An der Weinstraße in München wird derzeit ein Geschäftsgebäude abgerissen.
München bietet viele Attraktionen in Sachen Kunst und Kultur. Im Moment ist die bayerische Landeshauptstadt allerdings Anlaufpunkt für Baggerfreunde.
Dabei meine ich nicht Messen wie die BAUMA, sondern einen Abriss eines Geschäftsgebäudes in der Weinstraße 6 in München. Zwischen Frauenkirche und Marienplatz wird gerade ein Gebäude platt gemacht und viele Papas schauen mit ihren Kindern fasziniert zu. Schicht für Schicht wird das Gebäude abgetragen – mit schwerem Gerät, ganz vorsichtig. Das Nebengebäude darf keinen Schaden nehmen, das ist wahre Millimeterarbeit und das mit schwerem Gerät.
Ganze Menschentrauben stehen vor dem Gebäude und beobachten die Abrissaktion. An der Weinstraße 6 stand bisher ein Eckhaus am Marienhof. In dessen Erdgeschoss hatte der Juwelier Christ seinen Laden. Das Gebäude gehört zur Vermögensverwaltung Custodia, dem Imperium der Milliardärsfamilie August von Finck. Es soll ein neuer sechsgeschossiger Bau errichtet werden.
Bis es soweit ist, schaue ich mir gerne das Abtragen des bisherigen Gebäudes an. Das Ganze wird von Sauer Bau aus Starnberg durchgeführt. „Sauer Bau bietet einen Maschinenpark mit 1,5– bis 70-Tonnern, der auf dem neuesten Stand und jeder Herausforderung gewachsen ist“, heißt es auf der Website. Und ich muss den Spezialisten gratulieren. Trotz Menschenmassen und Schaulustigen wie mir machen sie professionell ihren Job.
Ludwig Wieser vom Luxus Forum München begrüßt seine Gäste zum Kundenevent.
Es ist schön zu sehen, wenn Mittelständler Hand in Hand zusammenarbeiten. Das konnte ich bei einer Einladung des Münchner Lexus-Forums gestern feststellen. Unter dem Motto „Goldene Zeiten“ wurde ich zu einem Event in München in die Landsberger Straße 222 eingeladen. Es gab eine reiche Auswahl von Autos und italienischen und Österreicher Weinen, Antipasti sowie Live Musik.
Kundenevent im Lexus Forum München.
Ich habe mich vor zwei Jahren entschieden, ein Hybrid-Fahrzeug zu anzuschaffen und meine Wahl fiel auf einen Lexus, weil sich mein schöner aber zu hoch motorisierter Audi als Spritfresser herausgestellt hatte. Der Tankwart war mein bester Freund. Durch den Kauf eines Hybrid-Fahrzeugs als Firmenwagen kam ich wohl auf den Einladungsverteiler von Lexus. Als Kooperationspartner hatte das Lexus Forum das nahegelegne Ristorante Cleopatra gewählt – eine gute Wahl. Ich war früher in diesem Ristorante mit meinem Drucker essen und war von der Küche angetan. Lexus stellte die Autos, Cleopatra die Weine und das Essen – eine unschlagbare Kombination.
Musik, eins, zwei, drei – das Duo machte Stimmung.
Etwas verwirrend war es als mich am Eingang eine sympathische junge Frau anhielt. Zunächst dachte ich, sie wollte meine Einladungskarte sehen. Nein, vielmehr überreichte sie mir ein Klemmbrett mit allerlei Zetteln. Fragend schaute ich sie an. „Das sind die Weine des Abends, die wir Ihnen anbieten. Probieren Sie, testen Sie und sagen Sie uns Ihre Meinung“, meinte die junge Dame. Und zudem konnte man die Weine zu einem deutlich reduziertem Preis erstehen und ein paar Tage später im Lexus Forum abholen. Kurze Diskussion mit meiner Frau, wer unseren Luxus nach Hause fährt und ich probierte die Weine durch, nicht ohne zuvor fachzuspimpeln.
Rund 40 Weine aus Österreich und Italien wurden verköstigt – gute Aktion vom Ristorante Cleopatra.
Der kulinarische Streifzug wurde durch einen technischen Streifzug durch die verschiedenen Lexus-Modelle abgelöst. Im Moment bin ich zufrieden mit meinem Hybrid-Auto. Der nächste Wagen sollte dann ein Elektroauto sein – Tesla finde ich im Moment absolut faszinierend. Und auch die Fortschritte mit selbstfahrenden Fahrzeugen finde ich ermutigend. Im Moment steht aber kein Neukauf eines Fahrzeugs an. Vielmehr machte ich vom Angebot des Ristorante Cleopatra gebrauch. Zwar ist der Weinkeller voll, aber a bisserl wos geht immer. Vor Jahren war ich mal auf einer Pressereise durch Italien und entdeckte dort den Livio Felluga Pinot Grigio aus dem Friaul. Eine ganze Woche verköstigte ich damals diesen Wein, besuchte das Weingut und führte Interviews mit den Winzern. Beim Lexus Forum München sah ich diesen Wein wieder, erinnerte mich an alte Zeiten und bestellte gleich zwölf Flaschen der 2014 Abfüllung. Sie kommt in den Weinkeller und im Sommer 2016 werde ich ihn genießen.
