Schicksal meinte es nicht so gut mit ihnen und aus einem Versehen heraus machte die Nachbarin einen Reim, der zufällig den wahren Namen traf, So musste das wilde Fräulein weinend zurück in den Wald. Die Geschichte gefiel mir, also machten wir die Wanderung. Auf dem Flyer stand 1,5 Stunden mit leichtem Niveau.

Nun, bei mir wurden es dann über drei Stunden Wanderung – und unter leichtem Niveau verstehe ich etwas anders.
Der Start- und Endpunkt ist der Wanderparkplatz Allgäuer Berghof in Hinterstein. Am oberen linken Ende des Parkplatzes führt ein Feldweg zum Wildfräuleinstein quer durch eine Weide von Allgäuer Kühen (aufpassen, wohin man tritt).

Nach dem Feldweg kommt ein kurzer Fußmarsch auf Teer und dann links ab in den Wald und hoch zum Wildfräuleinstein. Erst sieht man die Felswand mit Löchern. Und wer genau hinschaut, der findet auch die verschiedenen Wildfräuleins, die über das Gelände verteilt sind.

Camden Market – Hotspot für London Touristen

13. Juni 2019
Shopping Pur

Shopping Pur

Wer nach London kommt und es ein wenig alternativer beim Shoppen mag, dem kann ich den Camden Market im Londoner Stadtteil Camden Town empfehlen. Rund 1000 kleine Geschäfte und Stände sind hier versammelt und buhlen um die Pfund ihrer Besucher.
Ich mag die Atmosphäre gerne und habe mich mit K2 durch die verschlungenen Gassen des Camden Market treiben lassen. Es ist einer der größten Märkte der Stadt mit wöchentlich einer halben Million Besucher – also wahrlich kein Geheimtipp.

Der Weg zum Camden Market ist mit interessanten Stores gepflastert. Vielen von ihnen haben dreidimensionale Verzierungen an den Häusern. So richtig alternativ ist die Sache natürlich nicht, denn Geschäft ist Geschäft. Wer Hunger hat und nicht viel ausgeben will, dem sei der umtriebige Asiate empfohlen. Allerdings gibt es wirkliche Spezialitäten dann in den Markthallen des Camden Markets.
Leider war beim meinen Besuch der Electric Ballroom geschlossen. Es ist ein Club aus den 1930er Jahren bei denen die Punkszene bedeutende Konzerte hatte: Iggy Popp, U2, Sid Vicious oder Madness waren hier zu Gast.

Selfie

Selfie

Cyberdog ein absolutes Muss
Im Cyberdog, The Stables Market Chalk Farm Road, London NW1 8AH, gab es futuristische Partyklamotten und Gadgets zu sehen. Ich habe zahlreiche Raver gesehen, die sich hier mit Szeneklamotten einkleiden. Schwarzlicht, Strobos, Laser – alles prasselt auf den Besucher ein. Die Klamotten leuchten im Beat der Musik. Es gibt sogar einen speziellen Raum für ein erwachsenes Publikum. Dort war fotografieren nicht erlaubt. Was man nicht alles aus Leder machen kann!
Die Deko im gesamten Laden ist schön futuristisch. Zahlreiche kybernetischen Wesen stehen herum. Ein bisschen Giger Alien hier, ein wenig Star Wars Modellbau da und dazu stampfender Technobeat. Sehr interessant fand ich die Skulptur Android DNA Helix von Deminic Elvin aus dem Jahre 2011.

Cyberdog hat zwei Stockwerke. Im Erdgeschoss sind eher Technik-Gadgets zu finden, im Untergeschoss gibt es die Klamotten. Eine DJ legte hinter einem gewaltigen Pult auf – bei mir lief Ibiza 2018 Abode in voller Lautstärke. Im Grunde ist der Laden wie ein Drogentraum, eine Disco ohne Tänzer, aber unbedingt sehenswert. Das Personal selbst ist auch ein Hingucker: Gestylt, mit Piercing und/oder Tattoo, ein wenig alter Londoner Punk-Look.

Shopping pur
Natürlich bietet der Camden Market noch andere Shops. Die klassischen Merch-Geschäfte gibt es ebenso wie Mode-Läden und viele Fressbuden. Mit K2 machte es auf jeden Fall Spaß durch die Hallen zu laufen und uns inspirieren zu lassen. Wir waren nicht zum letzten Mal hier.

Essen in London: Kurobuta, eine Izakayas am Hyde Park

7. Juni 2019

Essen in London ist immer eine besondere Erfahrung. Vorbei sind die Zeiten in denen das englische Essen einen schlechten Ruf besaß. Es gibt viele innovative Konzepte und bei meinem jüngsten Besuch mit K2 probierten wir wieder etwas neues aus. 

