Posts Tagged ‘Bob Dylan’

Musiktipp: Bob Dylan: Fallen Angels

23. Mai 2016
Das 47- Album von Bob Dylan Fallen Angels.

Das 47- Album von Bob Dylan Fallen Angels.

Frank Dylan ist zurück. Kurz vor seinem 75. Geburtstag veröffentlichte der große Barde der amerikanischen Popkultur sein 47. Album mit dem Titel Fallen Angels. Wer das Vorgängeralbum Shadow in The Night mochte, der wird Fallen Angels lieben.
Frank, Verzeihung Bob Dylan geht seinen Weg weiter voran, konsequent. So wie er es seit Jahrzehnten gemacht hat. Er nimmt auf seine Fans wenig Rücksicht – nur dieses Mal hat der Künstler hörbar Spaß dabei.
Fallen Angels ist eine Verbeugung an die große Zeit von Frank Sinatra, als Musik noch Musik war und ein Song and Dance-Man noch ein Entertainer.
Das Album selbst ist für mich keine große Überraschung mehr. Die Konzerte der jüngsten Zeit deuteten den Wandel an. Bei der unlängst stattgefundenen Japan-Tour wurde speziell für diese Konzerte von Sony eine CD mit den vier ausgekoppelten Songs Melancholy Mood, All of Nothing at all, Come Rain of Come shine sowie That old Black Magic für das Land der aufgehenden Sonne veröffentlicht. Der Titel der CD Melancholy Mood sagt viel über die Stimungslage aus. Als Dylan-Fan musste ich sie natürlich haben und die Interpretation der wunderschönen Melodien hören.

Melancholy Hood wurde speziell für Japan veröffentlicht.

Melancholy Hood wurde speziell für Japan veröffentlicht.

Der Folkie-Dylan ist schon lange nicht mehr, der Rock’n Roller liegt erst einmal auf Eis, ebenso der Gospel-Guru auf der Suche nach Jesus. Dylan hat sich dem Easy Listening zugewandt und sich Songs angenommen, die auch schon Frank Sinatra berühmt gemacht haben. Dylan liefert aber nicht ein Neuarrangement der Songs ab, sondern wirft alles Überflüssige über Bord. Keine Bläser, kein aufgemotzter Sound, der zu Sinatra gepasst hat, aber nicht zu Dylan. Bob Dylan reduziert die Songs, reduziert die Instrumentierung. Die Aufnahmen müssen sehr intim gewesen sein und die Band unterstützt kongenial die Stimme des Meisters. Und wahrlich, Bob Dylan war nie für seine Stimme berühmt. Er bemüht sich gewaltig und schafft eine wunderbare Stimmung.
Ich hörte Fallen Angels auf einer langen Zugfahrt rauf und runter via Kopfhörer. Ich schloss die Augen und genoss die Musik. Anders als bei so manchen früheren Dylan-Alben musste ich nicht exakt auf die Text-Musik-Kombination achten, um Geheimnisse auf dem Dylan-Universum zu erkunden. Ich konnte einfach die Musik genießen, mich den puren Genuss an toller Musik und toller Interpretation hingeben. Dafür herzlichen Dank lieber Bob Dylan. Ich bin gespannt, wohin uns unser gemeinsamer Weg noch treibt.

Musiktipp: The Cutting Edge 1965-1966: The Bootleg Series, Vol.12 Deluxe von Bob Dylan

6. Januar 2016

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Endlich hatte ich Zeit, die neue Bob Dylan Bootleg Series, Ausgabe 12, ausführlich durchzuhören. Warum ich so lange brauchte? Ich hab mir die volle Dröhnung gegeben: Es gibt The Cutting Edge 1965-1966: The Bootleg Series, Vol.12 in drei verschiedenen Versionen: die preiswerte Doppel-CD fürs Volk, die teuere Deluxe-Version mit 6 CDs für ambitionierte Dylan-Freunde und die fette, teuere geniale Sammleredition mit 18 CDs für die Irren. Nun ratet mal, welche Version ich mir geleistet habe?

Ich habe die Nummer 1206 der auf 5000 Exemplaren bestehenden Sammleredition aus den USA.

Ich habe die Nummer 1206 der auf 5000 Exemplaren bestehenden Sammleredition aus den USA.

