12. Januar 2009
Nach einer Woche Macworld Expo in San Francisco bin ich sicher wieder in Deutschland gelandet. Schön, aber anstrengend war die Veranstaltung. Alle News, was vorgestellt wurde und die Filme, die wir gedreht haben, gibt es hier auf der Website der DIGITAL PRODUCTION.
Die Einreise in die USA ist immer noch ein Abenteuer, obwohl es dieses Mal reibungslos lief. Die Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums sind schon einzigartig. Als Besucher kommt man sich immer irgendwie schuldig vor, wenn man in die USA einreisen will. Man hat den Verdacht, dass die orangefarbenen Anzüge schon bereit hängen, wenn man was Falsches sagt. Die Einreise in die ehemalige DDR war nicht schlimmer, dabei will ich doch in das Vaterland der Demokratie einreisen.
Für alle, die es noch nicht erlebt haben. Im Flugzeug/Schiff muss eine Zollerklärung (weißer Zettel) und ein Visaantrag (grüner Zettel) ausgefüllt werden. Bitte ordentlich schreiben und in Druckbuchstaben, das ist wichtig. Auch darauf achten, dass eine 1 in den USA anders geschrieben wird als im alten Europa. Dann stellt man sich in die Reise mit Visitors und kommt nach und nach an die Reihe. Der Grenzer, die letzte Außenstelle gegen den Terror, betrachtet einen kritisch, durchleuchtet den Pass (achtung, mindestens ein halbes Jahr noch Gültigkeit), fragt, zu welchem Zweck man in die USA ist, ob man Bargeld dabei hat, wie lange man bleiben will und so Zeug. Der Grenzer weiß genau, wann man das letzte Mal eingereist ist und Spaß ist nicht immer seine Sache.
Allerdings manchmal sind die Kollegen zum Scherzen aufgelegt und fragen dann nach. Mich hatte einer zum Beispiel mal gefragt, wie das Bein des Schweins heißt, das man beim Oktoberfest isst. Schweinshaxn meinte er, aber ich war total verwirrt.
Seit 12. Januar gibt es eine neue Pflicht für USA-Reisende. Man muss eine elektronische Reiseerlaubnis beantragen. Dieses gibt es hier. Mit der Internet-Reiseerlaubnis (Electronic System for Travel Authorization, ESTA) will das US-Heimatschutzministerium Terroristen vor der Einreise in die USA abfangen. USA-Reisende aus Deutschland und 26 weiteren Ländern müssen das elektronische Formular mindestens drei Tage vor der Abreise ausfüllen. Die Einreiseerlaubnis ist dann zwei Jahre lang gültig.
Auf dem ersten Blick sehen die Frage genauso aus, wie die Fragen im Flieger. „Waren Sie ein Nazi?“, Haben Sie landwirtschaftliche Güter dabei?“„Haben Sie eine ansteckende Krankheit?“ Wer eine der Fragen mit „ja“ beantwortet, dann besteht die Gefahr, keine Einreiseerlaubnis zu erhalten.
Schlagwörter: Demokratie, digital production, Einreise, Electronic System for Travel Authorization, ESTA, Grenze, Heimatschutzbehörde, Heimatschutzministerium, Macworld, Nazi, USA, Visum
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6. Januar 2009
Heute bin ich durch die Straßen von San Francisco geschlendert und habe die Atmosphäre genossen. Überall in der Stadt hängen die neuen bunten iPod nano-Plakate. San Francisco macht sich bereit für die Macworld Expo, die bald beginnt.
Die Gerüchteküche brodelt, was Apple auf seiner Hausmesse vorstellen wird. Marketing-Leiter Phil Schiller wird die Keynote halten. Wie vor jeder Macworld überschlagen sich die Spekulationen und Gerüchte, was denn kommen wird. Sicher ist auf jeden Fall, dass es Äußerungen zu Snow Leopoard, dem neuen Mac OS 10.6 geben wird. Ich glaube aber nicht, dass 10.6 bereits fertig ist, aber wahrscheinlich wird das neue OS zur WWDC verkauft. Für die Consumermesse Macworld ist 10.6 kaum etwas, weil sich die neuen Features in Grenzen halten werden und unter der Haube geschraubt wurde.
