Posts Tagged ‘Sternenzerstörer’

Lego Set 75192 Rasender Falke und R2-D2 von Sphero zum Force Friday II

1. September 2017
Wow, der neue Rasende Falke als Lego Set 75192

Wow, der neue Rasende Falke als Lego Set 75192

An diesem Force Friday II bleibe ich standhaft – noch zumindest. Dieser Tag hat für Star Wars-Fans eine wichtige Bedeutung, denn es wird neues Spielzeug rund um die Welt von Star Wars vorgestellt. Das Paradies für die einen, ein Groschengrab für die anderen. Als Fan von Star Wars habe ich den Tag immer im Auge und unter den zahlreichen Veröffentlichungen schlägt mein Sammlerherz für zwei Dinge: Die neue Lego-Sammleredition vom Rasenden Falken und R2-D2 von Sphero.

Das größte Lego Set überhaupt: 75192 Rasender Falke
Bisher war mein Rasender Falke Setnummer 10179 die größte Lego-Edition, die auf dem Markt kam. Die Sammlerpreise bewegen sich ab 6000 Euro aufwärts. Als Sammler besitze ich so ein stolzes Modell mit 5197 Teile. Es ist ein fettes, fettes Teil und eine Augenweide. Nun legt Lego eine Schippe drauf und veröffentlicht am heutigen Force Friday II eine größere, aktualisierte Version des Millennium Falcon.


Das Set 75192 hat das bisher Flaggschiff um 2344 Teilen übertrumpft. Das neue Set hat nun 7541 und ist damit klar das größte Lego-Set was bisher veröffentlicht wurde. Ab heute laufen die Vorbestellungen, ab Oktober erfolgt die Auslieferung. Der Preis beläuft sich auf rund 800 Euro, eine ganz schöne Stange Geld für bunte Plastiksteine. George Lucas bzw. Disney lässt sich den Markennamen einiges kosten, aber ich bin mir sicher, dass das Lego-Set 75192 innerhalb kurzer Zeit ausverkauft sein wird und wie beim Rasenden Falken 10179 die Preise anziehen werden.
Die Ausstattung meines alten Falken war überschaubar. Der neue Falke bringt einiges an Figuren. Für mich als Retro-Fan gibt es die vier Mitglieder der ursprünglichen Crew als Minifiguren: Han Solo, Chewbacca, Prinzessin Leia und C-3PO. Ebenfalls enthalten sind nun drei Crewmitglieder aus Episode VII/VIII als weitere Minifiguren: der ältere Han Solo, Rey und Finn. Ein Droid vom Typ BB-8, 2 baubare Porgs und ein baubarer Mynock sind ebenfalls als weitere Figuren enthalten. Netter Nebeneffekt: Um Leia und Han aus der ursprünglichen Crew im Cockpit ihre Atemmasken tragen zu lassen, dreht man ihre Köpfe einfach um.
Auch an die Bewaffnung wurde gedacht: Als Ausrüstung für die ursprüngliche Crew sind Hans Blaster-Pistole und Chewbaccas Bowcaster enthalten. Zur Ausrüstung für die Crew aus Episode VII/VIII gehören Hans Blaster, Reys kleiner silberner Blaster und Finns mittelgroßes Blaster-Gewehr.
Ich muss zugeben, dass ich mich mit dem Rasenden Falken aus der Episode VII schwer getan habe. Das liegt an einem kleinen Detail: Die Sensorschüssel in den alten Filmen war rund, in den neuen Filmen rechteckig. Lego legt nun beide Versionen bei und der Fan kann seine Version auf den Falken bauen.

Das Problem ist freilich die Größe. Wohin mit so einem Modell? Ein Sternenzerstörer steht bei uns im Schlafzimmer zum Leidwesen meiner Frau, aber der alte und auch neue Rasende Falke sind zu groß. Das neue Modell ist 21 cm hoch, 84 cm lang und 56 cm breit. Den alten Falken haben wir zusammengebaut und dann wieder zerlegt, weil er in der Hütte zuviel Platz wegnimmt. Das wird beim neuen Falken nicht anders sein. Leider sind um Raum München Ausstellungsräume nicht gerade preiswert zu haben, aber ich gebe meine Hoffnung nicht auf. Ich muss es sagen: Das neue Set 75192 Rasender Falke reizt mich schon sehr.

