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3D Drucker sind im Massenmarkt angekommen

28. November 2014

Jetzt ist es klar: 3D-Druck ist im Massenmarkt angekommen. Nachdem der Kaffeeröster Tchibo jetzt den 3D-Drucker Up Mini PP3P online zum Schnäppchenpreis von rund 500 Euro anbietet, ist es für mich eindeutig. Was früher eine Sache von Freaks und Bastlern war, wird mehr und mehr zum Breitenmarkt und das ist gut so. 3D-Drucker gewinnen an Fahrt und erreichen die normale Haushalte.

Ein Kaffeeröster geht den 3D-Drucker-Markt an - gut so.

Ein Kaffeeröster geht den 3D-Drucker-Markt an – gut so.

Der Up Mini PP3P ist zwar nicht gerade der beste 3D-Drucker, aber das spielt hier keine Rolle. Der Drucker wird angepriesen, um Weihnachtsschmuck und ähnlichs Klimm Bimm zu drucken. Brauch ich zwar nicht, ist aber gut so, um das Thema 3D-Druck aus der Freak-Ecke herauszuholen. Ich habe gelesen, dass öffentliche Bibliotheken, wie die in Köln, einen 3D-Drucker angeschafft haben, damit die Kunden ihre Produkte drucken können. Das nenne ich mal Innovation bei den Büchereien.
Ich hatte mir vor längerer Zeit ein Drucker-Testgerät von Hafners Büro aus Stuttgart ausgeliehen. Es handelte sich um einen MakerBot Reclicator 2 und ich war begeistert. Die Zukunft war bei mir im Büro angekommen. Auch meine Kinder waren angetan und wir druckten Ketten, Armbänder und Kanninchen. K2 berichtete in der Schule von 3D-Druck und zeigte stolz die Produkte. Damit war K2 der Star des Tages. Im Moment spekuliere ich mit einem MakerBot Replicator der fünften Generation. Für mich der richtige Händler für diesen Bereich wird 3Dmensionals sein. 3Dmensionals ist fokussiert auf die Vermarktung von Produkten, Lösungen, Dienstleistungen und Schulungen rund um 3D-Drucken und 3D-Scannen für Geschäftskunden, Universitäten und Schulen, Prosumer, und private Anwender.

Bildungsrabatte bei 3Dmensionals

Bildungsrabatte bei 3Dmensionals

Bis Ende des Jahres bietet 3Dmensionals einen Rabatt in Höhe von fünf Prozent speziell für Bildungsinstitutionen auf alle Produkte im Online Shop. Die Aktion gilt für das gesamte Sortiment an Hard- und Softwareprodukten sowie für Zubehör, ausgenommen sind lediglich Seminare und Workshops. Nachgefragt bei 3Demensionals, warum das Unternehmen die Drucker und Zubehör billiger anbietet, antwortete Uwe Krill, Geschäftsführer von 3Dmensionals: „Mit unserer Rabattaktion möchten wir einen Beitrag zur Förderung der Zukunftstechnologie 3D-Drucken und 3D-Scannen in Ausbildung, Lehre und Forschung leisten. Wir haben erfolgreich mit den Herstellern verhandelt und freuen uns, diesen Rabatt weitergeben zu können.“ Und weiter: „Denn nicht nur wir sehen großes Potential in diesem Thema. Das Marktforschungsinstitut Gartner hat gerade 3D-Druck auf Platz drei der Top-Technologietrends in 2015 ausgemacht. Dank 3D-Druck können Unternehmen Ideen schnell und kostensparend umsetzen. Bereits jetzt wird diese Technologie in vielen Branchen erfolgreich eingesetzt, ob im Prototyping, in der Architektur, in Design und Kunst oder in der Medizin – die Anwendungsfelder sind nahezu unbegrenzt und es entstehen ständig neue. Umso wichtiger ist es, dass bereits bei der Ausbildung der richtige Umgang mit neuesten 3D-Technologien gelernt wird.“ Ich finde, der Mann hat recht und muss unterstützt werden.

HP kommt mit einem eigenen Drucker.

HP kommt mit einem eigenen Drucker.

Im Moment vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein Unternehmen in den 3D-Drucker Markt einsteigt. Bemerkenswert fand ich die Meldung von HP, die vor kurzem den HP Multi Jet Fusion ankündigten.

