Archive for the ‘Medien’ Category

Crowd Funding: Jetzt mitmachen beim Retro-Rechner Quartett-Spiel

14. Mai 2013

Bildschirmfoto 2013-05-14 um 09.13.20

Nachdem ich früher immer wieder Kalender zu Computern – vor allem Macs und auch zu Vintage-Rechner produziert hatte, freute ich mich jetztl wieder auf eine Neuerung. Ich entdeckte in der deutschen Crowd Funding-Plattform Startnext den Aufruf, ein Retro-Rechner Quartett-Spiel von Nerd Dreams zu unterstützen. Mach ich doch glatt.

Alte Rechner liegen mir am Herz. Noch immer habe ich meinen Volkscomputer den Commodore C64 im Keller, meine voll einsatzbare Lisa steht im Arbeitszimmer in einer Vitrine, der Spartakus-Rechner (ja ich habe noch einen) dient als Musikmaschine und hier stehen auch noch Mac Portable, Apple II und III und anderen Meilensteine aus Cupertino. Da kommt mir so ein Nerd-Quartett ganz recht und ich bin furchtbar gespannt.

Auf der Startnext-Seite schreiben die Macher: „Zwei befreundete Computer-Sammler, stellen dafür ihre besten Stücke zur Verfügung. Natürlich sind der Commodore C64, der Amiga 500, der Mac II und die NeXTCube dabei. Aber auch ganz besondere Sammlerstücke – das älteste, die Olivetti Programma, ist von 1969!“ Ich bin mal gespannt, ob die Computer den Originalzustand und vor allem das Originalzubehör am Ende auf den Postkarten haben. Bei den Bildern um Cube bin ich mir nicht so sicher, ob die Puck-Maus bei dem Würfel dabei war oder nicht. Mein Cube hatte eine Extended Tastatur und die schwarze Maus. Aber ich geb den jungen Menschen gerne eine Chance und freu mich über das Engagement.

Ich weiß noch, welche rechtlichen Abklärungen wir damals einholen mussten, als wir unsere Vintage-Kalender produzierten. Die Rechteinhaber wie  beispielsweise Apple oder Atari waren extrem kritisch, wenn man mit ihrem Markenzeichen Geld verdient. Aber ich bin mir sicher, dass die jungen Leute die Rechte abgeklärt haben oder zumindest gute Markenanwälte haben.

Auf der Startnext-Seite wird das vorläufige Quartett benannt und ich freu mich auf ein Wiedersehen mit der einen oder anderen Maschine.

Frühzeit: Olivetti Programma, Wang 700, IBM 5120, HP 9830A
2. Welle: Commodore PET 2001, TRS80 III, Apple II, Zenith
HomePCs: C64, Schneider CPC 464, Sinclair ZX81, Amiga 500
Portables: Osborne 1, Toshiba 3000, Mac Portable, Compaq Portable
Profis: Olympia Boss, NeXT Cube, Apple Lisa, Sharp MZ80K
PCs: Apricot Portable, IBM PC, Mac G3, Mac II fx
Bastlen: Rockwell AIM65, DAG MP Lernsystem, Heathkit H8, Heathkit Hero 1
Mobil: Apple Newton, Nokia Communicator, Sharp Pocket, Psion Organiser.

Also an alle Retro-Fans: Mitmachen und das Projekt unterstützen. Die Truppe von Nerd Dreams braucht drei Tage, um die 32 Fotos von den Computern aufzunehmen. Dann wird das Quartett-Design gemacht und geht in den Druck. Für mich eine unterstützenswerte Aktion.

 

Einladung: Online zum Wahlerfolg? Bedeutung des Internets für den Wahlkampf

10. Mai 2013

HSS

Ich bin auf eine Podiumsdiskussion eingeladen und darf zum Thema Politik und Internet diskutieren. Die Hanns-Seidel-Stiftung veranstaltet am 14. Mai eine Podiumsdiskussion im Konferenzzentrum München (Beginn: 18.30 h) mit dem Titel Online zum Wahlerfolg? Wahlkampf 2.0 und seine Perspektiven.

Heute gehören das Twittern in Sekundenschnelle und ein Facebook-Profil für immer mehr deutsche Politiker zum Alltag. Doch wie sieht es hierzulande wirklich mit dem Potenzial von Online-Wahlkämpfen, gerade mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen, aus? Wie kann man auf Landes- und Bundesebene den Wähler erreichen und ist das Internet auch ein Medium für den Kommunalwahlkampf?

Es diskutieren die bayerische JU-Vorsitzende Katrin Albsteiger, der Google-Manager Joel Berger, die Digitalspitze der PR-Agentur MSLGROUP Germany, Adrian Rosenthal, der Wissenschaftler Andreas Jungherr sowie ich. Wer Lust kann zu kommen, sollte sich hier anmelden.

Sicherlich werden die neuen Ergebnisse der BITKOM-Umfrage diskutiert. Der Einsatz des Internets durch die politischen Parteien wird entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Bundestagswahl 2013 haben. Diese Meinung vertreten 37 Prozent aller Wahlberechtigten in Deutschland. Unter den 18- bis 29-Jährigen ist mit 48 Prozent sogar fast die Hälfte dieser Ansicht. Die Befragung ist Grundlage der BITKOM-Studie „Demokratie 3.0 – Bedeutung des Internets für den Bundestagswahlkampf“.