BB-8, R2-D2 und BB-9E von Sphero
Eher für den kleinen Geldbeutel sind die neuen Sphero Produkte. Ich habe die erste Version des BB-8 als Sammler von Roboterspielzeug. Zum Force Friday II kommt wohl der BB-8 aktualisiert und erhält neue Kameraden: R2-D2 und BB-9E. Der BB-9E gehört übrigens zur dunklen Seite und dient der ersten Ordnung. Gesteuert werden die Robos weiterhin via App vom Smartphone oder Tablet. Die Kameraden sind so putzig. Der R2-D2 kommt auf rund 180 Euro und ist somit auch ein teures Spielzeug.

Hier das Unbosing der Erstausgabe meines BB-8:

Und hier ein Überblick über die Neuerscheinungen:

Star Wars-Buchkritik: Sculpting a Galaxy von Lorne Peterson

11. Januar 2014

Sculping

Obwohl ich ein großer CGI-Fan bin, komme ich aus der Welt des traditionellen Modellbaus. Schon als Kind war ich fasziniert von Modellen wie Schiffe, Flugzeuge und Fahrzeuge. Damals war Kriegsspielzeug noch nicht so sozial geächtet wie heute und so stand in meinem Kinderzimmer die Bismarck neben der HMS Victory und Tiger-Panzer neben der Me 262. Es waren irgendwie andere Zeiten.

Als meine Filmbegeisterung ausbrach, erinnerte ich mich an meine Leidenschaft für den Modelllbau. Dies lag mit Sicherheit auch an einem alten Filmbuch der damaligen Kinozeitschrift Cinema. Band 2 der Sonderreihe von Cinema widmete sich den Tricks und ich war begeistert von dem Buch und den mir eröffneten Welten. Gerade im Bereich Science Fiction-Filme kamen eine Menge Modelle zum Einsatz. Erinnert seien nur die Wunderkerzen in den Raumschiffen von Flash Gordon oder Buck Rogers. In der achtziger Jahren wurden die Basisschiffe der Zylonen in der TV-Serie Kampfstern Galactica aus Filmrollen zusammengebaut. 2001 Odyssee im Weltraum setzte absolute Standards im Modellbau. Künftig müsste sich jeder Film an der Detailversessenheit von Kubrick messen lassen. George Lucas wusste das und ging mit Star Wars seinen Weg und schuf ein eigenes Universum, dessen Faszination bis heute anhält.

Und so kaufte ich mir das wunderschöne Buch Sculpting a Galaxy: Inside the Star Wars Model Shop von Lorne Peterson. Es ist der Himmel auf Erden für Modellbauer und Freunde des alten Handwerks, Das komplette Buch dreht sich um Masken, Paintings und Modellbau. CGI von heute wäre nicht möglich, wenn wir die alten Meister damals nicht gehabt hätten. Und daher dreht sich Sculpting a Galaxy vor allem um die klassische Trilogie von Star Wars: Krieg der Sterne, Imperium schlägt zurück und die Rückkehr der Jedi-Ritter. Es kamen im Laufe der Jahre zwar Special Effects mehr und mehr aus dem Computer, doch im Grunde waren die Tricks in diesen Filmen noch klassischer Modellbau. Und so sollte man Sculpting a Galaxy auch ansehen: als eine Zeitreise in Handwerk. Mit viel Liebe zum Detail entstanden Raumschiffe wie Sternenzerstörer, X-Wing oder Tie-Fighter und natürlich die Oberfläche des Todessterns. Natürlich merkt man, dass es sich beim Anflug von Luke in den ersten Todesstern um eine Modellbaulandschaft handelt, aber was soll es? Der Trick hat funktioniert. Die Tricks in der Star Wars-Filmreihe haben so gut funktioniert, dass ganze Dialoge sich in das Bewusstsein der Filmfreunde eingeprägt haben. Die CGI-Effekte der Teile I bis III sind sicherlich perfekter, aber mich persönlich haben die Filme nicht so geprägt wie Teil IV bis VI. Und das lag mit Sicherheit auch an den Tricks.

