Social Media im Weltraum: Mein Held Chris Hadfield

15. Mai 2013
Foto: Hadfield

Foto: Hadfield

Unsere Familie erlag schon immer den Raumfahrtvirus. Die Reise ins All faszinierte mich mein Leben lang. Meine Eltern erzählten mir immer, wie ich als Baby die Mondlandung verfolgte. Ich weiß nichts mehr davon, aber es gibt ein Foto, auf dem ich als kleiner Stöpsel vor dem Grundig-Fernseher saß. Ich hatte Modellbausätze von Mondfähren und Neil Armstrong hing als Bild bei mir im Kinderzimmer. Später war ich Fan des Space Shuttle-Programms, war erschüttert über die Abstürze und verfolgte im Netz den Start des letzten Shuttles. Als Sonden auf dem Mars landeten, war ich auch im Internet dabei. Und so natürlich auch jetzt beim Flug des Astronauten Chris Hadfield.

Via Twitter verfolgte ich seine Erlebnisse out of Space und seine Arbeiten auf der ISS. Ich bin mir sicher, so manchen alten Nasa-Recken ist so viel Kommunikation des Kanadiers ein Grauen, aber Chris Hadfield macht es richtig. Er hat die neue Welt verstanden und wirbt für sich, seinen Beruf und seine Mission. Er nutzt soziale Netzwerke, allen voran Twitter, Facebook und YouTube. Ich bekam Tränen in den Augen als er David Bowie Space Oddity bei seiner Rückkehr von der ISS interpretierte. Major Tom kommt heim. Besser kann Werbung für Raumflüge nicht sein. Das erste Musikvideo der Raumfahrtgeschichte ist ein Hammer.

Persönlicher Nachruf auf Peter Sehr

14. Mai 2013

Irgendwie hab ich es nicht mitbekommen, es war einfach zu viel zu tun. Jetzt erfuhr ich, dass der deutsche Regisseur Peter Sehr verstorben ist. Das ist schade, sehr schade. Mit 61. Jahren ist es zu früh zum Sterben. Aber Peter Sehr war an Krebs erkrankt.

Peter Sehr ist tot.

Peter Sehr ist tot.

Die deutsche Filmszene ist nicht so groß, da läuft man sich immer wieder über den Weg. Das letzte ausführliche Gespräch mit Peter Sehr hatte ich im Mai 2011. Dort war er auf einer ausgezeichneten Veranstaltung der Hanns-Seidel-Stiftung eingeladen über seinen Film Kaspar Hauser zu diskutieren. Anschließend standen wir noch zusammen und diskutieren über seine Einflüsse und seine Projekte.

Engagiert ist der Diskussion ...

Engagiert ist der Diskussion …

Peter Sehr ist ja eigentlich promovierter Physiker, studierte in Oxford, entdeckte aber früh seine Liebe zum Film. Mit seiner wundervollen Ehefrau Marie Noëlle gründete er die P’ARTISAN-Filmgesellschaft und war seit 1988 nicht mehr vom deutschen Film wegzudenken. Sein Erstlingswerk war Das serbische Mädchen, der richtige Durchbruch kam aber mit Kaspar Hauser. Hier gibt es viel zu analysieren. Der Physiker Sehr machte es dem Publikum nicht leicht und schuf komplexe Figuren. Das Kino von Peter Sehr ist kein einfaches Popcorn-Kino, dennoch ist es unterhaltend und machte mir immer Spaß. In der Tradition des Autorenkinos brach er Grenzen auf und dafür gebührt ihm Dank.

... und präzise beim Filmemachen.

… und präzise beim Filmemachen.

Bei unserer Begegnung 2011 begann er mit den Dreharbeiten seines letzten Films Ludwig II. Lange diskutierten wir bei der HSS über Ludwig II. Als Visconti-Anhänger war ich neugierig über die Interpretation von Peter Sehr. Es durfte keine Kopie des Visconti-Werkes werden, zudem Sehr auch nicht die Größen wie Helmut Berger oder Romy Schneider zur Seiten standen. Sehr überraschte mich. Er setzte auf das Jungtalent Sabin Tambrea, der den wahnsinnigen König interpretierte. Starkes Schauspiel, tiefer Charakter, großes Kino. Fulminant die Ausstattung und keine Visconti-Kopie machte mir der Film im Kino großen Spaß. Leider konnte ich es Peter Sehr nicht mehr direkt sagen.

Peter Sehr und seine Frau Marie Noëlle.

Peter Sehr und seine Frau Marie Noëlle.

