Trotz Online-Handel: Auch 2050 wird es Ladengeschäfte geben

6. Dezember 2014
Einkaufen in einem Laden - wie hier Mode für die Frau  - gehört für mich dazu.

Einkaufen in einem Laden – wie hier Mode für die Frau – gehört für mich dazu.

Nicht Amazon macht unseren Einzelhandel kaputt, sondern unsere Gier nach Schnäppchen lässt die Innenstädte veröden. Auf meinen Seminaren stelle ich verstärkt ein Lagerdenken fest: Amazon ist böse, böse, böse und macht alles den Erdboden gleich.
Ganz so einfach ist es nicht, den schwarzen Peter an Amazon hinzuschieben. Wir sollten uns alle selbst (und da schließe ich mich ausdrücklich mit ein) an die eigene Nase fassen. Wir sind oft ein Volk von Geiz-ist-geil-Jüngern geworden. Billig, billig, billig und Schnäppchen machen. Cybermonday, Black Friday, Blitzangebote und so weiter. Aber Amazon macht uns ein Angebot, ob wir es annehmen, entscheiden wir selbst. Das Amazon-Smartphone Amazon Fire Phone scheint ja ein Flop zu werden, aber dennoch beobachte ich Leute, die mit der Amazon App im Einzelhandel stehen und Preise vergleichen. Ich gestehe, auch ich habe dies schon gemacht – es scheitert in der Regel bei uns auf dem Land daran, dass die Internetverbindung in den Geschäften so gut wie nicht vorhanden ist.

Auch Apple verlässt sich nicht nur auf den Online Store.

Auch Apple verlässt sich nicht nur auf den Online Store.

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Umfrage des Location Based Service Anbieters GETTINGS. Diese besagt: 90 Prozent der Deutschen sind sich sicher, dass es auch 2050 noch Ladengeschäfte gibt.
Auch Rabattaktionen haben für die Befragten Bestand: Davon sind 94 Prozent überzeugt. Dass Kunden immer öfter nach Angeboten von Händlern schauen und dort einkaufen, wo sie sparen können, ist für 93 Prozent klar. 88 Prozent gehen davon aus, dass Online- und Offline-Einkaufen zukünftig stärker miteinander verwoben sein werden.

Guter Service macht Ladengeschäfte zukunftsfähig
Gezielte Services und Beratungsangebote in Ladengeschäften wünschen sich 93 Prozent der Deutschen, um dem Onlinehandel Paroli zu bieten. Dazu zählen für 92 Prozent gute Rabatte und Aktionen. 83 Prozent fänden es wichtig, dass im stationären Handel das Einkaufserlebnis gestärkt wird, wie beispielsweise über spielerische Aktionen oder das leichtere Finden von Produkten. Dass Inhaber die Kunden stets über Angebote informieren sollten, denken 86 Prozent der Befragten. Eine große Veränderung steht für die Deutschen beim Bezahlen bevor: Dieses wird im Jahr 2050 über Karten oder Smartphones stattfinden – ganz ohne Bargeld – meinen 63 Prozent.
„Trotz des Online-Handels sind Ladengeschäfte im Alltag wichtig, wie auch unsere Umfrage zeigt“, so Boris Lücke, Geschäftsführer von GETTINGS. „Sie bieten ein ganz anderes Einkaufserlebnis. Die Menschen stöbern gern, lassen sich vor Ort inspirieren und durch das Verkaufspersonal beraten. Dennoch ist es wichtig, dass Kunden einen Mehrwert erhalten – sei es in Form von Rabatten, oder auch einer hilfreichen Unterstützung beim Finden von Produkten.“ Aber bis zum jahr 2050 ist noch eine lange Zeit.

Weihnachtsshopping über QR-Codes.

Weihnachtsshopping über QR-Codes.

Absolut bärig: Teddys Bärenkirmes im Europa-Center Berlin

5. Dezember 2014

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Im Grunde meines Herzens bin ich ein Bären-Freund. Ich bin mit der Bärenmarke zum Kaffee aufgewachsen und mag auch die Bären-Exemplare von Steiff. Bei einem Besuch in Berlin schaute ich beim Bärenweihnachtsmarkt im Europa-Center am Kuhdamm vorbei – bärig.

