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24. Juli 2014
Der Apple-CEO Tim Cook erledigt nach eigenen Angaben rund 80 Prozent seiner Arbeiten am iPad und nutzt nicht mehr einen Mac dazu. Aus diesem Grund und der Tatsache, dass Apple und IBM in Sachen Firmen-Apps kooperieren, habe ich mir meine Arbeitsweise mal näher angesehen und bewusst reflektiert.
Apple und IBM hatten ja vor kurzem eine exklusive Partnerschaft bekannt gegeben, die die marktführenden Stärken beider Unternehmen zusammenführt, um die Mobilität in Unternehmen durch eine ganz neue Kategorie an Apps zu verändern, die IBMs Big Data und Analytik-Fähigkeiten auf iPhone und iPad bringen.
Nun, 80 Prozent der Arbeiten sind es bei mir nicht, da hat Herr Cook wohl ein anderes Nutzerverhalten als ich – dachte ich zumindest am Anfang, Grundsätzlich hat der Apple-Chef recht. Das iPad hat mein privates und berufliches Leben verändert. Aber bis ich den Mac in Rente schicken kann, wird noch einige Zeit vergehen.
Meine hauptsächlichen Arbeiten am Mac, sei es jetzt das MacBook Pro oder der Mac Pro, sind Videoschnitt, DTP und Bildbearbeitung. Auch PDF-Erstellung und Fotoarchivierung läuft noch über den schnellen Maschinen. Das Thema 3D möchte ich gar nicht erst ansprechen. Aber wenn ich meinen Arbeitsablauf ansehen, dann brauche ich Video, DTP, Foto, aber nicht den ganz Tag.
Das iPad ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Ich diktiere sehr viel, surfe durchs Netz und konsumiere Musik und Filme. Auch soziale Netzwerke nutze ich hauptsächlich über das Apple-Device.

Meine Präsentationen, wie hier vor 500 Lehrern beim regionalen Schulentwicklungstag in Niederbayern, mache ich nur noch mit dem iPad.
Jetzt ist der Übergang zwischen Berufs- und Privatleben bei mir als Freiberufler fließend. Auf dem Sofa checke ich schon mal am iPad in meiner Freizeit meine beruflichen Mails oder reagierte auf Kommentare auf meiner beruflichen Facebook-Seite redaktion42. Aber so richtig macht sich der Zeitenwechsel bei meiner Arbeit unterwegs bemerkbar. Ich bin für Vorträge viel auf Reisen und früher schleppte ich den Rechner mit, um meine Vorträge zu halten. Das ist in der Regel vorbei. Ich habe heute nur noch mein iPad mini dabei, wenn ich meine Keynote-Präsentationen halte. Nach dem letzten Update ist Keynote für mich das ultimative Präsentationsstool, zudem die wichtigsten Präsentationen von mir in der iCloud liegen. Damit hat die Schlepperei ein Ende. Das iPad mini mit den VGA- und HDMI-Adapeter ist überall einsatzbereit. Als nächstes werde ich mir noch ein Apple TV
besorgen, um das iPad mini drahtlos an die HDMI-Beamer anzuschließen. Allerdings: Die Verbreitung von HDMI-Beamer ist bei meinen Kunden eher noch ein Mangel. Verdammt: Also hier hat Mister Cook komplett recht behalten: Bei meiner Präsentationsarbeit nutze ich das iPad nahezu zu 100 Prozent. Beim Erstellen allerdings nutze ich den Mac, weil ich auf meine Foto- und Filmdatenbank zurückgreifen muss.

Tim Cook hat recht. Ich wollte es zunächst nicht glauben.
Ich saß in der Macworld-Keynote in San Francisco als Steve Jobs das iPad vorgestellt hat. Wir waren als Publikum begeistert, dass der Guru zu uns sprach. Aber wir wussten allerdings nicht recht so, wozu das iPad gut sein sollte. Kaum hatten wir es in den Händen und einige Zeit genutzt, war uns klar: Es ist ein perfektes Konsumgerät. Nach und nach stellte sich heraus, dass es aber auch ein exzellentes Produktionsgerät ist. Mein Alltag als mobiler Journalist wäre ohne iPhone/iPad nicht mehr vorstellbar. Erst neulich habe ich einen ausgebuchten Kurs zum Thema Mobile Journalismus gegeben und zeigte dort, wie sich die Welt verändert.
