Als mobiler Journalist und Blogger will ich möglichst wenig zu tragen haben. Während ich früher viel Gespäck durch die Gegend schleppte, habe ich mir bei meinen Ausflügen vorgenommen, so wenig Ausrüstung und so leichte Ausrüstung als möglich mitzunehmen. Die Digitalisierung macht es möglich. Während ich früher meine schwere Nikon D3 X immer dabei war, nahm ich eine Zeitlang nur noch die Fujifilm X100S mit zwei Objektiven Telekonverter und Weitwinkelkonverter mit. Die Nikon kommt nur noch bei großen Kundeneinsätzen aus der Tasche. Seit kurzem bin ich nur noch mit meinem iPhone 7Plus unterwegs und bin von der Qualität der Fotos und Videos sehr angetan. Allerdings hat die Kamera des iPhones ein schlechtes Weitwinkel. Da ich in der Vergangenheit mit Weitwinkelaufsätzen von VicTsing gute Erfahrungen gemacht hatte, bestellte ich mir jetzt das VicTsing 238 mit Fisheye-Linse.
Die Verarbeitung ist sehr gut und auch das Handling ist wie bekannt einfach. Doch schickte ich das VicTsing 238 nach einer Woche Tests wieder zurück. Ich war mit der Bildqualität absolut nicht einverstanden. Ich weiß, wie ein Fischauge einzusetzen ist, aber die Unschärfe auf dem iPhone 7plus war katastrophal. Vielleicht liegt es an den beiden Linsen des iPhones. Der Hersteller gibt leider nicht an, für welche Smartphone-Generation das VicTsing 238 geeignet ist – das iPhone 7plus gehört sicherlich nicht dazu. Auch mein altes iPhone 6plus lieferte ähnlich schlechte Ergebnisse. Schade, keine Kaufempfehlung von meiner Seite.
„Als das Lucas-Logo auftauchte, da kribbelte es so schön im Bauch und mein Herz pochte“ – So nett drückte es mein Filmkritiker Kollege Julian Reischl aus. Und recht hatte er. Rogue One versetzte mich seit Wochen in einen Erregungszustand, den ich als Kind hatte, wenn ich einen großen Film im Kino ansehen durfte. Heute bin ich eher abgebrüht, aber dieses Gefühl habe ich mir bei Star Wars- und Star Trek-Filmen bewahrt. So auch bei der Premiere von Rogue One. Ich trat aus dem Kino und fühlte mich wie ein Held auf seinem Klassentreffen. Rogue One war ein Treffen der alten Bekannten. Ich sah meine Lieblinge wieder: C3PO, R2D2, Darth Vader, Prinzessin Leia und einfach wunderbar Gouverneur Großmoff Tarkin. Sie waren die Konstante, die den Film erträglich machten, was nicht heißen soll, dass Rogue One ein schlechter Film ist. Nur das Feuer sprang bei mir erst im Laufe des Films über.
Der Film ist ein Spin Off aus dem Star Wars-Universum und eine separate Geschichte, die sehr gut vor Episode IV eingebettet ist. Von der Handlung will ich nicht viel verraten: Es geht um die Pläne des Todessterns, die von den guten Rebellen von dem bösen Imperium gemopst werden. Fans wissen Bescheid.
Der Beginn des Films schleppte sich hin, die neuen Charaktere wurden eingeführt, doch emotional rissen sie mich nicht mit. Einzig der umgedrehte imperiale Droide K-2S0 zeigt die notwendigen Emotionen und sorgte für ein gewisses Maß an Unterhaltung. Was ist passiert? Bin ich etwa zu alt für Star Wars? Nein, ich bin nicht zu alt für gute Unterhaltung, aber der Anfang kam schon sehr klischeebehaftet daher.
Regisseur Gareth Edwards, der mit Godzilla ein emotionales Meisterwerk ablieferte, versteht eigentlich sein Handwerk. Er weiß eigentlich, was mir als Fan der ersten Stunde gefällt. Er zitierte die alten Filme und das freut mich. Beispiele gefällig?
Da wäre der Held, der zuerst schießt. Wie der alte Han Solo einstmals. Und ich bleibe dabei: Han hat zuerst geschossen, auch wenn Lucas später eine Geschichtsfälschung betrieb.
Dann wären da die Wachmänner auf den Rebellentürmen, die in den Sonne blicken, während die X-Wings in den Krieg ziehen. Warum braucht man eigentlich in der Zukunft noch einen Ausguck?
Und da ist auch der Mausroboter, der den Sturmtruppen hinterher rollt. Wie sehr habe ich damals im Kino gelacht und wollte unbedingt so einen Maus-Droiden haben.
Schöne Erinnerung waren auch die hohen Schächte in denen unsere Helden herumturnen und gegen die Sturmtruppen kämpfen. Der alte Luke hing auch in solchen Schächten, die damals noch Matte-Zeichnungen waren, und musste den Traktorstrahl ausschalten. Leia retten.
Sehr schön auch der Crash der Sternenzerstörer – wie einst bei Rückkehr der Jedi, als es Rums auf Endor machte und die Jedi wieder die Macht übernahmen.
Aber es kamen in Rogue One beim ersten Mal Ansehen keine neuen markanten Augenblicke vor, die sich in mein Filmbewusstsein einbrennen werden. Schade. Vielleicht passiert dies beim zweiten und dritten Mal, denn ich werde mir den Film mehrmals ansehen (müssen).
Technisch ist Rogue One allererste Sahne und die Weltraumkämpfe machen Spaß. Da gibt es nix zu meckern, wenn Gold eins und Rot eins zum Angriff über gehen. Es macht Freude, wenn die Jäger gegen das Imperium antreten, wenn die Tie-Fighter daher sausen und sich im Kampf stellen. Ich liebe die ATAT, die Rebellen auslöschen. Das ist das Star Wars Universum, wie ich es mag. Warum allerdings die Daten vom Todesstern allerdings auf Festplatten gelagert werden, erschließt sich mir nicht. Cloud Computing hat sich in der Zukunft wohl doch nicht durchgesetzt. Es muss ja nicht gerade die Drop Box sein.
