Remake von Poltergeist 2015 – nee echt jetzt?

23. Februar 2015

Muss es wirklich sein? Muss es wirklich sein, dass wir von Poltergeist eine Neuauflage diesen Sommer bekommen? Via Twitter habe ich von der Neuverfilmung des Tope Hooper Klassikers erfahren und voller Neugierde den ersten Trailer angesehen. Seht selbst:

Ja, das Teil ist gut gemacht, spannend sogar. Aber warum brauche ich so eine Verfilmung? Dollar, Dollar, Dollar – und Hollywood hat absolut keine Ideen mehr.
Vom filmischen und dramaturgischen Standpunkt aus gesehen, ist Poltergeist von 1982 eine Wucht. Sicherlich hatte Produzent Steven Spielberg massive seine Finger drin, durfte aus gewerkschaftlichen Gründen nicht Regie führen, weil er mit E.T. der Außeridische beschäftigt war. Deshalb musste Holzhammer Mr. Kettensäge Tope Hooper einspringen und heraus kam für mich einer der besten Horrorfilme der 80er Jahre. Die spürbare Terrorgewalt von Tope Hopper und das Erzähltalent und Einfühlungsvermögen von Steven Spielberg. Hinzu kam die wunderbare Musik von Jerry Goldsmith – der Filme hatte das Zeug zum Klassiker und ist auch einer geworden. Nette Anspielungen seiner Zeit wie die Reagan-Bio im Bett oder Star Wars-Bettwäsche waren die Zuckerl. Der Film war so gut, dass zwei Fortsetzungen gedreht wurden, die gar nicht so schlechht waren.
Und nun kommt statt dem Fernseher das Böse eben aus dem Wäscheschrank. Statt Röhre steht eine 4K-Glotze rum. Moderner ist der Film von 2015 freilich geworden, aber ob er besser geworden ist, muss sich zeigen. Fest steht, dass Produzent Sam Raimi nun mitmischt. Der Tanz der Teufel-Mann hat nach seinen Spider-Man-Ausflügen ins Blockbuster-Kino sich wohl seiner Horrorwurzeln besonnen und brachte uns schon einmal seine neue Version von Tanz der Teufel zurück – ohne Charme, aber mit viel Blut. Jetzt ist Poltergeist an der Reihe. Die Effekte sind prima, das zeigt der Trailer jetzt schon. Ach ja, Regie führt nun Gil Kenan, der schon das Monster House drehte und damit über zweifelhafte Horror Erfahrung verfügt.
Da es sich um eine Neuverfilmung handelt, bleibt die Story grundsätzlich beim Alten: Familie im Haus wird von Geistern heimgesucht, die von einem Friedhof unter dem Gebäude stammen. Und die bösen Geister haben es auf die kleine Tochter der Familie abgesehen, nachdem alle sich am Stühle- und Möbelrücken begeistert haben. Der Poltergeist lässt die Sau raus und von außerhalb naht Rettung.


Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber ich bleibe skeptisch. Das erste Remake von Poltergeist steuerte Roland Emmerich mit Joey bei und der war eher naja. Was soll denn in den neuem Film besser werden? Höchstens die Effekte. 2015 wird uns CGI bringen, aber brauch ich das? Ich habe mich 1982 im Kino gegruselt. CGI alleine bringt kein besseres Kino, das sollte Hollywood doch inzwischen wissen.
Den Soundtrack von 1982 lieferte Jerry Goldsmith ab – genial. Und wer soll nun den Soundtrack machen? Für mich könnte höchstens John Williams die Leistung toppen. Doch der alte Mann wird mit Star Wars zu tun haben und sich nicht im Kindergarten herumtreiben. Goldsmith ist ja leider auch verstorben. Ich empfehle übrigens den Soundtrack Poltergeist von Goldsmith ausdrücklich.
Und ihr geldgierigen Geier in Hollywood: Macht mir meine Jugend nicht kaputt. Nach so komischen Neuverfilmungen von Tanz der Teufel (bäh), The Texas Chain Saw Massacre (bäh, bäh) und Carrie (oh nein) kommt jetzt Poltergeist an die Remake-Reihe. Ich glaube nicht, dass sich die heutige Jugend von einem Poltergeist erschrecken lässt. Mal sehen, was sich Hollywood als nächstes vornimmt: Wie wäre es mit Rosemaries Baby? Da könnt ihr dann richtig Mist machen.
Habt endlich neue Idee und wärmt nicht die alten Ideen neu auf. Kein Wunder, dass ich dem Kino mehr und mehr fernbleibe. Am 30. Juli 2015 soll übrigens das Remake in die Kinos kommen.

