Ich hab mir die Papst-Wahl im Internet angeschaut.
Die Kommunikation wird mobil und auf meinen Seminaren erarbeiten wir die Chancen von mobilen Endgeräten für Verbraucher und Firmen. Dabei spielt Bewegtbild eine immer größere Rolle. Nicht zuletzt die Tatsache, dass Smartphones und Tablets eine Videokamera in Board haben, ist erleichtert geworden, selbst bewegte Bilder zu erzeugen und ins Internet hochzulaufen.
Jetzt liefert mir Adobe Zahlenmaterial für den rasanten Anstieg der Nutzung von Video-Content über mobile Geräte. Interessant: Auch TV-Nutzung über mobile Geräte setzt sich zunehmend durch. Was Adobe aber nicht wusste, sind aktuelle Entwicklungen in Deutschland. Die Volumentarife bei Handys und Tablets zwangen die User auf WLAN auszuweichen. Jetzt stehen aktuelle Drosselungbemühungen der Telekom dem Trend zu mobiler Videonutzung entgegen.
Adobe hat die Ergebnisse des neuesten Digital Index Report vorgestellt. Darin untersucht das Unternehmen das Nutzungsverhalten von Online-Konsumenten in Bezug auf Videos und Werbung. Gemäß dem Report werden über mobile Geräte 300 Prozent mehr Videos betrachtet. Die Nutzung digitaler TV Everywhere-Angebote hat sich im vergangenen Jahr verzwölffacht. Auf Facebook werden Video-Inhalte doppelt so oft mit „Gefällt mir“ markiert,. geteilt oder kommentiert als sonstiger Content – das kann ich aus eigenen Erfahrungen nur bestätigen. In Bezug auf Video-Werbung machen pre-roll Ads bei längeren Videos 82 Prozent aller Ad-Betrachtungen aus und werden damit deutlich häufiger aufgerufen als mid-role Ads oder post-roll Ads.
Im Internet konnte ich live das Ausrufen des neuen Papstes erleben. Mobiles Video macht es möglich.
Die Kernaussagen des Adobe-Berichts lauten:
Nutzung von TV Everywhere
2012 stellte in den USA ein Rekordjahr für die Nutzung von TV Everywhere-Angeboten dar. Die Zahl der Anmeldungen stieg um das zwölffache im Vergleich zum Vorjahr und wurde durch Events wie die olympischen Sommerspiele, die Fußball-Europameisterschaft 2012 und die NBA Playoffs weiter gefördert. In Deutschland Streaming ARD und ZDF ihre Programme live ins Internet.
Videokonsum nach Geräten
Der Anteil gestarteter Videos über mobile Geräte hat sich im vergangenen Jahr um mehr als das dreifache von 3 Prozent auf 10,4 Prozent erhöht. 89,6 Prozent der Videos werden noch immer über Desktop-Rechner abgerufen. Innerhalb der mobilen Geräte steigen die Video-Abrufe über Tablets am stärksten. Konsumenten rufen Videos am Wochenende bevorzugt über Tablets ab. An Sonntagen finden 17 Prozent der Video-Starts über Tablets statt. Bei Betrachtung aller mobilen Geräte ist die Video-Nutzung an Montagen, Donnerstagen und Sonntagen mit je 16 Prozent am höchsten.
Social Media und Video
Facebook-User kommentieren, liken und teilen Video-Inhalte zweimal häufiger als anderen Content. Das Ergebnis verdeutlicht, dass Video-Inhalte Marken helfen können, die Interaktion mit ihren Fans zu fördern. Auf Twitter wird dreimal häufiger auf Video-Inhalte von Medienseiten verwiesen, als auf anderen Content.
Videoinhalte werden durch Social Media geteilt.
Meistgenutzte Video-Inhalte
Inhalte von TV-bezogenen Medienseiten werden über alle Geräte hinweg deutlich häufiger bis zum Ende geschaut, als solche von nicht TV-bezogene Seiten. Der Traffic über Tablets steigt hier ebenfalls am stärksten. Mobile Video-Klicks steigen zudem speziell bei besonderen Sportevents um das Doppelte, beispielsweise bei den Olympischen Spielen 2012 oder dem US-College NCAA Tournament 2012.
Zeitgleich mit dem neuen Star Trek Film in den Kinos wird es auch am 26. April 2013 ein neues Star Trek – Das Videospiel geben. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Als Trekkie werde ich es mir wohl für die PS3 zulegen. Das Spiel von Namco Bandai ist zeitlich zwischen den beiden Abrahams-Filmen angelegt. Es geht gegen die Gorns und alte Enterprise-Fans werden sich noch an die Gummi-Monster erinnern.
Wobei ich zugeben muss, dass sich die ersten Gameplays des Spiels ich nicht gerade vom Hocker gehaut haben. Ich denke, das große Manko wird die Retro-Grafik sein. Aber ich möchte dem Spiel auf jeden Fall eine Chance geben. Positiv sind sicherlich das authentische Feeling durch die drei S – Soundtrack, Sprecher und Schauplätze. Die Sprechrollen im Spiel wurden mit den Originalschauspielern besetzt und für mich besonders cool: Michael Giacchino hat den Soundtrack fürs Game komponiert.