Ja, ich habe die Nummer 1206 der auf 5000 Exemplaren bestehenden Sammleredition aus den USA. So sagt es das Echtheits-Zertifikat der Plattenfirma. Die Musik ist schlichtweg eine Offenbarung für Dylan-Fans, nicht mehr, nicht weniger. Die beiden Jahren 1965 und 1966 waren für Dylan und die Musikwelt extrem bedeutend. Der Folkie Dylan wechselte auf die E-Gitarre und revolutionierte nebenbei die Musikwelt. Die Alben der Zeit lauteten Bringing It All Back Home, Highway 61 Revisited und Blonde on Blonde und die 12. Ausgabe der Bootleg-Serie bringt nun fast alle Studioaufnahmen dieser Zeit. Und wenn ich fast alle schreibe, dann meine ich auch fast alle. Sämtliche veröffentliche Aufnahmen wurden anhand der Original-Mehrspurbänder abgemischt. Und die Soundqualität der von Tom Wilson und dann von Bob Johnson produzierten Aufnahmen sind tadellos.
Die Sammleredition für den deutschen Endpreis von 780 Euro wird aufgewertet durch einen Filmstreifen von Don’t look back, zwei fette Fotobücher samt Datierung der Aufnahmesessions und zahlreichen Vinyl-Singles mit den Single-Ausgaben der damaligen Zeit. Das Ganze ist in einer edlen mit blauem Leinenstoff verkleideten Box untergebracht.


Für mich als Dylan-Fan ist es ein wahres Soundjuwel geworden, das ich immer wieder durchhören kann und immer wieder neues entdecke. 379 Songs insgesamt. Es reizt mich die einzelnen Songversionen zu vergleichen und persönliche Rückschlüsse zu ziehen. Seit November habe ich die Box und kann sagen: Es ist keine Musik für nebenbei. Natürlich kennt der Fan die Songs, aber ich kannte noch nicht alle Variationen und Interpretationen. Natürlich gab es den einen oder anderen Bootleg aus den Sessions, aber das Gesamtwerk in einer Mammutbox ist doch gewaltig. 18 CDs mit meisterhaften Material.


Mehrere Abende habe ich das 170seitige Fotobuch Mixing Up The Medicine betrachtet. Die Mehrzahl der Bilder ist in Farbe, viele bekannte Fotos sind enthalten, aber auch einige neue Schätze aus dem Studio, auf Tour, hinter den Kulissen. Das zweite Buch ist deutlich textlastiger. Die Herrschaften Bill Flanagan, Sean Wilentz und Ben Rollins erzählen Geschichten aus der Produktion der 60er Jahre Aufnahmen. Ergänzt werden die Berichte durch Anekdoten von Al Kooper. Viel Lesestoff war dies über die Weihnachtszeit.
Sehr nett waren die neun Singles, die in den besagten Jahren erschienen sind. Freilich sind es Nachpressungen. Es handelt sich dabei um US- und internationale Covers. Die Aufnahmen selbst sind in Mono. Ich habe sie einmal abgespielt und mir die Zeiten von damals vorgestellt, als sie auf den Markt kamen Am Boden der Box gibt es noch ein Single-Zwischenstück aus Plastik in Leopardenmuster.
Um nicht die 18 CDs zu rippen liegt zudem ein Download-Code bei, um sich die Sachen auf den heimischen Server zu laden. Über Weihnachten kam zudem eine Mail von Sony, dass es noch 200 Live-Songs als Geschenk gibt. Hab ich gleich geladen. Darunter sind 14 komplette Konzerte – allerdings nicht immer in Top Qualität. Aber geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
Auf jeden Fall ist diese Box eine Offenbarung für alle Bob Dylan-Fans. Einsteiger kommen sowieso nicht in die Verlegenheit, eine Box für 780 Euro zu kaufen, die irren Dylan-Fanatiker tun es auf jeden Fall – und die Box ist jeden Cent wert.
Wie ich von den entsprechenden einschlägigen Fanseiten lese, plant der Meister die Sessions zu Blood on the Tracks als nächstes auf den Markt zu bringen. Ok, ich bin bereit lieber Bob Dylan. Ich habe Blut geleckt und bei Blood on the Tracks bitte keine halben Sachen.

Wasserschaden – reinigende Wirkung und Verlust zugleich

31. August 2015

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Ich hatte in meinem persönlichen Archiv einen Wasserschaden. Ein Kaltwasserventil war undicht und es tropfte in einen meiner Archivräume im Keller. Es muss schon eine ganze Weile getropft haben, denn der Schaden war enorm. Es erwischte einen Teil meiner Sammlung, die komplett aufweichte. Um die paar Holzregale war es mir nicht schade, aber um viele Inhalte tut es mir weh, persönlich und materiell.

