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Vibram FiveFingers Furoshiki – Laufen wie die Japaner

7. Juni 2016
Abendspaziergang in Palma mit den richtigen Schuhen.

Abendspaziergang in Palma mit den richtigen Schuhen.

Für meinen jüngsten Urlaub in Mallorca wählte ich leichtes Schuhwerk aus. Als Fan von Vibram freue ich mich immer über neue Ideen für meine Füße. Also kamen dieses Mal Vibram FiveFingers Furoshiki ins Gepäck. Die Schuhe sind leicht, bequem und waren für den Mallorca-Urlaub ein Hingucker.


Ich spreche kein Japanisch, aber ich glaube Furoshiki ist eine traditionelle Form der Verpackung mit einem Tuch. Vibram hat das Wickelkonzept des Lastentragens auf Schuhe übertragen. Aufgrund der anatomischen Sohle und dem Stretchgewebe passt sich der Schuh bequem an jeden Fuß an. Durch das Umhüllen des Oberfußes mit dem elastischen Stretchgewebe und dem einzigartigen Schließsystem gibt der Schuh dem Fuß einen sicheren Halt. Ich habe dieses Mal als Farbe Schwarz gewählt, aber es gibt Vibram FiveFingers Furoshiki in verschiedenen Farben. Aber ich wollte nicht zu sehr auffallen.

Gewickelter Schuh durch die Vibram FiveFingers Furoshiki

Gewickelter Schuh durch die Vibram FiveFingers Furoshiki

Ich habe die Schuhe am Strand, am Pool und in der Stadt getragen. Sie drücken nicht, aber trotz schwarzer Farbe sind die aufgefallen. Die Leute haben mich angesprochen und waren neugierig. Ich empfinde den persönlichen Gehkomfort als sehr hoch und kann die Vibram FiveFingers Furoshiki weiterempfehlen. Allerdings fallen die Schuhe etwas klein aus, also ruhig eine Nummer größer bestellen.
Wollte ich barfuß laufen, lassen sich die Schuhe zusammenwickeln und in einen Beutel verstauen. Die Schuhe wiegen nur 220 Gramm und passen in jedes Gepäck. Nach dem Urlaub kamen sie in die Waschmaschine bei 30 Grad Celsius, nachdem sie in Mallorca überall dabei waren und von mir getragen wurden.

Barfuß im Park – Barfußrundgang in Bad Wörishofen

28. August 2015

Ich mag den Robert Redford/Jane Fonda-Film Barfuß im Park und getreu dem Titel wandelte ich in Bad Wörishofen barfuß durch den Kurpark. Dort gibt es in einen speziellen Barfußrundgang von 1,5 Kilometer Länge. Bei den hohen Temperaturen der vergangenen Wochen war es ein Hochgenuss für Füße und Geist, den Weg zu gehen und zu spüren – eine sehr schöne Idee des Kurortes Bad Wörishofen.

Vibram
Allerdings war ich feige und zog meine Vibram Fivefingers an. Mit diesen Schuhen gehe ich wie barfuß, bin allerdings nicht barfuß. Es gibt diese Schuhe in verschiedenen Variationen und ich habe die leichte Variante angezogen, bei denen ich den Untergrund spüre. Meine Familie war mutiger und ging den Barfußrundgang komplett ohne Schuhe (aber dafür mit Geschrei).

Wir starteten an der Station Schlamm-Fuß. Hier wird ein Kindheitstraum wahr. Einfach barfuß durch den Schlamm laufen. Der weiche Schlamm umspült die Füße, ein schönes Gefühl. Es gab ein Schild, dass das Schlammloch maximal 50 Zentimeter tief sein sollte. Denkste: Im hinteren Teil war es deutlich tiefer und eine Familie mit einem überdrehten Jungen probierte es trotz unserer Warnungen aus – wir haben dann schadenfroh gelacht.


Nach dem Abduschen der Beine und Füße ging es dann in ein Labyrinth. Es ist im Grunde eine Schnecke, die kreisförmig zur Mitte führt und wieder hinaus. Der Weg dahin ist mit unterschiedlichsten Materialien ausgelegt, darunter gehäckselter China Schilf, Rundkies, behauener Granit, Flusskies oder Natursand. Der Rundgang hat Spaß gemacht und es tat gut, die unterschiedlichen Oberflächen mit seinen Füßen zu spüren.


Weiter ging es über verschiedene Geräte zum Balancieren. Sebastian Kneipp, der Übervater von Bad Wörishofen, betonte immer wieder die Wichtigkeit der Balance, also im Gleichgewicht zu sein. „Was Sie hier körperlich üben können, sollte zur inneren Haltung werden“, heißt es auf einem Hinweisschild im Kurpark. Vorsicht: Ganz so leicht sind die Übungen nicht – zumindest waren sie es für mich nicht. Und die innere Balance zu finden, ist eine wichtige Aufgabe.


Erfrischung war angesagt in einem kleinen Bach. Füße ins Wasser und genießen. Hier läuft das Wasser in zwei Richtungen. Das Ganze soll eine psychologische Wirkung haben – ankommendes und wegfließendes Wasser. Kann möglich sein und klingt auch logisch, allerdings war der Bach mit Kindern überlaufen und es herrschte ein entsprechender Trubel, was auch schön ist.

Pano
„Mit allen Sinnen genießen“, so lautet das Motto des Barfußweges. Nach einem Abstecher in den Rosengarten  ging es noch durch die Zapfen.

Und wieder kam der Sebastian Kneipp zu Wort: „Das Barfußgehen hat einen durchblutungsfördernden Abhärtungseffekt, stärkt den Kreislauf, setzt vermehrt Körperwärme frei, kräftigt die Fußmuskelatur und regt alle Sinne an.“ Es gibt noch eine Reihe von Stationen, die aufzuzählen dann doch langweilig wären. Einfach ausprobieren und natürlich unbedingt Wassertreten im Kurpark Bad Wörishofen. Es sind verschiedene Kneippanlagen vorhanden. Mit meiner Familie hab ich es gerne ausprobiert und Spaß gehabt, auch wenn der eine oder andere Rentner böse geschaut hat.