Archive for the ‘Film’ Category

Star Wars-Buchkritik: Sculpting a Galaxy von Lorne Peterson

11. Januar 2014

Sculping

Obwohl ich ein großer CGI-Fan bin, komme ich aus der Welt des traditionellen Modellbaus. Schon als Kind war ich fasziniert von Modellen wie Schiffe, Flugzeuge und Fahrzeuge. Damals war Kriegsspielzeug noch nicht so sozial geächtet wie heute und so stand in meinem Kinderzimmer die Bismarck neben der HMS Victory und Tiger-Panzer neben der Me 262. Es waren irgendwie andere Zeiten.

Als meine Filmbegeisterung ausbrach, erinnerte ich mich an meine Leidenschaft für den Modelllbau. Dies lag mit Sicherheit auch an einem alten Filmbuch der damaligen Kinozeitschrift Cinema. Band 2 der Sonderreihe von Cinema widmete sich den Tricks und ich war begeistert von dem Buch und den mir eröffneten Welten. Gerade im Bereich Science Fiction-Filme kamen eine Menge Modelle zum Einsatz. Erinnert seien nur die Wunderkerzen in den Raumschiffen von Flash Gordon oder Buck Rogers. In der achtziger Jahren wurden die Basisschiffe der Zylonen in der TV-Serie Kampfstern Galactica aus Filmrollen zusammengebaut. 2001 Odyssee im Weltraum setzte absolute Standards im Modellbau. Künftig müsste sich jeder Film an der Detailversessenheit von Kubrick messen lassen. George Lucas wusste das und ging mit Star Wars seinen Weg und schuf ein eigenes Universum, dessen Faszination bis heute anhält.

Und so kaufte ich mir das wunderschöne Buch Sculpting a Galaxy: Inside the Star Wars Model Shop von Lorne Peterson. Es ist der Himmel auf Erden für Modellbauer und Freunde des alten Handwerks, Das komplette Buch dreht sich um Masken, Paintings und Modellbau. CGI von heute wäre nicht möglich, wenn wir die alten Meister damals nicht gehabt hätten. Und daher dreht sich Sculpting a Galaxy vor allem um die klassische Trilogie von Star Wars: Krieg der Sterne, Imperium schlägt zurück und die Rückkehr der Jedi-Ritter. Es kamen im Laufe der Jahre zwar Special Effects mehr und mehr aus dem Computer, doch im Grunde waren die Tricks in diesen Filmen noch klassischer Modellbau. Und so sollte man Sculpting a Galaxy auch ansehen: als eine Zeitreise in Handwerk. Mit viel Liebe zum Detail entstanden Raumschiffe wie Sternenzerstörer, X-Wing oder Tie-Fighter und natürlich die Oberfläche des Todessterns. Natürlich merkt man, dass es sich beim Anflug von Luke in den ersten Todesstern um eine Modellbaulandschaft handelt, aber was soll es? Der Trick hat funktioniert. Die Tricks in der Star Wars-Filmreihe haben so gut funktioniert, dass ganze Dialoge sich in das Bewusstsein der Filmfreunde eingeprägt haben. Die CGI-Effekte der Teile I bis III sind sicherlich perfekter, aber mich persönlich haben die Filme nicht so geprägt wie Teil IV bis VI. Und das lag mit Sicherheit auch an den Tricks.

So ist das Durchblättern von Sculpting a Galaxy eine wahre Freude. Der Text ist übersichtlich und auch bei schlechtem Englisch noch zu gut verstehen. Es geht um die Magie der Bilder, die einen Blick in den Star Wars-Modellshop werfen. ILM öffnete 2006 seine Pforten und ließ einen Blick hinter den Kulissen zu, wobei die Mehrzahl der Bilder aus der klassischen Triologie stammt. Ich empfehle das Buch Sculpting a Galaxy: Inside the Star Wars Model Shop allen Freunden der Filmreihe, die eine Liebe zum Detail haben und auch mal hinter die Kulissen blicken wollen. Meine Hochachtung vor so viel Kreativität auf Seiten der Macher.

