Burger King – ich hab genug von euch

Erstmal geschlossen: Burger King am Münchner Hauptbahnhof

Erstmal geschlossen: Burger King am Münchner Hauptbahnhof

Die Burger King-Pleite ist ja derzeit in aller Munde – hahaha netter Wortwitz. Kommunikationstechnisch hat der Burger Riese richtig reagiert und seinem Franchise-Unternehmer der Yi-Ko-Holding die Verträge gekündigt. Diese Kündigung samt Begründung wurde auch auf allen Social Media-Kanälen hinaus geblasen. Die Konsequenz: 89 Burger Filialen sind jetzt geschlossen, unter anderem die Burger King-Filiale im Hauptbahnhof München. Ihnen ging schlicht und einfach der Burger-Nachschub aus. Was bedeutet diese Pleite für mich als Kunden?

Diese Nachricht gibt es für uns Burger King-Kunden.

Diese Nachricht gibt es für uns Burger King-Kunden.

Ich stand dem Franchisesysteme skeptisch gegenüber, das hat sich durch diese Aktion nicht gebessert. Der US-Finanzinvestor 3G (dahinter stehen Brasilianer) hatte Burger King übernommen, das Burger-Unternehmen von der Börse geholt und das Franchisesystem ausgebaut. Keine der Filialen von Burger King gehörte mehr Burger King – das nennt sich Gewinnmaximierung in Reinkultur – und ist weit weit entfernt von der Tradition der ehrbaren Kaufleute der Buddenbrocks.
Burger King hat jetzt die Reißleine gezogen, um noch mehr Schaden von der Marke abzuwenden. Das ist bedingt gelungen und gerade noch rechtzeitig, bevor die Marke dauerhaft geschädigt wurde. Die beiden Wettbewerber McDonalds und Burger King sind unterschiedliche Wege gegangen. Der Königsweg entpuppte sich als Sackgasse.

Mit einer Plane ist das Burger Restaurant am Hauptbahnhof München verhängt.

Mit einer Plane ist das Burger Restaurant am Hauptbahnhof München verhängt.

Wieder und wieder stelle ich auch fest: Diese Art von Ernährung ist zudem nicht mein Fall. Klar, dass ein oder andere Mal gehe ich auch zu den Fast Food-Riesen, sei es McDonald, sei es Burger King. Beim Schotten fand ich übrigens die Pommes immer besser, beim König waren die Chicken Wings knuspriger. Aber mit Fast Food dieser Liga ist es erst einmal vorbei bei mir. Ich bin geheilt. Ich bin enttäuscht. Ich bin enttäuscht von dem Franchise-Nehmer, der Yi-Ko-Holding, der mich als Kunde komplett übers Ohr gehauen hat: Lebensmittel umetikettiert, abgelaufene Semmeln verwendet, mangelnde Arbeitssicherheit, sogar Toilettenwasser tropfte in die Küche, Mitarbeiter wurden vor Gericht gezerrt. Außerdem sprechen die Massenmedien von unterbezahlten Arbeitskräften. Das darf es in einer sozialen Marktwirtschaft nicht geben.

Dem Lizenznehmer sind die Burger ausgegangen.

Dem Lizenznehmer sind die Burger ausgegangen.

Wenn jetzt die Besserwisser sagen: das haben wir doch schon immer gewusst! Jetzt kommen sie aus den Löchern nach der Methode: Herr Lehrer, ich weiß was. Wenn es denn so ist, wenn denn alles bekannt war, warum hat denn die Lebensmittelüberwachung nicht reagiert? Was haben wir hier für eine Überwachung? Müller Brot haben sie damals mit großem Tamtam zu Recht geschlossen. Warum nicht auch hier bei den Franchise-Yi-Ko-Holding-Filialen von Burger King? Jeder Landwirt wird bei seinem Hofverkauf von Lebensmitteln von der Verwaltung gegängelt, der Bauernmarkt bei uns im Dorf scharf überwacht, warum nicht hier? Als Konsument bin ich restlos verunsichert und restlos enttäuscht. Enttäuscht von dem Franchise-Nehmer, enttäuscht von der Lebensmittelüberwachung und im Grunde auch enttäuscht von Burger King, das man so eine Markenbeschädigung zugelassen hat und die Yi-Ko-Holding nicht früher an die Luft gesetzt hat.
Und wenn ich vor der geschlossenen Burger King-Filliale am Münchner Hauptbahnhof stehe und sich Reisende fragen, wann der Laden wieder öffnet, dann stelle ich für mich fest: Es ist mir egal. Für den Raum in dieser Lage wird sich schon ein neuer Mieter finden. Für mich steht fest: Burger King – ich hab genug von euch.

 

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