Dann gab es heute Gerüchte über einen neuen Shuffle. Noch dünner, ganz, ganz dünn. Wenn es so ein Ding geben wird, dann sollte es sofort verfügbar sein, schließlich will ich ja auch was in SF kaufen. Ein neues iLife-Paket 09 soll es geben. Neu soll sein, dass iMovie und die iWork-Pakete (Pages und Keynote) als Webapplicationen daher kommen, ob in Verbindung zu MobileMe oder nicht, wird sich zeigen. Adobe hat es mit einem abgespeckten Photoshop vorgemacht. Eine Online-Videoschnittsoftware brauche ich aber nicht. Dafür sind die Datenmengen dann doch zu groß.
Was gibt es noch aus der Gerüchteküche?
MacMini mit neuem schwarzen Aussehen und neuer Grafikkarte von Nividia und neuen Monitoranschlüssen (jetzt mit FireWire 800 statt 400) und einem USB-Port mehr.
iMac mit 4 Kernen
iPhone nano, nachdem Hüllen in China aufgetaucht sind. Aber was sagte der Chefredakteurskollege von macnews dazu: Wenn ich Traffic machen will, setze ich als chinesischer Hersteller eine neue iPhone Hülle auf meine Website und ab geht die Post. Vielleicht hat er Recht. Ggf. wird der Speicher vom iPhone abgebohrt und es gibt ein Product RED vom iPhone.
Tablet Mac? Wäre ja mein persönlicher Wunsch, aber wird wohl Traum bleiben. Ich würde sofort ein Netbook nehmen, dann wäre die Lücke zwischen iPhone und MacBook Air geschlossen und ich hätte ein neues Gadget. Die Technik scheint ja bei Apple vorzuliegen und zicken die Herrschaften noch rum.
Aber irgendeinen Hammer muss Apple schon bringen. Nur Software- und Geräteupdates sind einfach zu wenig. Schließlich hat Steve seit 1997 auf der Macworld immer neue Hämmer angekündigt, da muss Phil jetzt ran.
Am Dienstag 9 Uhr SF-Ortszeit wissen wir mehr. Und ich bin schon sooooo gespannt.
Schlagwörter: Adobe, Apple, Hülle, iLife, iMac, iMovie, iPhone, Keynote, Mac Mini, MacBook Air, macnews, Macworld Expo, MobileMe, Netbook, Pages, Phil Schiller, Photoshop, Product RED, Snow Leopard, Steve Jobs, Tablet Mac
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5. Januar 2009
So eine Community kann richtig lästig sein. Das spürt auch Apple-Chef Steve Jobs. Er hat seine Teilnahme an der Macworld Expo abgesagt und schon spekulieren alle über die Gründe, sogar der Aktienkurs nimmt Schaden.
So musste Apple reagieren und vor wenigen Minuten hat Apple ein persönliches Statement von Steve Jobs an seine Commuity ins Web gestellt. Die komplette Botschaft gibt es hier. Normalerweise müsste er jetzt die Macworld vorbereiten, doch er macht Urlaub um Kreise seiner Familie. Aber Steve nimmt Stellung zu seiner Erkrankung und auch Gerüchte zum bevorstehenden Tod. Aber er habe sich jetzt dazu entschlossen, um Luft aus der Spekulationen zu nehmen und die Show von Phil Schiller morgen zu genießen.
Also Steve hat das ganze letzte Jahr an Gewicht verloren, ein Mysterium für ihn und seine Ärzte. Aber nun sei es klar, woran es liegt. Er habe hormonelle Probleme. Dies sei jetzt erkannt und nun beginne die Therapie. Er wäre der erste der dem Apple-Board erklären würde, wenn er seinen Job als CEO nicht mehr ausführen könnte. Er hoffe auf die Unterstützung der Commuity.
Der Brief endet mit den Worten: So now I’ve said more than I wanted to say, and all that I am going to say, about this.
Also Steve, gute Besserung und genieß die Show. Wir freuen uns.
Schlagwörter: Apple, Community, Keynote, Macworld, Phil Schiller, Steve Jobs
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5. Januar 2009
Die ganze Woche über bin ich auf der Macworld Expo in San Francisco. Es wird die letzte Macworld Expo sein, an der Apple als Aussteller beteiligt ist. Nächstes Jahr ist Schluss damit. Laut Apple sind Special Events, die Retail Stores und die Präsenz im Internet zeitgemäßer als große Technikmessen.
