Posts Tagged ‘Youtube’

Steadicam für das iPhone

21. Mai 2011
Meine Steadicam für das iPhone 4.

Meine Steadicam für das iPhone 4.

Für kleine Drehs bin ich einfach zu faul die großen HD-Kameras mitzuschleppen. Für manche Aufträge, die nur auf YouTube veröffentlicht werden, reicht mein iPhone 4 durchaus als Kamera aus. Der Nachteil ist natürlich die enorme Verwacklung beim Filmen. Selbst der Puls oder der Herzschlag ist bei den iPhone-Aufnahmen zu bemerken. Diese Wackelei kann ja manchmal ein Underground-Feeling erzeugen, manchmal stört sie einfach nur. Aus diesem Grunde habe ich mir eine Steadicam-Halterung Steadicam Smoothee für das iPhone 4 zugelegt. Ich bin rundum zufrieden.

Das System federt Stöße ab und sorgt für verwacklungsfreie Aufnahmen. Nun kann ich eindrucksvolle Aufnahmen mit dem iPhone in Szene setzen. Das erste Mal als ich Steadicam-Aufnahmen im Kino gesehen habe, war das bei Stanley Kubricks The Shining im Jahre 1980. Hier erzeugte die Kamera einen wahren Sog und zog mich in das Geschehen. Damals war die Steadicam-Ausrüstung sauschwer und sauteuer, aber Garrett Brown, der auch Erfinder des Systems – eine Art Daniel Düsentrieb der Kameratechnik, war, überzeugte mich.  Auf vielen Veranstaltungen wie die NAB oder die IBC schaute ich mir Steadicam-Versionen an. Das deutsche Unternehmen P+S-Technik hatte sogar ein FreeStyle Rig für Stereo3D-Kameras. Das ist natürlich völlig überdimensionalisiert für meine Bedürfnisse. Mir reicht die low End Version Steadicam Smoothee erst einmal aus. Die Betonung liegt auf erst einmal.

Wichtig ist, dass der Kopfhöreranschluss frei bleibt, um Mikros anzuschließen.

Wichtig ist, dass der Kopfhöreranschluss frei bleibt, um Mikros anzuschließen.

Schocktrailer von „Dead Island“ tut der Branche keinen Gefallen

26. Februar 2011

Vor kurzem erschien der Teaser zu „Dead Island“ auf YouTube und erschütterte mich. Ich bin gewiss kein Weichei, aber dieser Trailer von Techlands und Deep Silver hat es in sich. Ich möchte mich als CGI-Profi nicht auslassen, über technische Qualität und Dramaturgie des Spots. Das Rendering ist der Hammer. Hier gibt es nichts zu meckern. Falls das Spiel nach der ersten Ankündigung vor vier Jahren doch noch 2011 zum Verkauf ansteht, wird das Gameplay interessant werden. Eine offene Spielelandschaft mit nacktem Terror sowie unterschiedliche Allianzen der Darsteller liefern sicherlich beeindruckende Duelle auf hohem technischen Niveau für Xbox 360 und PC. Ob die PS3 zum Einsatz kommt, ist fraglich.

Aber das moralische Niveau des Trailers von Dead Island ist unterste Schublade. Als Vater habe ich ein großes Problem mit dem Trailer, bei dem ein Kind gemeuchelt wird. Das geht mir zu weit, eindeutig zu weit. Das muss ich in einem Trailer nicht sehen, auch wenn ich die Idee eines Zombiespiels auf einer Insel reizvoll finde. Gewalt gegen Kinder ist eine absolute Sauerei. Ich bin mir sicher, dass die Bundesprüfstelle hier auf den Plan gerufen wird. Ich geh jede Wette ein, dieses Spiel wird nicht ungekürzt in Deutschland erscheinen.

So ein Trailer wie von Dead Island polarisiert und bringt die ganze Spieleindustrie wieder in Verruf. Ich höre schon wieder die Debatten auf uns zukommen, dass wir Gamer alles potentielle Massenmörder sind. Das ist natürlich Quatsch, aber das Dahinschlachten eines (virtuellen) Kinders erweist der Branche keinen Dienst. Medienkompetenz erwarte ich nicht nur von den Zuschauern, sondern auch von den Herstellern.

