3D-Konferenz: animago AWARD kommt nach München

3. April 2016

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Endlich, endlich ist es soweit. Der wichtigste europäische Preis für 3D-Animation, der animago AWARD, wird dieses Jahr 20 Jahre alt und was noch wichtiger ist, der Preis wird am 27. Oktober im Münchner Gasteig verliehen. Die animago CONFERENCE findet am 27./28. Oktober in München statt.
Ich freue mich sehr und bin auch stolz. Als Chefredakteur der DIGITAL PRODUCTION habe ich mich zu meiner aktiven Zeit versucht, den Preis nach München zu bekommen. Die Mühlen der Entscheidungsträger mahlen langsam, ganz langsam. Jetzt ist es soweit und ich gratuliere dem heutigen Team von ganzem Herzen.
Zusammen mit meinen damaligen Team haben wir Ministern, Amtsleitern, Cluster-Geschäftsführern, Lobbyisten, Messevertretern, Hochschulprofessoren und andere Multiplikatoren besucht und für den animago fett Werbung gemacht. Was haben wir uns den Mund fusselig geredet. Diese Vorarbeit zahlt sich jetzt aus. Die Ernte wird eingefahren und das ist prima. Der animago in Bayern – das zeigt, wie wichtig der Freistaat für die 3D-Branche ist.
Der Preis hat eine lange Reise durch Deutschland hinter sich. Vor langer Zeit war er in Stuttgart bei der fmx angesiedelt, dann ein kurzer Abstecher nach Karlsruhe in der Nähe des ZKM, dann ging es für mehrere Jahre nach Berlin Babelsberg, gefördert durch das Medienboard Berlin-Brandenburg. Als Chefredakteur habe ich die Standorte Karlsruhe und Berlin aktiv mitgemacht und stand als Rampensau auf der Bühne. Das hat Spaß gemacht. Ich halte es als Chefredakteur für wichtig, den Abend selbst zu moderieren, denn ich war eine Marke in der Branche. Im Februar 2010 bin ich von der DIGITAL PRODUCTION ausgeschieden und habe mich selbstständig gemacht. Jetzt kommt Preis und Konferenz nach München und ich als Bayer finde das gut. Es handelt sich übrigens um das 20jährige Jubiläum des animago AWARDs.

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Ab sofort können Kreative aus der ganzen Welt wieder ihre Arbeiten rund um 3D-Animation, Still, visuelle Effekte und Visualisierung für den internationalen Wettbewerb des animago AWARD 2016 einreichen. Insgesamt zwölf Kategorien in allen Disziplinen der CGI sind ausgeschrieben. Die Teilnahme ist kostenfrei und bis 30 Juni 2016 möglich. Also los und Beiträge einreichen.
Die „Beste Nachwuchsproduktion“ ist erneut mit 3.000 Euro Preisgeld von der DIGITAL PRODUCTION dotiert. Anlässlich 20 Jahre animago AWARD wird ein besonderer „Jubiläumspreis“ vergeben, Nominierte und der Gewinner werden via Publikumsvoting gesucht.
Die heutige animago-Projektleiterin Jana Freund freut sich. „Wir sagen herzlichen Dank für das uns entgegengebrachte Vertrauen über einen so langen Zeitraum in einer sich so rasant verändernden Branche.“ Ich schließe mich als ehemaliger Projektleiter an. „Gut gemacht und willkommen in München.“

Der animago AWARD 2016 ist in folgenden zwölf Kategorien ausgelobt:
– Beste Visual Effects
– Bester Kurzfilm
– Bester Charakter
– Bestes Game Cinematic
– Bestes Motion Design
– Beste Werbeproduktion
– Beste Visualisierung
– Beste Nachwuchs-Produktion (3.000 € Preisgeld von der DIGITAL PRODUCTION)
– Bestes Still (Publikumsvoting)
– Sonderpreis der Jury
– Architektur-Sonderpreis, presented by DETAIL
– Jubiläumspreis (Publikumsvoting)

 

Viel Lob, viel Ehr
Bayerns Medienministerin Ilse Aigner: „Mit der international renommierten Veranstaltung animago AWARD & CONFERENCE konnte ein Veranstaltungsschwergewicht der VFX-Branche für den Standort Bayern gewonnen werden. Dies zeigt, dass Bayern im Bereich der digitalen Medien ein sehr attraktiver Standort ist. Wir wollen nun durch eine langfristige Zusammenarbeit mit dem ‚animago AWARD & CONFERENCE‘ auch internationale Sichtbarkeit erzeugen“. Recht hat sie die Ilse.

„Mit animago AWARD & CONFERENCE setzt München einen weiteren kultur- und kreativwirtschaftlichen Meilenstein. München als herausragender Standort für Kultur- und Kreativwirtschaft, Medienkunst und deren technische Umsetzung freut sich, mit animago noch eine bedeutende Veranstaltung zur Diskussion künstlerischer Innovationen im Animations- und Visual Effects-Bereich gewinnen zu können. Darüber hinaus verstärkt der animago AWARD die Sichtbarkeit der lokaler Digitalkünstlerinnen und -künstler. Ich freue mich auf ein vielversprechendes, neues Branchen-Meeting an der Schnittstelle von Medienkunst, Kreativwirtschaft und technischer Realisierung“, erklärt Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München.