Danach zeichnet sich ab, dass insbesondere die sozialen Medien eine zentrale Rolle im Wahlkampf spielen werden. „Das Internet wird den Wahlkampf bestimmen wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf bei Vorstellung der Studie in Berlin. „Die Online-Kampagnen könnten für die Parteien zum Zünglein an der Waage werden, um die entscheidenden Stimmen zu erringen.“ Laut Umfrage informieren sich 60 Prozent der Bundesbürger über politische Themen im Web. Im Jahr der letzten Bundestagswahl 2009 waren es erst 45 Prozent. Unter den 18- bis 29-Jährigen informieren sich aktuell 80 Prozent über Politik im Internet, bei den 30- bis 44-Jährigen sind es 75 Prozent. In meinem Seminaren merke ich auf jeden Fall ein großes Interesse an den sozialen Netzen durch die Politik. Natürlich ist Social Media nur ein Teil der Kommunikation mit dem Bürger/Wähler. Viele Politiker haben noch nicht die Organisationsform für Social Media geschaffen.

Wer das Internet als Informationsquelle für politische Inhalte nutzt, steuert in erster Linie die Webseiten der klassischen Medien an: 84 Prozent informieren sich auf den Nachrichtenseiten von Spiegel, FAZ, Welt, n-tv etc. Mit weitem Abstand folgen Internetangebote von Nichtregierungsorganisationen, die 38 Prozent nutzen. Bereits mehr als ein Drittel (35 Prozent) informiert sich in sozialen Netzwerken über Politik, unter den 18- bis 29-Jährigen mit 55 Prozent sogar mehr als die Hälfte. 28 Prozent der Politikinteressierten nutzen Webseiten von Ministerien oder Behörden und 25 Prozent die Internetpräsenzen der politischen Parteien. 16 Prozent informieren sich in politischen Blogs und immerhin 12 Prozent auf den Webseiten einzelner Politiker.

Ein Drittel (32 Prozent) der Bundesbürger konsumiert nicht nur politische Inhalte, sondern nimmt aktiv am Wahlkampf im Internet teil. Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 63 Prozent. „Grund für die hohe Aktivität der Jüngeren ist die breite Nutzung sozialer Netzwerke, die das Erstellen, Kommentieren und Teilen politischer Inhalte dramatisch vereinfachen“, sagte Kempf. So „liken“ oder teilen 42 Prozent der Jüngeren politische Inhalte in sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+ oder Xing. In der Gesamtbevölkerung sind es dagegen nur 15 Prozent. 18 Prozent leiten E-Mails mit politischem Inhalt an Bekannte weiter und 10 Prozent kommentieren Artikel in Online-Medien zu Politikthemen. Dagegen sind erst 3 Prozent Mitglied einer politischen Kampagne im Web.

„In der Politik ist der Einsatz sozialer Medien inzwischen weit verbreitet“, sagte Kempf. Nach einer Analyse der Online-Plattform Pluragraph für den BITKOM verfügen aktuell 86 Prozent aller 620 Bundestagsabgeordneten über ein Profil in mindestens einem sozialen Netzwerk. 76 Prozent sind bei Facebook vertreten, 50 Prozent bei Twitter, 41 Prozent bei Youtube und 25 Prozent bei Xing. Im Durchschnitt haben die Abgeordneten 2.578 Facebook-Fans und 2.045 Twitter-Follower.

Das Internet bietet den Bürgern darüber hinaus die Möglichkeit der direkten Beteiligung am politischen Geschehen. So gibt ein Viertel (24 Prozent) der Bundesbürger an, dass sie sich bereits an einer E-Petition bzw. Online-Petition beteiligt haben. Das entspricht rund 16 Millionen Personen. Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 38 Prozent. 15 Prozent aller Bundesbürger haben sich bei ihrer Kommunalverwaltung beschwert oder Verbesserungsvorschläge gemacht. 14 Prozent haben sich online an der Diskussion über lokale Bauvorhaben beteiligt und 13 Prozent Ärgernisse im öffentlichen Straßenbild benannt. Aggregiert man die unterschiedlichen Beteiligungsformen, sind 45 Prozent der Bundesbürger im Web politisch aktiv geworden, unter den Jüngeren sogar 58 Prozent. Kempf: „Das Internet ermöglicht und erleichtert die Teilhabe am politischen Geschehen und stärkt damit unsere Demokratie.“

Die wichtigsten netzpolitischen Themen sind laut Umfrage der Datenschutz und die IT-Sicherheit. 96 Prozent der Bürger sagen, dass sich die neue Bundesregierung stärker als bisher um den Datenschutz kümmern sollte, 95 Prozent nennen die Bekämpfung der Internetkriminalität. 84 Prozent meinen, die Vermittlung von Internetkompetenz bei Kindern und Jugendlichen sollte Priorität haben. 79 Prozent der Bürger fordern eine Reform des Urheberrechts und 76 Prozent die Sicherung der Netzneutralität.

Druck

300 Prozent Steigerung bei mobiler Videonutzung

2. Mai 2013
Ich hab mir die Papst-Wahl im Internet angeschaut.

Ich hab mir die Papst-Wahl im Internet angeschaut.

Die Kommunikation wird mobil und auf meinen Seminaren erarbeiten wir die Chancen von mobilen Endgeräten für Verbraucher und Firmen. Dabei spielt Bewegtbild eine immer größere Rolle. Nicht zuletzt die Tatsache, dass Smartphones und Tablets eine Videokamera in Board haben, ist erleichtert geworden, selbst bewegte Bilder zu erzeugen und ins Internet hochzulaufen.

Jetzt liefert mir Adobe Zahlenmaterial für den rasanten Anstieg der Nutzung von Video-Content über mobile Geräte. Interessant: Auch TV-Nutzung über mobile Geräte setzt sich zunehmend durch. Was Adobe aber nicht wusste, sind aktuelle Entwicklungen in Deutschland. Die Volumentarife bei Handys und Tablets zwangen die User auf WLAN auszuweichen. Jetzt stehen aktuelle Drosselungbemühungen der Telekom dem Trend zu mobiler Videonutzung entgegen.