Carl Bass erzählt und hat auch einen 3D-Drucker dabei.

Carl Bass erzählt und hat auch einen 3D-Drucker dabei.

Und auf der Autodesk University Germany warb der Autodesk-Cheffe Carl Bass für 3D-Druck. Das Unternehmen will mit Autodesk Spark, einer offenen Softwareplattform für 3D-Druck, sowie einem eigenen 3D-Drucker die Entwicklungen in diesem Bereich vorantreiben. Bisher war Autodesk immer mit MakerBot verbandelt. „Alle Welt redet von 3D-Druck – wir arbeiten aktiv bei der Entwicklung mit“, sagte Carl Bass. „In Zukunft wird 3D-Druck auch in Bereichen zum Einsatz kommen, die wir uns bisher noch gar vorstellen können. Wer hätte beispielsweise noch vor einigen Jahren gedacht, dass wir einmal Häuser drucken können oder es Nanoroboter gibt, die Jagd auf Krebszellen machen.“ Carl Bass hatte einen Prototyp des geplanten 3D-Druckers im Gepäck, dessen Pläne, 3D-Modelle und Einzelteile in Zukunft auch unter einer Open-Hardware-Lizenz veröffentlicht werden.
3D-Druck sei keineswegs ein Allheilmittel, das bisherige Produktionsmethoden verdrängen werde, sondern diese ergänzen könne. Das schaffe vor allem Start-up-Unternehmen die Möglichkeit, ihre Ideen schneller in die Wirklichkeit umzusetzen und auch an Standorten zu arbeiten, die heute noch gar nicht denkbar sind. „In vier bis fünf Jahren wird jeder von uns qualitativ hochwertige Dinge schon in kleinen Mengen produzieren können. Das ist ‚The Future of How Things Are Made‘“, fasste Autodesk-CEO Carl Bass zusammen.
Und mit der Aktion des Kaffeeröster Tchibo ist der erste Schritt hin zum Massenmarkt gemacht. Ein richtiger und wichtiger Schritt, wie ich finde.

Blumen gießen mit dem iPhone

9. Januar 2013

Ich gebe es zu, ich habe keinen grünen Daumen. Für die Pflanzenpracht im Garten und den vier Wänden ist die Ehefrau (freiwillig) zuständig. Für meine Pflanzen in meinen Arbeitszimmer muss ich mich aber selbst kümmern, so ist der Deal. Und muss gestehen, mein Fokus liegt nicht auf der Pflanzenwelt in meinem Arbeitszimmer. Die Konsequenz: so manche Pflanze kämpft eine schwere Schlacht, einige verlieren, andere gewinnen. Mir wäre es lieb, wenn ich ans Gießen oder Pflanzenpflege erinnert werde. Klar, ich könnte mir einen Eintrag im Kalender machen, aber das ist nicht individuell abgestimmt auf die jeweilige Pflanze.

Für so Leute wie mich, zeigt ein Anbieter auf der CES 2013 in Las Vegas jetzt eine Lösung. Parrot bringt Flower Power. Parrot ist bei mir zu Hause durch die fliegende Done AR.Parrot bekannt. Flower Power ist eine Plastiklösung in grün und braun, die mit Bluetooth ausgestattet ist. Das Plastikteil mit AAA-Batterie wird in den Blumentopf gesteckt und informiert mich über den Wasserstand und Zustand der Pflanze. Eine App mit dahinterliegender Datenbank greift dann auf eine Parrot Cloud zu und klärt die notwendigen Maßnahmen ab. Das Ganze ist noch in der Erprobungsphase, soll aber irgendwann kommen.

Klingt für mich sehr interessant, Preis und Lieferzeitpunkt stehen noch nicht fest. Grundsätzlich ist die Bluetooth-Lösung für mich eher nachteilig, weil ich Bluetooth bei mir nicht die ganze Zeit am iPhone an ist. Besser wäre eine Lösung via WLAN, wie sie der Mitbewerber Koubachi bietet. Noch besser: Die Sache ist lieferbar und funktioniert.

Der Sensor meldet dem iPhone, wann die Pflanze Wasser braucht.

Der Sensor meldet dem iPhone, wann die Pflanze Wasser braucht.

Der Koubachi WiFi Pflanzensensor ist bereits erhältlich und sammelt die Daten der Pflanze. Die Übermittlung erfolgt via WLAN, wobei die App lernt, wie sich die individuelle Pflanzenwelt entwickelt – ich muss natürlich erst einmal der App sagen, welches Grünzeug ich habe.