Richtig begeistert war ich allerdings über die Werbung für das Spiel Star Trek – Das Videospiel. Bei YouTube ist ein Video mit William Shatner alias Captain Kirk aufgetaucht. Hier nimmt sich der alte Mann selbst auf dem Arm. Viel Spaß beim Schauen und möge die Macht mit euch sein – oh nein, das ist der falsche Film.
Aufgrund meines erfolgreichen Buches „Social Media für Friseure“ darf ich immer wieder Vorträge auf Messen und Veranstaltungen halten. Und es mehren sich Interview-Anfragen. Unlängst flatterte mir ein Fragebogen der Hochschule der Medien aus Stuttgart in den Posteingang. Die Fragen drehten sich um – wen wundert es – Social Media. Ich habe mal die Fragen und meine Antworten aufgeführt. Sicher lässt sich das auf andere klein- und mittelständische Unternehmen übertragen.
Mein neues Buch: Social Media für Friseure
1.) Welche Bedeutung schreiben Sie soziale Netzwerke für Friseurbetriebe zu? Werden sich diese Plattformen als Werbeinstrument zukünftig etablieren oder werden sie nur ein kurzlebiger Hype sein?
Die Bedeutung ist enorm und aber klar ist auch: Social Media ist kein Werbeinstrument. Wer Social Media als Werbekanal missbraucht, hat das Thema nicht verstanden und wird scheitern. Social Media bedeutet in erster Linie Dialog. Kunden wollen keine Werbung, sondern sie wollen ernst genommen werden. Das ist im Reallife so und auch im Netz. Der Friseur spart sich damit die Marktforschung, in dem er das Feedback direkt erhält und seine unternehmerischen Schlüsse daraus ziehen kann. Friseure haben etwas ganz Fantastisches: Sie haben Mode und das interessiert alle. Und Mode ändert sich. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks stellt im Frühjahr und Herbst die aktuelle Frisuren- und Kosmetikmode vor, die dann von den angeschlossenen Landesinnungsverbänden und Innungen aufgegriffen und interpretiert wird. So kann Social Media imagefördernd für einen Betrieb sein. Der Mittelstand und damit auch das Friseurhandwerk leiden zudem unter Ausbildungs- und Fachkräftemangel. Hier kann Social Media ansetzen und das Problem angehen. Wer seinen Betrieb interessant, offen und aufgeschlossen präsentiert, der hat auch Erfolg bei der Mitarbeitersuche.
2.) Braucht wirklich jeder Friseurbetrieb eine Social-Media-Präsenz?
Nein, er kann natürlich auch auf seine bisherige Kommunikation ausruhen oder eine Buschtrommel schlagen. Im Ernst: Social Media ist ein weiterer Baustein in der Markenkommunikation von Betrieben, um seine Marke zu stärken und Kunden zu halten bzw zu erweitern. Der Salon muss sich über seine Markenkommunikation klar werden. Aus Gesprächen mit Dozenten von Meisterschulen weiß ich, dass das Thema Social Media von der Branche sehr ernst genommen wird. Die Thematik fließt in den Unterricht im Bereich Marketing ein. Nicht zuletzt an der enormen Nachfrage nach meinem Buch „Social Media für Friseure“, herausgegeben vom bayerischen Landesinnungsverband, zeigt sich die hohe Bedeutung des Themas. Gerade junge Friseure, die sich selbstständig machen, wissen welche Power das Thema hat.
3.) Wie schätzen Sie den derzeitigen Einsatz von sozialen Netzwerken bei kleinen/mittelständischen Friseurbetrieben in Baden-Württemberg ein? Glauben Sie, dass die meisten Friseurbetriebe soziale Netzwerke nur nutzen, weil man dazugehören will? Ohne sich im Vorfeld Gedanken zu machen, ob für die Unternehmung sinnvoll ist?
Ein Unternehmer, der sich keinen Gedanken macht, wohin er mit seinem Betrieb will, der hatte es in der alten Welt schon schwer, langfristig zu überleben. In der neuen Welt tritt dieses Manko noch stärker zu Tage. Empfehlungsmarketing, und dazu gehört schon der Like bei Facebook, ist heute das Zauberwort in der Branche: Yelp, Qype, Google Places und andere Bewertungsportale zeigen, wie Kunden über ihre Dienstleister denken. Sicherlich sind viele Friseure gerade in einer Phase des Lernens und probieren aus, welche Plattform für sie die richtige ist. Ich stelle einen Schwerpunkt bei Facebook fest, gefolgt von Twitter und Google+. Einige haben Pinterest entdeckt und auch Instagram. Klarer Gewinner bei den Bewegtbildplattformen ist YouTube und jetzt auch Vine. Es zeigt sich, Friseure sind eine visuelle Branche und bevorzugen visuelle Plattformen. Hervorragende Beispiele in Baden-Württemberg sind die Salons von Peter Gress in Esslingen oder Ralf Steinhoff aus Reutlingen.
4.) Bestünde bei der Verwendung sozialer Netzwerke durch die Friseurbetriebe meist noch Optimierungspotenzial hinsichtlich der Inhalte, der Professionalität etc.? Was machen Friseurbetriebe heutzutage ggf. gut/falsch?