Jetzt warte ich erst einmal ab, welche Details Techland und Deep Silver weiter in diesem Jahr veröffentlichen. Ich kann mir vorstellen, dass das aufwändige Rendering sich nicht im Gameplay fortsetzt und der Mord an der Familie gar keine Rolle im finalen Spiel einnimmt. Der Einsatz der neuen Chrome Engine 5 zeigt aber optisch hervorragende Wirkung. Aber ich bleibe dabei: Der Schocktrailer von „Dead Island“ tut der Branche keinen Gefallen

 

Probleme bei der interkulturellen Kommunikation

3. Januar 2011

Ich erarbeite gerade für einen Kunden ein Seminarkonzept zum Thema „Interkulturelle Kommunikation für Journalisten“. Hier stelle ich zunächst klassische Beispiele von Missverständnissen vor. Wie werden wir im Ausland gesehen und für Journalisten natürlich sehr interessant – wie sehen wir Ausländer? Viele Informationen bekomme ich unter anderem von einem Kollegen der NürnbergMesse, der sich oft in Asien aufhält. Dort ist das Thema Visitenkarten immer ein Klassiker.

Erhalte ich eine Visitenkarte, so darf ich sie keinesfalls locker flockig in die Innentasche stecken. Hier riecht es nach Schweiß und es wird als Beleidigung aufgefasst. Ein absolutes No ist auch ein Unterbringen in der Gesäßtasche. Ordnungsgemäß wird die Visitenkarte mit beiden Händen überreicht bzw. in Empfang genommen und dann begutachtet. „Ach, Sie sind der Blabla und arbeiten als Blubblub.“ Anschließend wird die Karte in einer speziellen Visitenkartentasche verstaut. Diese und ähnliche Beispiele sind bekannt, werden aber dennoch auf den Geschäftsreisen in Asien immer wieder vergessen.

Ich bin vielmehr in den USA unterwegs. Alkohol und Amerikaner passen offiziell nicht zusammen. Eine Flasche Alkohol zu kaufen ist in manchen Staaten schwieriger als der Kauf einer Waffe – ja auch dies ist natürlich ein Klischee. Aber die braunen Papiertüten, in denen Alkohol eingewickelt ist, gehören zum Straßenbild mancher Großstädte. Jeder weiß, dass sich in den Tüten Alkohol befindet, aber eine braune Papiertüte wahrt den Schein. Aufpassen, wenn Sie für eine Party mehrere Kästen Bier kaufen wollen – in einigen Staaten darf nur ein Kasten pro Auto transportiert werden und der Kasten darf natürlich für niemanden zu sehen sein.

Aber auch die Amerikaner haben schöne Klischees über uns Deutsche. Bei meiner Einreise in die Staaten werde ich regelmäßig von Mitarbeitern der Homeland-Security gefragt, ob denn das ganze Jahr Oktoberfest sei. Noch besser: Ob Adolf Hitler weiterhin an der Macht sei oder ob wir in Bayern noch den König hätten? Dabei will der Beamte eigentlich nur freundlich sein.

Bei meinen Recherchen habe ich ein tolles YouTube-Video gefunden: Stackenblochen G Es ist eine geniale Verarschung deutscher Tugenden: In einer angeblichen TV-Show sollen die Teilnehmer Gegenstände im rechten Winkel anordnen. Dazu gehört natürlich auch die Hummelfigur als deutsches Kulturgut. Dann überprüfen Männer in Uniformen (Schäferhund inklusive), ob die Aufgabe erfüllt wurde („Ich sag‘ Nein Stackenblochen!“ = „Das liegt nicht im rechten Winkel!“). „Stackenblochen“ ist eine Verballhornung des Ausdrucks „to stack the blocks“, also das exakte Aufeinanderlegen von Ziegeln beim Hochziehen einer Steinmauer. Wunderbar.

Weihnachten im Web 2.0-Zeitalter

24. Dezember 2010

Einen sehr netten Film über die Geburt von Jesus Christus im Web 2.0-Zeitalter habe ich bei YouTube gefunden. Zum Einsatz kommen alle die Tools, die wir so lieben und täglich einsetzen. Falls Jesus heute geboren würde, so läuft die Kommunikation über seine Geburt sicher so ab. Ich wünsche alles Gute zu Weihnachten 2010.