Der Sensor kostet rund 90 Euro. Wie funktioniert die Sache? Der Koubachi WiFi Pflanzensensor verfügt über einen Bodenfeuchtigkeitssensor und misst zusätzlich die Lichtintensität sowie die Temperatur. Über die eingebaute WLAN-Schnittstelle sendet der Sensor diese Daten an die so genannte Koubachi Plant Care Engine in die Cloud, wo diese ausgewertet werden. Ich erhalte danach detaillierte Hinweise, die mich bei der Pflege meiner Pflanzen unterstützen. Aber natürlich sind 90 Euro pro Pflanze nicht unbedingt preiswert, aber bei teueren Pflanzen wie mein Bonsai ist die Lösung ideal.

Abhängig von Pflanzentyp, Jahreszeit und Wohnort gibt mir der interaktive Pflegeassistent von Koubachi Pflegehinweise, basierend auf Pflanzenpflegemodellen. Ich bin kein Gärtner oder Florist und kann diese Hinweise nicht genau beurteilen, aber ich habe ein gutes Gefühl. Aus der Pflanzen-Enzyklopädie wählen ich meine Pflanze aus, kalibriere diese einmalig und ab da übernimmt Koubachi die Aufsicht über die Pflege. Ist die Zeit gekommen, verschickt Koubachi eine Nachricht aufs iPhone, dass die Pflanze Wasser oder Dünger braucht oder besprüht werden muss. Die Anwendung kann kostenlos als App für das iPhone im App Store heruntergeladen oder alternativ als Web-App im Internet genutzt werden.

Buchkritik: Mein iPhone & ich

18. November 2009

Das iPhone hat laut Gartner einen Marktanteil bei Smartphones von 17 Prozent (12,4 Prozent im Vorjahr). Damit ist klar, dass mobile Device von Apple ist ein Renner. Und obwohl das Telefon eigentlich intuitiv zu erlernen ist, braucht es für manche User Zusatzliteratur. Früher gab es bei der Volkshochschule Kurse à la: Wie bediene ich mein Handy? Heute gibt es ein interessantes Buch mehr.

Dieses Buch sticht aus der Masse der jüngst veröffentlichten iPhone-Bücher heraus: „Mein iPhone & ich“, geschrieben von meinen lieben Kollegen Michael Krimmer und Simone Ochsenkühn. Das Buch gibt einen Überblick über den praktischen Einsatz des iPhones. Es ist nicht für Hacker oder iApps-Entwickler, sondern für den klassischen User, der die Leistung seines Apple-Produkts voll ausreizen will. Im Technikteil flüssig geschrieben, mit vielen anschaulichen Screenshots finden sich allerhand Tipps und Tricks für Einsteiger, aber auch Profis. Ich bin selbst ein iPhone-Fan der ersten Stunde und auch ich als Power-User fand einige lohnenswerte Kniffe in diesem Buch. Gratulation.

Natürlich lässt sich trefflich darüber streiten, welche Apps aus dem Store denn wirklich lohnenswert sind. Jeder hat hier seine persönlichen Vorlieben. Hier bin ich mit den Autoren nicht immer der selben Meinung, aber für einen Überblick reicht es, um die Faszination iPhone zu erfassen.

Kritik gibt es aber auch: Das Buch dreht sich um das Kult-Telefon von Apple. Doch leider gehen die Autoren auf den Kult eben nicht ein. Es gibt nichts zu lesen über die Einführung des Telefons, die Kampagnen, das geniale Marketing, die Keynote von Apple-Guru Steve Jobs. Dies alles hätte in ein Buch um ein Kultobjekt gehört. So ist das Buch nur eine Bedienungsanleitung für ein Telefon. Eine gute zwar, aber eben nicht mehr.

Leider gibt es auch immer wieder Passagen im Buch, die sich um die menschliche Seite des iPhone-Users gemmühen. Diese fallen im Vergleich zum stringenten Technikteil des Buches ab. Hier wäre der Lektor gefragt, das Niveau anzugleichen.

Dennoch: Die 20 Euro sind für rund 460 gehaltvolle Seiten sinnvoll investiert. Wer mal etwas lesen möchte, dem empfehle ich diese Website.