Archive for the ‘Musik’ Category

Zum Tode von Reinhard Meys Sohn Maximilian

20. Mai 2014

Ich kannte Maximilian nicht und dennoch tut es mir leid, dass der Sohn von Reinhard Mey im Alter von 32 Jahren verstorben ist. Maximilian fiel vor fünf Jahren im März 2009 nach einer verschleppten Lungenentzündung mit einem Herz- und Atemstillstand ins Wachkoma, aus dem er nicht mehr erwacht ist.

Kurze Begegnungen mit Reinhard Mey. Foto: Ortlieb

Kurze Begegnungen mit Reinhard Mey. Foto: Ortlieb

Ich habe den Liedermacher Reinhard Mey ein paar Mal auf Konzerten und hinter den Kulissen getroffen. Auch dieses Jahr treffe ich ihn wohl wieder bei den Songs an einem Sommerabend. Tiefschürfende Gespräche haben wir nie geführt. Der Liedermacher Mey ist auch hinter den Kulissen ein stiller, eher verschlossener Mensch. Den Rummel um seine Person und seine Famiie mag er nicht. So war auch klar, dass das Thema Maximilian nicht angeschnitten wird. Das ist Privatsache und geht niemanden etwas an.

Nur im vergangenen Jahr war Maximilian dann doch einmal Thema der Öffentlichkeit. Auf der sehr stillen CD Dann mach’s gut verarbeitete Reinhard Mey die Vorfälle. Wenn ich mir heute das Titellied Dann mach’s gut anhöre, treibt es mir die Tränen in die Augen. Mey hat die richtigen Worte gefunden, wieder einmal. “Wenn er auftauchte noch einmal vor mir aus der Dämmerung. Hielt ich ihn mit beiden Armen fest, meine kostbare Fracht.”

Wie zu lesen ist, starb Maximilian im Kreise seiner Familie. Ich hoffe sehr, die Familie konnte noch Abschied nehmen.

Reinhard Met bei einem Auftritt bei den Songs. Foto: Lange

Reinhard Met bei einem Auftritt bei den Songs. Foto: Lange

 

Buchkritik: Deep Purple Photos 1970-2006 von Didi Zill

20. April 2014

Deep_Purple

Die britische Deep Purple gehört für mich zu den wichtigsten Vertretern des Hardrocks. Bis heute habe ich die Konzerte dieser Band immer wieder gerne besucht und auch darüber geschrieben. Verschiedene Besetzungen und Aufnahmen unterschiedlicher Qualität prägten die Bandgeschichte. Der Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf hat für mich eine hervorragende Fotodokumentation der Jahre 1970-2006 vorgelegt. Fotograf dieser einzigartigen Werkausgabe Deep Purple Photos 1970-2006 ist der legendäre Didi Zill. Über ihn habe ich ja bereits schon berichtet.

Didi Zill war einstmals einer ganz großen Fotografen der deutschen Jugendzeitschrift Bravo. Diese Jugendpostille veröffentlichte zahlreiche Fotos des Ausnahmekünstlers und der Ausnahmeband. Für den Band Deep Purple ist Didi Zill noch mal in sein Analogarchiv gestiegen und brachte legendäre Aufnahmen zu Tage. Was diese Aufnahmen ausmacht, ist das besondere Verhältnis zwischen Fotograf und Künstler. Die britischen Hardrocker schienen den Fotografen ins Herz geschlossen zu haben. Zill nahm am Leben der Band teil. Seine Kamera war zeitweise Bandmitglied. Dies führte zu zahlreichen sehr privaten Aufnahmen. Heute sind sie ein Teil der Rockgeschichte.

Besonders herausragend ist für uns alle natürlich die Entstehung des Albums Machine Head mit dem Song Smoke on the Water. Didi Zill hat 1971 die Aufnahmen in Montreux geschossen inklusive des Augenblicks als Ian Gillan den Text für den legendären Songs schrieb. Durch Zufall war Zill vor Ort und drückte ab. Er hat so einen der wichtigsten Momente der Rockgeschichte für die Nachwelt erhalten – dafür müssen wir ihm sehr, sehr dankbar sein.

Der Text von Smoke on the Water - Originalfoto: Zill

Der Text von Smoke on the Water – Originalfoto: Zill

Das dicke Fotobuch umfasst zahlreiche gestellte Fotos, eben die typischen Starschnitt und Bandfotos der damaligen Zeit. Besonders schön waren die Gesellen nie, vom Glamourfaktor gab es sicher interessante Fotomotive. Aber wenn man sich die Visagen genau anschaut, stellt man die Kraft in den Gesichtern fest. Vor allem Ritchie Blackmoore war wohl noch nie eine der sympathischen Gestalten. Er spielte auch bei den Aufnahmen eher den geheimnisvollen dunklen Typen. Aber das Verhältnis Zill – Blackmore war besonders, was sich an diesem Buch zeigt.

Insgesamt teilt sich das 464-seitige Buch in drei Schwerpunkte auf. Gestellte Gruppenfotos, Live Aufnahmen und Session- und Aufnahmefotos. Für mich am interessantesten sind die Letzteren. Wir sehen noch mal die legendären Konzerte in Stockholm und natürlich die Japan Tour. Vieles kenne ich nur von alten Langspielplatten oder CDs. Vor allem Made in Japan kam jetzt wieder in eine neue veröffentlichten Form heraus. Deep Purple bringt für alle Fans immer wieder Live Aufnahmen auf den Markt und wir Fans kaufen natürlich.

Wir sehen den Zerfall der Mark II Besetzung und ihr Untergang in Japan. Ich sah faszinierend das umgeworfene Schlagzeug von Ian Paice, das symbolisch die Auflösung der Band markiert. Zill war dabei und hat auch diesen entscheidenden Meilenstein der Rockgeschichte mit seiner Kamera am 29. Juni 1973 in Osaka eingefangen. Zill war aber nicht nur auf der Bühne, sondern auch hinterher in den Garderoben. Hier flossen Tränen, als die Gruppe auseinanderbracht und sich auflöste.