„Wir freuen uns besonders, dass es dank der Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie sowie durch das Kulturreferat der Stadt München gelungen ist, unsere Veranstaltung animago AWARD & CONFERENCE nach München, der Stadt unseres Verlagssitzes, zu holen.“, so Karin Lang, Geschäftsführerin des Münchner Fachverlags, ATEC Business Information GmbH. „Dass animago parallel zu den Münchener Medientagen stattfindet, wird bei allen Medienbegeisterten auf großen Zuspruch stoßen und wir versprechen uns von dem attraktiven Standort im Gasteig in München noch höhere Teilnehmerzahlen.“

Leidenschaft: Retrogames – Videospiele aus der 8 Bit-Ära

2. April 2016

Was brachte mich ins digitale Zeitalter? Ich wurde angefixt durch Videospiele oder Telespiele, wie ich sie damals nannte. In den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts machte ich als Jugendlicher mit meinen Eltern Urlaub am Gardasee in Italien. Mich interessierte weniger Pizza oder Kultur, mich interessierte ein faszinierender, fast magischer Ort – eine Spielhölle. Spielhölle – so nannten meine Eltern zumindest diese kleine Spelunke in einer Seitenstraße, die mit allerlei Arkadeautomaten vollgestopft war. In Italien durfte ich anders als in Deutschland diesen magischen Ort betreten und an Videospielautomaten zocken. Während meine Eltern sich der Kultur hingaben, gab ich einer neuen Spielkultur hin, die ich bis dato nicht kannte. Videospiele

Ich bin ein Retrogamer - das ist eine meiner Leidenschaften.

Ich bin ein Retrogamer – das ist eine meiner Leidenschaften.

Die Automaten wurden mit Lire (die damalige Währungseinheit in Italien) gefüttert und ich versank in der 8 Bit-Welt. Diese Spielhöllen hatten einen bestimmten Sound und heute bin ich noch immer von diesem Sound fasziniert.
Wieder in Deutschland angekommen, stellte ich fest, dass das Spielen von Videogames an Automaten sehr teuer war. 1 Mark – da bekam ich in Italien fünf Spiele à 200 Lire dafür. Eine Arkademaschine stand bei uns im Kaufhaus X in Fürstenfeldbruck in der Spielwarenabteilung: Asteroids – ein dreieckiges Rauschiff musste sich gegen den Ansturm von digitalen Felsbrocken erwehren – und das alles in Schwarzweiß. Es war das leidenschaftliche Zentrum unserer Jugend. Meine Kumpels kamen zusammen und wir verzockten unser Taschengeld. Außerdem stellten wir fest, dass Münzen aus Griechenland, die Drachme, ein ähnliches Gewicht wie die D-Mark hatte, aber nur einen Bruchteil des Wertes der D-Mark hatte. Also tauschten wir bei allen griechischen Gastarbeiter in unserem Ort D-Mark gegen Drachme und konnten zu günstigem Kurs Asteroids zocken. Erwischt wurden wir nie.

Asteroids
Eines Tages waren meine Eltern beim Einkaufen und ich lümmelte mich auf dem Familiensofa herum. Aufgeregt rief mich meine Mutter über ein Münztelefon an – das war das Zeitalter lange vor Handy und Smartphone. In einem Einkaufszentrum hätte sie ein Telespiel entdeckt, das im Preis gesenkt war. Sie wüsste nicht genau, ob ich es wollte und ich sollte vorbeikommen. Also schnappte ich mein Fahrrad und radelte wie ein Besessener zu einem Café, wo meine Eltern auf mich warteten. Gemeinsam besichtigten wir das Telespiel.
Ich hatte Angst, dass es so eine simple Art von Videospiel war, das ein paar Spiele im Speicher hatte. Aber nein, meine Eltern führten mich zu dem Klassiker schlechthin – sie führten mich zum Atari 2600.
Ich verliebte mich in das schwarze Plastikdesign mit Holzimitat. So wurde das Atari 2600 meine erste Gameskonsole. Über den Antennenstecker schloss ich das Atari 2600 an meinen Schwarzweiß-Fernseher an, den ich im Kinderzimmer stehen hatte. Diesen Fernseher hatte mir meine Großmutter zu Weihnachten gekauft – Farbe war damals zu teuer. Und aus meinen Kinderzimmer wurde eine Spielhölle. Die Spiele waren auf Cartridge gespeichert, eine Art Steckmodul. Diese wurden in das Atari 2600 gesteckt, dann Neustart und dann zocken. Auf den Cartridges waren bunte Bildchen, die einen Spielspaß versprachen.
Und es sage noch einer, dass Videospiele einsam machen. Wir spielten, wenn es möglich war, immer in Gruppen. Freunde kamen zu mir und im Laufe der Zeit bekamen diese Freunde von ihren Eltern auch ein Atari 2600 und wir zogen dann um. Bei einem Kumpel durften wir sein Atari 2600 sogar an den Grundig-Farbfernseher im elterlichen Wohnzimmer anschließen – ein Antennenumschalter machte es möglich. Die 16 Grundfarben des Gerätes hauten mich vom Hocker und der 8 Bit-Sound aus den TV-Boxen zogen mich in die digitale Welt. Hammer.

Atari 2600 als Darth Vader-Edition in meinem Arbeitszimmer.

Atari 2600 als Darth Vader-Edition in meinem Arbeitszimmer.

Jeder von uns hatte seine Lieblingsspiele. Ich hatte zwei: Es handelte sich um Defender und später dann um Empire strikes back. Beide Spiele hatten das gleiche Prinzip. Ballern bis der Finger wehtat.


Heute, fast 35 Jahre später bin ich meiner alten Leidenschaft wieder erlegen. Trotz Next-Gen Konsolen wie Playstation 4 kaufte ich mit meinem Sohn ein altes Atari 2600 mit ein paar Spielen. Ich beobachte meinen Sohn beim Spielen – er hat die gleiche Leidenschaft wie ich in seinem Alter. Und was mich besonders freute, trotz grottiger Grafik und Sound des Atari 2600 verglichen mit der Playstation 4 hat mein Sohn das Retro-Spielprinzip verstanden und akzeptiert. So zocken wir an einem alten Röhrenfernseher, den ich bei meinen Eltern im Keller gefunden habe. Wir spielten zunächst Pac Man und im Laufe der Zeit kaufte ich die alten Cartridges nach. Auch Defender war dabei und meine alte Leidenschaft war wieder voll entbrannt.

