Tony Curtis ist tot. Der Schauspieler starb mit 85 Jahren in Hollywood. Ich erinnere mich an viele Rollen von Tony Curtis, aber ein richtiger Fan wurde ich erst durch zwei Filme – und ich muss enttäuschen: Es war nicht „Manche mögen´s heiß“. Mein Tony Curtis war Antoninus. Er spielte 1960 in Spartacus (Oscar-Edition, Special Edition, 2 DVDs) von Meisterregisseur Stanley Kubrick. Der Film war kein üblicher Sandalenfilm, sondern ein früher Kubrick und er beinhaltete einen Skandal. In einer Szene gab es Anklänge von Bisexualität. Antoninus badet Crassus (Laurence Olivier) und soll verführt werden. Ich hab diese Szene erst auf einer restaurierten DVD gefunden. In der TV-Ausstrahlung gab es diese Szene nicht. Den Dialog fand ich hervorragend, wobei Olivier sicher der bessere Schauspieler war. Bei Wikipedia hab ich gelesen: Allerdings war die Szene ohne Ton gedreht worden, da man offenbar davon ausging, sie werde ohnehin der „Zensur“ zum Opfer fallen. Da Olivier aber bereits 1989 verstorben war, synchronisierte Anthony Hopkins Crassus, und Tony Curtis seinen Antoninus. Cool der Satz: „Ich esse Austern und Schnecken!“
In mein Herz hat sich Tony Curtis allerdings mit der Serie „Die Zwei“ gespielt – aber nur in der deutschen Synchronisation. Die Fassungen stammten von Rainer Brandt und waren Schenkelklopfer meiner Jugend. Coole Sprüche, tolle Frauen, starke Autos und Luxus pur. Curtis spiele Danny Wilde, einen US-selfmade Millionär, während Roger Moore den blasierten Lord Brett Sinclair spielte. Aus dieser schönen Polarität US-Proll und britischer Adel entstanden nette Krimis in London und Südfrankreich auf den Bildschirm. Die Mode war bunt, klar es waren die siebziger, die Autos waren flott – so gab es einen Aston Martin DBS und einen Dino 246 GT, der aber nicht mein Fall war. Curtis war in der Serie schon Mitte 40 Jahre, doch kam er bei Die 2 jugendlich rüber.
Zur Erinnerung schau ich mir Spartakus an und kram die besten Folgen von „Die Zwei“ noch mal auf DVD raus. Die besten Folgen waren für mich „Schwesterchens Muttermal“, „Der Lord ist fort“ und „Seine Lordschaft Danny Wilde“.
Es wird ernst: Sir Ridley Scott will sich wirklich wieder an Alien wagen. De Info geht schon seit Anfang des Jahres durch Netz, doch nun wird es konkreter, Nachdem im Oktober 2010 die Alien Anthology (Facehugger Edition) [Blu-ray] auf den deutschen Markt kommen wird, steht uns jetzt wieder ein neuer Teil ins Haus, sogar ein Zweitteiler, wie manche Seiten behaupten. Wie es heißt, soll Alien 5 im Oktober 2011 in die Kinos kommen. Gedreht ist aber freilich noch nichts, weil noch nicht einmal eine Handlung da ist. Wie aus Hollywood bekannt wurde, soll Damon Lindelof ein Drehbuch verfassen. Lindelot ist ein Profi, zeigte er doch mit den Drehbücher zur Lost-Serie, dass es möglich ist, sechs Staffeln lang die Spannung aufrecht zu erhalten. Durch die jüngste Star Trek-Produktion kennt Lindelof das Filmproduktionsgeschäft rund um Blockbuster.
Doch braucht die Welt wirklich einen neuen Alien-Film? Als 1979 Alien in die Kinos kam, stand ich vor dem örtlichen Lichtspieltheater und las fasziniert die Unterzeile: „Im Weltraum hört dich niemand schreien.“ Ich mogelte mich als kleiner Knirps ins Kino und stellte fest: Im Kino hört dich jeder schreien. Der Film war entsetzlich – und das meine ich ausdrücklich positiv. Der Film von Meister Scott war der Hammer, er fegte mich vom Stuhl und er tut es noch immer. Er ändere mein Weltbild in Bezug auf Science Fiction und Horror. Und auch auf Setdesigns. Das Raumschiff Nostromo war kein glänzender Sternenkreuzer, die bösen Außerirdischen waren wirklich erschreckend und das Setdesign der Space Jockeys war faszinierend. Damals lernte ich das Werk von H.G. Giger schätzen und das gilt bis heute. Giger war immer wieder für Schöpfungen der abartigen Art bekannt – leider wurde nie auf seine Werke bei der Verfilmung von Dune zurückgegriffen. Species war von der Ausstattung und der Hauptdarstellerin schön anzusehen, aber das war es auch dann schon.
