Vibram FiveFingers Furoshiki – Laufen wie die Japaner

7. Juni 2016
Abendspaziergang in Palma mit den richtigen Schuhen.

Abendspaziergang in Palma mit den richtigen Schuhen.

Für meinen jüngsten Urlaub in Mallorca wählte ich leichtes Schuhwerk aus. Als Fan von Vibram freue ich mich immer über neue Ideen für meine Füße. Also kamen dieses Mal Vibram FiveFingers Furoshiki ins Gepäck. Die Schuhe sind leicht, bequem und waren für den Mallorca-Urlaub ein Hingucker.


Ich spreche kein Japanisch, aber ich glaube Furoshiki ist eine traditionelle Form der Verpackung mit einem Tuch. Vibram hat das Wickelkonzept des Lastentragens auf Schuhe übertragen. Aufgrund der anatomischen Sohle und dem Stretchgewebe passt sich der Schuh bequem an jeden Fuß an. Durch das Umhüllen des Oberfußes mit dem elastischen Stretchgewebe und dem einzigartigen Schließsystem gibt der Schuh dem Fuß einen sicheren Halt. Ich habe dieses Mal als Farbe Schwarz gewählt, aber es gibt Vibram FiveFingers Furoshiki in verschiedenen Farben. Aber ich wollte nicht zu sehr auffallen.

Gewickelter Schuh durch die Vibram FiveFingers Furoshiki

Gewickelter Schuh durch die Vibram FiveFingers Furoshiki

Ich habe die Schuhe am Strand, am Pool und in der Stadt getragen. Sie drücken nicht, aber trotz schwarzer Farbe sind die aufgefallen. Die Leute haben mich angesprochen und waren neugierig. Ich empfinde den persönlichen Gehkomfort als sehr hoch und kann die Vibram FiveFingers Furoshiki weiterempfehlen. Allerdings fallen die Schuhe etwas klein aus, also ruhig eine Nummer größer bestellen.
Wollte ich barfuß laufen, lassen sich die Schuhe zusammenwickeln und in einen Beutel verstauen. Die Schuhe wiegen nur 220 Gramm und passen in jedes Gepäck. Nach dem Urlaub kamen sie in die Waschmaschine bei 30 Grad Celsius, nachdem sie in Mallorca überall dabei waren und von mir getragen wurden.

Gamification: Dusche sorgt für Wettbewerb

6. Juni 2016
Ein bisschen königlich duschen und dabei Wasser sparen.

Ein bisschen königlich duschen und dabei Wasser sparen.

Wenn ich unter der Dusche stehe, dann habe ich den Drang zum Singen. Klassische Songs wie „Wasser ist zum Waschen da und zum Zähneputzen kann man es benutzen.“ Meine Frau kann ein Lied davon singen (Wortwitz). Aber natürlich weiß ich bei all der peinlichen Singerei, wie wichtig Wasser ist. Trinkwasser ist kostbar und Trinkwasser zu sparen ist eine Aufgabe für jeden von uns. Gerade habe ich in einem Laden gesehen, dass Nestlé Wasser abfüllt und verkauft – geht gar nicht.
Bei einem Kurzurlaub in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang sparte ich Wasser durch Gamification und bin gleichzeitig fasziniert von einem wissenschaftlichen Versuch. In 40 Zimmern des ehrwürdigen Traditionshotels wurden in den Duschen Wasserzähler namens amphiro b1 angebracht, die die Temperatur und den Wasserverbrauch anzeigen. Die Daten werden anonym gesammelt, gespeichert und ausgewertet.

In der Dusche ist der Wasserzähler.

In der Dusche ist der Wasserzähler.

Beim ersten Duschgang verbrauchte ich rund 30 Liter Wasser und hatte eine Durchschnittstemperatur von 34 Grad Celsius. Das Wasser lief, während ich den Astralkörper und das seidene Haar einseifte. „30 Liter ist mir persönlich zuviel. Das muss mit weniger gehen“, dachte ich mir. Und siehe da, Gamification wirkt bei mir. Der Spieler in mir war geweckt.
Beim nächsten Duschgang sparte ich bewusst Wasser. Ich wollte unbedingt unter 30 Liter kommen. Also stellte ich das Wasser beim Einseifen ab. Resultat: 25 Liter – im Vergleich zum vergangenen Mal ganze 5 Liter kostbares Trinkwasser eingespart. Und so ging es weiter. Ich versuchte meine Werte beim Duschen zu verbessern. Das Spielkind in mir stellte sich der eigenen Herausforderung. Gamification wirkt bei mir.

Gamification wirkt bei mir.

Gamification wirkt bei mir.

Dumm allerdings, dass das Messegerät mir keinen persönlichen Highscore angibt. So was hätte ich als Gamer gerne. Ich muss mir meine eigenen Werte merken.
Durch diese Aktion, die im Rahmen der Aktion Zukunftsstadt Bad Hindelang stattfindet, hat sich bei mir das Bewusstsein zum Wassersparen gefestigt. Wissenschaftlich begleitet wird die Aktion vom Fraunhofer Institut FIT, der Universität Bayreuth, der Universität Bamberg und der ETH Zürich. Ich bin an den Ergebnissen sehr interessiert. Und ich werde mir so einen amphiro a1 zulegen.