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In einem Laden entdeckte ich die Darth Vader-Edition des Atari 2600. Sie hieß so, weil sie ganz in Schwarz war. Gesehen, probiert und gekauft. Also nun steht dieser Klassiker im Arbeitszimmer und es darf gerne gezockt werden. Mein zweites Lieblingsspiel Empire strikes back war selten, aber ich machte ein gutes Geschäft und erwarb die Cartridge von Parker. Der Kampf Luke Skywalker gegen die ATAT auf Hooth – was gab es damals cooleres? Nichts! Das Spiel war der Hammer und heute erklären mir Erwachsene Spieletipps zu diesem Klassiker, ist das nicht stark? Ich hatte ein Foto bei Instagram gepostet und der Zuspruch war enorm. Leidenschaft pur.

Empire als Zifferblatt auf meiner Apple Watch.

Empire als Zifferblatt auf meiner Apple Watch.

Auf ZDFinfo kam im linearen Fernsehen ein Themenabend über Videogames, den ich mir zusammen mit meinen Kindern anschaute. Sie interessieren sich sehr für die Spiele meiner Jugend. Dort kam auch ein Spiel vor, dass eine tiefe Wunde in mein Spielerdasein riss. ET – der Außerirdische auf dem Atari 2600, basierend auf den Filmklassiker von Steven Spielberg. Meine Eltern wollten mir die Cartridge von ET damals zu Weihnachten nicht kaufen. Sie hatten schon etwas anders besorgt – einen schönen Pullover (OMG). Ich konnte ET nur bei Kumpels spielen. Und was soll ich sagen: Das Spiel war hundsmiserabel. ET fiel in Löcher und kam wieder heraus – das war es dann. Wir waren alle damals enttäuscht. Das Spiel war Müll und Atari hatte sich verzockt. Bei uns kamen auch langsam die ersten Home Computer und eine neue digitale Ära begann. Bei mir waren es der ZX81 und dann der Commodore 64. Atari hatte dem nichts entgegenzusetzen.
Atari verschrottete das ET-Spiel auf einer Deponie. Die Aktion wurde zum Mythos. Als Journalist dachte ich immer wieder daran, auf die Deponie zu fahren und den ET-Schatz zu heben. Andere Leute hatten wohl auch diesen Traum und vor ein paar Jahren wurden die Tausenden Cartridges des ET-Spiels wieder von der Mülldeponie ausgegraben und als schlechtestes Videospiel aller Zeiten verkauft. Ich habe mir auch endlich meine Version von ET gekauft und was muss ich sagen. Nach all den Jahren ist das ET-Spiel für das Atari 2600 nicht besser geworden. Es war damals Müll und es ist heute noch Müll. Aber mein Atari 2600 liebe ich noch immer.

Leidenschaft bei den IronBloggern München

Leidenschaften hab ich viele, ganz viele: Musik, Film, Kochen, Foto und vieles mehr. Dieser Blogpost ging über die Leidenschaft Atari 2600. Die IronBlogger München, eine Vereinigung von Bloggern, haben eine Blogparade zum Thema Leidenschaft ausgerufen und dies ist der erste Beitrag dieser Parade. Jeden Tag im April wird ein IronBlogger einen Blog über Leidenschaft erstellen – viel Spaß beim Lesen. Morgen ist Alexander an der Reihe in seinem Blog. Ich bin gespannt.

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40 Jahre Apple: Mein Steve Wozniak Interview vom Oktober 2006

1. April 2016
Steve Wozniak hatte im Oktober 2006 den iPod nano als neues Spielzeug dabei, Foto: Lange

Steve Wozniak hatte im Oktober 2006 den iPod nano als neues Spielzeug dabei, Foto: Lange

Heute vor 40 Jahren wurde Apple gegründet und seit den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts verfolge ich die Entwicklungen dieser Firma. Als ehemaliger Chefredakteur der MACup, der ältesten Apple Macintoh-Zeitschrift Europas (inzwischen pleite) habe ich das Auf und Ab dieser Firma begleitet. Heute ist Apple neben Google das reichste Unternehmen auf diesem Planeten.

Im Gespräch mit Steve Wozniak im Oktober 2006.

Im Gespräch mit Steve Wozniak im Oktober 2006.

Über die Geschichte des Unternehmens gibt es viele Bücher und viele Filme. Die beiden Steves habe ich live getroffen und beide haben mich auf ihre Art tief beeindruckt. Ich habe in diesem Blog mehrmals darüber geschrieben.
Zum 40. Jubiläum von Apple habe ich ein Interview vom 25. Oktober 2006 ausgegraben, das meine Redaktion und ich damals mit Steve Woz Wozniak in München geführt hat. Das Interview war in meinem Privatarchiv und das Tape war als Gedächtnisstütze gedacht.

Hier ist der Link zum Video Steve Wozniak Interview,  Oktober 2006

 
Woz hatte damals seine Autobiografie iWoz veröffentlicht und der Verlag hatte Wozniak in die bayerische Landeshauptstadt eingeladen. Ich hatte von diesem Besuch etwas mitbekommen und ich bedrängte Verlag, dass wir ein Interview mit Steve führen wollten, nein mussten.
Viel Spaß beim Anhören und Anschauen. Die Fotos entstanden bei diesem Interview. Und natürlich: Alles Gute Apple zum 40. Geburtstag.

Twitter kann jetzt Bildunterschriften

31. März 2016

Unter der Oberfläche von Twitter tut sich etwas. Seit kurzem ist es möglich Bildunterschriften unter Fotos anzufügen und so die 140 Zeichen-Grenze zu umgehen. Das Ganze funktioniert im Moment nur mit den offiziellen Twitter-Apps für iOS und Android. Mit der Online-Version oder alternativen Clients, die auf Twitter zugreifen geht es im Moment nicht. Die Funktion Bildunterschriften oder BUs, wie wir Zeitungsfuzzis sie nennen, geht allgemein erst seit dem 29. März, ist also noch eine recht junge Erweiterung bei Twitter.

Und so gehts mit den Bildunterschriften
Wie kommen jetzt Bildunterschriften unter die Bilder? Unter dem Reiter Einstellungen gibt es unter Allgemein den Menüpunkt Barrierefreiheit.