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Was wurde alles getroffen? Zunächst zahlreiche Bücher. Sie sogen das Wasser auf und sind komplett unbrauchbar. Es handelte sich in der Regel um Fotobücher. Darunter waren Erstausgaben von Büchern über den 11. September von Magnum, Fotobände von Annie Leibovitz, die BILD-Sonderausgabe und Wirtschaftswunder-Ausgabe von Taschen in der Erstauflage, ein paar Bücher von Helmut Newton, ein Sammelband von Tween-Ausgaben und eine Originalausgabe von The end of Print von David Carson. Zudem erwischte es den schweren Ausstellungskatalog zur Documenta aus Kassel und einen Gutenberg-Katalog aus Mainz.
Ein Opfer des Wassers wurden zahlreiche Seminarunterlagen, die ich für meine Arbeit benötige, wie verschiedene Zeitschriften seit den sechziger Jahren, an denen ich die Layoutentwicklung zeige. Sehr ärgerlich, denn ich hatte die Layouts nicht gescannt, weil ich in den Seminaren immer gerne die Originale gezeigt hatte. Außerdem waren einige Bücher über die Geschichte der Fotografie und erste Experimentalbücher über digitale Fotografie darunter. Signierte Ausgaben von Sonderveröffentlichungen sind für den Müll.


Es erwischte auch einen Teil meiner Schallplattensammlung. Ich habe, nein ich hatte, eine große Sammlung von Vinyl-Schallplatten der sechziger und siebziger Jahre. Viele Erstveröffentlichungen von Pink Floyd (noch mit Poster), Emerson, Lake & Palmer als sie noch bei Atlantic unter Vertrag waren, Klaus Schulze Unikate versanken in den Fluten. Mehrere kostbare Dylan-Bootlegs, viele seltene Schallplatten von den Doors, Fats Domino, Buddy Holly und viele mehr wie eine Who Leeds-Ausgabe mit Fotos und Vertragstexten kann ich wegwerfen. Ich habe in den vergangenen Tagen eine Auflistung für die Versicherung gemacht. Mir blutet das Herz als ich die Original-Elvis Scheiben im Wasser sah. Die Covers waren aufgelöst und sogar die Labels von den LPs hatten sich bei einigen Platten gelöst. Der Sammlerwert ist heute nach dem Wasserschaden gleich null.
Einen tiefen Stich gab es im Herzen, als ich sah, dass es auch meine Postersammlung erwischt hatte. Als passionierter Apple Fanboy litten einige Think different-Plakate und 20 Plakate von der MacWorld Expo aus San Francisco mit dem iMac G4 2002 sind unwiderruflich verloren. Sie waren nur noch ein Klumpen. Einige teuere Plakate der ersten iPhone-Kampagne waren auch darunter. Ich bin also in Trauer.
Es wurden die Sachen Zug um Zug fotografiert und eine Liste für die Versicherung geschrieben. Ich hoffe, der Münchener Verein kann den materiellen Schaden ausgleichen. Meine Frau hat sofort unseren Ansprechpartner bei MV informiert. Der immaterielle Schaden ist enorm. Der Schadensregulierer vom Münchener Verein war schon vor Ort und wir haben den Schaden aufgelistet.
Aber bei all den Schattenseiten gibt es auch positives. Ich gehe jetzt daran, mein Archiv neu zu ordnen und zu strukturieren. Zudem haben meine Frau und ich viele Altkleider, Schuhe zu Kleidersammlungen gebracht. Auch Kuscheltiere der Kinder wurden an syrische Kinder gespendet, ich habe darüber gebloggt. Wir haben viele Regalmeter an durchweichten Bretter zum örtlichen Wertstoffhof gefahren und Teile des Kellers und der Garage aufgeräumt. Das hätte ich nicht in Angriff genommen ohne Wasserschaden. Aber ehrlich: Auf dieses Dreckwasser hätte ich verzichten können.

Konzertkritik: Bob Dylan in Bamberg

24. Juni 2015
Dylans Bühne in Bamberg.

Dylans Bühne in Bamberg.

Die Revolution ist in Bamberg ausgeblieben. So sehr hatte ich auf den Song Blind Willie McTell gehofft, den Altmeister Bob Dylan nach rund 120 Konzerten bei dem Vorgängerkonzert am 21. Juni in Tübingen gespielt hat. Am 23. Juni kam der Klassiker aus den Infidels-Sessions nicht vor. Aber das tat der Stimmung in der ausverkauften Brose-Arena in Bamberg keinen Abbruch.
Dylan verschlug es bei seiner Europa-Tour in die fränkische Provinz und lieferte eine gute, nein – eine sehr gute Show ab. Der Song-and-Dance-Man nahm uns Zuschauer auf eine musikalische Reise durch die amerikanische Musikkultur mit: Rock’n Roll, Country, Blues, sogar Walzer. Wie in den vergangenen Jahren gewohnt, lieferte er auch in Bamberg keine Best-of-Show ab. Natürlich waren ein paar Klassiker dabei, aber Dylan hätte mit einer klassischen Best-of-Show locker das Publikum unterhalten können, doch kein Rolling Stone, erst recht freilich kein Knocking On Heaven‘s Door. Dass er dies nicht macht, das wissen die Dylan-Fans und freuen sich auf Neuinterpretationen. So mancher Bamberger im fortgeschrittenen Alter schaute aber verständnislos, wenn er erst am Refrain einen Dylan-Song erkannte, nachdem ihn der Meister komplett umgebaut hat. Immer wieder Diskussionen in meiner Umgebung, welcher Song das nun sei. Meine Sitznachbarn waren zudem mehr damit beschäftigt, warum in der Brose-Arena Oettinger Bier ausgeschenkt wird und nicht ein Bier einer lokalen Brauerei. OMG, habt ihr Probleme!

