Posts Tagged ‘Eberhard Sinner’

Krawatten-Hoff: Paradies für Fliegen- und Krawattenträger in München

2. November 2015

Der ehemalige Landtagsabgeordnete Eberhard Sinner brachte mich über Twitter auf die Idee: wo kauft man in München stilecht Krawatten und Fliegen? Ich liebe schließlich Fliegen. Ich habe sie nahezu zu meinem Markenzeichen in meinem Berufsleben als Referent, Berater und Redner gemacht. Bekannte Fliegenträger aus meiner Jugend waren unter anderem der Bundesforschungsminister Heinz Riesenhuber oder die Politiker Hans Klein und der Österreicher Wolfgang Schüssel.

In den Geschäftsräumen von Krawatten-Hoff in München.

In den Geschäftsräumen von Krawatten-Hoff in München.

Natürlich kann ich meine Fliegen in jeden x-beliebigen Warenhaus einkaufen, aber sie sind in der Regel langweilig. Außer ein paar Standardfarben und Standardmuster gibt es nichts. Dabei mag ich doch so gerne ausgefallene Fliegen. Ein paar coole hatte ich mal in New York gekauft, aber Big Apple ist ein wenig weit nur für Fliegen. Also musste ein Fachgeschäft in München her.


Eberhard Sinner gab mir den Tipp von Krawatten-Hoff in der Marxburg Straße 4 im Zentrum von München. Im Innenhof, hinter einem Zinnsoldatenladen versteckt, ist das Paradies für Fliegen- und Krawattenträger. Von außen und auch von innen macht der kleine Laden nicht viel hier. Allerdings hat es Krawatten-Hoff in sich. Die Beratung ist fantastisch und das Sortiment hat eine unglaubliche Tiefe und Breite, alles versteckt in Schubladen. Die Geschäftsinhaberin, Elisabeth Maier (stilecht mit aier) aus Niederbayern, holt aus Hunderte von Schubladen genau das Richtige hervor. Nach kurzer Beschreibung, was ich suche, hat sie genau gewusst, was ich brauche. Die Auswahl an schönen und hochwertigen Accessoires ist einfach umwerfend. Aber im Vordergrund steht die Beratung. Elisabeth Maier gibt immer wieder Tipps und macht Vorschläge, was zum Stil des Kunden passen könnte. Und siehe da, sie hat in der Regel recht. In meinem Falle hat sie mir geholfen, für ein hochwertiges Tweedjacket die richtige Fliege zu finden. Ich hätte freilich zu einer brauen oder moosgrünen Fliege greifen können, jetzt bin ich mit einer Paisley gemusterten Fliege herausgekommen. Zu Hause angekommen stellte ich fest, die erworbene Fliege passt zu 100 prozentig zu meinem Jacket.

Das Schaufenster von Krawatten-Hoff in München.

Das Schaufenster von Krawatten-Hoff in München.

Persönlicher Nachruf über Helmut Dietl

31. März 2015

Ein Stück Münchner Seele ist mit dem Tod von Helmut Dietl von uns gegangen. Der große bayerische Regisseur und Drehbuchautor starb gestern im Alter von 70 Jahren.
Seine Filme haben mich sehr beeinflusst und viele Dialoge sind in meinen Sprachgebrauch übergegangen. Die Zeilen aus der Feder von Dietl sind in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen.
Als gelernter Zeitungsmann zitierte ich oft zum Spaß die Sprüche vom Baby: „Wer reinkommt, das bestimm’ ich.“ oder „Edda schreib!“ Ich witzelte mit einem Kollegen immer wieder die Überlegungen vom Monaco „Wo tät jetzt so eine wohnen?“ und „ich bin ja in der italienischen Angelegenheit unterwegs“. Mir lag einmal bei einer Polizeikontrolle und der Frage nach Alkohol der Ausspruch vom Monaco auf der Zunge: „Ja freilich, was sonst“ – aber ich hab mich nicht getraut. Und in Bayreuth muss ich immer wieder an den Monaco denken, wenn ich mit den Bildungsbürgern über Wagner diskutiere: „Ein rechter Scheissdreck war’s. Altmodisch bis provinziell war’s. Des war’s!“ Schtonk! hielt uns den Spiegel äh Stern vor und Rossini brachte mich auf die Namensidee als Vater.
Jetzt werden in den Gazetten viele Nachrufe verfasst und über die Bedeutung brauche ich mich nicht weiter zu äußern. Dietl war einer der ganz Großen des deutschen Films – nicht mehr, nicht weniger. Lieber Herr Dietl, meine Heimatstadt München hat Ihnen viel zu verdanken und ich wandle in Schwabing gerne auf Ihren filmischen Spuren.
Aber mit den Münchner Medien hatte er am Ende gebrochen. Es ist bezeichnend, dass Dietls Tod von der Hamburger Wochenzeitung Die Zeit als erstes gemeldet wurde. Ihr hatte er auch ein Exklusivinterview über seine tödliche Krankheit gegeben. Die Süddeutsche Zeitung aus München hat ihn so mit seiner bescheuerten Kritik über Zettl geärgert, dass er mit der Münchner SZ brach, was ich absolut verstehen kann. Hier wollte sich die SZ in ihrer hochnäsigen Art mal wieder über andere erheben.