Social Media: 35 Stunden Video pro Minute bei YouTube

17. November 2010
35 Stunden Videos pro Minute. Quelle: YouTube

35 Stunden Videos pro Minute. Quelle: YouTube

Die erfolgreichste Videoplattform im Internet ist YouTube. Das ist eigentlich nichts neues. Bei meinen Seminaren weise ich auf die unglaubliche Chance hin, die YouTube im Social Media-Umfeld spielt. Ich empfehle meinen Kunden einen YouTube-Auftritt, um ihre Marke zu streuen und zu festigen. Wichtig ist es, verschiedene Plattformen zu bedienen und den Content zu vernetzen und nicht alles auf einer Website zu horten.

Als Webnutzer birgt YouTube wahre Schätze. Natürlich gibt es zahlreiche verwackelte, unscharfe Vidoes, die reiner Datenmüll sind. Aber es gibt auch enorm kreatives Material zu sehen. Ich stelle fest: Mein Leben wäre ohne YouTube deutlich ärmer.

Als Blogger und Social Media-Berater sollte man auch immer wieder den YouTube-Blog im Auge haben, der aktuelle Zahlen liefert. Und über das aktuelle Material lässt sich nur staunen. Ich wusste zwar, dass YouTube erfolgreich ist, aber nicht so: Über 35 Stunden Videocontent wird pro Minute bei YouTube hochgeladen. Da sollten sich die TV-Sender warm anziehen. Für ARD und ZDF sind nicht die Privaten Anstalten die Konkurrenz, sondern YouTube und Co. Ihr Fernsehmacher wacht auf. Auf der IFA habe ich Fernseher gesehen, die jetzt auch einen YouTube-Channel eingebaut haben. Das ist die Zukunft.

Lassen Sie uns mit den YouTube-Zahlen spielen: Es bedeutet, dass 2100 Stunden Videocontent alle 80 Minuten hochgeladen werden oder 50400 Stunden jeden Tag.

Nachdem YouTube Änderungen beim Hochladen vorgenommen hat, wird es sogar noch attraktiver: Ich kann nun 15 Minuten Clips der Welt zur Verfügung stellen und das in einer Auflösung von 4 K. Wahnsinn. Ich allerdings nicht, denn für solches Material ist meine Leitung dann doch zu schwach.

 

App Magnete für den Kühlschrank

7. September 2010
App Magnete für den Kühlschrank - genial

App Magnete für den Kühlschrank - genial

Früher hatte ich einen Kühlschrank, an dem konnte ich Magneten befestigen. Ich glaube es war ein alter Bosch. Der Kühlschrank ist aber Vergangenheit. Der Kühlschrank ist weg die Magnete habe ich noch. Ein paar Star Wars-Magnete, ein bisschen Adobe, ein wenig Cinema 4D und was man so all die Jahre sammelt.

Und seit heute sind neue Magnete hinzugekommen. Es sind Thumbs Up iPhone App Magnete (18 Stk.), die den Icons des iPhones/iPads nachempfunden wurden. Oder sollte besser sagen, sie wurden schamlos kopiert. Es sind 18 Stück, die dem Homescreen nachempfunden wurden in einer Größe von 2,2 x 2,2 cm. Doch was mache ich mit diesen Magneten?

Wir haben einen Türrahmen aus Metall in der Küche, dort könnte ich diese Magneten befestigen. Allerdings weiß ich genau, dass meine Kinder die neuen Errungenschaften sofort entführen würden. Bei der Sonnenblume – das Icon für Photos – würde die Tochter sofort Besitz anmelden und das YouTube-Icon wäre sofort beim Sohn. Also haben die App Maganete den Weg in mein Arbeitszimmer geschafft.

Auf einer großen Flipchard aus Metall haben sie ein neues Zuhause gefunden. Dort halten sie wichtige Aufzeichnungen für meine Arbeit fest. Sie lösen damit alte AOL Magnete ab, die in Rente geschickt werden. Jetzt muss ich nur noch die Reihenfolge klären, wie die Apps aufgehängt werden.