Die Fortsetzungen von Alien waren gemischt: Alien II war ein schönes Geballer und gar nicht so schlecht. James Cameron lieferte solide Kost ab. Teil III von David Fincher war verstörend und auf seine Art großartig. Hauptdarstellerin und Monster gaben den Löffel ab – gut so. Teil IV von Jean-Pierre Jeunet war der letzte Mist – alles war konstruiert und die Vfx waren erbärmlich. Dann gab es noch grausame Line Extensions Alien vs. Predator 1+2 [Blu-ray] in Form von zwei Teilen – kompletter Dreck. Alien-Fans wandten sich mit Grausen ab.
Doch nun die Nachricht: Sir Ridley Scott will wieder für Alien die Regie führen. Fox macht natürlich ein Staatsgeheimnis daraus. Nur soviel: Es soll Licht hinter die Vorgeschichte von Alien bringen. Wie kapern die Aliens das unheimliche Raumschiff, das auf das LV-426 abstürzt und auf das später die Besatzung der Nostromo stößt? Und es soll endlich die Geschichte des Space Jockeys erzählt werden. Und Roger Christian, Art-Director von 1979, verriet in einem Interview, dass Alien 5 in Stereo 3D gedreht werden soll.
Wer den Eisbär vor der Kamera hat, sollte gutes Material haben.
Bei den sommerlichen Temperaturen über Eisbären zu schreiben ist wohl etwas daneben, aber dennoch mache ich es. Als digitaler Journalist bin ich natürlich oft mit der Videokamera unterwegs und ich nutze als Ausrüstung (Stativ und Kopf) die Sachen von Manfrotto. Für den Semi-Pro-Bereich reicht die Ausrüstung aus, doch wenn die Produktion größer wird, dann ist wohl die Ausrüstumng von Sachler angebracht. Vor kurzem bin ich auf eine schöne Userstory gestoßen. Der Kameramann, Tierfilmer und Abenteurer Andreas Kieling drehte wochenlang auf Spitzbergen Eisbären in ihrer natürlichen Umgebung. Dabei gelangen ihm einmalige und außergewöhnliche Aufnahmen. Der Dreh der Dokumentation nördlich des Polarkreises stellte hohe Ansprüche an Mensch und Technik.
Andreas Kieling aus Deutschland ist Förster, Fotograf und Kameramann. Vor allem aber ist er eines: Abenteurer. Fasziniert von Tieren, reist er an die entlegensten Orte der Welt, um bedrohte Arten aufzuspüren. Seine Auftraggeber, wie der National Geographic Channel, BBC, ARD oder ZDF, danken es ihm, denn Andreas Kieling ist mit seiner Kamera immer ganz nah dran. Er ist schon zusammen mit einem Grizzlybären getaucht und hat als Erster Eisbären bei der Paarung gefilmt. „Die Eisbären haben mir ganz wesentlich dabei geholfen, mich als Tierfilmer zu etablieren. Ich bekam Szenen vor die Kamera, wie sie bis dato noch nie gedreht geworden waren, zum Beispiel Interaktionen zwischen Schlittenhunden und Eisbären. Eisbären, die im Eiswasser schwimmen, die Eisdecke durchbrechen und auftauchen. Die Redakteure waren schwer beeindruckt, als sie das Material sahen, so Andreas Kieling.