Wenn ich nach Bayern blicke, setzt der dortige Landesinnungsverband massiv auf Schulungen. Neben dem erwähnten Standardwerk „Social Media für Friseure“ gibt es Seminare und Veranstaltungen. Neben Grundlagen und Vermittlung des technischen Handwerkszeugs steht vor allem die Sensibilität für Urheberrecht im Focus. Hier besteht ein klarer Nachholbedarf: was ist erlaubt, was geht nicht. Praktische Fragen wie, wer hat Rechte an welchen Bildern oder Musik, müssen geklärt werden, damit der Friseurunternehmer auf der sicheren Seite ist. Wunderbar ist zu sehen, mit welcher Begeisterung Friseure an das Thema Social Media gehen. Sie sind bereit zu experimentieren. Ich führe das auf ihren kreativen Beruf zurück. Wenn sich dann auch Erfolge bei den ersten Schritten auf einer Social Media-Plattform einstellen, dann ist die Begeisterung grenzenlos.
„Facebook ist für Friseure geschaffen“ – besser als Friseurmeister Albert Bachmann aus Roßtal kann man es nicht ausdrücken. Auf einem Seminar des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks in Kooperation mit der Hanns Seidel Stiftung zeigte ich Friseuren aus Bayern die Chancen und Risiken von Social Media. Aufbauend auf meinem Buch „Social Media für Friseure“ erarbeiteten wir zusammen Strategien für die Nachwuchswerbung in einzelnen Salons. Neben dem Einsatz von Facebook wollen die Friseure vor allem auf Bewegtbild, sprich YouTube, setzen. Was vielen Mittelständlern nicht bewusst war, ist die Tatsache, dass sie keine Fernsehausrüstung brauchen, um Filme zu drehen. Ein Smartphone reicht aus, um ansehnliche Ergebnisse zu produzieren. In meinen Fall waren es iPhone 5 und das neue iPad. Die komplette Produktion findet auf dem mobilen Device statt:
Als Schnittsoftware verwende ich iMovie und Pinnacle Studio, das frühere Avid Studio. Der GEMA-freie Sound wird von GarageBand erzeugt oder ich habe ein paar Dateien von DOSCH Audio geladen. Die Sounds sind ideal für Videoproduktionen und werden in iTunes abgespeichert.
Wichtig bei YouTube sind die Tags, also die Stichworte unter denen das Video gefunden werden soll. Ich riet meinen Seminarteilnehmern kreativ zu sein und sich in die Rolle des Suchenden hineinzuversetzen. Nicht der Fachmann sucht in YouTube, sondern jeder. Also sollte man es den Suchenden so einfach wie nur möglich machen. Derzeit werden über 35 Stunden Videomaterial pro Minute bei YouTube hochgeladen. Um hier gefunden zu werden, braucht es eine aussagekräftige Überschrift, einen werbefreien Einführungstext und eben diese Tags.
Dabei reicht es nicht, nur ein Video zu drehen und bei YouTube einzustellen. Vielmehr muss der Friseurunternehmer vernetzt sein. Das Video wird dann beispielsweise in Facebook gepostet, um die Freunde noch besser zu erreichen.
Auf jeden Fall hat das zweitägige Seminar meinen Kunden einiges gebracht. Die ersten Videos von Friseursalons wurden bereits bei YouTube eingestellt.
Der Fachkräftemangel ist da. Auch wenn es viele mittelständische Unternehmer noch nicht wahrhaben wollen, haben viele Firmen das Problem, Fachkräfte zu finden. Ebenso gravierend ist der Mangel an Bewerbern für Ausbildungsplätze. Lehrstellen bleiben unbesetzt, vor allem im Handwerk.
Ich plädiere für ein Recruiting auch über soziale Netzwerke. Natürlich dürfen wir uns kurzfristig keine Wunder erwarten. Ein Hinweis in sozialen Netzwerken und schon ist die Stelle besetzt – das ist Quatsch. Was ich bemerke, dass Online-Stellenbörsen den klassischem Stellenmarkt in der Tageszeitung schon längst den Rang abgelaufen haben. Recruiting im Web 2.0 geht noch einen Schritt weiter, klappt aber nur, wenn das Unternehmen vernetzt ist. Social Media ist ein Teil der Gesamtkommunikation eines Unternehmens. Nach einer Befragung der Berater von Kienbaum wird Social Media aber nur zögerlich für das Recruiting eingesetzt. IT-Berufe und Ingenieure stehen an der Spitze, gefolgt von Vertriebler und Forschung.
Doch Facebook und Co sind längst nicht mehr die Netzwerke von IT-Geeks, sondern ein neues Massenmedium. Wenn ich Vorträge an Schulen und Universitäten halte, dann sind die jungen Menschen nahezu zu 100 Prozent in sozialen Netzwerken vertreten. Die meisten freilich sind in Facebook unterwegs, einige in Xing/Linkedin und ein paar in Twitter. Google Plus und Pinterest sind kaum vertreten. Ist ein Unternehmen mit seiner Suche nach einem Lehrling in den sozialen Netzwerken präsent, dann sind meines Erachtens die Chancen hoch, beachtet zu werden. Aber vernetzt muss man sein.