Kritiker werden sagen. Kein Mensch braucht solch einen Schnickschnack. Ich sage: Spaß macht es trotzdem. Ich bin nur gespannt, was die Apple Anwälte zu diesem Schnickschnack sagen werden. Die Icons sind sehr gut kopiert. Ich bin mir sicher dass der eine oder andere Apple-Rechtsanwalt damit seine Probleme hat oder sie sich still und heimlich in die Küche an seinen Kühlschrank hängt.

SAE Institute startet die Digital Journalism Camp Tour

2. Juni 2010

Online Medien sind mehr denn je auf dem Vormarsch und haben direkte Auswirkungen auf die journalistische Arbeit, in der die Aufbereitung von Inhalten in digitaler Form eine große Rolle spielt. Das SAE Institute, führende Bildungseinrichtung im Medienbereich, bereitet den Journalisten der Zukunft optimal darauf vor: Im September startet dort der neue Studiengang Digital Journalism, der speziell an die veränderten medialen Anforderungen im Berufsfeld der Journalisten ausgerichtet ist. Um Studieninteressenten einen Einblick in die Kursinhalte zu geben, veranstaltet das SAE Institute ab dem 15. Juni eine Workshop-Reihe im Rahmen der Digital Journalism Camp Tour durch alle sieben deutschen SAE Standorte. Hier erfahren zukünftige „Digitale Journalisten“ alles Wissenswerte zum neuen Studiengang sowie über das sich verändernde Berufsbild des Journalisten.

Auf der Agenda der Camp Tour steht dabei zunächst eine kurze Einführung in verschiedene Techniken, die bei der Aufbereitung von Informationen in digitaler Form zum Einsatz kommen: Blogs, Soziale Netzwerke, Digitale Fotografie, Bildbearbeitung, Videoschnitt, Mikrofonie und Sprachaufnahme. Zudem werden Themen wie Jobsituation, Studienvoraussetzungen sowie die veränderte Medienlandschaft und dadurch entstandenen neuen Anforderungen an Journalisten, Marketing- und PR-Fachleute diskutiert. Der Studiengang wird an allen Standorten von mir präsentiert. Ich war Chefredakteur der DIGITAL PRODUCTION und MACup und bin heute im Bereich Digital Journalism tätig und konzipiert u.a. den SAE-Studiengang mit. Ich berichte aus erster Hand über die tägliche Praxis in diesem spannenden Arbeitsfeld.

Die Digital Journalism Camp Tour startet am 15.06 am SAE Institute in Leipzig und macht an den Niederlassungen Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Stuttgart und München halt. Eine zweite Tourrunde findet im Juli statt.

Im Online-Zeitalter stehen Medien aller Art vor der Herausforderung, Informationen schnell und möglichst in multimedialer Form bereitzustellen. In diesem Zusammenhang nehmen Web Tools wie Blogs, Pod- und Videocasts einen zentralen Stellenwert im Online-Journalismus ein. Doch obwohl Publikationen verstärkt Inhalte in digitalen Formaten anbieten, fehlt es noch immer an qualifiziertem Personal, um diesen Bedarf ausreichend zu decken: Laut einer aktuellen Umfrage* unter Journalisten gaben rund 40 Prozent der Befragten an, dass Online-TV und Videoclips in ihrer Arbeit zunehmend an Bedeutung gewinnen. Allerdings haben zwei Drittel der Umfrageteilnehmer niemals ein Training im Umgang mit den audio-visuellen Medien erhalten. Vor diesem Hintergrund hat das SAE Institute den Studiengang Digital Journalism entwickelt, dessen Auftakt die Digital Journalism Camp Tour markiert. Der Kurs bietet eine Kombination aus verschiedenen Disziplinen, die alle wichtigen Facetten der heutigen und zukünftigen Kommunikationswelt abdecken: Journalismus im Zeitalter digitaler Medien sowie die unterschiedlichsten Produktionstechniken aus den Bereichen Audio, Video und Multimedia stehen auf dem Programm.