Der Dokumentarfilmer liefert lebendige Bilder, die eine besondere Geschichte erzählen. Ein Gefühl für draußen und der unbedingte Wille, sich den Tieren anzunähern – was mitunter Monate in Anspruch nimmt – sind entscheidende Eigenschaften von Andreas Kieling. Immer auf der Suche nach neuen Perspektiven für die Zuschauer fängt er außergewöhnliche Szenen ein, die überraschen und mitreißen. Beim Dreh an abgelegenen Orten muss er sich auf seine Ausrüstung zu 100 Prozent verlassen können: „In der Wildnis kann ich mir keinen Ausfall leisten. Es gibt mir Sicherheit, wenn ich weiß, auf das Equipment ist Verlass. Ob die Tiere mitspielen, ist ein anderes Thema, meint der Naturfilmer. Sein Handwerkszeug darf auch nicht zu viel wiegen: „Ich muss Gewicht sparen, also ein kompaktes Stativ und eine kleine Kamera einpacken – sonst komme ich gar nicht auf den Berg, wo der Gorilla zu Hause ist. Das Speedlock Stativ von Sachtler ist super: schnell drehfertig und sehr präzise. Alles in allem trage ich ungefähr 35 Kilo.“
Andreas Kieling ist ein harter Brocken und Kameramann.
Andreas Kieling ist bei den meisten seiner Expeditionen mit einem nur dreiköpfigen Team unterwegs – einem zweiten Kameramann, der ihn selbst beim Filmen der Tiere aufnimmt und einem Crewmitglied für den Ton. „Ich möchte das Interesse für die Natur wecken, den Zuschauer an die Hand nehmen und dafür interessieren, dass sie schützenswert ist“, erklärt der Kameramann seine Motivation. Für seine Dokumentationen arbeitet er unter Extrembedingungen, Sandstürme, Raureif, starke Hitze oder klirrende Kälte sind keine Seltenheit. „Sachtler Köpfe sind sehr robust, auch in extremen Temperaturbereichen. Bei Minus 52 Grad Celsius ist der Mensch am Limit.“ Respekt an Andreas Kieling, aber bei Minus 52 Grad Celsius kann mir der Eisbär gestohlen bleiben.
Immer wieder werde ich von Pixar-Fans gefragt, was ist denn das für eine Lampe, die im Vorspann der Pixar-Filme auftaucht? Es ist die L-1 von LUXO, die 1986 auf dem Schreibtisch von John Lasseter stand und die Grundlage des Erfolgs des Animationsunternehmens ist. Lasseter schaffte es in dem Oscar-nomminierten Kurzfilm „Luxo Jr.“ der Lampe einen Charakter zu geben und das war entscheidend für den Erfolg von Animationsfilmen.
Ich will mich aber heute auf die Geschichte der ursprünglichen Lampe konzentrieren, die eine große Rolle für den Erfolg von Pixar hatte und hat. Die Architektenleuchte L-1 des norwegischen Herstellers LUXO ist auch nach über 70 Jahren noch so erfolgreich wie bei der Markteinführung 1937. Hochwertige Qualität und lange Haltbarkeit zeichnen die symmetrische Arbeitsplatzleuchte aus. Ehemals nur in Schwarz und Weiß erhältlich, erstrahlt die L-1 heute auch mit einem Leuchtenkopf aus farbigem Glas in Opal, Grün oder Blau.
Wenn es eine Arbeitsleuchte bis in die Wohnzimmer und vor allem auf die Filmleinwand schafft, kann es nicht nur daran liegen, dass sie besonders ausgewogenes Licht spendet – sie muss wohl auch gut aussehen. Die Architektenleuchte L-1 von LUXO hat den Schritt vom ehemaligen kranähnlichen Aussehen zur attraktiven Leuchte geschafft. Ob In Schwarz, Weiß, Lichtgrau oder Chrom, mit Metallic-Optik oder mit Reflektor aus farbigem Glas: Dank der Verfeinerung durch Jac Jacobsen, Fabrikgründer LUXO, im Jahr 1936 und der kontinuierlichen Weiterentwicklung ist die L-1 bis heute die am meisten verkaufte Leuchte der Welt.
Der variable Leuchtenarm wird mit Spiralfedern im Gleichgewicht gehalten, ähnlichen wie bei dem Zusammenspiel der Muskeln des menschlichen Arms. Die parallelgeführten Vierkantprofile vom unteren und oberen Trägerarm der Leuchte, in Kombination mit Spezialgelenken und Spannfedern garantieren eine ständige horizontale Ausrichtung des Leuchtenkopfes. So entsteht eine Spannkraft, welche den Leuchtenkopf immer in der gewünschten Position belässt. Ich bin ein Fan der alten Glühbirne, aber ich muss mit der Zeit gehen: Eine Energiesparlampe mit 11 Watt lässt die L-1 ganz ökologisch im neuen Licht erstrahlen.