Das iPad gehört heute zum Alltag meiner Familie. K1/2 nutzen es, deutlich mehr als den Rechner. Sogar das lästige Latein-Volkabeltraining passiert am iPad von K1. Und immer wieder kommt die Frage, warum das Kind noch Schulbücher schleppen muss? Warum können diese Bücher nicht einfach als eBook vorliegen und die elende Schlepperei der Kinder hätte ein Ende? Wer verhindert eigentlich hier schon wieder im Land von Laptop und Lederhose? K1 und K2 werden in eine Welt wachsen, in der ihr Rechner nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Schon heute sind ihre iPod touch der ständige Begleiter. Sie dienen als Fotoapparat oder Musikabspielgerät. Die Kommunikation von zu Hause erfolgt über FaceTime, wenn ich unterwegs bin. Im Moment stellt sich die Frage, brauchen die Kinder überhaupt noch einen Mac oder reicht nicht einfach ein iPad Air?
Schlagwörter:Apple TV, Big Data, Cloud, eBook, Firmen-Apps, Fotoapparat, IBM, iCloud, iPad, iPad Air, iPad mini, iPod Touch, Keynote, Konsumgerät, Laptop und Lederhose, Latein, Mac, Mobiler Journalismus, Produktionsgerät, redaktion42, San Francisco, Schulbücher, Steve Jobs, Tablet-Nutzung, Tim Cook
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4. März 2010
Dieses Jahr werde ich mir am 7. März die Oscar-Verleihung wieder genauer ansehen. Es sind einige Filme mit im Rennen, die technisch ganz weit vorne sind. Gespannt bin ich vor allem, wie Oben und Avatar abschneiden. Interessant ist, dass bei allen Filmen, die in diesem Jahr bei der Oscar-Verleihung in der Kategorie „Beste visuelle Effekte“ nominiert sind, NVIDIAs Grafik-Technologie verwendet wurde.
Zu den Nominierungen des Filmjahres 2009 in der Kategorie „Beste visuelle Effekte“ gehören Avatar, Star Trek und District 9. In ihnen finden sich bisher unerreicht realistische Darstellungen von Fantasy- und Science-Fiction-Welten – computergeneriert mit NVIDIAs Quadro-GPUs. Der Gewinner wird bei der 82. Oscar-Verleihung am 7. März im Kodak Theatre in Hollywood bekanntgegeben.
Das neuseeländische Unternehmen Weta Digital war maßgeblich an der Entwicklung der visuellen Effekte im Film Avatar beteiligt. Weta Digital ist bereits seit längerem NVIDIA-Kunde und setzt bei der Realisierung visueller Effekte sowohl NVIDIAs Quadro- als auch Tesla-Lösungen ein. Die für die Avatar-Aufnahmen erforderliche Rechenleistung war höher als bei allen anderen vorhergehenden Weta-Projekten.
„Die Komplexität von Avatar hat uns dazu veranlasst, über das Rendern neu nachzudenken“, erläutert Sebastian Sylwan, Chef der Abteilung Research and Development bei Weta. „In Zusammenarbeit mit NVIDIA haben wir einen Weg gefunden, hochkomplexe Szenen in deutlich kürzerer Zeit zu rendern. Unsere Designer können nun frei mit unterschiedlichen Lichtverteilungen experimentieren und Iterationen schneller durchführen.“
George Lucas und sein Industrial Light & Magic (ILM) in San Francisco haben bereits in sechs früheren Star-Trek-Filmen die visuellen Effekte erzeugt. Im aktuellen Film ging es zum Beispiel um die Zerstörung von Planeten, die Kreation des Raumschiffes Enterprise und weiterer Raumfahrzeuge sowie um Matte Paintings.
„Dieses Projekt war das bisher anspruchvollste in unserer Star-Trek-Historie“, betont Michael DiComo, Digital Production Supervisor bei ILM. „Gemeinsam mit NVIDIA haben wir eine Entwicklungspartnerschaft begründet, die es uns ermöglicht hat, die bisherigen Grenzen im Bereich visueller Effekte zu überwinden. Mit NVIDIAs Quadro-GPUs in unseren Workstations ist es uns gelungen, den Star-Trek-Fans eine perfekte Science-Fiction-Welt zu bieten.“
Das Filmstudio Image Engine Design mit Sitz in Vancouver, Kanada, übernahm die Konzeption und Integration der visuellen Effekte in District 9, das heißt die reibungslose Kombination von computergenerierten Außerirdischen und real gedrehter Filmhandlung, die in Johannesburg, Südafrika, spielt. Dafür hat das Unternehmen rund 100 Quadro-GPUs von NVIDIA in Linux-Workstations verwendet. Das Studio für visuelle Effekte The Embassy Virtual Effects, ebenfalls mit Sitz in Vancouver, hat die actionreichen Exo-Suit-Sequenzen realisiert und dazu auch NVIDIA-Grafikprozessoren verwendet.
