Bruce Springsteen im Münchner Olympiastadion

20. Juni 2016
the Boss in München

the Boss in München

Volle Kraft voraus – so lautete das Motto von Bruce Springsteen in München. 3,5 Stunden gab der Boss Gas, Vollgas und rockte mit seiner E-Street Band, was das Zeug hielt. Mit seinen 66 Jahren zeigt der US-Rocker wo der musikalische Hammer ging.
Springsteen erinnerte sich an seinen jüngsten Münchner Auftritt vor acht Jahren als es regnete und eiskalt war. Damals heizte er ein und bei seinem Auftritt 2016 im Olympiastadion legte er noch ein musikalische Briketts nach. Das Wetter passte und die Stimmung ebenso. „Bruce, Bruce, Bruce“ schallte es ihm entgegen als er die Bühne betrat und rockte. Über den Sound im Stadion lässt sich streiten, das Glasdach warf den Rock’n Roll zurück. Die Anlage wurde aufgedreht und was an guten Klang mangelte, wurde durch Lautstärke wieder wett gemacht.

Image des kleines Mannes
Bruce Springsteen hat sich das Image des kleinen Mannes aus der Arbeiterklasse bewahrt. Auf der Bühne ist er ein ehrlicher Arbeiter, mal alleine, mal im Team. Sichtlich machten ihn seine Songs noch Spaß. Die Tour drehte sich um sein Werk the River, das für Springsteen einst richtungsweisend war. Seine Songs sind heute Klassiker der US-Rockmusik geworden. Mitsingen war daher angesagt. Auf der Bühne hingen die US- und die deutsche Fahne. Viel Showeffekte gab es nicht. Die Show ging von Springsteen und seiner Band aus – Reduktion auf das Wichtigste.

Grausames Licht bei den Zugaben.

Grausames Licht bei den Zugaben.

Fuck Trump – politische Botschaft von Bruce Springsteen
Die Lightshow war deutlich reduziert, das Feuerwerk bei American Skin (41 Shots) war im Grunde im Münchner Sommerlicht nicht sehen – es sollten wohl dramaturgisch nur die Shots zu hören sein. Für mich war es allerdings absolut stimmungstötend, dass bei den Zugaben die Stadionscheinwerfer angeschaltet wurden. Das erinnert an den legendären Van Morrison, der bei einem Konzert das Hallenlicht anschalten ließ. Besser kann ich eine Atmosphäre nicht zerstören. Das grelle Fluchtlicht des Olympiastadions machte für mich einen Teil der Atmosphäre des äußerst gelungenen Konzerts kaputt.

Klar, was Bruce Springsteen von Donald Trump hält.

Klar, was Bruce Springsteen von Donald Trump hält.

Bruce Springsteen, der einst als Nachfolger von Bob Dylan positioniert war, steht ganz in der Tradition der US-Folkmusiker. Er zeigt auch politisch Flagge in München. Springsteen hielt ein Pappschild aus dem Publikum hoch: „Fuck Trump, dance with the Boss“ – für mich eine klare Positionierung eines US-Superstars.

Bruce Springsteen als Mitglied der E-Street Band
Er ist ein hervorragender Geschichtenerzähler und zudem ein hervorragender Entertainer. Aber Springsteen ist auch ein prima Teamplayer. Wenn die E-Street Band aufspielt, geht er in den Hintergrund. Er muss nicht eingreifen, denn seine Truppe sind Vollblutmusiker. Ich liebe den alten Totengräber Nils Lofgren mit seinen Pirouetten und den Räuberhauptmann Steven van Zandt, wie immer mit Bandana am Kopf. Der 2011 verstorbene Clarence Clemons wurde eingeblendet, während sein Nachfolger und Neffe Jake Clemons einen super Job am Saxophon ablieferte. Leider, leider hat Springsteen die acht Bläser seiner US-Tour in den Staaten gelassen – der Sound wäre noch voller gewesen. Leider für mich waren auf der Tour 2016 auch nicht Nebraska und Highway Patrolman zu hören, meine Lieblingssongs von ihm.

Bruce Springsteen holt Publikum auf der Bühne
Bruce Springsteen kennt sich aus, wenn es darum geht, das Herz des Publikums zu gewinnen. Im umfangreichen Zugabenset holte er drei Leute aus dem Publikum auf die Bühne.

Eine blonde Dame durfte mit ihm tanzen, aber richtig emotional wurde es bei zwei Kindern auf der Bühne. Bei „Waiting On A Sunny Day“ sang ein kleines Mädchen mit Kranz der Freiheitsstatue herzzerreißend mit.

Dann holte Bruce den kleinen Bruce auf die Bühne und spielte mit ihm Gitarre. Das Münchner Publikum war begeistert und die Kinder werden diesen Auftritt ihr Leben lang nich vergessen.

Die Setlist von Bruce Springsteen im Münchner Olympiastadion
Prove It All Night
Badlands
Out in the Street
Sherry Darling
Two Hearts
No Surrender
Hungry Heart
You Can Look (But You Better Not Touch)
Death to My Hometown
My Hometown (zum ersten Mal auf der 2016-Tour)
Johnny 99
Youngstown
Murder Incorporated
The River
American Skin (41 Shots)
The Promised Land
Working on the Highway
Darlington County
Waitin‘ on a Sunny Day
I’m on Fire
Because the Night
The Rising
Thunder Road
Land of Hope and Dreams
Zugaben
Born in the U.S.A.
Born to Run
Seven Nights to Rock
Dancing in the Dark
Tenth Avenue Freeze-Out
Shout

Zugabe Solo

For You

The Power of Jetzt – Twitter hat Periscope unter einer GUI

17. Juni 2016

Ich bin ein überzeugter Twitterer und trotz all den Abgesang auf diese Social Media-Plattform halte ich daran fest. Ihr findet mich unter @redaktion42. Snapchat hat Twitter in Deutschland überholt. Und dennoch gibt es für mich kein besseres Tool für Aktualität und Interaktion als Twitter. Daher war es für mich eine Freude den Vortrag „The Power of Jetzt – wie der Moment für Marken bedeutender wird“ von Head of Brand Sascha Welters von Twitter Deutschland zu lauschen. Was Sascha Welters damals im Januar 2016 erzählt hat, ist nun eingetreten. Seit gestern habe ich auf meiner Twitter GUI nicht nur die Möglichkeit Texte, Umfragen und Fotos zu posten, ich habe auch die Möglichkeit ein Periscope-Video live zu senden. Twitter ist nun auch im Streaming angekommen und das ist gut so. Vielleicht gibt es die Möglichkeit schon länger, ich habe es eben erst bemerkt.