Ali, Ali – Ali hat den letzten Kampf verloren – mein Nachruf

4. Juni 2016

Wenn es ums Boxen in meiner Familie ging, dann wurden nur zwei Namen genannt: Max Schmeling und Muhammad Ali. Nun verstarb Ali im Alter von 74 Jahren. Neben all den sportlichen Leistungen imponierte er mir vor allem durch eine Eigenschaft: Der Kerl war unbeugsam und machte sein Ding.
Mit meiner Mutter, die der Boxfan in unserer Familie war, schaute ich als Kind zusammen nachts die Kämpfe von Ali an. Mutter erklärte mir, dass Ali eigentlich Cassius Clay hieß, aber dann zum Islam konvertierte und sich Muhammad Ali nannte. Warum, das habe ich als Kind ebenso wenig verstanden wie seine Aussagen zu Black Panther oder sein Engagement in der US-Bürgerrechtsbewegung – ich war einfach zu jung. Mir hat einfach das Boxen gefallen. Mitschüler von mir gingen nach Alis Kämpfen in den örtlichen Boxclub BC Piccolo, aber das war für mich als schüchterner Brillenträger nichts. Ich schaute Ali im Fernsehen an und war zufrieden.
Was mir auch auffiel und imponierte, war die große Klappe von Muhammad Ali. Eigentlich war er ein Großmaul, aber ein begnadetes Großmaul. Er hatte eine Meinung und ließ sie jeden wissen. Das faszinierte mich. Ich erkannte, dieser schwarze Mann geht unbeugsam seinen Weg. Das ist gut so.
Mein musikalischer Held Bob Dylan traf sich mit Ali im Rahmen der Rolling Thunder Tour als es um die Unterstützung des schwarzen Boxers Rubin „Hurricane“ Carter ging. Der Song war das erste Lied auf dem legendären Album Desire. Hier hörte ich wieder diese unbeugsame Stimme, die sich wehrt.

Ali und Apple

Ali und Apple

Als große Ehrung sah ich es an, als Ali in der Think different-Plakatserie von Apple erschien. Ich war gerade in den USA als mir Muhammad Ali die Faust auf einem schwarzweiß-Plakat entgegenstreckte. Think different – das war das Comeback von Apple, eben To the crazy ones. Noch heute erinnere ich mich an das Mantra und Teil dieses Mantras war Muhammad Ali.

Here’s to the crazy ones.
The misfits.
The rebels.
The troublemakers.
The round pegs in the square holes.
The ones who see things differently.
They’re not fond of rules.
And they have no respect for the status quo.
You can quote them, disagree with them, glorify or vilify them.
But the only thing you can’t do is ignore them.
Because they change things.
They push the human race forward.
And while some may see them as the crazy ones,
We see genius.
Because the people who are crazy enough to think
they can change the world,
Are the ones who do.

Muhammad Ali war immer da und zeigte auch nach seiner Erkrankung wirkliche Größe. Zuletzt mit der klaren Positionierung gegen Donald Trump. Politiker sollten für ein Verständnis für den Islam sorgen und klar stellen, dass „fehlgeleitete Mörder“ das Ansehen seiner Religion gefährden. Gut gesprochen, obwohl ich mir das alte Großmaul von früher hier gewünscht hätte.
Heute werde ich mir die Ali-Verfilmung mit Will Smith ansehen – und naürlich „Rumble in the Jungle“.

Coworking Space Rayaworx in Santanyí auf Mallorca

3. Juni 2016

Als digitaler Nomade arbeite ich viel unterwegs, sei es im Zug, im Hotel oder im Café. In meinem Urlaub auf Mallorca konnte ich eine für mich neue Möglichkeit ausprobieren. Arbeiten in einem Coworking Space und ich bin restlos begeistert. Und noch besser: Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen.

Die Außenseite von Rayaworx.

Die Außenseite von Rayaworx.

Wie kam es dazu? Meine IronBlogger-Kollegin Doris Schuppe eröffnete mit ihrem Mann Rainer vor einem Jahr den Coworking Space Rayaworx in Santanyí im Südosten von Mallorca. Als ich mit meiner Familie eine Woche Urlaub auf der Insel machte, feierte Familie Schuppe mit ihrem Team den ersten Geburtstag von Rayaworx. Grund genug für uns einmal in Santanyí vorbeizuschauen und die Sache mit dem Coworking einmal auszuprobieren.

Liebenswerter Empfang.

Liebenswerter Empfang.

Die Idee, an schönen Orten zu arbeiten, fasziniert mich. Kreative, Selbstständige, Autoren, Freelancer, Software-Professionals, Wissensarbeiter, Residents & Expats finden ihren produktiven Platz an den Schreibtischen im Coworking Space inklusive fachliches Networking bei Bedarf – das ist doch einmal eine Ansage.

Handtuch über den Stuhl mit Namen - so muss es sein.

Handtuch über den Stuhl mit Namen – so muss es sein.

Als ich mich per Mail angemeldet hatte, stand ein Schreibtisch samt bequemen Stuhl für mich bereit. Über den Stuhl war ein Handtuch in den Farben von Rayaworx gelegt und eine Wäscheklammer mit Stern und meinem Namen. Cool, genau wie am Pool in meinem Ferienhotel. Einen Rechner brauchte ich zum Arbeiten nicht, ich hatte das iPad Pro samt Tastatur dabei. Die MacBooks blieben in Deutschland, das leichte mobile Device reicht. Also ins hauseigene WLAN eingeklinkt und los ging’s. Von der Geschwindigkeit des Netzes war ich absolut begeistert. In meinem Hotelappartement gab es zwar WLAN, aber im Grunde konnte ich die Bits und Bytes dort einzeln begrüßen. Ich habe mir dafür extra einen mobilen WLAN-Router gekauft, um arbeiten zu können. Der Blogpost über den Router findet ihr hier.