Aus und vorbei für Mark II. Originalfoto: Zill

Aus und vorbei für Mark II. Originalfoto: Zill

Es ging dann weiter mit David Coverdale und Glen Hughes, beide noch sehr jung. Zill war bei den Aufnahmen und Proben zu Burn dabei. Und wirklich laut gelacht habe ich beim Konzertaufnahmen vom 27. Juni 1974. Immer wieder habe ich von der Geschichte gelesen, als eine junge Dame komplett unbekleidet auf die Bühne von Kursaal Ballroom stieg und sich hinter Ian Paice stellte. Didi Zill lieferte endlich die Bilder zu diesem Event.

Sehr schön sind auch die Fotos von Didi Zill zu den Einzelprojekten der Musikanten. Jon Lord Aufnahmen mit Eberhard Schoener, Bühneneskapaden von Ritchie Blackmoore und seiner Band Rainbow mit Dio sowie David Coverdales Whitesnake, ich allerdings nicht so gerne mochte. Die meisten der Home Storys konnte man sich sparen, aber so erfahre ich wenigstens, dass Blackmoore eine Bar mit Stammtisch-Zeichen in dem Keller seines Anwesens hatte. Wer diese schrecklichen Home Story-Bilder überlebt hat, bekommt starke Aufnahmen von der Bühnenpräsenz der Band mit. Hier ist Didi Zill in seinem Element. Er dokumentierte zahlreiche Auftritte und nebenbei bemerkt man auch, wie sich die Fototechnik weiterentwickelte.

Rundum ein lohenswerter Band Deep Purple Photos 1970-2006 für Freunde des gepflegten Hardrocks. Klar Kaufempfehlung. Und zum kiloschweren Fotoband gibt es zudem noch ein Autogramm von Didi Zill dazu.

Foto 1

 

Musiktipp: Offenbarung für Woody Guthrie Fans

8. April 2014

Immer wieder greife ich zu den alten Folk-Scheiben und ich bin im Moment auf dem Woody Guthrie-Trip. Bisher besaß ich nur obskure Best-of-CDs, die meist von mäßiger Soundqualität sind. Nun entschloss ich mich, zwei Sammelboxen von Woody Guthrie zu erwerben und der Kauf hat sich vollends gelohnt.

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Es handelt sich um My Dusty Road und American Radical Patriot. Beide Boxen sind großzügig aufgemacht, liefern Begleitmaterial und Hintergrundinfos. Das Wichtigste: Aus den alten Ausnahmen wurde das beste herausgeholt, soweit es bei den Aufnahmen überhaupt möglich ist.

Bei My Dusty Road ist eine vier CD-Box, die in einem Reisekoffer untergebracht sind. Die Songs stammen von den Masterbändern und wurden überarbeitet. Einmal gibt es eine Greates Hits-CD mit den bekanntesten Aufnahmen des Folkies, darunter This Land Is Your Land,  Pretty Boy Floyd oder Jesus Christ. Für mich interessanter war dann schon die zweite CD the Agitator: Sie enthält die Gewerkschaftslieder – die Songs stammen aus der Zeit der Depression und Guthrie gab den Unterdrückten eine Stimme. Mit dabei sind I’m Gonna Join That One Big Union, Tear The Fascists Down, The Ludlow Massacre. Wir erinnern uns, Woody Guthries Gitarre trug den Schriftzug “Diese Maschine tötet Faschisten.” Es waren harte Zeiten damals und die Sprache war radikal, die Guthrie in Songs packte.

Zudem gibt es die CDs Roots und die flotten Trio-Aufnahmen Woody, Cisco and Sonny. Als Zugabe gibt es zwei Postkarten und ein aussagekräftiges Booklet. Hier gibt es genaue Angaben, wie der genaue historische Hintergrund zu den einzelnen Songs war. Für Woodys-Fans eine wirkliche Offenbarung.

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Noch ein Stück weiter in die Historie geht die Sammelbox American Radical Patriot . Das streng limitierte Box-Set beinhaltet 6 CDs, eine DVD und ein 60-seitiges Buch (auch als deutlich erweiterte 258-seitge PDF-Version enthalten). Als Leckerbissen ist eine 10“ 78-rpm Vinyl mit Bob Dylans Version von Guthries “VD City” und Guthries eigenes “The Biggest Thing That Man Has Ever Done” enthalten. Aber die Sache ist wirklich nur noch was für Hardcore-Fans: In den 40er Jahren wirkte Guthrie bei diversen staatlichen Aufklärungsprogrammen mit, die die von der Wirtschaftskrise gebeutelten Amerikaner über Stromversorgung, Gesundheit, Sozialprogramme und ähnliches informieren sollten. Hierfür entstanden einzigartige Aufnahmen neuer und bekannter Songs des Liedermachers. Guthrie erzählt viel von seiner persönlichen Geschichte und es ist schon spannend, welchen Slang der Künstler spricht.

Wer sich mit der amerikanischen Folk-Musik beschäftigen möchte, der kommt um Woody Guthrie nicht vorbei. Und diese beiden Boxen haben es wirklich in sich. Hier geht dem Fan das Herz auf. Der geneigte Hörer von Radiomusik kann getrost weghören.

 

 

Musiktipp: Soundtrack Gravity von Steven Price

24. März 2014

Gravity

Seit zwei Tagen bin ich von einer Sucht befallen: es ist der Soundtrack zu Gravity. Der Film war ja die diesjährige Oscar-Überraschung. Der Soundtrack ist es noch viel mehr für mich. Den Score von Gravity komponierte Steven Price. Der 1977 geborene Price fiel mir das erste Mal als Musiceditor zum Soundtrack von Herr der Ringe auf.