Klar ist auch: Der Rogue One ist härter geworden als die bisherigen Filme der Reihe. Der Hinterhalt, in dem die Sturmtruppen mit ihrem Panzer geraten, zeigt keine glorreichen Kämpfe mit Helden und Siegern. Das ist Krieg und mir kam Ridley Scotts Black Hawk Down in Erinnerung. Und ich täuschte mich nicht. Für das lebensnahe, realistische Feeling von Rogue One verpflichtete Edwards Greig Fraser (Zero Dark Thirty, Foxcatcher) als Chefkameramann und Neil Corbould (Black Hawk Down, Gladiator, Der Soldat James Ryan) als Special Effects Supervisor. Einzig, die Heldin zeigt Herz und rettet ein weinendes Kind. Bilder vom Krieg in Syrien kamen auf. Familienunterhaltung ist das nur bedingt. Der Film selbst ist eher in dunklen Bilder gehalten, was der ganze Atmosphäre sehr gut tut.
Die grundsätzliche Frage stellte sich mir im Film immer wieder: Warum tragen die Sturmtruppen eigentlich eine Panzerung. Laserstrahlen fegen sie hinweg. Und sogar jeder Stockhieb erledigt sie. Schutz stelle ich mir anders vor. Richtig nervig war für mich Kung Fu Panda Chirrut Îmwe (Donnie Yen) und sein Rambo-Verschnitt mit der großen Karre. Hier wurde versucht ein dynamisches Duo aufzubauen, das meines Erachtens misslang. Die Charaktere nerven nur. Ich bin auch keine 8 Jahre mehr. Was bei Lucas noch eine Verbeugung vor dem großen Akira Kurosawa war, ging mir jetzt gehörig auf den Geist. Es war eher Kung Fu David Carradine mit John Rambo Stallone.
Gefallen hat mir dagegen das Böse im weißen Mantel. Der imperiale Militärdirektor Krennic (schön gespielt von Ben Mendelsohn) will den Todesstern unterdessen so schnell es geht einsatzbereit bekommen. Er bekommt aber von seinen Vorgesetzten, buchstäblich die Luft abgeschnürt und wird zurückgepfiffen. Insider wissen, wer der Chef mit schwarzen Mantel und Maske ist. Das macht Spaß und bei dieser Szene klatschte ich innerlich. Gut gemacht.
Ein Wort noch zur Musik. Den Score werde ich noch extra besprechen, wenn ich das Album durchgehört habe. Jeder Komponist muss verlieren, wenn er das Erbe von John Williams antritt. An den Olymp kommt keiner heran. Regisseur Gareth Edwards beauftragte Komponist Alexandre Desplat mit dem er schon bei Godzilla arbeitete. Weil aber Disney umfangreiche Nachdrehs anordnete, stieg Alexandre Desplat aus dem Projekt aus – mich würde jetzt um so mehr seine Interpretation interessieren. Ausputzen musste es Michael Giacchino, der in vier Wochen den Score komponierte und aufnahm. Eigentlich viel zu wenig Zeit für so einen wichtigen Film. Michael Giacchino machte seine Sache gut, aber das endgültige Urteil folgt in einer separaten Kritik.
Lohnt sich Rogue One? So lautet die Frage. Ja ist meine Antwort. Ist er besser als Erwachen der Macht? Nein, ich habe mich damals eher heimisch gefühlt. Werde ich mir Rogue One nochmals ansehen: Ja, auf jeden Fall, denn es gibt viel zu entdecken und außerdem ist es noch ein Jahr hin, bis Star Wars VIII am 15. Dezember 2017 ins Kino kommt.
Es gibt Sachen, die sind einfach Quatsch und trotzdem braucht man sie. So ergeht es mir mit dem Nintendo NES mini, das vor kurzem auf den Markt kam. Es ist eine alte Konsole, neu aufgelegt, verkleinert und mit 30 Spielen ausgestattet. Als Retro-Gamer urteilte ich: Brauch ich unbedingt.
Jetzt das Problem. Nintendo hat von der Konsole eine – sagen wir einmal – übersichtliche Anzahl von Exemplaren auf den deutschen Markt gebracht. Und es war ja klar: Ich habe keine abbekommen. Grrrr. Hoffentlich bin ich bei der nächsten Runde dabei.
Jetzt hatte ich die Gelegenheit die Konsole ein wenig zu testen. Während der Games Lounge im Werk1 in München, die vom Verein VideoSpielKultur regelmäßig veranstaltet wird, hatte ein Teilnehmer die Nintendo NES mini dabei gehabt. Ein wenig Zeit hatte ich, das kleine Wunderkästchen zu bespielen und mein erstes Fazit: Wunderbares Gamesplay und tolle Erinnerung an die Zeit als die NES auf den Markt kam. Ich bekam damals von meinen Eltern kein NES. Ich hatte den Atari 2600 bekommen – Jahre zuvor. Das war meinen Eltern genug Gezocke am heimischen Fernseher. Also musste ich zu Kumpels ausweichen und meine Erfahrungen mit Zelda, Mario, Donkey Kong und anderen Klassikern sammeln.
Jetzt kann ich durch die Nintendo NES mini diese Erlebnisse nachholen. Per HDMI wird das Nintendo NES mini an die Glotze angeschlossen. Ein USB-Stecker als Energielieferant wird nicht mitgeliefert, aber das war kein Problem.
Da ich ein wenig kurzsichtig bin, machten mir die kurzen Kabel von der Konsole zu den Controllern weniger etwas aus. Wenn das Ding irgendwann einmal bei mir zu Hause steht, brauche ich aber ein längeres HDMI-Kabel, denn hier hat Nintendo eindeutig gespart.