Rayaworx hat verschiedene Internetanbindungen – Funk und eine leistungsstarke Glasfaserleitung – wunderbar. Und die Räume sind klimatisiert, was bei der Hitze in Mallorca nicht zu unterschätzen ist. Doris Schuppe machte eine Ausführung mit mir:


Verschiedene Räumlichkeiten stehen in Rayaworx zur Verfügung. Ein Arbeitsbereich, einen Chill-Bereich, ein Podcaststudio für Video- und Audio-Podcasts und zwei Meetingräume mit entsprechender Technik. Das Podcaststudio im ersten Stock ist gedämmt und verfügt über Blue- und Greenscreen. Verschiedene Mikrofone können ausgeliehen werden, darunter auch ein Neumann-Klassiker. Hier ein 360 Grad Video:

Hier die Fakten von Rayaworx:

  • Coworking Area mit 13 Plätzen (u.a. Standing Desks)
  • Glasfaser-Internet-Anbindung (WiFi)
  • 2 berufserfahrene und in Santanyí lebende Gastgeber (Social Media Dozentin Doris sowie Software-Trainer Rainer)
  • Lounge-Area mit kleiner Fachbibliothek zum Arbeiten, Entspannen oder Networken
  • Meetingraum für Besprechungen, Vorträge, Workshops und Seminare mit Beamer, Whiteboard, Flipchart und Moderationskoffer
  • Podcast-Raum sowie optionale Ausstattung
  • Regelmässige Networking Events, Meetups, CoworkingMondays
  • Büromaterial, Scanner, Drucker
  • Vernetzung mit lokalen Dienstleistern und Services

In der Tagesmiete, die sich etwa um 30 bis 40 Euro bewegt, ist auch Kaffee inklusive. Darauf möchte ich besonders hinweisen, denn wir sprechen hier nicht von einer Kaffee-Plörre. Hier gibt es wunderbaren Kaffee von einer Siebträgermaschine. Ich habe mich wohl mit Rainer Schuppe mehr über Kaffeezubereitung mit seiner Rocket unterhalten als über Netzwerkanbindung. Danke übrigens für die Infos und danke für den Kaffee. Ich steige jetzt in die Verhandlungen mit meiner Frau ein – ich will eine Siebträgermaschine.


Nicht unterschätzen darf man die Möglichkeiten des Netzwerkens in so einem Coworking Space. In meinen Pausen kam ich ins Gespräch mit anderen Besuchern. Da war beispielsweise eine Niederländerin aus München, die sich jetzt auf Mallorca niederlassen wird. Sie ist Grafikdesignerin und nachdem ich ja mit VNU und Reed Business Information in verschiedenen Unternehmen mit niederländischer Beteiligung gearbeitet habe, konnten wir uns nett austauschen. Ich weiß jetzt, dass der Königinnentag wirklich wichtig ist. Dann tauchte ein Immobilienmakler auf, mit dem ich mich über die Immobilienpreise auf der Insel unterhalten habe. 1,5 Mio Euro für eine Finka – dafür muss eine alte Frau lange stricken. Ich hab leider vergessen, ein Videointerviews mit ihm zu machen. Es schneite eine Fotografin herein und wir kamen ins Gespräch. Dieser Austausch in Rayaworx hat mich sehr inspiriert und motiviert. In der Regel arbeite ich als digitaler Nomade alleine, aber dennoch ist der Austausch enorm wichtig. Bei Rayaworx kam dieser ungezwungene Austausch wie von selbst zustande.
Da es sich um eine Geburtstagsfeier handelte, kamen zudem viele Leute zum Gratulieren vorbei. Ein Küchenbüffet gab es auch zu verspeisen.

Kleiner Vortrag zu Gin zum ersten Geburtstag von GinEva.

Kleiner Vortrag zu Gin zum ersten Geburtstag von GinEva.

Doris und Rainer Schuppe luden abends als Event zu einer Gin-Verkostung ein. Es gab den hervorragenden GinEva von Mallorca. Der Gin ist hochwertig und wird auf der Insel von einem Deutschen und seiner Frau Eva produziert und auch nach Deutschland exportiert. Und so lernte ich am Abend als passionierter Whisky-Trinker auch Gin näher kennen, kaufte eine Flasche GinEva und werde ihn künftig als meine Hausmarke führen. Als digitaler Nomade nutzte ich das WLAN und übertrug die kurze Rede von Doris Schuppe live via Periscope und hatte ein paar Zuschauer der IronBlogger, bei den Doris Schuppe Mitglied ist. Dies war die Periscope-Übertragung:

 


Rundum bin ich fasziniert von solchen Möglichkeiten wie Coworking Space wie Rayaworx. Ich werde prüfen, in wie weit ich diese Möglichkeit des Arbeitens in meinen Arbeitsablauf integrieren kann. Gefallen hat es mir auf jeden Fall.

Mobiler WLAN-Router sorgt für Internet im Mallorca-Urlaub

2. Juni 2016
Auch im Urlaub kann ich auf das WALN nicht verzichten.

Auch im Urlaub kann ich auf das WALN nicht verzichten.

Eine Woche Urlaub in Spanien, besser gesagt auf Mallorca. Die Familie beschloss Weihnachten 2015 den Familienurlaub und buchte die Reise auf die Insel. Alle Familienmitglieder freuten sich, wurden aber unruhiger als der Termin näher rückte. K1 sprach es dann aus: „Papa, wie ist es da mit dem Internet?“
Und das ist genau ein wunder Punkt. Die Appartementanlage in der wir untergekommen sind, hat zwar WLAN, aber das Netz brach in der Vergangenheit immer wieder zusammen. Zudem brachte das WLAN nicht die erwünschte Leistung und kostete gutes Geld für eine instabile Leitung. Meiner Meinung nach geht heute einfach nicht mehr, einen Tourismusort ohne leistungsstarkes WLAN zu betreiben.
Nachdem K1/2 auch im Urlaub auf YouTube und Co nicht verzichten wollen und auch wir als Eltern (und speziell ich als digitaler Nomade) per Mail erreichbar sein wollten, stand der Kauf eines mobilen Routers an. Das neu beschlossenen Telefon-Roaming-Abkommen innerhalb der EU bringt mir absolut nichts – wer telefoniert denn heute noch? Also stand fest: Router und Datenflat müssen her.
Beim Router fiel meine Wahl auf den TP-Link M5250 mobiler WLAN-Router. Das kleine Teil passt elegant in die Hosentasche und wird über USB geladen. Die technischen Daten sind:

  • Integriertes 3G-Modem für eine 3G-Breitbandverbindung ohne externes Modem
  • Unterstützt HSPA+ mit bis zu 21,6 Mbps (Megabits pro Sekunde) im Download und 5,76 Mbps im Upload
  • Der wiederaufladbare 2000 mAh-Akku liefert laut Hersteller Energie für 6-7 Stunden netzunabhängigen Betrieb
  • Zeitgleiches Surfen für bis zu 10 Nutzer – bei uns waren es problemlos fünf Geräte, die gleichzeitig online waren.