Der Oscar geht an Autodesk

22. Februar 2015
Oscar-Preisträger Robert Bridson

Oscar-Preisträger Robert Bridson

Egal, welcher Film den Oscar gewinnt, Autodesk wird einen abbekommen. Das ist der Vorteil, wenn man ein Quasi-Monopolist im 3D-Bereich ist. Alle nominierten Filme für den Oscar visuelle Effekte wurden mit Autodesk-Software gemacht und damit weiß ich jetzt schon, wer der Gewinner ist. Als ehemaliger Chefredakteur der wichtigsten deutschsprachigen 3D-Zeitschriften ist die ganze Oscar-Verleihung für mich damit ein wahres Fest.
Die Rolle von Technologie im Storytelling entwickelt sich ständig weiter und die diesjährigen Oscar-Nominierungen spiegeln die eindrucksvolle Kunstfertigkeit der globalen Computergrafik-Branche (CG) wider. Die Media und Entertainment Software von Autodesk spielte bei der Produktion von vielen hochgepriesenen Filmen auch dieses Jahr wieder eine tragende Rolle in Kategorien wie bestes Bild, visuelle Effekte, beste Kamera, bester Animationsfilm und bester animierter Kurzfilm. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences würdigte zudem die Autodesk Technologie mit einem Sci Tech Award (Scientific and Technical Achievement Award).
„Es ist eine Ehre, dass wir mit unserer Software zu einer solch kreativen Community beitragen können. Der Preis für beste visuelle Effekte geht nun mehr seit 20 Jahren an Filme, bei denen Autodesk Software eingesetzt wurde“, erklärt Chris Bradshaw, Senior Vice President bei Autodesk. „Es freut uns außerdem, dass die Academy Robert Bridson aus unserem Forschungs- und Entwicklungsteam für seine Voxel-Datenstruktur-Technologie ausgezeichnet hat.“

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

Beste visuelle Effekte
In der Kategorie beste visuelle Effekte benutzten alle fünf Nominierten – „The Return of the First Avenger“, „Planet der Affen Revolution“, „Guardians of the Galaxy“, „Interstellar“ und „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ – ausgefeilte Technik, um diese Filme für ein weltweites Publikum zu erschaffen. Die phänomenale Arbeit an diesen fünf Blockbustern wurde während des gesamten Produktionsprozesses, von Vorabvisualisierung über virtuelle Kameraführung, Postproduktion bis hin zu Farbkorrektur, von tausenden talentierten Künstlern in 25 Animationsstudios auf vier Kontinenten geleistet.
Die diesjährigen Nominierten für den besten Animationsfilm zeigen eine breite Palette an Animationsstilen von Hand gezeichnet, über Stop-Motion bis hin zu CG. Autodesk-Software wurde bei folgenden vier der fünf nominierten Filme in der Kategorie bester Animationsfilm verwendet: „Baymax – Riesiges Robowabohu“, „Die Boxtrolls“, „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ und „Die Legende der Prinzessin Kaguya“. Zudem fand sie Einsatz bei zwei Anwärtern für den besten animierten Kurzfilm: „Liebe geht durch den Magen“ und „The Dam Keeper“. Auch bei sieben der acht Filme, die für den besten Film nominiert sind, wurde sie genutzt: „American Sniper“, „Birdman“, „Boyhood“, „Grand Budapest Hotel“, „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“, „Selma“ und „Die Entdeckung der Unendlichkeit“.