So ist das Durchblättern von Sculpting a Galaxy eine wahre Freude. Der Text ist übersichtlich und auch bei schlechtem Englisch noch zu gut verstehen. Es geht um die Magie der Bilder, die einen Blick in den Star Wars-Modellshop werfen. ILM öffnete 2006 seine Pforten und ließ einen Blick hinter den Kulissen zu, wobei die Mehrzahl der Bilder aus der klassischen Triologie stammt. Ich empfehle das Buch Sculpting a Galaxy: Inside the Star Wars Model Shop allen Freunden der Filmreihe, die eine Liebe zum Detail haben und auch mal hinter die Kulissen blicken wollen. Meine Hochachtung vor so viel Kreativität auf Seiten der Macher.

Darth Vaders Executor als Legobausatz

3. September 2011
Die Exekutor aus Lego -  Weihnachten kann kommen.

Die Exekutor aus Lego - Weihnachten kann kommen.

Für mich ist Weihnachten gerettet. Lego hat soeben mein persönliches Weihnachtsgeschenk für 2011/2012 in den Lego-Store eingestellt. Es handelt sich um den langerwarteten Sternenzerstörer von Darth Vader, die Executor. Da unsere Familie sich im Star Wars Fieber wegen der Blu ray-Veröffentlichung der Filme Star Wars: The Complete Saga I-VI befindet, kommt dieses Sammelerteil gerade recht. Im Moment bauen wir noch den Rasenden Falken, aber die Executor ist schon eine Augenweide.

Im Lego Programm trägt er die Nummer 10221 und nennt sich auf Deutsch Super-Sternenzerstörer. Mit 3152 Teilen ist das Schmuckstück wieder ein schönes großes Modell mit einer Gesamtlänge von 124,5 Zentimetern. Das rechtfertigt den Kauf einer weiteren Sammlervitrine, die das Gewicht von 3,5 Kilogramm aushält und die Executor vor Angriffen schützt. Das Set enthält 5 Minifuguren von Darth Vader, Admiral Piett, Dengar, Bossk und dem Robo IG-88. Um das lange Schiff zu halten, sind gleich zwei Ausstellungsständer nötig. Zudem gibt das übliche Schild mit den technischen Daten.

Für mich unnötig, aber dennoch Bestandteil: Das zentrale Schiffsteil lässt sich abnehmen und gibt den Blick in eine Kommandozentrale frei. Hier können die Figuren dann eingesetzt werden. In der Praxis sieht es bei mir aber so aus, dass die Executor nicht bespielt wird, sondern als Sammlerstück in der Vitrine steht. Finger weg nach dem Aufbau.  Der Aufbau soll für geübte Lego-Bastler rund 8 Stunden dauern. Da bei uns die ganze Familie mithilft und immer wieder im Bau gespielt werden muss, dauert es sicher länger – aber das ist kein Problem.

Das Schiff ist schön detailreich. Dem Familiennachwuchs gefiel vor allem der kleine Sternenzerstörer an der Backbord-Seite des Schiffes. Das soll die enorme Größe des Schiffes zeigen, das zwölfmal größer ist, als der klassische Sternenzerstörer.

Die Executor war im Kampf um dem Mond Endor beteiligt. Wir Star Wars-Geeks wissen, dass es sich um das Flaggschiff von Lord Vader handelt, dass eigentlich viel zu groß war. Aber nach der Zerstörung des ersten Todessterns wollte das Imperium zeigen, wie mächtig das Böse in der Galaxis ist. Es war 19.000 Meter lang und hatte eine Besatzung von 279.144 Mann. An Bord waren unter anderem 144 TIE-Jäger und 30 AT-ATs sowie 40 AT-STs. Admiral Piett war der dritte und letzte Kommandant, der auf der Brücke starb, als ein Rebellenjäger einen Kamikazeangriff startete. Die Executor kollidierte schließich mit dem zweiten Todesstern und damit war es mit dem Imperium vorbei.