Egal, wer den Oscar nun bekommt, NVIDIA ist mit dabei. Jetzt gilt es endlich bei der Konkurrenz von AMD aufzuholen.
Schlagwörter:82. Oscar-Verleihung, AMD, Avatar, CGI, Digital Production Supervisor, Fantasy, Filmstudio, George Lucas, Grafik-Technologie, Grafikkarten, Hollywood, ILM, Image Engine Design, Industrial Light & Magic, Kodak Theatre, Matte Painting, Michael DiComo, NVIDIA, Oben, Oscar, Pixar, Prozessor, Quadro-GPU, San Francisco, Science Fiction, Star Trek, Tesla, Vancouver, visuelle Effekte, Weta Digital
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24. Februar 2010
Heute wurde Apple-CEO Steve Jobs 55 Jahre alt. Peinlich, dass mich meine Frau darauf aufmerksam machen musste, aber ich hab gerade etwas viel um die Ohren. Aber natürlich will ich es nicht versäumen, den Technik-Guru zu gratulieren.

Steve Jobs wird heute 55 Jahre - alles Gute.
Über die Bedeutung von Steve brauche ich nichts mehr zu schreiben. Das besorgen die Kollegen und Fans auf der ganzen Welt lange. Zur Feier des Tages habe ich mir die berühmte Standford-Rede nochmals angesehen und mir meine Inspiration geholt. Wer sie noch nicht gesehen hat, sie ist ein absolutes Muss.
Ich selbst habe Steve Jobs ein paar Mal selbst gesehen auf verschiedenen Keynotes in San Francisco auf der Macworld Expo. Diese Veranstaltungen waren wie eine Art Rockkonzert. Die Stimmung war jedes Mal fantastisch. Ich sah die Einführung des TFT iMac (Elefantenfuß), das MacBook Air und auch das iPhone. Ich kann sagen: ich habe die letzte Macworld Keynote von Steve live erlebt und darauf bin ich stolz.
Bei der Vorstellung des TFT iMac hatte ich die kurze Ehre Steve Jobs einmal persönlich zu sprechen. Nach der Keynote war es üblich, dass er in den Messehallen ging und am Stand von Apple den Ehrengästen die neuen Produkte persönlich zeigte. Für einen kurzen Moment stand Steve Jobs alleine an Stand und ich nutzte meine Chance. Ich ging auf ihn zu und bat um ein kurzes Statement. Der Meister schaute mich an und gab mir bereitwillig eine Antwort. Währenddessen suchte seine blondhaarige Assistentin verkrampft in ihren Unterlagen. Irgendwann unterbrach mich die verwirrte Mitarbeiterin und fragte mich, ob ich eigentlich ABC-Fernsehen sei. Ich verneinte und sagte, dass ich für eine deutsche Computerzeitschrift das Interview machte. Steve Jobs lachte daraufhin und das Interview wurde sofort abgebrochen. Zumindest rief er seinen Vize Phil Schiller herbei und der musste das Interview fortsetzen. Das war mein einziger persönlicher Kontakt zu Steve Jobs.
Schlagwörter:ABC, Apple, iMac, iPhone, Keynote, MacBook Air, Macworld Expo, Phil Schiller, San Francisco, Standford, Steve Jobs
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15. Februar 2010
Die Macworld Expo in San Francisco hat viel von ihrem Glanz verloren, nachdem Apple nicht mehr dabei ist. Aber ein paar wackere Kämpfer sind noch dabei. Darunter das coole Puchheimer Unternehmen Boinx und der Software-Riese Microsoft. Das mittelständische Unternehmen aus Redmond kündigte für den Herbst Office 2011 für Mac an und veröffentlichte in San Francisco erste Informationen. Ich war leider dieses Jahr nicht vor Ort, berufe mich also in erster Linie auf Pressemeldungen.

Gemeinsames Arbeiten an Dokumenten im neuen Office für Mac.