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Es passiert etwas rund um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Nachdem die Berliner Stadtverwaltung sich jahrelang auf den Osten der Stadt konzentriert hat, kommt wohl nun der Westen an die Reihe. Als Jugendlicher besuchte ich oft das Europa-Center und war dann jahrelang nicht mehr dort. Ich hatte eine Atmosphäre aus dem Christiane F-Film samt dem Heros-Bowie-Song im Kopf. So sehr hat sie Musik für mich das Gebäude bestimmt. Aber das Europa-Center bemüht sich und hat sich zu Weihnachten rausgeputzt. Besonders bezaubernd empfand ich die Weihnachtslandschaft „Teddys Bärenkirmes“.


Teddy und seine Freunde amüsieren sich prächtig auf der Kirmes. Die Kleinen fahren im Kinderkarussell, die größeren Bären trauen sich schon mal in das Kettenkarussell, die Schiffschaukel oder sogar in das Riesenrad. Ich kan gerade als die Weihnachtslandschaft morgens zum Leben erweckt wurde und konnte den Anblick der kleinen Bärenlandschaft genießen. Vielleicht geht es euch auch so.

 

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Elektroautos – Chance oder Blase?

4. Dezember 2014
Das ist mal ein iPad - das Cockpit des Tesla.

Das ist mal ein iPad – das Cockpit des Tesla.

Sind Elektroautos eine Blase oder wirklich ein Umschwung? Ich selbst fahre ein Hybrid-Auto und bin damit voll zufrieden – an ein reines Elektroauto habe ich mich (noch) nicht herangetraut. Ich bin mir noch unsicher wegen der Energieversorgung und ich weiß auch nicht, ob es der richtige Weg ist. Der Strom muss ja auch irgendwie herkommen.
Zweifel über Zweifel – so geht es scheinbar vielen Deutschen, denn so richtig prickelnd sind die Absatzzahlen in Deutschland noch nicht. Statt der angestrebten 100.000 Elektroautos rollen derzeit nur 24.000 Fahrzeuge dieses Typs auf Deutschlands Straßen. Das ist ein Armutszeugnis. Viele Politiker predigen Wasser und trinken Wein, wenn ich mir den Wagenpark in den Ministerien ansehe. Im Kampf gegen den Klimawandel will die Bundesregierung Elektroautos jetzt noch stärker fördern. Bis 2030 soll der Anteil der E-Autos auf sechs Millionen steigen. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass Tesla in Deutschland eine Batteriefabrik aufbauen will. Ein Zeichen – vor allem da Daimler die einzige deutsche Batteriezellenfabrik für Elektroautos in Kamenz bei Dresden schließen will. Pessimisten meinen, dass die eBlase bald platzen wird.


Als guter Beobachter sehe ich aber einen Wechsel in meiner Umgebung. Als bei uns neulich im Dorf ein Tesla vor der örtlichen Bäckerei geparkt war, kamen die Leute zusammen und diskutierten über den schicken Flitzer und Elektroautos. Das Thema erregt die Gemüter. Die Neugierde ist da.
Das konnte ich auch in Berlin feststellen, als ich den Tesla-Shop besuchte. Der liegt direkt neben dem großzügigen Apple-Store am Berliner Kurfürstendamm – passt irgendwie Apple und Tesla vom Coolnessfaktor Ein Fahrzeug stand in dem Store und die Besucher schauten sich das Fahrzeug an und löcherten die Berater.
Für meinen Teil warte ich erst einmal ab. Der Tesla als Auto gefällt mir wirklich gut, nur an dem Anschaffungspreis habe ich zu nabbern. Im Moment fahre ich hybrid und versuche so, meinen persönlichen Energieverbrauch in den Griff zu bekommen.

Modern ist das Cockpit des Tesla auf jeden Fall.

Modern ist das Cockpit des Tesla auf jeden Fall.

Trend Day: Trends im Bewegtbildsektor

3. Dezember 2014

Mein alter Freund Nikolai Behr veranstaltet am Donnerstag, 4. Dezember wieder seinen Trend Day – Corporate Video und ich möchte euch auf diese wichtige Veranstaltung hinweisen. Es gibt noch ein paar Restkarten und Kurzentschlossene sollten zugreifen. Mit dem Trend Day – Corporate Video setzt die Vereinigung CTVA – Corporate TV & Video Association e.V. ein Branchenzeichen und bietet Gästen wie Mitgliedern ein hochkarätiges Forum, das den Austausch unter Bewegtbild-Kommunikatoren und -Interessenten intensiviert. Klar ist: Bewegte Blilder sind der Renner. Anmeldungen und Infos hier.