Götz Hannemann, Marketingleiter am SAE Institute erläutert: „Täglich werden etwa 65.000 neue Videos auf die Online-Video-Plattform YouTube hochgeladen und 100 Millionen Clips angesehen. Die Zahl der Besucher auf den Top20-Nachrichtenseiten im Internet lag bei über 6,5 Milliarden Visits im Jahr 2009. Das zeigt wie sehr Webpublikationen und digital aufbereitete Inhalte an Bedeutung gewinnen. Am SAE Institute haben wir diesen Trend erkannt und bieten ab September mit dem Digital Journalism Diploma einen speziellen Studiengang an, der diese Entwicklung berücksichtigt.“

Das Digital Journalism Diploma basiert auf dem innovativen und praxisbasierten SAE Ausbildungskonzept. So ist der Kurs unter anderem für klassische Redakteure und Journalisten gedacht, die sich fortbilden möchten. Grundsätzlich richtet sich die Ausbildung aber auch an Schulabsolventen, die eine Karriere im Medienbereich anstreben. Ein weiteres Einsatzgebiet der Absolventen ist in den Marketing- und PR-Abteilungen von Unternehmen, denn neben dem Strukturwandel im Journalismus verändert sich auch dort die Öffentlichkeits- und Pressearbeit.

Aufgrund der zunehmenden Relevanz von Social Media und der Etablierung neuer Formen sozialer Netzwerke wie Xing oder studiVZ im Internet, ergeben sich neue Zielgruppen für PR & Marketing-Aktivitäten. Kein Unternehmen kann heute auf eine eigene Facebook-Fan-Page, Twitter oder Blogs verzichten. Alleine Facebook zählt aktuell 400 Millionen aktive Nutzer weltweit. Darüber hinaus betreiben mehr als 1,5 Millionen Dienstleister und Geschäftsinhaber eine Facebook-Fanpage. Diese Statistiken machen deutlich, wie sehr Social Communities für die Unternehmenskommunikation an Bedeutung gewinnen. Der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern in diesem Bereich ist enorm.