Periskope ist jetzt in der Twitter GUI - hurra

Periskope ist jetzt in der Twitter GUI – hurra

Leider trifft dies zusammen mit schlimmen Ereignissen. Der Polizistenmörder von Paris filmte sich live am Tatort und streamte über Facebook Live. Inzwischen hat Facebook das Video und den Account des Terroristen stillgelegt, aber die Diskussion um Live-Videos ist voll entbrannt. Die Plattformen Facebook, Twitter und Google entziehen sich ihrer Verantwortung.
„Die Welt verändert sich“, so startete Sascha Welters. Die digitale Transformation läuft. Als Beispiel nannte er den Verfall des linearen Fernsehens. „Das Fernsehen war eine Informationsquelle, um mit ihren Stars in Verbindung zu treten.“ Die Familie heute sitzt kaum noch gemeinsam vor dem Fernseher. Wenn doch, hat jeder seinen eigenen Screen. Ich bekomme Inhalte von meinen Stars in Massen.


Das Bild in öffentlichen Verkehrsmitteln hat sich verändert. Das Smartphone ist allgegenwärtig. Die Mediennutzung hat sich komplett geändert. „Mobile now – the new first screen“ schrieb Business Insider. 20 Prozent der Deutschen sind 2011 mit mobilen Geräten ins Internet gegangen. 2015 waren es 60 Prozent. Sascha Welters zitierte eine Studie, nachdem 20 Prozent von US-Amerikaner lieber eine Woche barfus gehen würden als auf ihr Mobiltelefon verzichten würden. Das Smartphone ist heute ein privates Gerät geworden. Im Schnitt schauen die Menschen 150 Mal pro Tag auf ihr Smartphone.
Sascha Welters, Head of Brand Strategy, Twitter Deutschland, sprach auf dem Trend Day Corporate Video 2016 im Januar 2016 in der Münchner HFF zu den neuen Entwicklungen bei Twitter, Periscope und Bewegbild. The Power of Jetzt – das #jetzt wird durch Periscope verstärkt. Twitter sei laut Welters die einzige Plattform, die keinen Algorithmus verwendet. „Alle kulturellen Events passieren live auf Twitter.“
Klar ist auch: Bewegbild innerhalb des Storytellings schlägt alles. Das hat Sascha Welters vollkommen recht. Ich richte meine Kunden auch gerade auf Bewegbild in sozialen Netzwerken aus. „370 Jahre Videocontent werden jeden Tag auf Twitter konsumiert.“ Dann werd ich mal ein neues Periscope-Video starten.

Mal anders schlafen – die Alternative Airbnb

16. Juni 2016

In den sozialen Netzwerken sehe ich immer wieder Freunde auf Reisen. Sie besuchen wunderschöne Orte, entfernte Städte, faszinierende Länder. Und ich frage immer wieder nach, in welchen Hotels sie absteigen und notiere mir die Adressen, falls ich auch in die Verlegenheit komme, dorthin zu reisen. In jüngster Zeit bekomme ich immer wieder Airbnb als Antwort. Es handelt sich um den massiven Trend der Privatvermietung. Warum in teuren Hotels absteigen, wenn man preiswerter in Privatwohnungen unterkommen kann? Ein Bekannter war neulich im wunderschönen Venedig unterwegs und schlief preiswert über Airbnb, eine andere Bekannte nächtigte in Texas während South by Southwest. „Ein Hotelzimmer wäre viel, viel zu teuer und ich will mitten im Leben sein.“ Ein Programmierer aus dem Freundeskreis nächtigt in SF, um nicht die horrenden Hotelpreise zu bezahlen zu müssen.

Auf zur Reise, doch wo übernachten?

Auf zur Reise, doch wo übernachten?

Organisiert wird das alles über das Netz. Airbnb tritt dabei als Plattform auf und vermittelt zwischen Angebot und Nachfrage. Und wieder ist der Plattformgedanke da, der jetzt auch den Tourismus verändert. Nach der Revolution im Taxi-Bereich durch Uber nun die Revolution im Tourismusbereich. Die Kohle lockt in einer sich veränderten Wirtschaft. Der Wunsch, an der boomenden Tourismusbranche mitverdienen zu wollen, erreicht in immer stärkerem Ausmaß auch den privaten Wohnungsmarkt. Viele sehen darin eine lukrative Einnahmequelle, immer mehr werden Privatwohnungen an Touristen vermietet.

Bisher hab ich auf Reisen nur in Hotels übernachtet.

Bisher hab ich auf Reisen nur in Hotels übernachtet.