Die zwei Stunden beim Lexus Forum München waren also ein Gewinn für mich, für Lexus und für das Restaurant Cleopatra. So muss eine Win-Win-Situation sein. Und siehe da: Kooperationen im Mittelstand zahlen sich bei einem Kundenbildungsprogramm aus.
Der Herbst war dann weniger golden, als vielmehr kalt. Deshalb gab es heiße Maroni.
Josef Wieser und sein Team stylen die Spielerfrauen vom TSV 1860 München.
Ein Fußballtermin, ohne dass ich ein Wort über Fußball verliere, geht das überhaupt? Bei mir ist das kein Problem. Fußball interessiert mich nicht und dennoch hatte ich die Ehre, die Spielerfrauen des Traditionsvereins TSV 1860 München beim Styling ihrer Wiesnfrisuren zu fotografieren und zu filmen. Mal sehen, ob mich der Blog der Landeshauptstadt aufnimmt.
Das war eine Auftragsarbeit für Friseurmeister Josef Wieser. Wieser betreibt erfolgreich mehrere Friseursalons im Landkreis Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech – und noch wichtiger in diesem Fall: Josef Wieser ist überzeugter Löwenfan. Er hat mit seinem Verein einen Deal abgeschlossen: Das Wieser-Team darf die Spielerfrauen vor ihrem Besuch auf dem Oktoberfest stylen. Dazu gehören natürlich Flechtfrisuren und das komplette Make up.
Zunächst waren die jungen Damen noch sehr zurückhaltend. Dies lag weniger an meinen Kameras als vielmehr an der ehrgeizigen Reporterin einer Boulevardzeitung mit vier Buchstaben. Kooperativ war die Kollegin nicht besonders, dafür aber besonders gschaftig (umtriebig). Egal, die besten Geschichten über die Spieler der Löwen kamen sowieso erst, als sie den Raum im ersten Stock der Löwen-Zentrale an der Grünwalder Straße verlassen hatte. Ich durfte das Styling schon im vergangenen Jahr fotografieren und gebloggt habe. Daher erkannten mich einige Damen wieder. Da die Spielerfrauen sich privat unterhielten, werde ich aber auch nichts hier von den Internas wiedergeben. Und vor allem: Eigentlich interssiert es mich gar nicht.
Toll zu sehen war es, wie sich die Spielerfrauen unterschiedlicher Nationen wunderbar verstanden. Die Kommunikation lief auf Bayerisch, Deutsch, Spanisch und auf Englisch ab. Kein Zickenkrieg, sondern Austausch von Freundlichkeiten und gegenseitige Hilfe beim Binden der Dirndl-Schleife. Staunen gab es bei den nichtbayerischen Damen über die Bedeutung der Schleife beim Dirndl. Insider wissen: Eine Dirndl-Schleife verrät den Beziehungsstatus der Trägerin. Vorderseite rechts: in festen Händen, Vorderseite links: noch zu haben, Rückseite, Mitte: Witwe, Vorderseite, Mitte: Jungfrau. Wie soll jemand aus dem Ausland (Preußen) das auch wissen?
Das Team von Josef Wieser arbeitete schnell und konzentriert. Mit seiner Marke Bavarian Beauty kam er bei den Spielerfrauen des TSV 1860 München gut an. Hier das Styling von vier Spielerfrauen – wer weiß, wer zu wem gehört?
Als dann noch der Trainer der Sechziger Torsten Fröhling samt Gattin Ewa zur Stylingtruppe stieß, wurde es Zeit für den Aufbruch. Torsten Fröhling macht einen freundlichen Eindruck und wollte mir etwas über den Spielleistung seiner Mannschaft erzählen. Als ich als Fußballdepp abwinkte, war er verwundert und irgendwie auch erleichtert. Oktoberfest ist ein Jobtermin und er kam dafür extra aus dem Norden heruntergeflogen. Auch die Gattin Ewa wurde vom Wieser-Team gestylt.
Friseurmeister Josef Wieser und Löwen-Trainer Torsten Fröhling.
Gefallen hat ihn wohl das Lob von Friseurmeister Josef Wieser über die Lederhosen. Torsten Fröhling aus Bützow trug Lederhosen mit dem Löwenlogo. „Alle meine Jungs tragen so eine Hose“, erklärte er stolz. Gut, dass er nicht Buben gesagt hat. Und richtig: Als die Spieler der ersten Mannschaft ihre Damen in Empfang nahmen und die Frisuren des Wieser-Teams bewunderten, hatte jeder sein Wiesn-Outfit an. Mit dem Sponsorenbus ging es dann zum Oktoberfest. Josef Wieser ist mitgefahren, ich bin lieber draußen geblieben, sonst müsste ich mich noch über Fußball unterhalten.
Noch bis 30. August läuft in München in der Hypo Kunsthalle die Keith Haring-Ausstellung, die ich jedem ans Herz legen kann. Und auch der Katalog der Ausstellung Gegen den Strichist eine Augenweide und reich an Information über das Gesamtwerk des Pop Art-Künstlers Keith Haring. Der Katalog geht weit über die Ausstellung hinaus und ich kann ihn bedenkenlos empfehlen.