Netzwerken, informieren und diskutieren, kommende Trends erkennen – die Idee des Trend Day – Corporate Video 2015 in München. Am 4. Dezember sind Content-Marketing, Crossmedia, Storytelling, IPTV und Social Web die alles bestimmenden Themen im Münchner ARRI-Kino. Referenten wie Frank-Erik Horlbeck von Audi setzen sich mit dem Zusammenspiel von interner und externer Bewegtbildkommunikation auseinander. Mit Spannung wird die Podiumsdiskussion „Wie kommunizieren Marktführer?“ erwartet. Cherno Jobatey diskutiert dazu u.a. mit den Kommunikationsprofis von SKY Deutschland, addidas und Audi.
Videomarketing ist das Thema von Sandra Löffler von der Onlinevideoplattform brightcove. Die Hochschulseite ist mit Prof. Christian Köster von der HFF (Next Generation of Imagefilm Makers) und Prof. Dr. Michael Müller von der HdM (Storytelling im Unternehmensfilm) vertreten. Auch das Kinoerlebnis selbst wird nicht zu kurz kommen, wenn es heißt: „Vorhang auf für die besten Unternehmens- und Marketingfilme“.
Organisator ist die CTVA – Corporate TV und Video Association, eine die Expertenplattform für Bewegtbildkommunikation und -marketing: PR-Spezialisten und Marketingprofis schaffen gemeinsam mit Produzenten und Dienstleistern ein offenes Forum für zukunftsweisende Ideen und Technologien rund um die Bewegtbildstrategien von Unternehmen und Organisationen. Aus dem intensiven und direkten Austausch zwischen den Mitgliedern entsteht ein lebendiges Netzwerk, das Innovationen und Trends der audiovisuellen Kommunikation und des Marketings aktiv begleitet und die Entwicklung qualitativer Standards und ethischer Grundsätze einer dynamischen Wachstumsbranche fördert. Um den Wissenstransfer unter Kommunikationsexperten zu ermöglichen, veranstaltet die CTVA regelmäßig Events mit Experten und kann so bestehende Fragen oder Themen umfassend diskutieren.

Brauchen Lehrer digitale Nachhilfe?

2. Dezember 2014

Etwa ein- bis zweimal pro Woche bin ich an Schulen mit meinem Tag der Medienkompetenz unterwegs und schaffe es mit Erfolg, das Thema digitaler Wandel in die Familien zu bringen. Aufhänger ist natürlich das Thema Soziale Netzwerke, also Facebook, Whats App und Co. Ich halte das Thema Medienkompetenz für enorm wichtig und sehe massiven Handlungsbedarf – vor allem bei Eltern.

Vortrag im Hort der Lehrerfortbildung Dillingen.

Vortrag im Hort der Lehrerfortbildung Dillingen.

Neulich war ich im Hort der bayerischen Lehrerfortbildung zu Gast, in der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen, und habe Seminarlehrer zum Thema soziale Netzwerke fit gemacht. Es bewegt sich etwas bei dem Thema Medienkompetenz. Morgen bin ich in Berlin und spreche auf der Online Edca in der Hauptstadt und halte auf dem Schoolforum ein Implusreferat zu diesem Themenkomplex.
Da bekomme ich heute ein interessante Meldung von der D21 auf den Tisch. Inhalt: Lehrer haben ein Problem mit digitaler Medienkompetenz und brauchen Nachhilfe.