30 Spiele sind auf der Konsole installiert, mehr sind nicht. Und das Ganze zum offiziellen Verkaufspreis von 70 Euro – irgendwelche Abzocker bieten die Konsole für rund 200 Euro auf entsprechenden Börsen an. Das werde ich garantiert nicht zahlen, sondern ein wenig warten, bis Nintendo die nächste Lieferung auf den Markt bringt. Noch vor Jahreswechsel sollte es soweit sein. Die Spiele sind: Balloon Fight, BUBBLE BOBBLE, Castlevania, Castlevania II: Simon’s Quest, Donkey Kong, Donkey Kong Jr., DOUBLE DRAGON II: THE REVENGE, Dr. Mario, Excitebike, FINAL FANTASY, Galaga, GHOSTS‘N GOBLINS, GRADIUS, Ice Climber, Kid Icarus, Kirby’s Adventure, Mario Bros., MEGA MAN 2, Metroid, NINJA GAIDEN, PAC-MAN, Punch-Out!! Featuring Mr. Dream, StarTropics, SUPER C, Super Mario Bros., Super Mario Bros. 2, Super Mario Bros. 3, Tecmo Bowl, The Legend of Zelda, Zelda II: The Adventure of Link
Andere Gamer im Werk1 erklärten mir beim Spielen, dass man die Spiele umsonst per Emulation bekommt. Na und, sage ich. „Du kannst die Sachen ja laden, Ich will das kleine schnucklige Ding in meinem Wohnzimmer.“
Der neue Star Wars steht vor der Tür und Rogue One behandelt ja die Vorgeschichte von Krieg der Sterne. Keine Frage, ich freue mich sehr auf diesen Film, der zwischen Episode III und IV spielt. Das Warten hat mir wieder Lust auf die Original-Trilogie gemacht. Also nochmal ein Marathon-Screening angesetzt und alle Filme auf Blu ray reingezogen. Hier die Star Wars: The Complete Saga . Eine Wohltat kann ich nur sagen.
Als Erinnerung an die alten, guten Filme schenkte mir meine Frau ein schönes Buch über die Kostüme der Originaltriologie. Die deutsche Ausgabe lautet: Star Wars: Die Kostüme der klassischen Trilogie, ich bekam die US-Originalausgabe Star Wars Costumes: The Original Trilogy.
Nachem ich ja bereits ein absoluter Fan der Kostüme von Teil I-III und die entsprechende Umsetzung als Buchform war, freute ich mich doch sehr als Fan auf die neue Lektüre. Hier eine Buchvorstellung des Kostümbuches der Episoden I-III.
Nachdem die Kostüme (nicht die Filme) 1-3 absolut genial waren, enttäuschte mich dann das Buch über die Kostüme der Original-Trilogie. Es liegt einfach daran, dass wohl nicht genügend gutes Material aufzutreiben war. Krieg der Sterne, wie Teil IV ja bei uns hieß, war kostümmäßig eher schwache Kost. Es war ein bisschen Muppet-Show und Wüstenlook à la Mad Max. Hier mein Video über das Buch:
Natürlich war nicht alles schlecht. Es gibt ein paar Highlights. Für die Kostüme des Imperiums nahmen die Designer ihre Anleihen beim Dritten Reich und bauten sie auf die Zukunft um. Einzig Chewbacca, Darth Vader und die Sturmtruppen hatten es mir angetan. R2D2 und C3PO spielen freilich in einer anderen Kostümliga. Genauer konnte ich mir die Kostüme bei der Star Wars Ausstellungen Identities ansehen, die eine Zeitlang in München lief. Hier das Kostüm von Vader.
Wie drchschnittlich die Kostüme im Teil IV waren, merkt man im Film weniger, allerdings im Buch gewaltig. Die Kostüme wirkten zusammengeschustert, was sich am Budget des damaligen Films ablesen ließ. Bei Imperium schlägt zurück und Rückkehr der Jedi-Ritter war mehr Geld vorhanden, was sich auch auf die Kostüme auswirkte. Hier macht das Buch auch deutlich mehr Spaß.
Viele der Kostüme haben sich ins kollektive Gedächtnis unserer Gesellschaft eingebrannt. Kaum ein Fasching, Karneval oder sonstiger Verkleidungsaktion vergeht ohne Star Wars-Kostüme. Sehr nett sind auf den Conventions die absoluten Fans im Cosplay-Look. Ich bewundere solche Menschen und hab solche Hardcore-Fands im vergangenen Jahr in Nürnberg kennengelernt. Vielleicht nehme ich auch mal Kontakt zur deutschen Garison der 501st Legion auf. Ich habe die Herrschaften öfters mal im Legoland Günzburg getroffen. Die 501st Legion ist ein weltweiter Star Wars Kostümclub, der ausschließlich aus Fans zusammengesetzt ist und von diesen eigenverantwortlich betrieben wird. Sicherlich gehören die Kostümbücher zur Standardlektüre der Mitglieder.
Aber natürlich gibt es auch in diesem Buch ein Highlight. Ein Highlight, das mich als Jugendlicher begeistert hat: er goldene Bikini von Prinzessin Leia. Er wird in dem Buch vorgestellt und war auch einer der Höhepunkte der Star Wars-Ausstellung. Hier ein Video von der Ausstellung:
Die Big Data-Welle rollt langsam auf uns zu. In diesem Umfeld macht es mich nervös, dass Telefónica das Geschäft mit den Nutzerdaten in Angriff genommen hat und die anonymisierten an Interessierte verkaufen will. Der Verkauf wird von der Firma Telefónica Germany NEXT GmbH durchgeführt. Zu Telefónica gehören O2 und E-Plus. 2012 ist Telefónica mit dem Verkauf erstmals gescheitert und unternimmt jetzt einen neuen Anlauf. Thorsten Dirks, noch bis Ende März als Vorstandschef von Telefónica Deutschland die Aktion zu verantworten hat, wechselt dann als Chef dann zu Eurowings.
Widerspruch einlegen
Wer nicht will, dass seine Daten, ob anonymisiert oder personalisiert, verkauft werden, der sollte umgehend handeln und dem Vorhaben des Telefonanbieters widersprechen. Im Rahmen meiner Vorträge über Medienkompetenz weise ich darauf immer wieder hin. Ich persönlich empfehle jedem das Verkaufen der anonymisierten Standort- und Nutzungsdaten zu untersagen. Aus den Nutzungsdaten von Mobilfunkkunden lassen sich Bewegungsprofile erstellen. Verbraucherschützer warnen:
Bewegungsprofile können beispielsweise Aufschluss darüber liefern, wie Kundenströme durch ein Einkaufszentrum verlaufen. Sie können allerdings auch viel über Lebensgewohnheiten, Eigenarten, Kontakte und politische Einstellungen aussagen. Also meine Empfehlung ist, der Datensammlung zu widersprechen.
