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Nachwuchskampagne „Ich bin Friseur“ für das Friseurhandwerk

24. Mai 2012
Kerstin Lehmann von L'Oreal am Stand von Ich bin Friseur.

Kerstin Lehmann von L’Oreal am Stand von Ich bin Friseur.

Auch wenn das Thema von vielen Handwerksbetrieben immer noch tot geschwiegen wird, steht fest: Das Handwerk hat Nachwuchsprobleme. Die demographische Entwicklung sorgt für weniger Schulabgänger und zahlreiche Firmen können freie Lehrstellen nicht mehr mit qualifizierten Bewerbern besetzen.

Das Friseurhandwerk hat das Problem erkannt und meiner Meinung nach den richtigen Weg eingeschlagen. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks hat sich mit seinen Berufsfachleuten in den Landesverbänden beraten und zusammen mit der kosmetischen Industrie in Form von L‘Oreal eine coole Nachwuchsaktion auf den Weg gebracht. Unter dem Slogan „Ich bin Friseur“ nimmt diese frische Kampagne in den nächsten Wochen Fahrt auf und soll Schülern den Beruf des Friseurs schmackhaft machen. Die Premiere der Nachwuchskampagne fand vor kurzem auf der Hair&Beauty in Frankfurt statt. In meiner Reihe „Matthias fragt nach …“ traf ich mich mit Kerstin Lehmann von L‘Oreal, die federführend für die Aktion zuständig war.

Bei der zweitägigen Friseurmesse in Frankfurt sollte die Aktion auch Obermeistern vorgestellt werden. Diese blieben aber der Veranstaltung als Masse fern, was wahrscheinlich an dem unglücklichen Termin an einem Montagnachmittag lag. Montag ist bei Friseurmessen traditionell der Tag der Lehrlinge. Effektiver hätte die Vorstellung am Sonntag sein können, wenn Obermeister auch bei der Veranstaltung anwesend waren.

Dennoch die Aktion ist gut durchdacht. Die Nachwuchskampagne „Ich bin Friseur“ basiert auf drei Säulen: Klassische Information, digitale Information und persönliche Information. Eine ansprechend gemachte Broschüre stellt emotional Erfolgsgeschichten im Friseurhandwerk vor und zeigt die Vielfalt der Branche. Nicht nur klassisches Haareschneiden gehört hier zum Beruf, sondern u.a. Arbeit als Creative Director, Manager, Artist. Damit die Broschüre auch von den Betrieben angenommen wird, kann der Friseur eine Seite in dem Magazin beisteuern. Das erhöht die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz.

Natürlich gehört heute ein digitaler Auftritt dazu. Neben einer statischen Website setzt „Ich bin Friseur“ auf Facebook als Massenmedium. Dienste wie Twitter oder Pinterest sind bisher noch nicht eingebunden. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Kampagne erst einmal in die Welt getragen werden und schnell Fahrt aufnehmen soll. Zahlreiche Videos sind auch bei YouTube eingebunden und können so einfach viral verbreitet werden.

Als anspruchsvollste Aufgabe und dritte Säule der Kommunikation setzen die Organisatoren auf persönliche Informationen. Hier sollen Botschafter in die Schulen und die Botschaft verbreiten. Dies ist vor allem Aufgabe des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks, der mit seinen Landesverbänden und angeschlossenen Innungen viele Friseure erreicht. Hier muss sich jetzt zeigen, ob die Aktion von den Handwerkern vor Ort angenommen wird. Wenn diese aber weiterhin das Problem der fehlenden Lehrlinge nicht wahrhaben wollen, dann wird die Aktion ins Leere laufen.

Happy Birthday Columbia recording artist Bob Dylan

24. Mai 2011
Unveröffentliches Dylan-Foto von 1978 im Backstage-Bereich von Nürnberg.

Unveröffentliches Dylan-Foto von 1978 im Backstage-Bereich von Nürnberg.

Heute feiert Bob Dylan seinen 70. Geburtstag. Ich gratuliere von ganzem Herzen. In den vergangenen Tagen ist tonnenweise Material über diesen „Shakespeare des 20. Jahrhunderts“ veröffentlicht worden, viel geistloses Zeug, aber auch so manche Perle. Ich will nicht mit biografischen Daten langweilen, dies lässt sich besser bei Wiki nachlesen. Was bedeutet aber Bob Dylan für mich?