Drachenzähmen leicht gemacht 2

Drachenzähmen leicht gemacht 2

Scientific and Technical Achievement Awards
Die Akademie veranstaltet jährlich eine besondere Preisverleihung, um Personen zu ehren, deren Leistungen einen spürbaren Mehrwert für die Produktion von Bewegtbildern haben. In einer Pressemitteilung sagte Richard Edlund, Oscar-prämierter Künstler für visuelle Effekte und Vorsitzender des wissenschaftlichen und technischen Komitees: „Unsere Preisträger sind Beispiele für die phänomenale Kreativität der Fachleute in der wissenschaftlichen und technischen Gemeinschaft und die wertvollen Beiträge die sie zu der wohl kreativsten Branche der Welt beitragen.“
Den Technical Achievement Award erhielt in diesem Jahr Robert Bridson, Senior Principal Research Scientist bei Autodesk, für seine bahnbrechenden Arbeiten an Voxel-Datenstrukturen und die anschließende Validierung in Strömungssimulationswerkzeugen. Diese hatten einen erheblichen Einfluss auf die Gestaltung von Messwerkzeugen in der gesamten Branche für visuelle Effekte. Weta Digital gilt in der Branche als frühzeitiger Anwender dieser Voxel-Technologie (auch bekannt als 3D-Pixel) für den Film „Avatar“. Wissenschaftler, Designer und Technologien von Autodesk wurden in ähnlicher Weise bereits siebenmal bei vergangenen Sci-Tech Preisverleihungen geehrt.
Folgende Studios setzten auf Autodesk und haben damit die Chance auf einen Oscar: Alchemy 24, Animal Logic, The Artery, BlueBolt, Cantina Creative, Cinesite, CoSA Visual Effects, Digital Domain, Double Negative, DreamWorks Animation, EFILM, Encore, Finland Finish, Framestore, Fuel VFX, Hydraulx, Industrial Light & Magic, LAIKA, Lola Visual Effects, LOOK! Effects, Luma Pictures, Luxx Studios, Method Studios, Modern VideoFilm, Mokko Studio, Moving Picture Company, Prime Focus, Proof, Rhythm & Hues, RISE VFX Studio, Rising Sun Pictures, Rodeo FX, Sony Pictures Imageworks, Studio Ghibli, Technicolor, The Third Floor, Tonko House, Union, Vision Globale, Walt Disney Animation Studios, Weta Digital und Whiskytree.

Eine neue Dimension des Bergsteigens – Street view im Gebirge #project360

21. Februar 2015
Foto: Mammut

Foto: Mammut

Warum steigt jemand auf einen Berg – ganz einfach, weil er da ist. Berge sind faszierend und wer im Gebirge unterwegs ist, wird diese Faszination verstehen. Gerne blättere ich auch in Fotobüchern über Bergbesteigungen und lese in Bergsteigerblogs. Jetzt habe ich eine neue Dimension des Bergsteigens entdeckt.

Foto: Mammut

Foto: Mammut

Mammut erschließt eine neue Perspektive am Matterhorn und in der Eiger Nordwand. #project360 eröffnet die dritte Dimension der digitalen Alpin-Kartographie und lässt User den Mythos der wichtigsten Alpengipfel am Bildschirm erleben – neu auch in Virtual Reality auf dem Smartphone.
Mit dem #project360 erschließt der Schweizer Bergsportspezialist Mammut das Matterhorn und die Eiger Nordwand virtuell und visuell – aus Bergsteiger-Sicht und direkt aus der Wand. Die Bilder dafür liefert ein speziell entwickelter Rucksack mit sechs Kameras für eine vollständige Rundum-Sicht. Profi-Alpinisten trugen die Kamera-Rucksäcke über den Hörnligrat am Matterhorn und durch die legendäre Heckmair-Route in der Eiger Nordwand. Das Ergebnis: Nicht weniger als eine beeindruckende 360° Rundum-Sicht aus der Wand, hier zu sehen unter und im App-Store (Android und iOS) unter dem Namen Mammut #project360.


Richtig heftig wird die virtuelle Tour allerdings mit einem entsprechenden Head-Mounted Device wie Google Cardboard, Zeiss VR One oder Homido. Damit lassen sich die Bilder als virtuelle Realität darstellen, wodurch der User noch näher am Geschehen ist. Zusammen mit den Profibergsteigern wagt er sich in die luftigen Höhen des Matterhorns oder alternativ in die berüchtigte Kälte der Eiger Nordwand. Der Blickwinkel schwenkt dabei mühelos mit den Kopfbewegungen mit. Das Ergebnis hat mich umgehauen und ist eine Droge für jeden Bergsteiger, ob Amateur oder Profi. Als ich das System ausprobiert habe, kam meine Höhenangst aber wieder durch – so überzeugend war die virtuelle Reise.
Die Aufnahmen machen die legendären Routen der Erstbesteiger Schritt für Schritt für jeden online erlebbar und vermitteln spürbar die Faszination der berühmten Berge: Mit wenigen Klicks bewegt sich der User durch die Wände, blickt in die Höhe oder Tiefe und kann den Verlauf der Route aus unmittelbarer Nähe studieren. Die Blickrichtung bestimmt der User dabei selbst. Im Grunde ist das Ganze eine Art „Street View“ in der dritten Dimension.