Ich denke, das wird der Tod von großen Technikmessen sein. Vor Jahren musste die Comdex schließen, die CeBIT in Deutschland wackelt, die Systems ist den Bach runter gegangen, die Apple Expo in Paris ist vorbei und der nächste Kandidat wird wohl die Macworld Expo sein. Eine Keynote von Steve Jobs wird es schon dieses Jahr nicht mehr geben, Phil Schiller springt ein. Messeveranstalter IDG dementiert heftig: Es wird auch 2010 eine Macworld Expo stattfinden, egal ob Apple mit dabei ist. Nun gut, aber ob ich mit dabei bin, wird sich zeigen.
Ich denke einmal, dass ich so schnell nicht mehr nach San Francisco komme. Es ist eine coole, europäisch geprägte, liberale Stadt. Man braucht kein Auto, sondern man kann die Stadt zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. China Town, Hafen, Market Street, die Cable Car, Louise Diner, der Sony Store, natürlich der geile Apple Retial Store, Alcatraz, Virgin Store, CompUSA, die SF Bay und die Brücke – damit wird wohl für die nächsten Jahre Schluss sein. Die nächsten USA-Reisen gehen nach Las Vegas (graus) und nach New Orleans (bin sehr gespannt).
Die Absage von Apple tut der Stadt San Francisco nicht gut. Bisher waren die Hotels durch verrückte Apple-Fans ausgebucht und es war eine tolle Stimmung in der Stadt. Überall traf man Bekannte aus der ganzen Welt. Die Stadt war mit Apple-Poster plakatiert, die dann direkt zur Keynote ausgetauscht wurden.
Aber die Frage muss gestellt werden: Brauche ich noch eine Messe, um mich über Neuerungen zu informieren? Wohl nicht, wenn ich weiß, was und wen ich suche. Natürlich bietet das Internet die beste Produktauswahl und durch multimediale Elemente kann ich mir die Produkte auch näher ansehen. Eine Messe ist wichtig als Ort der Zusammenkunft, um mit Kollegen und Kunden zu sprechen. Dafür war eine Macworld Expo oder eine Siggraph immer wichtig. Eine CeBIT hatte hier versagt: Hier war das Gedränge so groß, dass man den Partner nur eine Visitenkarte in die Hand drücken konnte, um später zu telefonieren zu müssen. Aber die etwas kleineren Messen brachten immer wieder neue Produkte. Diese hätte ich im Internet übersehen, weil ich nicht gewusst hätte, dass es die Produkte überhaupt gibt.
Für Apple lohnen sich Messen wohl nicht. Die Webpräsens ist optimal, die Stores sind gut auf dem Erdteil verteilt und die Community ist super aktiv. Blogger, Twitter, Websites und die ganzen offizielle Mac-Presse und natürlich auch wir von der DIGITAL PRODUCTION beobachten die Entwicklungen ganz genau. Es wird diskutiert, philosophiert, debattiert, gestritten, die Köpfe heiß geredet. Beispielsweise: Was kommt denn von Apple zur Macworld. In der Vergangenheit wurde die Keynote von Steve Jobs immer genutzt, Produkte vorzustellen und der IT-Industrie zu zeigen, wohin es geht. Am eindrucksvollsten empfang ich die Einführung des iPhones. Am Abend war ich auf einer Party und traf mich mit einem Produktmanager von Nokia. Er sagte mir: „Da muss eine Computerfirma kommen und uns Handyherstellern zeigen, was Bedienkomfort ist. Die haben uns richtig in den Arsch getreten.“
Was wird denn dieses Mal vorgestellt? Die Gerüchte drehen sich um einen iPhone nano (ohne mp3-Player), einen neuen Mac mini. Sicher ist wohl ein 4 Core iMac im bisherigen Design. Vielleicht gibt es noch ein neues iLife Paket. Ich möchte gerne ein funktionierendes iMovie auf Intel-Basis. Ganz klar: Es wird Snow Leopard zumindest angekündigt. Mac OS X 10.5 ist schon genial, aber 10.6 soll noch einen Sprung nach vorne sein. Ein paar Kollegen sind Beta-Tester und geraten ins Schwärmen. Das lässt auf viel hoffen. Nachdem Windows Vista wohl nicht die große Sause war und wir auf Windows 7 noch warten müssen, baut Apple seinen Vorsprung aus.