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Dahinter gibt es den Schieberegler Bildbeschreibungen verfassen. Diesen aktivieren und schon kann es losgehen. Nach einem Neustart der Twitterapp stand die Funktion zur Verfügung.

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Ich twittere wie gewohnt ein Bild, aber nun ist es möglich, eine Bildunterschrift anzufügen, die von Menschen mit einer Sehbehinderung abgerufen werden können. Ich arbeite sehr oft an einer Blinden- und Sehbehindertenschule in Nürnberg. Für diese Schüler ist die neue Funktion von Twitter ein Segen, denn Bilder konnten sie nicht erkennen. Dabei nutzen sie ihr Smartphone als Kommunikationsmittel.
Was nicht geht, ist ein Nachträgliches Hinzufügen von Bildunterschriften, wenn das Bild schon getwittert wurde.

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Bildunterschrift vorerst nur für Sehbehinderte
Ab und zu, wenn es mit meinen Augen schlecht geht, schalte ich bei meinem iPhone die VoiceOver-Funktion an. Diese Funktion liest mir den Text in Twitter vor und kann jetzt auch die Bildunterschriften erfassen und vorlesen. Ein gewaltiger Sprung in Sachen Barrierefreiheit.
Wir Sehenden können die Bildunterschriften unter den Fotos (noch) nicht lesen – im Moment noch nicht. Dafür ist die neue Funktion noch zu jung. Ich bin mir sicher, dass Twitter die BU-Anzeige mit dem nächsten Update freischalten wird.

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Konzertkritik: Videogames Live im Münchner Gasteig 2016

30. März 2016
Videogames Live im Münchner Gasteig.

Videogames Live im Münchner Gasteig.

Eindrucksvoll stellte sich eine Branche als moderner Kulturträger da – und saumäßig Spaß hat es mir auch gemacht. Gemeint ist die oft kritisierte Videogames-Branche. Vor kurzem fand das Konzert Videogames Live in der Münchner Philharmonie im Gasteig statt. Seit 14 Jahren und nunmehr vier Alben tourt Komponist Tommy Tallarico durch die Welt und erfreut uns mit bombastischen Klängen aus bekannten Videogames. Als Retrogamer war es ein Genuss, den Abend mit Gleichgesinnten zu verbringen – Kulturgenuss einmal völlig anders und mit viel lockerer Unterhaltung
Unterstützt wurde Tommy Tallarico von Laura “Flute Link” Intravia und Dirigentin Eimear Noone samt Kodály Philharmonie Orchester Prag und Chor. Laura Intravia kam gleich mal als Link verkleidet auf die Bühne und hatte unsere ganze Sympathie. Und auch Dirigentin Eimear Noone erschien im schwarz-rotem Lederdress und unterschied sich von den strengen Dirigenten, die sonst in der Münchner Philharmonie ihre Kunst zum Besten geben. Als Haus- und Hof-Dirigentin von Blizzard hat sie seit Jahren einen festen Namen in der Musikszene.


Tommy Tallarico selbst ist seit 25 Jahre in der Games-Branche und verdiente sich als Komponist seine Brötchen. Mit Videogames Live will er demonstrieren, dass Videogames ein Kulturgut sind und mit dieser bombastischen Show hat er es wieder bewiesen. Bei seiner Begrüßung ermahnte er das Publikum, als zum Teil als Cosplayer erschien, ruhig während der Stücke zu applaudieren und den Abend zu genießen. Als Einheizer und Vorband kamen die beiden Recken Filipp Issa und Michael Stoeckemann von Sound of Games auf die Bühne. Ich ließ mich auf meinen Stuhl nieder und hörte den Sound von The last Ninja und begann zu träumen. Was waren das für tolle Zeiten? Es gab von den beiden noch ein paar Songs wie Lotus Turbo Challange 2, das ich allerdings nie gespielt habe. Danke an Sound of Games für den Flashback in meine Jugend.

Die Umbaupause wurde für ein paar Nerd-Witze genutzt. Und dieser Humor zog sich durch das ganze Konzert durch. Es gab Interpretationen und Mischungen von Videogames auf den Videoleinwänden. Die Coder lachten bei Roses are #FF0000 und Violets are #000FF. Es gab Vergleiche, Mischungen und Charts – immer humorvoll.

Das Konzert von Videogames Live begann nach einer netten Homage an Pac Mac mit Castlevania.

Damit ging der Flashback in die alten Retro-Zeiten weiter. Das erste Spiel von Castlevania erschien 1987 auf dem Nintendo Entertainment System (NES), das mir meine Eltern nicht kaufen wollten.

Ich hatte ja früher den Atari 2600 und dann den Commodore C64. Was brauchte man denn ein NES? Ja, ich weiß, es war ein Fehler. Ein NES gehört einfach in jeden Haushalt.

Nach Metroid von 1986 auf dem NES ging es weiter mit Grim Fandango. Grim Fandango ist ein Grafik-Adventure von LucasArts von 1998 für Windows, das thematisch in einer mexikanisch angehauchten Welt der Toten spielt. Anders als seine Vorgänger wird dieses Spiel über die Tastatur oder Joystick gesteuert und bietet 3D-Grafiken. Hab ich als Mac-User der ersten Stunde das Windows-Spiel nicht gespielt, sah aber interessant aus.
Syberia von 2002 habe ich auch nicht gekannt, werde es mir aber jetzt für iOS holen. Syberia ist eine Grafik-Adventure-Reihe des belgischen Autors und Comiczeichners Benoît Sokal in Zusammenarbeit mit dem französischen Spieleentwickler Microïds. Die Musik klang wunderbar. Hier zeigte sich, dass Videogamet-Soundtrack mittlerweile sich zu einer eigenen Kunstform entwickelt haben. Große Filmkomponisten schreiben heute auch Musik für Videospiele. Videospiele haben wohl den Film als Leitmedium abgelöst.