Bei näherer Betrachtung rückt Office näher an Google Docs heran. Die Microsoft Macintosh Business Unit, wie der Unternehmenszweig in der Sprache Redmonds heißt, will die User näher zusammenbringen. Gemeinsames Bearbeiten von Dateien steht in der neuen Office-Version im Vordergrund. Die Suite bietet direkten Zugriff auf Microsoft Services, die einen Austausch von Daten und Dateien ermöglichen, sowie eine überarbeitete Benutzeroberfläche. Außerdem wurde die systemübergreifende Kompatibilität weiter verbessert, sodass Dokumente ihr ursprüngliches Format beibehalten, wenn sie mit anderen geteilt werden.
Die neue GUI ist weiterhin gewöhnungsbedürftig und muss in der Praxis ausprobiert werden. Da ich sehr viele Schulungen für Firmen und Organisationen durchführe, höre ich schon wieder das Gemecker: „Wo ist denn jetzt die Formatierungsleiste?“ Aber Gott sei Dank hat MS dieses Mal auf die User gehört und die GUI nicht neu erfunden, sondern nur weiterentwickelt.
Von einer kompletten Neuentwicklung wurde abgesehen und dafür ein Design entworfen, das aus der Office 2008 Elements Gallery hervorgeht und das Beste aus dem klassischen Mac-Menü und der Standard-Toolbar vereint. Nutzer erhalten so Zugriff auf neue sowie häufig benutzte Befehle. In der Standardansicht der neuen Benutzeroberfläche befinden sich außerdem bereits über 80 Prozent der am meisten genutzten Funktionen, um eine lange Suche nach dem benötigten Tool überflüssig zu machen. Da nach MS-Angaben 75 Prozent der Mac-User auch einen PC nutzen (dazu gehöre ich dann wohl nicht), wurde die Bedienung der Menüleiste plattformübergreifend angepasst.
Für mich der größte Fortschritt ist gemeinsames Arbeiten an Dokumenten, ähnlich wie mit Google Docs bekannt. Mit den in Office 2011 enthaltenen Tools sollen mehrere Personen an Word-, PowerPoint- oder Excel-Dateien arbeiten, völlig unabhängig von Zeit, Aufenthaltsort oder Benutzerplattform. Das „Presence Everywhere“-Feature gibt direkt in der Anwendung Auskunft darüber, wer aus dem Team gerade im Dokument arbeitet. Die Einbindung von Microsoft Office Web Apps in Office 2011 bietet eine einfache Möglichkeit, von jedem Rechner mit einer Internet-Verbindung auf Office-Dateien zuzugreifen und diese mit anderen zu teilen. Voraussetzungen ist eine Windows Live ID oder Microsoft SharePoint.
Begraben hat MS das Mailprogramm Entourage und es lag nicht daran, dass kein Amerikaner wusste, wie er das französische Wort aussprechen sollte. Entourage wird ersetzt durch einen alten Bekannten: Outlook für Mac. Das gab es zu OS 9-Zeiten mal und kommt jetzt aufgepeppt wieder. Outlook für Mac unterstützt das Exchange-Web-Services-Protokoll und wurde auf Grundlage von Cocoa entwickelt, was eine verbesserte Integration in Mac OS X zur Folge hat. Außerdem kann Outlook für Mac .PST-Dateien von Outlook für Windows importieren.
Und eine Neuigkeit und eine Genugtuung zum Schluss: Mit Office 2011 für Mac kommt endlich VBA zurück, dass in der derzeit gültigen Office-Version für den Mac gekillt wurde. Da hat MS endlich zugehört. Gut so.
Jetzt warten wir gemeinsam auf Herbst und probieren das neue Office dann aus. Ich freu mich darauf.
Schlagwörter:Apple, Boinx, Elements Gallery, Entourage, Excel, Exchange-Web-Service, Formatierungsleiste, Google Docs, GUI, Macworld Expo, Microsoft, Microsoft Macintosh Business Unit, Microsoft Services, Microsoft SharePoint, Office 2011 für Mac, Outlook für Mac, Outlook für Windows, PowerPoint, Presence Everywhere, PST-Dateien am Mac, Puchheim, Redmond, San Francisco, VBA, Windows Live ID, Word
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21. Januar 2010
Mit der schlichten Unterzeile „Come see our latest creation“ wird Apple wohl am 27. Januar 2010 die Medienwelt verändern. So darf man glauben, wenn man die einschlägigen Gazetten liest. Besonders die Printverlage erwarten von Apple einen Heilsbringer in Form eines Tablet Macs. Nachdem Apple die Computerindustrie mit dem Mac, die Musikindustrie mit dem iPod und die Handyindustrie mit dem iPhone revolutioniert hat, könnte jetzt der nächste große Knall kommen. Hoffentlich.