Also ich werde die Woche über aus San Francisco berichten. Für die DP-Website werden wir Videos drehen und Newsletter schreiben. Und ich werde mich von San Francisco verabschieden.
Schlagwörter: Alcatraz, Apple, Apple Expo Paris, Apple Retial Store, Apple-Plakate, CeBIT, CompUSA, DP, IDG, iLife, iMac, iMovie, iPhone, Keynote, Las Vegas, Macworld Expo, New Orelans, Nokia, Phil Schiller, San Francisco, Siggraph, Snow Leopard, Steve Jobs, Systems, Virgin Store, Vista, Windows
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2. Januar 2009
Im Urlaub war ich nach langen Jahren, ach was Jahrzehnten, einmal wieder im Hallenbad der großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck. Und es hat sich einiges verändert, obwohl es grundsätzlich ein Hallenbad geblieben ist. Zum allerersten hat die Stadt, ich glaube es war der Werkausschuss, dem Ganzen einen neuen Namen gegeben. Aus dem schlichten Hallenbad Fürstenfeldbruck ist die AmperOase geworden. Klingt nett und neue Kleider sind immer gut.
Im Inneren habe ich mich in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt. In diesem Bad habe ich Schwimmen gelernt. Außerdem hatte ich Schulschwimmen. Es wurde ein neuer Liegebereich geschaffen mit coolem Blick auf das anliegende Eisstadion vom EVF. Das Babybecken wurde verlegt. Der Sprungturm ist weg. Das Kinderbecken und das Becken für die Erwachsenen sind aber gleich geblieben. Insgesamt haben die Betreiber mehr Farbe verwendet. CD ist nun die Farbe Gelb und man hat einige Rohre in Postgelb angestrichen. Und die Bademeister, so hießen sie zumindest früher, heißen heute Aufsicht und tragen gelbe T-Shirts. Baywatch-Feeling ist es aber nicht, obwohl Solariumgebräunte Hüter über die Schwimmer wachen.
Hauptsächlich waren die Becken mit Familien mit Kindern und ein paar Teenager bevölkert. Außerdem gab es noch ein paar vereinzelte Schwimmer. Einer trug sogar noch eine Schwimmkappe im schlichten Grau.
Ich weiß noch, als Bademützen im Bad Pflicht waren. Ich hatte eine blaue mit weißem Streifen. Diese wurde aber schnell ausgetauscht, als Fan des FC Bayern musste es eine rote Kappe mit weißem Streifen sein. Ganz schlimm: Meine Mutter hatte eine Badekappe aus Plastik mit Kunststoffblumen drauf. Eklig, schreckliche siebziger Jahre. Im Laufe der Zeit löste sich die Badekappe auf und vereinzelt schwammen die Blumen durchs Becken. Mein Vater und ich mussten die verloren gegangenen Blumen wieder einfangen.
Schlagwörter: AmperOase, Badekappe, Bademützen, Baywatch, Eisstadion, EVF, Fürstenfeldbruck, FC Bayern, Hallenbad, Kreisstadt, Kunststoffblumen, Schulschwimmen, Werkaussuss
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31. Dezember 2008

Heute ist es mir zum ersten Mal in meiner gesamten IT-Geschichte passiert: Eine CD-ROM mit Fotos darauf war nicht mehr lesbar. Es handelte sich um Fotos von der Hochzeit einer Bekannten und Fotos vom Geburtstag meines Schwiegervaters.
Die Bilder stammten aus dem Jahr 2001 und im gleichen Jahr wurde auch der Rohling gebrannt. Es handelt sich um einen Billig-Rohling der Marke Platinum. Es ist ein 700 MByte Rohling. Die Silberscheibe ist ganz gelblich geworden. Ich lagere meine Rohlinge im Dunkeln und im Trockenen. Aber der Zahn der Zeit hat an den Rohlingen genagt. Ich habe den Import der CD auf mehreren Rechnern versucht. Immer mit dem gleichen negativen Ergebnis. Mist. Jetzt werde ich Zug um Zug die Datensicherungs-CDs der alten Zeit überprüfen und ggf. kopieren.