Adobe hat die Ergebnisse des neuesten Digital Index Report vorgestellt. Darin untersucht das Unternehmen das Nutzungsverhalten von Online-Konsumenten in Bezug auf Videos und Werbung. Gemäß dem Report werden über mobile Geräte 300 Prozent mehr Videos betrachtet. Die Nutzung digitaler TV Everywhere-Angebote hat sich im vergangenen Jahr verzwölffacht. Auf Facebook werden Video-Inhalte doppelt so oft mit „Gefällt mir“ markiert,. geteilt oder kommentiert als sonstiger Content – das kann ich aus eigenen Erfahrungen nur bestätigen. In Bezug auf Video-Werbung machen pre-roll Ads bei längeren Videos 82 Prozent aller Ad-Betrachtungen aus und werden damit deutlich häufiger aufgerufen als mid-role Ads oder post-roll Ads.

 

Im Internet konnte ich live das Ausrufen des neuen Papstes erleben. Mobiles Video macht es möglich.

Im Internet konnte ich live das Ausrufen des neuen Papstes erleben. Mobiles Video macht es möglich.

Die Kernaussagen des Adobe-Berichts lauten:

Nutzung von TV Everywhere 

2012 stellte in den USA ein Rekordjahr für die Nutzung von TV Everywhere-Angeboten dar. Die Zahl der Anmeldungen stieg um das zwölffache im Vergleich zum Vorjahr und wurde durch Events wie die olympischen Sommerspiele, die Fußball-Europameisterschaft 2012 und die NBA Playoffs weiter gefördert. In Deutschland Streaming ARD und ZDF ihre Programme live ins Internet.

Videokonsum nach Geräten

Der Anteil gestarteter Videos über mobile Geräte hat sich im vergangenen Jahr um mehr als das dreifache von 3 Prozent auf 10,4 Prozent erhöht. 89,6 Prozent der Videos werden noch immer über  Desktop-Rechner abgerufen. Innerhalb der mobilen Geräte steigen die Video-Abrufe über Tablets am stärksten. Konsumenten rufen Videos am Wochenende bevorzugt über Tablets ab. An Sonntagen finden 17 Prozent der Video-Starts über Tablets statt. Bei Betrachtung aller mobilen Geräte ist die Video-Nutzung an Montagen, Donnerstagen und Sonntagen mit je 16 Prozent am höchsten.

Social Media und Video 

Facebook-User kommentieren, liken und teilen Video-Inhalte zweimal häufiger als anderen Content. Das Ergebnis verdeutlicht, dass Video-Inhalte Marken helfen können, die Interaktion mit ihren Fans zu fördern. Auf Twitter wird dreimal häufiger auf Video-Inhalte von Medienseiten verwiesen, als auf anderen Content.

 

Videoinhalte werden durch Social Media geteilt.

Videoinhalte werden durch Social Media geteilt.

Meistgenutzte Video-Inhalte 

Inhalte von TV-bezogenen Medienseiten werden über alle Geräte hinweg deutlich häufiger bis zum Ende geschaut, als solche von nicht TV-bezogene Seiten. Der Traffic über Tablets steigt hier ebenfalls am stärksten. Mobile Video-Klicks steigen zudem speziell bei besonderen Sportevents um das Doppelte, beispielsweise bei den Olympischen Spielen 2012 oder dem US-College NCAA Tournament 2012.

 

Und das Blog-Twitterstöcken geht weiter an …

1. Mai 2013

twitter

Ich habe von meiner Blogkollegin Monika E. König ein Blog-Twitterstöcken bekommen. Es ist ein Fragenkatalog, der von Blogger zu Blogger gereicht wird. Heute bin ich an der Reihe. Es gilt Fragen zu beantworten und am Ende neue Blogger zu empfehlen. So ein bisschen Schneeballprinzip.

1.) Wer bist Du auf Twitter? Seit wann bist Du auf Twitter? Nutzt Du Twitter vorwiegend privat und/ oder beruflich?

Tja ich bin auf Twiiter als @redaktion42 seit Oktober 2008 unterwegs – fast fünf Jahre, eine ganz schön lange Zeit. Da kommen im Laufe der Zeit doch einige Tweets zusammen. Der Name redaktion42 kommt von meinem Unternehmen. Und dennoch sind meine Tweets eine Mischung zwischen privaten und beruflichen Aussagen.

2.) Zu welchen Themen veröffentlichst Du Deine Tweets?

In meinem Blog redaktion42.com heißt es, dass ich als digitaler Nomade meine Sicht auf die Welt darlege. Ich streife so durch die Welt (analog und digital) und halte meine Eindrücke fest, Und so verhält es sich auch mit meinen Tweets. Mal ist es absolut fachlich, mal Stimmungen, mal Hobbys und mal Gefühlsausbrüche und manches Mal auch absoluter Nonsens – eben so wie das Leben eben ist.

3.) Wie viel Zeit pro Woche nimmst Du Dir für Twitter?

Twitter ist vom Aufstehen bis zum Schlafengehen immer dabei. Allerdings mit der Voraussetzung, ich habe Netzempfang. Das kann ich leider nicht immer behaupten, denn ich bin viel auf Reisen und nicht überall ist der Netzempfang ideal. Ich kann nicht sagen, dass ich so und solange am Tag twittere, es kommt immer darauf an. Mal ist es viel, dann wieder wenig. Aber ich nutze Twitter sehr, sehr oft, weil es für mich der optimale Nachrichtenkanal ist.