Wie geht der Widerspruch?
Telefónica hat eine Widerspruchsseite im Netz eingerichtet. Unter Selbst entscheiden kann der Kunde dem Vorhaben widersprechen. Dieser Service steht für Kunden aller Marken in den Netzen von O2 und E-Plus bereit. Also jetzt handeln.
Und ewig lockt das Geld. Der Telefonanbieter versucht über den kostenlosen Dienst o2 More Local die Daten zu vermarkten. Der Telefinkunde bekommt dafür Vorteilsangebote von Partnermarken in der Nähe per SMS aufs Handy. O2 sagt zudem: „Datenschutz hat höchste Priorität – kein Transfer der Kundendaten an Partner.“ Allerdings: Infos über Geschlecht und Standort müssen übermittelt werden. Mein Tipp: Ich würde vorsichtig sein, trotz aller Bekenntnisse. Aber der Gier auf Schnäppchen ist wohl bei einigen stärker, oder?
Vier Tage leben im SmartHome – auf Einladung der Computerbild
Vier Tage konnte ich das SmartHome der Computerbild und Partner wie Telekom, Miele, Hue oder Sonos und Dänischem Bettenlager testen. Mein Fazit: Ich hatte mit dem Smartphone das Internet in der Hosentasche, dann hatte ich meine Freunde in der Hosentasche und nun habe ich meine Wohnung in der Hosentasche. Genial!
Zusammen mit K2 reiste ich auf Einladung der Computerbild nach Hamburg zu einem Nobelappartement in einem Neubau an der Elbchausee. Geschmackvoll war die Wohnung vom Team der Computerbild eingerichtet worden – das Wichtigste aber: In der Wohnung waren einige SmartHome-Elemente integriert. Für einige Besucher war dies eine Wohnung der Zukunft – für mich eine Wohnung der Gegenwart.
Es machte Spaß, die einzelnen Elemente auszuprobieren. Gesteuert wurde alles über das Smartphone und Tablet. Es standen Android- und iOS-Geräte zur Verfügung und als Mac-User wusste ich gleich, was ich anfassen durfte und was nicht. Das WLAN kam von der Deutschen Telekom.
Philips Hue und Sonos
Zunächst waren wir mit Licht und Ton konfrontiert – in unserem Fall Philips Hue und Sonos. Via App konnten wir die Beleuchtung der Wohnung regeln, Stimmungen erzeugen, in dem wir das Licht veränderten oder auf vorhandene Presets ausweichten. Das System kannten wir bereits von zu Hause und fühlten uns gleich wohl. Zug um Zug stelle ich die Beleuchtung zu Hause auf das Philips Hue-System um. Lichtstimmungen wirken sich bei mir sofort auf das Gemüt aus. K1/2 bekommen ein konzentriertes Licht bei Hausaufgaben und ein anderes Licht beim Zocken mit der Playstation. Dazu kamen in Hamburg die Sonos Lautsprecher, die in der ganzen Wohnung verteilt waren. Auch das hat prima geklappt – allerdings hatten K2 und ich unterschiedliche Musikgeschmäcker, wenn wir zusammen in einen Raum waren. Aber dafür kann das SmartHome nichts.
Samsung VR Gear
Eine Ausnahme machte ich allerdings bei meiner Android-Phobie. Ich wollte die Samsung VR Gear ausprobieren, die in der Wohnung herumlag.
Das hat zwar nichts mit SmartHome zu tun, machte aber dennoch Spaß. Ich bin mit der VR-Brille eine Art Achterbahn durch eine Goldmine herumgefahren. Nachdem ich Achterbahnen im RL großräumig meide, habe ich mich zumindest in der VR-Welt auf so eine Achterbahn getraut. Fazit: Netter Spaß für Zwischendurch.
Waschen per App
SmartHome pur stand im Mittelpunkt als es an den Test der Miele-Geräte ging. Obwohl ich es nicht ausprobierte, hatten mir es die Waschmaschinen angetan. Hier hat Miele einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Den Markt an Waschmaschinen hatte ich persönlich nie im Fokus. Wir haben eine Miele im Keller und die tut zuverlässig ihren Dienst. Falls die Waschmaschine über die Wupper geht, wird die nächste auf jeden Fall eine smarte Maschine von Miele. Für mich interessant ist die WMV 963 WPS. Via Software lässt sich die Miele Waschmaschine bequem über den WLAN-Router mit dem Internet verbinden. Der Gerätestatus kann von zu Hause oder unterwegs aus abgerufen werden. Als User erhalte ich Nachrichten, wenn das Waschmittel zur Neige geht oder wann die Wäsche fertig ist. Ich muss nicht immer in den Keller schauen, ob das Ding noch wäscht oder nicht.
Alles im Blick durch Netzwerkkameras
Nicht rund lief die Kamera-Überwachung der Wohnung. Es waren drei Netzwerkkameras in der Wohnung installiert, die via Smartphone angesteuert werden können. Sie zeigten Küche, Wohnzimmer und Lagerraum. So konnte ich von unterwegs nachsehen, ob zu Hause alles in Ordnung ist. Je nach Hersteller werde ich per Mail oder SMS benachrichtigt, wenn sich in der Wohnung etwas bewegt. Diese Kameras und Sicherheitssysteme wurden nach der Funkausstellung optimiert und reagieren nicht nur auf Bewegung, sondern auch auf Wärme. In Hamburg funktionierten die Kameras leider nur teilweise. Es lag vielleicht an dem WLAN-System im Haus, was ab und zu zusammengebrochen ist. Peinlich für die Deutsche Telekom in so einem Vorzeigeobjekt. Damit war auch das Streaming über den Samsung-Fernseher kein Genuss. Die Schwankungen der Internetgeschwindigkeit waren enorm und so bliebt die TV-Glotze samt Telekom-Streaminginhalte aus.