Foto: Mammut

Foto: Mammut

Spektakuläre Bilder aus den berühmten Bergen waren nur ein Aspekt des #project360: Die außergewöhnlichen Ansichten der Route tragen zu einem einmaligen und neuartigen Nutzer- Erlebnis bei und machen die Website sowie die App zu einer Art vertikalem Street-View. „Mit #project360 erweitern wir das, was Google mit Street View in Länge und Breite umsetzte: Wir eröffnen mit einer Tiefenansicht eine dritte Dimension – und das in einer weitaus höheren Qualität als bislang möglich“, sagt Rolf Schmid, CEO von Mammut. Unter anderem lassen sich die 360°-Ansichten nämlich auf Smartphones und Tablets allein durch deren Bewegung steuern.

Foto: Mammut

Foto: Mammut

Technik für Performance am Berg
Dem gigantischen Projekt ging eine intensive Vorbereitung voraus. Zusammen mit dem Fotografen Matthias Taugwalder von Concept360 und der Münchner Werbeagentur Heye wurde Anfang 2014 der Entschluss zur Durchführung des Projektes gefasst. Mit dem „Project 360“ leisteten alle Beteiligten Pionierarbeit in Sachen digitaler Kartographie. Entscheidend war vor allem die technische Ausrüstung der Mammut Pro-Team Athleten Stephan Siegrist und Dani Arnold. Denn unabhängig von den Bildern aus der Wand stand die Sicherheit der Alpinisten zu jeder Zeit an erster Stelle. Konkret bedeutete das: Die Technik, musste leicht sein und durfte weder die Bewegungen einschränken, noch beim Klettern stören. Am Anfang stand daher die Auswahl der richtigen Kameratechnik und deren Anbringung an einem klettertauglichen Rucksack.

Foto: Mammut

Foto: Mammut

In aufwändigen Probeläufen in Kletterhallen, in den Schweizer Alpen und an der Eiger Nordwand selbst wurden Modelle verschiedenster Hersteller getestet. Als beste Lösung erwies sich ein 360°-Video-System von GoPro, das mit insgesamt sechs Kameras auf ein Systemgewicht von knapp zwei Kilogramm kommt. Das System bot während der Tour zahlreiche weitere Vorteile: ein automatisierter Auslöser ermöglichte auch Bilder an schwierigen Stellen der Route und das gesamte System überzeugte mit einfacher Handhabung in unterschiedlichsten Klettersituationen. Auch die Unempfindlichkeit gegen die niedrige Temperaturen am Berg sprach für diese Lösung. Doch erst die Integration in einen von Mammut speziell entwickelten Alpin-Rucksack machte die Kameratechnik klettertauglich: Auf Basis des Modells „Trion Nordwand“ entwarf die Entwicklungsabteilung des Schweizer Bergsportspezialisten einen Rucksack, der sowohl den alpinistischen wie auch den technischen Anforderungen genügte.

 