In touristisch attraktiven Städten wie München oder Nürnberg wächst mit ständig steigenden Übernachtungszahlen auch der „Grau-Markt“ professionell vermarkteter Ferienwohnungen und Privatapartments.
Wie reagieren nun etablierte Strukturen auf den Plattformgedanken. Im Taxi-Bereich haben die Taxifahrer gegen die neue Konkurrenz Uber mobil gemacht. Im Tourismus-Umfeld wird die Sache etwas schwieriger. Ein Berliner Gericht sieht das Verbot von Ferienwohnungen in der Hauptstadt als rechtens an. Seit Mai dürfen Vermieter nicht mehr über Airbnb, Wimdu und Co. ihre Wohnungen anbieten. Wohnungen in normalen Wohnhäusern als Ferienapartment zu vermieten, ist demnach verboten. Wer es ohne Ausnahmegenehmigung dennoch tut, riskiert bis zu 100.000 Euro Bußgeld.
Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband hat mit einer Pressemitteilung reagiert. „Dadurch“, so DEHOGA Bayern-Präsident Ulrich N. Brandl, „finden sich Wohnungsmieter, in deren Haus Wohnungen plötzlich gewerblich untervermietet werden, oft Belästigungen ausgesetzt.“ „Zudem werden in der Regel die für Beherbergungsbetriebe gültigen Sicherheits- und Hygienestandards nicht beachtet“, ergänzt Stefan Wild, Vorsitzender des Fachbereichs Hotellerie im DEHOGA Bayern, „So fehlen Feuerlöscher und Fluchtwegepläne, die für Hotels durch die Betriebsverordnung vorgeschrieben sind, oft völlig. Ebenso werden allzu oft keinerlei gewerberechtliche oder auch jugendschutzrechtliche Vorschriften eingehalten.“ Fraglich ist weiterhin, ob Steuern ordnungsgemäß abgeführt werden. Die Folgen: Einerseits geht das Modell auf Kosten von Verbrauchern und Steuerzahlern, andererseits ist eine Wettbewerbsverzerrung zu erkennen.

Wo soll man nun einchecken?

Wo soll man nun einchecken?

Alles sicherlich richtige Argumente. Und wenn ich meine Freunde, die Airbnb-Nutzer, damit konfrontiere, ernte ich Schulterzucken. „Preiswert soll es sein und ich will mitten im Leben sein“, bekomme ich die Antwort. Etablierten Systemen mit ihren Kostenstrukturen traut man scheinbar diesen Wandel nicht zu. 2014 hatte der Focus eine Umfrage in Auftrag gegeben: Im Jahr 2014 konnten sich 26 Prozent der Deutschen vorstellen, in ihrem nächsten Urlaub statt eines Hotels eine Privatunterkunft zu buchen – so eine repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag von Focus. Heute werden es deutlich mehr sein.
Brandl fordert: „Dieser Zweckentfremdung von Wohnraum muss entgegengesteuert werden. Denn durch diese Zweckentfremdung geht wertvoller Wohnraum verloren. Gerade in Großstädten, wo Wohnungsknappheit herrscht, ist darauf zu achten, dass der Graumarkt sich nicht als Konkurrenz zu den konzessionierten Betrieben erweist.“ Wilds Fazit: „Um eine Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden, sind für Alle, die ihre Privatwohnungen gewerblich vermieten, Regelungen einzuhalten, egal ob es sich hier um sicherheitsrechtliche oder steuerrechtliche Bestimmungen handelt. Dieser Missbrauch muss stärker kontrolliert werden, deswegen unterstützen wir ausdrücklich alle Bemühungen von Städten und Kommunen, die zur Einhaltung von Recht und Gesetz beitragen.“
Die Zahlen von Airbnb sind eindrucksvoll. Airbnb, gegründet im August 2008 mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, führt Menschen in jeder Preisklasse in Reiseerlebnissen zusammen. „Mit unserem erstklassigen Kundenservice und einer ständig wachsenden Zahl von Nutzern ist Airbnb der einfachste Weg, mit Deinem freien Wohnraum Geld zu verdienen und ihn Millionen von Menschen vorzustellen“, heißt es auf der Website des Unternehmens. Gesamtzahl der Gäste: +60.000.000, Städte +34.000 (sogar mein Dorf in dem ich lebe, ist dabei), Schlösser +1.400 und in Länder +191
Wie ist eure Meinung zu dem Thema?

Fotoautomat auf einer Party – Foboxy in der Praxis

15. Juni 2016

Neulich war ich auf eine Hochzeit eingeladen. Ein Familienmitglied meiner Frau schloss den Bund zur Ehe. Alles Gute dem Brautpaar. Um die Hochzeitsfeier etwas lockerer zu gestalten, griff das Brautpaar auf eine witzige Idee zurück. Sie mieteten eine Foboxy.

Foboxy war eine nette Abwechslung für die Hochzeitsgäste.

Foboxy war eine nette Abwechslung für die Hochzeitsgäste.

Foboxy – dahinter verbirgt sich eine moderne Sofortbildkamera und das Ding sorgte auf der Party für richtig Stimmung. Foboxy kommt als Komplettlösung daher – Kamera, Drucker, Licht und Kostüme. Aufgestellt, Stecker rein und los geht’s. Die Hochzeitsgäste statten sich mit Perücken, Brillen, Hüte, Accessoires aus und postieren sich vor der Foboxy. Ein Countdown zählt herunter und es werden insgesamt vier Bilder geschossen. Mit einer Handsteuerung kann der Hochzeitsgast das Ganze auslösen und auch misslungene Bilder löschen.


Sind die vier Bilder geschossen, wird das Foto vom internen Fotodrucker geprintet. Das Ganze dauert ein paar Sekunden, die Qualität ist nicht gerade göttlich, aber Foboxy macht unglaublich Spaß. Wenn das Papier leer ist, wird Fotopapier in DIN A6 Format einfach nachgefüllt, ebenso Tinte. Das ganze Zeug ist im Foboxy-Paket dabei. Also auch technische Laien können die Foboxy bedienen.
Bei der Hochzeit posierte Jung und Alt vor der Fotokiste. Es wurden ernsthafte Gruppenbilder genauso geschossen wie Blödelbilder. Ich posierte mit meiner Familie und machte mit K1 und K2 auch ein paar Einzelbilder. Einmal posierte ich allein vor der Foboxy. Damit die Bilder nicht verloren gehen, werden die Aufnahmen zusätzlich auch auf einem USB-Stick für das Hochzeitspaar gespeichert.