Der Dylan-Shop im Vorraum.

Der Dylan-Shop im Vorraum.

Die Performance des 74jährigen Bob Dylan war in Bamberg ausgezeichnet. Stimmlich ist der Mann voll auf der Höhe seiner Songs. Wer während des Konzerts die Augen schloss und sich auf die Stimme von Dylan einließ, der empfand: Dieser Mann singt und spielt für mich, ganz allein für mich. Seine assoziative Lyrik steigt im Kopf auf und vermischt sich mit der unglaublich tiefen Musik. Und seine Band erst: Es ist ein hervorragendes eingespieltes Team. Hier stimmte jeder Ton, jeder Takt, jedes Solo, jede Note. Den Meister immer im Blick hatten Stu Kimball (Gitarre), Charlie Sextons (Gitarre), George Recile (Drums), Tony Garnier (Bass). Dylan selbst sang und spielte Mundharmonika und Klavier. Nach diesem Bühnensound muss Dylan lange gesucht haben. Wir haben schon viele Experimente von Dylan zu hören bekommen, dieser Sound gefällt mir. Er passt fantastisch zur Stimmung des Songwriters, der sich zuletzt mit Sinatra-Interpretationen in mein Herz gesungen hat. Die Pause gab es dann auch passend nach I’m a Fool to Want You. Autumn Leaves aus der Sinatra-Phase gab es dann eher gegen Ende des Konzerts und zeigt deutlich, in welcher Grundstimmung der Meister ist.
Am Ende gab es von den Franken das höchste Lob: Passt scho und ich sage auch: Vielen Dank your Bobness, bis zum nächsten Mal.

Hier die Setlist von Bamberg:
Things Have Changed
She Belongs To Me
Beyond Here Lies Nothin‘
Workingman’s Blues #2
Duquesne Whistle
Waiting For You
Pay In Blood
Tangled Up In Blue
I’m a Fool to Want You
High Water (For Charley Patton)
Simple Twist Of Fate
Early Roman Kings
Forgetful Heart
Spirit On The Water
Scarlet Town
Soon After Midnight
Long And Wasted Years
Autumn Leaves
Blowin‘ In The Wind
Love Sick

Das Konzert in Bamberg war ausverkauft.

Das Konzert in Bamberg war ausverkauft.

Bob Dylan feiert seinen 74. Geburtstag und ich feier mit

24. Mai 2015

Heute feiert einer meiner Helden seinen 74. Geburtstag: Happy Birthday Bob Dylan. Ich gratuliere von ganzem Herzen.
Seit meiner Jugend verfolge ich die Karriere von His Bobness, besuche seine Konzerte und kaufe seine Alben. Er schuf den Soundtrack zu meinem Leben. Ich habe alle Richtungsänderungen des Meisters brav mitgemacht und alle Masken ertragen. Zuletzt habe ich den hervorragenden Auftritt eines nervösen alten Mannes bei der David Letterman-Show angeschaut. Wunderbar finde ich seine Hommage an Sintra und die alte Zeit.


Und immer wieder die Frage: Wer ist nun Bob Dylan? Ich weiß es nicht und im Grunde ist es auch egal. Der Mann zieht mit 74 Jahren sein Ding durch und das ist gut so. Und immer wieder die andere Frage: Was ist das beste Bob Dylan-Album? Ich weiß es auch nicht und es auch das egal. Dylan hat Alben für jede meiner Stimmungen aufgenommen und so kann ich ihn immer wieder hören. Damit wird Dylan nie langweilig. Mal brauche ich den Aufschneider, den Demütigen, den Liebhaber, den Spotter und mal brauche ich einfach den Musiker. Er ist nicht auf einen Stil festgelegt, auch wenn es wir Fans gerne mal so wollen. Im Moment höre ich wieder The Basement Tapes Complete und das punkige Hard Rain Konzert.

Dylan selbst scheint in seiner Sinatra-Phase zu sein und ich sehe ihn bald live auf seinem Konzert in Bamberg. Meine jüngsten Konzerte von ihm in München und Düsseldorf fand ich grandios – der Song and Dance-Man hat Hof gehalten und wir Jünger sind gekommen. Der Meister war hervorragend bei Stimme, gut in Form, gut gelaunt und über die phänomenale Begleitband muss man seit Jahren nichts mehr verlieren.