Für die Musik zu den Film Gravity erhielt Steven Price unter anderem einen Oscar. Und hier hat die Academy richtig entschieden. Der Score ist sehr ungewöhnlich. Er basiert vor allem auf elektronischen Effekten. Dem großen Brian Eno wird im Booklet gedankt. Der klassische symphonische Score tritt etwas in den Hintergrund, ist aber vorhanden.

Ich habe den Score Gravity erstmals in voller Lautstärke über Kopfhörer gehört. Und die experimentelle Kraft des Scores mich hinweggefegt. Klangfetzen, Stimmungen, Druck, Schwingungen – dies alles hat der Zuhörer in den ersten Minuten zu verkraften oder besser einzuordnen. Meine erste Reaktion: So klingt wahre Musik aus dem Weltraum. Als Kind gab es immer nette Synthie-Spielereien, die als Space Musik bezeichnet wurde. Alles Quatsch. Steven Price hat die Musik für einen Aufenthalt im Weltenraum komponiert: Dicht und komplex ist die Soundkollage, die das Gefühl des absoluten akustischen Vakuum mehr als deutlich machen. Musik für die Space Opera des 21. Jahrhunderts.

Während sich die großen Kollegen aus Hollywood, wie der verehrte John Williams oder Howard Shore, der Motivtechnik eines Richard Wagners bedienen, verzichtet Steven Price bei Gravity fast gänzlich auf Leitmotive. Taucht ab und zu eine Motivstruktur auf, wird sie relativ schnell von den experimentellen Toneskapaden aus dem Weltraum überdeckt. Einzelne Stücke enden erprubt. Der Hörer schreckt auf.

Dieser Soundtrack ist eher was für die einsamen Momente. Ich empfehle unbedingt diesen Score laut, sehr laut zu hören. Für mich steht fest: ich werde die Karriere von Steven Price weiterhin im Auge oder besser im Ohr haben. Ich bin gespannt auf seine nächsten Werke. Auf jeden Fall eine klare Kaufempfehlung für den Soundtrack von Gravity.

Grafic Novel: Wagner von Andreas Völlinger/Flavia Scuderi

16. März 2014

Wagner

Richard Wagner ist immer für einen Streit gut. So sehr ich seine geniale Musik liebe, so sehr verachte ich seine politischen Äußerungen. Richard Wagner ist immer ein Politikum unter den Bildungbürgern.Da verwundert es nicht, dass die Meldung in Fachkreisen diskutiert wird, dass die fast 70jährige Wagner-Urenkelin Eva Wagner-Pasquier im Jahr 2015 als Festspiel-Chefin aufhört. Sie darf als Beraterin weitermachen.

Was mich als Wagner- und Bayreuth-Fan interessiert (der übrigens für 2014 KEINE Karten bekommen hat), interessiert oftmals die Masse nicht so sehr. Und dennoch gibt es immer wieder Interessierte, die sich Wagner nähern wollen. Sie stehen aber vor einem unübersehbaren Berg an Material, Büchern, Aufnahmen und zugegeben seltsamen Leuten.

Diesen Interessierten lege ich nicht die zwar ausgezeichnete Biografie von Martin Gregor-Dellin ans Herz, sondern seit neuestem die Wagner: Die Graphic Novel von Andreas Völlinger.

Ein Comic für Wagnerfans aus dem Knesebeck-Verlag? Ok, das Bildungsbürgertum geht unter. Die alten Wagnerianer werden sich mit Abscheu abwenden und im Elfenbeinturm darüber diskutieren, welche Ring-Interpreation wohl die beste sei. Aber lasst euch sagen: Dieses Buch Wagner: Die Graphic Novel und die interaktive App für Tablets und Smartphone hat es in sich.

Andreas Völlinger (Text) und Flavia Scuderi (Illustration) haben Großartiges geleistet und machen den überlebensgroßen Mythos Richard Wagner für Interessierte greifbar, Schon dafür muss man den beiden dankbar sein. Sie zeigen das Leben Wagners als musikalischer und politischer Revolutionär. Die Geschichte wird aus der Sicht von Hans von Bülow erzählt, mit dessen Frau Wagner später durchbrannte. Aber die Novelle zeigt auch Wagners Leben als Doktrinär, Antisemit und Opportunist. Natürlich kann eine Grafic Novel mit 48 Seiten der Person Richard Wagner nie gerecht werden. Es können nur Ausschnitte, Sichtweisen, Eindrücke dargereicht werden. Aber das Buch und vor allem die App ist eine hervorragende Einführung für eine neue Generation von Wagnerianern.

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Und ich empfehle ausdrücklich die interaktive App fürs iPad. Der User hat verschiedene Möglichkeiten. Er kann die Graphic-Novel selbst lesen und blättern oder sie wird ihm vorgelesen und dies in drei Sprachen. Zudem gibt es die göttliche Musik von Richard Wagner und Zusatzinfos. Leider hab ich den Film, der zusätzlich gedreht wurde, noch nicht gesehen. Aber das nehme ich mir am Wochenende vor, den Film gibt es bei iTunes.

Brauche ich das nächste Asia-Album Gravitas?

9. März 2014

Aisa

Ihr kennt das? Das freut man sich wie ein Schneekönig auf ein neues Album, aber man weiß eigentlich, dass es nichts Besonderes mehr sein wird. So ergeht es mir im Moment mit der Vorfreude auf das neue Album der ehemaligen Superband Asia. Ich will hier nicht lang die Geschichte der Kapelle erzählen. Experten wissen, was Heat of the Moment für Progrock-Fans bedeutet. Es war die einzige Band, die uns im Achtzigerjahre Pop-Zeitalter noch gefallen hat. Aber natürlich war der Glanz von Asia nicht von Dauer. Viele Umbesetzungen und viele mäßige Alben waren die Folge.