4.) Auf welchen weiteren Social Media-Kanälen bist Du aktiv?

Da ich viele Seminare über dieses Social Media-Zeugs gebe, sollte ich auf einigen Kanälen dabei sein, um mitreden zu können. Viele sogenannte Fachleute halten Vorträge über soziale Netzwerke und haben nicht die Spur einer Ahnung, was da passiert. Das finde ich einfach nur lächerlich. Neben Twitter bin ich daher auch auf Facebook, Google+, YouTube, Xing, Linkedin, Instagram, Vine – je nachdem, was und wen ich erreichen will.

5.) Welche Position nimmt Twitter für Deine Kommunikation in all Deinen Social Media-Kanälen ein?

Es ist für mich der ideale Nachrichten- und Kommunikationskanal, so eine Art SMS an alle aber mit Rückkopplung. Ich diskutiere, argumentiere, streite, recherchiere und schmeichle gerne über Twitter. Ohne Twitter wäre das Kommunikationsleben deutlich ärmer und auch die Katzenbilder halten sich für mich als Wellensittichfan in Grenzen.

6.) Organisierst Du Tweetups bzw. nimmst Du daran teil?

Ich war zweimal auf einen Twittertreffen. Eines Mal war es prima, eines Mal war schrecklich. Elende Marketingbuben und Dummschwätzer wollten einen etwas verkaufen und sich in Szene rücken. Aber wenn ein Treffen ins Programm passt, bin ich gerne wieder dabei. Klassische Konferenzen halte ich fachlich für wichtiger. Als nächstes steht die re publica #rp13 auf dem Programm.

7.) Wofür verwendest Du Twitter vorwiegend?

Als Nachrichtenkanal und sicherlich auch als Distributionskanal für meine Blogs. Aber natürlich liebe ich es, mich mit anderen Twitterern auszutauschen und andere Meinungen zu erfahren. Die Konzentration auf 140 Zeichen zwingt zur Reduktion und Konzentration. Damit ist Twitter ein Medium für die Kommunikationsbranche. Nur wer etwas mit Sprache umgehen kann, der wird sich in Twitter wohlfühlen. Und ich nutze Twitter als klassisches Recherchetool. Komme ich mit einem Problem nicht weiter, dann frage ich die Community und bitte um #folliowerpower. Die Resonanz ist verblüffend.

8.) Welche Gesamtnote von 1 – 6 würdest Du Twitter geben und wieso?

Auf jeden Fall eine 2+. Twitter hat mein (Nachrichten-)Leben verändert. Ich brauche keine Tageszeitung mehr, denn wie heißt es doch so schön: Die Nachricht, die wichtig für mich ist, wird einen Weg zu mir finden – egal über welchen Kanal. Und Twitter ist für mich ein wunderbares Experiment Sachen auszuprobieren und die Reaktionen zu beobachten.

9.) Welche Tools nutzt Du mit welcher Hardware für Deine Aktivitäten auf Twitter?

Als Mac-User der alten Zeit, ehemaliger Chefredakteur der  MACup und Fanboy von Cupertino kommen mir nur Apfelgeräte ins Haus und die nehme ich auch für Twitter. Im Grunde alles, was Apple zu bieten hat. Als Software nehme ich am Rechner Hootsuite und an den Mobilgeräten die offizielle Twitter App

An sie reiche ich dieses Blog-Twitterstöckchen weiter an @spinosa1967 und @tmgerlach sowie @mrsminirobot

Thunderbolt Docking-Station macht Schluss mit dem Kabelwirrwarr

29. April 2013

Ich will auf meinen Seminaren nicht viel Technik mehr herumschleppen. Entweder habe ich ein MacBook Air oder ein iPad dabei, wenn ich präsentiere. Im Büro ist dann die Technik vorhanden, damit ich auf alle meine Daten zurückgreifen kann. Aber ich hasse diese elenden Kabel: USB, FireWire, Thunderbolt, Ethernet und und und. Aber ab Sommer wird damit Schluss sein, denn da wird Sonnet eine neue Thunderbolt Docking-Station auf den Markt bringen

Das Echo 15 Thunderbolt Dock von vorne.

Das Echo 15 Thunderbolt Dock von vorne.

Mit dem Echo 15 Thunderbolt Dock stellt Sonnet eine umfangreiche Docking-Station für Macs und Windows-Computer mit Thunderbolt-Schnittstelle vor. Als Anwender erhalte ich 15 Anschlussmöglichkeiten: vier für USB 3.0, je einen für Gigabit Ethernet, FireWire 800, einen durchgängigen Thunderbolt-Anschluss (für ein weiteres Thunderbolt-Peripheriegerät oder einen Monitor), zwei eSATA- und zwei interne SATA-Anschlüsse. Davon ist einer für ein internes optisches Laufwerk gedacht, der andere 6 Gb/s-Port für eine 2,5 Zoll große SSD oder eine 3,5 Zoll große Festplatte. Das Dock verfügt über einen Audioeingang und Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon. Zudem bietet das Echo 15 Thunderbolt Dock ein 8x DVD±RW-Laufwerk oder optional ein Blu-ray BD-ROM/8x DVD±RW-Laufwerk inklusive der passenden Blu ray-Playersoftware für OS X.

Mit dem System kann ich meine Daten endlich mit einem Mal an meinen Arbeitsmac bringen ohne dass ich wie bisher das elende Steckerspiel habe. Stecker rein, Stecker raus. Damit wird ab Sommer Schluss sein.