Meine Ergebnisse mit der Foboxy.

Meine Ergebnisse mit der Foboxy.

Das ganze System ist ideal für so manchen Kunden von mir. Das Layout der Fotos kann gebrandet werden. Die Kosten für Foboxy halten sich im Rahmen und die Resonanz der Leute ist genial. Ich kann mir viele Einsatzmöglichkeiten vorstellen. Ich probiere es bald einmal aus.

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Ersatzteil für den Webergrill

14. Juni 2016

Ich geb es zu, ich mag meinen Webergrill. Meine Frau hat ihn mir zum Geburtstag geschenkt und seitdem grille ich Tag ein, Tag aus. Beim Grillkurs der Metzgerei Moser in Landsberg habe ich mich fortgebildet und auch darüber gebloggt. Bisher hatte ich keine Probleme mit meinem Webergrill. Ich habe einen Gasgrill der Spirit-Serie. Fleisch, Fisch und Gemüse wird zubereitet – meine Pizza mache ich nach wie vor im Ofen.

Meine Flavorizer Bars vom Webergrill waren schon fertig mit der Welt.

Meine Flavorizer Bars vom Webergrill waren schon fertig mit der Welt.

Aber durch die intensive Nutzung beginnt seit einiger Zeit einzelne Teile des Grills zu verschleißen. Bei uns wird eben sehr viel und sehr intensiv gegrillt. Die ersten Opfer waren die drei Flavorizer Bars oder Aromastäbe beim Webergrill. Sie wurden porös, Rost setzte sich an und die Dinger lösten sich auf. Die Folge ist, dass das Fett des zu grillenden Fleisches auf die Brennstäbe tropft und sich entzündet. Das kostbare Grillgut verbrennt.


Das darf nicht sein. Ich beriet mich mit meinem Kollegen Günter Bugar, einem absoluten Grillfan aus dem schwäbischen Gersthofen, und schnell war klar, es muss Ersatz für die Flavorizer Bars oder Aromastäbe her. Die Abwicklung über Weber direkt war mir zu viel Action. Nach ein wenig hin und her beschloss ich, mir diese Ersatzteile selbst zu kaufen und nachdem ich mit dem Onlinestore Weststyte gute Erfahrungen gemacht habe, schaute ich hier nach Ersatz. Es gibt sicher viele andere Stores und Baumärkte, aber das Team von Weststyle hat mich einmal hervorragend beraten und das habe ich nicht vergessen. Also auf der Website nach Ersatz für meine Flavorizer Bars gesucht und auch gefunden. Für mein Spirit-Modell gibt es nur die Variante aus Edelstahl.
Bestellt und über Amazon Payment abgerechnet – dies halte ich für einen USP eines jeden Onlineshops. Über Nacht kam die Bestätigung per Mail und zwei Tage später hatte ich die gut verpackten Flavorizer Bars als DHL-Paket in der Garage. So muss Service im 21. Jahrhundert sein. Es webert wieder.

Hirsch Poldi als Ingress-Portal vorm Hotel Prinz Luitpold Bad

13. Juni 2016

Im Tourismus wird mit allerlei Attraktionen gearbeitet, um auf seinen USP aufmerksam zu machen. Manches Mal bekommt ein Hotel auch Werbung ohne dafür etwas getan zu haben. Wie hier: Eine recht ungewöhnliche Konfrontation führte ich mit einem mir Unbekannten vor meinen Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Vor dem 152 Jahre alten Hotel steht ein Bronze Hirsch, den die Eltern von heutigen Hotelier Armin Gross aufgestellt haben.

Um Poldi vor dem Hotel Prinz Luitpold Bad entbrannte ein heftiger Streit.

Um Poldi vor dem Hotel Prinz Luitpold Bad entbrannte ein heftiger Streit.

Genau um diesen Hirschen, Poldi genannt, entbrannte ein heftiger Kampf. Aber der Kampf wurde ausschließlich virtuell ausgetragen.
Während meine Frau das Auto vom Hotelparkplatz holte, stand ich mit meinem Smartphone vor dem Hirschen und zuckte auf einmal. Ich hatte in Ingress den Hirschen gerade erobert. Ingress ist ein moderne Form von Geochaching von Google. Die gute und die böse Welt treten um die Weltherrschaft gegeneinander an. Ich bin grün und gehöre damit zur guten Fraktion. Inzwischen bin ich als redaktion42 auf Level 5. Für Google hat es den Vorteil, dass der Datensammler genau kontrollieren kann, wo ich mich gerade befinde. Sei es drum.

Angriff auf den Hirschen in Ingress.

Angriff auf den Hirschen in Ingress.

Auf jeden Fall hatte ich das Portal den Hirschen erobert und war gerade dabei das Vieh zu sichern, einen Schutzschild zu errichten. Dazu baut man als Spieler so genannte Resonatoren auf und errichtet ein wehrhaftes Schutzschild und versucht sich mit anderen Portalen zu verlinken. Klingt kompliziert, ist es aber nicht, sobald man sich ein wenig damit beschäftigt. Und bitte fragt mich nicht nach dem Sinn.
Auf jeden Fall ist der Hirsch ein gutes, grünes Portal und als ich gerade gehen wollte, wurde mein frisch errichtetes Portal von der blauen Fraktion angegriffen. Einige Meter von mir entfernt stand ein unbekannter Mann mit seinem Smartphone und griff wohl mein Portal an. Das sind echte Probleme in der virtuellen Welt. Er feuerte ein paar Salven von einer virtuellen Waffe ab, aber meine Verteidigung hielt stand. Dann zog der Typ ab. Ich warf ihn einen bösen Blick hinterher, war aber stolz, dass ich gesiegt hatte. Poldi gehört für einige Zeit mir.
Ein Albay hat das Hirschportal angelegt. Wer das ist, wusste Armin Gross nicht. Er selbst ist kein Ingress-Spieler, freut sich aber dass der Poldi seiner Eltern in die virtuelle Welt Einzug gehalten hat. Tja, auch das ist Tourismus und hier wird mit harten Bandagen gekämpft.