Bewährt hat sich vor allem YouTube. Durchs Netz sind die Spots von BMW, Edeka oder der Sparda Bank gegangen und sie wurden belächelt. Mir persönlich gefallen die Spots eher nicht, was aber vor allem an der Musik liegt. Aber ich bin auch nicht Zielgruppe.
Bei vielen meiner Vorträge haben sich Jugendliche die Links der vorgestellten Videos geben lassen, vielleicht um sich über die Videos zu amüsieren, vielleicht um sie weiter zu versenden, vielleicht um sich zu bewerben. Der Marketingfaktor Aufmerksamkeit ist auf jeden Fall erreicht. Das funktioniert aber nicht sofort. Es müssen vorher Freunde gesammelt werden. Als Unternehmer kann ich meine vorhandenen Auszubildenden bitten, Fan der Firmenseite zu werden. Zwingen kann ich sie freilich nicht, Und ich kann die jungen Leute bitten, ab und zu einen Link ihres Arbeitgebers zu teilen. Da Auszubildende super vernetzt sind, steigt die Reputation in den sozialen Netzwerken und die Chance, den freien Ausbildungsplatz zu besetzen.
Interessant ist für mich die Aktion des Getränkeverpackungsherstellers Krones, der junge Auszubildende vor die Kamera holt und über ihren Job erzählen lässt. So manche junge Dame kann sich mit der abgefilmten Azubine identifizieren. Es geht weniger um Fachinformationen, sondern es geht um Emotionen. Mit den Werkzeugen wie Smartphone kann jeder Unternehmer bewegte Bilder erzeugen, schneiden, vertonen und ins Netz stellen. Natürlich sind die Filme nicht Broadcast-Niveau. Viele haben Charme und zeigen die Arbeitsplätze, Firmen und Jobs aus emotionaler Sicht. Und genau das zählt. Die YouTube-Filme werden dann über die üblichen Kanäle verbreitet, wie beispielsweise durch Facebook.
Ich kenne Friseurunternehmer, die YouTube-Videos von ihren Salons und Arbeitsweisen auf Facebook posten. Andere Friseure schauen sich diese Videos an und sagen sich: „Warum ist dieser Salon so cool und meiner so langweilig? Warum haben die dort eine gute Stimmung und bei uns ist die Stimmung eher förmlich?“ Eine Anfrage über Facebook ist schnell gestellt und der erste Schritt zum Jobwechsel ist eingeleitet.
Ich war immer schon ein Gamer, aber jetzt werden Videospiele erst richtig schön. Vor kurzem brachte UPS die Elgato Game Capture HD. Damit ist es möglich, das Gameplay von der PS3 oder XBox 360 mitzuschneiden und die Filme später anzusehen, hochzuladen oder zu teilen. Nachdem Elgato mich seit Jahren als Mac-User in Sachen Fernsehen begleitet, war ich an dieser Games-Lösung interessiert und bin bereits nach einem Tag Testlauf restlos begeistert. Das Teil ist super. Gaming gewinnt durch Elgato deutlich.
Im Grunde ist es ein sehr einfach zu bedienendes HDMI-Capture-Device. Damit kann ich mein PlayStation- und Xbox-Gameplay am Mac oder PC aufnehmen. Die Software dazu gibt es kostenlos bei Elgato zum Download, funktioniert freilich nur mit der Elgato-Hardware. Systemvoraussetzungen sind Mac OS X 10.7, 2.0 GHz Intel Core 2 Duo CPU. Das mitglieferte PlayStation-Kabel kommt in den MULTI AV OUT der Konsole und wird mit dem GameCapture HD verbunden. Ein mitgliefertes, etwas zu kurzes HDMI-Kabel führt von dem GameCapture HD zur TV-Gerät (Passthrough) und ein UBS-Kabel in den Rechner. Hier kommt die Capturing-Software zum Einsatz. Das kleine 142 Gramm leichte Gerät verträgt die Auflösungen in 480p, 576p, 720p, 1080i und 1080p – letztere bei bis zu 30 Mbit/s, das Teil lässt also keine Gamer-Wünsche offen. Die HD PVR von Haupauge ist auch ganz nett, aber natürlich nicht für uns Mac-User interessant.
Sehr interessant ist die so genannte Flashback-Funktion. Auch wenn der Capturing-Knopf nicht gedrückt wurde, zeichnet das Gerät auf. Der entscheidende Head-Shot bei Call of Duty geht also nicht verloren. Die Filme werden über H 2.64 kodiert und herunter gerechnet. Trimmen ist mit der Software möglich, den Feinschnitt erledigt ein separates Schnittprogramm wie iMovie, Final Cut oder Premiere Pro.
Als erstes Gameplay zeichnete ich eine Fahrt in MotorStorm 2 auf. Dabei ging es mir nicht um eine elegante Fahrweise, sondern ich wollte die Funktionsweise des Geräts testen. Ich habe anschließend meinen kleinen Film zu YouTube hochgeladen. Lief alles bestens.