Tragbare Computer werden immer leichter und schlanker – dafür werden jedoch auch Schnittstellen und optische Laufwerke eingespart und das ist gut so. Aber im Moment brauche ich noch das ganze Zeugs. Da kommt für mich das  Echo 15 Thunderbolt Dock von Sonnet gerade richtig: FireWire 800, Gigabit Ethernet, eSATA, ein Audio-Anschluss, USB 3.0-Anschlüsse sowie ein optisches Laufwerk, um Software zu installieren, CDs und DVDs zu importieren und zu brennen. Auch DVDs und sogar Blu-ray-Filme können so wieder komfortabel am portablen Computer angeschaut werden. Die Peripheriegeräte werden auf der linken Seite mit Standardkabeln verbunden, das Dock mit einem einzigen Thunderbolt-Kabel an den Computer angeschlossen. Wird der mobile Rechner entfernt, muss lediglich das Thunderbolt-Kabel gezogen werden.

Das Echo 15 Thunderbolt Dock von hinten.

Das Echo 15 Thunderbolt Dock von hinten.

Im Lieferumfang der Docking-Station mit optionalem Blu-ray-Laufwerk ist eine Mac-Playblacksoftware für Blu-ray-Discs enthalten. Darauf bin ich sehr gespannt, denn bisher war Blu ray am Mac eher ein Gemurkse. Sämtliche Modelle unterstützen die Installation von Standard-SSDs oder einer Festplatte zur Datensicherung bzw. Speicherung einer Medienbibliothek. Wir Mac-Anwender können somit das Time Machine Backup-Laufwerk innerhalb des Docks installieren.

Die Preise bewegen sich auf Normalniveau: Das Echo 15 Thunderbolt Dock mit DVD-Laufwerk (Artikelnummer ECHO-TBD-CD-0TB) ist zum UVP von 415,90 Euro erhältlich.  Das Echo 15 Thunderbolt Dock mit Blu-ray-Laufwerk (Artikelnummer ECHO-TBD-BL-0TB) ist zum UVP von 467,90 Euro verfügbar.

 

Android: SRT Appguard verhindert nach Hause telefonieren

28. April 2013

In meinem Seminaren diskutieren Teilnehmer immer wieder über die Sicherheitsproblematik. Viele fühlen sich unwohl, wenn Google & Co alle ihre Schritte tracken und sie so zum gläsernen Bürger werden. Die Bürger wollen nicht ausspioniert werden. Oftmals telefonieren viele Anwendungen am Smartphone ungefragt nach Hause. Der User weiß nichts davon. Wer ein Android-Smartphone oder -Tablet besitzt und Angst hat, dem empfehle ich die Installation der Anti-Spionage-App „SRT Appguard“, die von der Uni Saarbrücken kommt. Scheinbar empfehle nicht nur ich diese App, denn soeben wurde nach Uniangaben die App mehr als eine Millionen Mal geladen.

pb_appguardPro

„Wir waren uns sicher, dass eine solche App notwendig ist. Aber ihr Erfolg hat uns selbst überrascht“, erklärt Michael Backes, Professor für Informationssicherheit und Kryptografie an der Universität des Saarlandes und wissenschaftlicher Direktor am Center for IT-Security, Privacy and Accountability (CISPA). Im vergangenen Juli hat das vom ihm gegründete Unternehmen Backes SRT die App zum kostenlosen Herunterladen freigegeben. Mit „SRT Appguard“ können Anwender installierte Apps überwachen und deren Berechtigungen für den Zugriff auf Kontaktdaten und Internet jederzeit zurücknehmen. Sie benötigen dafür keine weitreichenden Zugriffsrechte, so genannte Root-Rechte. „Genau das ist bisher bei Android-Apps nicht möglich gewesen“, erklärt Backes.
Was die Sicherheits-App möglich machte, fand schnell Gefallen bei den Anwendern. Kontinuierlich stiegen die Downloadzahlen auf den Softwareverzeichnissen der IT-Portale „heise.de“ und „chip.de“. Innerhalb von sechs Monaten luden 91.536 Personen das Mini-Programm herunter und bugsierten es so auf Platz 11 in der Kategorie „Die 100 beliebtesten Apps aus 2012“. „Addieren wir die Zahlen von Chip mit den Downloads von unserer Firmenseite, wissen wir, dass SRT Appguard inzwischen mehr als eine Million mal heruntergeladen wurde“, erklärt Backes. Inzwischen steht bei Chip.de der Zähler auf 178.272 und 93 Prozent der Anwender bewerten sie mit emporgestreckten Daumen. Auch auf der DVD, die rund 230.000 Heften der diesjährigen Januar-Ausgabe beilag, fand sich die App wieder.
Nun bietet die Ausgründung auch eine kommerzielle Version der App an. Seit Anfang April ist „SRT Appguard Pro“ im Internet-Verkaufsportal „Google Play“ für 3,99 Euro zu finden. Alternativ kann die App auf der Plattform „Androidpit“ erworben werden. In wenigen Tagen werden die Saarbrücker Informatiker die App zum gleichen Preis in „Samsung Apps“ anbieten. Der südkoreanische Konzern hatte Backes SRT dazu aufgefordert. Gegenüber der kostenlosen Version hat sie sich insbesondere in der Bedienung verbessert. Alle überwachten Apps können nun auf einen Blick betrachtet werden. Ein „Risk Score“ zeigt grafisch für jede App an, wie gefährlich deren aktuelle Rechte-Konfiguration ist. „Auf diese Weise erleichtern wir es den Nutzern noch mehr, die potenzielle Bedrohung auf ihrem Smartphone oder Tablet-PC einzuschätzen“, erklärt Philipp von Styp-Rekowsky, Doktorand von Professor Backes und Geschäftsführer der Ausgründung. Darüber hinaus läuft die App wesentlich schneller und arbeitet problemlos ab Android-Version 2.3. Auch die Aktualisierungen von den installierten Apps funktionieren nun. Bei der ersten Version war das bisher nicht möglich.