Vielleicht sollten wir dabei erst einmal über Masken reden, denn die wahre Person Dylan kenne ich nicht. Ich kenne nur die vielen Masken, die der Barde ständig wechselt. Ich kam mit Dylan Mitte der achtziger Jahre in Verbindung, als ich bei meinem örtlichen Schallplattenladen Sound die Scheibe Empire Burlesque (1985) in die Finger bekam. Absolut modern produziert, doch es war anders als die Sachen, die sonst populär waren. Diese Stimme war anders. Ich habe bis dato kaum Country oder Blues gehört und war an das Timbre nicht gewohnt. Es faszinierte mich, die Art und Weise wie Wörter betont oder herausgebellt wurden. Ich höre zu und ich war angetan: Hier hatte jemand etwas zu sagen. Das letzte Lied der zweiten Seite war Dark Eyes. Hier knöpfte Dylan an die Tradition des Folkie Dylan an. Davon wollte ich mehr. Und so kaufte ich Dylan Aufnahmen aus all den Jahren. Ich las über die sechziger Jahre, die Folk-Bewegung und auf einem Flohmarkt bekam ich zwei Bootlegs in die Finger: Das Judas-Teil und Newport 1965 – zwei absolute Glückstreffer. Von diesem Moment an, war es um mich geschehen. Ich wollte für mich dem Phänomen Dylan auf die Spur kommen. Darüber bin ich heute hinweg. Ich kaufe nach wie vor die Aufnahmen und freue mich, dass der Meister in Würde alt geworden ist. Privat ist Dylan wohl eher schwierig, aber ich muss ihn ja nicht ertragen. Mir reichen seine Musik und seine Filme.

Ich kann viele, sehr viele seiner Sachen auswendig. Ich habe viele Konzerte gesehen und habe alle regulären Alben zu Hause. Zudem Hunderte von Bootlegs, bei dem ich dieses Konzert mit jenem verglichen habe. Doch was ist die beste Dylan-Platte? Ich denke, die gibt es nicht. Es gibt wahnsinnig starke, starke und durchschnittliche. Ja, natürlich gibt es auch ein paar weniger gute (schlechte werde ich nicht sagen). Ich glaube, die Frage nach der besten Dylan-Scheibe ist falsch gestellt. Was ist der Dylan für welche Stimmung? Und hier hat Dylan viele Masken zu bieten: Protest, Liebeslied, Rock, Ballade, Lagerfeuer, Kirche, Highway, Spieler – im Moment bin ich in der Las Vegas-Stimmung von at Budokan, zeitweise aber auch bei den neuveröffentlichen Mono-Aufnahmen von Highway und Blonde on Blonde und – steinigt mich bitte – in die Born Again-Aufnahme des Toronto-Konzerts 1980. Nur die Weihnachtsplatte höre ich bei den sommerlichen Temperaturen derzeit nicht.

Früher habe ich viel Geld für Bootlegs des Song and Dance-Mans ausgegeben. Das hat auch ein Ende. So dann und wann erstehe ich noch eine Aufnahme. Aber ich suche noch die Zeppelinfeld-Aufnahme von 1978 als Dylan das erste Mal deutschen Boden betrat und der Jude Zimmerman auf dem ehemaligen Reichparteitagsgelände in Nürnberg spielte.

Die Dylan-Konzerte, die ich besuchte, waren ein Erlebnis. Mein erstes war mit Tom Petty und seinen Heartbreakern. Rock´n Roll pur, aber Dylan in einer persönlich schwierigen Phase. Dann ein Konzert im Zirkus Krone mit einem stark alkoholisierten Meister. Mit meiner Frau besuchte in ein zauberhaftes, völlig verregnetes Konzert in Bad Reichenhall bei dem Dylan Humor bewies. Gerade als ein Wolkenbruch einsetze, brach er ein Lied ab und stimmte Hard Rain an. Die Band musste schauen, wo sie bliebt, wenn Dylan schlagartig das Tempo, Tonart oder gar das komplette Lied wechselte. Aber die Begleitband hatte die Sache voll im Griff. Wie drückte es Dire Straits-Cheffe Mark Knopfler mal zur Aufnahme des religiösen Slow Train-Albums aus. „Spielen mit Dylan, ist wie Sprechen mit Gott!“ Wieder eine Mär mehr im großen Dylan-Kosmos. Das letzte Konzert, was ich live gesehen habe, war im Münchner Zenit, wo Dylan zeitweise nur sang und an die Las Vegas-Zeiten erinnerte.