 

Crowd Funding: Jetzt mitmachen beim Retro-Rechner Quartett-Spiel

14. Mai 2013

Bildschirmfoto 2013-05-14 um 09.13.20

Nachdem ich früher immer wieder Kalender zu Computern – vor allem Macs und auch zu Vintage-Rechner produziert hatte, freute ich mich jetztl wieder auf eine Neuerung. Ich entdeckte in der deutschen Crowd Funding-Plattform Startnext den Aufruf, ein Retro-Rechner Quartett-Spiel von Nerd Dreams zu unterstützen. Mach ich doch glatt.

Alte Rechner liegen mir am Herz. Noch immer habe ich meinen Volkscomputer den Commodore C64 im Keller, meine voll einsatzbare Lisa steht im Arbeitszimmer in einer Vitrine, der Spartakus-Rechner (ja ich habe noch einen) dient als Musikmaschine und hier stehen auch noch Mac Portable, Apple II und III und anderen Meilensteine aus Cupertino. Da kommt mir so ein Nerd-Quartett ganz recht und ich bin furchtbar gespannt.

Auf der Startnext-Seite schreiben die Macher: „Zwei befreundete Computer-Sammler, stellen dafür ihre besten Stücke zur Verfügung. Natürlich sind der Commodore C64, der Amiga 500, der Mac II und die NeXTCube dabei. Aber auch ganz besondere Sammlerstücke – das älteste, die Olivetti Programma, ist von 1969!“ Ich bin mal gespannt, ob die Computer den Originalzustand und vor allem das Originalzubehör am Ende auf den Postkarten haben. Bei den Bildern um Cube bin ich mir nicht so sicher, ob die Puck-Maus bei dem Würfel dabei war oder nicht. Mein Cube hatte eine Extended Tastatur und die schwarze Maus. Aber ich geb den jungen Menschen gerne eine Chance und freu mich über das Engagement.

Ich weiß noch, welche rechtlichen Abklärungen wir damals einholen mussten, als wir unsere Vintage-Kalender produzierten. Die Rechteinhaber wie  beispielsweise Apple oder Atari waren extrem kritisch, wenn man mit ihrem Markenzeichen Geld verdient. Aber ich bin mir sicher, dass die jungen Leute die Rechte abgeklärt haben oder zumindest gute Markenanwälte haben.

Auf der Startnext-Seite wird das vorläufige Quartett benannt und ich freu mich auf ein Wiedersehen mit der einen oder anderen Maschine.

Frühzeit: Olivetti Programma, Wang 700, IBM 5120, HP 9830A
2. Welle: Commodore PET 2001, TRS80 III, Apple II, Zenith
HomePCs: C64, Schneider CPC 464, Sinclair ZX81, Amiga 500
Portables: Osborne 1, Toshiba 3000, Mac Portable, Compaq Portable
Profis: Olympia Boss, NeXT Cube, Apple Lisa, Sharp MZ80K
PCs: Apricot Portable, IBM PC, Mac G3, Mac II fx
Bastlen: Rockwell AIM65, DAG MP Lernsystem, Heathkit H8, Heathkit Hero 1
Mobil: Apple Newton, Nokia Communicator, Sharp Pocket, Psion Organiser.

Also an alle Retro-Fans: Mitmachen und das Projekt unterstützen. Die Truppe von Nerd Dreams braucht drei Tage, um die 32 Fotos von den Computern aufzunehmen. Dann wird das Quartett-Design gemacht und geht in den Druck. Für mich eine unterstützenswerte Aktion.

 

Einladung: Online zum Wahlerfolg? Bedeutung des Internets für den Wahlkampf

10. Mai 2013

HSS

Ich bin auf eine Podiumsdiskussion eingeladen und darf zum Thema Politik und Internet diskutieren. Die Hanns-Seidel-Stiftung veranstaltet am 14. Mai eine Podiumsdiskussion im Konferenzzentrum München (Beginn: 18.30 h) mit dem Titel Online zum Wahlerfolg? Wahlkampf 2.0 und seine Perspektiven.

Heute gehören das Twittern in Sekundenschnelle und ein Facebook-Profil für immer mehr deutsche Politiker zum Alltag. Doch wie sieht es hierzulande wirklich mit dem Potenzial von Online-Wahlkämpfen, gerade mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen, aus? Wie kann man auf Landes- und Bundesebene den Wähler erreichen und ist das Internet auch ein Medium für den Kommunalwahlkampf?

Es diskutieren die bayerische JU-Vorsitzende Katrin Albsteiger, der Google-Manager Joel Berger, die Digitalspitze der PR-Agentur MSLGROUP Germany, Adrian Rosenthal, der Wissenschaftler Andreas Jungherr sowie ich. Wer Lust kann zu kommen, sollte sich hier anmelden.