Seit dem Frühjahr 1937 produzierte und vermarktete LUXO (abgeleitete aus dem lateinischen „Ich gebe Licht“) diese Leuchte. Seit dieser Zeit ist die L-1 mit allen begehrten Design Awards ausgezeichnet worden, wie beispielsweise dem „Classic Award for Design Excellence“ (Norwegian Design Council) oder dem SMAU Industrial Design Award 1974. Bereits im Jahr 1954 setzte das Illinois Institute of Technology Fortune die Arbeitsplatzleuchte auf die Liste der 100 besten Produkte, die je gefertigt wurden. Bis heute stellen viele Museen die L-1 als Beispiel für klassisches Leuchtendesign aus. Und nach all der Recherche zur L-1 steht fest: ich schmeiß meine Ikea-Lampe raus und kauf mir eine L-1. Ich bin auf den Geschmack gekommen, nicht zuletzt durch ein nettes Tango-Video der Lampe.
Große Wegwerfen ist gerade im Keller angesagt. Es fielen Hunderte von VHS-Videotapes auf den Müll. So entdecke ich beim Ausmisten ein paar Schätze, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Und ich habe mir auch die Frage gestellt: Was ist eigentlich die beste Stephen King Verfilmung? Einstmals war ich ein großer King-Romane-Fan. Aber bei den Verfilmungen herrschte meist große Enttäuschung. Die Filme waren meist durchschnitt und brauchten nicht den Horror der Bücher in meinen Kopf. Wenn ich ehrlich bin, gab es für mich persönlich nur drei gute King-Verfilmungen. Und diese sind:
Shining (1980)
Dead Zone (1983)
Carrie (1976)
Shining ist meine Lieblings-King-Verfilmung.
Natürlich ist Shining von Meister Kubrick mein Liebings-King. Hier stimmt einfach alles, wenngleich in der Europa-Fassung eine halbe Stunde fehlt. Beim nächsten USA-Besuch werde ich mir die Komplettfassung auf Blu ray kaufen. Die Regiearbeit von Kubrick ist der Hammer: Schauspieler, Musik, Kamera, Licht, Set, Drehbuch – alles passt zusammen und dieser Film erzeugte bei mir wirklich Angst, auch wenn Autor Stephen King mit dieser Verfilmung nicht einverstanden war. Ich bin es. Shelley Duvall wurde von Kubrick in den Wahnsinn getrieben und dieser Film zeigt diese Pein schlechthin. Ab und zu ertappe ich mich dabei, dass ich auch „Here’s Johnny“ rufe.
Dead Zone ist Cronenbergs Beitrag in Sachen King-Verfilmungen.
Das Plakat von „Dead Zone“ hing bei mir als Jugendlicher eine Zeitlang im Zimmer. Es zeigte Christopher Walken mit dem Gewehr. Buch und Film langen nahe beieinander und die Regie von Terrorpapst David Cronenberg ist im Stil seiner kalten kanadischen Filme: Reduziert, kalt, ruhig und voller Emotionen. Eine Gabe ist ein Flucht – das kam in dieser unaufgeregten Verfilmung genial herüber. Leider habe ich bis heute nur drittklassige Veröffentlichungen auf DVD und werde daher meine Original-VHS-Cassette nicht wegwerfen. Christopher Walken spielt sich mit diesem Film in die Liga meiner Lieblingsschauspieler.
Ekel und Mitleid herrschen in Carrie vor.
Carrie von Brian de Palma war ein tolles Beispiel der siebziger Jahre. De Palma, der eigentlich ein Hitchcock für Arme war, zitierte immer wieder sein Idol. Anspielungen auf die „Bates High School“, die am Ende in Trümmer aufgeht, sind absichtlich. Schauspieler wie John Travolta und Sissy Spacek spielten in diesem ersten King-Roman aus dem Jahr 1974. Es gab schöne Filmeffekte wie die geteilte Leinwand und eine bezaubernde Piper Laurie spielte alle an die Wand. Schaurig schön war auch der Schockeffekt am Ende des Films, der später wieder bei American Werwolf aufgenommen wurde.