Ich habe noch in Erinnerung, wie manches Konzert im TV verfolgte. Gut erinnere ich mich an den Punkauftritt in Fort Collins, der im BR ausgestrahlt wurde. Dann das Konzert zum 30. Bühnenjubiläum, bei dem Dylan wohl am liebsten gar nicht teilnahm. Aber sein Song to Woody kam vom Herzen. Cool waren die Sachen vor dem Papst oder das Konzert an der Chinesischen Mauer. Aber richtig Rock´n roll war wohl der Live Aid-Auftritt als das Trio horrible Richard, Wood und Dylan sturzbesoffen drei Songs systematisch verhackstückte, während die ganze Welt dabei live zusah. Madonna und andere Stars mussten sich wohl ihren Teil gedacht haben, was die alten Männer da treiben – geniale Performance. Durch YouTube und Amazon kam ich zu einer stattlichen Konzertsammlung, die hard to handle sind: Woodstock ’94, Newport, das Zeug mit den Dead und natürlich Last Waltz.

Oh Mann, es gibt so viel über Bob Dylan zu sagen und zu schreiben. Da muss ich wohl meine Gedanken und Gefühle noch zehn Jahre ordnen und zum 80. Geburtstag kommt dann man Resümee. Vielleicht erst mal so, wie Bruce Springsteen in seiner Laudatio bei der Rock´n Roll Hall of Fame: Danke Dylan für alles, du warst der Bruder, den ich niemals hatte. Vielen Dank für deine Musik, deine Masken, deine Inspiration und Kraft. Ich freu mich auf weitere Treffen mit dir auf deiner Never Ending Tour oder bei iTunes.

Social Media: Noch immer Nachholbedarf bei Journalisten und PR-Fachleute

22. Mai 2011

Einen Teil meiner Arbeit widme ich der Aus- und Fortbildung von Medienmenschen. Neben klassischen Schulungen zu den Themen Schreiben, Fotografieren und PR kommen immer mehr Social Media-Schulungen. Leider kann ich nur die Ergebnisse des Social Media Trendmonitor 2011 bestätigen.

Journalisten und PR-Fachleute haben noch immer Nachholbedarf in Sachen Social Media. Twitter & Co. sind zwar in den Redaktionen und Pressestellen als „wertvolles Arbeitswerkzeug“ angekommen, aber die Wahrnehmung als „notwendiges Übel“ ist noch immer weit verbreitet. Das ergab der Social Media Trendmonitor 2011 „Zwischen Hype und Hoffnung: Die Nutzung sozialer Netzwerke in Journalismus und PR“ von der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor. 5.120 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen, Pressestellen und Redaktionen haben sich an der Untersuchung beteiligt.

Nur jede dritte Redaktion (33 Prozent) und jede vierte Pressestelle (28 Prozent) hält sich laut Studie für den Umgang mit Social Media „gut“ bis „sehr gut“ gerüstet. Hier sehen vor allem Online- Redaktionen (43 Prozent) und Nachrichtenagenturen (33 Prozent) optimistisch in die Zukunft. Weniger selbstbewusst zeigen sich dagegen Zeitschriften- und Tageszeitungsredaktionen. Nur jede fünfte unter ihnen (jeweils 21 Prozent) fühlt sich gut gewappnet im Umgang mit dem Web 2.0. In den Unternehmen attestieren vor allem Sprecher aus Handel (30 Prozent) und Dienstleistung (28 Prozent) ihren Firmen „gutes“ oder sogar „sehr gutes“ Rüstzeug für Social Media. Starken Nachholbedarf haben laut Studie noch immer Verwaltungen und Verbände (18 Prozent).

Doch auch wenn es um den persönlichen Umgang mit Social Media im Berufsalltag geht, hält sich das Selbstbewusstsein noch immer in Grenzen. Rund jeder dritte Befragte aus Redaktionen (35 Prozent), Pressestellen (42 Prozent) und PR-Agenturen (31 Prozent) gibt persönliche Unsicherheit im Umgang mit den neuen Kommunikationskanälen zu („Habe noch Nachholbedarf“). „Bin Profi“ behauptet nur jeder sechste Journalist (15 Prozent) und Mitarbeiter einer PR-Agentur von sich (17 Prozent), von den Pressesprechern sogar nur jeder zehnte (9 Prozent). Mit „einiger Erfahrung“ ist laut Studie aber doch fast jeder zweite Befragte ausgestattet (Journalisten: 46 Prozent; Pressestellen: 47 Prozent; PR-Agenturen 51 Prozent). Laut Studie attestieren sich die Mitarbeiter aus PR- Agenturen die größte Kompetenz im Umgang mit dem Web 2.0.