Foto „Homophobie in Russland“ wird World Press Photo des Jahres

19. Februar 2015
Mads Nissen, Dänemark für Scanpix/Panos Pictures

Mads Nissen, Dänemark für Scanpix/Panos Pictures

Im Moment bin ich von den Fotos vom World Press Photo begeistert. Nach einer Ausstellung und dem Buch für 2014 stehen nun die Gewinnern des neuesten Wettbewerbes fest. Das Siegerfoto von Mads Nissen hat mich überrascht und fasziniert mich. Auch Sponsor Canon gratuliert Mads Nissen, dem Fotografen des World Press Photo des Jahres 2014. Das Siegerfoto zeigt Jon und Alex, ein schwules Paar, in einem intimen Moment in Sankt Petersburg. Das Foto ist Teil eines größeren Projekts mit dem Titel „Homophobie in Russland“ und wurde für Scanpix aufgenommen. Das Foto von Nissen gewann außerdem den Preis in der Kategorie „Aktuelle Themen“. Nissen hat das Siegerfoto mit einer Canon EOS 5D Mark III mit Blende 2,2, Verschlusszeit 1/200 Sekunde und ISO-Empfindlichkeit 1.600 aufgenommen.
Der World Press Photo Wettbewerb, der von Canon seit 1992 als Sponsor unterstützt wird, gilt weltweit als der bedeutendste Wettbewerb für Fotojournalisten. Im 58. Jahr seiner Austragung reichten in diesem Jahr 5.692 Profifotografen aus 131 Ländern 97.912 Bilder ein. Die Jury des diesjährigen Wettbewerbs vergab in acht Kategorien Preise und wählte aus allen eingereichten Fotos das World Press Photo des Jahres 2014.
„Wir sind stolz, jedes Jahr Fotojournalisten in der ganzen Welt zu unterstützen und ihre Talente im Rahmen des World Press Photo des Jahres zu würdigen”, erklärt Kieran Magee, Marketing Director, Professional Imaging bei Canon Europe. „Das ausdrucksstarke Bild von Nissen beleuchtet auf subtile Weise ein aktuelles Thema über das es sich zu berichten lohnt und erzählt sehr kunstvoll eine Geschichte.”
Als Sieger des World Press Photo des Jahres 2014 wird Nissen ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro von World Press Photo bei der Siegerehrung in Amsterdam erhalten. Zusätzlich wird Canon Europe ihm eine professionelle DSLR-Kamera und ein Objektiv-Kit überreichen.
Die Siegerfotos werden als Wanderausstellung in mehr als 100 Städten in über 45 Ländern ausgestellt. Die erste World Press Photo Ausstellung 2015 wird am 18. April 2015 in Amsterdam eröffnet. Die Abbildungen der Ausstellung werden auf imagePROGRAF Großformatsystemen und Océ Arizona Flachbettdruckern von Canon gedruckt.

Buchtipp: Die besten Pressefotos der Welt

17. Februar 2015

worldpress

Wie jedes Jahr warte ich auf die Veröffentlichung des World Press Photos, des besten Pressefotos. Ich schaue, wenn möglich die Ausstellung an und ich kaufe immer das zur Ausstellung erschienene Buch. Dieses Jahr ist es das World Press Photo 14.
Das World Press Photo des Jahres 2013 stammt von John Stanmeyer und zeigt afrikanische Migranten am Strand von Dschibuti. Sie halten nachts ihre Handys in die Luft, um ein Signal aus Somalia aufzufangen, um nach Hause zu telefonieren.

WPP in einer Ausstellung in Pasing. Foto: Lange

WPP in einer Ausstellung in Pasing. Foto: Lange

Die Internationale Stiftung World Press Photo ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation zur Förderung und Unterstützung der Pressefotografie und des freien Meinungsaustausch ist weltweit. Jedes Jahr lädt die Stiftung zum wichtigsten und renommiertesten Wettbewerb ein. Eine unabhängige, internationale Fachjury beurteilt alle Einsendungen und vergibt die Preise unter anderem in folgenden Kategorien: Menschen in den Schlagzeilen, harte Fakten, aktuelle Themen, Portraits, Kunst und Kultur, Natur, Sport.


Insgesamt haben 5754 Fotografen im Jahr 2013 an dem Wettbewerb teilgenommen. Sie stammen aus 132 Länder und schickten 98671 Fotos ein. Das vorliegende Buch World Press Photo 14 zeigt alle von der Jury prämierten Fotos. Es sind 53 preisgekrönte Fotografen aus 25 Nationen mit 151 Fotos. Nach der Weltpremiere 2014 in Amsterdam gibt es eine Ausstellung mit den Bildern, die weltweit in circa 100 Metropolen in etwa 45 Ländern gezeigt wird. Bis zum 21. Februar 2015 macht sie in München in den Pasing Arcaden Station. Ich habe gestern darüber gebloggt. Grundlage für diesen Wettbewerb und die Ausstellung waren Fotos, 2013 publiziert wurden. Einsendeschluss war Anfang 2014.

Ausstellung World Press Photo in den Pasing Arcaden

16. Februar 2015

Neben Aldi und Playmobil, zwischen Döner-Bude und bayerischer Metzgerei ist bis 21. Februar 2015 in den Pasing Arcaden die exzellente Fotoausstellung World Press Photo zu sehen. Gezeigt werden auf großen Stellwänden die wichtigsten Pressefotos des Jahres 2013, die von einer renommmierten Jury gekürt wurden.