Kritik: Paul McCartney im Münchner Olympiastadion 2016

12. Juni 2016

Paul McCartney im Münchner Olympiastadium

Paul McCartney im Münchner Olympiastadium

Auch Petrus ist ein Beatles Fan. Nach rund zwei Wochen Dauerregen kam Paul McCartney ins Münchner Olympiastadion und siehe da: Here comes the sun. Bei strahlendem Sonnenschein gab Paul McCartney ein routiniertes Konzert im fast vollbesetzten Haus.
Jemand wie Paul McCartney hat ein Problem vor dem andere Musiker gerne stehen würden. Er hat zu viel Material, zu viel gutes Material. Andere Musiker haben einige Hits und müssen eine zwei-Stunden-Show damit bestreiten. Paul McCartney hat Hits en masse und muss wählen, was er zum Besten gibt. Die Wahl des Abends war gut: Eine Brise Solo, eine Brise Wings und ein bisschen mehr Beatles – und uns Fans hat es gefallen.
Sir Paul sprach an dem Abend Deutsch, was die anwesenden Fans im Olympiastadion honorierten. „Servus München! Ich werde versuchen, ein bisschen Deutsch zu sprechen.“ Hat er gemacht und es war eine nette Geste. Schließlich war Paul McCartney schon mal zu Gast in München. 1966 mit seinen Freunden John, George und Ringo als ihn die Bravo-Blitztournee in den Circus Krone geführt hat. Zur Vorbereitung habe ich mir mein Bravo-Programm der damaligen Tour aus meinem Archiv geholt und ein bisschen in den vergilbten Seiten geschmökert.

Paul McCartney im Münchner Olympiastadium

Paul McCartney im Münchner Olympiastadium

Damals 1966 als Paul in München rockte, war ich noch nicht geboren – der Fluch der späten Geburt. Das Phänomen Beatles kenne ich nur aus Erzählungen, bei der Auflösung der Fab Four war ich noch zu klein. Aber die Musik kenne ich und ich liebe sie. Beatles laufen heute bei uns auf Vinyl, auf CD und digital. Beatles Songs gehören für mich zur Volksmusik, zum Kulturerbe. Jeder kann sie mitsingen. Und als ich bei Paul McCartney im Münchner Olympiastadion saß, meine Augen geschlossen hatte und der Musik lauschte, da passierte es. Ich hörte die wunderbare Musik und es wurde mir klar: Dieser Mann auf der Bühne hat zusammen mit John Lennon diese fantastische Musik geschrieben – und ich bin live dabei. Was für ein Gefühl! Mir ist bewusst geworden: Ich sehe hier eine Legende. Und ich verneige mich vor dieser Legende.


Und Paul gedachte auch der alten Zeiten. Er widmete Songs seiner verstorbenen Frau Linda, George Martin und seinen Kumpels John Lennon und George Harrison. Besonders Harrisons Song Something berührte uns alle sehr. Paul begann auf der Ukulele die Harrison-Komposition anzustimmen, sang ein, zwei Strophen und dann setzte die Band mit ein – ein wahres Gänsehaut-Feeling.
Ein ähnliches Feeling kam auf, als das ganze Stadium Hey Jude, Yesterday, meinen Lieblingssong Let it be und Ob-La-Di, Ob-La-Da oder gleich als Opener A Hard Days Night mitsang. Wunderschön auch aus den Pepper-Zeiten Being for the Benefit of Mr. Kite! sowie ein absolutes starkes Birthday – gegen Ende des Konzerts wurden sogar zwei Geburtstagskinder aus dem Publikum auf die Bühne gebeten. Auch eine schöne Geste. Eine Besonderheit gab es auch: Es gab von The Quarrymen, der Band vor den Beatlesm den den Song In Spite of all the Danger.
Die Lightshow kam bei Sonnenschein nicht so zur Wirkung. Kaum war die Sonne untergegangen, dann drehten die Licht- und Pyrotechniker voll auf. Absoluter Höhepunkt war wohl hier der James Bond-Klassiker und Wings-Hit Live and let die. Sir Paul, die Band und vor allem die Technik zogen alle Register. Expositionen, Laser, Light und ein bombastisches Feuerwerk stieg in den Himmel über den Olympiastadium und auch die nichtzahlenden Fans vom Olympiahügel kamen in den Genuss des Showspektakels.
Paul McCartney ist ein toller Showman und sich um seiner Wirkung bewusst. Sehr nett seine Standard-Aussage beim Ablegen des Sakkos: „Das ist der einzige Klamottenwechsel des gesamten Abends.“ Er bleibt auch mit 74 Jahren der symathische Spitzbub. Während John Lennon der Intellektuelle, George Harrison der Geheimnisvolle und Ringo Star der Witzbold war, spielte McCartney immer die Rolle des Symapthieträgers.
Am Ende des Konzerts kommt wie immer das Medley von Abbey Road – mit The End. Danke Paul McCartney, danke für den schönen Abend und danke, dass du meine Frau wieder zum Teenager wurde. Ach ja, lieber Petrus, lass George und John im Himmel lauter jammen – George Martin produziert freilich.