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Medienkompetenz, also der souveräne Umgang mit Computern und dem Internet, gilt heute als Schlüsselqualifikation für einen chancenreichen Start ins Berufsleben. Digitale Bildung soll nach dem Willen der Bundesregierung deshalb in allen Schulstufen und Schulfächern Einzug halten. Die größte Herausforderung liegt bei den Lehrkräften: Über die Hälfte aller Lehrer in Deutschland ist 50 Jahre und älter. Mit fortschreitendem Alter nimmt digitale Souveränität im Bundesdurchschnitt rapide ab, das zeigt die Studie D21-Digital-Index 2014. Dem entsprechend beurteilen auch Lehrer über 50 ihre Computerkenntnisse als eher schlecht. Grundsätzlich gibt es nicht genügend ausreichend qualifizierte Lehrer, die Schülern den Umgang mit Medien, mit den eigenen Daten und mit Informationen im Netz vermitteln können, so sagt die Initiative D21. Die genaue Studie gibt es hier zum kostenlosen Download.
Ich stelle bei meinen Lehrerfortbildung fest, dass diese Äußerung mach Nachhilfe sehr pauschal ist. Es hängt von dem einzelnen Lehrer ab und Forderung „Lehrer müssen in die digitale Nachhilfe“ ist mir zu pauschal. Es gibt solche und solche Lehrer. Und weil jeder einen Lehrer in der Schule hatte, ist jeder bei dem Thema Experte. Dennoch: Nicht wegzudiskutieren ist aber die digitale Spaltung in den Lehrerzimmern. Freilich gehen Junglehrer und Referendare an das Thema anders heran, weil sie im Studium mit IT gearbeitet haben. Aber für mich ist es keine Sache zwischen jung und alt, sondern zwischen digital und analog. Und, es ist eine Sache, wie ernst ich meinen Beruf nehme. Es gibt Pädagogen, die nehmen ihren Beruf als Berufung und es gibt – sorry – einfach faule Menschen. Letztere haben mit ihrem Job geistig abgeschlossen und werden durch das Beamtenrecht geschützt. Es ist eine grundsätzliche Auffassung, wie ich meinen Beruf ansehe und darf nicht nur auf das Thema digitale Medien reduziert werden. Der Lehrerjob hat sich radikal verändert.
Ich stelle auch fest, dass der Verwaltungsaufwand in den Schulen enorm geworden ist. Das Rundschreiben des Kultusministerium ist eine Botschaft des Schreckens im besten Verwaltungsdeutsch. Andere Organisationsformen müssen sich an den Schulen etablieren und iPads und Co gehören endlich in den flächendeckenden Unterricht. Mensch, wir leben im 21. Jahrhundert.

Ein Selbstversuch mit Oculus Rift

1. Dezember 2014
Mein Selbstversuch mit Oculus Rift

Mein Selbstversuch mit Oculus Rift

Es hat mich vom Hocker gehauen, mich regelrecht weggebeamt. Auf der SAE Alumni Konferenz probierte ich zum ersten Mal die Oculus Rift aus. In der Berliner Schule der SAE waren zwei Geräte zum Ausprobieren aufgebaut. Ich zockte eigentlich nur ein banales Spiel, aber die Technik schlug mich sofort in ihren Bann.

Ok, es ist alles noch etwas kompliziert, aber für mich eindeutig eine Zukunft von Gaming und – eine Zukunft von Film. Die Brille ist noch etwas unbequem, aber wow, hier passiert etwas. Es dauerte ein, zwei Minuten dann schaltete mein Gehirm um und ich war in der virtuellen Welt angekommen. Ich drehte den Kopf und wanderte durch Welten. Egal, wohin ich blickte, durch die lichtsichte Brille samt Display vor den Augen tauchte ich in eine andere Welt ein. Vor Jahren erlebte ich in Schottland an der Universtät eine frühe Phase dieser Brille, aber was da jetzt vorliegt, ist der Hammer.

Eine Demo bei der SAE schlug mich in seinen Bann.

Eine Demo bei der SAE schlug mich in seinen Bann.

Genial – das dachte sich Mark Zuckerberg auch und kaufte gleich mal den Hersteller der Oculus Rift. Wer nicht das Geld für eine Original-Rift aufbringen will, der sollte sich die Zeiss VR One für 99 Euro ansehen. Zeiss hat ja mit dem Cinemizer bereits gute Produkte vorgelegt. Bei der VR One wird einfach ein Smartphone von 4,7 bis 5,2 eingeschoben und der Content wird über das Smartphone eingepielt. VR for the rest of us.

VR for the rest of us: Zeiss VR One

VR for the rest of us: Zeiss VR One

Zu Hause überlegte ich mir Anwendungsmöglichkeiten. Naheliegend ist die Gaming-Branche. Aber noch faszinierender ist für mich auch die Filmbranche. Nachdem ich mir gerade auf Blu Ray Black Hawk Down angesehen habe, überlegte ich mir, wie so ein Film mit einer VR-Brille wirken würde. Dabei dürfte ich den Film natürlich nicht nur als klassischer Betrachter im Kinosessel ansehen, sondern ich müsste in die Story integriert werden. Hier in dem Fall von Black Hawk Down natürlich in das beklemmende Szenario von Somalia.

Ein Horrorfilm in der Brille - Wahnsinn.

Ein Horrorfilm in der Brille – Wahnsinn.

Auf die gleiche Idee kamen ein paar Holländer, die den ersten Horror-Film für die Oculus Rift gedreht haben. Der Zuschauer ist dabei selbst das Opfer. Der Film heißt 11:57 und das Besondere: Bei dem Film kannst du als Zuschauer nicht wegschauen. Den Film gibt es als kostenlosen Download für Mac, iOS und Android. Ein sehr interessantes Experiment und ich werde diese Sache mal in meinen Seminaren vorstellen.