Kritik: Walt Disneys Fantasia in München

31. Dezember 2013

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Als Fantasia 1940 in die Kinos kam, war Walt Disneys dritter abendfüller Spielfilm schlichtweg eine Revolution. So etwas hatte das Kino der damaligen Zeit noch nicht gesehen. Im Grunde war Fantasia ein gigantisches Klassik-Video. Von bekannten klassischen Werken ließen sich die Disney-Zeichner inspirieren und zauberten ihre visuellen Emotionen auf die Leinwand. So viel Revolution wollte das Kinopublikum nicht haben und der Film floppte. Erst die Hippies der späten sechziger Jahre erkannten die psychedelische Kraft des Films.

Im Münchner Kulturzentrum Gasteig kam es Ende Dezember 2013 zu einer Wiederaufführung von Fantasia, kombiniert mit der Fortsetzung Fantasia 2000. Zum Film wurde Livemusik gespielt. Am Dirigentenpult der Münchner Symphoniker stand Jonathan Stockhammer. Diese Art von Events sind scheinbar in Mode gekommen und bei Fantasia passt die Kombination auch hervorragend. Der Film kommt ohne Dialoge aus und die Musik ist gleichwertig neben den bewegten Bildern. Das hat ebenso wunderbar bei Stummfilmen geklappt, ich erinnere mich an großartige Events wie bei den Murnau-Filmen Faust oder Nosferatu und natürlich an den Lang-Film Metropolis, zu dem auch die damalige Musik wiederentdeckt wurde.

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Aber zurück zu Fantasia. Die musikalische Darbietung war wunderbar und machte viel Spaß. Stockhammer, geboren in Berlin aber aufgewachsen in Hollywood, machte seine Sache sehr gut. Immer wieder streute er kleine Geschichten ein, ähnlich wie beim Originalfilm. Das Publikum war Großteils begeistert. Es gab auch ein paar wenig verwirrte Stimmen. Die Hardcore-Klassik-Liga meinte, was habe denn das Micky Maus und Donald Duck hier zu suchen, und die uninformierten Disney-Freunde warteten wohl darauf, wann die Musik zu Ende sei und die Handlung beginnt. Beide Seiten wurden enttäuscht. Fantasia ist ein wunderbarer Musik- und Filmgenuss und gilt heute als Meilenstein der Filmgeschichte.

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Dennoch machten es sich die Verantwortlichen in München einfach. Die wählten aus Fantasia und Fantasia 2000 nur die gefälligen Stücke aus. Stücke, die an (gezeichneten) Figuren geknüpft sind. Hier natürlich als bestes Beispiel der Zauberlehrling mit der Maus. Die ursprüngliche Absicht von Walt Disney war es allerdings, den Ton zu visualisieren. Der Ton spielte die Hauptrolle in dem Film. Emotionen der Musik sollten über Zeichnungen und Animationen dargestellt werden. Dies endete im Film in Farben, Formen und Vielfalt. Im Grunde war der Film die Darstellung der visuellen Effekte von iTunes der damaligen Zeit. Dies ist bei der Live-Aufführung von Fantasia in München nicht geschafft worden. Hier wurde Walt Disney von seinen Erben übergangen. Der Kunstgenuss der Ton-Interpretation und Ton-Variation bliebt aus. Dem Publikum wurde eine Standard-Auswahl an Musikstücken vorgesetzt, die bloß nicht zu schwer sein darf. Ein bisschen Tschaikowski hier, ein wenig Beethoven da, ach ja Gershwin und Elgar für die Moderne sind schon fein, aber nicht mehr als ein Best-of-Classic. Die Verantwortlichen hätten aus dem Disney-Fundus von Fantasia oder Fantasia 2000 mehr Stücke wählen können, die der Idee von Walt Disney näher gekommen wären. Aber hier ging man wohl auf Nummer sicher. Keine schwere Kost, sondern gefälliges.

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Von dieser Seite her gesehen, war der Abend leider eine Enttäuschung. Ebenso wie die Projektion. Fantasia wurde im 4:3-Fomat auf großer Leinwand gezeigt, Fantasia 2000 dagegen in 16:9. So hatten die Zuschauer während des Konzerts immer wieder einen Formatwechsel zu erleiden. Für den Filmfan ein Verbrechen, den meisten Musikfreunden ist es wohl nicht aufgefallen.