Als Familie machten wir einen Ausflug in die Hypo Kunsthalle und jedes Familienmitglied konnte etwas für sich mitnehmen. Meine Kinder erfreuten sich an der bunten Kraft der Bilder, meine Frau war von der Aktionskunst in der New Yorker-U-Bahn restlos begeistert und mich faszinierte der Stil des Künstlers, der leider viel zu früh an Aids gestorben ist.
Gegen den Strich heißt die Ausstellung und sie ist nicht nur als Kunst, sondern auch als ein politisches Statement zu verstehen. Keith Haring bezieht in seinen Kunstwerken klar Stellung. Und das ist das Neue an dieser Ausstellung, die nicht gefällig sein will. Keith Haring lehnte sich auf gegen einen kapitalistischen Exzess und engagierte sich für nukleare Abrüstung, Umweltschutz und die Gleichberechtigung des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Sexualität. All dies wirkt auf den Betrachter in München ein. Auf diesem in Ausstellungen bisher wenig thematisierten politischen und sozialkritischen Aspekt von Harings Lebenswerk liegt der Fokus dieser Retrospektive in der Hypo Kunsthalle in München und das ist absolut sehenswert.
Lobenswert war, dass der Besucher in der Ausstellung fotografieren durfte – freilich ohne Blitz, Stativ und Selfie-Stange. Das finde ich sehr lobenswert und viele Besucher machten ihre Erinnerungsbilder. So verbreitet sich die Kunst von Keith Haring online – denn viele Besucher machten ihre Selfie vor den Werken des Künstlers und posteten sie soziale Netzwerke. So bekommt die Ausstellung eine Verbreitung im virtuellen Raum. Kunst für die Masse auch außerhalb von Museen und Ausstellungsräumen – ein sehr interessanter Aspekt der Museumsdidaktik. Hier können viele Museum von der Hypo Kunsthalle in München lernen.
Ich habe schon einzelne Bilder von Haring gesehen, wie beispielsweise im Museum of Modern Art (MoMA), aber noch nie so viele Bilder Harings in einer einzelnen Ausstellung. In München sind es rund 160 Kunstwerke ausgestellt. Unterstützt werden die Bilder und Installationen und Gegenstände von Filmen und Fotos. Didaktisch hervorragend aufbereitet macht die Ausstellung einfach Spaß und regt zum Nachdenken an.
Wunderbar die Provokation am Eingang der Ausstellung Gegen den Strich: Auf einer gelben Motorhaube eines Taxis fertigte Haring seine markanten Zeichnungen an. Dann gleich nochmal eine Provokation im ersten Raum: Jeder weiß, woher das Fleisch kommt. Es kommt aus dem Laden. Die damals aufkommende vegetarische Bewegung war entsetzt.
Laut lachen und fasziniert war ich von der ausgestellten Straßenkunst der New Yorker U-Bahn. Für die einen Schmierereien in der U-Bahn wurde aus der Aktionskunst interessante Werke neben klassischer Plakatwerbung. Kunst im öffentlichen Raum provoziert. Wie würde der Münchner Tarifverbund MVV reagieren, wenn auf den Plakatflächen der Münchner S- und U-Bahn so etwas stattfinden würde? Vandalismus, Geschmier oder würde man mehr darin sehen? Richtig gelacht habe ich bei einem verzierten U-Bahn-Plan von New York. Tolle Idee.
Als Medienmensch war ich natürlich interessiert, wie Keith Haring die Medien und das aufkommende Computerzeitalter sah. Ein Raum der Hypo Kunsthalle widmet sich diesem Thema. Allerdings sieht der Künstler dies mehr als Bedrohung. Ein Roboter schwebt über den Menschen. Diese Sicht ist mir persönlich zu negativ.
Bereits mit der ersten Zeile hatte sie ihre Fans auf dem Münchner Tollwood im Griff. „Jesus died for somebody’s sins but not mine …“ und der Punk ging bei Patti Smith ab. Diese Frau ist fit und gewaltig bei Stimme und das mit 68 Jahren.
Sie ist Power pur, soviel war klar, als sie die Songs zu ihrem Album Horses vortrug. Horses von 1975 (!) Mein Gott, soll Horses schon wirklich 40 Jahre her sein? Ein Großteil der Fans im Tollwood-Zelt hatte Horses damals auf Vinyl gehört und huldigt nun der Sängerin samt exzellenter Band. Das merkte auch Patti Smith, wer hier vor ihr stand und machte auch gleich Witze über Vinyl-Scheiben. „Die eine Seite ist nun zu ende und wir müssen die Schallplatte umdrehen und die Nadel neu auflegen“ – ihre Fans quotierten es mit donnerndem Applaus. So etwas verstehen nur die Älteren, die die analoge Zeit erlebt haben.
Die Idee, nach 40 Jahren eine Tour zu einem Erfolgsalbum zu machen, ist genial. Die meisten der anwesenden Fans konnten die Texte von Horses mitsingen und so kam von der ersten Minute richtig Stimmung auf. Die einstige Punk-Lady hatte jederzeit ihr Publikum im Griff und konnte es sich auch erlauben, während eines Songs mal hinter die Bühne auf die Toilette zu verschwinden. Ihr Verschwinden quittierte sie später mit den Worten, dass sie normalerweise vor einem Auftritt die Toilette besuchte, aber sie dieses Mal nicht konnte. So genau wollten wir es eigentlich nicht wissen. Aber da ist sie wieder, die gute alte Provokation von Patti Smith. Auch das Spucken auf der Bühne hat sie beibehalten, daran nimmt aber wohl kaum noch einer Anstoß. Unsere Fußballer spucken auch und das ist nicht Punk.