Dylan_basementWie wird Dylan seinen Geburtstag verbringen? Ich denke nicht, dass er auf einer der Bühnen dieser Welt stehen wird. Am 17. Mai spielte er noch in South Bend, Indianapolis und dann kommt er schon im Juni nach Deutschland. Zum Geburtstag macht er von seiner Never Ending Tour eine Pause. Würde mich für ihn freuen, wenn seine Kinder bei ihm vorbeischauen oder gar eine seiner Ex-Frauen bei ihm anrufen. Aber im Grunde muss uns die Privatperson Dylan egal sein. Der Song und Dance Man interessiert uns und aus diesem Grunde: Alles Gute zum Geburtstag lieber Bob. May You Stay Forever Young

Heute ist RECORD STORE DAY

18. April 2015

Heute ist der RECORD STORE DAY. Jede Branche hat ihre Feier- und Gedenktage und heute am 18. April 2015 ist eben der RECORD STORE DAY. Ich komme noch aus einer Ära, in der wir Schallplatten gehört haben. Kassetten waren nicht so mein Ding, ich mochte die Langspielplatte und die Covers.

Plakat zum RECORD STORE DAY in Coburg.

Plakat zum RECORD STORE DAY in Coburg.

Meine Bezugsquelle für Schallplatten war der Sound in Fürstenfeldbruck, der aber trotz RECORD STORE DAY vor Jahren schließen musste. Ich habe darüber gebloggt. Eine andere Quelle war der damalige Saturn Hansa (so hieß der Laden damals noch). Er befand sich auf der Theresienhöhe in München und das Schallplattenangebot war enorm. Und es gab in München noch zweimal den WOM – World of Music. Der Laden in der Münchner Sonnenstraße hatte die Billigplatten à la Nice Price für 10 Mark und in der Fußgängerzone war im Keller der hochpreisige Dealer. Ein guter Freund arbeitete dort und versorgte mich immer mit Infos über Neuerscheinungen – so lief Kommunikation damals. Später kam für mich dann der Drogeriemarkt Müller als Quelle für LPs hinzu. Im Bereich des Sendlinger Tors und in Schwabing waren die Second Hand-Händler, bei denen ich so manche D-Mark für Schallplatten ließ. Berüchtigt waren auch die Fahrten als Schüler nach London, um eine Woche die Second Hand-Läden unsicher zu machen, um vor allem britische Singles zu kaufen.

Nein, Vinyl ist kein Massenmarkt.

Nein, Vinyl ist kein Massenmarkt.

All das ist vorbei. Der Schallplattenmarkt ist zusammengebrochen. Musik ist digital. Es gibt ein gewisses Revival des Vinyls, aber wir sprechen hier nicht von einem Massenmarkt. Wenn jemand meint, seine Karriere als Plattenhändler steht aufgrund des RECORD STORE DAY bevor, kann man ihn nur warnen. Das Zeitalter der Schallplatte als Massenmarkt ist vorbei und kommt auch nicht wieder. Geblieben ist der Liebhabermarkt und ein paar Audiophile, die über richtig Geld verfügen. Der Spiegel spricht sogar von einem „Vinyl-Boom“ und das zeigt die journalistische Qualität des Magazins. Es gibt wieder Vinyl-Charts und der Spiegel veröffentlicht sie auch – für mich ein Sturm im Wasserglas.
In Zahlen heißt es: Der Bundesverband Musikindustrie meldet für 2014 insgesamt 1,8 Millionen verkaufte Schallplatten. Das sind die Zahlen von 1992. Aber um realistisch zu bleiben: Der Marktanteil des Vinyls an allen Musikverkäufen beträgt nur schlappe 2,6 Prozent.


Ab und zu gehe ich noch auf Börsen, kaufe die eine oder andere CD oder sogar noch seltene Schallplatten. Erst neulich habe ich für einen Soundtrack in Vinyl viel Geld hingelegt. Es handelte sich um den Soundtrack zum Kubrick-Film The Shining von 1980. Der wunderbare Score von Wendy Carlos mit der Musik von György Ligeti, Béla Bartok und Krzysztof Penderecki ist meines Wissens nie auf CD erschienen. Also musste die analoge Scheibe für viel Geld her und sie wurde dann gleich digitalisiert. Die letzte Schallplatte, die ich mir gekauft habe, war eine Single von den Kinks für meine Rock-o-la.
Am heutigen RECORD STORE DAY werde ich mich auf meine schwarzen Scheiben besinnen. Ich werde dieser Tage in mein Archiv hinabsteigen und meine Schallplatten durchschauen. Vielleicht finde ich den ein oder anderen Schatz zum Digitalisieren. Gerade Bootlegs von Bob Dylan hatte ich einige auf Vinyl, die ich ins digitale Zeitalter retten möchte.
Und endlich konnte ich Gladsax nutzen. Gladsax ist kein spezielles Saxophon, sondern ein Bilderrahmen für Schallplatten von IKEA. Bei meinem jüngsten IKEA-Besuch habe ich drei Gladsax-Rahmen mitgenommen. Ich rahmte drei Picture Disc, über die schon einmal gebloggt habe. Gladsax hat die Größe von 32×32 Zentimeter und ist ideal für Schallplatten. Also kamen unlängt Bob Dylan, Elvis Presley und Jimi Hendrix hinter Glas. Die Herrschaften hängen jetzt zum RECORD STORE DAY  an den Wändern zum Archiv.