Sicherlich werden die neuen Ergebnisse der BITKOM-Umfrage diskutiert. Der Einsatz des Internets durch die politischen Parteien wird entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Bundestagswahl 2013 haben. Diese Meinung vertreten 37 Prozent aller Wahlberechtigten in Deutschland. Unter den 18- bis 29-Jährigen ist mit 48 Prozent sogar fast die Hälfte dieser Ansicht. Die Befragung ist Grundlage der BITKOM-Studie „Demokratie 3.0 – Bedeutung des Internets für den Bundestagswahlkampf“.

Danach zeichnet sich ab, dass insbesondere die sozialen Medien eine zentrale Rolle im Wahlkampf spielen werden. „Das Internet wird den Wahlkampf bestimmen wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf bei Vorstellung der Studie in Berlin. „Die Online-Kampagnen könnten für die Parteien zum Zünglein an der Waage werden, um die entscheidenden Stimmen zu erringen.“ Laut Umfrage informieren sich 60 Prozent der Bundesbürger über politische Themen im Web. Im Jahr der letzten Bundestagswahl 2009 waren es erst 45 Prozent. Unter den 18- bis 29-Jährigen informieren sich aktuell 80 Prozent über Politik im Internet, bei den 30- bis 44-Jährigen sind es 75 Prozent. In meinem Seminaren merke ich auf jeden Fall ein großes Interesse an den sozialen Netzen durch die Politik. Natürlich ist Social Media nur ein Teil der Kommunikation mit dem Bürger/Wähler. Viele Politiker haben noch nicht die Organisationsform für Social Media geschaffen.

Wer das Internet als Informationsquelle für politische Inhalte nutzt, steuert in erster Linie die Webseiten der klassischen Medien an: 84 Prozent informieren sich auf den Nachrichtenseiten von Spiegel, FAZ, Welt, n-tv etc. Mit weitem Abstand folgen Internetangebote von Nichtregierungsorganisationen, die 38 Prozent nutzen. Bereits mehr als ein Drittel (35 Prozent) informiert sich in sozialen Netzwerken über Politik, unter den 18- bis 29-Jährigen mit 55 Prozent sogar mehr als die Hälfte. 28 Prozent der Politikinteressierten nutzen Webseiten von Ministerien oder Behörden und 25 Prozent die Internetpräsenzen der politischen Parteien. 16 Prozent informieren sich in politischen Blogs und immerhin 12 Prozent auf den Webseiten einzelner Politiker.

Ein Drittel (32 Prozent) der Bundesbürger konsumiert nicht nur politische Inhalte, sondern nimmt aktiv am Wahlkampf im Internet teil. Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 63 Prozent. „Grund für die hohe Aktivität der Jüngeren ist die breite Nutzung sozialer Netzwerke, die das Erstellen, Kommentieren und Teilen politischer Inhalte dramatisch vereinfachen“, sagte Kempf. So „liken“ oder teilen 42 Prozent der Jüngeren politische Inhalte in sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+ oder Xing. In der Gesamtbevölkerung sind es dagegen nur 15 Prozent. 18 Prozent leiten E-Mails mit politischem Inhalt an Bekannte weiter und 10 Prozent kommentieren Artikel in Online-Medien zu Politikthemen. Dagegen sind erst 3 Prozent Mitglied einer politischen Kampagne im Web.

„In der Politik ist der Einsatz sozialer Medien inzwischen weit verbreitet“, sagte Kempf. Nach einer Analyse der Online-Plattform Pluragraph für den BITKOM verfügen aktuell 86 Prozent aller 620 Bundestagsabgeordneten über ein Profil in mindestens einem sozialen Netzwerk. 76 Prozent sind bei Facebook vertreten, 50 Prozent bei Twitter, 41 Prozent bei Youtube und 25 Prozent bei Xing. Im Durchschnitt haben die Abgeordneten 2.578 Facebook-Fans und 2.045 Twitter-Follower.