Schachspiel mit Star Wars-Figuren

26. Dezember 2013
Die gegnerischen Bauern

Die gegnerischen Bauern

Es ist natürlich ein totaler Spaß, aber so bringe ich meine Kinder zum Schachspielen. K1 interessiert sich seit langem für Schach und nachdem sogar auf SPON die Schach-WM übertragen wurde, fing ich wieder an zu spielen. Aber nur gegen den Computer zu spielen, macht auf Dauer ein wenig einsam. Daher muss ein menschlicher Gegner her, der Lust auf das Spiel der Könige hat.

Motivieren konnte ich K1 durch das Star Wars Schachspiel. Hier tritt Gut gegen Böse an und die Figuren kommen aus dem Star Wars-Universum. Bei meiner Version des Schachspiel stammen die Figuren aus der guten Filmreihe Krieg der Sterne. Imperium schlägt zurück und Rückkehr der Jedi-Ritter. Das heißt kein Jar Jar Binks und ähnlicher Schrott.

Die Zuordnung der Figuren bereitet mir bei aller Liebe zum Film aber Probleme. Ich bin die schlichten Schachfiguren gewöhnt und muss bei der figürlichen Darstellung ganz schön umdenken. Bei den Bauern fiel es mir noch leicht. Die Bauern sind entweder X-Wing-Fighter oder Tie-Fighter. Die Größe der Spielfiguren reicht von ca. 4 cm bis 9,5 cm.

Die Dame ist natürlich Leia aber die gegnerische Dame ist in Ermangelung einer schwarzen Frau eben jetzt ein Mann. In unserem Fall Darth Vader. Etwas willkürlich sind die Figuren den Schachfunktionen zugeordnet. Daher habe ich beschlossen, mich nicht daran zu halten und meine eigene Aufstellung zu machen. Mit der Kombi R2D2/C3PO als Türme hab ich kein Problem. Luke mit Yoda auf dem Rücken ist für mich eher ein Läufer als ein Springer. Die Wachen des Imperators, der hier als schwarzer König funktioniert, hab ich zu Türmen umgewidmet. Boba Fett ist bei mir ein Springer und die Sturmtruppen die Läufer. Merkt doch eh keiner und George Lucas ist fern.

Als Erwachsener muss ich immer wieder nachsehen, wer welche Figur ist, während K1 es einfach als gegeben hinnimmt. Und dadurch gelingt es dem Nachwuchs mich immer wieder zu schlagen.

Ich habe auf entsprechenden Star Wars-Sammlerseiten hochwertige Schachfiguren gesehen, die ich mir trotz Fandasein nicht leisten will. Die Plastikfiguren aus dem Star Wars Schachspiel reichen mir aus. Es handelt sich um bemalte Plastikfiguren, nichts wirklich hochwertiges. Aber dennoch für die Kinder so interessant, dass ich am Ende des Spiel immer kontrollieren muss, ob alle Figuren wieder in die Packung gewandert sind. Es kann sonst schon mal vorkommen, dass eine Figur außerhalb seiner natürlichen Schachbrettumgebung fremd bespielt wird.

Würdigung für Rainer Erler

28. November 2013

Natürlich habe ich meine Regiegötter wie Kubrick, Bergmann, Hitchcock. Aber es gibt auch andere, die immer etwas im Hintergrund standen, aber mein filmisches Leben stark beeinflusst haben. Dazu gehört vor allem auch Rainer Erler.

Seine Filme und Bücher haben mich geprägt und mich für Science Fiction und Science Fact sozialisiert. So freut es mich sehr, dass Erler von der Branche nicht vergessen wurde. Vor kurzem wurde der TV-Filmregisseur mit dem Deutschen Regiepreis Metropolis ausgezeichnet. Was mich massiv ärgert ist, dass ich nicht dabei war. Darüber bin ich echt sauer. Ich hätte Rainer Erler für mein Leben gerne getroffen und mit ihm gesprochen.

Nun es ist, wie es ist. Mit der Ehrung würdigte der Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure Erlers Lebenswerk. Der 80-Jährige gilt als der bedeutendste Autor und Regisseur deutscher Fernsehfilme, begründete die Jury ihre Entscheidung. Eine ausführliche Würdigung gibt es auf der Website des Bundesverbandes.