Eberhard Sinner mit Helmut Dietl beim CSU-Filmgespräch.

Eberhard Sinner mit Helmut Dietl beim CSU-Filmgespräch.

Ich selbst habe Helmut Dietl ein paar Mal getroffen. Zum ersten Mal im Juli 2012 bei einem CSU-Filmgespräch. Dort saß er in einem Leinenanzug auf Einladung von Simon Rehak auf dem Podium. Der ehemalige bayerische Medienminister Eberhard Sinner sprach mit ihm. In der anschließenden öffentlichen Fragerunde diskutierten wir über Downloads seiner Filme. Damals zeigte ich mich mit meinem Kollegen Thomas Gerlach enttäuscht, dass es Kir Royal und Monaco Franze nicht als Download bei iTunes oder Amazon gab, sondern nur auf klassischen DVDs. Mein Kollege Thomas Gerlach hat in seinem Nachruf über das Gespräch gebloggt. Die Rechteinhaber wollten dies nicht, sagte er uns.

Helmut Dietl gab mir ein Autogramm auf mein iPad.

Helmut Dietl gab mir ein Autogramm auf mein iPad.

Nach dem Filmgespräch sprachen wir unter sechs Augen weiter. Dietl war nicht im digitalen Zeitalter angekommen, verwechselte auf dem Podium Wikileaks mit Wikipedia. Und erst bei dem persönlichen Gespräch anschließend taute er auf. Das Eis brach eine Bemerkung von mir, dass ich meine Tochter nach einer seiner Filmfiguren benannt habe. Das hat ihn wirklich berührt und er blickte mir tief in die Augen, bedankte sich und schüttelte mir die Hände. Er gab mir auf mein iPad ein Autogramm für K2.

Ein Autogramm für K2

Ein Autogramm für K2

Leider konnte ich ihn dieses Jahr nicht mehr treffen. Ich hätte die Chance gehabt, mich von ihm zu verabschieden. Mein Kollege Artur Kolbe hatte für die HSS eines seiner hervorragenden Filmgespräche mit Helmut Dietl organisiert. Ich sollte den Termin dokumentieren, aber mir kam ein anderer Auftrag dazwischen. Ich verpasste Helmut Dietl und darüber ärgere ich mich. Artur Kolbe besorgte mir daher ein mir gewidmetes Autogramm von Helmut Dietl, auf das ich sehr stolz bin. Dannach gab es keine Gelegenheit mehr.

Eines der letzten Dietl-Autogramme.

Eines der letzten Dietl-Autogramme.

Vielen Dank Helmut Dietl für die ganzen Filme, für die stundenlange Unterhaltung und für die Inspiration. Ich möchte es mal mit dem Monaco sagen. „A bisserl was geht immer …“ Wenn das mal kein Lebensmotto ist.

Computerspiele und Medienkompetenz

18. Mai 2011

Vor kurzem war ich Teilnehmer einer Podiumsdiskussion bei der Hanns-Seidel-Stiftung zum Thema Computerspiele und Medienkompetenz. Dies ist der Seminarbericht des Moderators Karl Heinz Keil, der unlängst auf der HSS-Website veröffentlicht wurde. Ich habe von dem Event Videos gedreht und bei YouTube eingestellt, damit sich alle von der Qualität der Veranstaltung einen Eindruck machen können.