Social Media ist in Redaktionen und Unternehmen angekommen. Fast jeder zweite Journalisten (44 Prozent) empfindet Social Media als „wertvolles Arbeitswerkzeug“. Vor allem in Online-Redaktionen (61 Prozent), Nachrichtenagenturen (52 Prozent) und Rundfunksendern (50 Prozent) ist man überdurchschnittlich aufgeschlossen gegenüber Informationen aus dem Web 2.0. In Pressestellen und PR-Agenturen ist die Begeisterung noch größer. Mehr als die Hälfte aller PR-Profis setzt Social Media inzwischen im Arbeitsalltag ein (Pressestellen: 54 Prozent; PR-Agenturen: 62 Prozent).

Allerdings zeigt die Studie auch, dass „wertvolles Arbeitswerkzeug“ in den Redaktionen nicht gleichbedeutend ist mit „großer Relevanz“ für die eigene Arbeit. Denn mehr als die Hälfte aller befragten Journalisten attestiert Social Media gleichzeitig eine „geringe“ bis „gar keine Relevanz“ (63 Prozent). Nur für gut jeden dritten Redakteur (35 Prozent) spielen die sozialen Medien im Arbeitsalltag eine wichtige Rolle. Ein ähnlich kritisches Bild gegenüber Social Media zeigt sich auch in den Pressestellen. Für die Mehrheit aller Pressesprecher hat Social Media noch immer „geringe“ bis „gar keine Relevanz“ (52 Prozent).

Journalisten arbeiten am intensivsten mit Facebook (59 Prozent), gefolgt von Youtube (48 Prozent) und Xing (42 Prozent). Twitter logiert auf Platz vier. Erstaunlich, dass laut Studie noch immer jeder sechste Journalist (17 Prozent) komplett auf die Nutzung sozialer Dienste im Arbeitsalltag verzichtet. Auch in Pressestellen ist Facebook das beliebteste Social Network bei der täglichen Arbeit (62 Prozent), gefolgt von XING (48 Prozent) und Twitter auf Platz drei (47 Prozent). YouTube steht an vierter Stelle (41 Prozent). Überraschend auch hier: 15 Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pressestellen verzichten komplett auf Social Media für ihre Kommunikation.

Gut jeder dritte Journalist empfindet Social Media als „Nervkram“ oder „notwendiges Übel“, so die aktuelle Studie (38 Prozent). Das gilt vor allem für Journalisten aus Zeitschriften- (46 Prozent) und Tageszeitungsredaktionen (39 Prozent). Auch gut jeder vierte Mitarbeiter einer Pressestelle kann dieses Gefühl nachvollziehen (28 Prozent). Doch zum Glück ist Social Media nicht nur Qual sondern bringt jedem vierten Nutzer, ob Journalist oder PR-Profi, auch „großen Spaß“. (Journalisten: 25 Prozent; Pressestellen: 21 Prozent; PR-Agenturen: 25 Prozent). Zuständig für den Einsatz von Social Media-Tools in Redaktionen sind vor allem die Online-Redakteure (39 Prozent). In Unternehmen sind es die Presseabteilungen (47 Prozent), gefolgt vom Marketingteam (27 Prozent).

Und obwohl sich alle einig sind, dass der Einsatz von Social Media im Arbeitsalltag weiter steigen wird (Journalisten: 64 Prozent; Pressestellen: 79 Prozent; PR-Agenturen: 84 Prozent), planen fast die Hälfte aller Unternehmen (46 Prozent) und Redaktionen (43 Prozent) keine Investition in Social Media. Bedauerlich: Denn laut Studie erleichtert Social Media den Austausch zwischen Redaktionen und PR-Verantwortlichen.

Steadicam für das iPhone

21. Mai 2011
Meine Steadicam für das iPhone 4.

Meine Steadicam für das iPhone 4.

Für kleine Drehs bin ich einfach zu faul die großen HD-Kameras mitzuschleppen. Für manche Aufträge, die nur auf YouTube veröffentlicht werden, reicht mein iPhone 4 durchaus als Kamera aus. Der Nachteil ist natürlich die enorme Verwacklung beim Filmen. Selbst der Puls oder der Herzschlag ist bei den iPhone-Aufnahmen zu bemerken. Diese Wackelei kann ja manchmal ein Underground-Feeling erzeugen, manchmal stört sie einfach nur. Aus diesem Grunde habe ich mir eine Steadicam-Halterung Steadicam Smoothee für das iPhone 4 zugelegt. Ich bin rundum zufrieden.