Das Internet bietet den Bürgern darüber hinaus die Möglichkeit der direkten Beteiligung am politischen Geschehen. So gibt ein Viertel (24 Prozent) der Bundesbürger an, dass sie sich bereits an einer E-Petition bzw. Online-Petition beteiligt haben. Das entspricht rund 16 Millionen Personen. Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 38 Prozent. 15 Prozent aller Bundesbürger haben sich bei ihrer Kommunalverwaltung beschwert oder Verbesserungsvorschläge gemacht. 14 Prozent haben sich online an der Diskussion über lokale Bauvorhaben beteiligt und 13 Prozent Ärgernisse im öffentlichen Straßenbild benannt. Aggregiert man die unterschiedlichen Beteiligungsformen, sind 45 Prozent der Bundesbürger im Web politisch aktiv geworden, unter den Jüngeren sogar 58 Prozent. Kempf: „Das Internet ermöglicht und erleichtert die Teilhabe am politischen Geschehen und stärkt damit unsere Demokratie.“

Die wichtigsten netzpolitischen Themen sind laut Umfrage der Datenschutz und die IT-Sicherheit. 96 Prozent der Bürger sagen, dass sich die neue Bundesregierung stärker als bisher um den Datenschutz kümmern sollte, 95 Prozent nennen die Bekämpfung der Internetkriminalität. 84 Prozent meinen, die Vermittlung von Internetkompetenz bei Kindern und Jugendlichen sollte Priorität haben. 79 Prozent der Bürger fordern eine Reform des Urheberrechts und 76 Prozent die Sicherung der Netzneutralität.

Druck

Meine Erinnerungen an Ray Harryhausen

8. Mai 2013

Die Nachricht schockierte mich. Im Alter von 92. Jahren verstarb der Vfx-Pionier Ray Harryhausen. Ich habe leider diesen großen Künstler nie persönlich getroffen. Seine Kunst begegnete mir dagegen auf Schritt und Tritt. Seit meiner frühesten Jugend habe ich die Stop Motion-Effekte von Ray Harryhausen genossen.
Meine allerste Erinnerung reicht an den Zyklopen bei Sindbads siebte Reise zurück. Das einäuige Monster aus der Mythologie schnappte sich Sindbads Weggefährten und grillte sie über offenem Feuer. Das war für mich als junger Mensch zuviel. Tagelang träumte ich von dieser Szene. Genauso erging es mir bei Jason und die Argonauten.
Viele Filme kamen und gingen. Ich liebte das fantastische Kino und immer wieder erinnerte ich mich an Sindbad und Tricks von Ray Harryhausen. Kämpfende Skelette, angriffslustige Drachen, die gnadenlose Medusa – all dies hat sich in mein visuelles Filmgedächtnis eingebrannt. 1980 stürmte ich in Kampf der Titanen – und lange vor CGI packte mich das Geschehen auf der Leinwand. Ray Harryhausen war ein Pionier und ein großer Künstler seiner Zeit. Zu Hause versuchte ich mich an Stop Motion-Filme mit meiner Super 8-Kamera. Heute drehe ich mit meinen Kindern und der Boinx-Software iStop Motion Filme mit Legofiguren. So gebe ich das Erbe von Ray Harryhausen an meine Kinder weiter, die sich die Geschichten des Künstlers anhören müssen.
Als Chefredakteur der beiden 3D-Zeitschriften Creative Live und DIGITAL PRODUCTION führte ich zahlreiche Interviews mit Größen der CGI-Szene. Alle Gesprächspartner verehrten Ray Harryhausen auf ihre Weise. Ohne Harryhausen wäre CGI nicht da, wo es heute steht. Ohne Harryhausen gäbe es kein fantastisches Kino in der heutigen Form.
Die schönste Homage an Ray Harryhausen ist für mich persönlich der Pixar-Streifen Monster AG. Dort sitzen die Figuren in der Harryhausen-Sushi-Bar. Der Dialog läuft wie folgt:
Celia: „So, uh, are we going anywhere special tonight?“
Mike: „l…I just got us into a little place called, um, Harryhausen’s.“
Celia: „Harryhausen’s? But it’s impossible to get a reservation there.“
Mike: „Not for Googley Bear.“
Im Kino hab ich sehr gelacht und später in einem Interview mit Pixar-Kreativchef John Lasseter ging das Lachen weiter. Es gab verschiedene Szenen in dem Cafe, Kneipe und Sushi-Bar mit Anspielungen auf Finding Nemo. Ich denke, Ray Harryhausen hatte diese Szene gefallen.

20130508-083403.jpg

 

Frankische Spezialitäten beim Metzgerbräu in Ützing

3. Mai 2013
Im Dorfladen gibt es leckere Spezialitäten aus Franken.

Im Dorfladen gibt es leckere Spezialitäten aus Franken.

Franken ist für mich immer eine kulinarische Reise wert. Bei einem Seminar in der Nähe der Korbmacherstadt Lichtenfels machte ich mit meinem Kollegen Thomas Gerlach Station beim Metzgerbräu in Ützing. Den Tipp dazu bekamen wir übrigens von Gästen im Spielcasino Bad Wiessee – so spielt das Leben.