Backofen und Geschirrspüler
Ich wurde in Hamburg zum Miele-Fan. Nachdem die Computerbild via Rewe-App Lebensmittel für uns eingekauft hatte, wollten wir die Lebensmittel verbrauchen. Also ging es ans Kochen und Backen. Die Geräte lassen sich via App vom Smartphone steuern.
Allerdings: Aus rechtlichen Gründen ging das Kochen am Herd via Smartphone nicht. Die entsprechende Elektronik wird in Deutschland/Europa nicht ausgeliefert – in Asien ist mit den gleichen Mielegräten ein Ansteuern des Herds möglich. Also konnten wir das Kochfeld nur beobachten – richtig testen ging nicht.
Dagegen ist die Spülmaschine von Miele eine Wucht. Alle relevanten Daten werden via App angezeigt und endlich ist das Nachsehen, ob die Maschine fertig ist, vorbei. Das ist wirklich eine sinnvolle Erleicherung im Alltag.
Den Backofen von Miele testeten wir durch das Backen einer Pizza. Die Zutaten stammten – wie geschrieben – aus dem Rewe Onlinestore. Ich geb es zu, ich musste mich daran gewöhnen und die erste Pizza aus dem smarten Backofen ist mir nicht so ideal gelungen. Das Ding wäre mir fast verbrannt, aber ich bin mir sicher, dass beim zweiten oder dritten Mal alles perfekt ist. Via App lässt sich der Backvorgang vorbereiten und durchführen. Am Ende ärgere ich mich, dass ich zwar einen Miele Backofen zu Hause habe, aber nicht die smarte Version genommen habe. Hier hätte ich die Mehrkosten investieren sollen.
SmartHome kommt
Für mich gehört dem SmartHome die Zukunft. Ich bin bereit, in diese Zukunft investieren. Gerade bei einer älterwerdenden Gesellschaft kann SmartHome dazu dienen, unabhängiger zu bleiben. SmartHome bedient die Sicherheitsbedürfnisse und wirkt sich positiv aufs Leben aus. Die Steuerung der Heizung, Steuerung der Pfanzenbewässerung und vieles mehr sind nur ein Anfang. Natürlich muss das System sicher und von außen nicht angreifbar sein. Hier sehe ich ganz große Chancen für neue Arbeitsplätze in der SmartHome-Vernetzung. Allerdings muss ich auch schimpfen: Die Industrie steht bereit mit Produkten, der Konsument (also ich) will es haben, wo ist denn nun das deutsche Handwerk, das sich auskennt und mir die Sachen installiert? Bei meinem Hausumbau schaute ich in viele ratlose Gesichter als ich mit meinen Handwerkern über das Thema SmartHome sprach. Liebes Handwerk, verpasst bitte die Digitalisierung nicht und Aussagen wie „das haben wir immer schon so gemacht“, reichen künftig nicht aus. SmartHome ist eine wahnsinnige Chance für die Handwerksbetriebe.
Gleich vorweg: Ich bin von dem Dokumentenscanner ScanSnap SV600 sehr angetan. Wer damals in der Schule einen Tageslichtprojektor bedienen konnte, für den geht die Bedienung dieses Scanners leicht von der Hand. Die Pressestelle von Fujitsu stellte mir den ScanSnap SV600 für diesen Test zur Verfügung – vielen Dank dafür.
Scanner gesucht
Die Ausgangssituation war wie folgt. Ein Kunde von mir, der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks, hat ein umfangreiches Zeitschriftenarchiv. Darunter sind auch ganze Jahrgänge der Süddeutschen Friseurpost aus den zwangiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Das Papier fängt langsam an zu vergilben. Zudem nimmt das Archiv ordentlich Platz weg. Der Auftrag an mich lautet nun: Bitte diese Zeitschriften scannen und für die Nachwelt archivieren. Nun war guter Rat teuer. Ich arbeitete ein wenig mit den Scan-und Druckkombinationen, aber das Handling war mir zu doof. Dann probierte ich Fotos mit dem iPhone, was grundsätzlich geht, aber um gute Ergebnisse zu erhalten, muss eine gleichbleibende Beleuchtung garantiert sein.
Also wählte ich für mich die Firma, die ich mit professionellen Dokumentenscan verbinde: Fujitsu. Ich habe bereits verschiedene Dokumentenscanner der ScanSnap-Serie in meinem Büro und auf Seminaren im Einsatz. Nun kommt der ScanSnap SV600 dazu.
Der SV600 aufgebaut.
Sinnvoller Workflow mit dem Fujitsu ScanSnap SV600
Der Aufbau des SV600 ist einfach. Eine schwarze Matte ausgerollt und den Scanner aufgebaut. Die ScanSnap-Software installiert auf einem Mac OS 10.10, denn ich war mir nicht sicher, ob Fujitsu die Probleme unter Mac OS Sierra schon im Griff bekommen hat. Also bin ich auf Nummer sicher gegangen. Per USB 2.0 wurde der Scanner angeschlossen. Ein Scan über WLAN war nicht möglich. Schön wäre jetzt ein Nachrüsten auf USB-C, damit ich das Teil an die neuen Macs anschließen kann.
Hier der erste Testscan meiner Friseurzeitung aus dem Jahre 1926.
Der Overhead-Scanner SV600 kann für alle Arten von Dokumenten bis zu einer Größe von DIN A3 verwendet werden. Für mich war wichtg, dass der Scanner Bücher scannen kann und wenig Platz auf meinem Schreibtisch einnimmt.
Bei meinem alten, empfindlichen Büchermaterial war es zudem wichtig, dass ein berührungsfreies Scannen möglich ist. Per Knopfdruck beginnt der Scanvorgang, der drei Sekunden dauert. Die lineare Sensortechnologie scannt von vorne nach hinten und stellt sicher, dass das gesamte Bild bis zum Rand scharf ist. Das hat bei mir einwandfrei geklappt.
Mit dem so genannten Multi-Cropping lassen sich mehrere Dokumente scannen, freistellen und in der gleichen Datei speichern. Die Scan-Software von ScanSnap habe ich bereits für meine anderen Scanner im Einsatz und kann sie empfehlen. Auch das Ausrichten und Einpassen der Dokument ist ein Kinderspiel.