Die Setlist Paul McCartney in München 2016, wie ich sie in Erinnerung habe.
„A hard Day’s Night“
„Save us“
„Can’t buy me Love“
„Letting go“
„Temporary Secretary“
„Let me roll it“ (mit „Foxy Lady“ zum Ausklang)
„I’ve got a Feeling“
„My Valentine“
„Nineteen Hundred and Eighty-Five“
„Here, there and everywhere“
„Maybe I’m amazed“

„We can work it out“
„In Spite of all the Danger“
„You won’t see me“
„Love me do“
„And I love her“
„Blackbird“
„Here today“

„Queenie Eye“
„New“
„The Fool on the Hill“
„Lady Madonna“
„FourFiveSeconds“
„Eleanor Rigby“
„Being for the Benefit of Mr. Kite!“
„Something“
„Ob-La-Di, Ob-La-Da“
„Band on the Run“
„Back in the U.S.S.R.“
„Let it be“
„Live and let die“
„Hey Jude“

„Yesterday“
„Hi, Hi, Hi“
„Birthday“
„Golden Slumbers“
„Carry that Weight“
„The End“

Einladung: Schüler aus Bayern fliegt zur Apple WWDC-Konferenz

10. Juni 2016
Think different: Bastian Aigner fliegt auf die WWDC, spricht vorher aber mit Matthias J. Lange von redaktion42.

Think different: Bastian Aigner fliegt auf die WWDC, spricht vorher aber mit Matthias J. Lange von redaktion42.

Über ein Losverfahren wurden die Tickets zur diesjährigen WWDC von Apple in San Francisco vergeben. Die WWDC ist die World Wide Developers Conference, die weltweite Entwicklerkonferenz des IT-Riesen aus Cupertino. Eine Woche lang werden im Messezentrum Moscone Center von San Francisco tausende von IT-Nerds Software-Probleme diskutieren. Zum dritten Mal ist der 17jährige Schüler Bastian Aigner vom Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien mit dabei. Das Besondere: Er ist Student Scholarship Recipient, das bedeutet, Apple lädt ihn kostenlos auf die WWDC ein und fördert den jungen IT-Nerd. Das ist eine besondere Ehre, denn es werden nur rund 300 Student Scholarship Recipients von Apple eingeladen – Bastian Aigner ist einer von ihnen.

Apple hat erkannt, welches Potenzial in dem jungen Mann steckt und bietet ihm jetzt zum dritten Mal die Teilnahme an der WWDC an. Das ist unter den Apple-Freaks eine hohe Ehre und Auszeichnung. Flug und Unterkunft in San Francisco muss der 17jährige Schüler des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien allerdings selbst zahlen. Via Airbnb hat er zusammen mit einem Kollegen aus Stuttgart in San Francisco eine Unterkunft gefunden, die bezahlbar ist.

Das Webteam vom  Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien.

Das Webteam vom Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien.

Die Schulbefreiung hat er zudem bekommen. Michael Häußinger, Direktor des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien, steht voll und ganz hinter Bastian Aigner, der auch im Webteam der Schule mitarbeitet. Aigner hat zahlreiche Apps programmiert, wie ein Vertretungsplan-App. Im Moment arbeitet er an einer Lateinnachhilfe-App für die Schule. „Wir sind extrem stolz auf so eine Leistung und unterstützen unseren Schüler bei seinem Weg“, so Direktor Michael Häußinger, selbst ein Apple-Anhänger der ersten Stunde.
Neben den technischen Schulungen und Seminaren der ganzen Woche reizt Bastian Aigner vor allem das Zusammentreffen mit Apple Größen. Natürlich wird er bei der Keynote von Tim Cook am kommenden Montag ganz vorne mit dabei sein. Es sind Ehrenplätze für die Student Scholarship Recipients reserviert. Zudem gibt es spezielle Einladungen für die Gruppe. Apple weiß, wie wichtig der Nachwuchs ist und pflegt ihn entsprechend. Bastian Aigner hat auch die Möglichkeit mit dem Management von Apple zu sprechen und zu fachsimpeln. Leute wie Apple Chef Tim Cook, die Software-Entwickler des Unternehmens aber auch Marketingchef Phil Schiller und Design-Papst Sir Jonathan Ive sprechen mit dem 17jährigen Mann und hören sich seine Ideen an. Wenn das keine Ehre ist ….

Fleischautomat vom Direktvermarkter

9. Juni 2016
Maisach hat jetzt seinen ersten Fleisch- und Wurstautomaten vom Hofladen Widmann aus Fußberg.

Maisach hat jetzt seinen ersten Fleisch- und Wurstautomaten vom Hofladen Widmann aus Fußberg.

Unser kleines Dorf hat eine Neuerung: Einen Fleisch- und Wurstautomaten. Da lacht das Herz des passionierten Webergrillers und ich musste es gleich ausprobieren.
Der Hofladen Widmann, ein Direktvermarkter aus Fußberg, einem ganz kleinen Ortsteil von Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck, hat in der drei Gemeinden einen Fleisch- und Wurstautomaten aufgestellt: Maisach, Gröbenzell und Überacker. Die Waren kommen direkt aus der eigenen Schlachtung des Hofladens und sind super frisch. Dabei handelt es sich um Ochsenfleisch aus Heidehaltung. Vollmilchkalbfleisch, Schweinefleisch, Geflügel sowie verschiedene Wurstsorten aus eigener Herstellung, Ich musste das Angebot Im Automat gleich mal ausprobieren. Der Webergrill zu Hause freut sich auf Nachschub.


Zum Grillen wählte ich das marinierte Ochsenfleisch, vier Scheiben rund 700 Gramm für 13,80 Euro. Zudem gab es Wiener Würstchen, sieben Stück für 4,80 Euro. Keine Supermarktware, von der ich nicht weiß, vorher die Produkte stammen, sondern Fleisch und Wurst aus der Region. Am Freitag ist bei uns Wochenmarkt im Dorf, da kaufe ich beim Stand des Hofladens Widmann ein. Die Preise sind freilich höher als die Preise im Supermarkt, aber die Qualität ist hervorragend und ich weiß, woher die Tiere stammen und wie sie gehalten werden.

Schade, der Automat nimmt nur Papiergeld.

Schade, der Automat nimmt nur Papiergeld.