Tablets waren für mich eine Übergangstechnologie

29. November 2014

Meine Dozententätigkeit bringt es mit sich, dass ich viel unterwegs bin. Und wenn möglich, dann nehme ich den Zug für meine Reisen. Das bedeutet, ich reise mit möglichst wenig Gepäck, um möglichst wenig bepackt zu meinen Veranstaltungen zu kommen.
Vor Ort brauche ich eine Möglichkeit zum Präsentieren meiner Keynote-Dateien., sprich einen Rechner. Bei meinen Präsentationsgerätschaften habe ich eine ganze Reihe mobiler Geräte genutzt. Ich begann mit meinem MacBook Pro, das mir auf Dauer zu schwer wurde. Dann kam ein MacBook Air, das war vom Gewicht okay, aber dann doch unhandlich. Ich wechselte zum iPad, dann zum iPad mini und war eigentlich damit eine Zeitlang ganz zufrieden. Voll zufrieden bin ich jetzt allerdings mit meinem iPhone 6 plus. In Verbindung mit dem HDMI- und VGA-Adapter ist alles in bester Ordnung.
Das Telefon habe ich sowieso dabei und ich spare mir jetzt das iPad mini ein. Es hat gute Dienste geleistet, aber geht wohl jetzt in Rente. Das iPad mini liegt im Grunde nur noch zu Hause herum. Ich muss zugeben, das große iPhone 6 hat mein iPad mini im großen und ganzen ersetzt – zumindest für meine Präsentationen mit Keynote.

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So wie es mir ergeht, scheint es vielen Leuten zu gehen. Die iPad Verkaufszahlen insgesamt gehen bei Apple runter, wenn man das zweite Quartal ansieht. Das bedeutet: Das iPhone 6 plus kanibalisiert das iPad. Aus Insiderkreisen spricht man sogar davon, das iPad mini aufzugeben und stattdessen ein großes iPad auf den Weg zu bringen. Das ist sinnvoll, vor allem für die Bereiche Industrie und Bildung. Und nicht zu vergessen, die ältere Generation.

3D Drucker sind im Massenmarkt angekommen

28. November 2014

Jetzt ist es klar: 3D-Druck ist im Massenmarkt angekommen. Nachdem der Kaffeeröster Tchibo jetzt den 3D-Drucker Up Mini PP3P online zum Schnäppchenpreis von rund 500 Euro anbietet, ist es für mich eindeutig. Was früher eine Sache von Freaks und Bastlern war, wird mehr und mehr zum Breitenmarkt und das ist gut so. 3D-Drucker gewinnen an Fahrt und erreichen die normale Haushalte.

Ein Kaffeeröster geht den 3D-Drucker-Markt an - gut so.

Ein Kaffeeröster geht den 3D-Drucker-Markt an – gut so.

Der Up Mini PP3P ist zwar nicht gerade der beste 3D-Drucker, aber das spielt hier keine Rolle. Der Drucker wird angepriesen, um Weihnachtsschmuck und ähnlichs Klimm Bimm zu drucken. Brauch ich zwar nicht, ist aber gut so, um das Thema 3D-Druck aus der Freak-Ecke herauszuholen. Ich habe gelesen, dass öffentliche Bibliotheken, wie die in Köln, einen 3D-Drucker angeschafft haben, damit die Kunden ihre Produkte drucken können. Das nenne ich mal Innovation bei den Büchereien.
Ich hatte mir vor längerer Zeit ein Drucker-Testgerät von Hafners Büro aus Stuttgart ausgeliehen. Es handelte sich um einen MakerBot Reclicator 2 und ich war begeistert. Die Zukunft war bei mir im Büro angekommen. Auch meine Kinder waren angetan und wir druckten Ketten, Armbänder und Kanninchen. K2 berichtete in der Schule von 3D-Druck und zeigte stolz die Produkte. Damit war K2 der Star des Tages. Im Moment spekuliere ich mit einem MakerBot Replicator der fünften Generation. Für mich der richtige Händler für diesen Bereich wird 3Dmensionals sein. 3Dmensionals ist fokussiert auf die Vermarktung von Produkten, Lösungen, Dienstleistungen und Schulungen rund um 3D-Drucken und 3D-Scannen für Geschäftskunden, Universitäten und Schulen, Prosumer, und private Anwender.