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Es ist eine Wanderausstellung und sie macht im Moment in Pasing Station und zwar dort, wo Leute anzutreffen sind. Und das finde ich gut. Die Ausstellung World Press Photo wird nicht in elitären Museen gezeigt, sondern an Orten, an denen Menschen zusammenkommen – wie eben in den Pasing Arcaden, einem großen Einkaufszentrum im Westen von München. Ich habe diese Art von Ausstellung schon früher in Pasing bewundern dürfen und darüber gebloggt. Es ist gut, dass das Pasinger Center Management die Ausstellung wieder in die Arcaden geholt hat. Shopper, die sich für Pressefotografie nicht interessieren, werden hier mit ihr konfrontiert – mit den Bilder, die sie vielleicht schon in Zeitungen, Zeitschriften oder im Internet gesehen haben. Die Menschen bleiben stehen, bewundern die Aufnahmen, diskutieren miteinander, sprechen oder schauen sich versunken Details an. Das finde ich prima – so soll es sein – Fotografie, die bewegt.

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In einem abgetrennten Bereich gibt es auch die harte Kost zu sehen. Fotos von Tod, Mord, Leid – dieser Bereich ist für Minderjährige untersagt und das Center Management hat extra einen Mann abgestellt, der darauf achtet. Das ist richtig so, denn einige der Bilder sind schockierend.

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Bei all meiner Begeisterung für die Ausstellung, habe ich dennoch einen Verbesserungsvorschlag. Als langjähriger Anhänger der Ausstellung weiß ich natürlich, dass jedes Jahr ein Katalog zur Ausstellung erscheint. Er umfasst die prämierten World Press Photos und als Journalist kaufe ich mir jedes Jahr diesen Sammelband für mich und meine Seminarteilnehmer. Leider war in der Ausstellung in Pasing kein Stand mit Büchern zusehen. Wenn die Personalkosten zu hoch für einen Stand sind, dann wäre zumindest ein Hinweisschild gut gewesen, dass es den Ausstellungskatalog in der Hugenbubel-Filliale in den Pasing Arcaden gibt, die sich im Obergeschoss befindet. So könnte der lokale Buchhandel zumindest eine Chance auf Umsatz haben. Der Katalog kostet ja 24Euro und das freundliche Personal der Hugendubel-Filliale verkaufte mir das Buch sogar mit einem Lächeln. Amazon blieb dieses Mal bei mir außen vor, aber hier der Link zu World Press Photo .

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Ach ja, die Ausstellung ist noch bis 21. Februar 2015 in den Pasing Arcaden zu sehen. Also unbedingt ansehen, wenn man in der Nähe ist.

 

Straßenwerbung: Gulli-Deckel als Werbeträger

14. Februar 2015

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Mein Freund Ludger Freese, erfolgreicher Metzger-Blogger aus dem Norden, hat mir mal einen schönen Satz gesagt: „Jedes Mal, wenn ich mir eine Stadt anschaue, dann bringe ich neue Ideen zum Bloggen mit.“
Richtig, Ludger, und ich habe mich an diesen Satz erinnert, als ich am Münchner Ostbahnhof bei eisiger Kälte auf einen Zug Richtung Niederbayern warten musste.
Der Wind war so kalt, dass ich mich in die Unterführung stellte, die zu den Gleisen des Münchner Ostbahnhofs führt. Jacke, Mütze und Schal wärmten mich und ich schaute zu Boden. Dort befanden sich Gulli-Deckel oder formal auch Schachtdeckel genannt. Aber ganz besondere Gulli-Deckel. Nicht die grauen, langweiligen runden Deckel, die die Abflussrohre verdecken. Die Deckel waren glänzend und sie erregten meine Aufmerksamkeit.

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Die Deckel zeigten Werbung. Die Motive waren Restaurants, Telefonanbieter, Orthopädie Technik und anderes. Neugierig ging ich die Deckel in der Unterführung ab und schaute mir Motiv um Motiv an. Der Werbeeffekt dieser besonderen Form der Straßenwerbung hat bei mir wunderbar funktioniert. Ein paar Gulli-Deckel habe ich fotografiert und meine Fotoaktion mit dem iPhone machte andere Wartende auf die Gulli-Deckel aufmerksam. So kann Straßenwerbung auch wirken.

Indiana Jones 5 – muss das sein?

13. Februar 2015

Muss das wirklich sein? Ein fünfter Teil von Indiana Jones? Wie man aus dem entsprechenden Gazetten hört, plant Spielberg mit Ford einen fünften Teil der Erfolgsserie. Dabei war Teil vier doch schon ziemlich daneben, was vor allem an dem jugendlichen Hauptdarsteller Shia LaBeouf lag.