Sie galt einst als Vertreterin des New Yorker Punkstils, nicht den modischen Quatsch mit Iro, sondern ihre innere Haltung zählte. Bands wie Velvet Underground und immer wieder die Ramones lebten den Punk und Patti Smith ebnete den Weg und sie überlebte.
Lenny Kaye (Gitarre) und Jay Dee Daugherty (Drums) sind von damals mit dabei, werden heute unterstützt von Tony Shanahan (Keyboards) und Jacl Petruzzeli (Bass). Die Jungs sind so gut, dass sie auch alleine ein Velvet Underground Medley spielen dürfen inklusive Rock’n Roll, Wating for the Man, White Light/White Heat. Und weil Horses nach einer knappen Stunde vorbei ist, legt Patti Smith noch ein paar Kohlen nach inklusive ihres Hits People have the Power.
Am Ende zeigte sich noch einmal, warum man sie einst die Godmother of Punk nannte. Sie zerlegte systematisch den The Who-Song My Generation und rupfte ihre die E-Gitarre. „Es ist das Haar von Engeln“ nannte sie die gerissenen Saiten, grinste und ging von der Bühne, während die Gitarre noch wimmerte. Und es passte, dass aus der Konsole Hendrix Crossroad Traffic kam, während sich die Besucher auf die Münchner Straßen nach Hause machten.
Anmerkung: Irgendwie hatte manche gehofft, dass es zu einer Begegnung Joan Baez und Patti Smith kommen würde. Baez spielte am 11. Juli, Smith am 13. Juli am Tollwood und es überreichte die 68jährige Smith der 74jährigen Baez den Preis von Amnesty International in Berlin. Wäre in München eine schöne musikalische Begegnung gewesen.
München ist eine attraktive Stadt. So attraktiv, dass immer mehr Menschen in diese Stadt an der Isar ziehen, um zu hier leben, um hier arbeiten. Ich mag meine Geburtsstadt München mit all ihren Eigenheiten, mit ihren Marotten – wie das Granteln beim Fön. Der Ausdruck, München sei ein Dorf, trifft für mich voll ins Schwarze. Ich sehe keine Art von Weltstadt – naja vielleicht ein bisschen.
Aber München hat auch seine Schattenseiten: Es gibt zu wenig bezahlbare Wohnungen, der Verkehr ist ein Chaos, der ÖPNV bricht regelmäßig zusammen, München ist sehr teuer und es gibt zu wenig Betreuungsmaßnahmen für Kinder.
Ironblogger zeigen Flagge
Und es gibt richtig gute Typen, denn München hat die Ironblogger. Es ist eine Vereinigung von Bloggern mit unterschiedlichen thematischen Ausrichtungen. Hier bin ich dabei, ich fühle ich mich wohl. Ich gehöre nur wenigen Organisationen und Vereinen an, aber die Ironblogger haben mich überzeugt. Als digitaler Nomade bin ich journalistisch in verschiedenen Bereichen unterwegs. Vor gerade mal zwei Jahren gestartet – und schon zählen wir Münchner Ironblogger zu einer der größten und aktivsten Ironblogger-Gruppen in Deutschland. Zu unserem Jubiläum haben wir Ironblogger uns etwas besonderes einfallen lassen: eine geschlossene Blogparade zum Thema München.
Zum zweijährigen Jubiläum der Ironblogger München möchte ich auf einen Notstand in München aufmerksam machen, verbunden mit einem persönlichen Aufruf zu einer Crowdfunding-Aktion. Die Kindertagesstätten Lucky Children sind unverschuldet in Not geraten. Gerade weil München so eine reiche Stadt ist, wäre es schön, wenn die Web-Community diese Kindertagesstätten unterstützen würden. Und ich will meinen Beitrag in der Blogparade zu München nutzen, um auf das Schicksal der Lucky Children aufmerksam zu machen.
Bargeldunterschlagung vom Konto
Was ist passiert? Durch eine Bargeldunterschlagung vom Kita-Bankkonto der Lucky Children wurden am 18. Mai 2015 über 113.000 Euro an kommunalen Geldern veruntreut. Diese Unterschlagung gefährdet den Fortbestand von zwei Kitas in Neuhausen und Thalkirchen mit 46 Plätzen und 19 Arbeitsplätzen, die seit dem Jahr 2013 geschaffen wurden. Ich habe mich mit dem Geschäftsführer der Kitas getroffen und ein ausführliches Interview mit dem Geschäftsführer Antonio Martin gemacht.
Die sofortige Strafanzeige (Az. BY8523-006940-15/7) bei der Polizei zeigte bisher keine Wirkung, so dass Antonio Martin am 27. Mai 2015 den notwendigen Insolvenz-Eigenantrag (Az.1542 IN 1627/15) stellen musste, da die Elternbeiträge alleine für Essen und Windeln der Kinder, Löhne, Sozialversicherungen und andere laufende Kosten nicht ausreichen.