Bildungsrabatte bei 3Dmensionals

Bildungsrabatte bei 3Dmensionals

Bis Ende des Jahres bietet 3Dmensionals einen Rabatt in Höhe von fünf Prozent speziell für Bildungsinstitutionen auf alle Produkte im Online Shop. Die Aktion gilt für das gesamte Sortiment an Hard- und Softwareprodukten sowie für Zubehör, ausgenommen sind lediglich Seminare und Workshops. Nachgefragt bei 3Demensionals, warum das Unternehmen die Drucker und Zubehör billiger anbietet, antwortete Uwe Krill, Geschäftsführer von 3Dmensionals: „Mit unserer Rabattaktion möchten wir einen Beitrag zur Förderung der Zukunftstechnologie 3D-Drucken und 3D-Scannen in Ausbildung, Lehre und Forschung leisten. Wir haben erfolgreich mit den Herstellern verhandelt und freuen uns, diesen Rabatt weitergeben zu können.“ Und weiter: „Denn nicht nur wir sehen großes Potential in diesem Thema. Das Marktforschungsinstitut Gartner hat gerade 3D-Druck auf Platz drei der Top-Technologietrends in 2015 ausgemacht. Dank 3D-Druck können Unternehmen Ideen schnell und kostensparend umsetzen. Bereits jetzt wird diese Technologie in vielen Branchen erfolgreich eingesetzt, ob im Prototyping, in der Architektur, in Design und Kunst oder in der Medizin – die Anwendungsfelder sind nahezu unbegrenzt und es entstehen ständig neue. Umso wichtiger ist es, dass bereits bei der Ausbildung der richtige Umgang mit neuesten 3D-Technologien gelernt wird.“ Ich finde, der Mann hat recht und muss unterstützt werden.

HP kommt mit einem eigenen Drucker.

HP kommt mit einem eigenen Drucker.

Im Moment vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein Unternehmen in den 3D-Drucker Markt einsteigt. Bemerkenswert fand ich die Meldung von HP, die vor kurzem den HP Multi Jet Fusion ankündigten.

Carl Bass erzählt und hat auch einen 3D-Drucker dabei.

Carl Bass erzählt und hat auch einen 3D-Drucker dabei.

Und auf der Autodesk University Germany warb der Autodesk-Cheffe Carl Bass für 3D-Druck. Das Unternehmen will mit Autodesk Spark, einer offenen Softwareplattform für 3D-Druck, sowie einem eigenen 3D-Drucker die Entwicklungen in diesem Bereich vorantreiben. Bisher war Autodesk immer mit MakerBot verbandelt. „Alle Welt redet von 3D-Druck – wir arbeiten aktiv bei der Entwicklung mit“, sagte Carl Bass. „In Zukunft wird 3D-Druck auch in Bereichen zum Einsatz kommen, die wir uns bisher noch gar vorstellen können. Wer hätte beispielsweise noch vor einigen Jahren gedacht, dass wir einmal Häuser drucken können oder es Nanoroboter gibt, die Jagd auf Krebszellen machen.“ Carl Bass hatte einen Prototyp des geplanten 3D-Druckers im Gepäck, dessen Pläne, 3D-Modelle und Einzelteile in Zukunft auch unter einer Open-Hardware-Lizenz veröffentlicht werden.
3D-Druck sei keineswegs ein Allheilmittel, das bisherige Produktionsmethoden verdrängen werde, sondern diese ergänzen könne. Das schaffe vor allem Start-up-Unternehmen die Möglichkeit, ihre Ideen schneller in die Wirklichkeit umzusetzen und auch an Standorten zu arbeiten, die heute noch gar nicht denkbar sind. „In vier bis fünf Jahren wird jeder von uns qualitativ hochwertige Dinge schon in kleinen Mengen produzieren können. Das ist ‚The Future of How Things Are Made‘“, fasste Autodesk-CEO Carl Bass zusammen.
Und mit der Aktion des Kaffeeröster Tchibo ist der erste Schritt hin zum Massenmarkt gemacht. Ein richtiger und wichtiger Schritt, wie ich finde.

Burger King – ich hab genug von euch

27. November 2014
Erstmal geschlossen: Burger King am Münchner Hauptbahnhof

Erstmal geschlossen: Burger King am Münchner Hauptbahnhof

Die Burger King-Pleite ist ja derzeit in aller Munde – hahaha netter Wortwitz. Kommunikationstechnisch hat der Burger Riese richtig reagiert und seinem Franchise-Unternehmer der Yi-Ko-Holding die Verträge gekündigt. Diese Kündigung samt Begründung wurde auch auf allen Social Media-Kanälen hinaus geblasen. Die Konsequenz: 89 Burger Filialen sind jetzt geschlossen, unter anderem die Burger King-Filiale im Hauptbahnhof München. Ihnen ging schlicht und einfach der Burger-Nachschub aus. Was bedeutet diese Pleite für mich als Kunden?

