Posts Tagged ‘Stückgutfrachter Cap San Diego’

Tasting Ardbeg Dark Cove und die anstehende Ardbeg Night

25. Mai 2016

Als Genussblogger hatte ich die besondere Ehre noch vor dem offiziellen Verkaufsstart, den Ardbeg Dark Cove zu verköstigen. Ich möchte mich dafür ausdrücklich bei Ardbeg für diese Möglichkeit bedanken.
Doch wie soll so ein edler Tropfen Whisky verköstigt werden? Ich wählte dazu einen sehr persönlichen Rahmen. Bei einem Kurzurlaub im Allgäu im Hotel Prinz Luitpold Bad lud ich zusammen mit meiner Frau den Hotelier Armin Gross zu unserer kleinen Verköstigung ein. Armin Gross kennt sich in Sachen Whisky aus und ist ein Genießer der schottischen Single Mals. In seiner neu eingerichteten Hotelbar gibt es erlesene Tropfen. Ich sitze gerne hier und genieße die feinen Getränke. Da war für ihn das Verkosten des Ardbeg Dark Cove eine ebenso große Ehre wie für mich.

In diesem tollen Ambiente im Hotel Prinz Luitpold Bad  verköstigte ich den Ardbeg Cove 2016.

In diesem tollen Ambiente im Hotel Prinz Luitpold Bad verköstigte ich den Ardbeg Cove 2016.

Die Spannung war im Vorfeld schon groß. In dem Probe, die mir Ardbeg zukommen ließ, zeigte es sich schon. Es ist bislang der finsterste Ardbeg überhaupt, was die Farbe anbelangt.
Im Glas entfaltet er seine fleischige, erdige und würzige Aromen. Ich war überrascht, dass der starke Torfgeruch ausbliebt. Dagegen starke Noten von Bitterschokolade mit etwas Orange, kandiertem Toffee, Kaffee und Eiche waren zu schmecken. Ein Hauch, aber eben nur en Hauch vom rauchigen Lagerfeuer war im Hintergrund zu bemerken mit einem floralem Einfluss, der an blühende Johannisbeersträuche erinnert sowie eine Menge Leinsamenöl.


Kommen wir zum Geschmack: Das Gefühl im Mund ist fast herb oder limettenschalig. Aber der Ardbeg Dark Cove hat noch mehr zu bieten. Anklänge an glimmende Holzkohle huschen über den Gaumen, während Noten von Rosinen, Datteln und Ingwer über einem anhaltenden Schatten von Teeröl liegen. Der Wiederhall von geräuchertem Schinken und tintenfischgeschwärzten Nudeln signalisieren den langen und würzigen Nachhall.
Im Abgang ist der Ardbeg Dark Cove lang, würzig und vollmundig mit anhaltenden Noten von Toffee, Kaffee und Teer. Der Ardbeg Dark Cove wird mit 46,5 % Vol. Alkohol abgefüllt und ist ab dem 28. Mai 2016 ab 18:00 Uhr bei teilnehmenden Ardbeg Embassies erhältlich, ab dem 6. Juni 2016 im ausgewählten Fachhandel. Der Preis liegt bei 84 Euro und ich werde mir ein paar Flaschen für besondere Momente kaufen.

Hinter den Tresen in der Bar vom Prinz Luitpold Bad.

Hinter den Tresen in der Bar vom Prinz Luitpold Bad.

Ardbeg-Nacht am 28. Mai in Hamburg
Ich muss mich noch schlau machen, wo ich meine persönliche Ardbeg-Nacht feiern kann. Am 28. Mai ist Ardbeg Day und Night und ich bin leider nicht in Deutschland.
Ardbegs Heimat hat eine dunkle Vergangenheit: Vor Jahrhunderten schmuggelten die Inselbewohner den Whisky nächtens von den Felsen der Ardbeg Cove zu pechschwarz bemalten Booten, mit denen er zum schottischen Festland auf wundersame Weise gelangte. Dieser dunkle Teil der Geschichte lebt in diesem Jahr erneut auf, wenn im Rahmen des jährlichen Islay Whiskyfestivals der Ardbeg Day am 28. Mai 2016 zur Ardbeg Night wird. In Deutschland steht der kräftig-getorfte Single Malt Whisky in Hamburg im Mittelpunkt: Ich beneide die Hamburger um diesen Termin. Über 500 Mitglieder des Ardbeg Committees treffen sich auf dem Stückgutfrachter Cap San Diego im Hamburger Hafen. Höhepunkt des Abends wird die gemeinsame Erstverkostung der diesjährigen limitierten Sonderabfüllung Ardbeg Dark Cove sein.
Neben Hamburg finden auch auf der schottischen Insel Islay und in vielen Städten der Welt Ardbeg Nächte statt – im vergangenen Jahr versammelten sich insgesamt 15.000 Teilnehmer. Vielleicht mache ich an meinem Urlaubsort meine persönliche Ardbeg-Night. Schließlich sind manche der Veranstaltungen in geheimen und mysteriösen Orten geplant, wo das Ardbeg Committee und dessen Freunde Schmuggelgeschichten hören und eine Nacht lang ihre Lieblingsdestillerie feiern. Ich hab schon eine Idee, wie ich diese Nacht auf Klippen begehen werde. Ermutig werde ich schließlich von Michael Heads, Ardbeg Destillerie Manager und Vorsitzender des Committees: „Whisky zu destillieren und anschließend zu schmuggeln war einst weit verbreitet auf Islay. Und bevor Ardbeg offiziell gegründet wurde, dienten die Inselklippen als besonders berüchtigte Verstecke für Schmuggler“.