Wahrscheinlich hätte ich es gar nicht so schnell bemerkt. Aber ich sichere derzeit meine kompletten digitalen Fotos auf einer 1 TByte LaCie-Festplatte und mache von dieser Festplatte gleich noch einmal ein Backup. Ich will auf Nummer sicher gehen. Die Daten sind mir zu wertvoll.
In meinem Urlaub beginne ich mit meinem digitalen Fotoarchiv. Bisher sind die digitalen Bilder auf CDs und DVDs gesichert. Jetzt führe ich alle Daten zusammen. Der Datenimport auf die externe HD dauerte alleine zwei Tage. Eine Arbeit für Blöde. CD einlegen, Verzeichnis kopieren, CD auswerfen, CD in einen Pappkarton und ab in den Keller.
Anschließend werden die Bilder komplett verschlagwortet. Das wird nochmal ein Megaaufwand, aber ich werde es Ordner für Ordner machen, während irgendwelche Filme vor sich hin rendern. Ich nutze dazu den Nachfolger von iView Media Pro. Das Ding heißt Expression Media 2 und stammt nun von Microsoft. Die Software ist logisch aufgebaut und ich finde so meine Bilder über die Jahre hinweg wieder. Ich hatte auch Portfolio von Extensis und Portfolio von Cato ausprobiert, doch das eine war mir zu unflexibel, das andere zu mächtig. Ich brauche keine Webanbindung an meine Bilddatenbank. So wichtig bin ich dann doch nicht. Der Rest, wie iPhoto oder Adobe Bridge scheidet aus.
Schlagwörter: Archivierung, Bilddatenbank, Bridge, Cato, CD, CD-ROM, Expression Media 2, Extensis, Fotoarchiv, iPhoto, iView Media Pro, LaCie, Microsoft, Platinum, Portfolio, Rohling
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30. Dezember 2008

Die Urlaubszeit nutze ich auch um mich selbst zu reinigen. Nein, nein, ich meine damit nicht, dass ich mich mal wasche. Zum einen gehe ich verstärkt in die Sauna, um ein wenig innere Ausgeglichenheit zu erhalten. In der Sauna bei uns im Dach kann ich prima nachdenken. Es kommt ein bisschen Musik von außen herein und das war es auch schon. Zu Weihnachten habe ich von meiner Frau eine wunderbare Saunaausrüstung bekommen. Flauschige Handtücher, Riechzeugs, Salz, Bürsten – alles was der Saunagänger so braucht.
Zum andere reinige ich mich, in dem ich viel Zeug einfach wegschmeiße. Ein Kollege bei mir im Büro hat es vorgemacht und schmeißt alles weg, was er nicht sofort braucht. Das kann ich als Jäger und Sammler nicht, aber zumindest lernen kann ich etwas. Mein Kollege Thomas Gerlach steht auf Werner Tiki Küstenmacher. Er hat den Besteller „Simplify your life“ geschrieben. Als ich Textchef der PC Professionell war, durfte ich Tiki betreuen. Er hatte damals eine Kolumne für die letzte Seite für uns gemacht. Sehr witzig und sehr deftig – die Zusammenarbeit mit dem Herrn Pfarrer war sehr professionell.
Ich habe meine Papierstapel entsorgt. Sie kennen das: Da gibt es Artikel, die müssen sie unbedingt mal lesen. Oder sie wollen mal eine Story daraus machen, die Infos in einem Seminar verwenden oder einfach nur aufheben. Und was machen Sie? Der Artikel wird herausgerissen und auf einen großen Stapel gelegt. Papier ist geduldig und das Haus bietet viel Platz dafür.
Na gut, ich gestehe. Ganz so einfach konnte ich mich von den Papierstapeln dann doch nicht trennen. Die für mich wichtigen Unterlagen scannte ich mir mit einem Dokumentenscanner ein. So hab ich wenigstens ein hochauflösendes PDF von den wichtigsten Artikeln. Aber es tut gut, die ganzen Stapel ins Auto zu packen und zum Wertstoffhof ins Altpapier zu bringen.