„Come see our latest creation“ heißt es im Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco. Um 19 Uhr deutscher Zeit wissen wir es. An diesem Ort hatte Apple-Chef Steve Jobs schon mehrmals Unterhaltungselektronik vorgestellt. So nun auch wohl dieses Mal. Was mich stutzig macht, ist die Einladung selbst: Auf ihr sind eine Reihe bunter Farbklekse zu sehen. Die Farben erinnern an die aktuelle iPod nano-Linie. Nun, der iPod ist kein schlechtes Produkt, aber der Hype ist durch. Was bedeuten diese Farben? Soll das Tablel in verschiedenen Modefarben auf den Markt kommen? Wohl eher nicht. Ich vermute eine Art größeres iPhone zusammen mit einer neuen iPhone-Software 4.0. Da fällt mir ein: Ich will endlich Flash auf dem iPhone.

Apple Einladung 2010
Ich vermute auch, dass Steve Jobs eine Reihe von Updates bringt, nachdem man sich selbst der MacWorld Expo als Hausmesse beraubt hat. Ich trauere immer noch den Zeiten hinterher als ich jedes Jahr im Januar nach San Francisco zur Keynote pilgerte. Dieses Jahr bin ich nicht gefahren und auch die CES lockte mich nicht.
Was wird kommen? Ich denke, ein iLife 2010, eine verbesserte Auflage von Nike+, ein erweitertes Apple TV, ein neues iWork – dies arbeitet mit dem neuen Tablet zusammen und auch der Online-Dienst von iWork sollte mit Leben erfüllt werden. Adobe ist da deutlich weiter. Weiter neue Updates der MacBook (Pro)-Reihe. Neue Prozessoren von Intel könnten verbaut werden. Für weitere Pro-Produkte ist nicht die Zeit. Ein besseres Final Cut mit einem neuen Final Cut Express denke ich zur NAB im April. Und ein neues iPhone kommt wohl erst im Laufe des Jahres auf einem eigenen Special Event.
Und natürlich als „one more thing“ das Tablet, wie auch immer das Device nun heißt. Die Distributionsplattform über den iTunes Store liegt vor und hat sich etabliert. Nachdem die Verlage mit den iPhone Apps ganz gut ihren Content verbreiten können, braucht die Branche eine Art Kindle von Apple. Studien von Verlagen liegen bereits vor.
Seien wir gespannt und sind am 27. Januar geistig mit dabei, wenn Apple die Medienwelt auf den Kopf stellt.
Schlagwörter:Apple, Apple Tablet, Apple TV, CES, Come see our latest creation, Final Cut Express, Final Cut Studio, Flash auf dem iPhone, Handyindustrie, iLife, Intel, iPhone, iPod, iPod nano, iTunes, iTunes Store, iWork, Kindle, Las Vegas, Mac Tablet, MacBook, MacWolrd Expo, Medienwelt, Musikindustrie, NAB, Nike, one more thing, Printverlage, San Francisco, Special-Event, Steve Jobs, Yerba Buena Center for the Arts
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31. März 2009

Als Mac-User weiß ich selbstverständlich, welches das bessere Betriebssystem für einen Computer ist. Und ich freue mich auch schon auf Snow Leopard. Ich bin mir nicht sicher, ob es schon für die WWDC von 8. bis zum 12. Juni im Moscone-Center in San Francisco bereit steht oder ob Apple nicht wieder das iPhone in den Mittelpunkt rückt. Die neue iPhone-Software 3.0 ist schließlich schon für den Sommer angekündigt. Warten wir es ab.
Abwarten hieß es aber auch am Münchner Flughafen Franz Josef Strauß am vergangenen Samstag. Die Monitore der An- und Abflüge waren ausgefallen. Eine Windows-Fehlermeldung thronte auf dem Bildschirm. Ja, ja das ist Schadenfreude. Ein Kollege war vor Ort und hat ein Foto gemacht (danke Michael). Da kann Microsoft noch so viel Werbung gegen vermeintlich teure Mac-Rechner machen. Die Realität ist der beste Beweis für die Überlegenheit.
Schlagwörter:Apple, Überlegenheit, Betriebssystem, Flughafen München, Franz Josef Strauß, iPhone, Mac-User, Microsoft, Moscone-Center, San Francisco, Snow Leopard, teure Macs, Windows, Windows-Fehlermeldung, WWDC
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16. Januar 2009

Jetzt mache ich mir wirklich Sorgen um mein Liebings-IT-Unternehmen. Steve Jobs nimmt sich bis Juni eine Auszeit, um sich von seiner Erkrankung zu kurieren. Bei wesentlichen Unternehmensentscheidungen ist er an Bord, sonst hat das Ruder Tim Cook, der COO. Cook hat schon 2004 Apple geleitet, als Jobs Krebs hatte.