1. Tour

15.6.: Leipzig; Workshop von 15-18 Uhr

16.6.: Berlin; Workshop von 15-18 Uhr

17.6.: Hamburg; Workshop von 15-18 Uhr

21.6.: Frankfurt; Workshop von 15-18 Uhr

22.6.: Köln; Workshop von 15-18 Uhr

23.6.: Stuttgart; Workshop von 15-18 Uhr

24.6.: München; Workshop von 15-18 Uhr

2. Tour

09.7.: Leipzig; Workshop von 14-17 Uhr

10.7.: Berlin; Workshop von 14-17 Uhr

11.7.: Hamburg; Workshop von 14-17 Uhr

08.8.: München; 14-18 Uhr

13.8.: Frankfurt; Workshop von 14-17 Uhr

14.8.: Köln; Workshop von 14-17 Uhr

15.8.: Stuttgart; Workshop von 14-17 Uhr

Prognose: Agentursterben durch Social Media

16. März 2010
Ich bin mir sicher: Viele der so genannte Kommunikationsagenturen werden in den nächsten Jahren das Handtuch werfen, weil sie sich nicht auf die neue Kommunikationszeit eingestellt haben oder einstellen können. Viele der Kollegen schwatzen ihren Kunden ausschließlich die klassische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für viel Geld auf, sind aber auf die neuen Herausforderungen von Social Media gar nicht eingestellt. Man spricht zwar davon, schreibt es in die Angebote, aber man lebt es in vielen Agenturen nicht. So werden eben ein paar Agenturen über die Wupper springen, weil sie nicht die richtigen Leute und sich selbst nicht weitergebildet haben.
Ist mein Pessimismus wirklich gerechtfertigt? Das Umdenken hat die Agenturen erreicht, wenn ich mir die neuesten Zahlen des Gesamtverbandes der Kommunikationsagenturen (GWA) ansehe.
Von der Czaia Marktforschung GmbH aus Bremen wurde die Umfrage durchgeführt: Die Methode war eime Online-Befragung anhand eines teil- bzw. voll- strukturierten Fragebogens, der den Befragten über einen persönlichen Link zugänglich war. Befragt wurden Inhaber und Geschäftsführer der GWA-Kommunikationsagenturen. Herausgekommen sind etliche Seiten, wobei ich mich nur auf Social Media-Ergebnisse stütze. Die Notenskala ist wie in der Schule 1 bis 6, wobei 1 ganz wichtig und 6 unwichtig ist.
Auf die Frage: Twitter, YouTube, Facebook oder Corporate Blogs bestimmen die Kommunikation im Internet. Welche Bedeutung hat Ihrer Meinung nach Social Media für die Marketing-Kommunikation. Die Antwort fiel gar nicht mal so eindeutig aus: Social Media hat zwar hohe Bedeutung für die Marketing-Kommunikation, aber dennoch nicht die volle Durchschlagskraft. Nur 9 Prozent sehen eine sehr hohe Bedeutung. 41 und 38 Prozent gaben eine 2 bzw. 3 und von geringerer Bedeutung fanden es immerhin noch 12 Prozent. Ich bin davon überzeugt, diese Agenturen wird es künftig nicht mehr geben.
Deutlich wird es bei der Frage: Wie wird sich die Bedeutung von Social Media für die Marketing-Kommunikation entwickeln? Hier votierten 93 Prozent der Befragten auf eine Zunahme. Freunde, dann tut aber auch was. 6 Prozent meinen es bleibe gleich und 1 Prozent sah einen abnehmenden Trend (gute Nacht lieber Teilnehmer).
Da Geld bekanntlich nicht auf Bäumen wächst muss bei den Kommunikationsmaßnahmen irgendwo weniger Geld ausgegeben werden. Hier zeigt sich: Die etablierten Medien werden die Verlierer sein. Die wachsende Bedeutung von Social-Media-Plattformen geht vor allem zu Lasten von TV-Werbung (22 Prozent), Print-Werbung (21 Prozent), Dialogmarketing (20 Prozent), E-Mails (17 Prozent), Websites (17 Prozent), Kino-Werbung (7 Prozent) und Radio-Werbung (5 Prozent). Social-Media wird lediglich eine Ergänzung zu bereits vorhandenen Kommunikationsmöglichkeiten sagen 47 Prozent.
Die Agenturen wollen sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen und sehen Social Media als klares Geschäftsfeld innerhalb der Agentur. Ja, denn Social-Media muss als Teil der Markenführung in Agenturverantwortung sein, sagen 82 Prozent. Wobei 49 Prozent kritisch zugeben, dass die Agenturen in der Lage Social Media-Profile für ihre Kunden zu pflegen sind. Da ist noch Potenzial möglich. 7 Prozent meinen, Social Media sollte vom Kunden selbst gemacht werden. Die nackten Zahlen sehen 3 Prozent, die ablehnen: Social-Media-Projekte werden vom Kunden nicht ausreichend vergütet.
Schön auch die Instrumente, die in Deutschland am beliebtesten sind: Auf die Frage, welche Social-Media-Plattformen nutzen Sie, kam die Antwort: Facebook (82 Prozent) Xing (82 Prozent), Twitter (64 Prozent), YouTube (57 Prozent) und Blogs (48 Prozent). Interessant finde ich das Abschneiden von YouTube. Alle reden davon, dass Bewegtbild die Zukunft gehört, doch nur etwas über die Hälfte nimmt daran teil. Gute Nacht liebe Agenturwelt.