„Durch diese Tat sind wir unverschuldet in diese Notlage geraten“, so Antonio Martin. „Wir sind ein privater Träger, dessen Elternbeiträge einkommensabhängig sind und sich an den Vorgaben der Stadt München orientieren, die so genannte Münchner Förderformel.“
Aufruf im Netz
Und nun kommt seine Bitte: „Da wir nicht gemeinnützig sind bitten wir Sie um eine kleine Schenkung, damit wir eine faire Chance bekommen im Insolvenzverfahren nicht abgewickelt zu werden und die Zeit bis uns durch die Justiz Gerechtigkeit widerfährt, zu überbrücken.“
Was liegt da näher, als einen Aufruf im Netz zu starten. Eine örtliche Münchner Boulevard-Zeitung hat sich bereits den Fall angenommen. Die Abendzeitung München hat groß auf Seite 3 berichtet und der Artikel ist auch noch online. Weitere Zeitungen werden folgen.
Inzwischen hat Antonio Martin mit Kleinbeträgen bereits 2000 Euro gesammelt. Er hofft auf Unterstützung durch Crowdfunding, er hofft auf Unterstützung aus dem Web. Eine einfache Webseite und eine Fan-Seite in Facebook stehen schon. Nach den ersten Veröffentlichungen setzte eine kleine Welle der Hilfsbereitschaft ein. Ein Leserin der Abendzeitung rief vom Münchner Flughafen an, als sie ihren Flieger besteigen wollte und schenkte spontan 50 Euro. Ich finde das gut und nachdem wir in der Blogparade der Ironblogger unser München zeigen wollen, will ich ein offenes und reiches München zeigen, dass soziale Projekte unterstützt.
Per Pay Pal oder klassischer Überweisung kann den Lucky Children geholfen werden. Ich würde mich freuen, wenn die Münchner und auch andere ein paar Euro schenken würden.
Wie große Smartphone stehen die Bestell- und Bezahlterminals da.
Vor einigen Jahren besuchte ich mit meiner Frau in New York-Ausstellung die Ausstellung Lunch Hour, bei der auch Automatenrestaurants in der Geschichte vorgestellt wurden. Essen auswählen, Geld einwerfen, Essen ziehen, fertig.
Ähnliche Gedanken hatte ich vor kurzem, als ich zum ersten Mal eine Art Automatenrestaurant 2.0 bei McDonald’s im neu rennovierten Untergeschoss des Münchner Hauptbahnhofs entdeckte. Wie übergroße Smartphones stehen die Automaten im Eingangsbereich des Schnellrestaurants. Der Unterschied zu den Automatenrestaurants früherer Zeiten ist nur, dass ich darüber nur meine Bestellung aufgebe. Eine Art Mac-Drive für Laufkundschaft.
Klick und Kaufen
Über ein Touchdisplay kann man seine Fastfood-Speisen zusammenstellen und mit Plastikgeld bezahlen. Anschließend geht der Gast an die Ausgabestelle und erhält seine Mahlzeit zum Mitnehmen oder auf einem Tablett. Wenn ich mir Skates unter die Füße schnalle, dann habe ich wirklich einen Mac-Drive für Laufkundschaft.
Es ist schön zu sehen, dass der Einzelhandel im Netz interessante Aktionen fahren kann und damit auch Erfolg hat. Unlängst war dies bei einer Aktion von Kusmi Tea in den Pasing Arcaden zu sehen.
Über die Facebook-Seit der Pasing Arcaden wurde eine exklusive Kusmi Tea-Party angekündigt. Es stand dort zu lesen: „Wolltet Ihr als Kind auch schon immer nach Ladenschluss in ein Einkaufszentrum – und dabei Tee trinken? Kusmi Tea Paris lädt am 19. Juni ab 20 Uhr zur Teeparty und wir haben 45 Eintrittskarten (für jeweils 2 Personen) für Euch. Alles was Ihr dafür tun müsst: Verratet uns Euren Lieblingstee in den Kommentaren. Viel Glück.“
Hab ich natürlich gemacht – bei mir ist der Lieblingstee der Ingwer-Tee. Nach ein paar Tagen kam die Nachricht in Facebook: „Hallo, wir freuen uns, dass wir für Euch alle Karten besorgen konnten. Bitte schreib eine Mail an unsere Marketing Managerin xxx und Du und eine Begleitung könnt dabei sein. Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß!“
Das könnte jetzt zweierlei bedeuten: Kusmi Tea war von dem Ansturm überwältig und bekam wohl viele Nachfragen, ob man vielleicht doch kommen könnte, obwohl die 45 Karten weg sind. Oder: Die Aktion war kein Erfolg und es kamen zu wenig Kommentare auf die Facebook-Seite, was bedeuten würde, dass die Mall ihre Aktionen im Bereich Social Media verstärken muss. Nun, ich gehe mal von der erste These aus, die Aktion war ein Erfolg.
Gesellschaftspartys erfahren putzten wir uns heraus und fanden uns vor dem Kusmi Tea-Shop in einer Schlange ein. Fein säuberlich wurden unser Name von einer französisch sprechenden Mitarbeitern mit Klemmbrett abgestrichen und wir bekamen Zugang zur Party. Wo befanden wir uns? Und noch wichtiger: Was ist eigentlich Kusmi Tea?