Das System federt Stöße ab und sorgt für verwacklungsfreie Aufnahmen. Nun kann ich eindrucksvolle Aufnahmen mit dem iPhone in Szene setzen. Das erste Mal als ich Steadicam-Aufnahmen im Kino gesehen habe, war das bei Stanley Kubricks The Shining im Jahre 1980. Hier erzeugte die Kamera einen wahren Sog und zog mich in das Geschehen. Damals war die Steadicam-Ausrüstung sauschwer und sauteuer, aber Garrett Brown, der auch Erfinder des Systems – eine Art Daniel Düsentrieb der Kameratechnik, war, überzeugte mich.  Auf vielen Veranstaltungen wie die NAB oder die IBC schaute ich mir Steadicam-Versionen an. Das deutsche Unternehmen P+S-Technik hatte sogar ein FreeStyle Rig für Stereo3D-Kameras. Das ist natürlich völlig überdimensionalisiert für meine Bedürfnisse. Mir reicht die low End Version Steadicam Smoothee erst einmal aus. Die Betonung liegt auf erst einmal.

Wichtig ist, dass der Kopfhöreranschluss frei bleibt, um Mikros anzuschließen.

Wichtig ist, dass der Kopfhöreranschluss frei bleibt, um Mikros anzuschließen.

Schocktrailer von „Dead Island“ tut der Branche keinen Gefallen

26. Februar 2011

Vor kurzem erschien der Teaser zu „Dead Island“ auf YouTube und erschütterte mich. Ich bin gewiss kein Weichei, aber dieser Trailer von Techlands und Deep Silver hat es in sich. Ich möchte mich als CGI-Profi nicht auslassen, über technische Qualität und Dramaturgie des Spots. Das Rendering ist der Hammer. Hier gibt es nichts zu meckern. Falls das Spiel nach der ersten Ankündigung vor vier Jahren doch noch 2011 zum Verkauf ansteht, wird das Gameplay interessant werden. Eine offene Spielelandschaft mit nacktem Terror sowie unterschiedliche Allianzen der Darsteller liefern sicherlich beeindruckende Duelle auf hohem technischen Niveau für Xbox 360 und PC. Ob die PS3 zum Einsatz kommt, ist fraglich.

Aber das moralische Niveau des Trailers von Dead Island ist unterste Schublade. Als Vater habe ich ein großes Problem mit dem Trailer, bei dem ein Kind gemeuchelt wird. Das geht mir zu weit, eindeutig zu weit. Das muss ich in einem Trailer nicht sehen, auch wenn ich die Idee eines Zombiespiels auf einer Insel reizvoll finde. Gewalt gegen Kinder ist eine absolute Sauerei. Ich bin mir sicher, dass die Bundesprüfstelle hier auf den Plan gerufen wird. Ich geh jede Wette ein, dieses Spiel wird nicht ungekürzt in Deutschland erscheinen.

So ein Trailer wie von Dead Island polarisiert und bringt die ganze Spieleindustrie wieder in Verruf. Ich höre schon wieder die Debatten auf uns zukommen, dass wir Gamer alles potentielle Massenmörder sind. Das ist natürlich Quatsch, aber das Dahinschlachten eines (virtuellen) Kinders erweist der Branche keinen Dienst. Medienkompetenz erwarte ich nicht nur von den Zuschauern, sondern auch von den Herstellern.

Jetzt warte ich erst einmal ab, welche Details Techland und Deep Silver weiter in diesem Jahr veröffentlichen. Ich kann mir vorstellen, dass das aufwändige Rendering sich nicht im Gameplay fortsetzt und der Mord an der Familie gar keine Rolle im finalen Spiel einnimmt. Der Einsatz der neuen Chrome Engine 5 zeigt aber optisch hervorragende Wirkung. Aber ich bleibe dabei: Der Schocktrailer von „Dead Island“ tut der Branche keinen Gefallen

 

Probleme bei der interkulturellen Kommunikation

3. Januar 2011

Ich erarbeite gerade für einen Kunden ein Seminarkonzept zum Thema „Interkulturelle Kommunikation für Journalisten“. Hier stelle ich zunächst klassische Beispiele von Missverständnissen vor. Wie werden wir im Ausland gesehen und für Journalisten natürlich sehr interessant – wie sehen wir Ausländer? Viele Informationen bekomme ich unter anderem von einem Kollegen der NürnbergMesse, der sich oft in Asien aufhält. Dort ist das Thema Visitenkarten immer ein Klassiker.

Erhalte ich eine Visitenkarte, so darf ich sie keinesfalls locker flockig in die Innentasche stecken. Hier riecht es nach Schweiß und es wird als Beleidigung aufgefasst. Ein absolutes No ist auch ein Unterbringen in der Gesäßtasche. Ordnungsgemäß wird die Visitenkarte mit beiden Händen überreicht bzw. in Empfang genommen und dann begutachtet. „Ach, Sie sind der Blabla und arbeiten als Blubblub.“ Anschließend wird die Karte in einer speziellen Visitenkartentasche verstaut. Diese und ähnliche Beispiele sind bekannt, werden aber dennoch auf den Geschäftsreisen in Asien immer wieder vergessen.