Technischer Hintergrund
Im Gegensatz zur ersten Versionen des SRT Appguard greift die Applikation nicht mehr in den Code der auf dem Smartphone installierten, zu überwachenden App ein. Stattdessen wird eine spezielle Programm-Bibliothek nachgeladen. Wird die jeweilige App in der sogenannten Dalvik Virtual Machine ausgeführt, überwacht Appguard die Aufrufe von sicherheitskritischen Funktionen wie Verbindungsaufbau mit dem Internet oder Auslesen des Adressbuches.

Schülerzeitungen gehen ins Netz und ins Web-TV

27. April 2013
Crossmedia-Schulung am Gymnasium in Selb.

Crossmedia-Schulung am Gymnasium in Selb.

Der journalistische Nachwuchs liegt mir sehr am Herzen und neben meiner jahrelangen aktiven Mitgliedschaft bei den Nachwuchsjournalisten in Bayern und dem PresseClub München widme ich einen Teil meiner Zeit  natürlich auch Schülerzeitungen. Das Thema ist furchtbar spannend, weil Schülerzeitungsredakteure einen frischen Blick auf viele Dinge werfen. Sie sehen manche Dinge anders und haben Lust am Experimentieren und das ist gut so. Ich bin Jury-Mitglied des Schülerzeitungspreises Die Raute und engagiere mich stark in dem Bereich. Zur Schulung der Nachwuchsredakteure habe ich zusammen mit einem Kollegen sogar das Buch 1×1 der Schülerzeitung geschrieben. Bestellungen für kostenlose Exemplare übrigens bitte bei mir.

Die älteren Schüler schulen die jüngeren.

Die älteren Schüler schulen die jüngeren.

Aber Schülerzeitungen bleiben nicht stehen. Neue Entwicklungen zeigen mir, dass es die Medienkrise auch Schülerzeitungen erreicht hat. So manche Schülerzeitung kann aus Vertriebs- und Anzeigengründen nur noch ein- bis zweimal im Jahr erscheinen. Und was machen die pfiffigen Redakteure? Sie weichen ganz selbstverständlich aufs Netz aus. Die einen manchen eine Schülerzeitung im Web als WordPress-Seite, die anderen gehen gleich auf Facebook und stellen sich dar. Die Mitschüler sind sowieso auf Facebook und somit ist das Vertriebsproblem gelöst. Die Artikel werden gelesen – und das ist das Hauptziel von Schülerzeitungen.

Und wiederum andere machen Schulfernsehen. Oftmals mit den Fernsehkameras, die sie in ihrer Hosentasche haben: Den Smartphones. Sowohl iPhone als auch Android haben gute Videokameras und Schnittsoftware und Smartphones sind immer dabei. Zwar gibt es an bayerischen Schulen die rückständige Vorgabe: Das Handy bleibt aus, doch Schüler finden einen Weg und gegebenenfalls wird das Smartphone eben auf Flugmodus gestellt.

Die jüngsten Filme nutzen die Produktionswerkzeuge aus ihrer Hosentasche.

Die jüngsten Filme nutzen die Produktionswerkzeuge aus ihrer Hosentasche.

Und dann habe ich Schülerinnen und Schüler vom Walter Gropius-Gymnasium in Selb erlebt, die mit Profi-Ausrüstung Schulfernsehen machen. Sie nehmen ihre Beiträge auf P2-Karten auf, schneiden am Avid und erlernen in der Schule Medienkompetenz. Sie spielen ihre Beiträge im Netz aus und sind Mitglied bei den Jungen Medien Oberfranken zusammen. Ich durfte die rund 20 Schüler in Sachen Crossmedia schulen und künftig arbeiten Schülerzeitung, Schulfernsehen und Schulwebsite Hand in Hand. Journalistische Themen werden von den jungen Kolleginnen und Kollegen aufgegriffen und über verschiedene Medienformate gespielt. So sieht praktischer Journalismus im 21. Jahrhundert aus.

Bei meiner Schulung gingen wir auf Themensuche und stellten fest: Es gibt Themen, die Schüler zu 100 Prozent betreffen und die in allen drei Medienarten gespielt werden können. Zur besseren Vertreibung wird jetzt an einer internen Facebook-Gruppe gearbeitet, um Auflage, Klickzahlen und Reichweite zu stabilisieren und zu erhöhen.

Zum Spaß drehten die Schüler ein Interview mit Sabine Habla, Regionalbeauftragte bei der Hanns-Seidel-Stiftung, die meine Schulung ermöglichte und die Schüler zu weiteren Seminaren in die Bildungszentren der Stiftung einlud. Ich habe die Dreharbeiten zum Spaß mit meinem iPhone mitgedreht und bei YouTube eingestellt.

D21-Studie: Digitale Spaltung bleibt bestehen – Wir Bayern müssen aufpassen

26. April 2013

Das Thema digitale Spaltung der Gesellschaft durchzieht meine ganzen Seminaren. Nur wenn ich weiß, welche Zielgruppe bei mir im Seminar zu Gast ist, kann ich die richtigen Antworten geben und die Teilnehmer über den Tellerrand blicken lassen. Daher ist für mich die Studie „Digitale Gesellschaft“ als Anhaltspunkt sehr wichtig. Die Neuauflage der D21-Studie zeigt sechs neue Nutzertypen im Vergleich. 28,9 Prozent zählen zu den „Außenstehenden Skeptikern“. Ich habe schon früher über die Studie gebloggt.