Das Kusmi Tea wurde 1867 in Sankt Petersburg von Pavel Kousmichoff gegründet und belieferte die Zarenhöfe in Russland. Nachdem der Sohn von Pavel Kousmichoff das väterliche Unternehmen Kusmi Tea zunächst in ganz Russland und Zug um Zug auch in Europa einführte, eröffnete er 1907 eine Niederlassung in London, dem Zentrum des internationalen Teehandels. Die Briten hatten damals durch ihr British Empire ein Monopol auf den Teehandel. Als 1917 die Revolution in Russland ausbrach und die Unternehmer an die Wand gestellt wurden, flüchtete die Familie Kousmichoff nach Paris und eröffnete ihr Atelier in der 75. avenue Niel im 17. Arrondissement. Diese Adresse gibt es heute noch immer. Im Jahr 1927 ließ man sich auch in Berlin nieder, damals einer der wichtigsten Städte der Weimarer Republik. So weit die kurze Geschichte des Hauses, die ich allerdings gerne von den Mitarbeitern von Kusmi Tea gehört hätte. Leider waren die mit Verkaufen der Ware beschäftigt, schließlich gab es für die Kunden 25 Prozent Ermäßigung. Hey, das ist keine Party, sondern eine Verkaufsshow.
Schlange vor dem Shop.
Und hier setzt meine Kritik an. Der Laden in Pasing war voll und zu voll. Es kamen mehr Personen zur Tea Party als die kleine Ladenfläche in den Pasing Aracden es vertragen konnte. Es wurde kuschelig warm. Neben den Produkten von Kusmi Tea gab es Süßigkeiten des US-Herstellers Sugarpova und Parfüm von L’Occitane. Die Partygäste, Verzeihung Kunden, konnten an den Tees riechen, ein wenig aus Pappbechern probieren, wobei die bereit gestellten Teekannen schnell geleert waren – es gab unter anderem die Neuheit BB Detox Eistee zum probieren. Wir konnten Süßigkeiten naschen und uns mit Parfüm einsprühen. Und wir konnten kaufen, was viele der Party-Gäste auch gemacht haben.
Die Kasse klingelte an diesem Abend. Umsatz ist im Einzelhandel ohne Frage enorm wichtig, doch unter einer Party verstehe ich persönlich etwas anderes. Tee hat schöne, spannende Geschichten zu erzählen. Wer einmal auf einer Weinverköstigung oder eine Whisky-Degustation dabei war, kennt diese Art von Storytelling. Gerade Kusmi Tea hat wunderbare, unterschiedliche Tees von hoher Qualität zur Auswahl, die exzellent präsentiert werden. Die Verpackung und das Design stimmen und das kaufkräftige Münchner Publikum griff zu. Doch die Info über den Tee blieb auf der Strecke, irgendwelche Party-celebrities habe ich auch nicht in München Pasing gesehen oder ich habe sie übersehen. Dann gehe ich lieber auf Veranstaltungen wie beispielsweise zu Hennessy, wie vor kurzem in Berlin im KaDeWe.
Das Logo hinter der Kasse von Kusmi Tea erzählt auch eine wunderbare Geschichte: Jean-Paul Gaultier hat Anastasia und Prinz Wladimir – dem emblematischen Paar des Hauses Kusmi Tea ein von Grund auf neues Design verpasst. Als Teil der ältesten Kreationen von Kusmi Tea knüpfen diese mit ihrer Entstehung in Sankt-Petersburg auch an die russische Kollektion des Designers in den 1980er Jahren an. Und da wir schon bei Gaultier sind. Es gibt eine wunderbare Geschenkbox in Form einer Hutschachtel verziert mit den typischen Marinesteifen und einem roten Pompon in Anlehnung an die Uniform der Seemänner. Mensch Leute, auch das wäre eine schöne Geschichte, die es zu erzählen gilt.
Positiv ist aber trotz all meiner Kritik an der Verkaufsshow, dass der Einzelhandel auf Ideen setzt, um Leute in den eigenen Laden zu bekommen. Das ist wichtig und richtig. Ob es nun wegen der Party war oder wegen der 25 Prozent Preisrabatt, ist zunächst egal. Den Käufern hat die Kusmi Tea Party wohl gefallen, wenn ich es an der Anzahl der Verkaufstüten sehe.
Die Gerüchteküche brodelte in München ganz schön, wenn ich in der Community das Thema Metaio ansprach. Metaio ist einer der wichtigsten Firmen weltweit im Bereich augmented reality zu deutsch etwa erweiterter Realität. Die Software-Schmiede aus München entwickelte für zahlreiche Kunden höchst innovative Projekte, veranstaltete eine Top-Konferenz mit inside AR in München und war leuchtendes Beispiel für den High-Tech-Standort Bayern.
Ich mache mir Gedanken zu Metaio.
Jetzt hat wohl Apple zugeschlagen und das Münchner Unternehmen gekauft – so zumindest deuten alle Indikatoren hin. Von den Beteiligten Apple und Metaio gibt es dazu noch keine Aussagen. Aber es sieht ganz so aus.
Die Website von Metaio wurde nahezu stillgelegt.