Viele Bücher und Filme hat Erler produziert und endlich gibt es auch das erste eBook beim hockebooks Verlag. Es ist von der hervorragenden Reihe Das blaue Palais. Erschienen ist Das Blaue Palais 1: Das Genie Die Filme wurde ein paar Kilometer von meinem Wohnort entfernt gedreht und immer wieder schaue ich mir die Sachen auf DVD an. Ich habe darüber geschrieben. Ich kann jedem die Filme und die Bücher empfehlen. Sie machen Spaß und regen zum Nachdenken an. Gerade das Thema Ethik in der Wissenschaft wurde in in dem Blauen Palais hervorragend aufgearbeitet. Chapeau Herr Erler.

Mein Autogramm von Rainer Erler.

Mein Autogramm von Rainer Erler.

In meinem Arbeitszimmer hängt ein Autogramm von Erler vom Dezember 1976. Es zeigt Erler mit Mütze bei Dreharbeiten vor einem Van. Auf dem Wagen ist eine Kamera installiert. Tja, so liefen früher Dreharbeiten ab. Ich habe einmal Jutta Speidel bei einem Event getroffen und mich kurz über ihre Erfahrungen mit Erler unterhalten. Sie spielte damals die Hauptrolle in dem Film Fleisch, ein dramatischer Film von 1979 über den Organhandel. Jutta Speidel meinte nur: „Ach der Rainer, ja, das waren noch andere Zeiten. Es hat Spaß gemacht, aber er hat uns ganz schön gefordert.“ Vielleicht lag es daran, dass die männliche Hauptrolle mit Herbert Herrmann besetzt war. Speidel lebte mit Hermann von 1977 bis 1982 zusammen. Auch das Buch Fleisch gibt es als eBook.

Buchtipps: Technische Anleitungsbücher für den Rasenden Falken

27. November 2013

Früher habe ich anhand von Büchern einem Kumpel geholfen, seinen VW Käfer zu reparieren. „So helfe ich mir selbst“, lauteten die Titel der Serie. Im Laufe der Jahre sind die Ansprüche größer geworden und ich widme mich geistig der Reparatur des Rasenden Falken. Gemeint ist das Buch Millennium Falcon Manual (Owners Workshop Manual)

Als Star Wars- und Star Trek-Fan liebe ich die Haynes-Bücher von unter anderem Ben Robinson und Ryder Windham. Die Autoren liefern Handbücher zu Raumschiffen aus meiner Filmwelt. Bisher habe ich die Bücher über den Todesstern Death Star Manual, die USS Enterprise Star Trek: U.S.S. Enterprise Haynes Manualund den Bird of Prey Klingon Bird of Prey Manual
der Klingonen. Meine jüngste Errungenschaft ist das Haynes-Anleitungsbuch über den Rasenden Falken. Alle Bücher sind ähnlich aufgebaut und wenn jemand ein Buch der Reihe liebt, wird er sie alle lieben.

Nur für Hardcore-Fans.

Nur für Hardcore-Fans.

Aber Vorsicht: Es ist harter Tobak. Die Bücher sind für Fans, Nerd, Fanatiker, Fachleute geschrieben. Leute, die wie ich zwar eine schwere Macke haben, aber bei ihrem Hobby keinen Spaß verstehen. Sie können mitunter auch ganz schön anstrengend sein. Daher gehe ich auch nicht mehr auf Conventions, auf denen bis zum frühen Morgen über den Antrieb des Rasenden Falken ernsthaft diskutiert wird.

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Grundlage für all die Diskussionen sind sicher die Owners Workshop Manuals. Schon auf dem Cover des Rasenden Falken-Buches wird klar, dass es ernst wird. Millennium Falcon, modified VT-1300 Corellian Freighter. Auf 128 Seiten mit zahlreichen Reinzeichnungen und einigen Fotos wird die Geschichte des Schiffes und seiner Variationen erläutert. Die schematischen Zeichnungen erleichtern den Durchblick, wie das Schiff funktioniert. Für Freaks gibt es dann noch die Cockpit Kontrollen dargestellt – spätestens hier wird klar, es ist nichts für den Standard-Kinogänger, sondern nur für Hardcore-Fans. Es geht sich um Antriebsgeneratoren für Hyperraum und Sublicht sowie die Treibstoffversorgung. Aus dem Star Wars-Filmem wissen wir ja, dass der Rasende Falke ja eigentlich ein Schmugglerschiff war und durch dieses Buch wird mir auch klar, wo die Schmuggelräume lagen. Also Fans, hier heißt es zugreifen. Inzwischen ist auch eine deutsche Übersetzung des Buches Star Wars Millennium Falke: Technisches Handbuch erschienen. Aber ich bleibe bei den US-amerikanischen Originalen.