Der Metzgerbräu wird umgetrieben von Manfred Reichert. Er braut seit über 20 Jahren Bier und treibt eine Metzgerei um. Irgendwann kam er auf die Idee, das Bier in den Wurstbottichen zu brauen und machte sich damit einen Namen in der Region. Die fränkische Wurst schmeckt fantastisch, vor allem der Schinken aus der hauseigenen Räucherkammer kann sich sehen lassen. Der Schinken wird etwas eine Woche geräuchert und erhält durch den Rauch einen fabelhaften Geschmack. Heute betriebt Manfred Reichert zudem noch eine Gastwirtschaft und einen urigen Dorfladen. Und damit nicht genug: Im Hauptberuf ist er bei der Post beschäftigt. Über mangelnde Beschäftigung kann sich der Metzgerbräu nicht beklagen.

Freundliche Begrüßung mit einem Bier durch einen Gast. So mag ich Franken.

Freundliche Begrüßung mit einem Bier durch einen Gast. So mag ich Franken.

Der kleine Dorfladen im Keller ist Kommunikationszentrum des kleinen Ortes Ützing. Kaugummis liegen neben Waschmittel, Dosenwurst steht neben Backpulver, Sekt ist aufgereiht neben Cola. Gemüse aus der Region ist ebenso zu finden wie frische Wurstwaren und schmackhaftes, selbstgebrautes Bier.

Fremde wie wir werden von den Einheimischen gleich eingeladen, ein Seidla Bier zu trinken. Ein Seidla ist in Franken ein halber Liter, wird serviert im Steinkrug und das Bier schmeckt wunderbar. Der Preis ist 1,80 Euro – also nichts für Münchner Verhältnisse aus denen ich komme. Wir bekommen gleich den Dorfklatsch mit. Im Dorfladen steht ein Stehtisch. Dort versammeln sich die Einheimischen, um Neuigkeiten auszutauschen. Ab und zu kommen Dorfbewohner herein, um Kleinigkeiten einzukaufen.

Der Eingang zum Dorfladen.

Der Eingang zum Dorfladen.

Die fränkischen Spezialitäten gibt es frisch, aber auch in Dosen. Brautwurstfülle, Rehragout, Entenjung, Presssack. Die Dosen werden mittlerweile auch per Post verschickt. Ein Anruf beim Metzgerbräu in Ützing genügt. Einen Online-Shop mit regionalen Produkten gibt es (noch) nicht. Manfred Reichert denkt darüber nach, aber in Franken will alles gut überlegt sein.

Welche Dosen soll ich alles kaufen?

Welche Dosen soll ich alles kaufen?

 

300 Prozent Steigerung bei mobiler Videonutzung

2. Mai 2013
Ich hab mir die Papst-Wahl im Internet angeschaut.

Ich hab mir die Papst-Wahl im Internet angeschaut.

Die Kommunikation wird mobil und auf meinen Seminaren erarbeiten wir die Chancen von mobilen Endgeräten für Verbraucher und Firmen. Dabei spielt Bewegtbild eine immer größere Rolle. Nicht zuletzt die Tatsache, dass Smartphones und Tablets eine Videokamera in Board haben, ist erleichtert geworden, selbst bewegte Bilder zu erzeugen und ins Internet hochzulaufen.

Jetzt liefert mir Adobe Zahlenmaterial für den rasanten Anstieg der Nutzung von Video-Content über mobile Geräte. Interessant: Auch TV-Nutzung über mobile Geräte setzt sich zunehmend durch. Was Adobe aber nicht wusste, sind aktuelle Entwicklungen in Deutschland. Die Volumentarife bei Handys und Tablets zwangen die User auf WLAN auszuweichen. Jetzt stehen aktuelle Drosselungbemühungen der Telekom dem Trend zu mobiler Videonutzung entgegen.

Adobe hat die Ergebnisse des neuesten Digital Index Report vorgestellt. Darin untersucht das Unternehmen das Nutzungsverhalten von Online-Konsumenten in Bezug auf Videos und Werbung. Gemäß dem Report werden über mobile Geräte 300 Prozent mehr Videos betrachtet. Die Nutzung digitaler TV Everywhere-Angebote hat sich im vergangenen Jahr verzwölffacht. Auf Facebook werden Video-Inhalte doppelt so oft mit „Gefällt mir“ markiert,. geteilt oder kommentiert als sonstiger Content – das kann ich aus eigenen Erfahrungen nur bestätigen. In Bezug auf Video-Werbung machen pre-roll Ads bei längeren Videos 82 Prozent aller Ad-Betrachtungen aus und werden damit deutlich häufiger aufgerufen als mid-role Ads oder post-roll Ads.