Leider nimmt der Automat nur Fünf-, Zehn- und Zwanziger-Scheine und kein Plastikgeld. Das finde ich schade, denn ich bin mehr mit Plastik- als mit Papiergeld unterwegs. Die Bedienung des Geräts ist einfach. Zunächst den Geldschein einführen und dann wird der Kredit im Display angezeigt. In meinem Fall 20 Euro.

Nummer eingeben und fertig.

Nummer eingeben und fertig.

Dann die Nummer des gewünschten Produkts eingeben. Nach ein, zwei Sekunden fährt ein Greifer zum Produkt, nimmt es heraus und transportiert es in den Auswurfschacht. Dann die Ware entnehmen. Also ganz so, wie man es von Getränkeautomaten u.a. kennt. Mein Ochsenfleisch war wunderbar gekühlt und ordentlich verpackt. Nicht vergessen am Schluss die Restgeldtaste drücken und sich das Wechselgeld auswerfen lassen. Natürlich kann auch weiter eingekauft werden.


Was passiert, wenn ich eine Auswahlnummer drücke und es ist kein Produkt mehr vorhanden? Das wollte ich beim ersten Test nicht ausprobieren. Ich hoffe, der Automat erkennt meinen Fehler und weißt mich darauf hin.
Ich finde es großartig, dass der Hofladen Widmann diesen Fleisch- und Wurstautomaten aufgestellt hat. So kann ich auch am Wochenende frische Grillware einkaufen, wenn ich es am Freitag am Wochenmarkt nicht schaffe (weil ich beispielsweise arbeiten muss). Und ich finde es bemerkenswert, dass es kein klassischer Metzger ist, der den Automat aufgestellt hat, sondern ein Direktvermarkter. Ich komme jetzt auch unter der Woche zu guten Produkten, denn der Hofladen hat nur Freitag und Samstag geöffnet.

Das Ochsenfleisch auf dem Webergrill.

Das Ochsenfleisch auf dem Webergrill.

Wie wird der Automat jetzt bekannt? Leider hat der Hofladen keine Website und ich habe auch kein Engagement in den sozialen Medien gefunden. Das Marketing läuft über klassische Mundpropaganda und Flyer. Hier könnte noch mehr drin sein, damit der ROI bei der Anschaffung der Wurstautomaten bald eintritt.

Mallorca – unsere Hotelappartement Parque Mar in Cala d’Dor

8. Juni 2016
Urlaub in Parque Mar auf Mallorca.

Urlaub in Parque Mar auf Mallorca.

Wer arbeitet, der soll auch Urlaub machen. Meine Familie und ich – wir hatten uns dieses Jahr den Urlaub verdient. Ich war viel auf Vorträgen unterwegs, meine Frau gestaltete ihren Arbeitsbereich als Geschäftsführerin prächtig und K1/2 lieferten in der Schule ihre Leistungen ab. Also Urlaub zu Pfingsten stand an und die Familie wählte Mallorca als Urlaubsziel. Wir waren damit zum dritten Mal auf der Insel und mögen diesen Teil von Spanien sehr gerne.
Mallorca bedeutet für mich Entspannung. Was nicht gemeint ist, sind die Touristenbunker um den Ballermann. Ich schäme mich, wenn ich das Treiben so mancher deutschen Touristen dort sehe. Party, Party, Party und die Sau rauslassen – nein danke. Wir haben uns diesen Teil von Malle angesehen – mit Abscheu und mit Scham. Wie kann man sich so in einen fremden Land aufführen?

Hotelappartement Parque Mar im Süden der Insel
Unser Urlaub soll anders aussehen. Wir entschieden uns für ein Hotelappartement im Süden der Insel in der Nähe von Cala d’Dor. Die Anlage heißt Parque Mar und ist fest in Schweizer Hand. Die Ferienwohnungen gehören hauptsächlich Eidgenossen und es gefällt uns sehr gut. Der Tipp für Parque Mar kam über meinen Kollegen Sebastian Dosch. Er war von der Anlage sehr angetan und empfahl sie uns weiter. Wir testeten und stimmten ihm zu, danke Sebastian für diesen hervorragenden Tipp. Auf dein Urteil kann man sich verlassen.
Im dritten Jahr in Parque Mar waren wir Profis, kannten uns aus und fühlten uns dort heimisch. Unsere Ferienwohnung war traumhaft, es war die Wohnung Nummer 901 mit Blick auf das Meer. Die Wohnung verfügt über zwei Schlafzimmer, zwei Badezimmer und eine Wohnzimmer mit angeschlossener Küche. Zur Terrasse führten zwei Türen und ein kleines Gärtchen mit Liegen gehört auch zu unserem Reich. Das Appartement wird alle zwei Tage gereinigt. Ich habe hier ein kleines Video mit einem Rundgang durch das Appartement gedreht, um einen besseren Eindruck zu vermitteln.

Die Küche in unserem Appartement ist extrem hochwertig, es waren Miele Geräte, das Besteck und die Töpfe stammten von WMF (ich musste also keine extra Pfanne zum Kochen kaufen) und das Geschirr kommt aus der hochwertigen IKEA-Reihe. Die Küche war übrigens die meiste Zeit mein Reich. Mallorca bietet wunderbaren Fisch und so gab es praktisch zu jeder Mahlzeit frischen Fisch, zubereitet mit Olivenöl und Knoblauch sowie frischen Tomaten und Zwiebel. Kulinarisch war der Urlaub für mich ein Fest. Ab und zu gingen wir essen, aber die meiste Zeit gab es Fisch in der Ferienküche.

Der Fisch stammte aus einem Supermarkt aus Cala D‘Dor, ein paar Kilometer mit dem Auto entfernt. Wir hatten ja am Flughafen Palma einen Mietwagen geordert. Über die Erfahrungen mit der Mietwagenfirma Goldcar habe ich bereits gebloggt. Der Weg zur Anlage Parque Mar von Cala D‘Dor habe ich in einem Hyperlapse-Video festgehalten.