Anleitungsbuch für Kinder.

Anleitungsbuch für Kinder.

Im Grunde kam ich auf das Buch durch meine Kinder. K1/2 lieben ein 3D-Modell-Buch Star Wars Millennium Falke YT-1300 über den Falken. Es handelt sich um Auf 22 Seiten kann ich Schicht für Schicht in das Innere des Falken vordringen und mir die Innereien des Schiffs anschauen. Die wenigen Texte sind nicht so wichtig, faszinierender für K1/2 ist die Technik des Falken. In der Fantasie kann diese Wunderwerk der Technik natürlich fliegen. Aber K1 wollte es genauer wissen. Wie funktioniert jetzt der Hyperantrieb? Wie geht das mit den Waffensystemen? Das gibt das Buch nicht her, da muss dann schwere Kost mit den Owners Workshop Manuals aufgefahren werden. So sitzt die Star Wars-Familie nun auf dem Sofa und wir blättern das Anleitungsbuch durch. Ich übersetze und K1/2 interpretieren die Zeichnungen. So verbringen Fans die regnerischen Nachmittage.

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Buchtipp: George Lucas Star Wars: Frames

23. November 2013

Im Frühjahr 2014 starten die Dreharbeiten vom neuen Star Wars-Film. Bis es soweit ist, genieße ich die alte Serie und hab mir ein persönliches Weihnachtsgeschenk schon heute gemacht: Die legendäre Frames-Box von George Lucas allerdings in der preiswerten Volksausgabe und nicht die 3000 US-Dollar Variante.

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Star Wars: Frames ist im Grunde ein hochwertiges Bilderbuch. Es umfasst 1416 Szenenbilder aus allen sechs Star Wars-Filmen, auf hochwertigen Papier gedruckt. In zwei Bänden sind die Bilder der beiden Dreiteiler auf über 730 Seiten zusammengefasst. Lucas selbst, so wird uns als Leser erklärt, habe die Bilder von den Negativen der Filme ausgewählt und J.W. Rinzler hat den Begleittext verfasst. Rinzler gehört zur Star Wars-Familie und hat einige Filmbücher für LucasFilm geschrieben.

Wenn ich die Bilder ansehe, höre ich die Dialoge der Schauspieler in meinem Kopf. Das Kopfkino ist voll da und ich genieße die Filme auf ein neues. Durch die umfangreichen Standbilder finde ich aber immer wieder neues, entdecke viele Details, die im bewegten Bild einfach untergingen. Das ist für mich eine große Bereicherung und stimmt mich gleichzeitig sehr traurig. Ich hätte Frames auch gerne von anderen Filmen, die mir viel bedeuten. Wie beispielsweise die Werke von Stanley Kubrick oder auch von Peter Jackson. Aber im Moment sitze ich eben Stunde um Stunde und durchlebe das Star Wars-Fieber. Für mich ist die Sammelbox auch eine Möglichkeit, mir dem ungeliebte Prequel wieder zu näheren. Ich machte die Teile nicht so sehr, sie waren mir einfach zu glatt und die Darsteller zu oberflächlich. An den Tricks und der Ausstattung kann man aber nicht herummeckern.

Dort sind es vor allem die Kostüme von Königin Amidala, die mich faszinieren. Kostümdesignerin Trisha Biggar hat ganze Arbeit für das Prequel geleistet und steht für mich ganz in der Tradition von meiner Lieblingsdesignerin Eiko Ishioka. Durch die Bilder zeigt sich, wie sauber hier von Trisha Biggar gearbeitet wurde, denn die Bilder legen ein ungeheures Detailreichtum an den Tag.

Star Wars: Frames ist für mich das ideale Geschenk für Star Wars-Fans und sicher ein heißer Tipp für das Christkind.

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Bewegungstipps zum Start der Monster Uni auf Blu ray

5. November 2013

Leider kommt der Blu ray-Start von der Die Monster Uni für den Semesterstart in Bayern ein paar Tage zu spät, aber dennoch wird der Film für unter anderem Animationsstudenten eine Bereicherung zum Studienstart sein. Am 14. November kommt der jüngste Pixar/Disney-Film auf Blu ray/DVD und zum Download.