Im Keller ging es weiter: Wir haben Hunderte von Kistchen und Kästchen und Kartons. Alles raus. Ich habe noch ein paar Verpackungen für unsere eBay-Aktivitäten aufgehoben, sonst ist alles raus geflogen. Meine Frau hat sich sogar von ihrem Studentengeschirr getrennt, dass jetzt 100 Jahre in einer Plastikkiste stand und eingestaubt ist.
Ich muss sagen, so ein Großputz reinigt innerlich gewaltig und ich mach weiter. Ein paar Tage Urlaub habe ich noch und wegzuwerfen gibt es noch viel. Vielleicht ist heute ein Stapel mit alten Handwerksbüchern dran, oder mehrere Jahresarchive der Page und MACup? Ich habe beide auf PDF und was soll ich dann mit dem Papier?
Also, alles muss raus.
Schlagwörter: Altpapier, eBay, Großputz, Karton, MACup, Page, PC Professionell, PDF, Plastikkiste, Reinigung, Sauna, Studentengeschirr, Thomas Gerlach, Urlaub, Werner Tiki Küstenmacher, Wertstoffhof
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29. Dezember 2008
Ausgerechnet vor Weihnachten der große Schock. Mitten im Abspielen eines Blu ray-Films versagte die Playstation 3. Der Film erstarrte, dann gab es eine kryptische Fehlermeldung. Ich aktualisierte die Systemsoftware, ich führe einen Hard- und einen Softreset durch, doch vergebens. Das Laufwerk rührte sich nicht mehr. Es lief nicht mehr an. Die Scheiben wurden zwar ordnungsgemäß ein- und ausgeworfen, doch das war es auch dann schon.
Wahrscheinlich ist das Blu ray-Laufwerk über die Wupper gegangen. Und dies vor den Weihnachtsfeiertagen. Bei der Recherche im Internet stellte sich heraus: Ich bin kein Einzelfall. Die Foren sind voll mit diesem Problem. Die Lösungsvorschläge sind vielfältig: Die einen bauen das Laufwerk aus und kaufen sich im Internet ein neues. Das scheidet für mich aus, denn für Basteleien am Rechner habe ich nicht das richtige Händchen. Die anderen schicken das Gerät bei Sony ein und warten auf eine Reparatur.
Ich habe die PS3 im Februar gekauft und so habe ich noch eine Garantie. Also wähle ich den offiziellen Weg der Reparatur. Wer diesen Weg geht, sollte ihn folgendermaßen beschreiten. Es gibt in Sindelfingen einen offiziellen PS3-Reparaturbertrieb mit Namen TVS repair & logistic GmbH. Hier ist seine Website. Auf der Website den Abholauftrag ausfüllen, die Bestätigung per Mail abwarten, Lieferschein ausdrucken und PS3 verpacken. Nach Weihnachten kam dann der DHL-Mann und nahm meine PS3 in Empfang. Rund zehn Tage soll die Reparatur dauern. Ich habe mich vor Weihnachten extra mit zahlreichen Filmen und Spielen ausgestattet, um die stillen Tagen mit meiner PS3 zu verbringen. Na gut, dann muss eben die Wii ran.
Schlagwörter: Blu ray-Laufwerk, DHL, Playstation 3, PS3, Reparatur, TVS, Wii
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24. Dezember 2008

Nachdem unsere beiden Kinder jetzt die Weihnachtszeit genießen können, bin ich das erste Mal auf Firmeneinladung in einen Wald gegangen und habe einen Baum geschlagen. Es ist eine Nordmanntanne, wie meine Frau anerkennend feststellte.
Ich hätte wahrscheinlich auch eine simple Fichte mitgebracht, aber ich war im Waldstück mit den Nordmanntannen auf Baumsuche. Bewaffnet mit einer Handsäge mühte ich mich ab, den Stamm zu sägen und war überraschend, dass ich zu so was im Stande bin.So müssen sich wahre Männer fühlen, die in der Natur ihren Dienst tun und auf die Jagd gehen. Im Matsch nahm ich den Baum auf die Schultern und ging zum Glühweintrinken. Danach waren die schönen Lederschühchen völlig verdreckt. (Deutlichte Rüge von der Ehefrau). Ich war vom Regen total durchnässt und ging erst einmal in die Sauna.