Im neuen Jahrtausend horchten wir Fans noch mal kurz auf, als die Originalbesetzung mit John Wetton, Geoff Downes, Steve Howe und Carl Palmer auf Tour ging. Es entstanden ein paar annehmbare Alben und wir waren gespannt, was kommt. Mit Angst reagierten wir auf dem Ausstieg des Gitarristen Steve Howe im Jahr 2012. Er wurde durch Sam Coulson ersetzt. Ein Jüngling, mit seinen knapp 26 Jahren, zupft die Gitarre bei der Altherrenband. Unsere Angst sollte begründet sein, leider.

Für 21. März ist nun ein neues Album namens Gravitas von Asia angekündigt. Die Alben mit A als Anfangsbuchstaben haben wir hinter uns gelassen. Der erste Song bei Valkyrie liegt bereits vor. USAToday durfte als erste das Video zeigen. Und es kam, wie es kommen musste. Ich finde den Song lahm. Gut, er sauber produziert, aber für mich ist der Drive vorbei. Gedreht wurde das Video am Strand von Topanga in Kalifornien.

Aber ich warte erst das Album Gravitas für ein endgültiges Urteil ab. Dennoch bin ich skeptisch. Bei Amazon kann man schon in die ersten Takte der neuen Songs reinhören. Öde, öde und langweiliger Mainstream, was ich da so höre. Wo ist denn die Power? Das Album erscheint in zwei Versionen, als Standard CD und Deluxe Edition. Dazu gibt es u.a, das Valkyrie-Video und eine Live-Aufnähme vom Heat of the Moment mit dem bulgarischen Plovdiv Philharmonic Orchestra, von dem ich noch etwas gehört habe.

Eine Tour ist zudem auch für Europa 2014 geplant, da werde ich mir die alten Herren einmal ansehen. John Wetton hatte ich in den 90er Jahren mal getroffen, als er bei uns im Landkreis spielte. Ein einstiger Weltstar bei uns im nächsten Dorf – soweit sind wir schon gekommen.

Die Songs von Gravitas:

01. Valkyrie

02. Gravitas

03. The Closer I Get To You

04. Nyctophobia

05. Russian Dolls

06. Heaven Help Me Now

07. I Would Die For You

08. Joe Di Maggio’s Glove

09. Till We Meet Again

10. The Closer I Get To You (acoustic bonus)

11. Joe Di Maggio’s Glove (acoustic bonus)

Musiktipp: Bis es euch gefällt von Matthias Brodowy

27. Februar 2014

In diesem Jahr bin ich wieder mit dabei, wenn die Songs an einem Sommerabend vor Kloster Banz in Franken gastieren. Ich freu mich auf die Wiese und die verschiedenen Künstler, die vor der atemberaubenden Klosterkulisse auftreten. Hier mein Bericht vom vergangenen Jahr. Dieses Jahr sind die Großen der Branche wieder mit dabei: Reinhard Mey, Konstantin Wecker und Hannes Wader. Auch dabei ist mein persönlicher Favorit Dominik Plangger, mit dem ich über die Jahre ein wenig angefreundet habe. Aber ganz besonders freue ich mich über einen Namensvetter, der die Songs wieder moderieren wird. ich freue mich auf Matthias, auf Matthias Brodowy.

Ein toller Entertainer: Matthias Brodowy

Ein toller Entertainer: Matthias Brodowy

Brodowy ist ein absoluter Profi und ein super sympathischer Mensch. Ich mag die ganzen Comedians der heutigen Zeit nicht, die mich mit ihrem Spaßterror maltrtieren. Die sind mir einfach zu laut. Und da bin ich schon beim Thema: Die Show von Matthias Brodowy ist weder Kabarett oder Comedy – er ist schlichtweg Entertainer. Nach eigenen Worten ist er ein Vertreter für gehobenen Blödsinn.

Und das mag ich so an ihm. Der studierte Theologe geht sein Programm wunderbar ruhig an, absolut professionell und seine Aussagen treffen den Nerv der Zeit. Zielgruppe ist sicherlich die Generation ab 40, die den Sendeschluss im Fernsehen noch kannte oder dem eine Wählscheibe des Telefons noch vertraut ist.

Auch am Klavier ein Meister: Matthias Brodowy

Auch am Klavier ein Meister: Matthias Brodowy

Matthias Brodowy ist seit 1989 auf der Bühne zu Hause und seit 1997 gastiert er als Solist. Ich habe von ihm die wunderbare Doppel-CD Bis Es Euch Gefällt geschenkt bekommen – samt Autogramm. Hier präsentiert Brodowy Höhepunkte aus sieben Programme. Aufgenommen wurde die Show am 23. Januar 2013 in seiner Heimatstadt Hannover. Es ist eine höchst gelungene Abwechslung zwischen Statements und Gesang.

Hurra, ich hab ein Autogramm

Hurra, ich hab ein Autogramm

Vielleicht am liebsten habe ich die Bemerkung über Geschenke, sicherlich weil es mir ebenso geht wie Brodowy. Er bekam von Freunden einen Hotelgutschein geschenkt. Er, der  mindestens 130 Tage im Jahr in Hotels nächtigen muss, bekommt einen Hotelgutschein geschenkt. Ich kann es so mitfühlen, denn ich bin auch so oft auf Reisen. Wie sagt Brodowy? Es ist so, was wenn man einem Bademeister einen Eimer Wasser schenkt!

Die größten Songs für mich auf Bis Es Euch Gefällt sind “Nordlicht” und “Ufos über Berlin”. Leider ist mein absoluter Lieblingssong “Sieben” nicht enthalten. Den gibt es auf der CD In Begleitung.