Wenn das Teil läuft, dann brachte es uns das Internet zuverlässig auf die Insel. Bis es allerdings lief, war es ein Gemurkse. Die SIM-Karte war schnell eingelegt und dann ging es ans Konfigurieren. Via Browser wird auf das Gerät zugegriffen und eingerichtet. Das ist eine Fummelei, denn obwohl ich ein iPhone 6plus habe, war die Oberfläche zu klein. Die Installation sollte besser über ein iPad erfolgen, damit man wirklich mal was sieht.


Bei mir dauerte es rund 15 Minuten bis ich mich durch die Menüs geklickt hatte, um den TP-Link M5250 mobiler WLAN-Router zum Laufen zu bringen. PIN-Code eintippen und Verbindung herstellen. Hier könnte der Service verbessert werden. Wenn das Teil aber läuft, dann läuft es problemlos.
Im Dauerbetrieb, wenn unsere vierköpfige Familie mit ihren mobilen Devices im WLAN hängen, dann wird das Teil ein wenig heiß und auch die Batterie hält dann keine versprochenen sieben Stunden durch. Wir hingen den kleinen Kameraden während des Intensivsurfens an die Steckdose und der Käse war gegessen.


Problematisch halte ich die schwarze Plastikverkleidung des Routers. Das Schwarz sieht zwar schick aus, aber in sonnenverwöhnten Gegenden wie Mallorca ist schwarz vielleicht nicht die optimale Farbe. Die Sonne heizt den schwarzen Router auf, also ab in den Schatten mit dem Teil. Vielleicht gibt es den Router auch in weiß, gesehen habe ich ihn aber nicht.
Kleine Kritik auch an der Bereitschaftsanzeige des Routers. Es gibt drei Leuchtdioden in grün, welche die Bereitschaft, WLAN und Verbunden signalisieren. Leider leuchten diese Dioden sehr schwach und man muss als User genau hinschauen oder den Router ins Dunkle legen (ich habe die Hand darüber gehalten). Vor allem, wenn man die Verbindung gekappt hat, ist man sich nicht sicher, ob das Teil mit dem Internet noch verbunden ist. Also kurz die Batterie raus und fertig.
Für uns war der TP-Link M5250 mobiler WLAN-Router der perfekte Reisebegleiter im Urlaub. Wir haben ihn im Hotel, im Auto, am Flughafen und im Restaurant genutzt und nie ein Problem gehabt. Daher klare Empfehlung für unterwegs und mir rund 45 Euro ist das Teil auch relativ preiswert.
Dann stellte sich noch die Frage, woher bekommen wir die SIM-Karte für Spanien. Klar, ich hätte mir so eine Datenflatkarte in Spanien am Kiosk oder am Flughafen kaufen können. Aber mein Spanisch oder besser Katalanisch ist so gut wie nicht vorhanden. Zudem brauche ich eine Rechnung für das deutsche Finanzamt, schließlich musste ich auch im Urlaub einige Sachen wegarbeiten. Es galten Kunden weiter betreut zu werden. Damit war klar, ich brauche die spanische Datenflatkarte mit einer deutschen Rechnung.
Als ich mich umhörte, nannten mir einige Bekannte die Website Prepaid Global. Das Unternehmen sitzt bei mir um die Ecke in Augsburg und verspricht „die perfekte Lösung für Reisende im Ausland, die mobil online sein möchten ohne teure Roamingkosten. Wir bieten Ihnen die jeweils beste und günstigste Lösung aus über 25 Ländern ohne Bindung, ohne Grundgebühr – Prepaid ohne Vertrag und ohne weitere Kosten.“ Darauf habe ich vertraut und bin nicht enttäuscht worden. Ich kann dieses Unternehmen absolut empfehlen. Die bestellte Datenflatkarte von Orange kam innerhalb von zwei Tagen mit der Post samt Anleitung.
Also, der nächste Auslandsurlaub kann kommen. Technisch bin ich auf jeden Fall dafür gerüstet.

Lebens- und Seelenbretter in Mallorca

1. Juni 2016

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Einstmals war Horst ein erfolgreicher Außendienstmitarbeiter bei großen Buchhandlung in Norddeutschland. Heute ist Horst in Rente und genießt seinen Ruhestand auf Mallorca, so wie viele andere Deutsche auch. Das finde ich super.
Aber Horst Weitner ist ein ruhelose Geist und hatte eine inspirierende Idee. Er bietet Kurse zum Anfertigen von Lebens- und Seelenbretter an. Die Idee ist einfach und kommt gut an.


Lebens- und Seelenbretter sind lange Holzbretter von einem Baum, die die Teilnehmer individuell bemalen, verzieren und beschreiben können. Das Ganze ist sehr persönlich und findet großen Anklang,


Ich habe Horst beim einjährigen Geburtstag des Co-Working-Space Rayaworx von Doris und Rainer Schuppe auf Mallorca getroffen und mich nett mit ihm unterhalten. Dort hat er dem Ehepaar ein Lebensbrett mitgebracht auf dem sich die Gratulanten zum Geburtstag des Unternehmens verewigen konnten. Und die Gratulanten hatten es begeistert angenommen. Ich war sehr überrascht, wie gut so eine einfache Idee ankam. Man hätte auch ein Gästebuch auslegen können, aber ein Lebens- und Seelenbrett kam besser an. Einige schrieben Sprüche auf Deutsch oder Spanisch darauf, ich zeichnete eine Fred Clever-Figur und hinterließ meine Twitter Adresse @redaktion42.