Ich bin mal gespannt, ob es andere King Fans mit anderer Meinung gibt.
Irgendwie ärgert es mich. Da ist in Sachen 3D in Deutschland das ganze Jahr über nicht viel los und dann sind gleich zwei hochkarätige Veranstaltungen fast zeitgleich: die FMX in Suttgart und die RTT Conference in München. Über letztere werde ich separat noch bloggen.
In Stuttgart startet das große Trio: FMX 2010, the 15th Conference on Animation, Effects, Games and Interactive Media, das Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart und die Finanzierungs-Plattform Animation Production Day.
Zahlreiche Referenten der FMX 2010 am 4. bis 7. Mai wurden mit den wichtigsten Auszeichnungen der Branche bedacht. So war eine Session mit Joe Letteri, Senior Visual Effects Supervisor von „Avatar“, der frischgebackene Gewinner des Oscars für die besten Visual Effects sowie dreier Awards der Visual Effects Society (VES) nach Stuttgart, geplant, Leider hat er wieder abgesagt, für Ersatz ist aber gesorgt, siehe unten. Die Annie Awards auf der FMX vertritt Bruce Smith für die neue Disney-Variante des Froschkönigs, Küss den Frosch. Stereoscopic Supervisor Bob Whitehill repräsentiert den mit einem Oscar für den besten Animationsfilm ausgezeichneten „Oben“; zudem beteiligt sich Pixar wieder am Recruiting auf der FMX. Und last but not least wird der für einen Oscar nominierte „Das Kabinett des Dr. Parnassus“, der letzte Film mit Heath Ledger, durch Paul Docherty auf der FMX vertreten sein. Ich habe „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ geliebt und freu mich gerade über diesen Film mehr zu erfahren.
Die FMX bietet nicht nur ein außerordentlich reichhaltiges Vortragsprogramm. Die Masterclasses bieten die Gelegenheit, direkt bei den ganz Großen in die Lehre zu gehen. 2010 unterrichten unter anderem Kevin Todd Haug („Ein Quantum Trost“, „Drachenläufer“, „Fight Club“) zum Thema „VFX Design & Supervision“, Autor und VFX-Spezialist Joseph Gilland mit „Elemental Magic – The Art of Special Effects Animation“ und natürlich FMX-Veteran Ed Hooks mit seinem legendären Seminar „Acting for Animators“. Außerdem gibt es Tipps von Side Effects Software: „Go Procedural with Houdini“. Houdini spielte bisher in Europa keine große Rolle. Die Software leistet gewaltiges, war aber recht kompliziert bei der Bedienung.
Interessant ist dieses Jahr die Haltung von Autodesk. Nachdem man den Markt ziemlich aufgerollt hat, ist der Big Player dieses Jahr nur durch Händler vertreten. Ich verstehe die Politik von Autodesk im 3D-Bereich nicht. Wahrscheinlich ist die Abteilung Media & Entertainment für die Europaverantwortlichen in London nicht mehr wichtig und muss sich den großen Schwestern Architektur und CAD unterordnen. Im vergangenen Jahr hat Autodesk die Media & Entertainment-Abteilung in Deutschland eingedampft und alles auf die Insel verlagert. Deutschland darf so gut wie nichts mehr entscheiden und London ist fern von Stuttgart. Einen ähnlichen Schritt hat man vor Jahren auch schon mal gemacht und dann wieder alles aufgebaut. Ende Mai gibt es den Pressetag von Autodesk. Da gibt es sicher mehr zu berichten.
Ich freu mich schon auf die FMX und auf das Gespräch mit Kollegen und hab ein paar Treffen unter anderem mit NIVIDA. Es gibt sogar ein kleines Twittertreffen am Rande. Natürlich werde ich auch das ein oder andere Gespräch für den animago AWARD führen, der im Herbst diesen Jahres in Babelsberg stattfindet.
Update (3. Mai 2010): Joe Letteri hat abgesagt. Allerdings hat die fmx gerade zu „Avatar“ trotzdem üppig Beiträge. Darunter auch von dem mindestens ebenso renommierten John Bruno, Oscar-Preisträger und 6x nominiert. Er hat seit anno dunnemals die Effekte für James Cameron gemacht und hält am Mittwoch einen
Vortrag zu „From Abyss to Avatar“. Außerdem gibt es am Freitag dann auch noch drei weitere Vorträge zu „Avatar“, von Weta- und ILM.