Fetten Applaus gab es freilich für Donkey Kong Country. Vor allem Laura Intravia mit ihrem Flötensynthi stand im Mittelpunkt der Publikumsgunst. Es zeigte sich bei den eingängigen Melodien, wie gewaltig der Einfluss von Nintendo mit seinen Figuren auf die Populärkultur ist. Klar sind Videospiele und deren Musik ein Kulturgut.
In einem Monolog knüpfte Tommy Tallarico die Verbindung zwischen Videogames und der großen Kunst von Walt Disney. Es gelang Disney vor 75 Jahren mit dem gewaltigen Fantasia eine Verbindung von Populärkultur mit Micky Maus und der Hochkultur der klassischen Musik zu schaffen. Tommy Tallarico verbeugte sich mit Kingdom Hearts mit einer Homage an Walt Disney. Kingdom Hearts ist eine Action-Rollenspiel-Reihe, die unter der Leitung von Tetsuya Nomura aus einer Zusammenarbeit des Spieleentwicklers Square mit Disney Interactive Studios entstand.

Mit Phoenix Wright: Ace Attorney kam eine Gerichtssimulation auf die Bühne des Gasteigs. Die Originalversion erschien 2001 für den Game Boy Advance von Nintendo in Japan. Ich muss auch zugeben, dass ich eine Gerichtssimulation noch nie auf den Schirm hatte. Die Bilder waren interessant, der Sound um so mehr.

Richtig Szenenapplaus gab es dann bei Metal Gear Solid. Metal Gear Solid ist ein Computerspiel mit Stealth- und Action-Elementen von Hideo Kojima, das von Konami entwickelt und 1998 veröffentlicht wurde. In München wurde Metal Gear 2: Solid Snake gegeben. Starker Sound, der uns in die Sessel presste.

In Deutschland scheint Command & Conquer sehr beliebt, so Tommy Tallarico. Auch ich habe einige Teile des Spiels auf meinen alten Macs gespielt und das Kriegsspiel hat mir Spaß gemacht. Command & Conquer ist eine ursprünglich von den Westwood Studios entwickelte Computerspiel-Reihe aus dem Genre der Echtzeit-Strategiespiele. Im Gasteig kam der Klang von Red Alert vom Oktober 1996 auf die in rot gehaltene Bühne. Hier kam die große Lightshow zum Einsatz.

Dann wieder ein Klassiker schlechthin, der auch den Game Boy in jeden Haushalt kam. Stimmlich durfte ich Laura Intravia bei Tetris verausgaben. Zuvor gab es einen Zuspieler von Alexey Pajitnov, dem Schöpfer von Tetris. Das gezeigte Video beinhaltete unterschiedliche Versionen des Spieleklassikers und zeigte die Vielfalt des Spiels. Ich selbst habe eine Tetris-Lampe noch im Wohnzimmer stehen und spiele das Spiel noch immer gerne.

Nach der Pause, im Gasteig hatte Sony ein paar PS4 zum Zocken aufgebaut und Sony-Mitarbeiter standen für Fragen zur Verfügung, ging es mit Zelda weiter. Das Spiel in seinen unterschiedlichen Varianten erfreut sich in meiner Familie großer Beliebtheit. K1 spielt gerade The Legend of Zelda: Twilight Princess HD. Laura Intravia im Link-Kostüm war wunderbar. Im Münchner Konzert waren als visuelle Elemente zahlreiche Kunstwerke von Usern zu sehen, die auch von Zelda beeinflusst waren. Es zeigt sich, dass Videogames die Fantasie der Spieler beflügen und sie sich mit Kunst auseinandersetzen und eigene Kunstwerke schaffen. Zwar ist nicht jedes Bild ein Meisterwerk, aber Spaß hat es den Leuten allemal gemacht.
Ein wenig Werbung für die Aufnahmen von Videogames Live gab es auch durch Tommy Tallarico. Im Moment finanziert er Level 5, die fünfte Ausgabe seiner CD-Serie über die Crowdfounding-Plattform Kickstarter. im Münchner Konzert warb es ausführlich die Finanzierung und machte uns Fans den Mund wässrig. Ich freue mich schon auf die fünfte Version der Videogames Live.


Die irische Dirigentin Eimear Noone hatte schließlich ihren großen Auftritt. In rot-schwarzem Dress gehüllt, dankte sie den Fans für die jahrelange Unterstützung. Sie durfte an zahlreichen Gamessoundtracks mitarbeiten, darunter an Starcraft II, Diabolo III, Zelda 25h anniversary album, Metal Gear Solid, the tomorrow children, Heros of the Storm.

In München dirigierte sie ihren WOW-Soundtrack. Sie ist eine Powerfrau, eine Showwoman und legte sich beim Dirigieren wohl ins Zeug. Fans lieferten musikalische Beiträge ab, die in den Showact aufgenommen wurden. Das ist eine wunderbare Bindung zu den Fans von WOW, diese im Konzert via Video auftreten zu lassen.

Es gab ein bisschen Musik aus dem neuem Spiel Overwatch von Blizzard zu hören, das sich derzeit in Entwicklung befindet. Die Bilder sahen vielversprechend aus, vielleicht war es ein bisschen viel Durcheinander. Der Sound war sehr, sehr gut.

Nach Skyrim gab es den musikalischen Hammer. Super Mario sorgte für richtig Stimmung. Für viele war es der Höhepunkt des Konzerts. Das zeigte sich auch daran, dass Tommy Tallarico die Zuschauer zum Mitsingen aufrief. Während bei klassischen Open Airs die Feuerzeuge hochgehalten wird, waren es bei Videogames Live die erhellten Displays der Smartphones. Ein Gast hatte sogar sein Macbook dabei und der helle Apfel leuchtete im Saal – schöner Humor, schöne Atmosphäre. Für mich der Höhepunkt war das gemeinsame Singen des Mario Liedes. Der Kulturtempel Gasteig singt, wie cool ist das denn?

Das Ende des offiziellen Programms war die Musik von Final Fantasy 7. Das Spiel soll ja in dieses Jahr als HD Version erscheinen. Auch hier kamen zahlreiche Fotos von Fans zum visuellen Einsatz. Cosplayer und Zeichnungen würdigen das Games-Epos auf ihre Art, so sieht Fanliebe aus.