Meine Zeichnung: Foto: Schuppe

Meine Zeichnung: Foto: Schuppe

Die Anwesenden erzählten mir, dass eine Marathonläuferin von der Idee so begeistert war, dass sie ihre Marathonschuhe auf dem Lebensbrett befestigte und bemalte. Sie trainierte auf Mallorca für einen Marathon bei sich zu Hause und stieß in Mallorca auf Horst.
Horst Weitner ist erst seit einem Jahr auf Mallorca und hat aus seiner Idee noch kein großes Business gemacht. Was nicht ist, kann noch werden. Die Idee passt meiner Meinung nach. Er experimentiert noch herum, schließlich ist er doch gerade erst in Rente gegangen.

Goldcar in Mallorca – Unnötige Zusatzversicherungen bei Mietautos

31. Mai 2016

Eine Woche Mallorca – eine Woche im Mai 2016 auf einer wunderschönen Insel, um zu entspannen und ein paar Freunde und Geschäftspartner zu treffen. Zwar ist die Insel nicht groß. Aber einen mobilen Untersatz brauchen wir dann doch.
Also noch zu Hause nach einem Mietwagen Ausschau gehalten, der vier Personen samt Gepäck durch die Gegend schaukeln kann.

Coole Werbung von Sixt am Flughafen München - lahme Gurke.

Coole Werbung von Sixt am Flughafen München – lahme Gurke.

Sixt macht zwar die beste Werbung, aber die muss vom Kunden auch teuer bezahlt werden. Also wählten wir einen kleineren Mietwagenverleih und unsere Wahl fiel auf Goldcar.
Wir waren im Vorfeld schon von den Praktiken dieses Verleihers gewarnt worden. Über die Online-Plattform, die Mietwägen verschiedener Anbieter für Mallorca anbietet, wurden wir extra darauf hingewiesen, dass die Herrschaften ihren Kunden weitere Versicherungen aufschwätzen würden.

Lange Schlangen am Schalter von Goldcar am Flughafen Palma.

Lange Schlangen am Schalter von Goldcar am Flughafen Palma.

Da waren wir gespannt. Am Flughafen in Palma gelandet, waren alle Mitwagenverleiher im Ankunftsterminal leer – bis auf Goldcar. Vor dem grünen Stand war eine extrem lange Schlange zu finden. Wir reihten uns ein und beobachteten. Zunächst machten wir unserer Witze über die Situation, weil es extrem langsam voran ging. „Die Leute wollen wohl ein Auto kaufen, statt es zu mieten“, meinte ich neunmalklug. Nein, das war nicht der Fall: Der Grund für die lange Schlange und die Verzögerung waren die Diskussionen am Schalter von denen zwei besetzt waren. Erst nach 9 Uhr kamen zwei weitere Damen hinzu, die im Schneckentempo ihren Counter öffneten.

Die Mietwagenplattform warnte uns vor weiteren Versicherungen.

Die Mietwagenplattform warnte uns vor weiteren Versicherungen.

Endlich waren wir an der Reihe: Buchung, Führerschein, Reisepass – alles klar. Kreditkarte war gezückt und die Dame am Schalter rechnete uns vor, dass wir das Benzin bezahlen und eine extra Versicherung abschließen müssten. Ha, da war es also der üble Trick. Benzin ist klar, aber Versicherung nein, die wollten wir nicht. „Doch, doch, doch“ insistierte die Dame von Goldcar. Wir hätten das Kleingedruckte lesen sollen. Hatten wir und wir hatten sogar von unserer Mietwagenplattform einen Ausdruck auf spanisch und katalanisch dabei, dass wir die Zusatzversicherung von rund 45 Euro nicht benötigten. Jetzt war die Dame sichtlich beleidigt und erzürnt, doch wir blieben hart. Wir riefen sogar vom Counter nochmals in Deutschland unsere Notfallnummer der Verleihplattform an, die unser Verhalten bestärkten. Zudem waren wir mit (deutschen) Ausdrucken von der Verbraucherzentrale ausgestattet.

Allerlei Argumente und Zettel wurden von Goldcar aufgewendet, um uns zu überzeugen.

Allerlei Argumente und Zettel wurden von Goldcar aufgewendet, um uns zu überzeugen.

Jetzt probierte es die Dame von Goldcar mit neuen Argumenten. Die Versicherung gelte nicht bei Vandalismus, der ja in Mallorca weit verbreitet sei. Blödsinn. Sie kringelte wie wild Passagen auf dem Vertrag ein und mahnte eindringlich die Versicherung abzuschließen. Hinter uns ist die Schlange nochmals länger geworden, weil wir uns so wenig kooperativ anstellten. Doch wir blieben hart und die deutsche Sprache kann hart klingen.
Am Ende gingen wir als Sieger vom Platz. Wir bezahlten das Benzin, aber nicht die Zusatzversicherung und marschierten ins Parkhaus, um unseren Mietwagen zu holen – eine Fiat-Kiste, ein schreckliches Auto.

Bei diesem Auto werde ich kein Freund von Fiat. Viel zu groß für Mallorca.

Bei diesem Auto werde ich kein Freund von Fiat. Viel zu groß für Mallorca.

Also preislich ist Goldcar in Mallorca voll in Ordnung. Aber die Idee, die niedrigen Mietpreise durch Zusatzversicherungen ergänzen und so den Preis hochzutreiben, halte ich für nicht statthaft. Ich kann nur jeden Mallorca-Reisenden und Goldcar-Kunden davor warnen, die Zusatzversicherungen abzuschließen, und ich kann raten, hier hart zu bleiben. Lasst euch von diesen Leuten nicht erweichen und sei die Schlange hinter euch noch so lang.
Wir haben vor der Abfahrt im Parkhaus unser Auto genau mit dem Smartphone fotografiert und gefilmt, um Beweismaterial über den Zustand des Fiats zu haben, falls es doch noch Ärger mit Goldcar auf Mallorca gibt.