Sind Computerspiele ein neues Kulturgut, ein purer Spaßfaktor oder womöglich nur ein digitales Suchtmittel? Dieser Frage gingen Experten bei der Podiumsdiskussion „Computerspiele und Medienkompetenz“ am 5. Mai 2011 im Konferenzzentrum München nach. Am Rande der Veranstaltung bestand die Möglichkeit – an Konsole, Laptop oder iPad – Spiele auszuprobieren. Verschiedene Aussteller präsentierten im Foyer Computerspiele, darunter auch kleinere Unternehmen, die ihren Sitz in Bayern haben.

Ob mit Maus und Tastatur vor dem heimischen PC, per Spielekonsole oder auf dem Handy: Durch die Möglichkeiten der digitalen Technologien wird das Angebot immer vielfältiger. So vielfältig das Ange bot ist, so vielfältig sind die Meinungen. Oft stehen die nega tiven Wirkungen im Fokus der Öffentlichkeit. So sind die Auswirkungen von Gewalt in Computerspielen Gegenstand kontroverser Diskussionen. Manchmal werden Computer spiele auch als süchtig machendes elektronisches Spielzeug mit bloßem Unterhaltungswert ohne Inhaltsvermittlung betrachtet. Andere Studien verweisen auf positive Effekte. Demnach wirkte sich das Erlernen neuer Computerspiele positiv auf die Fähigkeiten von Schülern beim Lösen von Problemen sowie auf deren Fingerfertigkeit aus. Oder sind Computerspiele gar als neue Kunstform neben Film, Musik, bildender Kunst zu akzeptieren? Es gibt bereits Staaten wie Südkorea in denen sich eine bedeutende Kultur rund um Spiel und Spieler gebildet hat. Diese kontroversen gesellschaftlichen Beobachtungen waren Anlass zu einer Abendveranstaltung, die ein möglichst objektives Bild der Thematik „Computerspiele“ zeichnen wollte. Dazu war es hilfreich, dass auch vor und nach der Veranstaltung verschiedene Unternehmen ihre Produkte präsentierten und die Möglichkeit bestand einmal selbst zu spielen.

In seinem Eingangsstatement plädierte der ehemalige Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und jetzige medienpolitische Sprecher der CSU, Eberhard Sinner, für ein normales Verhältnis zum Thema Computerspiele. Sinner warb gleichzeitig dafür, nicht nach jedem Amoklauf sofort nach neuen Gesetzen zu rufen. Medienkompetenz sei gefragt! Ein Begriff, den alle Diskutanten immer wieder zitierten. Computerspiele seien inzwischen auch ein Kulturgut, so wie das Medium Film. Sinner verwies in diesem Zusammenhang auf den Deutschen Computerspielpreis, der am 30. März 2011 bereits zum dritten Mal von den Branchenverbänden BIU e.V. und G.A.M.E. e.V. gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, verliehen wurde.

Die mit diesem Preis verbundene wirtschaftliche Bedeutung und die umfangreichen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten – vom Programmierer bis zum Designer – verdeutlichte neben Sinner auch die Managerin des Clusters audiovisuelle Medien, Barbara Schardt, die mit vielen Aktivitäten in Bayern versucht, die Bedeutung der Branche in der Öffentlichkeit zu verankern.

Verena Weigand, Referentin für Jugendschutz und Medienpädagogik der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), bejahte zwar Problempotenziale von Computerspielen: Gewalt, auch politischer Extremismus und Pornographie seien in Ihrer täglichen Arbeit ein Thema. Bei strafrechtlich relevanten Kriterien, hänge es aber eher am Vollzug der Gesetze als an den Gesetzen selbst. Bei Jugendgefährdung gäbe es das Mittel der Indizierung mit Vertriebs- und Werbebeschränkungen. Bei vermuteten Entwicklungsbeeinträchtigungen, seien die Altersstufen ein probates Mittel. Aber auch Weigand plädierte für Augenmaß: „Ein unmittelbarer kausaler Zusammenhang von Spiel und Amoklauf“ sei aus ihrer Sicht nicht wissenschaftlich zu belegen. Sie spreche nur von Wirkungsrisiko und nie von Wirkungszusammenhang. So wird auch nicht im medizinischen Sinne von Sucht gesprochen, sondern von möglichem Abhängigkeitspotenzial.