Nach einer kleinen Pause gibt es die Zugabe.

Die Zugabe bestand aus Chrono Trigger. Es ist ein Videospiel der japanischen Softwarefirma Square Enix und gehört zu dem Genre der Rollenspiele. Es erschien 1995 für das Super Nintendo Entertainment System (SNES) und 2001 etwas überarbeitet zusammen mit Final Fantasy IV unter dem Namen Final Fantasy Chronicles für die Sony PlayStation. In Europa wurde es seinerzeit nicht veröffentlicht, obwohl es auch in den USA recht beliebt und erfolgreich

Den Abschluss machte Portal mit dem Song Still Alive. Portal ist ein Computerspiel von Valve. Es wurde am 18. Oktober 2007 zusammen mit Half-Life 2: Episode Two und Team Fortress 2 in der Orange Box sowie als Einzeltitel bereits am 10. Oktober 2007 über die Spieleplattform Steam veröffentlicht. Ziel des Spieles ist es, mit dem Portalgerät, mit dem man Teleportationsportale erstellen kann, verschiedene Aufgaben zu meistern und Hindernisse zu überwinden. Die Handlung ist im Half-Life-Universum angesiedelt. Laura Intravia sang, während Tommy Tallarico Gitarre spielte. Die Besucher des Gasteigs waren eingeladen mitzusingen – der Text war auf den großen Videoleinwänden zu sehen.


Nach dem Konzert wusste Tommy Tallarico was sich gehörte. Die Crew Tommy Tallarico, Laura Intravia und Eimear Noone gab im Foyer des Gasteigs Autogramme für alle Fans. Auch Filipp Issa und Michael Stoeckemann von Sound of Games waren mit dabei. Eine ganze Reihe von Fans nutzen die Gelegenheit auf ein Schwätzchen, darunter war auch ich. Ich ließ mir Eintrittskarten und CDs unterschreiben. Beim nächsten Konzert in Nürnberg bringe ich ein paar Sachen zum Unterschreiben mit.

Gedanken zum Zugunglück in Bad Aibling

29. März 2016
Auf der Zugstrecke Holzkirchen Rosenheim kam es zu dem schrecklichen Unglück am 8. Februar 2016.

Auf der Zugstrecke Holzkirchen Rosenheim kam es zu dem schrecklichen Unglück am 8. Februar 2016.

Als Zugfahrer hatte ich ein schlechtes Gefühl als ich die Zugstrecke Holzkirchen Rosenheim gefahren bin. Ich musste für zwei Seminare in die Gegend und nutzte wie meist die Bahn als Transportmittel. Ich bin ein überzeugter Bahnfahrer aus mehreren Gründen. Ich kam auch an der Stelle in Bad Aibling vorbei, an der am 9. Februar das schreckliche Zugunglück mit elf Toten und 85 Verletzten geschah.
Heute höre ich, dass nach Angaben der bayerischen Landesregierung das Unglück auf einen doppelten Irrtum des Fahrdienstleiters zurückzuführen sei. Sofort kamen mir meine Erinnerungen wieder in den Sinn.
Natürlich, ein Unglück kann jederzeit passieren. Ich machte mir auf meiner Bahnfahrt in Bad Aibling die Geschehnisse bewusst. In Rosenheim und in Bad Aibling sah ich die Kerzen, Kränze und Blumensträuße, die an das schreckliche Unglück erinnern. An einem Zeitungsstand und einer Gaststätte hatten beherzte Menschen diese Erinnerungen aufgestellt.

Erinnerungen in Rosenheim ...

Erinnerungen in Rosenheim …

... und in Bad Aibling.

… und in Bad Aibling.

Im Zug, einen Meridian, dachte ich über die Geschehnisse des 9. Februars nach. Als mein Zug die Unglücksstelle auf dem einspurigen Gleis passierte, wurde ich still, stellte die Musik ab und meine Gedanken kreisten um die Opfer und deren Familien. Im Zug war es auch still – ich weiß nicht, ob es wegen der Unglücksstelle war oder es andere Gründe hatte. Es war eine ruhige Atmosphäre im Zug. Zumeist waren Pendler im Meridian, die zur Arbeit oder zu Schulen fuhren. Die meisten schauten still auf, andere blieben versunken in ihr Smartphone, Buch oder Zeitung. Unsere Blicke kreuzten sich und wir wussten, was sich an diesem Ort ereignet hatte.

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Als ich wieder stabilen Handyempfang hatte, schaute ich mir in YouTube ein Video vom Unglück an. Ein Reisender im Zug hatte ein Handyvideo gleich nach dem Unglück gedreht und online gestellt. Verletzte, Blut, zerborstene Waggons, verbogene Standen, herausgerissene Sitze waren zu sehen, Schreie und Wimmern und Weinen zu hören – die Leute hatten Angst. Schreckliche Szenen. Ich schaute immer wieder auf und verglich das schreckliche Video mit meiner Situation im Zug.

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia

Und ich dachte an die zahlreichen ehrenamtlichen Hefter, die an den Unglücksort geeilt sind, um zu helfen, zu retten und zu bergen. Danke an diese Menschen, die sich für andere einsetzen und sich bei den Rettungskräften engagieren. Ich habe einen Bekannten, der in Bad Aibling dabei war und tatkräftig half.
Es war eine nachdenkliche Stimmung. Wie ich höre, waren die Unglückszüge technisch völlig in Ordnung, inklusive der Bremsen. Alle technischen Defekte sind ausgeschlossen. Es war wohl menschliches Versagen.

Ostern: Köpfen des Salami-Hasens

27. März 2016
Das gemeinsame Osterfrühstück in meiner Familie hat Tradition.

Das gemeinsame Osterfrühstück in meiner Familie hat Tradition.

Ostern bedeutet bei uns ein gemeinsames Osterfrühstück. Dieses Jahr kam die Familie wieder zusammen. An einer reich garnierten Tafel wurde Ostersonntag gegessen und geredet. Dieses Jahr war es besonders wichtig, denn Krankheiten haben unsere Familie heimgesucht und da ist das gemeinsame Gespräch besonders wichtig.