Warum schneide ich eigentlich Videogames mit? Wenn ich Experte in einem Spiel bin, kann ich damit so richtig angegeben, also den dicken Maxe machen nach dem Motto: Schaut her, was ich drauf habe. Leider bin ich bis auf die Lego Star Wars-Serie nicht wirklich top in Videogames. Zu oft werde ich getroffen, abgemurkst, über den Haufen geschossen, geschlagen, abgehängt, auf die hinteren Plätze verwiesen. Also mit klassischer Angabe ist es nicht weit her.
Die kostenlose Capturing-Software von Elgato arbeitet nur mit Elgato-Hardware zusammen.
Aber ich kann endlich verlustfrei Machinima-Filme drehen. Als Machinima bezeichnet man Filme, die mit Hilfe von Game-Engines produziert werden. Ich spiele mein Gameplay, gestalte meine Story und gestaltete anschließend einen eigenen Film. Machinima ist eine eigene Kunstform im Netz. Das gefällt mir und reizt meine Kreativität. Damit steht fest, die Elgato GameCapture HD ist die richtige Anschaffung und eine klare Kaufempfehlung von mir.
Ist es eigentlich forma lrechtlich erlaubt, sein Gameplay bei YouTube hochzuladen? Ja, YouTube ist voll davon, doch ist es eigentlich legal? In den Nutzungsbedingungen von YouTube steht, dass keine Rechte Dritter verletzt werden dürfen. Nun, die Gameszenen sind sicherlich urheberrechtlich geschützt und mit Sicherheit der Soundtrack zum Game. Wenn ich also mein Gameplay bei YouTube hochlade, laufe ich dann Gefahr, Urheberrechte zu verletzen? Die Spieleindustrie ist zwar locker, aber ganz so locker dann doch nicht, oder?
Und was die Elgato Game Capture HD auch ermöglicht, ist das Rippen von Kopiergeschützen Blu rays. In der PlayStation 3 werden die Filme abgespielt und mit 1080p über die Elgato Game Capture HD auf der Festplatte verlustfrei aufgezeichnet. Ich habe es mit einer Blu ray getestet. Ja, auch diese Art von Privatkopie ist nicht gestattet, schließlich umgehe ich einen Kopierschutz.
Als Beatles-Fan muss ich jetzt Farbe bekennen. Das Hamburger Beatles Museum soll Ende Juni 2012 geschlossen werden, weil die Besucherzahlen nicht ausreichen. Statt der erwarteten 200.000 Fans kamen jährlich nur 50.000 nach Hamburg. Damit beträgt nach Museumsangaben der jährliche Verlust bei 500.000 Euro. Somit soll Ende Juni Schluss mit dem Museum sein. Das ist schade, sehr schade. Für mich geht damit ein Teil unserer Populärkultur verloren.
Jetzt haben die Mitarbeiter einen Aufruf via YouTube gestartet. Gerichtet ist er an uns alle, aber vor allem an Sir Paul. Mit den Worten „Dear Paul“ appellieren die Mitarbeiter des Museums an Paul McCartney und bitten um Hilfe. Ganz nach dem Motto der Beatles-Songs „With a Little Help from My Friends“ und „Help“.
Das Museum Beatlemania liegt auf Reeperbahn und erinnert an auf fünf Etagen an die Fab Four und ihre Hamburger Zeit. In Liverpool lebt eine ganze Industrie von den Beatles, in Hamburg schafft es nicht einmal ein Museum mit rund 1000 Exponaten. Das ist für mich eine Schande. Dabei war Hamburg mit dem Star Club doch eigentlich die Wiege der Beatles.
Da ich nicht glaube, dass Paul meinen Blog auf dem Schirm hat, gilt es doch für mich als Beatles-Fan diese Videopetition zu verbreiten. Am Ende des Videos heißt es: „Bitte, wenn Du irgendeine Möglichkeit siehst, uns zu unterstützen, lass es uns wissen“ Vielleicht schafft es Social Media ja, das Museum Beatlemania zu retten oder eine Lösung zu finden. Also Retweeten und teilen. All together now!
Kerstin Lehmann von L’Oreal am Stand von Ich bin Friseur.
Auch wenn das Thema von vielen Handwerksbetrieben immer noch tot geschwiegen wird, steht fest: Das Handwerk hat Nachwuchsprobleme. Die demographische Entwicklung sorgt für weniger Schulabgänger und zahlreiche Firmen können freie Lehrstellen nicht mehr mit qualifizierten Bewerbern besetzen.
Das Friseurhandwerk hat das Problem erkannt und meiner Meinung nach den richtigen Weg eingeschlagen. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks hat sich mit seinen Berufsfachleuten in den Landesverbänden beraten und zusammen mit der kosmetischen Industrie in Form von L‘Oreal eine coole Nachwuchsaktion auf den Weg gebracht. Unter dem Slogan „Ich bin Friseur“ nimmt diese frische Kampagne in den nächsten Wochen Fahrt auf und soll Schülern den Beruf des Friseurs schmackhaft machen. Die Premiere der Nachwuchskampagne fand vor kurzem auf der Hair&Beauty in Frankfurt statt. In meiner Reihe „Matthias fragt nach …“ traf ich mich mit Kerstin Lehmann von L‘Oreal, die federführend für die Aktion zuständig war.