Musiktipp: „Shadows In The Night“ von Bob Dylan

8. Februar 2015

Dylan

Ich verstehe den ganzen Wirbel nicht. Das neue Album von Bob Dylan ist erschienen und his Bobness hat wieder eine der seiner vielen Dylan-Masken aufgesetzt. Shadows in the Night enthält Songs, die einstmals von Frank Sinatra auch interpretiert wurden. Und schon setzt die große Diskussion ein.
Fest steht, das Album ist eine wunderbare Verneigung an Ol’ Blue Eyes und Dylan singt so schön, wie schon lange nicht mehr. Diese Art von Musik muss auch gesungen werden und nicht gekrächtzt von einer geschundenen Altmännerstimme.
Aber tun wir doch nicht so, als ob Dylan hier zum ersten Mal seine Vorbilder ehrt, in dem er ein Album mit ihren Liedern aufnimmt. Wir kennen doch das zehnte Dylan-Album Self Portrait und dessen verspäteter Nachfolger Another Self Portrait mit so manch ähnlichen Song. Aber noch viel, viel wichtiger war doch Dylans Verneigung vor den Größen des Folks: Good as I Been to You (1992) und World Gone Wrong (1993). Diese beiden Alben waren zwar grausam produziert – Dylan hat hier alles selbst gemacht und Recording ist sicherlich nicht sein Ding. Aber das grandiose Shadows in the Night steht in der Tradition dieser beiden Scheiben, eben eine weitere Dylan-Maske.
Beim ersten Anhören von Shadows in the Night erstarrte ich. Der Meister singt, der Meister singt wirklich. Er legt ein Feeling in seine Stimme und seine Begleitband zeigt ihre absolute Klasse. Seit Jahren sind die Herrschaften mit Dylan auf Tour, kennen die Launen des Meisters und sind zu einer Top-Band gereift. Hut ab vor der musikalischen Leistung von Donny Herron (Pedal Steel), Tony Garnier (Bass), Charlie Sexton und Stu Kimball (Gitarre) sowie George G. Receli (Schlagzeug).
Dylan führt im Studio seine Experimente mit dem großen amerikanischen Liedgut fort, die er seit Jahren auf seiner Never Ending Tour zelebriert. Nun interpretiert The Voice Dylan den legendären The Voice Sinatra. Und es ist nicht ein gute Laune-Album wie Swing When You’re Winning von Robbie Williams. Dass wir uns richtig verstehen: Robbie Williams Album ist nett, aber er ist nun mal nicht The Voice. Williams Verdienst ist es, Sinatra-Songs einer neuen Generation zugänglich gemacht zu haben.
Dylan hat diesen Zugang zu einer neuen Generation nicht, er interpretiert die Songs für seine Generation. Leute, die wie er in Würde gealtet sind. Leute, die heute ohne Probleme sagen können, dass sie Songs von Sinatra, Elvis oder gar Doris Day schön finden, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Und verdammt nochmal, Bob Dylan kann wirklich schön singen, nahezu herzzerreißend. Als ich das Album mehrere Male durchgehört hatte, dachte ich an das Spätwerk von Johnny Cash. Auch er ist mit seinen letzten American Recordings-Alben aus seiner eigen Tradition ausgebrochen.
Dylan stößt wieder mal so manchen vor dem Kopf. Das hat Dylan schon immer gerne getan und tut es dieses Mal auch wieder. Die zehn Songs geben eine wunderbare Stimmung wieder. Für mich ist der Klassiker „That Lucky Old Sun“ der wichtigste Song auf dem Album – übrigens auch Johnny Cash hat ihn gesungen.

Café Wha? – ein Muss für Musikfans in New York

3. August 2014

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Immer wenn ich in New York City bin, schaue ich im legendären Künstlerviertel Greenwich Village vorbei. Dort war das Zentrum der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und in den sechziger Jahren war dies mal ein ganz heißes Pflaster, künstlerisch gesehen. Und ich schaue immer wieder rein ins Café Wha?. Dort haben viele Künstler, die später weltberühmt wurden, ihren Start gehabt. Ich nenne nur allen voran Bob Dylan, aber auch Jimi Hendrix oder David Lee Roth (Van Halen). Nun ist vor kurzem der Gründer des Café Wha? im Alter von 95 Jahren verstorben. Manny Roth, so hieß der Gründer der Szenekneipe, haben viele Stars etwas zu verdanken. Was viele nicht wissen: Manny Roth ist der Onkel von David Lee Roth und von dessen einsilbiger Großmutter stammt der Name Wha?