Es gab eine bunte Auswahl an Speisen. Die Gattin war wie jedes Jahr um 5 Uhr morgens trotz Zeitumstellung in der Kirche zur Spesenweihe. Schinken, Eier, Osterlamm und dieses Jahr auch ein Osterhase.

Bei der Arbeit in der Metzgerei Moser.

Bei der Arbeit in der Metzgerei Moser.

Und dieses Jahr gab es einen Salami-Hasen von der Metzgerei Moser aus Landsberg am Lech zum Osterfrühstück. Ich unterstütze die Metzgerei ein bisschen in Sachen Social Media. Der Salami-Hase ist ein Hase aus Kochsalami, der heiß geräuchert wurde.


Während das Schlachten des traditionell gebackenen Osterlamms/-hasens rituell vor sich ging, (Kopf ab, Schwanz ab – beim gebackenen Hasen waren als erstes die Ohren fällig), ging das Schlachten des Salami-Hasen deutlich brutaler vor sich. Der Hase bekam von mir ein scharfes Messer in den Hals.

Der Salami-Hase bekam ein Messer in den Hals.

Der Salami-Hase bekam ein Messer in den Hals.

Dann schnitt ich behutsam den Kopf ab. Ich geb zu, die ganze Sache ist schon ziemlich brutal, vor allem, wenn mich das Häschen mit den netten Augen anschaut. Das scharfe Messer trennt den Kopf vom Rumpf des Hasens und gibt den Blick ins Innere frei.

Der Kopf wird vom Rumpf getrennt.

Der Kopf wird vom Rumpf getrennt.

Ich sehe die Kochsalami mit den schmackhaften Senfkörner. Der Geruch des vom Räuchern weckt meine Gelüste. Ich schneide weiter, bis der Kopf abgetrennt ist.

Dann wird das Fell des Hasens abgezogen.

Dann wird das Fell des Hasens abgezogen.

Dann beginnt das Häuten. In Schnitt durch das Gesicht löst die Haut, die ja beim Hasen ein Fell sein sollte. Ja, ja brutal ist kein Ausdruck. Aber um an die Kochsalami zu kommen, muss dem Hasen das Fell abgezogen werden. Gesagt, getan.

Das Osterfrühstück geht weiter.

Das Osterfrühstück geht weiter.

Das Fell ist ab und das Osterfrühstück geht weiter. Scheibe für Scheibe wird der köstliche Hase verzehrt. Danke an Metzgermeister Michael Moser und seinem Team – die Kochsalami schmeckt super. Das Osterfrühstück ist gesichert. Ich wünsche euch frohe Ostern.

Aukey USB C-Hub auf USB 3.0 für goldenes MacBook 12“

26. März 2016

Als Apple Fan-Boy habe ich mir vergangenes Jahr mit MacBook 12“ mit USB C-Anschluss besorgt. Die Gerüchteküche sagt, dass wohl zur WWDC neue Geräte mit USB C ins Haus stehen. Mein goldenes Angeber-MacBook 12“ leistet mir gute Dienste. Ich habe es vor allem auf Reisen dabei, wenn das iPad Pro nicht mehr ausreicht.

Der Aukey USB C-Hub auf USB 3.0 für goldenes MacBook 12“ leistet gute Dienste.

Der Aukey USB C-Hub auf USB 3.0 für goldenes MacBook 12“ leistet gute Dienste.

Manches Mal komme ich aber mit dem einzigen USB C-Anschluss in Bedrängnis, wenn ich auf Seminare USB-Festplatten und Kameras anschließen soll. Die teuren Adapter von Apple sind zwar prima, doch ab und zu brauche ich mehr.
Ich habe mir deshalb von Aukey USB C-Hub auf USB 3.0 besorgt und bin vollends zufrieden. Ich habe jetzt drei USB 3.0-Anschlüsse und einen Ethernet-Anschluss. Letzter ist wichtig, wenn ich das WLAN an einem Seminarort nicht nutzen darf und nur über LAN ins Netz gehen kann. Außerdem ist LAN im heimischen Büro beim Dateienübertrag doch etwas schneller als AirDrop.
Der Ethernet Anschluss schafft eine maximale LAN-Geschwindigkeit von bis zu 1000 Mbit/s. Jeder der drei USB 3.0-Anschlüsse verfügt über einen eingebauten Überstromschutz. Damit werden die verbundenen Geräte vor Schäden durch Kurzschlüsse bewahrt.
Das ganze Teil wiegt ganze 41 Gramm und passt ideal in die Tasche mit den Adapter-Kabeln für unterwegs. Ich frag mich nach ein paar Tagen Einsatz, wie ich bisher auf den Aukey USB C-Hub auf USB 3.0 verzichten konnte? Also klare Empfehlung für Apple-Fans.

So bekommst du die alte Timeline bei Twitter zurück – ohne Filterblase

25. März 2016

Nachdem wir alle brav 10 Jahre Twitter gefeiert haben und besonders glücklich waren, dass uns das Aufweichen der 140 Zeichen erspart blieb, schlich sich die Filterblase für mich heimlich in Twitter ein.
In der Standardeinstellung zeigt uns Twitter die Tweets von den Leuten, von denen Twitter meint, sie seien wichtig für uns und müssten daher prominenter angezeigt werden. Nein, nein liebes Twitter – ich mag nicht in deiner oder meiner Filterblase leben. Ich will in meinem Twitter-Account @redaktion42 überrascht werden von tiefsinnigen, blödsinnigen, geistreichen, liebevollen, intelligenten und schlüpfrigen Tweets aus dem Twitter-Universum und daher will ich meine gewohnte, bisherige Timeline zurück. Zum Glück ist das möglich.
Der Weg geht so: Also habe ich heute morgen meine Standardeinstellungen bei Twitter bearbeitet, um meine alte Timelinie wieder zu bekommen. Twitter gibt uns dazu die Möglichkeiten.
Bei der mobilen App auf den Account gehen und dann das Rädchen tippen, so dass Einstellungen erscheint. Dann seinen Twitter-Account auswählen (bei mehreren Account) und sich den Punkt Timeline – Timeline-Personalisierung aussuchen und drücken.