xPhone – Hype um Apple-Produkte

9. Februar 2010
Der Hype um Apple-Produkte ist legendär. Diese Company hat wirkliche Fans (mich eingeschlossen). Es macht einen Heidenspaß über die neuen Produkte zu spekulieren und sich die Köpfe heiß zu reden. Dabei ist Kritik an der Apfel-Firma durchaus erlaubt – aber nicht von jedermann. Wer Kritik üben kann, da wird schon fein unterschieden.
Gehört einer zur Gemeinschaft des Apfels, so darf er natürlich schimpfen, was Steve, Jonathan, Tim und den dicken Phil alles vergessen haben. Das ist ok und wird akzeptiert. Aber wehe, einer der Außenstehenden der Gemeinschaft zieht über die Produkte her, da gibt es Ärger. Auf einmal sind alle Streitigkeiten innerhalb der Gemeinschaft begraben und man rückt zusammen. Wagt es ein Windows-User zu bemerken, dass kein Mensch FireWire 800 braucht, dann gibt es richtig Ärger.
Aber die Gemeinschaft um den Apfel kann auch lachen. Beliebt sind Späße rund um die Produkte und den daraus resultierenden Hype. Diese Späße heizen den Hype natürlich an, zeigen aber auch den Spiegel der Gesellschaft. Gelacht wird nur über Sachen, die einen auch berühren. Keiner würde einen Witz über den Zune mache, weil das Ding auch keinen ernsthaft als Produkt interessiert, sorry Microsoft.
Über einen Kollegen, der sehr erfolgreich einen Laufblog in Web betreibt, bin ich auf diesen YouTube-Spot gestoßen. Er handelt von einem legendären XPhone und Entstehungsort ist Deutschland. Überlegungen zum iPhone und jetzt iPad liegen nahe. Was man nicht alles mit einem Telefon so alles machen kann. Am witzigsten finde ich die Szene mit der Videocassette und der SMS-Nachricht auf dem Toast. Wunderschön auch die Abwärtskompatibilität durch Flash-Back-Techologie. Was meint ihr?

Neue Marketingaktion für das Handwerk

18. Januar 2010
50 Millionen Euro (!) kostet wohl eine großangelegte Werbemaßnahme für das deutsche Handwerk, die vergangene Woche an den Start ging. Als erstes wurde ein Spot ausgestrahlt. Start war Samstag abend: Um 20.14 Uhr lief der neue Imagefilm in deutschen Privatsendern. In dieser Woche startet eine Langversion des Spots in den deutschen Kinos.
Die PR-Aktion ist auf fünf Jahre angelegt und wird von den Kollegen von Scholz and Friends aus Berlin abgewickelt, die auch recht gut daran verdienen. Auftraggeber ist der Deutsche Handwerkskammertag (DHKT), der Dachverband der 53 Handwerkskammern. Vorausgegangen war eine Umfrage des Forsa-Instituts über das Image des Handwerks in der Bevölkerung. 90 Prozent sehen die Handwerker als freundlich an, und 83 Prozent bescheinigen ihnen, sorgfältig zu arbeiten.
Im Stil eines Roland Emmerich-Films werden in dem Spot die unterschiedlichen Facetten des Handwerks gezeigt. Das Motto lautet „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht von nebenan!“. Natürlich freut es mich, dass auch die Friseure als wichtige deutsche Arbeitsbranche in dem Film vorkommt.
Wie es heißt, sollen alle Kanäle des Marketings genutzt werden. In Fernseh- Radio- und Kinospots, auf Plakatwänden, in Zeitungsanzeigen und im Internet sollen in den kommenden fünf Jahren die Deutschen ein positiveres Bild vom Handwerk vermittelt bekommen. Handwerk ist voll geil. Auf jeden Fall ist der Spot bereits in YouTube angekommen. Die Machart des Spots ist einfach: Was würde passieren, wenn es kein Handwerk gebe? So lösen sich Brillen, Ringe, Instrumente auf, brechen Gebäude und Autos zusammen, Straßen reißen auf und die Klamotten fallen den Menschen von den Leibern. Irgendwann schaut eine Frau sogar in einen zerbrochenen Spiegel und rauft sich die Haare – das ist wohl die Anspielung auf den Friseur. Am nettesten finde ich die Szene als ein Mann aus der U-Bahn kommt und seine Mitmenschen wie Zombie durch die Apokalypse wandern.
Das Compositing und die VFX sind durchweg gut gemacht. Mal sehen, ob wir in der DIGITAL PRODUCTION mehr darüber berichten. Und vielleicht ist der Spot auch etwas für unseren animago AWARD.
Update (19-01-2010): Soeben habe ich erfahrenerfahren, dass die Ausstrahlung des TV-Spots ausgesetzt wird.  Grund sind Reaktionen aus der Öffentlichkeit, die einen Zusammenhang zwischen den Bildern des TV-Spots und dem Erdbeben in Haiti herstellen.