Captain Future soll ins Kino kommen. Als diese Meldung durch die Kino-Blogs ging hab ich mich riesig gefreut. Captain Future war ein Held meiner Jugend und ich verpasste als Kind keine Folge der spannenden Zeichentrickabendteuer. Anders als Heidi, Wickie oder andere Zeichentrickserien waren der Captain wohl ausschließlich für uns Jungs gemacht. Ich kannte kein Mädchen, das sich von den Abenteuern angezogen war. Die Crew hatte für jeden etwas: Prof. Simon Wright – das lebende Gehirn, war wohl für den Intellektuellen, Grag der starke Mann bzw. Roboter, Otto war für den schlichten Humor zuständig, der weise alte Mann Ezella Garnie und die flotte und zugleich schüchternde Joan Landor. Aber über allem stand natürlich der Captain. Ja, so funktionieren Boy-Groups, jeder hat eine Rolle zu spielen und ich liebte es. Vielen Dank an Toei Animation, die Ende der siebziger Jahre die Anime-Serie auf die Mattscheibe brachte. Leider war die deutsche TV-Version geschnitten, denn wenn ich mir heute die Folgen auf DVD Captain Future – DVD Collection 1 (4 DVDs) und Captain Future – DVD Collection 2 (3 DVDs) anschaue, dann packt es mich. Ich glaub Jugendschützer liefen damals gegen die Serie Sturm, die im ZDF gezeigt wurde. Ursprünglich produzierten die Japaner unseren Captain Future für das Abendprogramm.
Ich liebte auch die deutsche Musik von Christian Bruhn. Den Soundtrack Captain Future kaufte ich mir Jahre später und höre ihn noch immer gerne. Als ich auf einen meiner USA-Reisen mal Captain Future im US-Fernsehen sah, war ich enttäuscht. Es lag nicht an der – für mich falschen Stimme – sondern es lag an der falschen Musik. Der internationale Markt hat wohl von der genialen Musik von Christian Bruhn nichts mitbekommen. Das ist schade und ich hoffe, dass er zumindest bei der anstehenden Kinoversion den Score beisteuert.
Chancen dazu hat er, denn Regie führt auch ein Deutscher: Christian Alvart, Regisseur von „Antikörper“ und „Pandorum“, soll den Film in Szene setzen. Beide Filme haben mich nicht vom Hocker gehauen, also Alvart reiß dich zusammen und versau hier nicht meine Jugend. Er sagte in einem Interview: „ Wir entwickeln Captain Future als eine große, amüsante Weltraum-Oper für die ganze Familie – in der Hoffnung, dieselbe Begeisterung, die ich empfand, als ich den Weltraum durch die Augen des Captains erkundete, auf der Leinwand erneut zu kreieren.“
Doch wer wird den Captain spielen? Wahrscheinlich wieder so ein Jungstar, dessen Name ich schon gleich vergessen habe. Grag, Otto und Simon werden wohl von CGI dargestellt. Besonders Otto kann sich durch aktuelle Morphing-Technik schön verändern.
Die Originalromane von Edmond Hamilton Edmund Hamilton: Das Erbe der Lunarier – Captain Future habe ich nie gelesen. Ich glaube es gibt 17 Stück. Wahrscheinlich ist es kein Verlust. Aber ich habe gerne Captain Future gespielt. Ich hatte die Comet, das Raumschiff des Captains als Metallmodell und die Comet liegt noch immer im Keller. Leider verloren habe ich das Brettspiel „Captain Future – Die Eroberung der Planeten“. Hier war ich ungeschlagen. Entweder spiele ich in meiner Jugend Risiko oder eben Captain Future.
Einen gänzlich anderen Weg der Auseinandersetzung mit den Bildern von Metropolis schlug 1984 der Komponist Giorgio Moroder ein. Anstatt eine weitere historische oder kritische Perspektive zu eröffnen, interpretierte Moroder Fritz Langs Vision bewusst als 80-minütiges Bild- und Musikerlebnis. Er kombinierte Standfotos der verschollenen Szenen mit den überlieferten Szenen, so dass die Fehlstellen möglichst verschleiert wurden. Ganze Sequenzen ließ er entsprechend der jeweiligen Atmosphäre einfärben und unterlegte sie mit Synthesizermusik; Songs von Bonnie Tyler, Queen und Jon Anderson unterstreichen die Dramatik der Handlung.