Michael Krimmer, Betreiber des Blogs „Whats up@PS3“, und Matthias J. Lange, IT-Journalist und Social-Media-Experte, votierten beide für ein „gesundes Verhältnis“ zu Computerspielen. Schwarzweißmalerei, sei, so Lange, nicht der richtige Weg, das Thema medienkompetent anzugehen. Hier widersprach die Vorsitzende des Landeselternverbandes der Bayerischen Realschulen, Ingrid Ritt, nicht. Auch wenn Sie selbst Computerspielen reserviert gegenüber steht, kennt Sie den Alltag der Jugendlichen. Die Eltern sind gefordert: „Eltern müssen sich gründlich informieren, interessiert und wachsam sein!“ und ihrem Erziehungsauftrag nachkommen, so Ritt.

Es bestand Einigkeit, dass neben den Eltern auch die Schulen gefordert sind. Und so konnten mehr oder weniger alle Podiumsteilnehmer zustimmen: Computerspiele sind inzwischen ein Kulturgut, das Spaß machen kann, aber auch Abhängigkeitspotenzial hat, insbesondere wenn die Erziehung versagt. Das Fazit von Eberhard Sinner: „Wir müssen die Medien beherrschen und nicht die Medien uns!“

Medienkompetenz: Games in allen Facetten

30. April 2011

Die bayerische Landeshauptstadt München wird in den nächsten Tagen nach der Munich Gaming wieder im Mittelpunkt der Spielebranche stehen. Es gibt gleich zwei interessante Veranstaltungen:

Über das Spannungsfeld „ Kulturgut, Spassfaktor, Suchtpotential? – Computerspiele und Medienkompetenz“ diskutiert ein Expertengremium in der Hanns-Seidel-Stiftung am 5. Mai, 18:30 Uhr. Zur Einstimmung auf das Thema präsentieren bayerische Entwickler und Publisher ab 17:30 Uhr Spiele aus verschiedenen Genres und die Entwickler beantworten Fragen der Besucher. Schon dieser kleine Einblick in die Welt der Games zeigt: Computerspiele eignen sich auch bestens als Lehr- und Lernmittel, für Kleine wie für Große. Mit dem Podium sind Eberhard Sinner, MdL Staatsminister a.D.  und Medienpolitischer Sprecher der CSU, Verena Weigand, Referentin für Jugendschutz und Medienpädagogik der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Leiterin der Stabsstelle der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), mein Kollege Michael Krimmer, Fachbuchautor und Betreiber des Blogs „Whats up@PS3“ und Barbara Schardt, Managerin, Cluster audiovisuelle Medien, Ingrid Ritt,Vorsitzende des Landeselternverbandes Bayerischer Realschulen e.V., und meine Wenigkeit Matthias J. Lange, Journalist, Blogger und Social Media-Experte. Die Veranstaltung ist kostenlos und zur Anmeldung geht es hier.

Zur Einstimmung gibt es hier ein nettes Video zur Einführung der Nintendo 3DS, das ich auf der Munich Gaming gemacht habe. Nintendo wird auch bei der HSS mit dabei sein und seine Produkte zum Ausprobieren dabei haben.

Die zweite Veranstaltung widmet sich dem Thema Serious Games. Serious Games finden zunehmend Anwendung im unternehmerischen Alltag, bei der Simulation technologischer Entwicklungsschritte bis hin zur Stratgie-Planung oder für außergewönlichen Messepräsentationen. Die Konferenz „Interactive Solutions & Serious Games. Digitale Anwendungen im Projekt- und Wissensmanagement.“ am 10. Mai macht das breite Anwendungsfeld für Interaktive Lösungen anschaulich.

In Grossbritannien, Frankreich und den Niederlanden werden Serious Games bereits vielfach in Unternehmen eingesetzt, oft vorangetrieben mit nennenswerter staatlicher Förderung. Dagegen herrscht in vielen deutschen Chefetagen noch der Glaubenssatz: „Hier wird nicht gespielt, Lernen muss weh tun!“, und verhindert so die Nutzung von Technologien und Vermittlungsprinzipien aus der Games-Industrie.

Anhand von Best Practice Präsentationen bietet die Tagung einen umfassenden Überblick über Einsatzmöglichkeiten von interaktiven Lösungen in Technologie-Unternehmen, im Gesundheitssektor, im Bereich Mechatronik, sowie zum Einsatz von Augmented Reality in Architektur, Kunst und Messeauftritt. Dass Serious Games Anwendungen keineswegs nur für große Unternehmen taugen, sondern vor allem auch dem Mittelstand enorme Erleichterungen bieten können, machen diese Präsentationen eindrucksvoll deutlich.