Unter Timeline-Personalisierung versteckt sich die Filterblase.

Unter Timeline-Personalisierung versteckt sich die Filterblase.

Dann den Punkt „Zeige mir die besten Tweets zuerst an“ auswählen und deaktivieren. Dahinter verirgt sich die Filterblase von Twitter, die ich nicht haben will.

Filterblase ausschalten: "Zeige mir die besten Tweets zuerst an" deaktivieren.

Filterblase ausschalten: „Zeige mir die besten Tweets zuerst an“ deaktivieren.

Und siehe da, ich habe meine alte Timeline zurück, bei der die Tweets historisch aufgelistet sind und nicht durch eine Filterblase auf- oder abgewertet werden. Mir sind alle meine Twitterfreunde gleich wichtig.

Buchtipp: Bond by Design – the Art of the James Bond Films

24. März 2016
Bond by Bond - das Design der James Bond Filme - darauf haben wir Fans gewartet.

Bond by Bond – das Design der James Bond Filme – darauf haben wir Fans gewartet.

Nachdem ich mir Spectre auf Blu ray gekauft habe, habe ich wieder mich wieder mit dem James Bond-Fieber angesteckt. Über Spectre habe ich in diesem Blog eine Filmkritik ausführlich geschrieben. Daher will ich mich jetzt dem Produktion Design der Filme widmen. Noch dazu verstarb der großartige Ken Adam vor kurzem – ein absoluter Verlust. Über meine Gespräche mit Ken Adam werde ich ein anderes Mal bloggen.

Spectre kam auf Blu ray raus und ich schaute ihn mir gerne wieder an.

Spectre kam auf Blu ray raus und ich schaute ihn mir gerne wieder an.

Aber die James Bond-Filme hätten nicht den Charme, wenn es Ken Adam nicht gegeben hätte. Er war für mich der große Meister des Production Design und ein Genie in diesem Bereich. Daher nimmt Ken Adam einen wesentlichen Beitrag im dem Buch Bond By Design: The Art of the James Bond Films ein. Auf dieses Buch habe ich lange gewartet, denn ich wollte die Produktionszeichnungen, die Entwürfe und Skizzen der Bond-Filme gerne betrachten. Lange hat es gebraucht, bis EON die Bilder freigegeben hatte und natürlich habe ich freudig zugegriffen. Gleich vorweg: Ich bin begeistert, habe aber gleichzeitig so meine Probleme.


Begeistert, weil ich endlich in den Bilderwelten von James Bond schwelgen kann. Aber – und hier der Nachteil: Ich will mehr, mehr, mehr. Das Buch reicht mir nicht. Es gibt mir einen schönen Überblick, aber mehr aber auch nicht. Jeder Designer hat seinen Stil und als James Bond-Fan will ich von jedem Film einen solchen Art-of-Band. Was bei Herr der Ringe, bei den Pixar-Filmen u.a. geklappt hat, sollte doch auch bei der großen Marke James Bond gelingen. Pro Film ein Buch, in dem alle Production Designs des jeweiligen Films enthalten sind – das wäre genial.
Nun, bei Bond by Design – the Art of the James Bond Films müssen wir kleinere Brötchen backen und das ist schade. Nun, es sei wie es sei. Im Umschlag des Buches gibt es in einem Umschlag zwei schöne Prints. Einmal die U-Boote vom Spion, der mich liebte und einmal die Werkstatt von Q aus Man lebt nur zweimal.


Verschiedene Production Designer haben bei den James Bond-Filmen mitgearbeitet und jeder hat seinen eigenen, unverwechselbaren Stil und haben die Marke James Bond weiterentwickelt und interpretiert. In dem Buch sind folgende Designs neben Ken Adam berücksichtig: Syd Cain (1918-2011), Peter Murton (1923-2009), Peter Lamont (1929), Allan Cameron (1944) und Dennis Gassner (1948). Gassner schuf auch das Production Design für Spectre. In diesem Buch ist allerdings nur ein Bild von Spectre erschienen – hier haben sich wohl die Produktionszeiten von Buch und Film überschnitten oder es gab Rechteprobleme.
Interessant ist, wie sich das Design der Filme über die Jahre hinweg veränderte. Zu Beginn waren es klassische Zeichnungen. Der Schwung von Ken Adam bei Dr. No ist unverkennbar. Es drehte sich zunächst um Räume – eine klare Spezialität von Ken Adam. Bei Liebesgrüße aus Moskau kommen dann die Storyboards hinzu. Syd Cain leistete hier atmosphärisch dichte Bildabfolgen. Bei Goldfinger zeigte Adam nicht nur ein überzeugendes Fort Knox, sondern auch die ersten Bond-Spielzeuge wie der legendäre Aston Martin, wobei Adam ja ein überzeugter Jaguar-Fahrer war. Den Laser-Raum fand ich so faszinierend, dass ich mir sogar einen Abzug mit Autogramm von Ken Adam gekauft habe.
Später kamen Kostüme hinzu und mehr und mehr technische Abläufe. Die Zeichnungen veränderten sich. Mit Kreide und Wasserfarbe wurde früher gearbeitet, der Marker und Kohle kamen zum Einsatz – in den neueren Jahren kommen digitale Illustrationen hinzu. Letztere empfinde ich als etwas seelenlos, aber ich muss mich noch an die Produktionsmethoden des digiatlen Zeitalters gewöhnen.
Für 007-Fans ist das Buch Bond By Design: The Art of the James Bond Films ein Bilderschatz. Stundenlang blätterte ich durch das Buch und schaute mir immer wieder die Szenen der Bilder auf Blu ray an. Großartiges, was hier geleistet wurde und für mich eine klare Empfehlung an alle Anhängers von James Bond, die mal etwas anderes haben wollen.