Ich lebe stark in einer digitalen Welt, aber nicht jeder tut es.

Ich lebe stark in einer digitalen Welt, aber nicht jeder tut es.

„Wir sind als die deutsche Gesellschaft noch nicht vollständig in der digitalen Welt zu Hause ist.“ Was ich durch meine Seminare wusste, belegt die Studie jetzt schwarz auf weiß. Deshalb sollten wir Onliner nicht glauben, dass die ganze deutsche Welt so tickt. Im Auftrag der Initiative D21 haben die Marktforscher von TNS Infratest im Rahmen der Studie D21-Digital-Index sechs unterschiedliche Nutzertypen identifiziert. Hierfür wurde die Bevölkerung anhand der Dimensionen „Zugang und Kompetenz“ sowie „Offenheit und Nutzung“ untersucht und in homogene Gruppen unterteilt. Die sechs Nutzertypen sind dabei wie folgt charakterisiert:

Der „Außenstehende Skeptiker“ (28,9 Prozent) ist durchschnittlich 63 Jahre alt und stellt somit den ältesten der sechs Nutzertypen dar. Diese eher weibliche Nutzergruppe verfügt über eine niedrige formale Bildung. Gleichzeitig sind rund 70 Prozent nicht (mehr) berufstätig. Entsprechend gering ist das monatliche Einkommen. Nur jede fünfte Person nutzt aktuell das Internet. Es werden kaum Vorteile in der Internetnutzung gesehen. Hinsichtlich der Endgeräte ist diese Gruppe eher schlecht ausgestattet. Ausnahme: Rund 80 Prozent besitzen einfache Handys.

Der „Häusliche Gelegenheitsnutzer“ (27,9 Prozent) ist eher weiblich, im Schnitt 44 Jahre alt und verfügt über eine niedrige bis mittlere formale Bildung. Jeder Zweite dieser Gruppe geht aktuell keiner bezahlten Tätigkeit nach, über 50 Prozent leben in einem Haushalt mit drei und mehr Personen. Obwohl über 98 Prozent das Internet nutzen, ist diese Gruppe nur oberflächlich mit neuen Technologien vertraut – die mit Abstand häufigste Online-Anwendung ist die Internetrecherche. Beliebter ist vor allem das Fernsehen, über das öffentlich-rechtliche Nachrichten oder Dokumentationen angesehen werden.

Der „Vorsichtige Pragmatiker“ (9,5 Prozent) ist eher weiblich und im Schnitt 43 Jahre alt. Rund 80 Prozent der Personen sind berufstätig, wobei das Einkommen eher im mittleren bis niedrigen Bereich liegt. Bei der Internetnutzung agiert dieser Nutzertyp sehr bedacht, um seine persönlichen Daten zu schützen. Als Informationsquellen werden die klassischen Medien wie regionale Tageszeitungen sowie Radionachrichten bevorzugt.

Der „Reflektierte Profi“ (15,4 Prozent) ist im Schnitt 41 Jahre alt, eher männlich, gut ausgebildet und verfügt über ein hohes monatliches Einkommen. Das Internet, mit dem er sich proaktiv und kritisch auseinandersetzt, nutzt er vor allem über sein Notebook. Häufig wird dabei im Internet recherchiert, aber auch Preisvergleichsseiten werden besucht. Hier ist der höchste Anteil an Online-Shoppern im Vergleich zu sehen. Auch Büroprogramme sind weit verbreitet.

Der „Passionierte Onliner“ (15,0 Prozent) ist überwiegend männlich, im Schnitt 37 Jahre alt, hat eine hohe formale Bildung, ist beruflich engagiert und sehr an Internet- und Technologiethemen interessiert. Dieser Typ kann sich ein Leben ohne Internet nicht vorstellen. Das Internet spielt nicht nur im Berufs-, sondern auch im Privatleben eine wichtige Rolle – entsprechend ist hier der höchste Anteil an Breitbandnutzern zu verzeichnen. Neue mobile Medienprodukte wie etwa Tablets stoßen auf hohe Resonanz. Häufig genutzte Anwendungen im Vergleich sind neben den gängigen Anwendungen auch Online-Banking sowie das Lesen von Blogs und Foren.

Der „Smarte Mobilist“ (3,2 Prozent) ist eher männlich und durchschnittlich 32 Jahre alt. 79 Prozent sind berufstätig; gleichzeitig ist der Anteil der Schüler mit 13,1 Prozent am höchsten. Charakteristisch ist, dass jeder in dieser Gruppe ein Smartphone besitzt. Dieses wird durchschnittlich 16 Stunden am Tag eingesetzt. Entsprechend der Ausstattung ist hier der höchste Anteil an mobilen Internetnutzern zu verzeichnen. Bei der Nutzungsvielfalt zeigt sich, dass Soziale Netzwerke selbstverständlich sind. Als Informationsmedium wird vor allem das Internet gesehen.

Die D21-Studie führt nicht nur wieder neue Nutzertypen ein, sondern befasst sich auch mit dem Grad der Digitalisierung. Auch hier gibt es für mich interessante Ergebnisse. Betrachtet man die Nutzertypen, so erreicht der Außenstehende Skeptiker den geringsten Wert (19,3 Punkte). Der „Häusliche Gelegenheitsnutzer“ (57,1 Punkte) und „Vorsichtige Pragmatiker“ (58,6 Punkte) haben aktuell einen mittleren Digitalisierungsgrad. Auf den weiteren Plätzen folgen der „Smarte Mobilist“ (hoher Digitalisierungsgrad mit 69,8 Punkten), der „Reflektierte Profi“ (71,4 Punkte; hoher Digitalisierungsgrad) sowie der „Passionierte Onliner“. Dieser Typ erreicht mit 72,2 Indexpunkten den höchsten Digitalisierungsgrad.