Bis die Songs am 4. und Samstag, 5. Juli 2014 (und Sonntag ab 16 Uhr) stattfinden, werde ich mir die CDs von Matthias Brodowy anhören.

Ein musikalischer Genuss: Score zu Spartacus

15. Februar 2014

Für mich ist Alex North einer der ganz, ganz großen Filmkomponisten. Im Anfang war Alex North, dann kamen seine Jünger wie John Williams oder Jerry Goldsmith, die ich beide auch sehr verehre. Dem breiten Publikum wurde North durch seine Komposition Unchained Melody bekannt. Wir erinnern uns an die Righteous Brothers und ihren Titelsong zu den 1990 erschienen Film Ghost – Nachricht von Sam. Schmalz pur.

North, der bei auch Aaron Coland studierte, brachte musikalische Klasse nach Hollywood. Er war für mich der erste amerikanische Filmkomponist. Davor gab es tolle Emigranten aus Europa wie Erich Wolfgang Korngold oder Max Steiner. Etliche Filme vertonte Alex North, 14 mal war er für den Oscar nominiert, bekommen hat er ihn nie. Im Jahr 1986 fiel ein Ehrenoscar für sein Lebenswerk ab – peinlich für die Academy. Alx North war der Sergej Prokoffief der Filmmusik. Mir bleibt Alex North vor allem für zwei Werke in Erinnerung: Spartacus und 2001. Zu 2001 – Odyssee im Weltraum schrieb er die Musik, die von Kubrick verworfen von North und erst Jahrzehnte später veröffentlicht wurde. Aber diese Geschichte werde ich ein anderes Mal bloggen.

Sparta

Zum 100. Geburtstag des Komponisten erschien eine ultimative Special Editiom vom Spartacus-Soundtrack. Sechs CDs und eine Interview-DVD sind der Hammer. Sie wurden produziert von Robert Townson. Dazu gibt es ein 168seitiges Booklet. Die Box erschien in einer Auflage von 5000 Stück beim renommierten Soundtrack Label Varese Sarabande Records. Da musste ich einfach zugreifen.

Schauen wir uns die ganze Sache mal etwas genauer an: Das Booklet ist endlich mal aus Sicht eines Komponisten geschrieben. Über Kubricks Spartacus ist bereits einiges veröffentlicht worden. Jetzt liegt endliche eine musikalische Würdigung vor. Ergänzt wird das Buch durch zahlreiche Bilder, wobei die meisten schon bekannt sind. Es gibt aber auch Fotografien neueren Datums mit einem alten Alex North sowie eine Biografie und Überblick über das Werk. Es trotzt vor großen und kleinen, witzigen und tragischen Geschichten. Bei der Arbeit an Spartacus wählte Orchestrierer Maurice de Packh den Freitod. Sein Nachfolger wurde Henry Brant.

CD 1 enthält den Soundtrack in Stereo inklusive aller Titel des Orginal Soundtrack Albums – in der Reihenfolge, wie sie im Film vorkommen.

CD 2, 3 und 4 umfasst in Mono den längeren Soundtrack sowie Proben und Alternativersionen

CD 5 und 6 gibt es Interpretationen zum SPARTACUS LOVE THEME – 22 zum Teil neue Aufnahmen Bill Evans, Yusef Lateef, Carlos Santana, Lalo Schifrin, Dave Grusin, Mark Isham, Alexandre Desplat.

Die 96minütige DVD besteht aus drei Interviews zahlreicher Filmkomponisten.

Ich kann die Spartacus-Box jedem Fan von Filmmusik ans Herz legen. Diese Edition hat Klasse und würdigt einen großen, großen Komponisten.

Hier die Titel der einzelnen CDs.

CD1  – Stereo (72:40)

1. OVERTURE (4:00)

2 . MAIN TITLE* (3:17)

3. THE MINES (3:01)

4. CARAVAN (1:15)

5. FIRST PAIR (3:44)

6. GLADIATORS FIGHT TO THE DEATH* (2:20)

7. BROODING (2:20)

8. ON TO VESUVIUS* (4:52)

(a) FORWARD, GLADIATORS

(b) FOREST MEETING

9. OYSTERS AND SNAILS (Film Version) (3:07)

10. HOPEFUL PREPARATIONS / VESUVIUS CAMP* (1:59)

11. VESUVIUS MONTAGE (1:19)

12. BLUE SHADOWS AND PURPLE HILLS* (3:11)

13. HEADED FOR FREEDOM* (3:15)

14. HOMEWARD BOUND* (6:27)

(a) ON TO THE SEA

(b) BESIDE THE POOL

15. METAPONTUM TRIUMPH (1:35)

16. FESTIVAL (3:21)

17. EXPECTANT PARENTS (3:07)

18. PRELUDE TO BATTLE* (5:11)

(a) QUIET INTERLUDE

(b) THE FINAL CONFLICT

19. FORMATIONS (1:35)

20. GOODBYE, MY LIFE, MY LOVE — END TITLE* (4:16)

21. SPARTACUS LOVE THEME* (2:50)

Bonus Tracks sind:

22. ON TO THE SEA / INFANT BURIAL (3:03)

23. OYSTERS AND SNAILS / FESTIVAL* (Album Version) (3:24)

* vom Original Decca soundtrack album

CD 2 – Mono (70:40)