Das ist ein Hammer. Per Mail wurden die Mitarbeiter informiert, die Aktien fielen gleich mal um 10 Prozent. Noch vor der Macworld Expo Anfang Januar beruhigte Jobs die Community, dass nur harmlose Hormonschwankungen an seiner Krankheit Schuld seien. Er verzichtete daher auf die Keynote und Phil Schiller sprang ein. Doch es ist wohl schlimmer als befürchtet. Die Zeitungen in San Francisco waren voll mit Spekulationen. Jobs Hauszeitung, der SF Chronicle, nahm den High-Tech-Icon sogar auf die Titelseite.
Jobs meinte am Tag vor der Keynote, er werde den Vorstand informieren, wenn er seine Apple-Geschäfte nicht mehr wahrnehmen kann. Das hat er jetzt getan. Und Apple muss sich Sorgen machen. Ich kenne kein Unternehmen in dieser Größe, das so von einer Person abhängig ist. Jobs gilt als visionäre Lichtgestalt der Branche und verdammt noch mal: Er ist es.
Er leitet sein Unternehmen charismatisch, streng, kompromisslos. Mit ihm direkt zu arbeiten muss keine Freude sein. Er ist kein Heiliger. Ich durfte einmal auf den Campus nach Cupertino weilen und es war keine tolle Atmosphäre. Die Mitarbeiter hatten wohl Angst ihren Chef zu bewegnen. Und dennoch: Wichtig ist, was hinten raus kommt und die Produkte von Apple haben die Welt verändert: Mac, iPod, iPhone
Immer wieder wird berichtet, dass Apple ohne Jobs überlebensfähig sei. Das glaube ich auch. Genügend gute Frauen und Männer stehen bereit, doch allen fehlt das Charisma von Steve Jobs. Das Unternehmen Apple wird weiterhin gut geführt, die Marke Apple wird durch den Wegfall von Steve Jobs leiden. Wer interessiert sich denn dafür, wie der Vorstandsvorsitzende von Sony heißt oder kennen Sie den Chef von Autodesk? Nein. Das sind sicherlich gute Leute, doch Spaß bleibt auf der Strecke. Ich genieße den Personenkult um Steve und wünsche uns allen, dass er uns noch lange erhalten bleibt.
Schlagwörter:Apple, Autodesk, Chronicle, iPhone, iPod, Keynote, Mac, Macworld Expo, Phil Schiller, San Francisco, Sony, Steve Jobs, Tim Cook
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15. Januar 2009

Orientierung durch Touchscreen
Orientierung im Leben zu haben, ist eine feine Sache. Das gilt im großen, als auch im kleinen. Sie kennen sicherlich die Hinweise in Kaufhäusern. Wo finde ich was? Herrenoberbekleidung zweiter Stock, Unterwäsche Erdgeschoss, Spielsachen dritter Stock.
Directory heißt so ein Orientierungssystem in den USA. In San Francisco habe ich die Zukunft dieser Directorys gesehen. Im Westfield an der Market Street konnte ich das iDirectory bewundern und ausprobieren. Es ist ein riesiger Touchscreen. Auf der einen Seite findet man die übliche Auflistung von Läden in der Mall. Auf der rechten Seite kann ich konkret Produkte und Läden suchen und zwar per Touch-Eingabe. Genial. Hat man als Kunde das gewünschte Produkt gefunden, wird eine interaktive Wegbeschreibung ausgegeben. Wie genau hat man zu laufen, um zu dem Produkt zu kommen? Welchen Fahrstuhl/Rolltreppe in welches Stockwerk ist nötig und wohin muss ich mich dann wenden? Die Infos werden nicht nur schriftlich angezeigt, sondern auch visualisiert durch Pfeile, Rolltreppen usw.
Ich bin sehr begeistert von diesem iDirectory und ich gespannt, wann ich so ein System einmal in Deutschland erleben darf.
Schlagwörter:Directory, Kunde, Orientierungssystem, Pfeile, Rolltreppe, San Francisco, Touchscreen, Westfield
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5. Januar 2009
Die ganze Woche über bin ich auf der Macworld Expo in San Francisco. Es wird die letzte Macworld Expo sein, an der Apple als Aussteller beteiligt ist. Nächstes Jahr ist Schluss damit. Laut Apple sind Special Events, die Retail Stores und die Präsenz im Internet zeitgemäßer als große Technikmessen.