Ich arbeite mit meinen Vorträgen und Seminaren viel in Bayern. Immer wieder sind wir Bayern stolz auf Laptop und Lederhosen. Aber wenn ich ehrlich bin, finde ich vielmehr Lederhosen statt Laptops vor. Auch hier liefert die D21-Studie interessante Aspekte. Am Beispiel von Bayern und dem Saarland können in der diesjährigen Ausgabe der Digitalen Gesellschaft die Werte entlang ihres Digitalisierungsgrades ausgewiesen werden. In Bayern sind wie in Gesamtdeutschland am häufigsten die beiden Nutzertypen „Außenstehender Skeptiker“ (28,8 Prozent) und „Häuslicher Gelegenheitsnutzer“ (28,4 Prozent) anzutreffen. Der „Vorsichtige Pragmatiker“ erreicht nur einen Wert von 8,0 Prozent. Zu den „Smarten Mobilisten“ gehören mit 3,0 Prozent die wenigsten Bayern. Im Vergleich zu Deutschland ist der Anteil der „Reflektierten Profis“ mit 20,1 Prozent um rund fünf Prozentpunkte höher, gleichzeitig ist der Anteil der „Passionierten Onliner“ mit 11,7 Prozent geringer.

Noch häufiger als in Bayern und im Bundesdurchschnitt anzutreffen ist der „Außenstehende Skeptiker“ mit 35,3 Prozent im Saarland. Der „Häusliche Gelegenheitsnutzer“ dagegen ist mit 24,1 Prozent im Saarland etwas seltener vertreten. Zu den Nutzertypen „Vorsichtiger Pragmatiker“ (6,8 Prozent) und „Smarter Mobilist“ (2,6 Prozent) gehören im Saarland die wenigsten Bürger. Im Saarland finden sich 20,6 Prozent „Reflektierte Profis“ und 10,8 Prozent „Passionierte Onliner“.

Nach der Lektüre der Zahlen steht für mich fest: Es gibt einen großen Bedarf an meinen Schulungen. Das Interesse an der Digitalisierung ist vorhanden und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die Medienkompetenz durch meine Seminare zu verbessern.

Perfekte Werbung für das Star Trek Video Game

25. April 2013

game

Zeitgleich mit dem neuen Star Trek Film in den Kinos wird es auch am 26. April 2013 ein neues Star Trek – Das Videospiel geben. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Als Trekkie werde ich es mir wohl für die PS3 zulegen. Das Spiel von Namco Bandai ist zeitlich zwischen den beiden Abrahams-Filmen angelegt. Es geht gegen die Gorns und alte Enterprise-Fans werden sich noch an die Gummi-Monster erinnern.

Wobei ich zugeben muss, dass sich die ersten Gameplays des Spiels ich nicht gerade vom Hocker gehaut haben. Ich denke, das große Manko wird die Retro-Grafik sein. Aber ich möchte dem Spiel auf jeden Fall eine Chance geben. Positiv sind sicherlich das authentische Feeling durch die drei S – Soundtrack, Sprecher und Schauplätze. Die Sprechrollen im Spiel wurden mit den Originalschauspielern besetzt und für mich besonders cool: Michael Giacchino hat den Soundtrack fürs Game komponiert.

Richtig begeistert war ich allerdings über die Werbung für das Spiel  Star Trek – Das Videospiel. Bei YouTube ist ein Video mit William Shatner alias Captain Kirk aufgetaucht. Hier nimmt sich der alte Mann selbst auf dem Arm. Viel Spaß beim Schauen und möge die Macht mit euch sein – oh nein, das ist der falsche Film.

Social Media in der Verwaltung – Bezirktagspräsident Richard Bartsch

24. April 2013
Kleines Videointerview am iPad mit Richard Bartsch.

Kleines Videointerview am iPad mit Richard Bartsch. Foto: Bugar

Die bayerische Verwaltung tut sich noch schwer mit Social Media. Es gibt zaghafte Ansätze, aber von einer Social Media-Offensive sind wir noch weit entfernt. Nehmen wir die bayerischen Bezirkstage. Die Bevölkerung weiß oftmals nicht, was die Bezirkstage eigentlich machen. Da machen die Bürger in Mittelfranken keine Ausnahme. Für mich ist es ein klassisches Kommunikationsproblem. Pressemitteilungen kommen in den klassischen Massenmedien nicht an, schaffen die Nachrichtenhürde nicht.

Politisch geführt wird der Bezirkstag in Ansbach von dem erfahrenen CSU-Politiker Richard Bartsch. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit den Bezirkstagspräsidenten von Mittelfranken Richard Bartsch in Sachen Social Media zu schulen und ich bin gespannt, ob sich etwas ändert.

Interessant: Die politische Spitze in Verwaltungen ist Zug um Zug geübter im Social Media. Aber die Verwaltungen selbst haben noch gewaltigen Nachholbedarf. Haupthindernis ist der zum Teil mangelnden Datenschutz bei so mancher Social-Media-Plattform. Sofort wird das Thema Social Media von Datenschützern dann zum Tode verurteilt. Dennoch um den Bürger als Freund zu gewinnen, muss sich auch die bayerische Verwaltung bewegen. Erste Ansätze sind da. Nun will sich auch der Bezirkstag von Mittelfranken auf den Weg in die Social Media-Welt machen. Auf einer internen Klausur sollen Möglichkeiten ausgelotet werden. Ich sprach mit Richard Bartsch am Rande eines Seminars über Chancen und Risiken.