Sake-Laden zum Sitzen

Zunächst war uns nach einem Spaziergang durch den Hyde Park nach japanischer Küche. Der Weg führte K2 und mich ins Kurobuta Marble Arch, 17-20 Kendal Street, London, W2 2AW. Meine Vorstellungen von einem klassischen japanischen Restaurant musste ich allerdings sofort revidieren. Als ich die Lokaltür öffnete, glaubte ich in einem klassischen Rock‘n Roll Schuppen zu sein. In voller Lautstärke schallte mir die Musik der 80er entgegen: Bowie, Springsteen, Pet Shop Boys. Ich war in eine Izakayas geraten. So werden in Japan Kneipen bezeichnet. Übersetzt heißt es etwa „Sake-Laden zum Sitzen“. 

Sake-Laden zum Sitzen

Sake-Laden zum Sitzen

Das gefiel uns und so nahmen wir Platz. Es gab verschiedene Kleinigkeiten, sogenannte Tsumami, zu essen. K2 und ich bestellten Hot Chicken Wings in einer genialen Sauce, BBQ Pork Rips (lecker), Sushi Spicy Tuna (wunderbar temperiert) und eine Sashimi Platte (einfach genial). Dazu gab es für mich dreifach gehopftes Asahi-Bier, in London gebraut. Klare Empfehlung für diesen Laden – wäre die Musik in den 80er Jahre nur besser gewesen. 

Fish and Chips

Zu London gehört für mich auch ein Essen im Pub dazu. Dieses Mal war ich in The Dickens und bestellte die traditionellen Fish and Chips. Nicht unbedingt eine kulinarische Erfahrung, aber es gehört einfach zu einem London-Besuch dazu.

Immer auf der To-do-Liste:Fish and Chips

Immer auf der To-do-Liste:Fish and Chips

An der Theke bestellt und am Tisch gegessen. Es waren nicht die besten Fish and Chips, aber auch nicht die schlechtesten. Aber ich kann es wieder von meiner To-do-Liste streichen. 

Müde Wahlparty im Landratsamt – Europa zündet nicht

26. Mai 2019
Wenig Besucher im Foyer des Landratsamtes Fürstenfeldbruck zur Wahlparty.

Wenig Besucher im Foyer des Landratsamtes Fürstenfeldbruck zur Wahlparty.

Von der Europa-Begeisterung, die im Vorfeld der Europawahl zu verspüren war, kam nichts bei der Wahlparty im Landratsamt Fürstenfeldbruck an. Es kam so gut wie überhaupt keine Stimmung auf. 

Ich will mich an meine alte Zeiten des Tageszeitungsjournalismus erinnern und verfolge den wichtigen Wahlabend im Landratsamt. Hier kommen zum einen die Wahlergebnisse aus den Gemeinden des bayerischen Landkreises zusammen, zum anderen treffen Kommunal- und Bundespolitiker ein. Hier haben Bürger durchaus die Chance mit ihren Mandatsträgern ins Gespräch zu kommen. Diese Chance wird nicht wahrgenommen.

Als ich gegen 17:45 Uhr im Foyer des Landratsamtes Fürstenfeldbruck eintreffe, stoße ich auf die üblichen Verdächtigen. Ich treffe auf meine ehemaligen Kollegen der lokalen Tageszeitungen, Fürstenfeldbrucker Tagblatt/Münchner Merkur und Fürstenfeldbrucker Neueste Nachrichten/Süddeutsche Zeitung. Ich selbst war vor der Jahrtausendwende lange Zeit Tageszeitungsjournalist und habe etliche Wahlen begleitet. Zudem sind einige Fotografen angerückt, um die Europaeuphorie bildlich festzuhalten. Aber es gibt kaum etwas zu fotografieren, denn der Bürger fehlt größtenteils. 

Das geschmückte Foyer des Landratsamtes bietet alles für eine Party, aber wenn die Gäste ausbleiben, dann hilft auch die beste Deko nichts. Es gibt eine kleine Ausstellung mit Stelltafeln über Europa, darüber ein paar Europa-Luftballons. Auf einer großen Leinwand werden die einzelnen Ergebnisse aus den Landkreiskommunen per Beamer geworfen. Blöd, dass man dabei in die untergehende Sonne schauen muss. An grauen Stellwänden werden die Ergebnisse nochmals in Papierform aufgehängt. Ein paar Stehtische mit Salzstangen, die relativ schnell von allen verspeist wurden. 

Landrat Karmasin informiert sich.

Landrat Karmasin informiert sich.