Monster

Ich habe ja bereits zum Kinostart des Films meine Meinung über das Pixar-Werk geäußert. Und natürlich werde ich als Pixar-Fan mir den Film zulegen. Aber ich muss eben noch ein paar Tage warten. Derweil mache ich ein paar Übungen.

Art ist einfach ein cooler  Typ.

Art ist einfach ein cooler Typ.

Als Bildschirmarbeiter muss ich mich mehr bewegen und da gibt mir Monster Uni die richtige Anregung. Angespannt sitze ich am Mac, die Schulter sind hochgezogen, der Rücken rund – das führt zu Verspannungen und Schmerzen. Art, das denkbar merkwürdigste Mitglied der Omega Kreischma-Studentenvereinigung, hat damit keine Probleme – und das liegt nicht nur daran, dass er gar keinen Rücken hat. Er studiert New-Age Philosophie an der Monster Uni, führt ein Traumtagebuch und ist überaus gelenkig. Art hat für uns Pixar-Fans ein paar Übungen zusammengestellt.

1. Pflücken Sie Äpfel! Stellen Sie sich vor, diese hängen hoch über Ihrem Schreibtisch (geht im Sitzen oder im Stehen). Recken und strecken Sie sich tüchtig danach, abwechselnd mit dem linken und dem rechten Arm (jeweils 5x).

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2. Stellen Sie sich nun aufrecht hin, heben die Arme und winkeln Sie die Ellenbogen im rechten Winkel ab (wie ein U). Jetzt beide Ellenbogen gleichzeitig nach hinten ziehen. Einen Moment lang halten, nach vorn führen und wiederholen (10x).

3. Legen Sie Ihre Handflächen locker auf Ihre Schultern (linke Hand auf die linke Schulter, rechte Hand auf die rechte Schulter) und kreisen sie dann langsam die Ellenbogen. Erst beide gleichzeitig nach hinten, dann noch vorne (je 5x). Lassen Sie die Arme locker hängen und kreisen anschließend jede Schulter einzeln (je 5x)

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4. Spätestens jetzt müssen Sie sich wirklich hinstellen: Achten Sie auf stabilen Stand, etwas mehr als schulterbreit, Knie leicht angewinkelt. Beugen Sie sich leicht nach vorne, stützen Sie sich auf den Oberschenkeln ab und mobilisieren Sie Ihren Rücken, indem Sie ihn im unteren Teil abwechselnd runden und vorsichtig leicht ins Hohlkreuz gehen (5x).

5. Und zum Abschluss machen Sie es wie Art (l.) und lassen beide Arme und den Kopf einmal hängen und schütteln sie aus.

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Ich hab das Ganze mal in einem meiner Seminare ausprobiert. Ja, die Leute haben saudoof geschaut und sie haben noch mehr geschaut, als ich erklärte, dass ich die Tipps von Art habe. Ich stelle fest: Die Leute haben absolut keinen Humor. Was soll’s, ich freu mich derweil auf Die Monster Uni auf Blu ray.

Der optische Verfall bei Star Wars Clone Wars

27. Oktober 2013

Als Star Wars-Anhänger der alten Schule tat ich mich mit den Clone Wars schwer. Die TV-Serie litt zu Beginn an schwachen Zeichnungen. Die Szenen waren zu grobschlächtig, die Charaktere nicht tief genug. Das besserte sich im Laufe der Zeit. Die Verantwortlichen hatten wohl mehr Mut (und wahrscheinlich mehr Budget). Die Filme haben heute zwar noch immer nicht die Eleganz von Kinofilmen – brauchen sie als TV-Serie aber auch nicht. Durch verschiedene Mehrteiler ist die Story tiefer und komplexer geworden und das allein hat sich gelohnt.

Luke

Ich genoss die Serie komplett an einem Wochenende zusammen mit K1. Wir schauten zusammen das Art of Buch (ich hatte mal darüber gebloggt) in Ruhe an und philosophierten über die ausgezeichneten Booklets in Staffel 1und Staffel 2 der Blu ray-Version. Dank der Zeichnungen konnten wir in unser Star Wars-Universum abtauchen. Ab Staffel 3 maulte K1 und er hat recht. Aus der schönen Collector-Box waren schnöde einfache blaue Plastikboxen geworden. Der Verleih hat gespart, aber den Preis nicht gesenkt. Ich dachte, dass ich die falschen Versionen in aller Eile bei Amazon bestellt hatte, doch nichts da: ich habe mich nicht vertan. Es gibt keine aufwendigen Boxen mit Booklet mehr für Teil 3, 4 und 5. Sauerei, was der Verleih den Fans antut. Elende Geldschneiderei.