Eröffnet und ergänzt werden die Praxisbeispiele durch eine akademische Keynote von Prof. Gudrun Klinker Ph.D., Technische Universität München, durch Ausblicke in die Wissens- und Arbeitswelten der Zukunft von Prof. Dr. Dieter W. Fellner, Fraunhofer Institut IDG Darmstadt, und eine hochkarätige Expertendiskussion. Anmeldungen und weitere Infos hier.

Social Media: Fehlende Internetkompetenz von Politikern aber es gibt Ausnahmen

19. April 2011

Vernichtend ist das Urteil der Bürger, wenn es um die Internetkompetenz von Politikern geht. 42 Prozent der Wahlberechtigten kritisieren fehlenden Sachverstand, so eine BITKOM-Studie. Das bedeutet: Nur jeder dritte Wahlberechtigte hält die Internetkenntnisse der Politiker für ausreichend. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des BITKOM aus Anlass des „Superwahljahrs“ 2011 ergeben.

Aber ich möchte für Politiker eine Lanze brechen. Ja es gibt Politiker, die sich mit dem Netz, speziell mit Social Media, schwer tun. Das Dialogmedium ist nicht ihre Sache – und wird vor allem mit fehlender Zeit begründet. Aber es gibt auch Ausnahmen, die ich immer wieder treffe und die mir Mut machen. Ein Beispiel ist der bayerische Abgeordnete Eberhard Sinner. Verstärkt halte ich derzeit Seminare für Politiker aller Ebenen, um ihnen das Thema Social Media näherzubringen. Ich hoffe, meine Kunden können der BITKOM-Umfrage locker entgegentreten. So finden in der Studie lediglich 31 Prozent der Deutschen ab 18 Jahren, dass deutsche Politiker genügend Kenntnisse über das Internet haben. Deutlich mehr Menschen (42 Prozent) sprechen den Politikern Internetkompetenz ausdrücklich ab, weitere 25 Prozent sind sich unsicher. Junge Männer von 18 und 29 Jahren urteilen besonders kritisch – 57 Prozent halten Politiker in puncto Internet für inkompetent. Dagegen haben Frauen in der gleichen Altersgruppe das beste Politikerbild: 48 Prozent bescheinigen den Politikern entsprechende Sachkenntnis.

Zur Methodik: Die Angaben hat das Institut Forsa im Auftrag des BITKOM erhoben. Dabei wurden 953 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt.

Anbei gibt es exemplarisch das Beispiel eines Politikers mit Sachverstand in Sachen Internet. Auf einem gemeinsamen Vortrag mit Eberhard Sinner, ehemaliger bayerischer Medienminister und Mitglied des bayerischen Landtags, zeigte Sinner wie und in welchen Netzen er aktiv ist. Ich ließ die kleine Flip-Kamera mitlaufen, die den einstündigen Vortrag aufnahm. Die fünf Filme zeigen, dass sich auch ein Politiker über sechzig Jahren gut im Netz zurecht findet, voll auf Social Media als Dialogmedium setzt und anderen Politikern ein Leuchtturm sein kann. Schade, dass er bei der Landtagswahl 2013 nicht mehr antritt.

Wettbewerb Film ab für Bayerns Zukunft

22. April 2010
Die CSU–Landtagsfraktion hat einen interessanten Wettbewerb für Filmer ausgeschrieben. Unter dem Motto „Film ab für Bayerns Zukunft“ sucht die Partei interessante Kurzfilme bis 5 Minuten, die sich mit der Zukunft des Freistaats befassen. Mitmachen dürfen a) alle Bayern und b) Filmer, die unter 35 Jahre alt sind. Das zweite Kriterium ist mein persönliches Ok-Kriterium. Aber dennoch möchte ich alle Filmer auf diesen Wettbewerb hinweisen. Schließlich gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 5000 Euro zu gewinnen, also gar nicht schlecht.
Die Bewertung findet in den zwei Kategorien -Schüler und Studenten bis 20 Jahre- sowie -Studenten und junge Filmschaffende bis 35 Jahre- statt. Der Einsendeschluss ist der 11. Juni.
Dieser Filmpreis wurde im Rahmen einer Veranstaltung „Film in der Schule“ vorgestellt. Filmemacher erzählen Geschichten und entwickeln Visionen. „Diese Kreativität wollen wir fördern. Daher hat die CSU-Landtagsfraktion in diesem Jahr einen Videofilmpreis für Schüler, Studenten und junge Filmschaffende ins Leben gerufen“, sagte mir der ehemalige Medienminister und heutige medienpolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion Eberhard Sinner.