1. OVERTURE (3:59)

2. MAIN TITLE (3:41)

3. THE MINES (3:00)

4. CARAVAN (1:17)

5. VARINIA’S THEME (3:15)

6. TRAINING THE GLADIATORS (1:29)

7. PAINTING (1:26)

8. SPARTACUS‘ CELL (1:37)

9. KITCHEN (1:36)

10. TRAINING THE GLADIATORS #2 (:37)

11. KITCHEN #2 (:48)

12. CRASSUS (:51)

13. SOURCE MUSIC #2 (2:36)

14. SOURCE MUSIC #1 (3:30)

15. FIRST PAIR (3:38)

16. DRABA FIGHT (2:49)

17. KILL (1:12)

18. BROODING (2:18)

19. REVOLT (1:16)

20. THE BREAKOUT (2:08)

21. SLAVES ESCAPE (:47)

22. CRASSUS HOME (:37)

23. DESERTED SCHOOL (1:55)

24. FOREST MEETING (4:50)

25. OYSTERS AND SNAILS (3:03)

26. VESUVIUS CAMP (1:59)

27. NEW RECRUITS (1:51)

28. GLABRUS MARCH (:24)

29. VESUVIUS MONTAGE (1:19)

30. POEM (1:27)

31. LOVE SEQUENCE (3:10)

32. GLABRUS DEFEATED (3:40)

33. GLABRUS DISGRACED (1:44)

CD 3 – Mono (65:29)

1. ENTR’ACTE (2:21)

2. ON TO THE SEA (3:07)

3. LUCERIA CAMP (:42)

4. BESIDE THE POOL (2:28)

5. DUSTY MARCH (:31)

6. METAPONTUM TRIUMPH (1:33)

7. ROMAN BATHS (1:46)

8. ARRIVAL AT THE BEACH (:59)

9. FESTIVAL (3:20)

10. SOUND THE TRUMPET (:31)

11. CRASSUS LEGIONS (:41)

12. BACK FROM THE SEA (:30)

13. CRASSUS‘ CAMP (:48)

14. CAMP AT NIGHT (2:19)

15. EXPECTANT PARENTS (3:10)

16. MANEUVERS (3:14)

17. FORMATIONS (1:30)

18. THE BATTLE (4:09)

19. DESOLATION ELEGY (2:05)

20. I AM SPARTACUS (3:14)

21. RECOGNITION AND CRUCIFIXION MARCH (2:46)

22. NIGHT CRUCIFIXION (:35)

23. VARINIA AND CRASSUS (4:59)

24. FEAR OF DEATH (3:22)

25. SPARTACUS DEFIES CRASSUS (2:17)

26. THE LAST FIGHT (4:47)

27. FINAL FAREWELL AND END TITLE (4:17)

28. EXIT MUSIC (2:48)

CD 4 – Mono (43:17)

Alternate und nicht verwendete Aufnahmen

1. OVERTURE (Unused) (4:02)

2. MAIN TITLE (Alternate) (3:33)

3. GLADIATOR SELECTION (Unused) (2:31)

4. KITCHEN #1 (Alternate) (1:55)

5. ON TO THE SEA (Alternate) (2:58)

6. INFANT BURIAL (Alternate) (:47)

7. END OF ACT I (Alternate) (1:06)

8. FESTIVAL (Alternate) (1:50)

9. SOUND THE TRUMPET (Alternate) (:23)

10. SPARTACUS MARCH (:34)

11. SPARTACUS MARCH (Alternate Ending) (:18)

12. SPARTACUS FANFARE (:13)

13. FEAR OF DEATH (Alternate) (3:26)

Vorbereitende Einsätze/Proben

14. TRAINING THE GLADIATORS / PAINTING (Preliminary) (2:45)

15. TRAINING THE GLADIATORS (Preliminary) (2:37)

16. TRAINING THE GLADIATORS #2 (Preliminary) (:37)

17. BROODING (Preliminary) (3:06)

18. REVOLT (Preliminary) (:28)

19. FESTIVAL (Preliminary) (:51)

20. SPARTACUS LOVE THEME (Preliminary) (3:05)

21. DESOLATION ELEGY (Preliminary) (3:29)

22. CRUCIFIXION MARCH (Preliminary) (2:05)

CD 5 – Stereo (60:07) Spartacus: Love Theme and Variations

Spartacus Love Theme interpretiert von

1. Bill Evans (5:09)

2. Yusef Lateef (4:11)

3. Mark Isham (11:09)

4. Dave Grusin (2:53)

5. Nathan Barr und Lisbeth Scott (5:08)

6. Carlos Santana (6:48)

7. Terry Callier (4:28)

8. Patrick Doyle (5:01)

9. Joel McNeely (2:27)

10. Lalo Schifrin (5:17)

11. The Ramsey Lewis Trio (7:12)

CD 6 – Stereo (50:16)

Spartacus: Love Theme and Variations

Spartacus Love Theme interpretiert von

1. Bill Evans und Jeremy Steig (5:00)

2. Alexandre Desplat (2:36)

3. Regina Carter (6:21)

4. Diego Navarro (3:54)

5. Gábor Szabó (3:13)

6. John Debney (4:45)

7. Brian Tyler (7:08)

8. Randy Edelman (3:49)

9. Richard Stoltzman (4:49)

10. John Neufeld and Marty Krystall (4:01)

11. Eric Stern, London Symphony Orchestra (4:14)

Die CDs 5 und 6 haben zudem ein 20seitigen Booklet auf PDF.

Ein Bob Dylan-Album, das die Fans nicht brauchen

9. Februar 2014

Gehen dem Meister die Ideen aus? Gerade lese ich als Dylan-Fan, dass his Bobness Ende Februar 2014 sein Album The 30th Anniversary Concert Celebration wieder auf den Markt bringen will. Dazu erscheint eine Doppel-DVD und eine Blu ray? Aber warum nur? Es wird wohl die erste Dylan-CD sein, die ich nicht kaufen werde.

Brauch ich (leider) beides nicht - Dylan was soll das?

Brauch ich (leider) beides nicht – Dylan was soll das?