Wahrscheinlich läuft es wie immer. Erst die schwache Ausstattung und später eine Extended Version mit Booklet und Sammlerzeugs auf den Markt bringen und Fans melken. Nichts da. Clone Wars gefällt mir, aber nicht so gut, dass ich für eine TV-Serie nochmals blechen soll.

Kleiner Tipp: Wer jetzt erst einsteigt, sollte sich die Star Wars: The Clone Wars – Komplettbox überlegen, die für wenig Geld erschienenen ist. Die reicht dann aber auch.

Box

Disney Planes – das ist Cars für Arme

20. September 2013

planes

Nein, liebe Freunde von Disney. Planes war einfach nichts, der Film hat mir nicht gefallen. Ich hab ihn zusammen mit meinen Kindern angesehen und K1 brachte es nach dem Film auf den Punkt: „Papa, warum haben die Cars jetzt mit Flugzeugen nochmals gedreht.“ Und recht hat das kluge Kind. Der Film ist eine Mischung der beiden Cars-Filme, ohne jedoch die Klasse der Pixar-Produktionen zu haben. K2 ergänzte am Ende dann noch: „Schau mal, der Flugzeugträger hat Augen, jetzt kommt bestimmt bald ein Film über Schiffe.“ Nein bitte nicht.

Klar, die Animationen waren okay, die Figuren waren okay, die Story war okay, aber alles schon mal gesehen und vor allem alles schon mal besser gesehen. Vereinzelt gab es ein paar gute Witze wie beispielsweise die Szene mit dem zerstörten Tablet. „Macht nichts, in wenigen Wochen kommt das neue.“ War das eine Andeutung für die neuen iPads? Quatsch, aber gut war es schon.

Nee, Nee - das war nix.

Nee, Nee – das war nix.

Vielleicht muss man Amerikaner sein, um diesen Film genießen zu können. Militärjets und Flugzeugträger spielen als tolle Gemeinschaft mit und der Kriegsheld Skipper ist ein weiser Mann. In den Staaten spielt das Militär eine andere Rolle, aber Leute, wir sind hier bei Disney. Lieber John Lasseter, als ausführender Produzent und Kreativchef von Disney habe ich mir mehr bei diesem Film erwartet. Bitte macht nicht mehr solche lieblosen Massenproduktionen. Ihr habt einen Namen zu verlieren. Ich will die Spritzigkeit, die ich von Lasseter gewohnt bin, die Dialoge, die Feinzeichnung der Personen.

Aber ich geb es zu: Ich wurde schon stutzig, als ich damals den ersten Trailer zu Planes im Netz sah. Die Musik stammte von Rob Zombie. Ja, der von mir verehrte Irre macht die Musik zu einem Disney-Film? Was läuft da falsch? Geht gar nicht.

Aber vielleicht hätte Rob Zombie doch die komplette Musik machen sollen. Stattdessen ließ Disney Mark Mancina ran, der einen belanglosen, lahmen Soundtrack Planes schuf. Wo ist Randy Newman? Er arbeitet wohl nur für Pixar und er weiß wohl auch warum.

Ok, an dem Kinotag hat es sowieso geregnet, da war es im Kino wenigstens trocken und das Popcorn bei Planes war auch nicht schlecht.

Soundtrack

Der Medicus mit Pixomondo-Tricks aus Deutschland

18. September 2013

Ich freue mich immer, wenn 3D-Firmen aus Deutschland in der Weltliga mitspielen und auch große Aufträge bekommen. So ist es derzeit bei der Produktion von „Der Medicus“. Bei der deutsch-amerikanischen Verfilmung des Buches Der Medicus von Noah Gordon ist Pixomondo für zahlreiche Tricks zuständig. Das Buch war in Europa ein Renner, während es in den USA nicht den Nerv traf. Aber historische Romane (und dessen Verfilmungen) sind bei uns in, obwohl ich so was persönlich nicht mag.