Parque Mar hat als Slogan „.. ein schönes Stück Mallorca“ und diese Aussage stimmt. Die Besitzer der Anlage achten auf Sauberkeit und legen Wert auf Details. Jede Wohnung wird bei Anreise der Gäste mit einer Checkliste überprüft. Das ist so eine Art spanisches QM-System. Einzige Kritik an dem System bei uns: Im Schlafzimmer von K1/2 hängt ein Flachbildfernseher, aber die Fernbedienung hatte keine Batterie. Wir gaben die Fernbedienung am ersten Tag an der Rezeption ab und sahen die Fernbedienung niemals wieder. Hier hat das QM versagt. Fernsehen fiel also für K172 in ihrem Zimmer aus – vielleicht auch kein Nachteil.


Die Anlage Parque Mar selbst verfügt über drei Pools, einen für die Großen zum Schwimmen, einen Salzwasserpool in einer Ruhezone (ich wurde gleich zurecht gewiesen, weil ich mich mit K1 über Videospiele unterhalten habe) und einen Planschpool für die Babys. Die Pools dürfen von 8 bis 20 Uhr genutzt werden. Hier achtet das Personal streng darauf – wobei ich als Rebell schon um 7.45 Uhr ins Wasser gesprungen bin. Oh ja, ich bin ein Rebell und was für einer.
Weiterhin gibt es allerhand Freizeitmöglichkeiten wie Schach, Tennis, Volleyball, Bocciabahn und Sport-Animation. K2 hat den Tauchkurs ausprobiert und war begeistert. Jetzt hab ich das Problem, dass K2 tauchen lernen will und das in Oberbayern. Für den platzeigenen Kinderspielplatz waren K1/2 längst zu groß, ist aber nett gemacht.
Die Anlage ist bepflanzt und wird von mehreren Gärtner gepflegt, Die Sprinkleranlage im Park wird mit aufbereitetem Wasser betrieben. Dies ist kein Trinkwasser, Für das Trinkwasser in der Anlage gibt es eine parkeigene Osmosis-Anlage, weil ich das Wasser auf der sonstigen Insel bei einem empfindlichen Magen nicht unbedingt zum Trinken empfehlen würde.
Es gibt ein Restaurant in der Anlage, das ich nicht genutzt habe, dafür aber reichlich die Bar, um abends einen Absacker zu mir zu nehmen. Leider gab es keinen Ardbeg, so dass ich die Ardbeg-Nacht nicht standesgemäß feiern konnte. Es gab ein wechselndes Abendprogramm, an dem ich nicht teilgenommen habe, es aber dafür gehört habe. Die Hits unserer Jugend wurden zum Besten gegeben. Brauche ich nicht, bei Musik bin ich empfindlich und habe meine eigenen Sachen gehört. Der Service in der ganzen Anlage war freundlich und sprach in der Regel mehrere Sprachen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt.


Es gibt in der Anlage kostenpflichtiges WLAN, im Restaurant und an der Bar gibt es für eine Stunde kostenfreies WLAN. Das ist ganz nett, um ein paar Mails abzurufen, aber unter leistungsstarkem WLAN verstehe ich etwas anderes. Hier gilt es nachzubessern. Meinen mobilen WLAN-Router hatte ich dabei und war somit unabhängig. Über meine Erfahrungen mit dem Router habe ich hier geschrieben. Ich bin für wichtigere Online-Arbeiten ins 15 Minuten entfernte Santanyí gefahren, in das Coworking Space Rayaworx von Doris und Rainer Schuppe. Ich habe über Rayaworxs in meinem Blog geschrieben.

Blick aufs Meer - für mich eine Erholung.

Blick aufs Meer – für mich eine Erholung.

Meer bringt mir Ruhe
Mir war das Meer wichtig. Ich wollte einfach nur sitzen und auf die offene See hinausschauen. Die Anlage liegt am Meer und hat auch einen felsigen Zugang zum Meer. Fürs Baden ist der Steg nicht geeignet, dafür zum Tauchen. Mir selbst war die Brandung zu heftig, aber es gibt eben mutigere Menschen als mich. Mir reichte das Zuschauen. Ich besuchte das Meer bei Sonnenaufgang und bei Sonnenuntergang. Ich liebe es, wenn sich die Wellen an den Felsen brechen und ich die Naturgewalten beobachten kann. Ich nahm auf einer Bank oder am Steinboden Platz. Dabei kann ich entspannen, die Seeluft atmen und meinen Gedanken nachhängen.

Kakteen in Parque Mar mit viel Liebe zum Detail
Die Anlage Parque Mar hat viel Liebe im Detail. Das fällt vor allem in der Kakteenanlage auf. Am Meeresufer gibt es einen kleinen Kakteenpark. Jetzt bin ich nicht unbedingt der Freund der stechenden Pflanzen, aber die Kakteen wurden mit viel Liebe und Sorgfalt gepflanzt. Es war für mich eine Art spanischer Zen-Garten.

Mehr mehr von Kakteen sehen will, dem empfehle ich einen Besuch von Bontanicactus. Botanicactus ist ein Botanischer Garten auf Mallorca. Er liegt im Süden der Insel in der Nähe von Ses Salines. Er umfasst 50.000 m² tropische Vegetation und ist der größte bonanische Garten in Europa. Er zeigt die ungeheure Vielalt von Kakteen.

Rundum, wir haben uns im Pfingsturlaub wohl gefühlt. Ich kann die Anlage Parque Mar bei Cala d’Dor auf Mallorca als Tourismusblogger voll und ganz empfehlen. Wer ein wenig Ruhe und dennoch Komfort eines Hotelappartements sucht, der ist in Parque Mar an der richtigen Adresse. Mal sehen, wohin es mich nächstes Jahr hin verschlägt. Ich bin für Vorschläge offen. Bitte einfach melden.