Ich denke, das wird der Tod von großen Technikmessen sein. Vor Jahren musste die Comdex schließen, die CeBIT in Deutschland wackelt, die Systems ist den Bach runter gegangen, die Apple Expo in Paris ist vorbei und der nächste Kandidat wird wohl die Macworld Expo sein. Eine Keynote von Steve Jobs wird es schon dieses Jahr nicht mehr geben, Phil Schiller springt ein. Messeveranstalter IDG dementiert heftig: Es wird auch 2010 eine Macworld Expo stattfinden, egal ob Apple mit dabei ist. Nun gut, aber ob ich mit dabei bin, wird sich zeigen.
Ich denke einmal, dass ich so schnell nicht mehr nach San Francisco komme. Es ist eine coole, europäisch geprägte, liberale Stadt. Man braucht kein Auto, sondern man kann die Stadt zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. China Town, Hafen, Market Street, die Cable Car, Louise Diner, der Sony Store, natürlich der geile Apple Retial Store, Alcatraz, Virgin Store, CompUSA, die SF Bay und die Brücke – damit wird wohl für die nächsten Jahre Schluss sein. Die nächsten USA-Reisen gehen nach Las Vegas (graus) und nach New Orleans (bin sehr gespannt).
Die Absage von Apple tut der Stadt San Francisco nicht gut. Bisher waren die Hotels durch verrückte Apple-Fans ausgebucht und es war eine tolle Stimmung in der Stadt. Überall traf man Bekannte aus der ganzen Welt. Die Stadt war mit Apple-Poster plakatiert, die dann direkt zur Keynote ausgetauscht wurden.
Aber die Frage muss gestellt werden: Brauche ich noch eine Messe, um mich über Neuerungen zu informieren? Wohl nicht, wenn ich weiß, was und wen ich suche. Natürlich bietet das Internet die beste Produktauswahl und durch multimediale Elemente kann ich mir die Produkte auch näher ansehen. Eine Messe ist wichtig als Ort der Zusammenkunft, um mit Kollegen und Kunden zu sprechen. Dafür war eine Macworld Expo oder eine Siggraph immer wichtig. Eine CeBIT hatte hier versagt: Hier war das Gedränge so groß, dass man den Partner nur eine Visitenkarte in die Hand drücken konnte, um später zu telefonieren zu müssen. Aber die etwas kleineren Messen brachten immer wieder neue Produkte. Diese hätte ich im Internet übersehen, weil ich nicht gewusst hätte, dass es die Produkte überhaupt gibt.
Für Apple lohnen sich Messen wohl nicht. Die Webpräsens ist optimal, die Stores sind gut auf dem Erdteil verteilt und die Community ist super aktiv. Blogger, Twitter, Websites und die ganzen offizielle Mac-Presse und natürlich auch wir von der DIGITAL PRODUCTION beobachten die Entwicklungen ganz genau. Es wird diskutiert, philosophiert, debattiert, gestritten, die Köpfe heiß geredet. Beispielsweise: Was kommt denn von Apple zur Macworld. In der Vergangenheit wurde die Keynote von Steve Jobs immer genutzt, Produkte vorzustellen und der IT-Industrie zu zeigen, wohin es geht. Am eindrucksvollsten empfang ich die Einführung des iPhones. Am Abend war ich auf einer Party und traf mich mit einem Produktmanager von Nokia. Er sagte mir: „Da muss eine Computerfirma kommen und uns Handyherstellern zeigen, was Bedienkomfort ist. Die haben uns richtig in den Arsch getreten.“
Was wird denn dieses Mal vorgestellt? Die Gerüchte drehen sich um einen iPhone nano (ohne mp3-Player), einen neuen Mac mini. Sicher ist wohl ein 4 Core iMac im bisherigen Design. Vielleicht gibt es noch ein neues iLife Paket. Ich möchte gerne ein funktionierendes iMovie auf Intel-Basis. Ganz klar: Es wird Snow Leopard zumindest angekündigt. Mac OS X 10.5 ist schon genial, aber 10.6 soll noch einen Sprung nach vorne sein. Ein paar Kollegen sind Beta-Tester und geraten ins Schwärmen. Das lässt auf viel hoffen. Nachdem Windows Vista wohl nicht die große Sause war und wir auf Windows 7 noch warten müssen, baut Apple seinen Vorsprung aus.