 

Im Internet konnte ich live das Ausrufen des neuen Papstes erleben. Mobiles Video macht es möglich.

Im Internet konnte ich live das Ausrufen des neuen Papstes erleben. Mobiles Video macht es möglich.

Die Kernaussagen des Adobe-Berichts lauten:

Nutzung von TV Everywhere 

2012 stellte in den USA ein Rekordjahr für die Nutzung von TV Everywhere-Angeboten dar. Die Zahl der Anmeldungen stieg um das zwölffache im Vergleich zum Vorjahr und wurde durch Events wie die olympischen Sommerspiele, die Fußball-Europameisterschaft 2012 und die NBA Playoffs weiter gefördert. In Deutschland Streaming ARD und ZDF ihre Programme live ins Internet.

Videokonsum nach Geräten

Der Anteil gestarteter Videos über mobile Geräte hat sich im vergangenen Jahr um mehr als das dreifache von 3 Prozent auf 10,4 Prozent erhöht. 89,6 Prozent der Videos werden noch immer über  Desktop-Rechner abgerufen. Innerhalb der mobilen Geräte steigen die Video-Abrufe über Tablets am stärksten. Konsumenten rufen Videos am Wochenende bevorzugt über Tablets ab. An Sonntagen finden 17 Prozent der Video-Starts über Tablets statt. Bei Betrachtung aller mobilen Geräte ist die Video-Nutzung an Montagen, Donnerstagen und Sonntagen mit je 16 Prozent am höchsten.

Social Media und Video 

Facebook-User kommentieren, liken und teilen Video-Inhalte zweimal häufiger als anderen Content. Das Ergebnis verdeutlicht, dass Video-Inhalte Marken helfen können, die Interaktion mit ihren Fans zu fördern. Auf Twitter wird dreimal häufiger auf Video-Inhalte von Medienseiten verwiesen, als auf anderen Content.

 

Videoinhalte werden durch Social Media geteilt.

Videoinhalte werden durch Social Media geteilt.

Meistgenutzte Video-Inhalte 

Inhalte von TV-bezogenen Medienseiten werden über alle Geräte hinweg deutlich häufiger bis zum Ende geschaut, als solche von nicht TV-bezogene Seiten. Der Traffic über Tablets steigt hier ebenfalls am stärksten. Mobile Video-Klicks steigen zudem speziell bei besonderen Sportevents um das Doppelte, beispielsweise bei den Olympischen Spielen 2012 oder dem US-College NCAA Tournament 2012.

 

Und das Blog-Twitterstöcken geht weiter an …

1. Mai 2013

twitter

Ich habe von meiner Blogkollegin Monika E. König ein Blog-Twitterstöcken bekommen. Es ist ein Fragenkatalog, der von Blogger zu Blogger gereicht wird. Heute bin ich an der Reihe. Es gilt Fragen zu beantworten und am Ende neue Blogger zu empfehlen. So ein bisschen Schneeballprinzip.

1.) Wer bist Du auf Twitter? Seit wann bist Du auf Twitter? Nutzt Du Twitter vorwiegend privat und/ oder beruflich?

Tja ich bin auf Twiiter als @redaktion42 seit Oktober 2008 unterwegs – fast fünf Jahre, eine ganz schön lange Zeit. Da kommen im Laufe der Zeit doch einige Tweets zusammen. Der Name redaktion42 kommt von meinem Unternehmen. Und dennoch sind meine Tweets eine Mischung zwischen privaten und beruflichen Aussagen.

2.) Zu welchen Themen veröffentlichst Du Deine Tweets?

In meinem Blog redaktion42.com heißt es, dass ich als digitaler Nomade meine Sicht auf die Welt darlege. Ich streife so durch die Welt (analog und digital) und halte meine Eindrücke fest, Und so verhält es sich auch mit meinen Tweets. Mal ist es absolut fachlich, mal Stimmungen, mal Hobbys und mal Gefühlsausbrüche und manches Mal auch absoluter Nonsens – eben so wie das Leben eben ist.

3.) Wie viel Zeit pro Woche nimmst Du Dir für Twitter?

Twitter ist vom Aufstehen bis zum Schlafengehen immer dabei. Allerdings mit der Voraussetzung, ich habe Netzempfang. Das kann ich leider nicht immer behaupten, denn ich bin viel auf Reisen und nicht überall ist der Netzempfang ideal. Ich kann nicht sagen, dass ich so und solange am Tag twittere, es kommt immer darauf an. Mal ist es viel, dann wieder wenig. Aber ich nutze Twitter sehr, sehr oft, weil es für mich der optimale Nachrichtenkanal ist.