Diese Nachricht gibt es für uns Burger King-Kunden.

Diese Nachricht gibt es für uns Burger King-Kunden.

Ich stand dem Franchisesysteme skeptisch gegenüber, das hat sich durch diese Aktion nicht gebessert. Der US-Finanzinvestor 3G (dahinter stehen Brasilianer) hatte Burger King übernommen, das Burger-Unternehmen von der Börse geholt und das Franchisesystem ausgebaut. Keine der Filialen von Burger King gehörte mehr Burger King – das nennt sich Gewinnmaximierung in Reinkultur – und ist weit weit entfernt von der Tradition der ehrbaren Kaufleute der Buddenbrocks.
Burger King hat jetzt die Reißleine gezogen, um noch mehr Schaden von der Marke abzuwenden. Das ist bedingt gelungen und gerade noch rechtzeitig, bevor die Marke dauerhaft geschädigt wurde. Die beiden Wettbewerber McDonalds und Burger King sind unterschiedliche Wege gegangen. Der Königsweg entpuppte sich als Sackgasse.

Mit einer Plane ist das Burger Restaurant am Hauptbahnhof München verhängt.

Mit einer Plane ist das Burger Restaurant am Hauptbahnhof München verhängt.

Wieder und wieder stelle ich auch fest: Diese Art von Ernährung ist zudem nicht mein Fall. Klar, dass ein oder andere Mal gehe ich auch zu den Fast Food-Riesen, sei es McDonald, sei es Burger King. Beim Schotten fand ich übrigens die Pommes immer besser, beim König waren die Chicken Wings knuspriger. Aber mit Fast Food dieser Liga ist es erst einmal vorbei bei mir. Ich bin geheilt. Ich bin enttäuscht. Ich bin enttäuscht von dem Franchise-Nehmer, der Yi-Ko-Holding, der mich als Kunde komplett übers Ohr gehauen hat: Lebensmittel umetikettiert, abgelaufene Semmeln verwendet, mangelnde Arbeitssicherheit, sogar Toilettenwasser tropfte in die Küche, Mitarbeiter wurden vor Gericht gezerrt. Außerdem sprechen die Massenmedien von unterbezahlten Arbeitskräften. Das darf es in einer sozialen Marktwirtschaft nicht geben.

Dem Lizenznehmer sind die Burger ausgegangen.

Dem Lizenznehmer sind die Burger ausgegangen.

Wenn jetzt die Besserwisser sagen: das haben wir doch schon immer gewusst! Jetzt kommen sie aus den Löchern nach der Methode: Herr Lehrer, ich weiß was. Wenn es denn so ist, wenn denn alles bekannt war, warum hat denn die Lebensmittelüberwachung nicht reagiert? Was haben wir hier für eine Überwachung? Müller Brot haben sie damals mit großem Tamtam zu Recht geschlossen. Warum nicht auch hier bei den Franchise-Yi-Ko-Holding-Filialen von Burger King? Jeder Landwirt wird bei seinem Hofverkauf von Lebensmitteln von der Verwaltung gegängelt, der Bauernmarkt bei uns im Dorf scharf überwacht, warum nicht hier? Als Konsument bin ich restlos verunsichert und restlos enttäuscht. Enttäuscht von dem Franchise-Nehmer, enttäuscht von der Lebensmittelüberwachung und im Grunde auch enttäuscht von Burger King, das man so eine Markenbeschädigung zugelassen hat und die Yi-Ko-Holding nicht früher an die Luft gesetzt hat.
Und wenn ich vor der geschlossenen Burger King-Filliale am Münchner Hauptbahnhof stehe und sich Reisende fragen, wann der Laden wieder öffnet, dann stelle ich für mich fest: Es ist mir egal. Für den Raum in dieser Lage wird sich schon ein neuer Mieter finden. Für mich steht fest: Burger King – ich hab genug von euch.

 

Buchtipp: Selbstmanagement und Apple Watch

25. November 2014

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Die Apple Watch erscheint im Frühjahr 2015 und ich bin sehr gespannt darauf, wie sich mein Leben durch dieses wearable Device ändern wird. Viele Informationen über die Uhr sind noch nicht bekannt, was die Spannung bei mir natürlich ansteigen lässt.
Ebenso wie mir, geht es meinen Kollegen Dr. Michael Homberg. Homberg ist erfolgreicher Projektmanager und hat sich Gedanken gemacht, wie die Apple Watch das Selbstmanagement jedes einzelnen beeinflussen kann. Seine klugen Gedanken hat er in einem kleinen eBook zusammengefasst, das ich euch ans Herz legen möchte.