500 Jahre Reinheitsgebot beim Bier – die Geschichte von Heinrich dem Kempter

30. Mai 2016
Armin Gross vom Hotel Prinz Luitpold Bad zeigt mir den roten Bock Heinrich dem Kempter.

Armin Gross vom Hotel Prinz Luitpold Bad zeigt mir den roten Bock Heinrich dem Kempter.

Das Reinheitsgebot beim Bier ist 500 Jahre alt und als Bayer freue ich mich über den Erfolg des Gerstensafts. Ich mag es im Biergarten zu sitzen und die eine oder andere Halbe zu genießen. Ich bevorzuge das Bier von kleinen, lokalen Brauereien. Bei uns im Ort ist die Brauerei Maisach, die die Chance auf ein wunderbares Storytelling haben. Die haben das Räuber Kneissl Dunkle. Das Bier ist nach einer Art bayerischen Robin Hood benannt.
Durch meinen Kollegen Thomas Gerlach wurde ich mit der fränkischen Bierkultur vertraut. Es gibt in Franken die weltweit größte Dichte an Brauereien. Jedes Bier schmeckt anders. So dann und wann schreibe ich in meinem Blog darüber – als Beispiel will ich mein Storytelling über den Metzgerbräu in Ützing nennen, der einst sein Bier in alten Wurstkesseln braute. Geschichte vom Bier gibt es überall zu finden. Vor kurzem machte ich ein Biertasting im Legoland Deutschland und habe darüber geschrieben.
Mein Freund Rudi Seelmann betreibt mit seiner wunderbaren Frau Inken in der Nähe von Bamberg eine kleine, historische Brauerei – die Brauerei Seelmann. Das Bier ist absolut köstlich und wenn ich Zeit habe, werde ich mich in eines seiner Gästezimmer einquartieren und sein Bier in Ruhe kosten. Und ich werde die Geschichte seiner Brauerei genießen und darüber bloggen. Versprochen.

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Wie es der Zufall wollte, war ich am 500. Geburtstag des Reinheitsgebots als Reiseblogger unterwegs. Ich weilte in dem wunderschönen Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu. Zu vorgerückter Stunde zauberte Hotelier Armin Gross ein interessantes Bier hervor: Heinrich der Kempter. Und weil ein Bier auch eine gute Geschichte brauchte, erzählte Armin Gross die Geschichte von Heinrich der Kempter, nachdem das Bier der Brauerei Zötler benannt ist. Storytelling in Sachen Bier pur. Heinrich von Kempten ist eine mittelhochdeutsche Verserzählung, die Konrad von Würzburg in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts verfasste. In einem ersten Teil wird die Verbannung des Ritters Heinrich vom Hofe des Kaisers Otto erzählt und im zweiten Teil die Zurückgewinnung der kaiserlichen Gnade.

Historisches Vorbild für das rote Bockbier
Manchmal genügt ein kleines Stück Brot, um das Schicksal eines Menschen zu besiegeln. Diese Erfahrung musste auch Heinrich der Kempter machen, als er den Sohn eines Herzogs von Schwaben während der Hofhaltung in Bamberg verteidigte. Der kleine Junge hatte Brot von der Tafel des Kaisers stibitzt, wofür er von dessen Mundschenk gezüchtigt wurde.
Im Streit erschlug Heinrich den Mundschenk und wurde vom Kaiser zum Tode verurteilt. Aus seiner Not heraus packte der Ritter den Kaiser und hielt ihm seine Klinge unter dessen mächtigen roten Bart. Kaiser Otto war gezwungen, das Urteil aufzuheben, verbannte Heinrich jedoch vom Hof.
Viele Jahre später führte Kaiser Otto Krieg und forderte deshalb seine Lehensmänner auf, ihm zu folgen. Dem Abt von Kempten widerwillig gehorchend, zog Heinrich los, um für seinen Herrscher zu kämpfen, bei dem er in Ungnade gefallen war.


Eines Tages konnte Heinrich, während er im Zuber badete, sehen, wie der Kaiser auf eine der belagerten Städte zuritt. Die Bürger der Stadt behaupteten, zu Verhandlungen bereit zu sein, lockten den Kaiser jedoch in eine Falle. Als Heinrich das sah, sprang er aus dem Zuber, schnappte sein Schwert und eilte dem Kaiser, nackt wie er war, zu Hilfe.
Kämpfend wie ein Bär schlug er all seine Gegner in die Flucht. Als Kaiser Otto erkannte, wer ihm zu Hilfe gekommen war, vergab er Heinrich dem Kempter. Diese Heldentat inspirierte die Braumeister von Zötler zur Kreation des Roten Bocks.
Die intensive rotbraune Farbe des Bieres ist nicht nur namensgebend für unseren Roten Bock, sondern steht auch für den mächtigen roten Bart von Kaiser Otto. Gekrönt wird das Bier von einem feinporigen cremefarbenen Schaum. In die Nase steigen ein süßlicher Karamellduft und ein feines Hopfenaroma. Klare Empfehlung von mir: Probiert dieses Bier und es wird euch schmecken, versprochen.

Mein Erlebnis im Sternerestaurant Nobelhart & Schmutzig

26. Mai 2016
Selten so gut gegessen wie hier.

Selten so gut gegessen wie hier.

Es war ein genialer, kulinarisch absolut hochwertiger Abend und wurde am Ende dann versaut. Ich spreche von meinem Besuch des Sternerestaurants Nobelhart & Schmutzig in der Berliner Friedrichsstraße 218. Das Speiselokal gilt im Moment als einer der angesagtesten Locations in der Hauptstadt und nach einer gelungenen #rpTEN gönnte ich mir den Besuch.
Schon von außen zeigt sich Nobelhart & Schmutzig von der ungewöhnlichen Seite.

Who the fuck is Paul Bocuse?

Who the fuck is Paul Bocuse?