Kauf oder Crash? fragten sich im Vorfeld einige meiner Bekannten und auch ich machte mir Sorgen um Metaio. Die Vorzeichen könnten beides bedeuten. Die Website des Unternehmens wurde großteils vom Netz genommen, der Support der Produkte mittelfristig eingestellt, die deutschen Twitter-Kanäle von Metaio gelöscht. Auf Anfragen kam keine Antwort. Hatte sich Metaio mit der großartigen inside AR-Konferenz übernommen? Dann wurde auch die inside AR in den USA abgesagt. Das klang alles nicht gut.
Die Gerüchte intensivierten sich dann im Vorfeld zur Google Konferenz iO. Sollte Google vielleicht Metaio gekauft haben? augmented reality gilt als interessante Zukunftstechnologie und hier spielt Google ganz vorne mit. Eine Kombination mit Google Glas oder anderen Google-Diensten schien nahe zu liegen. Nachdem Facebook sich die Oculus Rift einverleibt hatte, Microsoft an VR-Brillen arbeitet, sollte Google in diesem Bereich stärker tätig werden. Aber auf der iO-Konferenz von Google wurde kein Wort zu Metaio verloren. Damit war gestern Abend klar, Google hat nicht gekauft. Also doch Crash?
Später am Abend meldeten dann US-Dienste, dass wohl Apple die Kriegskasse geöffnet habe und sich Metaio einverleibt hatte. Das Vorgehen wäre typisch für Apple. Bei der Übernahme gab es eine strikte Nachrichtensperre und jetzt sickern Zug um Zug Details durch. Apple ist ja nicht für seine lockere Informationspolitik bekannt und so bekommen wohl die Metaio-Mitarbeiter weiterhin Sprechverbot. Wer spricht, der kann gehen und muss auch mit entsprechenden Klagen rechnen. So ist es bei den neuen Herren von Apple. Eine Anfrage von bei Apple wurde wie immer kommentiert. Man gebe keine Kommentar ab.
Gestern nacht tauchte dann ein Auszug aus dem Handelsregister auf, den ich nicht überprüfen kann. Am 21./22. Mai habe Apple wohl über einen Frankfurter Notar Dr. Alexander Haines zugeschlagen. Apple wird in diesem Auszug als Gesellschafter von Metaio aufgeführt.
Auszug aus dem Handelsregister, der zeigen soll, dass Apple Metaio gekauft hat.
Was bedeutet dies nun? Zunächst die positive Seite für mich: Wenn ein Player wie Apple in den augmented reality-Markt einsteigt, dann wird die Technologie vorangetrieben. Apple hat die Marktmacht, das Thema in die Köpfe und auf die Geräte der Kunden zu bringen. augmented reality leidet derzeit daran, dass es zu viele verschiedene Systeme gibt und es für den Normalkunden nicht einheitlich ist. Mal braucht der Kunde diese App, mal braucht er eine andere. Dann gibt es aus meiner Sicht noch kein klares Erkennungszeichen für augmented reality-Dienste. Woher soll der Kunde wissen, dass in einer Zeitung, auf einem Plakat, in einem Buch augmented reality-Technologie integriert ist? Metaio arbeitet mit dem „I love AR“-Logo, die deutschen Zeitschriftenverlage haben jeder ein eigenes Logo für die augmented reality-Anwendungen. Beim Thema QR-Code hat es lange gedauert, bis Kunden verstanden haben, was sich hinter einem QR-Code verbirgt. Und noch heute gibt es viele, viele User da draußen, die noch nicht wissen, das die schwarzweißen Pixel ein QR-Code mit Botschaften sind. Bei augmented reality wird dies noch schwieriger und dieses Problem kann Apple mit seiner Marktmacht lösen. augmented reality wird endlich zu einer Massentechnologie und kommt aus dem digitalen Elfenbeinturm heraus.
Und nun die negative Seite für mich: Apple polarisiert, aber ganz schön heftig. Wenn Apple etwas macht, dann kommen starke positive und negative Reaktionen. Das wird beim Thema augmented reality nicht anders sein. Apple liebt sein eigenes Ecco-System und ist nicht immer ein Freund von Windows- und Linux-Entwicklern. Offene Systeme sind nicht gerade das Ding von Cupertino wie wir gerade am Beispiel der Apple Watch gesehen haben. Die Uhr ist ohne iPhone eigentlich nutzlos.
Und ich mache mir Sorgen um den Standort in München. Derzeit sitzt Metaio Tür an Tür bei meinem alten Arbeitgeber der DIGITAL PRODUCTION. Ich habe einige Freunde bei Metaio gefunden, die sich jetzt um ihren Arbeitsplatz Sorgen machen müssen. Das US-Unternehmen Apple tickt einfach anders als eine mittelständische deutsche GmbH. Zieht Metaio komplett in die USA? Eine Zweigstelle im Valley hat Metaio bereits. Sucht Apple die Nähe zu seinem neuen Besitz? Cupertino liegt nicht weit entfernt und Apple baut ja seinen Campus in UFO-Form neu. Platz für ein paar Metaio-Mitarbeiter gibt es da sicher.