Ich bin vielmehr in den USA unterwegs. Alkohol und Amerikaner passen offiziell nicht zusammen. Eine Flasche Alkohol zu kaufen ist in manchen Staaten schwieriger als der Kauf einer Waffe – ja auch dies ist natürlich ein Klischee. Aber die braunen Papiertüten, in denen Alkohol eingewickelt ist, gehören zum Straßenbild mancher Großstädte. Jeder weiß, dass sich in den Tüten Alkohol befindet, aber eine braune Papiertüte wahrt den Schein. Aufpassen, wenn Sie für eine Party mehrere Kästen Bier kaufen wollen – in einigen Staaten darf nur ein Kasten pro Auto transportiert werden und der Kasten darf natürlich für niemanden zu sehen sein.

Aber auch die Amerikaner haben schöne Klischees über uns Deutsche. Bei meiner Einreise in die Staaten werde ich regelmäßig von Mitarbeitern der Homeland-Security gefragt, ob denn das ganze Jahr Oktoberfest sei. Noch besser: Ob Adolf Hitler weiterhin an der Macht sei oder ob wir in Bayern noch den König hätten? Dabei will der Beamte eigentlich nur freundlich sein.

Bei meinen Recherchen habe ich ein tolles YouTube-Video gefunden: Stackenblochen G Es ist eine geniale Verarschung deutscher Tugenden: In einer angeblichen TV-Show sollen die Teilnehmer Gegenstände im rechten Winkel anordnen. Dazu gehört natürlich auch die Hummelfigur als deutsches Kulturgut. Dann überprüfen Männer in Uniformen (Schäferhund inklusive), ob die Aufgabe erfüllt wurde („Ich sag‘ Nein Stackenblochen!“ = „Das liegt nicht im rechten Winkel!“). „Stackenblochen“ ist eine Verballhornung des Ausdrucks „to stack the blocks“, also das exakte Aufeinanderlegen von Ziegeln beim Hochziehen einer Steinmauer. Wunderbar.

Weihnachten im Web 2.0-Zeitalter

24. Dezember 2010

Einen sehr netten Film über die Geburt von Jesus Christus im Web 2.0-Zeitalter habe ich bei YouTube gefunden. Zum Einsatz kommen alle die Tools, die wir so lieben und täglich einsetzen. Falls Jesus heute geboren würde, so läuft die Kommunikation über seine Geburt sicher so ab. Ich wünsche alles Gute zu Weihnachten 2010.

Social Media: 35 Stunden Video pro Minute bei YouTube

17. November 2010
35 Stunden Videos pro Minute. Quelle: YouTube

35 Stunden Videos pro Minute. Quelle: YouTube

Die erfolgreichste Videoplattform im Internet ist YouTube. Das ist eigentlich nichts neues. Bei meinen Seminaren weise ich auf die unglaubliche Chance hin, die YouTube im Social Media-Umfeld spielt. Ich empfehle meinen Kunden einen YouTube-Auftritt, um ihre Marke zu streuen und zu festigen. Wichtig ist es, verschiedene Plattformen zu bedienen und den Content zu vernetzen und nicht alles auf einer Website zu horten.

Als Webnutzer birgt YouTube wahre Schätze. Natürlich gibt es zahlreiche verwackelte, unscharfe Vidoes, die reiner Datenmüll sind. Aber es gibt auch enorm kreatives Material zu sehen. Ich stelle fest: Mein Leben wäre ohne YouTube deutlich ärmer.

Als Blogger und Social Media-Berater sollte man auch immer wieder den YouTube-Blog im Auge haben, der aktuelle Zahlen liefert. Und über das aktuelle Material lässt sich nur staunen. Ich wusste zwar, dass YouTube erfolgreich ist, aber nicht so: Über 35 Stunden Videocontent wird pro Minute bei YouTube hochgeladen. Da sollten sich die TV-Sender warm anziehen. Für ARD und ZDF sind nicht die Privaten Anstalten die Konkurrenz, sondern YouTube und Co. Ihr Fernsehmacher wacht auf. Auf der IFA habe ich Fernseher gesehen, die jetzt auch einen YouTube-Channel eingebaut haben. Das ist die Zukunft.