Zwei große Schaufenster: Das eine mit einer Büste mit T-Shirt samt Aufschrift: Who the fuck is Paul Bocuse? Wir Genießer wissen ja, Bocuse gilt als einer der besten Köche des 20. Jahrhunderts. Sein Restaurant L’Auberge du Pont de Collonges wird seit 1965 ohne Unterbrechung mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet. 1989 wurde er vom Gault-Millau zum „Koch des Jahrhunderts“ ernannt. Also Berlin provoziert mit dieser Aussage wunderbar und schraubt meine Erwartungen auf das Sternerestaurant Nobelhart & Schmutzig noch mehr hoch.

Leere Flaschen im Schaufenster.

Leere Flaschen im Schaufenster.

Im anderen Schaufenster finden sich leere Weinflaschen, auch ein Statement der Provokation. Um in das Speiselokal zu gelangen, muss der Gast klingeln. So spart man sich den Service und wenn es im Restaurant hoch her geht, steht der Gast auch schon ein bisschen vor der Tür (selbst erlebt am Abend). Berliner Flair für den einen, schlechter Service für den anderen – Kostenoptimierung für den Wirt.

Bitte klingeln.

Bitte klingeln.

Zusammen mit meinem Kollegen Thomas Gerlach nehme ich an der Bar Platz. Die Stühle sind eine moderne Form des Captain Chairs. Für mich ist der Platz ideal, weil er den Blick auf die Küche freigibt. Vor mir ein Holzmesser, Serviette und die Menükarte. Es gibt nur ein Menü und es kostet 80 Euro.

Blick in die offene Küche.

Blick in die offene Küche.

Zudem war das Team des Abends mit Namen abgedruckt, verbunden mit der Bitte sein Mobiltelefon auf stumm zu stellen und es in der Tasche zu lassen. Naja, ich geb zu, ich hab vom Essen ein paar Bilder gemacht. Telefoniert habe ich in diesem Genusstempel freilich nicht. Die Speisen werden wunderbar präsentiert und es schmeckt wirklich göttlich. Die Ideen sind witzig und provokant. Die Küche ist wundervoll einfach, ohne Schäumchen und Firlefanz und es schmecke absolut fantastisch.

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Kohlrabi von Roberto Vena.

Es beginnt mit Kohlrabi von Roberto Vena.

Radieschen von Grete Peschke

Radieschen von Grete Peschke

Weiter geht es mit Radieschen von Grete Peschke.

Hartweizengrieß Sironi Brot und Rohmilchbutter aus Stettin/Polen

Hartweizengrieß Sironi Brot und Rohmilchbutter aus Stettin/Polen

Gefolgt von Hartweizengrieß Sironi Brot und Rohmilchbutter aus Stettin/Polen.

 

Ike jime Saibling mit Zwiebel und Dill von den Müritz Fischer

Ike jime Saibling mit Zwiebel und Dill von den Müritz Fischer

Sehr gut der Ike jime Saibling mit Zwiebel und Dill von den Müritz Fischer.

Nackthafer mit Ziegenfrischkäse und Sauerampfer von Olaf Schnelle

Nackthafer mit Ziegenfrischkäse und Sauerampfer von Olaf Schnelle

Nackthafer mit Ziegenfrischkäse und Sauerampfer von Olaf Schnelle.

Spargel mit Knoblauchrauke und Quark vom Spargelhof Syring

Spargel mit Knoblauchrauke und Quark vom Spargelhof Syring

Köstlich ist der Spargel mit Knoblauchrauke und Quark vom Spargelhof Syring.

Lamm mit Bärlauch vom Müritzhof

Lamm mit Bärlauch vom Müritzhof

Geschmeckt hat auch das Lamm mit Bärlauch vom Müritzhof.

Kartoffel mit Blutwurst und Senf von Roberto Vena

Kartoffel mit Blutwurst und Senf von Roberto Vena

Eine Wohltat sind Kartoffel mit Blutwurst und Senf von Roberto Vena.

Rhabarber mit Weizengras und Kirschpflaumblüten der Familie Pütz

Rhabarber mit Weizengras und Kirschpflaumblüten der Familie Pütz

Sehr fein sind Rhabarber mit Weizengras und Kirschpflaumblüten der Familie Pütz.

Milch, Sanddorn und Petersilie vom Fläminger Genussland

Milch, Sanddorn und Petersilie vom Fläminger Genussland

Zum Abschluss gibt es Milch, Sanddorn und Petersilie vom Fläminger Genussland.

Nussgebäck mit Berberitzen aus Potsdam

Nussgebäck mit Berberitzen aus Potsdam

Ein Nussgebäck mit Berberitzen aus Potsdam gibt es für den Nachhauseweg.
Bis dahin bin ich komplett begeistert von Nobelhart & Schmutzig. Großen Respekt für die gelungene Küche. Selten so ungewöhnlich gut gespeist, großes Kompliment an die Küche für die Ausführung und an den Küchenchef für die Ideen.

Ich bin von der Küche absolut begeistert. Großes Kompliment.

Ich bin von der Küche absolut begeistert. Großes Kompliment.

Doch dann ärgere ich mich, als es ans Zahlen ging. Die Serviceleitung bringt uns die Rechnung. Obwohl wir getrennte Rechnungen verlangen, bekommen wir eine Sammelrechnung. Da stutzen wir zum ersten Mal.
Richtig stutzen wir dann als auf der getrennten Rechnung ein Aperitif und eine Weinbegleitung berechnet war, die ich gar nicht verköstigt hatte oder bestellt hatte. 70 Euro sollte der Spaß kosten. Als wir reklamieren, bekommen wir ohne ein Wort der Entschuldigung (!) die richtige und korrekte Rechnung.
Freunde, so was darf in einem Sternerestaurant nicht passieren. Als Kunde von Nobelhart & Schmutzig ärgere ich mich maßlos über so ein schlechtes Verhalten der Serviceleitung. Jetzt sagt man, Berlin sei anders. Aber das ist mir in diesem Falle egal. Als Kunde in so einem Hause, erwarte ich korrekt bedient zu werden. Ich will es dem Hausherrn gerne persönlich sagen, aber er ist leider nicht greifbar. Die Küche hat gerade richtig Stress, der Laden ist voll.
Das Essen war absolut empfehlenswert, der Service am Ende war grausam und so soll jeder selbst entscheiden, ob er Nobelhart & Schmutzig besucht.