Ich sag dir Mr. Spielberg: Mach mir bloß nicht meinen Indiana Jones kaputt! Ich bin mit ihn aufgewachsen und habe seine Abenteuer genossen. Es waren dort Cliffhanger, wie sie eben nur Spielberg machen konnte. Und dabei war es doch egal, ob die Filme unlogisch waren: Sie haben einfach Spaß gemacht. Mein liebster Film der Reihe war Teil drei Indiana Jones und der letzte Kreuzzug. Ich mag so mystische Geschichten um Kreuzzüge und den Heiligen Gral.
Mit den vierten Teil hatte ich aber meine Probleme. Harrison Ford ist einfach ein alter Mann und das wird beim fünften Teil von Indy Jones nicht besser werden. Warten wir erst einmal ab, wie er sich in Star Wars schlägt. So selbstverständlich ist es gar nicht, dass Spielberg wieder Regie führen wird. Die Rechte für das ganze Indiana Jones-Zeug liegen bei Disney. George Lucas hat es bei dem Verkauf von Star Wars gleich mit zu Geld gemacht. Disney könnte die Serie komplett neu starten für ein neues jugendliches Publikum. Aber Spielbergs Kameramann Janusz Kaminski ließ die Katze aus dem Sack und so dürfen Spielberg und Jones noch einmal ran.
Wahrscheinlich erleben wir wieder Vater und Sohn, wie einstmals Vater und Sohn turbulenter Abenteuer im Teil fünf. Aber will ich Sie wirklich sehen? Sean Connery hat mir als Vater von Indiana Jones gut gefallen, ihn nehme ich die Rolle ab. Shia LaBeouf fand ich schrecklich.

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Zum Trost und als Erinnerung an alte Zeiten blättere ich das Buch The Complete Making of Indiana Jones durch. Es heißt zwar großspruig, dass es die The Definitive Story Behind All Four Films sei, aber wenn man ehrlich ist, werden nur Teil 1-3 ausführlich behandelt. Teil 4 kommt nicht so intensiv vor, schließlich ist das Buch 2008 erschienen. Wer sich aber für Teil 1-3 interessiert, für den ist dieses Buch eine Fundgrube an seltenen Hinter den Kulissen-Bildern, Artworks, Sketchnotes und schönen Gescichten. Geschrieben wurde die ganze Sache von J.W.Rinzler, der viele Bücher über Lucas und Spielberg verfasst hat. J.W.Rinzler gehört zu Lucasfilm und hat damit genehmigten Zugriff auf die Archive. Und er zeigt uns, welche Schätze in diesen Archiven ist. Tolle Bilder, tolle Geschichten, tolle Zeichnungen – der Leser kann in die Produktionswelt von Indiana Jones voll eintauchen und macht damit The Complete Making of Indiana Jones zu einem der besten Bücher über den Abenteuerer.

Und weil ich beim Loben will, empfehle ich auch die The Soundtrack Collection zu den ersten vier Filmen. Der Score stammt aus der Feder von John Williams und ist wie vieles von dem Meister allererste Sahne. Ich hatte zwar die einzelnen Alben bei Erscheinen gekauft, empfehle aber hier ausdrücklich die The Soundtrack Collection. Grund: Es liegt eine Zusatz-CD dabei mit noch nicht veröffentlichtem Material und das ist der Hammer. Mit dabei ist auch ein Interview zwischen Spielberg, Lucas und Williams. Auch das Booklet kann sich sehen lassen und bietet gute Infos über die vier Soundtracks.

AlbumIm Moment weiß ich also noch nicht, ob ich mich über einen fünften Teil von Indiana Jones freuen soll oder nicht. Daher habe ich mir das Vorbild von Indiana Jones angesehen und genossen: Gunga Din. Der schwarzweiß-Film von George Stevens enthält alle Elemente der Jones-Reihe – vor allem des zweiten Teils Indiana Jones und der Tempel des Todes. Spielberg hat genau hingesehen und seine Version von Gunga Din gedreht. Damals traten Cary Grant, Victor McLaglen und ein etwas blasser Douglas Fairbanks jr. gegen Horden von bösen Indern an. Schaut euch diesen Film an und ihr werdet sehr viel von Indiana Jones erkennen und euren Spaß haben. Der Film Gunga Din lohnt sich.