4.) Auf welchen weiteren Social Media-Kanälen bist Du aktiv?

Da ich viele Seminare über dieses Social Media-Zeugs gebe, sollte ich auf einigen Kanälen dabei sein, um mitreden zu können. Viele sogenannte Fachleute halten Vorträge über soziale Netzwerke und haben nicht die Spur einer Ahnung, was da passiert. Das finde ich einfach nur lächerlich. Neben Twitter bin ich daher auch auf Facebook, Google+, YouTube, Xing, Linkedin, Instagram, Vine – je nachdem, was und wen ich erreichen will.

5.) Welche Position nimmt Twitter für Deine Kommunikation in all Deinen Social Media-Kanälen ein?

Es ist für mich der ideale Nachrichten- und Kommunikationskanal, so eine Art SMS an alle aber mit Rückkopplung. Ich diskutiere, argumentiere, streite, recherchiere und schmeichle gerne über Twitter. Ohne Twitter wäre das Kommunikationsleben deutlich ärmer und auch die Katzenbilder halten sich für mich als Wellensittichfan in Grenzen.

6.) Organisierst Du Tweetups bzw. nimmst Du daran teil?

Ich war zweimal auf einen Twittertreffen. Eines Mal war es prima, eines Mal war schrecklich. Elende Marketingbuben und Dummschwätzer wollten einen etwas verkaufen und sich in Szene rücken. Aber wenn ein Treffen ins Programm passt, bin ich gerne wieder dabei. Klassische Konferenzen halte ich fachlich für wichtiger. Als nächstes steht die re publica #rp13 auf dem Programm.

7.) Wofür verwendest Du Twitter vorwiegend?

Als Nachrichtenkanal und sicherlich auch als Distributionskanal für meine Blogs. Aber natürlich liebe ich es, mich mit anderen Twitterern auszutauschen und andere Meinungen zu erfahren. Die Konzentration auf 140 Zeichen zwingt zur Reduktion und Konzentration. Damit ist Twitter ein Medium für die Kommunikationsbranche. Nur wer etwas mit Sprache umgehen kann, der wird sich in Twitter wohlfühlen. Und ich nutze Twitter als klassisches Recherchetool. Komme ich mit einem Problem nicht weiter, dann frage ich die Community und bitte um #folliowerpower. Die Resonanz ist verblüffend.

8.) Welche Gesamtnote von 1 – 6 würdest Du Twitter geben und wieso?

Auf jeden Fall eine 2+. Twitter hat mein (Nachrichten-)Leben verändert. Ich brauche keine Tageszeitung mehr, denn wie heißt es doch so schön: Die Nachricht, die wichtig für mich ist, wird einen Weg zu mir finden – egal über welchen Kanal. Und Twitter ist für mich ein wunderbares Experiment Sachen auszuprobieren und die Reaktionen zu beobachten.

9.) Welche Tools nutzt Du mit welcher Hardware für Deine Aktivitäten auf Twitter?

Als Mac-User der alten Zeit, ehemaliger Chefredakteur der  MACup und Fanboy von Cupertino kommen mir nur Apfelgeräte ins Haus und die nehme ich auch für Twitter. Im Grunde alles, was Apple zu bieten hat. Als Software nehme ich am Rechner Hootsuite und an den Mobilgeräten die offizielle Twitter App

An sie reiche ich dieses Blog-Twitterstöckchen weiter an @spinosa1967 und @tmgerlach sowie @mrsminirobot

Überwachungskameras in New York

30. April 2013
Alte Kodak Instamatic Kamera in einem Modegeschäft - nicht zur Überwachung.

Alte Kodak Instamatic Kamera in einem Modegeschäft – nicht zur Überwachung.

Nachdem ich die Diskussionen um Videoüberwachung in unserem Land verfolge, erinnerte ich mich an meinem jüngsten USA Aufenthalt. Dort machte ich auch in New York City Station. Wer aufmerksam durch die Straße von Manhattan geht, sieht sie an jeder Ecke, an vielen Hauseingängen, Straßenlaternen oder offen auf Kreuzungen: Überwachungskameras.

Big Brother oder Helfer gegen Verbrechensbekämpfung?

Big Brother oder Helfer gegen Verbrechensbekämpfung?

Amerikanische Bekannte sagten mir den alles entwaffenden Satz: Wenn du nichts zu verbergen hast, dann ist es ja kein Problem für dich. Die Videoaufnahmen in Boston geben dieser Argumentation recht. Wir Deutschen tickern aber in dieser Beziehung anders. Nach zwei Diktaturen in unserem Land, wollen viele von staatlicher Überwachung nichts wissen. Wobei ich unsere freiheitliche Demokratie nicht mit den braunen oder roten Diktatur vergleichen will. Hier ein paar Eindrücke von den USA. Die Rückschlüsse muss bitte jeder persönlich für sich selbst ziehen.

Polizeitrucks mit Technik vollgestopft.

Polizeitrucks mit Technik vollgestopft.

Unübersehbar: Überwachungsturm der New Yorker Polizei vor dem neuen World Trade Center.

Unübersehbar: Überwachungsturm der New Yorker Polizei vor dem neuen World Trade Center.

 

Thunderbolt Docking-Station macht Schluss mit dem Kabelwirrwarr

29. April 2013

Ich will auf meinen Seminaren nicht viel Technik mehr herumschleppen. Entweder habe ich ein MacBook Air oder ein iPad dabei, wenn ich präsentiere. Im Büro ist dann die Technik vorhanden, damit ich auf alle meine Daten zurückgreifen kann. Aber ich hasse diese elenden Kabel: USB, FireWire, Thunderbolt, Ethernet und und und. Aber ab Sommer wird damit Schluss sein, denn da wird Sonnet eine neue Thunderbolt Docking-Station auf den Markt bringen

Das Echo 15 Thunderbolt Dock von vorne.

Das Echo 15 Thunderbolt Dock von vorne.

Mit dem Echo 15 Thunderbolt Dock stellt Sonnet eine umfangreiche Docking-Station für Macs und Windows-Computer mit Thunderbolt-Schnittstelle vor. Als Anwender erhalte ich 15 Anschlussmöglichkeiten: vier für USB 3.0, je einen für Gigabit Ethernet, FireWire 800, einen durchgängigen Thunderbolt-Anschluss (für ein weiteres Thunderbolt-Peripheriegerät oder einen Monitor), zwei eSATA- und zwei interne SATA-Anschlüsse. Davon ist einer für ein internes optisches Laufwerk gedacht, der andere 6 Gb/s-Port für eine 2,5 Zoll große SSD oder eine 3,5 Zoll große Festplatte. Das Dock verfügt über einen Audioeingang und Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon. Zudem bietet das Echo 15 Thunderbolt Dock ein 8x DVD±RW-Laufwerk oder optional ein Blu-ray BD-ROM/8x DVD±RW-Laufwerk inklusive der passenden Blu ray-Playersoftware für OS X.

Mit dem System kann ich meine Daten endlich mit einem Mal an meinen Arbeitsmac bringen ohne dass ich wie bisher das elende Steckerspiel habe. Stecker rein, Stecker raus. Damit wird ab Sommer Schluss sein.

Tragbare Computer werden immer leichter und schlanker – dafür werden jedoch auch Schnittstellen und optische Laufwerke eingespart und das ist gut so. Aber im Moment brauche ich noch das ganze Zeugs. Da kommt für mich das  Echo 15 Thunderbolt Dock von Sonnet gerade richtig: FireWire 800, Gigabit Ethernet, eSATA, ein Audio-Anschluss, USB 3.0-Anschlüsse sowie ein optisches Laufwerk, um Software zu installieren, CDs und DVDs zu importieren und zu brennen. Auch DVDs und sogar Blu-ray-Filme können so wieder komfortabel am portablen Computer angeschaut werden. Die Peripheriegeräte werden auf der linken Seite mit Standardkabeln verbunden, das Dock mit einem einzigen Thunderbolt-Kabel an den Computer angeschlossen. Wird der mobile Rechner entfernt, muss lediglich das Thunderbolt-Kabel gezogen werden.

Das Echo 15 Thunderbolt Dock von hinten.

Das Echo 15 Thunderbolt Dock von hinten.

Im Lieferumfang der Docking-Station mit optionalem Blu-ray-Laufwerk ist eine Mac-Playblacksoftware für Blu-ray-Discs enthalten. Darauf bin ich sehr gespannt, denn bisher war Blu ray am Mac eher ein Gemurkse. Sämtliche Modelle unterstützen die Installation von Standard-SSDs oder einer Festplatte zur Datensicherung bzw. Speicherung einer Medienbibliothek. Wir Mac-Anwender können somit das Time Machine Backup-Laufwerk innerhalb des Docks installieren.

Die Preise bewegen sich auf Normalniveau: Das Echo 15 Thunderbolt Dock mit DVD-Laufwerk (Artikelnummer ECHO-TBD-CD-0TB) ist zum UVP von 415,90 Euro erhältlich.  Das Echo 15 Thunderbolt Dock mit Blu-ray-Laufwerk (Artikelnummer ECHO-TBD-BL-0TB) ist zum UVP von 467,90 Euro verfügbar.