Tasting Ardbeg Dark Cove und die anstehende Ardbeg Night

25. Mai 2016

Als Genussblogger hatte ich die besondere Ehre noch vor dem offiziellen Verkaufsstart, den Ardbeg Dark Cove zu verköstigen. Ich möchte mich dafür ausdrücklich bei Ardbeg für diese Möglichkeit bedanken.
Doch wie soll so ein edler Tropfen Whisky verköstigt werden? Ich wählte dazu einen sehr persönlichen Rahmen. Bei einem Kurzurlaub im Allgäu im Hotel Prinz Luitpold Bad lud ich zusammen mit meiner Frau den Hotelier Armin Gross zu unserer kleinen Verköstigung ein. Armin Gross kennt sich in Sachen Whisky aus und ist ein Genießer der schottischen Single Mals. In seiner neu eingerichteten Hotelbar gibt es erlesene Tropfen. Ich sitze gerne hier und genieße die feinen Getränke. Da war für ihn das Verkosten des Ardbeg Dark Cove eine ebenso große Ehre wie für mich.

In diesem tollen Ambiente im Hotel Prinz Luitpold Bad  verköstigte ich den Ardbeg Cove 2016.

In diesem tollen Ambiente im Hotel Prinz Luitpold Bad verköstigte ich den Ardbeg Cove 2016.

Die Spannung war im Vorfeld schon groß. In dem Probe, die mir Ardbeg zukommen ließ, zeigte es sich schon. Es ist bislang der finsterste Ardbeg überhaupt, was die Farbe anbelangt.
Im Glas entfaltet er seine fleischige, erdige und würzige Aromen. Ich war überrascht, dass der starke Torfgeruch ausbliebt. Dagegen starke Noten von Bitterschokolade mit etwas Orange, kandiertem Toffee, Kaffee und Eiche waren zu schmecken. Ein Hauch, aber eben nur en Hauch vom rauchigen Lagerfeuer war im Hintergrund zu bemerken mit einem floralem Einfluss, der an blühende Johannisbeersträuche erinnert sowie eine Menge Leinsamenöl.


Kommen wir zum Geschmack: Das Gefühl im Mund ist fast herb oder limettenschalig. Aber der Ardbeg Dark Cove hat noch mehr zu bieten. Anklänge an glimmende Holzkohle huschen über den Gaumen, während Noten von Rosinen, Datteln und Ingwer über einem anhaltenden Schatten von Teeröl liegen. Der Wiederhall von geräuchertem Schinken und tintenfischgeschwärzten Nudeln signalisieren den langen und würzigen Nachhall.
Im Abgang ist der Ardbeg Dark Cove lang, würzig und vollmundig mit anhaltenden Noten von Toffee, Kaffee und Teer. Der Ardbeg Dark Cove wird mit 46,5 % Vol. Alkohol abgefüllt und ist ab dem 28. Mai 2016 ab 18:00 Uhr bei teilnehmenden Ardbeg Embassies erhältlich, ab dem 6. Juni 2016 im ausgewählten Fachhandel. Der Preis liegt bei 84 Euro und ich werde mir ein paar Flaschen für besondere Momente kaufen.

Hinter den Tresen in der Bar vom Prinz Luitpold Bad.

Hinter den Tresen in der Bar vom Prinz Luitpold Bad.

Ardbeg-Nacht am 28. Mai in Hamburg
Ich muss mich noch schlau machen, wo ich meine persönliche Ardbeg-Nacht feiern kann. Am 28. Mai ist Ardbeg Day und Night und ich bin leider nicht in Deutschland.
Ardbegs Heimat hat eine dunkle Vergangenheit: Vor Jahrhunderten schmuggelten die Inselbewohner den Whisky nächtens von den Felsen der Ardbeg Cove zu pechschwarz bemalten Booten, mit denen er zum schottischen Festland auf wundersame Weise gelangte. Dieser dunkle Teil der Geschichte lebt in diesem Jahr erneut auf, wenn im Rahmen des jährlichen Islay Whiskyfestivals der Ardbeg Day am 28. Mai 2016 zur Ardbeg Night wird. In Deutschland steht der kräftig-getorfte Single Malt Whisky in Hamburg im Mittelpunkt: Ich beneide die Hamburger um diesen Termin. Über 500 Mitglieder des Ardbeg Committees treffen sich auf dem Stückgutfrachter Cap San Diego im Hamburger Hafen. Höhepunkt des Abends wird die gemeinsame Erstverkostung der diesjährigen limitierten Sonderabfüllung Ardbeg Dark Cove sein.
Neben Hamburg finden auch auf der schottischen Insel Islay und in vielen Städten der Welt Ardbeg Nächte statt – im vergangenen Jahr versammelten sich insgesamt 15.000 Teilnehmer. Vielleicht mache ich an meinem Urlaubsort meine persönliche Ardbeg-Night. Schließlich sind manche der Veranstaltungen in geheimen und mysteriösen Orten geplant, wo das Ardbeg Committee und dessen Freunde Schmuggelgeschichten hören und eine Nacht lang ihre Lieblingsdestillerie feiern. Ich hab schon eine Idee, wie ich diese Nacht auf Klippen begehen werde. Ermutig werde ich schließlich von Michael Heads, Ardbeg Destillerie Manager und Vorsitzender des Committees: „Whisky zu destillieren und anschließend zu schmuggeln war einst weit verbreitet auf Islay. Und bevor Ardbeg offiziell gegründet wurde, dienten die Inselklippen als besonders berüchtigte Verstecke für Schmuggler“.