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Das Café befindet sich am Eingang zur Macdougal St, in Hausnummer 115. Die Kneipe, in der sich in den fünfziger Jahren bei seiner Eröffnung die Beatniks und später die Hippies zur Gegenkultur versammelten, sieht heute noch so aus, wie damals. Ein paar Bierbänke, Tisch und Stühle. Die Decke ist sehr niedrig und die Beleuchtung ist spärlich. Man kann sich vorstellen, wie ein junger Bob Dylan oder später Bruce Springsteen auf der kleinen Bühne standen und erste Songs zu besten gaben. Freilich ist heute die Technik besser, denn das Café Wha? ist weiterhin noch ein angesagter Live-Musik Club in Manhattan. An den Wänden hängen Fotos der Stars, die hier ihren Start hatten. Wer sich für die Musik der sechziger Jahre interessiert, sollte im Café Wha? Station machen und den Geist der vergangenen Zeiten in sich aufsaugen. Mal sehen, wie es mit dem Schuppen weitergeht, wenn jetzt sein Besitzer Manny Roth verstorben ist.
Neben Musik gab es hier auch Humor zu sehen. Richard Pryor und Bill Cosby traten hier auf und vor allem Woody Allen sammelte hier seine Liveerfahrungen – ein wahrhaft historischer Ort.

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Die Gegend des Village ist heute zunehmend verkitscht: Esoterik-Läden sind dort zu finden, die Sixties-Reisenden den Dollar aus der Tasche ziehen. Gegenüber vom Café Wha? war übrigens eine andere Ikone der Gegenkultur, das Gaslicht. Ich war nochmals da, als es gerade geschlossen hatte und die Wände beschmiert wurde.

Der Eingang zum Gaslight

Der Eingang zum Gaslight

Also, wer in NYC ist, schaut im Village vorbei und gönnt euch einen Blues-Abend. Und dann trinkt auf das Wohl von Manny Roth, er würde sich freuen.

Nachruf bei David Lee Roth

Nachruf bei David Lee Roth

Bob Dylan: Das Münchner Konzert 2014

3. Juli 2014

Es tat gut, Bob Dylan wieder auf der Bühne zu sehen. Wenn es ihm gut geht, dann geht es uns auch gut. Es war wieder eine Art Familientreffen, zu der wir Fans zusammenkamen. Ein paar neue Gesichter waren dabei, aber im Grunde war es wieder der harte Kern der Fans. Ein Teil reist dem Meister bereits durch Europa hinterher.

Der Meister ruft und die Jünger kommen.

Der Meister ruft und die Jünger kommen.

Im Juli 2014 hielt Bob Dylan mit seiner Band Hof auf dem Münchner Tollwood. Irgendwie war es, als ob damals der Kaiser durch die Länder zog und seine Huldigungen entgegen nahm. Nun, unser Kaiser heißt Bob Dylan und er gab trotz Hitze in dem Zelt eine verdammt gute Show ab.

Er brachte feine amerikanische Musik auf ein alternatives, streng biologisches deutsches Festival. Und obwohl vor dem Zelt Gitarrengeschrammel aus Folkie-Zeiten von Laienkünstlern dargeboten wurde, ließ sich Dylan (natürlich) nicht in eine Rolle pressen.
Mit Hut und Anzug spielte er seine Musik und machte es den Zuhörern nicht leicht. Es gab natürlich keine Best of-Show. Obwohl der Mann auf der Bühne mit seiner fabelhaften Band die Rockmusik mehrmals veränderte und zig Hits abgeliefert hatte, ging er nicht auf Nummer sicher. Von den musikalischen Klassikern gab es mit She Belongs To Me, Tangled Up In Blue, Simple Twist Of Fate, All Along The Watchtower und Blowin’ In The Wind nur eine Handvoll zu hören. Die Traditionlisten wurden damit enttäuscht – gut so. Aber lieber Mr. Dylan, ich habe eine Bitte: Ich kann Blowin’ In The Wind nicht mehr hören. Ja, es wird immer wieder von Ihnen anders interpretiert, aber mir hängt das Lied zum Hals raus. Nehmen Sie bitte einen anderen Klassiker zum Rauswerfen, bitte.

Und Dylan zeigt sich wieder als strenger Frontman. Er ist der Chef und daran lässt er keinen Zweifel. Seine Musiker hängen an seinen Lippen und folgen ohne zu Murren. Vorbei scheinen die Zeiten als Dylan einen Song mittendrin abbricht und aus Lust und Laune heraus einen anderen aus seinem riesigen Repertoire beginnt. Dieses Mal ist das Programm genau festgelegt.