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Um was geht es im Film? London im beginnenden Hochmittelalter: Der junge Rob Cole (Tom Payne) wächst mit einer Begabung heran. Er konnte den nahenden Tod seiner Mutter bereits einige Zeit zuvor spüren. Nachdem dieser tatsächlich eintritt, bleibt Cole jedoch nicht lange allein. Der fahrende Bader (Stellan Skarsgård) nimmt ihn mit auf seinen Fahrten und lehrt ihn sowohl in kleinen Taschenspielertricks, als auch in der Heilkunde. Jedoch sieht Cole frühzeitig ein, dass diesen Methoden Grenzen gesetzt sind, so dass er nach größerem Wissen zu streben beginnt. Er entschließt sich in das persische Isfahan zu reisen und dort den „Arzt aller Ärzte“ Ihn Sina (Ben Kingsley) aufzusuchen. Die Reise ist verboten und gefährlich, doch getrieben von seinem Wissensdurst nimmt der junge Rob die Strapazen auf sich. Auf seiner abenteuerlichen Reise begegnen ihm allerlei Herausforderungen und er ist gezwungen verschiedene Opfer zu bringen, doch er erkämpft sich seinen Weg erbarmungslos …

Bis zum Kinostart am 25. Dezember 2013 ist es nicht mehr lange hin. Daher arbeitet Pixomondo derzeit als alleiniges VFX-Unternehmen auf Hochtouren an den visuellen Effekten des Abenteuerfilms „Der Medicus“. Seit Januar 2013 werden im Kölner Produktionsbüro rund 160 Einstellungen mit 22.752 Einzelbildern bearbeitet.

Für das bildgewaltige Abenteuerepos auf Grundlage des gleichnamigen Bestsellers von Noah Gordon baut Pixomondo die persische Stadt Isfahan des 11. Jahrhunderts komplett am Computer nach. Von weiten Totalaufnahmen der gesamten Stadt bis hin zu detailreichen Straßenszenen wird das digitale Modell in verschiedensten Filmsequenzen eingesetzt. Pixomondo produziert für „Der Medicus“ zudem Effekte für Szenen der weiteren Handlungsorte in England, Ägypten und in der Wüste. Durch die Kombination von real gedrehten Aufnahmen und digital erstellten Landschaften und Objekten erhalten die Handlungsorte ein individuelles Erscheinungsbild – passend zum Mittelalter.

Computergenerierte Soldaten und digitale Armeen ersetzen in Schlachten reale Schauspieler und Statisten. Dank der „Digital Crowd“ passt Pixomondo am Computer die verschiedenen Kampfszenen schnell und einfach an die Wünsche des Regisseurs Philipp Stölzl an. Für die Arbeiten an „Der Medicus“ hat Pixomondo ein Produktionsbüro in Köln aufgebaut. Das Pixomondo-Team sitzt im Haus der Firma CinePostproduction, die für den Schnitt und die Farbkorrektur bei dem Projekt verantwortlich ist. „Für uns ergeben sich hierdurch zahlreiche Synergien“, ergänzt Christian Vogt, COO von Pixomondo.

Ich hoffe, dass Christian Vogt sich nicht irrt. CinePostproduction hat gewaltige Probleme. Der Geschäftsbetrieb der insolventen CinePostproduction geht weiter, so verkündete es der Insolvenzverwalter. Das Amtsgericht München hat Stephan Ammann von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH mit Beschluss vom 12. August 2013 zum vorläufigen Insolvenzverwalter der CinePostproduction GmbH bestellt. Der Rechtsanwalt und Steuerberater hatte bereits eine wichtige Entscheidung getroffen: „Der Geschäftsbetrieb der CinePostproduction wird fortgeführt“, erklärte Ammann. Er plant, die vorhandenen Aufträge weiter auszuführen und neue Aufträge entgegenzunehmen. Die CinePostproduction GmbH mit Sitz in Grünwald ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der börsennotierten CineMedia Film AG und zählt zu Deutschlands größten Postproduktionsunternehmen mit bundesweiten Niederlassungen. Aktuell beschäftigt das Unternehmen mehr als 200 Mitarbeiter. Standorte sind München, Berlin, Hamburg, Köln und Halle. Die Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. So wird wohl auch die Produktion von „Der Mediucus“ gut über die Bühne gehen.