Bei der zweitägigen Friseurmesse in Frankfurt sollte die Aktion auch Obermeistern vorgestellt werden. Diese blieben aber der Veranstaltung als Masse fern, was wahrscheinlich an dem unglücklichen Termin an einem Montagnachmittag lag. Montag ist bei Friseurmessen traditionell der Tag der Lehrlinge. Effektiver hätte die Vorstellung am Sonntag sein können, wenn Obermeister auch bei der Veranstaltung anwesend waren.
Dennoch die Aktion ist gut durchdacht. Die Nachwuchskampagne „Ich bin Friseur“ basiert auf drei Säulen: Klassische Information, digitale Information und persönliche Information. Eine ansprechend gemachte Broschüre stellt emotional Erfolgsgeschichten im Friseurhandwerk vor und zeigt die Vielfalt der Branche. Nicht nur klassisches Haareschneiden gehört hier zum Beruf, sondern u.a. Arbeit als Creative Director, Manager, Artist. Damit die Broschüre auch von den Betrieben angenommen wird, kann der Friseur eine Seite in dem Magazin beisteuern. Das erhöht die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz.
Natürlich gehört heute ein digitaler Auftritt dazu. Neben einer statischen Website setzt „Ich bin Friseur“ auf Facebook als Massenmedium. Dienste wie Twitter oder Pinterest sind bisher noch nicht eingebunden. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Kampagne erst einmal in die Welt getragen werden und schnell Fahrt aufnehmen soll. Zahlreiche Videos sind auch bei YouTube eingebunden und können so einfach viral verbreitet werden.
Als anspruchsvollste Aufgabe und dritte Säule der Kommunikation setzen die Organisatoren auf persönliche Informationen. Hier sollen Botschafter in die Schulen und die Botschaft verbreiten. Dies ist vor allem Aufgabe des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks, der mit seinen Landesverbänden und angeschlossenen Innungen viele Friseure erreicht. Hier muss sich jetzt zeigen, ob die Aktion von den Handwerkern vor Ort angenommen wird. Wenn diese aber weiterhin das Problem der fehlenden Lehrlinge nicht wahrhaben wollen, dann wird die Aktion ins Leere laufen.
Unveröffentliches Dylan-Foto von 1978 im Backstage-Bereich von Nürnberg.
Heute feiert Bob Dylan seinen 70. Geburtstag. Ich gratuliere von ganzem Herzen. In den vergangenen Tagen ist tonnenweise Material über diesen „Shakespeare des 20. Jahrhunderts“ veröffentlicht worden, viel geistloses Zeug, aber auch so manche Perle. Ich will nicht mit biografischen Daten langweilen, dies lässt sich besser bei Wiki nachlesen. Was bedeutet aber Bob Dylan für mich?
Vielleicht sollten wir dabei erst einmal über Masken reden, denn die wahre Person Dylan kenne ich nicht. Ich kenne nur die vielen Masken, die der Barde ständig wechselt. Ich kam mit Dylan Mitte der achtziger Jahre in Verbindung, als ich bei meinem örtlichen Schallplattenladen Sound die Scheibe Empire Burlesque (1985) in die Finger bekam. Absolut modern produziert, doch es war anders als die Sachen, die sonst populär waren. Diese Stimme war anders. Ich habe bis dato kaum Country oder Blues gehört und war an das Timbre nicht gewohnt. Es faszinierte mich, die Art und Weise wie Wörter betont oder herausgebellt wurden. Ich höre zu und ich war angetan: Hier hatte jemand etwas zu sagen. Das letzte Lied der zweiten Seite war Dark Eyes. Hier knöpfte Dylan an die Tradition des Folkie Dylan an. Davon wollte ich mehr. Und so kaufte ich Dylan Aufnahmen aus all den Jahren. Ich las über die sechziger Jahre, die Folk-Bewegung und auf einem Flohmarkt bekam ich zwei Bootlegs in die Finger: Das Judas-Teil und Newport 1965 – zwei absolute Glückstreffer. Von diesem Moment an, war es um mich geschehen. Ich wollte für mich dem Phänomen Dylan auf die Spur kommen. Darüber bin ich heute hinweg. Ich kaufe nach wie vor die Aufnahmen und freue mich, dass der Meister in Würde alt geworden ist. Privat ist Dylan wohl eher schwierig, aber ich muss ihn ja nicht ertragen. Mir reichen seine Musik und seine Filme.
Ich kann viele, sehr viele seiner Sachen auswendig. Ich habe viele Konzerte gesehen und habe alle regulären Alben zu Hause. Zudem Hunderte von Bootlegs, bei dem ich dieses Konzert mit jenem verglichen habe. Doch was ist die beste Dylan-Platte? Ich denke, die gibt es nicht. Es gibt wahnsinnig starke, starke und durchschnittliche. Ja, natürlich gibt es auch ein paar weniger gute (schlechte werde ich nicht sagen). Ich glaube, die Frage nach der besten Dylan-Scheibe ist falsch gestellt. Was ist der Dylan für welche Stimmung? Und hier hat Dylan viele Masken zu bieten: Protest, Liebeslied, Rock, Ballade, Lagerfeuer, Kirche, Highway, Spieler – im Moment bin ich in der Las Vegas-Stimmung von at Budokan, zeitweise aber auch bei den neuveröffentlichen Mono-Aufnahmen von Highway und Blonde on Blonde und – steinigt mich bitte – in die Born Again-Aufnahme des Toronto-Konzerts 1980. Nur die Weihnachtsplatte höre ich bei den sommerlichen Temperaturen derzeit nicht.