Bob Dylan am Klavier.

Bob Dylan am Klavier.

Die Setlist war

  • Things Have Changed
  • She Belongs To Me
  • Beyond Here Lies Nothin’
  • What Good Am I?
  • Waiting For You
  • Duquesne Whistle
  • Pay In Blood
  • Tangled Up In Blue
  • Love Sick
  • High Water (For Charley Patton)
  • Simple Twist Of Fate
  • Early Roman Kings
  • Forgetful Heart
  • Spirit On The Water
  • Scarlet Town
  • Soon After Midnight
  • Long And Wasted Years
  • All Along The Watchtower
  • Blowin’ In The Wind

Aber Mr. Dylan, noch eine Bitte. Sie haben wunderbare Musiker. Lassen Sie ihnen ein bisschen Freiheit, dann rocken sie die Hütte weg. Die Band bestand in München aus den bekannten Recken: Tony Garnier (Bass), George Recile (Drums), Stu Kimball (Rhythm Guitar), Charlie Sexton (Lead Guitar) und Donnie Herron (Banjo, Viola, Violin, Electric Mandolin, Pedal Steel). Der Meister selbst spielte Klaver und sang.

Nach einem wunderbaren Konzert 2013 freue ich mich auf ein neues Konzert 2015.

 

Musiktipp: Offenbarung für Woody Guthrie Fans

8. April 2014

Immer wieder greife ich zu den alten Folk-Scheiben und ich bin im Moment auf dem Woody Guthrie-Trip. Bisher besaß ich nur obskure Best-of-CDs, die meist von mäßiger Soundqualität sind. Nun entschloss ich mich, zwei Sammelboxen von Woody Guthrie zu erwerben und der Kauf hat sich vollends gelohnt.

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Es handelt sich um My Dusty Road und American Radical Patriot. Beide Boxen sind großzügig aufgemacht, liefern Begleitmaterial und Hintergrundinfos. Das Wichtigste: Aus den alten Ausnahmen wurde das beste herausgeholt, soweit es bei den Aufnahmen überhaupt möglich ist.

Bei My Dusty Road ist eine vier CD-Box, die in einem Reisekoffer untergebracht sind. Die Songs stammen von den Masterbändern und wurden überarbeitet. Einmal gibt es eine Greates Hits-CD mit den bekanntesten Aufnahmen des Folkies, darunter This Land Is Your Land,  Pretty Boy Floyd oder Jesus Christ. Für mich interessanter war dann schon die zweite CD the Agitator: Sie enthält die Gewerkschaftslieder – die Songs stammen aus der Zeit der Depression und Guthrie gab den Unterdrückten eine Stimme. Mit dabei sind I’m Gonna Join That One Big Union, Tear The Fascists Down, The Ludlow Massacre. Wir erinnern uns, Woody Guthries Gitarre trug den Schriftzug “Diese Maschine tötet Faschisten.” Es waren harte Zeiten damals und die Sprache war radikal, die Guthrie in Songs packte.

Zudem gibt es die CDs Roots und die flotten Trio-Aufnahmen Woody, Cisco and Sonny. Als Zugabe gibt es zwei Postkarten und ein aussagekräftiges Booklet. Hier gibt es genaue Angaben, wie der genaue historische Hintergrund zu den einzelnen Songs war. Für Woodys-Fans eine wirkliche Offenbarung.

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Noch ein Stück weiter in die Historie geht die Sammelbox American Radical Patriot . Das streng limitierte Box-Set beinhaltet 6 CDs, eine DVD und ein 60-seitiges Buch (auch als deutlich erweiterte 258-seitge PDF-Version enthalten). Als Leckerbissen ist eine 10“ 78-rpm Vinyl mit Bob Dylans Version von Guthries “VD City” und Guthries eigenes “The Biggest Thing That Man Has Ever Done” enthalten. Aber die Sache ist wirklich nur noch was für Hardcore-Fans: In den 40er Jahren wirkte Guthrie bei diversen staatlichen Aufklärungsprogrammen mit, die die von der Wirtschaftskrise gebeutelten Amerikaner über Stromversorgung, Gesundheit, Sozialprogramme und ähnliches informieren sollten. Hierfür entstanden einzigartige Aufnahmen neuer und bekannter Songs des Liedermachers. Guthrie erzählt viel von seiner persönlichen Geschichte und es ist schon spannend, welchen Slang der Künstler spricht.

Wer sich mit der amerikanischen Folk-Musik beschäftigen möchte, der kommt um Woody Guthrie nicht vorbei. Und diese beiden Boxen haben es wirklich in sich. Hier geht dem Fan das Herz auf. Der geneigte Hörer von Radiomusik kann getrost weghören.