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Marienbrunnen in Regen / Bayerischer Wald

12. Februar 2015

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Wer Regen in Niederbayern besucht, stößt in der Innenstadt unwillkürlich auf den schönen Marienbrunnen. Auch wer nicht religös ist, sollte sich das Kunstwerk einmal ansehen. Eine goldene Marienstatue mit Jesuskind ziert den Brunnen. Um die Mutter Gottes ist ein goldener Kranz zu sehen. Das Jesuskind auf dem linken Arm trägt Reichsapfel mit Kreuz.

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Am Stockel der Säule, auf dem die Marienfigur steht, ist auf zwei Tafeln in goldener Schrift zu lesen: „Der jungfräulichen Gottesmutter geweiht von den Frauen und Jungfrauen der Stadtpfarrei Regen 1872 errichtet, zum Brunnen umgestaltet 1948“. Auf der anderen Tafel ist zu lesen: „Maria versiegelter Brunnen lässt Strömen die Wasser der Gnade“.
Am 1. Mai 1873 wurde an dieser Stelle ursprünglich eine Mariensäule eingeweiht als Dank, dass Regen vom Krieg 1870/71 verschont wurde. Die Säule stand am Marktplatz an der Stelle des zerstörten Rathauses. Künstlerisches Vorbild war übrigens die Münchner Mariensäule vom Marienplatz.

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Dann begann 1948 der Umzug als Regen den 500. Geburtstag seines Wappens feierte. Das Wappen von Regen ist eine weiße Lilie und darüber ein Regenbogen in einem blauen Feld in dem Schilde. Gleichzeitig wurde die Säule durch einen Marienbrunnen ersetzt. In den siebziger Jahren zog der Brunnen wieder an einen neuen Standort und im Rahmen der Generalsanierung im Jahre 2012 wurde der Brunnen an dem neuen Marktplatz der Stadt näher an die Ludwigsbrücke errichtet. Der Blick auf dem Brunnen und im Hintergrund die Stadtpfarrkirche St. Michael ist ein beliebtes Fotomotiv. Ich muss mal im Sommer nach Regen kommen, wenn der Marktplatz nicht so trostlos ist und auf der Freifläche um die Marienstatue Cafés geöffnet haben.

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Wearables als Spicker in Schule und Uni

10. Februar 2015

Da ich in der Regel zweimal die Woche an Schulen mit meinen Tag der Medienkompetenz unterwegs bin, gehe ich bei der Lehrerfortbildung ausführlich auf das Thema Wearables ein. Ich bin erstaunt, wie wenig Ahnung hier einige Pädagogen haben – nicht alle, aber einige. Die Möglichkeit, Wearables beim Spicken einzusetzen, ist kaum bekannt. Was soll schon dabei sein, wenn der Schüler auf seine Uhr in der Prüfung schaut?

Die Pebble ist die meistverkaufteste Smartwatch bisher.

Die Pebble ist die meistverkaufteste Smartwatch bisher.

Wenn ich mit den Schülern spreche, dann sind diese Experten in Sachen Spicken. Ich staune nicht schlecht, wie sich das Spicken seit meiner Schulzeit technisch weiterentwickelt hat. Und die Schüler checken die Möglichkeiten von Wearables. Einige haben die ersten Uhren wie Samsung Galaxy Gear oder Pebble schon im Einsatz und nutzen sie als Gedächtnisstütze in Klausuren. Ein kurzer Blick auf die Smartwatch löst so manches Problem in der schriftlichen Prüfung.

Auch Samsung mischt da mit.

Auch Samsung mischt da mit.

Im Klassenzimmer wird durch Wearables aufgerüstet und bevor Unis und Schulen im vollen Umfang mit den Hightech-Möglichkeiten konfrontiert werden, ziehen die Lehranstalten in Belgien und Großbritanien schon den Stecker. Die City University in London und die belgische Arteveldehogeschool in Gent haben das Tragen von Uhren während einer Prüfung untersagt. Somit klappt das Spicken mit einer Smartwatch dann nicht mehr.
Und bayerische Schulen? Bei meinen Veranstaltungen in den Schulen gibt es von Seiten der Direktoren dazu keine konkrete Aussage. Mal sehen, ob ich bei der vorgesetzten Behörde, dem Kultusministerium jemanden finde, dem das Problem bewusst ist.
Ach ja, ich freue mich schon auf April, wenn die Apple Watch kommt und den Markt der Wearbles aufrollt. Vielleicht fällt der Groschen bei den zuständigen Behörden, wenn die Marktmacht von Apple in den Schulen und Unis ankommt.

Mal sehe, was die Apple Watch so alles kann.

Mal sehe, was die Apple Watch so alles kann.