Lassen Sie uns mit den YouTube-Zahlen spielen: Es bedeutet, dass 2100 Stunden Videocontent alle 80 Minuten hochgeladen werden oder 50400 Stunden jeden Tag.

Nachdem YouTube Änderungen beim Hochladen vorgenommen hat, wird es sogar noch attraktiver: Ich kann nun 15 Minuten Clips der Welt zur Verfügung stellen und das in einer Auflösung von 4 K. Wahnsinn. Ich allerdings nicht, denn für solches Material ist meine Leitung dann doch zu schwach.

 

App Magnete für den Kühlschrank

7. September 2010
App Magnete für den Kühlschrank - genial

App Magnete für den Kühlschrank - genial

Früher hatte ich einen Kühlschrank, an dem konnte ich Magneten befestigen. Ich glaube es war ein alter Bosch. Der Kühlschrank ist aber Vergangenheit. Der Kühlschrank ist weg die Magnete habe ich noch. Ein paar Star Wars-Magnete, ein bisschen Adobe, ein wenig Cinema 4D und was man so all die Jahre sammelt.

Und seit heute sind neue Magnete hinzugekommen. Es sind Thumbs Up iPhone App Magnete (18 Stk.), die den Icons des iPhones/iPads nachempfunden wurden. Oder sollte besser sagen, sie wurden schamlos kopiert. Es sind 18 Stück, die dem Homescreen nachempfunden wurden in einer Größe von 2,2 x 2,2 cm. Doch was mache ich mit diesen Magneten?

Wir haben einen Türrahmen aus Metall in der Küche, dort könnte ich diese Magneten befestigen. Allerdings weiß ich genau, dass meine Kinder die neuen Errungenschaften sofort entführen würden. Bei der Sonnenblume – das Icon für Photos – würde die Tochter sofort Besitz anmelden und das YouTube-Icon wäre sofort beim Sohn. Also haben die App Maganete den Weg in mein Arbeitszimmer geschafft.

Auf einer großen Flipchard aus Metall haben sie ein neues Zuhause gefunden. Dort halten sie wichtige Aufzeichnungen für meine Arbeit fest. Sie lösen damit alte AOL Magnete ab, die in Rente geschickt werden. Jetzt muss ich nur noch die Reihenfolge klären, wie die Apps aufgehängt werden.

Kritiker werden sagen. Kein Mensch braucht solch einen Schnickschnack. Ich sage: Spaß macht es trotzdem. Ich bin nur gespannt, was die Apple Anwälte zu diesem Schnickschnack sagen werden. Die Icons sind sehr gut kopiert. Ich bin mir sicher dass der eine oder andere Apple-Rechtsanwalt damit seine Probleme hat oder sie sich still und heimlich in die Küche an seinen Kühlschrank hängt.

SAE Institute startet die Digital Journalism Camp Tour

2. Juni 2010

Online Medien sind mehr denn je auf dem Vormarsch und haben direkte Auswirkungen auf die journalistische Arbeit, in der die Aufbereitung von Inhalten in digitaler Form eine große Rolle spielt. Das SAE Institute, führende Bildungseinrichtung im Medienbereich, bereitet den Journalisten der Zukunft optimal darauf vor: Im September startet dort der neue Studiengang Digital Journalism, der speziell an die veränderten medialen Anforderungen im Berufsfeld der Journalisten ausgerichtet ist. Um Studieninteressenten einen Einblick in die Kursinhalte zu geben, veranstaltet das SAE Institute ab dem 15. Juni eine Workshop-Reihe im Rahmen der Digital Journalism Camp Tour durch alle sieben deutschen SAE Standorte. Hier erfahren zukünftige „Digitale Journalisten“ alles Wissenswerte zum neuen Studiengang sowie über das sich verändernde Berufsbild des Journalisten.

Auf der Agenda der Camp Tour steht dabei zunächst eine kurze Einführung in verschiedene Techniken, die bei der Aufbereitung von Informationen in digitaler Form zum Einsatz kommen: Blogs, Soziale Netzwerke, Digitale Fotografie, Bildbearbeitung, Videoschnitt, Mikrofonie und Sprachaufnahme. Zudem werden Themen wie Jobsituation, Studienvoraussetzungen sowie die veränderte Medienlandschaft und dadurch entstandenen neuen Anforderungen an Journalisten, Marketing- und PR-Fachleute diskutiert. Der Studiengang wird an allen Standorten von mir präsentiert. Ich war Chefredakteur der DIGITAL PRODUCTION und MACup und bin heute im Bereich Digital Journalism tätig und konzipiert u.a. den SAE-Studiengang mit. Ich berichte aus erster Hand über die tägliche Praxis in diesem spannenden Arbeitsfeld.