Wir erinnern uns – am 16. Oktober 1992 feierte Bob Dylan seinen 30jährigen Plattenvertrag mit Columbia einem fetten Konzert in New York vor rund 18000 Fans. Ich war via Fernsehen live dabei. Zahlreiche Gratulanten trugen Dylan-Songs zu diesem Abend bei: Johnny Cash zusammen mit June Carter Cash, Lou Reed, The Clancy Brothers, Richie Havens, Johnny Winter, Roger McGuinn, Tom Petty & the Heartbreakers, Stevie Wonder, Willie Nelson, Kris Kristofferson, Neil Young, Eric Clapton, Ron Wood, Chrissie Hynde, The O’Jays, Eddie Vedder und eine überschätzte Sinéad O’Connor, Tracy Chapman und auch George Harrison. Der Beatle war nach 18 Jahren zum ersten Mal wieder auf einer US-Bühne zu sehen. Am Schluss kam der sichtlich angeschlagene Bob Dylan auf die Bühne und sang ein paar Lieder und stimmte ein beim großen Finale. Es war ein wirklich großartiges Konzert.

Musikalisch waren einige geniale Highlights dabei: Genannt seien nur die Auftritte von Neil Young, Eric Slowhand Clapton und Lou Reed. Ein paar Monate später veröffentlichte Comubia das Konzert auf Doppel-CD und Video. Leider war der wichtigste Song  des Abends nicht dabei: Song to Woody wurde laut Columbia nicht nicht aufgenommen. Von technischen Problemen war die Rede. Wahrscheinlich ist der Tontechniker von damals noch immer auf Jobsuche.

Jetzt kommt die Neuauflage des Konzerts. Gut, es liegt einiges neues Bildmaterial von den Proben vor. Allerdings wer bei YouTube dannach suchte, der hatte die Proben schon lange in seinen Besitz. Und als aktiver Dylan-Fan hatte man die entsprechenden Bootlegs der Veranstaltung – übrigens mit einem optimalen Song to Woody. Versteh es, wer es will.

Das im August 1993 veröffentlichte Album 30th Anniversary Concert Celebration 1993 unterscheidet sich kaum von dem neuen 30th Anniversary Concert Celebration 2014– außer im Preis, der doppelt so hoch ist. Das alte Album ist weiterhin im Handel erhältlich. So richtig neu sind eigentlich nur die Proben von  Sinéad O’Connor – I Believe In You (from sound check – previously unreleased) und von Eric Clapton – Don’t Think Twice, It’s Alright (from sound check – previously unreleased) und der War-Auftritt von Sinéad O’Connor. Das Zeug war allerdings schon auf zahlreichen Bootlegs zu hören.

Ich sage es nur ungerne. Aber diese Veröffentlichung von Bob Dylan werde ich mir nicht kaufen. Nochmals: Ein geniales Konzert und wer es nicht kennt, sollte zuschlagen. Der wahre Fan hat es bereits und bekommt sogar noch weniger als 1993.

Zum Vergleich die beiden Alben:

Die alte Version des Konzerts.

Die alte Version des Konzerts.

Die Version 30th Anniversary Concert Celebration 1993:

Like A Rolling Stone – John Mellencamp

Leopard-Skin Pill-Box Hat – John Mellencamp

Introduction By Kris Kristofferson – Kris Kristofferson

Blowin‘ In The Wind – Stevie Wonder

Foot Of Pride – Lou Reed

Masters Of War – Mike McCready;Eddie Vedder

The Times They Are A-Changin‘ – Tracy Chapman

It Ain’t Me, Babe – June Carter Cash;Johnny Cash

What Was It You Wanted – Willie Nelson

I’ll Be Your Baby Tonight – Kris Kristofferson

Highway 61 Revisited – Johnny Winter

Seven Days – Ron Wood

Just Like A Woman – Richie Havens

When The Ship Comes In – The Clancy Brothers;Tommy Makem;Robbie O’Connell

You Ain’t Goin‘ Nowhere – Shawn Colvin;Mary-Chapin Carpenter;Rosanne Cash

Just Like Tom Thumb’s Blues – Neil Young

All Along The Watchtower – Neil Young

I Shall Be Released – Chrissie Hynde

Don’t Think Twice, It’s All Right – Eric Clapton

Emotionally Yours – The O’Jays

When I Paint My Masterpiece – The Band

Absolutely Sweet Marie – George Harrison

License To Kill – Tom Petty

Rainy Day Women #12 & 35 – Tom Petty

10. Mr. Tambourine Man – Roger McGuinn

It’s Alright, Ma (I’m Only Bleeding) – Bob Dylan

My Back Pages – Bob Dylan;Roger McGuinn;Tom Petty;Neil Young;Eric Clapton;George Harrison

Knockin‘ On Heaven’s Door – Everyone

Girl from the North Country – Bob Dylan

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Das neue Album 30th Anniversary Concert Celebration 2014 aus dem Jahre 2014 umfasst

Like A Rolling Stone – John Mellencamp

Blowin‘ In The Wind – Stevie Wonder

Foot Of Pride – Lou Reed

Masters Of War – Eddie Vedder/Mike McCready

The Times They Are A-Changin‘ – Tracy Chapman

It Ain’t Me Babe – June Carter Cash/Johnny Cash

What Was It You Wanted – Willie Nelson

I’ll Be Your Baby Tonight – Kris Kristofferson

Highway 61 Revisited – Johnny Winter

Seven Days – Ron Wood

Just Like A Woman – Richie Havens

When The Ship Comes in – The Clancy Brothers and Robbie O’Connell with special guest Tommy Makem

War – Sinead O’Connor

Just Like Tom Thumb’s Blues – Neil Young

All Along The Watchtower – Neil Young

I Shall Be Released – Chrissie Hynde

Love Minus Zero, No Limit – Eric Clapton (Track Only Available on DVD/Blu-Ray Format)