Die Dokumente werden mit bis zu 600 dpi gescannt. Das reicht für mein Vorhabden. Meine PDF-Dateien werden auf Festplatte an den Kunden geliefert und der entscheidet dann, was mit den Scans passieren soll.
Nachdem der Workflow geklärt ist, geht es jetzt ans Scanner der Bücher. Ich werde mir meinen ScanSnap SV600 kaufen und den Auftrag abarbeiten.
Ich bin ein stolzer Papa. Bei uns zu Hause wird gemalt, viel gemalt. Wer Kinder hat, der kennt das und ich freue mich über die Zeichnungen überall im Haus. K2 geht aber einen Schritt weiter als die üblichen Zeichnungen von Kinder. K2 geht die Sache etwas professioneller an. Wie viele Kinder in einem gewissen Alter stehen Mangas auf der Leseliste. Und so werden bei uns Figuren aus den japanischen Comics oder Videospielen gezeichnet. Meine Frau kaufte K2 dafür Holzstifte, freilich von Faber-Castell. Ich steuerte Bleistifte verschiedener Stärke bei.
Seit einiger Zeit hat sich K2 am Stifttablett von Wacom eingearbeitet. Zunächst benutzte K2 ein Intuos, hatte aber Probleme mit der Hand-Auge-Koordination. K2 kehrte zu Papier und Bleistift zurück und griff wenig später zu meinem iPad Pro 12 Zoll samt Apple Pencil. Damit konnte K2 ideal malen und sich mit der digitalen Welt vertraut machen. Das Problem: Es ist mein iPad Pro und ich brauche es zum Arbeiten. Also war die Freude von K2 immer nur von kurzer Dauer, weil ich mein Apple Device zurückforderte.
Dann ging K2 den großen Schritt. K2 schnappte sich aus meinem Büro ein Wacom Cintiq 12 WX Stifttablett, schloss es an den Mac Mini im Kinderzimmer an und begann zu experimentieren. Ich liebe Wacom und kann die Geräte nur empfehlen. K2 probierte verschiedene Zeichen- und Malprogramme aus. Wir fragten im Netz bei verschiedenen Comiczeichner nach ihren Erfahrungen und am Ende sind wir beim Anime Studio gelandet. K2 ist sehr zufrieden mit der Software, hat sich einige Tutorials bei Youtube angesehen – denn so lernt man heute. Zudem wurden von mir einige Bücher von Hikaru Hayashi angeschafft, die fleißig studiert wurden. Von K2 kommt eine klare Empfehlung für die Bücher: Manga-Figuren entwickeln (How To Draw Manga) und Perfekte Proportionen im Manga (How To Draw Manga).
Jetzt flatterte mir eine E-Mail von Smith Micro Software in den Postkasten. Smith Micro Software ist der Hersteller von Anime Studio und ich habe das Unternehmen einstmals auf meinen Siggraph-Besuchen kennengelernt. Smith Micro Software hat das Anime Studio upgedatet und aus Anime Studio wurde nun Moho Pro 12 – warum die Namensänderung zum ursprünglichen Namen erfolgte, weiß ich nicht. Moho 12 ist die Weiterentwicklung von Anime Studio mit neuen Features, neuer Nutzeroberfläche und neuem Workflow.
Professioneller Workflow bei Moho 12
K2 und ich sind im Moment noch skeptisch, ob das Update gebraucht wird.
„Moho 12 ist die umfangreichste Zeichen- und Animationslösung im Markt. Es ist besonders wertvoll für Profis, die eine mächtige, effiziente Alternative zu teuren Tools suchen oder zu mühsamen traditionellen Animationsmethoden”, sagt Fahim Niaz, Director Product Management bei Smith Micro Software in der Pressemitteilung. Moho 12 erweitert das 2D-Rigging-System der Branche um Erweiterungen der Gruppen-Zusammenarbeit. Das macht es für Teams und Arbeitsgruppen schneller und einfacher, Animationen professioneller Qualität zu schaffen. K2 ist Einzelkämpfer und braucht diese Team-Funktionen im Moment nicht. Da nutzen Aussagen wie von Mike Morris, Director Disney Television Animation auch nichts: „Die Veröffentlichung von Moho 12 ist ein Meilenstein für die Branche. Die Leute von Smith Micro haben hier ganze Arbeit geleistet und 2D-Animation auf ein wirklich neues Niveau gehoben!” Mangas sind für K2 Hobby. „Wir sind nicht Disney“, lautet die Antwort von K2. Natürlich ist diese Feature für Profis im Animationsworkflow enorm wichtig, denn die richtige Pipeline muss stimmen. Für K2 sind weniger die Tools zur Zusammenarbeit wichtig, als vielmehr die neuen Möglichkeiten des Zeichnen. Wir schauen uns gemeinsam nun die neuen Features an und entschieden dann, ob ein Update sinnvoll ist. Der nächste Schritt ist wohl ein Kurs bei einem Comichzeichner, um mehr zu lernen. Wer im Münchner Raum einen kennt, bitte Mail an mich.
Was bietet nun Moho 12? Hier einige Feature-Highlights in Moho 12 im Überblick: Bezierkurven: Nutzer erhalten mehr Kontrolle über das Design mit für Animationen optimierten Vector Bezier-Tools. Die ermöglichen die Kreation einzigartiger Bögen (line bends) mit wenigen Punkten. Smart Warp: Sowohl in Bildern als auch in Vektorgrafiken schaffen Nutzer damit angepasste Netze. So lassen sich Assets biegen, formen, drehen und animieren.
Gleichzeitige mehrere Ebenen animieren: Produktivitäts-Boost durch das Bearbeiten vieler Ebenen auf der gleichen Timeline, ohne die Notwendigkeit zwischen Ebenen vor und zurück zu springen. Verbesserte Vector-Import/Export Möglichkeiten: Der „True SVG Support“ ermöglicht es, externe Vector-Kunst ohne Kompromisse zu importieren. Vector-Kunst lässt sich aus Moho in einen anderen Vector-Editor exportieren. Dabei bleiben alle Punkte und Animationen erhalten. Auswahl eines Wechselfensters: Es ist nicht mehr notwendig, sich an die Namen von Wechselebenen zu erinnern. Das beschleunigt die Workflows für Lippensynchronisation, Augenbewegung, Handgesten und andere Frame-by-Frame Aufgaben.