Die Digital Journalism Camp Tour startet am 15.06 am SAE Institute in Leipzig und macht an den Niederlassungen Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Stuttgart und München halt. Eine zweite Tourrunde findet im Juli statt.

Im Online-Zeitalter stehen Medien aller Art vor der Herausforderung, Informationen schnell und möglichst in multimedialer Form bereitzustellen. In diesem Zusammenhang nehmen Web Tools wie Blogs, Pod- und Videocasts einen zentralen Stellenwert im Online-Journalismus ein. Doch obwohl Publikationen verstärkt Inhalte in digitalen Formaten anbieten, fehlt es noch immer an qualifiziertem Personal, um diesen Bedarf ausreichend zu decken: Laut einer aktuellen Umfrage* unter Journalisten gaben rund 40 Prozent der Befragten an, dass Online-TV und Videoclips in ihrer Arbeit zunehmend an Bedeutung gewinnen. Allerdings haben zwei Drittel der Umfrageteilnehmer niemals ein Training im Umgang mit den audio-visuellen Medien erhalten. Vor diesem Hintergrund hat das SAE Institute den Studiengang Digital Journalism entwickelt, dessen Auftakt die Digital Journalism Camp Tour markiert. Der Kurs bietet eine Kombination aus verschiedenen Disziplinen, die alle wichtigen Facetten der heutigen und zukünftigen Kommunikationswelt abdecken: Journalismus im Zeitalter digitaler Medien sowie die unterschiedlichsten Produktionstechniken aus den Bereichen Audio, Video und Multimedia stehen auf dem Programm.

Götz Hannemann, Marketingleiter am SAE Institute erläutert: „Täglich werden etwa 65.000 neue Videos auf die Online-Video-Plattform YouTube hochgeladen und 100 Millionen Clips angesehen. Die Zahl der Besucher auf den Top20-Nachrichtenseiten im Internet lag bei über 6,5 Milliarden Visits im Jahr 2009. Das zeigt wie sehr Webpublikationen und digital aufbereitete Inhalte an Bedeutung gewinnen. Am SAE Institute haben wir diesen Trend erkannt und bieten ab September mit dem Digital Journalism Diploma einen speziellen Studiengang an, der diese Entwicklung berücksichtigt.“

Das Digital Journalism Diploma basiert auf dem innovativen und praxisbasierten SAE Ausbildungskonzept. So ist der Kurs unter anderem für klassische Redakteure und Journalisten gedacht, die sich fortbilden möchten. Grundsätzlich richtet sich die Ausbildung aber auch an Schulabsolventen, die eine Karriere im Medienbereich anstreben. Ein weiteres Einsatzgebiet der Absolventen ist in den Marketing- und PR-Abteilungen von Unternehmen, denn neben dem Strukturwandel im Journalismus verändert sich auch dort die Öffentlichkeits- und Pressearbeit.

Aufgrund der zunehmenden Relevanz von Social Media und der Etablierung neuer Formen sozialer Netzwerke wie Xing oder studiVZ im Internet, ergeben sich neue Zielgruppen für PR & Marketing-Aktivitäten. Kein Unternehmen kann heute auf eine eigene Facebook-Fan-Page, Twitter oder Blogs verzichten. Alleine Facebook zählt aktuell 400 Millionen aktive Nutzer weltweit. Darüber hinaus betreiben mehr als 1,5 Millionen Dienstleister und Geschäftsinhaber eine Facebook-Fanpage. Diese Statistiken machen deutlich, wie sehr Social Communities für die Unternehmenskommunikation an Bedeutung gewinnen. Der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern in diesem Bereich ist enorm.

1. Tour

15.6.: Leipzig; Workshop von 15-18 Uhr

16.6.: Berlin; Workshop von 15-18 Uhr

17.6.: Hamburg; Workshop von 15-18 Uhr

21.6.: Frankfurt; Workshop von 15-18 Uhr

22.6.: Köln; Workshop von 15-18 Uhr

23.6.: Stuttgart; Workshop von 15-18 Uhr

24.6.: München; Workshop von 15-18 Uhr

2. Tour

09.7.: Leipzig; Workshop von 14-17 Uhr

10.7.: Berlin; Workshop von 14-17 Uhr

11.7.: Hamburg; Workshop von 14-17 Uhr

08.8.: München; 14-18 Uhr

13.8.: Frankfurt; Workshop von 14-17 Uhr

14.8.: Köln; Workshop von 14-17 Uhr

15.8.: Stuttgart; Workshop von 14-17 Uhr