Don’t Think Twice, It’s Alright – Eric Clapton

Emotionally Yours – The O’Jays

When I Paint My Masterpiece – The Band

You Ain’t Goin‘ Nowhere – Mary Chapin Carpenter/Rosanne Cash/Shawn Colvin

Absolutely Sweet Marie – George Harrison

License To Kill – Tom Petty & The Heartbreakers

Rainy Day Women #12 & 35 – Tom Petty & The Heartbreakers

Mr Tambourine Man – Roger McGuinn

It’s Alright, Ma – Bob Dylan

My Back Pages – Bob Dylan/Roger McGuinn/Tom Petty/Neil Young/Eric Clapton/George Harrison

Knockin‘ On Heaven’s Door – Everyone

Girl Of The North Country – Bob Dylan

CD Audio bonus tracks:

Sinéad O’Connor – I Believe In You (from sound check – previously unreleased)

Eric Clapton – Don’t Think Twice, It’s Alright (from sound check – previously unreleased)

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Neben 20 Minuten Proben gibt es auf der Blu ray 30th Anniversary Concert Celebration folgende Bonus Tracks:

Leopard-Skin Pill-box Hat – John Mellencamp

Boots Of Spanish Leather – Nancy Griffith with Carolyn Hester

Gotta Serve Somebody – Booker T. & The M.G.’s

Love Minus Zero, No Limit – Eric Clapton (Track Only Available on DVD/Blu-Ray Format)

Kritik: Walt Disneys Fantasia in München

31. Dezember 2013

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Als Fantasia 1940 in die Kinos kam, war Walt Disneys dritter abendfüller Spielfilm schlichtweg eine Revolution. So etwas hatte das Kino der damaligen Zeit noch nicht gesehen. Im Grunde war Fantasia ein gigantisches Klassik-Video. Von bekannten klassischen Werken ließen sich die Disney-Zeichner inspirieren und zauberten ihre visuellen Emotionen auf die Leinwand. So viel Revolution wollte das Kinopublikum nicht haben und der Film floppte. Erst die Hippies der späten sechziger Jahre erkannten die psychedelische Kraft des Films.

Im Münchner Kulturzentrum Gasteig kam es Ende Dezember 2013 zu einer Wiederaufführung von Fantasia, kombiniert mit der Fortsetzung Fantasia 2000. Zum Film wurde Livemusik gespielt. Am Dirigentenpult der Münchner Symphoniker stand Jonathan Stockhammer. Diese Art von Events sind scheinbar in Mode gekommen und bei Fantasia passt die Kombination auch hervorragend. Der Film kommt ohne Dialoge aus und die Musik ist gleichwertig neben den bewegten Bildern. Das hat ebenso wunderbar bei Stummfilmen geklappt, ich erinnere mich an großartige Events wie bei den Murnau-Filmen Faust oder Nosferatu und natürlich an den Lang-Film Metropolis, zu dem auch die damalige Musik wiederentdeckt wurde.

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Aber zurück zu Fantasia. Die musikalische Darbietung war wunderbar und machte viel Spaß. Stockhammer, geboren in Berlin aber aufgewachsen in Hollywood, machte seine Sache sehr gut. Immer wieder streute er kleine Geschichten ein, ähnlich wie beim Originalfilm. Das Publikum war Großteils begeistert. Es gab auch ein paar wenig verwirrte Stimmen. Die Hardcore-Klassik-Liga meinte, was habe denn das Micky Maus und Donald Duck hier zu suchen, und die uninformierten Disney-Freunde warteten wohl darauf, wann die Musik zu Ende sei und die Handlung beginnt. Beide Seiten wurden enttäuscht. Fantasia ist ein wunderbarer Musik- und Filmgenuss und gilt heute als Meilenstein der Filmgeschichte.

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Dennoch machten es sich die Verantwortlichen in München einfach. Die wählten aus Fantasia und Fantasia 2000 nur die gefälligen Stücke aus. Stücke, die an (gezeichneten) Figuren geknüpft sind. Hier natürlich als bestes Beispiel der Zauberlehrling mit der Maus. Die ursprüngliche Absicht von Walt Disney war es allerdings, den Ton zu visualisieren. Der Ton spielte die Hauptrolle in dem Film. Emotionen der Musik sollten über Zeichnungen und Animationen dargestellt werden. Dies endete im Film in Farben, Formen und Vielfalt. Im Grunde war der Film die Darstellung der visuellen Effekte von iTunes der damaligen Zeit. Dies ist bei der Live-Aufführung von Fantasia in München nicht geschafft worden. Hier wurde Walt Disney von seinen Erben übergangen. Der Kunstgenuss der Ton-Interpretation und Ton-Variation bliebt aus. Dem Publikum wurde eine Standard-Auswahl an Musikstücken vorgesetzt, die bloß nicht zu schwer sein darf. Ein bisschen Tschaikowski hier, ein wenig Beethoven da, ach ja Gershwin und Elgar für die Moderne sind schon fein, aber nicht mehr als ein Best-of-Classic. Die Verantwortlichen hätten aus dem Disney-Fundus von Fantasia oder Fantasia 2000 mehr Stücke wählen können, die der Idee von Walt Disney näher gekommen wären. Aber hier ging man wohl auf Nummer sicher. Keine schwere Kost, sondern gefälliges.

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Von dieser Seite her gesehen, war der Abend leider eine Enttäuschung. Ebenso wie die Projektion. Fantasia wurde im 4:3-Fomat auf großer Leinwand gezeigt, Fantasia 2000 dagegen in 16:9. So hatten die Zuschauer während des Konzerts immer wieder einen Formatwechsel zu erleiden. Für den Filmfan ein Verbrechen, den meisten Musikfreunden ist es wohl nicht aufgefallen.