In der Kinderspielecke des Landratsamtes haben Mitarbeiter drei Stuhlreihen zu je sechs Stühlen aufgestellt. Hier kann man Platz nehmen und die Wahlergebnisse aus Deutschland und Bremen anschauen. Bremen interessiert nur am Rande, wenn überhaupt. Auf dem TV läuft die ARD. Die Plätze davor sind kaum belegt. Landrat Thomas Karmasin (CSU) hat in der vorderen rechten Reihe Platz genommen und wartet auf die erste Prognose und dann die Hochrechnungen. Als er das Ergebnis für die CSU feststellt, nickt er anerkennend und wendet sich der Lokalpresse zu. Michael Schrodi, SPD-Mitglied des Deutschen Bundestages, ist eher nicht so gut gelaunt. Seine Partei ist massiv im Stinkflug. „Schlechte Zahlen, keine Frage“, sagt er. 

Europäische Schinkensemmel.

Europäische Schinkensemmel.

Ich hole mir derweil eine Schinkensemmel. Hier kommt ein wenig Europa-Feeling auf. In die Semmel ist eine kleine Europa-Fahne gesteckt, die ich herausnehme als ich in die Semmel hineinbeiße. Das Fähnchen hänge ich ins Knopfloch. Ja zu Europa. Derweil fotografiert ein Pressefotograf einen Bürger, der herzhaft in seine Europasemmel beißt. Seine Fahne steckt noch in der Backware. Wenn man sonst keine Motive hat, dann macht man sich eben welche.

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler ist derweil gut drauf, keine Frage bei dem Ergebnis ihrer Partei. Sie gibt den Vertretern der Lokalpresse ihre Statements und Einschätzungen ab. Und der Reporterin der Süddeutschen erzählt sie, wo sie ihren Manfred Weber-Pappaufsteller stehen hat. Ich will es nicht verraten, denn die nette Geschichte gehört der Kollegin von der Süddeutschen. Ich bin mir sicher, dass sie die Story für die Zeitung aufgreift.

MdB Katrin Staffler ist gut drauf und spricht mit der Presse.

MdB Katrin Staffler ist gut drauf und spricht mit der Presse.

Die erste Gemeinde des Landkreises ist ausgezählt. Es ist 18:42 Uhr und die Zahlen von Oberschweinbach kommen herein. 43,06 Prozent CSU, 5,58 Prozent SPD, 17,51 Grüne, 10,71 AfD. 

18:48 Uhr der Fürstenfeldbrucker Oberbürgermeister Erich Raff schaut herein, schüttelt Hände und orientiert sich. Derweil meint Landrat Karmasin: „Solange sie antreten, habe ich Mitleid.“ Gemeint hat er wohl die SPD. 

Drei Schwarze im Gespräch.

Drei Schwarze im Gespräch.

Gegen 20 Uhr verlasse ich den Wahlabend. Ich hatte ihn mir anders vorgestellt. Zu meiner aktiven Zeit als Lokalreporter war irgendwie mehr los. Europa zündet wohl nicht so recht bei den Leuten. Aber im Jahr 2020 ist Kommunalwahl, dann geht die Party richtig los. 

Geistige Behinderung ist nicht heilbar

5. Mai 2019
Gruppenbild nach erfolgreichem Seminar.

Gruppenbild nach erfolgreichem Seminar.

Heute ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und überall in Europa wird auf die Situation von behinderten Mitmenschen aufmerksam gemacht. Ich möchte auf die Arbeit des Landeselternbeirates der Schulen und schulvorbereitenden Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung in Bayern e.V.  aufmerksam machen. Der Verein hat einen komplizierten Namen, macht aber eine enorm wichtige Arbeit.

Bei einem Seminar der HSS mit dem Verein habe ich ein Interview mit der langjährigen Vorsitzenden und noch aktiven Vorstandsmitglied Claudia Grubmüller geführt. Dabei kam heraus, dass geistige Behinderung nicht heilbar sei und dass die Politik mit der Umsetzung der Forderungen zu lange braucht.

Der Landeselternbeirat vertritt Kinder und Jugendliche an den Schulen, schulvorbereitenden Einrichtungen und Tagestätten mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Bayern gegenüber der Politik wie Parteien im Bayrischen Landtag und staatlichen Stellen wie Kultusministerium. Eltern, die aufgrund der geistigen Behinderung ihres Kindes Probleme oder einfach nur Fragen haben, können sich an den Verband wenden. Das Netzwerk des Verbandes nimmt sich dann den Anfragen an. Auch Schwangere, bei denen vermutet wird, dass sie ein behindertes Kind bekommen werden, können sich schon an den Verein wenden.  

Auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam machen und sich dafür einsetzen, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können: Das ist das Ziel des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. 

Seit 24 Jahren veranstalten Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe rund um den 5. Mai überall in Deutschland Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen und andere Aktionen. Dabei geht es darum, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit Stück für Stück zu überwinden. Entstanden ist der Protesttag 1992 auf Initiative des Vereins Selbstbestimmt Leben, einer Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung.