Persönliche Gedanken zum Tod von Prince

23. April 2016
Purple Rain war es nicht am Todestag von Prince. Aber Purple war der Sonnenuntergang.

Purple Rain war es nicht am Todestag von Prince. Aber Purple war der Sonnenuntergang.

Fürwahr, es ist ein schlimmes Jahr für den Rock’n Roll. Viele meiner musikalischen Helden sind verstorben. Wer den Blog verfolgt, der weiß, wie ich um Lemmy, Keith Emerson und David Bowie getrauert habe und noch trauere. Jetzt ist Prince verstorben und für die Musikwelt war es ein Schock.
Ich muss zugeben, ich war kein allzu großer Prince-Fan. Aber meinen Respekt hat dieser Musiker, der sich zur Wehr gesetzt hatte. Vielleicht oute ich mich jetzt als Banause, aber Funk war nicht mein Ding und die zahlreichen Alben von Prince gingen meist an mir vorbei.
Ich erinnere mich an meine Jugend als Purple Rain auf den Markt kam. Das Video mit Rüschen und Motorrad gefiel mir. Und auch der Song hat mir gefallen. Unter meinen Freunden entbrannte der kindliche Streit, wer der bessere Musiker sei: Michael Jackson oder Prince. Mir war es egal, weil ich keinen von beiden so sehr verehrte. Es war ein Streit unter verblendeten Jugendlichen. Heute rückblickend hätte ich mich auf die Prince-Seite geschlagen, weil der kleine Mann musikalisch viel auf der Pfanne hatte. Wie gesagt, es war im großen und ganzen nicht meine Art von Musik, aber das größere musikalische Talent hatte zweifelsohne Prince. Jetzt können Michael Jackson und Prince im Himmel den Streit weiter austragen. Groß bewandert war ich in Prince-Songs nicht. Ich mochte Sign o‘ the Times und ich fand Kiss wunderbar witzig, aber die ganzen Metamorphosen des von Prince hin zum Symbol und Tafkap machte ich nicht mit.
Nach deinem Tod habe ich jetzt zahlreiche Prince-Alben durchgehört und ein paar Live-Videos gesehen und ich muss mich heute entschuldigen. Der Mann hatte Talent, absolut. Leider habe ich es zu seinen Lebzeiten nicht erkannt. Prince war mir meist egal. Heute ist er mir nicht mehr egal. Es ist schade, dass ich erst durch den Tod von Prince auf ihn richtig aufmerksam geworden bin. Dafür möchte ich mich bei ihm entschuldigen. Ich denke, dieser Mann hatte wahnsinniges Talent und mit 57. Jahren ist es viel zu früh zum Sterben, egal was die endgültige Todesursache war.
Respekt habe ich vor seinem Kampf gegen die Musikindustrie und gegen die Kostenloskultur des Netzes. Er war ein Wahrer seiner Rechte. Er schaffte es, sich gegen Konzerne und Fans aufzulehnen und seine Marke zu verknappen. Diese Verknappungspolitik haben ihn viele übel genommen. Beim Schreiben dieses Nachrufes ist es mir erst aufgefallen, wie erfolgreich der Rechteinhaber Prince im Internet war. Es ist schwierig an Bild- und Videomaterial über ihn zu kommen. YouTube und andere Plattformen sind fast leer.
Ein paar Tage vor seinem Tod hatte ich Prince nochmals auf dem Schirm. Die beiden Musikerinnen Heidi Joubert und Kiddo Kat spielten eine Session in der Frankfurter S-Bahn. Sie performten Kiss und das Handyvideo anlässlich der Frankfurter Musikmesse ging durch die sozialen Netzwerke. Die beiden Damen und die Zuschauer legten sich voll ins Zeug und zeigten, wie cool dieser Song eigentlich war.

Queen Elisabeth II. wird 90. Jahre alt

21. April 2016
Die Dame auf den Geldscheinen wird heute 90. Jahre alt.

Die Dame auf den Geldscheinen wird heute 90. Jahre alt.

Die Queen wird 90. Jahre alt und ich will ganz artig gratulieren. Ich habe neulich meine britischen Pfund in einen Reisegeldbeutel verstaut und mir das Konterfei von Queen Elisabeth II. auf den Geldnoten angeschaut. Obwohl ich kein Brite bin und weder dem Commonwealth noch der anglikanischen Church of England angehöre, mag ich die alte Dame (und vor allem auch Prinz Philip).
Ich hatte mal eine Freundin, die mir damals als Helmut Kohl Bundeskanzler war, einmal überraschend sagte: Ich kenne keinen anderen Kanzler als Kohl. Nun, das ist bei mir nicht der Fall, aber ich kenne keine andere Königin als Queen Elisabeth II. Seitdem ich lebe, übt Elizabeth Alexandra Mary als Queen Elisabeth II. ihr Amt aus. Sie war immer da, lange vor meiner Geburt. Und ich finde, sie macht es ausgezeichnet. Von ihr kann man viel, sehr viel lernen.
Als am 2. Juni 1953 ihre Krönung in der Westminster Abbey stattfand, kam es einer TV-Live-Übertragung der BBC. Die Zahl der Geräte in Großbritannien sprang von wenigen Hunderttausend auf vier Millionen in die Höhe, insgesamt verfolgten etwa 300 Millionen Zuschauer die Zeremonie – so sagt es Wikipedia. Unter diesen TV-Zuschauern war auch meine Großmutter dabei, die mir zu ihren Lebzeiten davon berichtete. Sie erinnerte sich, dass sie vor der Krönung zum Friseur ging, denn mit zerzaustem Haar wollte meine Oma der neuen Queen vor dem Fernseher nicht unter die Augen treten. Naja, die Zeiten ändern sich. Ich habe mir die Feierlichkeiten zum Thronjubiläum in der Jogginghose und T-Shirt angeschaut.

Queen Elisabeth II. bewahrt Haltung
Queen Elisabeth II. hat vor allem Haltung bewiesen, Stärke über all die Jahre – und das finde ich bewundernswert. Sicher, die alte Dame hat einen sturren Kopf, aber sie macht ihre Sache ausgezeichnet. Sie hat so viel erlebt und schwere Zeiten hinter sich gebracht. Sie hat ihre eigenen Bedürfnisse zurückgestellt und für die Monarchie und die Pflichterfüllung gelebt. Ich hätte das nie gekonnt. Respekt. Aber beim Geburtstag will ich nicht auf die schlimmen Zeiten zurückblicken, sondern erinnere mich lieber daran, dass sie zu den Olympischen Spielen 2012 das „unvergesslichstes Bond-Girl aller Zeiten“ war und im Kurzfilm Happy and Glorious eine humorvolle Leistung abgab. So was gefällt mir.

Mein Lieblings-Queen Moderator Rolf Seelmann-Eggebert
Es laufen so viele Dokumentationen über die Queen und natürlich ist mein Lieblingskorrespondent Rolf Seelmann-Eggebert auch von der Partie. Wenn es um den Adel geht, dann ist Rolf Seelmann-Eggebert mein Favorit. Er war Chefkorrespondent des Norddeutschen Rundfunks (NDR/ARD) und hat dort eine lange Karriere als Reporter, Auslandskorrespondent und Programmdirektor Fernsehen hinter sich. Für mich ist er der Kenner, wenn es um das Thema Queen geht. Gerne würde ich mal ein Interview mit ihm über die Produktionsweise seiner zahlreiche Filme machen. Vielleicht klappt es einmal.


Wie kann ich der Queen zum Geburtstag gratulieren? Vielleicht so: Ich schaue mir wieder das Buch Her Majesty an, das im Taschen Verlag erschienen ist. Ich habe ausführlich darüber gebloggt. Und zum 90. Geburtstag der Queen werde ich es mir wieder ansehen. Und ich höre mir den Soundtrack zum Film The Queen an. Alexandre Desplat hat die Musik komponiert und ich entdeckte Alexandre Desplat immer mehr für mich. Er ist über die Jahre sehr gereift. Der Soundtrack ist ein harmonischer Score und ich werde ihn zum Geburtstag der Queen abspielen. Und ich höre mir den wunderbaren The King’s Speech von ihm an, der thematisch ja auch zur Queen passt.

Finger weg vom Godzilla für die PS4

18. April 2016
Als überzeugter Godzilla-Fan sage ich: Finger weg von diesem Spiel.

Als überzeugter Godzilla-Fan sage ich: Finger weg von diesem Spiel.

Als Godzilla-Fan bin ich sauer. Ich habe die schlechten Kritiken nicht glauben wollen, als ich sie zum Spiel GODZILLA gelesen hatte. Ich sag es frei raus: Leute, das Spiel ist noch schlechter als bisher kritisiert.
Im Juli 2015 erschien Godzilla für die PS4 für Europa, den mittleren Osten, Afrika und Australien. BANDAI NAMCO Entertainment Europe veröffentlichte das Spiel und ich habe lange gezögert und mich dann doch jetzt zum Kauf durchgerungen. Als Godzilla-Fan meinte ich, dass so ein Spiel gar nicht so schlecht sein könnte. Ich irrte mich – es ist super schlecht.
Dabei mag ich die alte Spielversion von Godzilla für den GameCube. Es ist eine schöne Klopperei. Mein Sohn und ich zocken es immer wieder gerne. Jetzt ist Godzilla aus seinem langen Spielschlaf erwacht, um wieder einmal die totale Zerstörung in Städte zu tragen und gegen alte Feinde anzutreten. Das Spiel erschien sowohl für das PlayStation 4 als auch digital für das PlayStation 3. Entwickelt vom japanischen Videospielstudio NATSUME ATARI INC., hat der Spieler in GODZILLA die Möglichkeit eines der bekanntesten und zerstörerischsten Kaiju (Spezial-Effekte-Riesenmonster) in der Geschichte der Unterhaltung zu steuern.
Das Spielprinzip ist einfach: Godzilla hat die Kraft, Städte niederzutrampeln und sie in Schutt und Asche zu legen. Durch das Sammeln von G-Energie kann Godzilla aufgelevelt werden. So verstärken sich seine Größe und seine Angriffs- und Verteidigungsfertigkeiten. Exklusiv auf der PS 4 kann man jeden Kaiju in jedem Modus des Spiels verwenden. Außerdem lassen sich mit genügend G-Energie die Werte des eigenen Lieblingsmonsters maximieren. Dabei stehen 20 Monster zur Auswahl: Mit dabei sind Klassiker wie Anguirus und Rodan sowie neuere Kaiju wie Typ-3-Kiryu.


Als Fan finde ich es originell: Es gibt außerdem viele verschiedene Godzillas aus unterschiedlichen Epochen im Spiel – beginnend bei Godzilla (1964) (wie aus „Godzilla und die Urweltraupen“) und Heisei-Godzilla, bis zu Godzilla (2014) dem Hollywood Godzilla. Das war es auch dann schon mit meinem positiven Eindruck.
Ich spiele – wie geschrieben – auf der PS4, also einer modernen Spielkonsole. Auf der laufen so Grafikhammer wie The Last of us oder Star Wars Battlefront. Und es läuft Godzilla – aber in was für einer Grafik? Ich dachte zunächst, wir haben einen GameCube-Clone erwischt oder Studenten eines Grafikstudiums im ersten Semester haben ihre Hausarbeit abgeliefert. Was ist das für eine miese Grafik? Da sind die möglichen Kameraperspektiven im Spiel zwar nett, aber Pixelgrafik bleibt Pixelgrafik – egal aus welcher Perspektive. Das ganze Spiel machte mir überhaupt keinen Spaß, sondern verursache Augenkrebs. Wenn ich Retro will (und ich liebe Retro), dann schalte ich meine alten Konsolen an und schwelge in Erinnerung. Wenn ich die PS4 anwerfe, dann will ich State of the Art, also Hammersound, Hammergrafik und Hammerstory. Nichts davon in Gozilla, absolut nichts. Ich bin richtig sauer und enttäuscht. Ich bleibe bei meiner GameCube-Version.

eBook-Reader: Amazon wird auf den Oasis sitzen bleiben

17. April 2016
Technisch innovativ, aber zu teuer: Amazon Oasis

Technisch innovativ, aber zu teuer: Amazon Oasis

Amazon hat den Kindle Oasis veröffentlicht, das Highend-Modell der eBook-Reader. Oasis löst den Voyage an der Modellspitze der Amazon Kindles ab. Die technischen Daten überzeugen, der Preis tut es dagegen leider nicht.
Amazon hat sich damals mit seinem Telefon verzockt und ich glaube, Amazon wird sich mit dem Oasis auch verzocken – zumindest wenn der Preis von 290 Euro so bleibt. Es liegt nicht an den Funktionen des neuen Kindles, es liegt schlichtweg am Preis. Amazon ist nicht Apple. Beim Hersteller aus Cupertino sind es die Fanboys gewohnt, tiefer in die Tasche zu greifen und bekommten dafür innovative Technik und innovatives Design. Das ist bei Amazon nicht der Fall.
Damit kein Missverständnis aufkommt. Ich liebe meine Kindles. Ich habe verschiedene Modelle gekauft und lese derzeit meine Bücher am Paperwhite. Mit dem bin ich sehr zufrieden. Als der Oasis angekündigt wurde, schaute ich genau hin. Design und Technik scheinen sehr gut zu sein, auch die Batterielaufzeit ist durch die innovative Hülle samt Akku sehr zukunftsweisend. Erste Tests zeigen, dass der eBook-Reader sehr gut in der Hand liegt und ein Fliegengewicht mit seinen 131 Gramm ist. Mein Paperwhite WLAN bringt 205 Gramm auf die Waage.

Der Amazon Kindle Oasis liegt super in der Hand.

Der Amazon Kindle Oasis liegt super in der Hand.

Bisher kostete das Highend-Modell von Amazon der Voyage 190 Euro in der WLAN-Version. Der Oasis kostet nochmals 100 Euro mehr, also 290 Euro. Das ist mir als Technikfreund eindeutig zuviel.
Für den Preis des Oasis gibt es ein Tablet, dessen Funktionsumfang weit über das Darstellen von elektronischen Büchern hinaus geht. Der Oasis ist bei all den technischen Innovationen ein klassischer Reader, der erst einmal leer ist, wenn er mir von Amazon geliefert wird. Es gibt zwar viele, viele kostenlose Bücher, aber die aktuellen Bestseller kosten durch Buchpreisbindung fette Kohle. Ich zahle also doppelt für eBook-Reader und für die eBooks. Das sehe ich im Moment nicht ein. Bei dem Preis von 290 Euro werden sich eBooks in Deutschland nicht durchsetzen. Es geht schließlich um die Inhalte.
Bisher hat Amazon seine eBook-Reader subventioniert, um den Markt zu beherrschen. Der Einsteiger Kindle kostet weiterhin 70 Euro und reicht als Massenprodukt aus. Paperwhite als Mittelklassemodell kann ich empfehlen, den Kindle Voyage hab ich mir gespart, der größere Nutzen war mir nicht ersichtlich. Den Oasis werde ich mir zu diesem Preis von 290 Euro auch sparen – und ich hoffe auf eine Preisreduzierung. Am 27. April wird Oasis ausgeliefert und ich sage zu diesem Preis einen Rohrkrepierer voraus. Geht der Preis drastisch runter, bin ich wieder dabei.

Apple: Wertanlage Plastiktüte

15. April 2016

Ob eine Plastiktüte mit Apple Logo an Wert gewinnt? Diese Frage stelle ich mir seit heute. Apple hatte angekündigt, seit 15. April 2016 keine Plastiktüten mehr in den Apple Retail Stores auszugeben. Stattdessen setzt Apple nun auf umweltfreundlichere Papiertüten. Wenn Shops noch Plastiktüten auf Vorrat haben, sollen diese natürlich aufgebraucht werden, aber neue Kunststofftaschen wird es nicht geben.


Apple geht damit konsequent seinen grünen Weg weiter und ich finde das richtig. Die Frage ist nur: Werden jetzt meine alten weißen Apple-Pastiktüten im Wert steigen? Wir Apple Fanboys horten doch alles, was mit dem Unternehmen aus Cupertino zu tun hat. Ich habe auf jeden Fall eine Menge an Apple Plastiktüten in verschiedenen Größen und werde sie nicht mit Hausmüll befüllen, sondern fein säuberlich einlagern. Ja, ich hab ein Rad ab.
Bei der Apple Keynote im März stand schließlich das Thema Umweltschutz und Rohstoffeinsparung auf der Agenda. Wenn es nach dem Willen von Apple-CEO Tim Cook geht, dann geht Apple konsequent einen grünen Weg. Dazu gehört neben dem Projekt Liam auch prominent das Recycling-Programm, in dem Kunden ihre Altgeräte abgeben können. Diese werden dann wiederverwendet oder umweltverträglich entsorgt. Hinter Liam stehen Roboter, die automatisiert alte iPhones zerlegen, um wichtige Materialien wie Gold, Kupfer, Lithium, Platinum und Silber zu gewinnen.

Facebook-Seite verifizieren oder bestätigen lassen

12. April 2016

redaktion42_haken

In Facebook bin ich als Person als Matthias unterwegs, aber ich habe auch eine geschäftliche Seite, auf der ich mehr offizielle Meldungen poste. Diese Seite heißt redaktion42 und ich freue mich natürlich auch hier über Likes (los klicken, JETZT). Nun war es für mich an der Zeit, diese Seite zu verifizieren. Das bedeutet, ich will neben meinen Seitennamen einen Haken haben. Dieser hat den Zweck, dass Facebook bestätigt, dass ich es auch wirklich bin und es sich um keine Fakeseite handelt. Also hab ich mich ein wenig mit dem Verifizieren in sozialen Netzwerken beschäftigt.

Verifizieren in Twitter
Bei Twitter ist das Verifizieren schwer: Twitter kommt auf mich zu und erteilt mir die Verifizierung proaktiv. Ich muss es eingestehen, so wichtig bin ich in Twitter wohl nicht – schade. Ich kann mich bei Twitter nicht um einen verifizierten Account bewerben. Im Moment bin ich wohl noch keine Person der relativen oder absoluten Zeitgeschichte und ich werde auch nicht parodiert und nachgeahmt. Ich bin einfach zu unwichtig. Es heißt bei Twitter abwarten und Tee trinken.

Verifizieren in Facebook
Facebook erleichtert mir die Sache deutlich. Ich öffne meine Facebook-Seite am Rechner und gehe dann rechts auf Einstellungen oder Settings.

Allgemein

Unter Allgemein oder General kommt als dritter Punkt Seitenbestätigung/Page Verification.
Nach dem Klicken von Bearbeiten kann ich nun die Seite verifizieren lassen.

popup

Es beginnt über ein Pop-Up-Fenster der Verifizerungsprozess. Ich muss dann meine Telefonnummer eingeben, mein Land und meine Sprache.

Telefon

Wenn dies erledigt ist, dann den Buttion Anrufen/Call me now drücken und in wenigen Sekunden klingelt das Telefon. Dort erteilt mir eine Computerstimme zweimal den vierstelligen Verifizierungscode als Zahlenfolge. Nummer notieren und in das vorgesehene Feld eintragen. Nach einem Return kommt die Entscheidung: Entweder klappt es gleich und die Facebook-Seite ist verifiziert. Oder es klappt nicht, dann will Facebook schriftliche Dokumente, die nachweisen, dass die Seite mir wirklich gehört.

abgelehnt
Beim ersten Versuch von mir forderte Facebook diese Dokumente an, die ich aber nicht eingeschickt hatte. Das dauerte mir zu lange und der Aufwand war mir zu groß. Ich habe einige Tage gewartet und das Prozedere nochmals gemacht und wurde dann sofort verifiziert. Warum, dass weiß ich auch nicht.

Raumfahrtgeschichte – nicht mehr – nicht weniger

9. April 2016
Die Rakete landet wieder. SpaceX ist ein Erfolg.

Die Rakete landet wieder. SpaceX ist ein Erfolg.

Ich bin froh, dass ich aufgeblieben bin und mir gestern die Ereignisse um SpaceX angeschaut habe. Eigentlich wollte ich nach einem Arbeitstag ins Bett gehen, entschloss mich aber doch die Raumfahrtaktion von Musk anzusehen. Und was ich dort sah, zog mich sofort in seinen Bann.
Die Rakete Falcon9 startete, brachte einen Raumfrachter auf seine Fahrt ins All Richtung ISS und dann landete die Rakete auf einer schwimmenden Plattform. Richtig, die Rakete landete wieder – was ist das für ein Wahnsinn? Das Team von SpaceX hat es geschafft. Das ist für mich nicht mehr als eine Revolution. Die Aktion läutet für mich ein neues Kapitel in der Raumfahrt ein. Und ich glaube, dass wir dem Ziel, einem Flug zum Mars, wieder ein gutes Stück näher gekommen sind. Wir werden es alle noch erleben.


Ich lese gerade die deutsche Biografie von Elon Musk. Der Kerl fasziniert mich, der Kerl hat Visionen. Meinen Respekt hat er. Aufmerksam verfolge ich sein Schaffen: PayPal, Tesla, Batterien, SpaceX.
Als ich mir den Start der Rakete Falcon9 im Web ansah, dachte ich an die Zeit des Space Shuttles zurück. Damals wurde der Start im klassischen linearen Fernsehen übertragen. Raketenwissenschaftler erläuterten die Geschehnisse auf der Mattscheibe – und es war damals wirklich eine Mattscheibe.
Bei SpaceX lümmelte ich mich in meinem Hotelbett herum, schaute via iPad auf der Website den Stream an. So ähnlich habe ich mich beim letzten Start des Space Shuttles gefühlt und habe auch darüber gebloggt. Der Raumfahrtvirus hat mich durch SpaceX wieder erfasst.

Wo sind die grauen Männer, die mir früher Raumfahrt erklärt haben?

Wo sind die grauen Männer, die mir früher Raumfahrt erklärt haben?

Die blonde, attraktive Ingenieurin Kate Tice im T-Shirt erklärt mir das Vorgehen – wo sind die Typen mit den grauen Anzügen geblieben? Es wird hin und her geschaltet und ich bekomme Raumfahrtwissen vermittelt. Und ich bekomme Emotionen vermittelt. Der Funken ist auf mich übergesprungen. Als die Rakete auf der schwimmenden Plattform mit der Größe eines Fußballfeldes landete, sprang ich aus dem Bett und konnte es nicht fassen. Die Landeplattform heißt übrigens cool: „Of Course I Still Love You“. Der Elon Musk hat es also endlich geschafft. Via Twitter und Facebook sendete ich Grüße und ließ meine virtuellen Freunde an meiner Begeisterung teilhaben. Wow, was habe ich da gerade gesehen? Ich habe gerade Raumfahrtgeschichte gesehen.
Immer wieder schaute ich mir das Aufsetzen der landenden Rakete an. Die ganze Sache war unwirklich, denn Raketen haben wegzufliegen und nicht sicher zu landen. Ich glaube, vier Raketen sind in der Vergangenheit beim Landen zu Schrott gegangen, jetzt hat es SpaceX endlich geschafft. Ein großer Schritt für die Menschheit. Ich bin neugierig, wie Elon Musk unsere Welt weiter verändern wird.

360 Grad Videos mit sieben GoPro-Kameras

7. April 2016
Martin Prankl mit seiner 360 Grad Kamera, bestehend aus sieben GoPros

Martin Prankl mit seiner 360 Grad Kamera, bestehend aus sieben GoPros

Das Thema 360 Grad Videos fasziniert mich und ich experimentiere damit herum. Ich halte VR für das nächste große Ding.
Am Rande einer Veranstaltung im Werk 1 traf ich auf die VR-Enthusiasten Martin Prankl und Alexander Fischl. Sie hatten eine sehr interessante 360 Grad-Kamera dabei. Sie besteht aus einem Rig mit sieben GoPro Hero4-Kameras. Die Bildqualität der GoPro ist sagenhaft und was liegt da näher, als mehrere Kameras zu einem 360 Grad Video zu bündeln. Jede GoPro nimmt Videomaterial von bis zu 4K auf. Also ist das Rendering bei Prankl Consulting eine Herausforderung. „Lad mal schnell einen unkomprimierten Film hoch“, dürfte bei dieser Ausgangsbasis nicht so einfach sein. Rechenpower ist also angesagt.
Der Einsatzbereich für VR ist enorm und die ersten Versuche, die ich von Prankl Consulting aus Aying gesehen habe, stimmen mich zuversichtlich. Auf der Facebook-Seite der Agentur sind einige Experimente mit 360 Grad-Videos veröffentlicht. Es handelt sich um eine Radl-Tour oder einen Spaziergang.
Freilich wollen Martin Prankl und Alexander Fischl über ihre konkreten Pläne noch nicht viel verraten. Tourismus und Konzerte sehe ich als mögliche Einsatzgebiete.


Am Rande stelle ich mir nur die Frage, wann GoPro als führende Action-Kamera-Hersteller endlich selbst eine 360 Grad Lösung auf den Markt bringt. Der Aktienkurs der GoPro liegt durch billige Konkurrenz am Boden und es wäre endlich an der Zeit, dass hier das Unternehmen nachlegt. Martin Prankl und Alexander Fischl könnten sicher den Herstsller beraten.

Eine Enttäuschung: Batman v Superman: Dawn of Justice

5. April 2016

Mann oh Mann, was war das für ein Schrott! Ich bin massiv enttäuscht über Batman v Superman: Dawn of Justice. Zack Snyder, du hast meinen Jugendtraum zerstört, obwohl ich doch soviel von dir gehalten habe. Dein 300 war einfach göttlich.
Ich habe die Comics der beiden Superhelden Batman und Superman immer gerne gelesen, vor allem wenn meine Helden aufeinander getroffen sind. Klar, dass ich mir unbedingt die Verfilmung Batman v Superman: Dawn of Justice im Kino anschauen wollte. Hätte ich das bloß gelassen. Ich fand Man of Steel von Zack Snyder noch ganz gut, aber der vorliegende Film war dann nur noch Geldschneiderei. Viel Bum, aber wenig Charakter. Die ganzen Charaktäre waren absolut oberflächlich, austauschbar und bubberten nur so vor sich hin. Selbstironie war nicht zu finden.
Das es nicht nur mir so ging, zeigen die Einspielergebnisse. Schon in der zweiten Woche fällt der Film an der Kinokasse zurück. Gut so, denn es lohnt sich nicht. Nach einem Superstart verlor „Batman v Superman“ in der zweiten Wochemassiv: Umsatzrückgang in den USA rund 70%, in China rund 80% und bei uns rund 50%.

Batman? Oder doch besser ... Foto: DCComics

Batman? Oder doch besser … Foto: DCComics

Eine positive Sache hat der Film allerdings. Komponist Hans Zimmer kündigte im März 2016 an, dass Batman v Superman: Dawn of Justice sein vorerst letzter Superhelden-Soundtrack sein soll. Danke lieber Hans Zimmer, dass du uns künftig mit seiner Kunst verschonst. Es wird eine Bereicherung für das Genre Filmmusik sein und meine Ohren werden es danken.
Natürlich stellt sich die Frage unter Fans: Wer ist besser: Batman oder Superman? Ich plädiere seit meiner Jugend für die Fledermaus. Er ist geheimnisvoller, ein dunkler Ritter mit Charakter. Superman war mir immer zu soft.
Die Frage nach Batman vs Superman stellte auch das größte deutsche Cashbackportal Qipu und siehe da, die Herrschaften kommen zum gleichen Ergebnis wie ich: 80 Prozent finden Batman cooler als Superman. Die Umfrage wurde von Qipu im März 2016 unter 315 Teilnehmern durchgeführt. Das ist jetzt nicht gerade die Masse, aber doch aussagekräftig.
Batman ist unser eindeutiger Favorit: Vier von Fünf (80 Prozent) finden ihn cooler als den Mann mit den Superkräften. Bei den Frauen ist der Mann aus Stahl allerdings etwas beliebter: Fast jede Dritte (31 Prozent) zieht ihn seinem dunklen Konterpart vor.

... Superman? Foto: DCComics

… Superman? Foto: DCComics

In dem aktuellen Superhelden-Blockbuster muss sich Ben Affleck als neuer Batman beweisen. Die Messlatte liegt ziemlich hoch, denn die Liste an hochrangigen Kollegen ist lang: So sehen auch 68 Prozent in Christian Bale den besten Bruce Wayne-Schauspieler, besonders die Männer (70 Prozent). Bei den Frauen ist es wiederum etwas unentschiedener: Lediglich jede Zweite (50 Prozent) bevorzugt ihn als Fledermaus. Auf dem zweiten Platz der besten Batman-Riege folgt im gesamtdeutschen Vergleich weit abgeschlagen Michael Keaton (Batman, Batmans Rückkehr, 12 Prozent). George Clooney (Batman & Robin) landet mit sieben Prozent auf dem dritten Platz, besonders dank der Frauen, von denen jede Siebte (14 Prozent) den Frauenschwarm favorisiert. Die Männer hingegen können sich bei dem dritten Platz nicht zwischen Val Kilmer (Batman Forever, fünf Prozent) und Adam West (Batman hält die Welt in Atem, fünf Prozent) entscheiden.
Bei dem Mann im rot-blauen Gewand ist die Entscheidung genauso eindeutig: Fast zwei von drei (59 Prozent) fliegen auf Christopher Reeve als besten Clark Kent. Immerhin jeder Fünfte (19 Prozent) findet Henry Cavill (Man of Steel), der auch in dem neuen Streifen Superman mimt, am besten. Auf Platz drei der beliebtesten Superman-Darsteller ist Dean Cain aus der Superman-Serie in den 90er Jahren (neun Prozent). Bei den beliebtesten Schauspielern des Manns aus Stahl sind sich beide Geschlechter ausnahmsweise mal einig. Nur auf den hinteren Plätzen kommt es zu leichten Abweichungen: Während die Männer Brandon Routh auf dem vierten Platz sehen (fünf Prozent), liegt er bei den Frauen mit drei Prozent nur auf dem letzten Platz.

Ranking der beliebtesten Schauspieler
Batman
Christian Bale 68%
Michael Keaton 12%
George Clooney 7%
Val Kilmer 6%
Adam West 4%
Lewis Wilson 3%
Robert Lowery 1%

Superman
Christopher Reeve 59%
Henry Cavill 19%
Dean Cain 9%
Brandon Routh 6%
Kirk Alyn 5%
George Reeves 2%

Medienkompetenz: Für mich ist das Glas eher halb voll als halb leer

4. April 2016

Ich freue mich immer wieder, wenn ich positiv in Presse, Funk und Fernsehen erwähnt werde. Im vergangenen Monat durfte ich in Oberfranken einige Vorträge zum Thema Medienkompetenz und Videogames halten. Im Vorfeld der Vorträge gab ich der Frankenpost, das ist die örtliche Tageszeitung in der Region Münchberg, ein ausführliches Interview. Ganz herzlichen Dank dafür. Das Interview erschien mit einer halben Seite und ich wurde bei den Vorträgen immer wieder auf das Interview angesprochen. Ich habe hier mal das Interview in meinem Blog veröffentlicht.

Eine halbe Seite Interview mit mir - coole Sache und vielen Dank.

Eine halbe Seite Interview mit mir – coole Sache und vielen Dank.

Herr Lange, empfinden Sie die zunehmende Digitalisierung der Welt als bedrohlich oder sehen Sie im technischen Fortschritt in erster Linie eine Chance?
Für mich ist das Glas eher halb voll als halb leer. Neugierde war und ist immer eine Triebkraft des Menschen, sonst würden wir heute noch in der Steppe leben. Ich halte es mit dem großen Douglas Adams: Was erfunden wird, bis man etwa 30 Jahre alt ist, wird als große Chance empfunden. Und alle Neuerungen und Trends, die nach dem 30. Geburtstag entstehen, nimmt der Mensch als Bedrohung wahr – und als sicheres Zeichen für den Niedergang der Kultur.

 

Gemäß einer Bitkom-Umfrage aus dem Jahr 2015 besitzen 85 Prozent der 12- bis 13-Jährigen in Deutschland ein Smartphone. Was geht in Ihnen vor, wenn Sie diese Zahl hören?
Die digitale Welle kommt auf uns zu. Die ersten Ausläufer sind bereits da. Das Smartphone hat die Welt verändert und tut es. Viele Geräte wurden durch das Smartphone ersetzt: Kamera, Kalender, Wecker, Radioapparat, mp3-Player, Taschenrechner, Navi, Taschenlampe und es geht weiter. Die Zeitungsbranche hat sich verändert, die nächste Branche ist der Einzelhandel. Wir müssen uns als Gesellschaft auf diese digitale Welle vorbereiten. Nicholas Negroponte als er Chef vom MIT erklärte schon 1995: „move bits, not atoms!“ – Alle Waren und Dienstleistungen, die digital erbracht werden können, werden künftig digital erbracht.
Was möchten Sie Kindern und Jugendlichen vermitteln, wenn Sie Vorträge an Schulen halten?
Sie sollen sich bewusst werden, was um sie herum geschieht. Sie sollen die Veränderung begreifen und ihre Chance für sich und ihr Leben ergreifen. Viele der neuen Techniken sind faszinierend – beinhalten positive und negative Folgen. Plakativ sage ich: Leute, schaltet euer Hirn ein.
Was möchten die Schüler von Ihnen zum Thema Medien wissen? Wo liegen ihre Ängste und Hoffnungen?
Das ist natürlich altersabhängig. Das Thema Schutz der Privatsphäre zieht sich durch die Fragen. Immer wieder wollen die jungen Menschen wissen, wie sich die Welt verändert und wie sie sich auf die Herausforderungen einstellen können. – Und ein paar wollen auch ganz einfach nur ein paar Spieletipps.

 

Würden Sie Eltern raten, strikt zu kontrollieren, was der Nachwuchs an Smartphone, PC, Tablet und Co treibt, oder plädieren Sie eher dafür, die Kinder – ganz liberal – einfach mal machen zu lassen?

Extreme Positionen sind falsch. Kinder brauchen Grenzen und testen Grenzen aus. Es wäre wichtig, dass Eltern ihren Erziehungsauftrag annehmen und sich mit ihren Kindern beschäftigen und die Kinder nicht mit Geräten abschieben. Dazu gehört Medienkompetenz auch für die Eltern, nur so können sie diese an ihre Kinder weitergeben. Wer heute ein Kind erzieht, muss ihm nicht nur gutes Benehmen beibringen, sondern auch den Umgang mit neuen Medien vermitteln.
Finden Sie Restriktionen wie Internet- und Handyverbote sinnvoll?
Wichtig ist, dass jeder in der Familie weiß, wo sich der Ausknopf befindet. Es hat sich bewährt, dass die Familie gemeinsam Familienregeln aufstellt und einhält. Zu Regeln gehören natürlich auch Sanktionen.
Was halten Sie von Computer und Videospielen? Kulturgut oder Trash? Harmloser Zeitvertreib oder gefährliches Laster mit Suchtpotenzial?
Videospiele sind junge künstlerische Ausdrucksform, die eine Fusion aus Musik, Film und Literatur bildet, ergänzt um interaktive Elemente. Damit gebührt Videospielen der Platz als gleichberechtigte Säule im kulturellen Kanon unserer Gesellschaft. Aber nicht jedes Videospiel ist ein Kulturgut, so wie nicht jedes Buch oder Musikstück automatisch ein Kulturgut darstellt. Aber es gilt auch: Computerspielsüchtige verdrängen die Realität und suchen Erfolge im Internet. Nicht Jeder der viel spielt ist süchtig, aber wenn man kaum noch Kontakte hat, wird es problematisch. Oftmals werden reale Probleme verdrängt.
Medienkompetenz ist ein weitreichender Begriff. Wie würden Sie ihn definieren?
Medienkompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend sachkundig zu nutzen.
Wen sehen Sie in der Pflicht, wenn es um die Vermittlung von Medienkompetenz geht? Die Schule oder das Elternhaus? Was kann welche Sozialisierungsinstanz leisten?
Die Mediennutzung durchdringt unser gesamtes Leben. Damit sind alle, die an der Erziehung von Kindern und Jugendlichen mitwirken auch bei der Vermittlung von Medienkompetenz gefragt. Es beginnt in der Familie und muss sich in der Schule fortsetzen.
Wie ist es um die Medienkompetenz der Eltern bzw. der Lehrer selbst bestellt? Sehen Sie hier Nachholbedarf?
Ja.

Was treibt immer mehr junge Menschen in die sozialen Netzwerke?
Kommunikation ist ein Grundbedürfnis des Menschen.

Es ist eine weitverbreitete Meinung, dass durch die ständige Kommunikation per Chat und SMS Sprachschatz und Kommunikationsvermögen der Jugend verarmen. Teilen Sie diese Ansicht?
Sprache verändert sich. Sprache ist im Fluß. Viele Erwachsenen sind mit einem Roman von Thomas Mann überfordert. Aber wir müssen zwischen gesprochener Sprache und computergestützte Kommunikation unterscheiden.
Wer private Informationen und Fotos in den sozialen Netzwerken der Öffentlichkeit zugänglich macht, macht sich selbst gläsern – das ist hinlänglich bekannt. Setzen sich aber Kinder und Jugendliche auf Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram und Co besonderen Gefahren aus?
Durch soziale Netzwerke haben wir das erste Mal in der Geschichte der Menscheit einen Zugang zu einem Massenmedium. Wir sind Sender und Empfänger zugleich. Ein Klick kann eine Lawine ins Rollen bringen, positiv wie negativ. Es muss den Nutzern klar sein, dass sie ein Massenmedium und kein privates Medium bedienen. Zudem muss klar sein: Der Nutzer von sozialen Netzwerken ist nicht der Kunde, sondern das Produkt. Der Kunde von Facebook und Co ist die werbetreibende Wirtschaft.

Was können Erziehungsberechtigte tun, um ihr Kind zu schützen?
Sprechen, sprechen, sprechen, ein Vorbild sein und den Kindern bewusst machen, was dort passiert. Dazu gehört, dass Eltern sich mit den Entwicklungen beschäftigen. Angst war nie ein guter Ratgeber. Keine Mama und Papa würde sein Kind an eine sechsspurige Autobahn stellen und sagen: „Geh rüber und pass auf – wie es geht weiß ich auch nicht.“ Seltsamerweise machen wir genau das, wenn es um soziale Netzwerke geht.