Neue Bibliothek: Von Grund auf neu gestaltet: Die Bibliothek in Moho 12 enthält sicher gespeichert wichtige Assets und bietet eine responsive, glatte Oberfläche. Schaffung von Arbeitsbereichen: Arrangiert Ordner und Objekte und erleichtert so tägliche Arbeitsroutinen. So lässt sich der Arbeitsplatz mit anderen Teammitgliedern teilen, um eine konsistente Arbeitsumgebung zu schaffen.
Moho Exporter: Die verbesserte Oberfläche macht es einfach, Videodateien per Drag-and-Drop zu konvertieren. Zugleich vereinfachen Kompressionen und Möglichkeiten der Speicherung die Navigation.
Zum zweiten Jahr in diesem Jahr war ich bei Video Games Live. Nach dem Konzert in München besuchte ich nun den Auftritt in Nürnberg. Ich mag das amerikanische Show-Gehabe von Tommy Tallarico, aber vor allem mag ich Soundtracks von Videospielen.
Eine ausführliche Kritik über das Münchner Konzert habe ich in meinem Blog geschrieben. Es waren in Nürnberg ähnliche Songs am Start und es hat mir auch gefallen.
Dieses Mal möchte ich mir an dieser Stelle mehr Gedanken um Videospielsoundtracks als Kulturgut machen. Bei aller Diskussion in der Vergangenheit steht heute eindeutig fest: Videospiele sind ein Kulturgut. Games sind zu einer Leitkultur geworden. Videospiele sind aber auch ein erheblicher Wirtschaftsfaktor. Es werden mehr Videospiele umgesetzt als Karten an der Kinokasse verkauft. Und dennoch werden Gamesentwickler immernoch stiefmütterlich behandelt. Die Vergabepolitik der deutschen Förderer kümmert sich meines Erachten lieber um die Filmer als um die Gamer. Das ist ein Gefühl, handfeste Zahlen liegen mir nicht vor. Aber natürlich hat sich viel getan, die Situation rund ums Spiel ist besser geworden.
Als ich im Konzert in der Nürnberger Meistersingerhalle saß, trugen mich meine Gedanken fort, als ich die Soundtracks der Klassiker hörte. Mit Videospielen identifiziere ich mich heute mehr als mit Filmen. In Filmen muss ich passiv der Handlung folgen, die mir ein Regisseur vorgibt. Keine Frage, es gibt geniale Filme. Aber in einem Spiel kann ich in eine handelnde Person schlüpfen und mich in das Spiel einbringen. Das macht für mich den Reiz aus. Ich muss Verantwortung für meine Handlung und Entscheidungen übernehmen. Jeder Ruck am Joystick oder Gamepad hat Folgen für meine Spielfigur. Im Film kann ich nur der Figur folgen und natürlich auch mitfiebern. Beim Videospiel ist dieses Gefühl intensiver.
Sowohl Film als auch Spiel wären ärmer, wenn es den Soundtrack nicht geben würde. Ich sammle seit Jahren Filmsoundtracks. Meine Götter heißen hier John Williams und Jerry Goldsmith. Es gibt zahlreiche Lieblinge, aber sicherlich gehört Hans Zimmer nicht dazu. Immer mehr freunde ich mich mit Gamessoundtracks an. Ich kam über die Filmkomponisten zu den Gameskomponisten. Leute wie Michael Giacchino brachten Film und Spiel zusammen. Leider stelle ich fest, dass Komponisten für Soundtracks in Deutschland nicht so behandelt werden. Dabei ist für mich doch eine Selbstverständlichkeit, Leute wie Chris Huelsbeck mit seinen Kickerstarter-Aktionen zu unterstützen.
Das ist leider bei den Preisen und Auszeichnungen wenig Begeisterung für Videospielkomponisten zu spüren. Beim animago AWARD, ein Preis den ich jahrelang selbst vergeben durfte, spielt der Soundtrack keine Rolle. Aber der Score sorgt für das Gefühl in der Animation. Noch sträflicher finde ich es, dass es beim Deutschen Computerspielpreis keine Auszeichnungen für Videogameskomponisten gibt. Ich werde den Gedanken nochmals an die zuständige Staatsministerin Dorothee Bär einbringen, die sich hervorragend um Games in Deutschland kümmert. Meine Kritik habe ich bereits bei der jüngsten Verleihung in meinem Blog verfasst.
Wenn ich in die Rolle einer Spielfigur schlüpfe und dies kann auch nur ein Pixelklötzchen in einem 8-Bit Game als Retrogamer sein, dann steigert sich meine Spielerfahrung wenn sie mit Musik angereichert ist. Und wenn der Soundtrack ordentlich komponiert und arrangiert ist, dann geht der Score ins Ohr, ins Bewusstein und verbindet sich mit dem Spiel. Alles zusammen gehört zu einer Marke.
Hochzeitsantrag auf einer Konzertbühne.
Wie emotional Videospiele sind, habe ich in Nürnberg auf dem Konzert von Video Games Live gesehen. Nach der Pause kam auf einmal ein junger Mann namens Markus auf die Bühne. Er hatte eine junge Frau mit Namen Anna dabei, die etwas verdutzt schaute. Markus machte ihr auf der Bühne vor versammelten Publikum einen Heiratsantrag, den Anna annahm. Das Ja-Wort wurde von den Besuchern der Meistersingerhalle mit donnernden Applaus belohnt. Tommy Tallarico, Organisator der Video Games Live, hat die Anfrage kurz vor seinem Nürnberger Gastspiel bekommen und zugestimmt. Vielen Dank Tommy Tallarico. Das Paar wird den Abend nicht vergessen und ich habe das Schauspiel aus einiger Entfernung mitgedreht.