Also ich werde die Woche über aus San Francisco berichten. Für die DP-Website werden wir Videos drehen und Newsletter schreiben. Und ich werde mich von San Francisco verabschieden.
Schlagwörter:Alcatraz, Apple, Apple Expo Paris, Apple Retial Store, Apple-Plakate, CeBIT, CompUSA, DP, IDG, iLife, iMac, iMovie, iPhone, Keynote, Las Vegas, Macworld Expo, New Orelans, Nokia, Phil Schiller, San Francisco, Siggraph, Snow Leopard, Steve Jobs, Systems, Virgin Store, Vista, Windows
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18. Dezember 2008
Es kam in der Nacht zum Mittwoch wie ein Schock für die Apple-Gemeinde. Apple-CEO Steve Jobs wird keine Keynote mehr auf der Macworld Expo in San Francisco halten. Stattdessen muss sein Vize Phil Schiller ran. Außerdem wird 2009 die letzte Macworld Expo sein, die Apple als Aussteller besucht. Ab 2010 ist damit Schluss. Begründet wird es mit der Macht des Internets und der Präsens der zahlreichen Apple Retail Stores. Zuletzt eröffnete in München ein Store.
Doch warum sagt Steve die Keynote ab? Warum nutzt er sie nicht ein letztes Mal, um von der Apple Gemeinde Abschied zu nehmen. Wir sind jahrlang nach San Francisco gepilgert, um den Worten des großen Gurus zu lauschen. Ich selbst war dreimal in SF. Ich habe die Einführung der iMac-Stehlampe miterlebt, ich war dabei als das iPhone vorgestellt wurde und im vergangenen Jahr als es das MacBook Air gab. Schiller ist ja sicher ein dufter Kumpel, aber Apple ist Steve Jobs und so hätte ich mir ein wenig mehr von Apple erwartet. Allerdings: Vielleicht ist Steve krank und mit krank meine ich mehr als ein bisschen Schnupfen. Vor Jahren hatte Steve mit Krebs zu kämpfen, der operiert wurde. Warum sagt ein CEO seine Keynote ab? Neue Ausrichtung und keine Messeteilnahme in Zukunft ist ja schön und gut, aber warum die Absage der Keynote 2009?
Ich werde mit gemischten Gefühlen nach SF reisen. Es wird wohl das letzte Mal für langem sein, dass ich diese coole Stadt besuche. Die ganze Innenstadt war im Apple Fieber. Alle Litfasssäulen, alle Plakatständer der Stadt waren mit Apple Banner beklebt. Der Apple Store in der Market Street war Anlaufpunkt, um schnell seine Mails zu checken und zu fachsimplen.
Mann oh Mann, alles wird anders. Der Messeveranstalter IDG wird auch kotzen. Sein größtes Zugpferd sagt für 2010 ab und das bedeutet den Tod. Unser Schwesterunternehmen Reed Exhibitions hat heute vermeldet, dass man die Apple Expo in Paris für 2009 absagen wird. Apple hatte bis 2005 in Paris immer eine Keynote gehalten und war mit einem Stand vertreten. Ich war im ersten Jahr nach der Absage von Apple in Paris. Ich konnte beobachten, wie die Franzosen stinksauer waren, dass Apple zeitgleich zur Apple Expo einen Special Event in London durchführte und die Journalisten einflog.
Also mit Apple Messen ist es wohl vorbei: Köln ist gescheitert, Paris den Bach runtergegangen und auch die Hausmesse in San Francisco wird wohl 2010 baden gehen. Ich habe schon mit ein paar Aussteller gesprochen, die 2010 nicht mehr auf der Macworld Expo vertreten sein werden. Eine Ära geht zu Ende und für mich bedeutet es, dass ich im Januar nicht mehr in die USA muss. Schade, sehr schade. Ich hoffe, dass ich mit meinen Vermutungen nicht recht behalte und Steve Jobs nicht ernsthaft krankt ist. Für die Innovationskraft von Apple würde dies einen herben Rückschlag geben. Das Unternehmen ist auf den Wechsel noch nicht vorbereitet. Microsoft hat es geschickt gemacht und Bill hat den anderen Steve gut aufgebaut. Die Veteranen der IT-Industrie treten ab.
Schlagwörter:Apple, Apple Expo, Apple Retail Store, Expo, IDG, iMac, iPhone, Keynote, MacBook Air, Macworld, Market Street, Paris, Phil Schiller, Reed Exhibitions, San Francisco, Steve Jobs
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