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Das Buch ist bei Leanpub veröffentlicht und das bedeutet, der Käufer bekommt das Buch zu einem Preis in drei Formaten: PDF (für Mac or PC), EPUB (für iPad, iPhone, Android, and other ebook readers) und MOBI (für Kindle). Das Geniale an der Leanpub-Plattform ist, dass das Buch vom Autor aktualisiert werden kann und der Leser gleich ein kostenloses Update bekommt. Ich finde das Prinzip hervorragend.
Zum Buch selbst: Lesen Sie hier seine Prognose, wie man künftig mit der Apple Watch als seinem ständigen Begleiter sein eigenes Selbstmanagement recht mühelos auf ein höheres Level bringen kann. Die Apple Watch kann Bewegungs- und Körperbelastungsprofile aufnehmen, auswerten. Ein ständiger Gesundheitsbegleiter könnte es also werden.
Homberg verbindet die kommende Apple Watch mit Selbstmanagement. Er zeigt auf, warum Selbstmanagement bisher oft misslingt und warum es durch die Apple Watch anders sein wird. Viele Menschen steigen über das Zeitmanagement in das Selbstmanagement ein. Zeitplaner in Papierform (Organizer) waren eine Zeit lang angesagt, dann folgte die Umstellung auf elektronische Tools wie Outlook und To-do-List. Wenn man sich sein Selbstmanagement aufbauen möchte, geht es einerseits um Sachthemen und Techniken, und andererseits um Motivation, vor allem um Selbst-Motivation.


Die Apple Watch wird den Einzelnen in seinem Selbstmanagement unterstützen. Die Apple Watch hat vor allem zwei Aufgaben: als Messgerät und als Erinnerungsgerät.
Vor kurzem hat Apple die Verfügbarkeit von WatchKit bekannt gegeben, ein Set von Softwarewerkzeugen, die es Entwicklern auf einfache Art ermöglichen, Erlebnisse speziell für die Apple Watch zu schaffen. Dieses WatchKit unterstützt die Thesen von Dr. Homberg. Die Entwickler können jetzt mit der Gestaltung von WatchKit-Apps beginnen bevor die Apple Watch verfügbar sein wird.
„Die Apple Watch ist unser bisher persönlichstes Produkt und WatchKit stellt der einfach unglaublichen iOS-Entwicklergemeinde die Werkzeuge zur Verfügung, die sie zum Erstellen einzigartiger, für das Handgelenk konzipierte Erfahrungen, benötigen,“ sagt Phil Schiller von Apple.
Entwickler können Mitteilungen erstellen, die es dem Anwender ermöglichen, direkt von ihrem Handgelenk aus darauf zu reagieren, sei es das Licht auszuschalten, nachdem sie das Haus verlassen haben, auf dem Flughafen schnell die Flugdetails zu betrachten oder ihre Route umzuplanen, wenn ein Zug oder Bus Verspätung hat. Entwickler können Kurzinfos integrieren, die Anwendern die für sie wichtigsten Informationen anzeigen, wie beispielsweise neueste Nachrichten, Sportergebnisse, die eingestellte Weckzeit oder den nächsten Schritt beim Kochen des Lieblingsrezepts.
„Die American Airlines-App auf der Apple Watch erinnert per Benachrichtigung vor Reisebeginn, wenn es Zeit ist sich zum Flughafen zu begeben und liefert aktualisierte Informationen über Gateänderungen, Anschluss-Gates bei der Ankunft und benachrichtigt über den Beginn des Boardings, sollte man sich noch nicht am Gate befinden,“ sagt John Gustafson, Vice President of Digital von American Airlines. „Reisende können auch während des Flugs fragen ‚Wo bin ich?‘ und erhalten in Echtzeit lokale Informationen in 10.000 Metern Höhe.“
Das iOS 8.2 Beta SDK mit WatchKit ist seit kurzem für Mitglieder des iOS Entwicklerprogramms hier verfügbar. Die Seite zu WatchKit beinhaltet einen Leitfaden für die Programmierung, Richtlinien zur Benutzerschnittstelle, Vorlagen und mehr. Im Laufe des nächsten Jahres wird es Entwicklern möglich sein, vollständig native Apps für die Apple Watch zu erstellen.