Früher habe ich viel Geld für Bootlegs des Song and Dance-Mans ausgegeben. Das hat auch ein Ende. So dann und wann erstehe ich noch eine Aufnahme. Aber ich suche noch die Zeppelinfeld-Aufnahme von 1978 als Dylan das erste Mal deutschen Boden betrat und der Jude Zimmerman auf dem ehemaligen Reichparteitagsgelände in Nürnberg spielte.
Die Dylan-Konzerte, die ich besuchte, waren ein Erlebnis. Mein erstes war mit Tom Petty und seinen Heartbreakern. Rock´n Roll pur, aber Dylan in einer persönlich schwierigen Phase. Dann ein Konzert im Zirkus Krone mit einem stark alkoholisierten Meister. Mit meiner Frau besuchte in ein zauberhaftes, völlig verregnetes Konzert in Bad Reichenhall bei dem Dylan Humor bewies. Gerade als ein Wolkenbruch einsetze, brach er ein Lied ab und stimmte Hard Rain an. Die Band musste schauen, wo sie bliebt, wenn Dylan schlagartig das Tempo, Tonart oder gar das komplette Lied wechselte. Aber die Begleitband hatte die Sache voll im Griff. Wie drückte es Dire Straits-Cheffe Mark Knopfler mal zur Aufnahme des religiösen Slow Train-Albums aus. „Spielen mit Dylan, ist wie Sprechen mit Gott!“ Wieder eine Mär mehr im großen Dylan-Kosmos. Das letzte Konzert, was ich live gesehen habe, war im Münchner Zenit, wo Dylan zeitweise nur sang und an die Las Vegas-Zeiten erinnerte.
Ich habe noch in Erinnerung, wie manches Konzert im TV verfolgte. Gut erinnere ich mich an den Punkauftritt in Fort Collins, der im BR ausgestrahlt wurde. Dann das Konzert zum 30. Bühnenjubiläum, bei dem Dylan wohl am liebsten gar nicht teilnahm. Aber sein Song to Woody kam vom Herzen. Cool waren die Sachen vor dem Papst oder das Konzert an der Chinesischen Mauer. Aber richtig Rock´n roll war wohl der Live Aid-Auftritt als das Trio horrible Richard, Wood und Dylan sturzbesoffen drei Songs systematisch verhackstückte, während die ganze Welt dabei live zusah. Madonna und andere Stars mussten sich wohl ihren Teil gedacht haben, was die alten Männer da treiben – geniale Performance. Durch YouTube und Amazon kam ich zu einer stattlichen Konzertsammlung, die hard to handle sind: Woodstock ’94, Newport, das Zeug mit den Dead und natürlich Last Waltz.
Oh Mann, es gibt so viel über Bob Dylan zu sagen und zu schreiben. Da muss ich wohl meine Gedanken und Gefühle noch zehn Jahre ordnen und zum 80. Geburtstag kommt dann man Resümee. Vielleicht erst mal so, wie Bruce Springsteen in seiner Laudatio bei der Rock´n Roll Hall of Fame: Danke Dylan für alles, du warst der Bruder, den ich niemals hatte. Vielen Dank für deine Musik, deine Masken, deine Inspiration und Kraft. Ich freu mich auf weitere Treffen mit dir auf deiner Never Ending Tour oder bei iTunes.
Einen Teil meiner Arbeit widme ich der Aus- und Fortbildung von Medienmenschen. Neben klassischen Schulungen zu den Themen Schreiben, Fotografieren und PR kommen immer mehr Social Media-Schulungen. Leider kann ich nur die Ergebnisse des Social Media Trendmonitor 2011 bestätigen.
Journalisten und PR-Fachleute haben noch immer Nachholbedarf in Sachen Social Media. Twitter & Co. sind zwar in den Redaktionen und Pressestellen als „wertvolles Arbeitswerkzeug“ angekommen, aber die Wahrnehmung als „notwendiges Übel“ ist noch immer weit verbreitet. Das ergab der Social Media Trendmonitor 2011 „Zwischen Hype und Hoffnung: Die Nutzung sozialer Netzwerke in Journalismus und PR“ von der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor. 5.120 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen, Pressestellen und Redaktionen haben sich an der Untersuchung beteiligt.
Nur jede dritte Redaktion (33 Prozent) und jede vierte Pressestelle (28 Prozent) hält sich laut Studie für den Umgang mit Social Media „gut“ bis „sehr gut“ gerüstet. Hier sehen vor allem Online- Redaktionen (43 Prozent) und Nachrichtenagenturen (33 Prozent) optimistisch in die Zukunft. Weniger selbstbewusst zeigen sich dagegen Zeitschriften- und Tageszeitungsredaktionen. Nur jede fünfte unter ihnen (jeweils 21 Prozent) fühlt sich gut gewappnet im Umgang mit dem Web 2.0. In den Unternehmen attestieren vor allem Sprecher aus Handel (30 Prozent) und Dienstleistung (28 Prozent) ihren Firmen „gutes“ oder sogar „sehr gutes“ Rüstzeug für Social Media. Starken Nachholbedarf haben laut Studie noch immer Verwaltungen und Verbände (18 Prozent).