Auch Hans Ippisch, heute Geschäftsführer von Computec und vor langer Zeit Videospieljournalist, hielt eine launige Ansprache und erinnerte an vergangene Zeiten.
Bei all der Musik, die an dem Abend gespielt wurde, mochte ich die Tetris Suite am liebsten. Tetris machte das Videospiel erwachsen und ist der Klassiker es Casual Games. Mein GameBoy von früher ist heute noch immer im Einsatz und Tetris liegt griffbereit.
Fast Lagerfeuerromantik brach aus, als Akteure und Publikum gemeinsam den Mario Song und I’m alive sangen. Schön war es.
Edward Snowden wird heute um 22.30 Uhr über StartPage die US-Wahl kommentieren.
Ja, ich war auch überrascht über den Wahlausgang in den USA. Ich hatte mit einem knappen Vorsprung von Hillary Clinton gerechnet und schaute am Morgen des 9. November 2016 ab 4 Uhr durchgehend C-Span im Internet an. Mir blieb die Spucke weg.
K2 hatte im September gemeint, ob wir als Familie gemeinsam in die USA reisen würden und ich sagte damals etwas leichtsinnig: „Wenn Donald Trump gewinnt, dann fliegen wir bis 20. Januar 2017 gemeinsam nach New York und dann acht Jahre nicht mehr.“ Ich lachte damals über den Wunsch von K2 und nun halte ich Tickets für einen New York-Aufenthalt in der Hand. So kann es gehen.
Jetzt heißt es abwarten, wie sich der Neue im Weißen Haus macht. Ich verfolgte am 9. November die Massenmedien und kann es noch immer nicht fassen. Ich bin glücklich und dankbar in einem Land wie der Bundesrepublik zu leben und werde mich für Demokratie in Deutschland einsetzen. Versprochen.
Edward Snowden nimmt live Stellung
Nun kommt die Zeit für Brennpunkte und Expertengespräche und viel Blabla. Mich interessiert eine Meinung besonders. Mich interessiert die Meinung von Edward Snowden.
Wie gestaltet sich die Zukunft der Privatsphäre unter dem neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump? Und wir haben die Chance es zu erfahren. Edward Snowden wird am heutigen Donnerstag 10. November Fragen wie dieser in einem StartPage.com-Livestream zum Ergebnis der US-Wahl beantworten. Der kostenlose Livestream finden wir auf https://www.startpage.com/snowden ab ca. 22:30 MEZ. Der Feed wird vom Pathé Tuschinski in Amsterdam ausgestrahlt, wo Snowden per Satellitenübertragung aus Moskau zugeschaltet wird.
“Niemand könnte die um die jüngsten weltweiten Entwicklungen wie die US-Wahl besser kommentieren als Edward Snowden, wenn es um deren Einfluss auf die Privatsphäre der Verbraucher geht”, so StartPage-CEO Robert Beens. Snowden musste 2013 aus den USA fliehen, um einer Verhaftung zu entgehen und lebt derzeit in Russland im Asyl. Snowdens Enthüllungen der verdeckten staatlichen Überwachung brachte die Bedeutung der Privatsphäre in den Vordergrund, ihn selbst jedoch in große Gefahr.
Aussagen zum Verbraucherschutz
Ob Snowden ein Held oder ein Verbrecher ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich halte seine Meinung für wichtig, schließlich halte ich sehr viele Seminare zum Thema Verbraucherschutz.
Die Freedom of the Press Foundation und Edward Snowdens Anwalt Ben Wizner vom ALCU Speech, Privacy and Technology Project haben maßgeblich dazu beigetragen, dass dieses heutige Ereignis möglich wird, so Beens. Er dankte auch Amnesty International und pardonsnowden.org für die Petition, die US-Präsident Barack Obama um darum bittet, Snowden vor seinem Ausscheiden aus dem Amt im Jänner 2017 zu begnadigen. Ich bin sehr gespannt, ob Obama der Bitte nachkommt.
Aufkleber für Snowden gab es haufenweise.
In meinem Seminaren weise ich immer wieder auf die Bedeutung von alternativen Suchmaschinen hin. In erster Linie sind dies DuckDuckGo.com, Ixquick.eu und StartPage.com. Die niederländische Suchmaschine StartPage.com bietet ihren Usern Datenschutz und Privatsphäre. Es werden keine IP-Adressen gespeichert, keine personenbezogenen Daten erhoben oder an Dritte weitergegeben und keine Tracking-Cookies gesetzt. Edward Snowdens Enthüllungen im Jahr 2013 schufen große Aufmerksamkeit in Bezug auf Privatsphäre, sodass die Menschen nach Alternativen zu Google, Yahoo und Bing suchten. Dies führte auch zu einem exponentiellen Wachstum bei der Suchmaschine StartPage.com, die jetzt rund zwei Milliarden Suchanfragen pro Jahr verzeichnet.
StartPage.com gab kürzlich bekannt, dass seit November keine Yahoo-Suchergebnisse über die Metasuchmaschine Ixquick.eu ausgegeben werden. CEO Robert Beens, dessen Unternehmen sich als erstes von Yahoo distanziert, geht davon aus, dass noch andere folgen werden.
„Wir sind nicht die einzigen, die Yahoos mangelnde Offenheit über grobe Privatsphäre-Verletzungen stört“, so Beens in Bezug auf die aktuellen Ereignisse. „Auch, wenn Ixquick.eu aufgrund unseres strengen Datenschutzes und unseres Sitzes außerhalb der US-Gerichtsbarkeit von den Yahoo-Verwicklungen mit der US-Regierung nicht direkt betroffen ist, fühlt sich das Unternehmen mit dieser Partnerschaft nicht mehr wohl.“
Gegen Ende August, hat Yahoo zum ersten Mal eine Privatsphäre-Verletzung zugegeben, bei der E-Mail-Adressen, Passwörter und Geburtsdaten von mehr als 50 Mio. Usern gestohlen wurden. Anfang Oktober wurde Yahoo mit dem Vorwurf konfrontiert, der US-Regierung beim Ausspionieren von E-Mails der User geholfen zu haben – unabhängig davon, ob sie eines Vergehens verdächtig waren oder nicht.