Dieser Tage stellten wir dann den Baum auf. Die Größe war genau richtig. Perfektes Maß eben. Wir mussten nur den Stamm etwas ansägen, damit der Baum in den Christbaumständer passte. Jetzt steht er auf einem kleinen Tisch.
Meine Frau holte Christbaumschmuck aus dem Keller. Dieser Schmuck ist seit Jahrzehnten in Familienbesitz. Die Kugeln haben die Zeit gut überdauert. Sie lagen in einer Holzkiste der Marke „Hoffmanns Stärke“. Ich finde, die Kiste sieht aus wie eine Munitionskiste (Deutliche Rüge Nummer 2 von der Ehefrau). Meiner Tochter haben es die gepunkteten Kugeln angetan, außerdem gibt es eine rose Kirche. Ich habe auch noch Christbaumkugeln im Keller gefunden. Es handelt sich um acht silberne Kugeln von Apple mit dem Apfel-Logo drauf. So hat eben jeder seine Vorlieben.
Also ihr alle da draußen: Ich wünsche euch schöne Weihnachten und ein gesegnetes Fest. Nach den Feiertagen geht es weiter mit meinem Blog.
Schlagwörter: Apple, Christbaum, Holzkiste, Keller, Weihnachten
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23. Dezember 2008
Der Schallplattenladen meiner Jugend schließt zum Jahresende. Meine Frau hat mir eben aus der Lokalzeitung vom Münchner Merkur vorgelesen, dass der SoundMusic Store in Fürstenfeldbruck zum Jahresende schließen wird. Inhaber Rudi „Sound“ Hasmiller packt CDs und LPs zusammen und schließt nach 33 Jahren sein Geschäft. Schade, aber konsequent. Das Geschäft bestand seit 1976.
Für meine Heimatstadt war der Rudi immer eine Institution in Sachen Rockmusik. Als junger Mensch verbrachte ich grundsätzlich den Samstag Vormittag im Geschäft von Rudi in der Ledererstraße. Ich hörte Platten, später CDs und habe auch immer einen Kaufabschluss getätigt. Mit dem Fahrrad bin ich immer unterwegs gewesen, immer bedacht, dass Plattencover nicht in die Speichen des Radls zu bekommen. Meinen Freund Roland ist dies mal passiert. Das Cover zerriss, die Schallplatte im Inneren zerbrach, als es Roland der Länge nach hinstreckte. Kulanz von Rudi: Er tauschte die kaputte Platte anstandslos um. Dies war das beste Kundenbindungsprogramm des Jahres. In Windeseile sprach sich diese Tat unter uns Jugendlichen herum und Rudi war unser Held. Der zweite Schallplattenladen, „die Schallplatte“, wurde künftig von uns links liegen gelassen. Wir gingen alle zum Rudi Sound.
Die Schaufenster des Ladens mit großen Plakaten verklebt, im Inneren lief meist schwerer Hardrock der 70er: Deep Purple, Rainbow, Whitesnake. Rudi war ein Experte und gab klare Empfehlungen. Man konnte die ausgewählte Musik über verschiedene Kopfhörer anhören und anschließend mit Musikexperten im Raum philosophieren.
Ich erinnere mich, dass ich aus London einmal eine Schallplatte von Emerson, Lake & Powell mitbrachte. Es war eine Nachfolgeformation von Emerson, Lake & Palmer, nur eben Carl Palmer wurde durch Cozy Powell ausgetauscht. Diese Platte war in Deutschland nicht erschienen, warum weiß ich nicht. Rudi war von der Information begeistert und ich sollte sie mitbringen. Wir hören sie den ganzen Vormittag in seinem Laden und er bestellte sie über einen Schallplattenimport, nur dass er sie auch im Laden führen konnte. Cool. Ich glaube, die Schallplatte steht bei ihm heute noch im Regal zum Verkauf.
Schlagwörter: Carl Palmer, Cozy Powell, Deep Purple, ELP, Fürstenfeldbruck, Hardrock, Rainbow, Rudi Hasmiller, Schallplatte, Schallplatten, Sound, SoundMusic Store, Whitesnake
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