Diese Form der zeitgenössischen Auseinandersetzung mit historischem Filmmaterial erschloss Fritz Langs Filmklassiker weltweit erstmals einem breiten und vor allem jungen Publikum. Von Archivaren und Historikern kritisch aufgefasst, gab diese Neumontage Film- und Kulturwissenschaftlern gleichzeitig Anlass, über Praktiken historischer Filmaneignung nachzudenken. Filmrestaurierung dokumentiert nicht nur den jeweiligen technischen Stand der fotochemischen oder digitalen Restaurierungstechnik, sondern anhand des Umgangs mit den Lücken der Überlieferung auch die Entwicklung einer Ethik der Restaurierung.
Die CSU–Landtagsfraktion hat einen interessanten Wettbewerb für Filmer ausgeschrieben. Unter dem Motto „Film ab für Bayerns Zukunft“ sucht die Partei interessante Kurzfilme bis 5 Minuten, die sich mit der Zukunft des Freistaats befassen. Mitmachen dürfen a) alle Bayern und b) Filmer, die unter 35 Jahre alt sind. Das zweite Kriterium ist mein persönliches Ok-Kriterium. Aber dennoch möchte ich alle Filmer auf diesen Wettbewerb hinweisen. Schließlich gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 5000 Euro zu gewinnen, also gar nicht schlecht.
Die Bewertung findet in den zwei Kategorien -Schüler und Studenten bis 20 Jahre- sowie -Studenten und junge Filmschaffende bis 35 Jahre- statt. Der Einsendeschluss ist der 11. Juni.
Dieser Filmpreis wurde im Rahmen einer Veranstaltung „Film in der Schule“ vorgestellt. Filmemacher erzählen Geschichten und entwickeln Visionen. „Diese Kreativität wollen wir fördern. Daher hat die CSU-Landtagsfraktion in diesem Jahr einen Videofilmpreis für Schüler, Studenten und junge Filmschaffende ins Leben gerufen“, sagte mir der ehemalige Medienminister und heutige medienpolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion Eberhard Sinner.
Lego und Pixar sind eine ideale Verbindung. Und was bei Lego Star Wars geklappt hat, sollte bei Pixar auch funktionieren. Deshalb gibt es ab Juli drei neue Lego Sets rund um Toy Story 3. Jetzt gilt es das Thema am Köcheln zu halten Bund die Öffentlichkeit immer wieder mit Aktionen zum Thema Toy Story zu versorgen.
So auch unlängst als von 2. bis 6. April insgesamt 165.888 Lego-Steine im Cinecitta Kino in Nürnberg von den Besuchern zum großen Toy Story 3 Lego Mosaik verbaut wurden. Auf einer Gesamtfläche von 4,6 x 2,3 m erstrahlten Cowboy Woody, Space Ranger Buzz Lightyear und all die anderen Spielzeuge in vollem Glanze. Ich war leider nicht dabei, aber mein Kollege Michael machte ein Foto mit seinem iPhone bei einer Aktion im Münchner Mathäser-Kino, wo Buzz gerade entsteht.
Eine der Stationen wird am 30. Juni auch Berlin sein, wenn Regisseur Lee Unkrich und Produzentin Darla K. Anderson zu Gast sind, um Toy Story 3 der deutschen Presse vorzustellen. Ich hoffe sehr, dass ich mit dabei sein darf, schließlich ist Pixar meine Welt und Toy Story 1 hat mich damals im Kino weggeschossen. Ja geht denn das? Ein Film aus einem Computer?
Genau 11 Jahre nach ihrem letzten erfolgreichen Kino-Abenteuer spielen die beliebten und smarten Helden aus Toy Story diesen Sommer wieder ganz groß auf: TOY STORY 3, der dritte Leinwandauftritt von Cowboy Woody, Space Ranger Buzz Lightyear und ihrer Spielzeug-Gang, ist zugleich der 11. abendfüllende Spielfilm der Erfolgsschmiede Disney/Pixar.