Doch auch wenn es um den persönlichen Umgang mit Social Media im Berufsalltag geht, hält sich das Selbstbewusstsein noch immer in Grenzen. Rund jeder dritte Befragte aus Redaktionen (35 Prozent), Pressestellen (42 Prozent) und PR-Agenturen (31 Prozent) gibt persönliche Unsicherheit im Umgang mit den neuen Kommunikationskanälen zu („Habe noch Nachholbedarf“). „Bin Profi“ behauptet nur jeder sechste Journalist (15 Prozent) und Mitarbeiter einer PR-Agentur von sich (17 Prozent), von den Pressesprechern sogar nur jeder zehnte (9 Prozent). Mit „einiger Erfahrung“ ist laut Studie aber doch fast jeder zweite Befragte ausgestattet (Journalisten: 46 Prozent; Pressestellen: 47 Prozent; PR-Agenturen 51 Prozent). Laut Studie attestieren sich die Mitarbeiter aus PR- Agenturen die größte Kompetenz im Umgang mit dem Web 2.0.
Social Media ist in Redaktionen und Unternehmen angekommen. Fast jeder zweite Journalisten (44 Prozent) empfindet Social Media als „wertvolles Arbeitswerkzeug“. Vor allem in Online-Redaktionen (61 Prozent), Nachrichtenagenturen (52 Prozent) und Rundfunksendern (50 Prozent) ist man überdurchschnittlich aufgeschlossen gegenüber Informationen aus dem Web 2.0. In Pressestellen und PR-Agenturen ist die Begeisterung noch größer. Mehr als die Hälfte aller PR-Profis setzt Social Media inzwischen im Arbeitsalltag ein (Pressestellen: 54 Prozent; PR-Agenturen: 62 Prozent).
Allerdings zeigt die Studie auch, dass „wertvolles Arbeitswerkzeug“ in den Redaktionen nicht gleichbedeutend ist mit „großer Relevanz“ für die eigene Arbeit. Denn mehr als die Hälfte aller befragten Journalisten attestiert Social Media gleichzeitig eine „geringe“ bis „gar keine Relevanz“ (63 Prozent). Nur für gut jeden dritten Redakteur (35 Prozent) spielen die sozialen Medien im Arbeitsalltag eine wichtige Rolle. Ein ähnlich kritisches Bild gegenüber Social Media zeigt sich auch in den Pressestellen. Für die Mehrheit aller Pressesprecher hat Social Media noch immer „geringe“ bis „gar keine Relevanz“ (52 Prozent).
Journalisten arbeiten am intensivsten mit Facebook (59 Prozent), gefolgt von Youtube (48 Prozent) und Xing (42 Prozent). Twitter logiert auf Platz vier. Erstaunlich, dass laut Studie noch immer jeder sechste Journalist (17 Prozent) komplett auf die Nutzung sozialer Dienste im Arbeitsalltag verzichtet. Auch in Pressestellen ist Facebook das beliebteste Social Network bei der täglichen Arbeit (62 Prozent), gefolgt von XING (48 Prozent) und Twitter auf Platz drei (47 Prozent). YouTube steht an vierter Stelle (41 Prozent). Überraschend auch hier: 15 Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pressestellen verzichten komplett auf Social Media für ihre Kommunikation.
Gut jeder dritte Journalist empfindet Social Media als „Nervkram“ oder „notwendiges Übel“, so die aktuelle Studie (38 Prozent). Das gilt vor allem für Journalisten aus Zeitschriften- (46 Prozent) und Tageszeitungsredaktionen (39 Prozent). Auch gut jeder vierte Mitarbeiter einer Pressestelle kann dieses Gefühl nachvollziehen (28 Prozent). Doch zum Glück ist Social Media nicht nur Qual sondern bringt jedem vierten Nutzer, ob Journalist oder PR-Profi, auch „großen Spaß“. (Journalisten: 25 Prozent; Pressestellen: 21 Prozent; PR-Agenturen: 25 Prozent). Zuständig für den Einsatz von Social Media-Tools in Redaktionen sind vor allem die Online-Redakteure (39 Prozent). In Unternehmen sind es die Presseabteilungen (47 Prozent), gefolgt vom Marketingteam (27 Prozent).
Und obwohl sich alle einig sind, dass der Einsatz von Social Media im Arbeitsalltag weiter steigen wird (Journalisten: 64 Prozent; Pressestellen: 79 Prozent; PR-Agenturen: 84 Prozent), planen fast die Hälfte aller Unternehmen (46 Prozent) und Redaktionen (43 Prozent) keine Investition in Social Media. Bedauerlich: Denn laut Studie erleichtert Social Media den Austausch zwischen Redaktionen und PR-Verantwortlichen.