Wenn Metaio in die USA geht und den Standort München an der Hackerbrücke aufgibt, dann verliert der Freistaat Bayern massiv. Eines der wichtigsten Innovationsunternehmen würde Bayern verlassen. Hier sollte die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sich um Standortpolitik kümmern und bei Apple anklopfen. Stromtrassen sind wichtig, aber für das High-Tech-Land Bayern sollte Metaio auch wichtig sein. Aber wie ich höre, haben es schon ein paar gute Denker im Umfeld des Wirtschaftsministeriums das Thema auf der Agenda.
Und was machen jetzt die Metaio-Kunden und Entwickler? Ich habe selbst an Schulungen für die AR-Software teilgenommen, aus journalistischem Interesse – nicht um meinen Lebensunterhalt damit zu verdienen. Wie sieht die Zusammenarbeit mit diesen Third Party-Entwicklern künftig aus? Und mit welcher Software arbeiten sie? Wenn Apple wirklich Metaio gekauft hat, sollte sich Apple schnell eine Lösung überlegen, sonst wandern diese kreativen Entwickler zu anderen Software-Lösungen ab.
Aber vielleicht interessiert Apple dies nur am Rande. Apple kauft immer wieder kleine Firmen und integriert sie. Irgendwann tauchen dann die Lösungen in den Apple-Produkten auf. Es war bei iTunes und den Karten-Diensten unter anderem der Fall.
Ich bin für meinen Fall beruhigt, dass es für augmented reality weitergehen wird und dass Metaio nicht vom Markt verschwindet, wie es in der Gerüchteküche kolportiert wurde. Wie und in welcher Form Apple sich dem Thema augmented reality und Metaio annimmt, wird sich zeigen. Mal sehen, ob Tim Cook es auf er anstehenden WWDC im Juni erwähnt, aber wahrscheinlich ist es zu früh.
Meine macromedia-Studenten bei Metaio.
Ich bin Metaio und seinen Mitarbeitern dankbar für die vergangenen Jahre. Das Unternehmen gab mir den Mut, dass in Deutschland innovative Software entstehen kann. Ich konnte mit meinen Studenten immer bei Metaio vorbeischauen und die Zukunft von augmented reality erleben. Und die inside AR-Konferenz hat mir die Augen für Zukunftstechnologien geöffnet. Ich habe hier über augmented reality bei Lego, bei Ikea, beim Optiker und bei Verlagen geschrieben. Die Welt ändert sich und sie ändert sich schnell.
Der Wildpark Poing ist eine Attraktion im Osten von München in der Gemeinde Poing. Dort gibt es zahlreiche Tiere zum Ansehen und einige von ihnen kann man selbst füttern und sogar streicheln. Für Kinder ist der Wildpark Poing eine Freude und ich als Erwachsener habe auch meinen Spaß.
In der Vergangenheit habe ich den Wildpak Poing nur im Frühling und Sommer besucht. Diesen Einfall hatten auch andere Eltern, Kindergartengruppen und Schulklassen. Daher kann bei höheren Temperaturen der Wildpark so manches Mal zu Massenaufläufen kommen. Die Kioske sind umlagert von Horden mit Eisschleckern, von den Tieren ganz zu schweigen.
Jetzt entschoss sich unsere Familie zu einem Besuch bei kalten, winterlichen Temperaturen. Der Wildpark Poing ist der wildreichste Park Deutschlands und wurde bereits im Jahr 1959 gegründet. Der Park hat heute eine Größe von 570.000 Quadratmeter. Und der Besuch hat sich wirklich gelohnt. Der Park strahlte eine Ruhe aus, die sich auch auf die Wildtiere auswirkte. Alles war viel gelassener, viel ruhiger – eben winterlicher.
Winterliche Ruhe im Wildpark Poing.
Natürlich gibt es im Winter keine Attraktionen wie Flugshow mit den Greifvögeln, aber das machte uns nichts aus. Wir gingen in warmen Klamotten eingepackt die zahlreichen Spazierwege mit einer Gesamtlänge von 4 Kilometer entlang und ließen die Attraktionen auf uns zukommen – im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Tiere des Wildparks Poing kamen zu uns und meine Kinder konnten sie füttern und sogar manches Mal streicheln. Ich war massiv beeindruckt von einem Hirsch. Die Gattin konnte das neue Objektiv der Nikon ausprobieren und ich genoss dick eingepackt das ganze Treiben. Warm ums Herz wurde mir gleich beim Eingang als wir zur Meerschweinchen-Box kamen und die lustigen Fellknäuel betrachteten.
Die Meerschweinchen am Eingang vom Wildpark Poing,
Dann kamen Rehe, Gänse, Enten, Pfaue, Ziegen, Schafe, Schweine, Bisamratten, Eulen und viele andere Tiere mehr. Hinter Gitter waren die Wölfe, die mich faszinierten. Sie schlichen sich am Gitter ihres großzügigen Geheges entlang, streiften umher und blickten immer wieder auf die freilaufenden Rehe außerhalb des Zauns.
Cooler Gesprächspartner.
Richtig gefreut haben wir uns auf die Braunbärenfamilie, die in Poing wohnt. Seit März 2007 lebt Braunbärin Mia und ihre Bärenkinder Maja, Mette und Molly in ihrem 30.000 Quadratmeter großen Freigehege. Aber die Bären freuten sich wohl nicht über uns und kein Meister Petz ließ sich blicken. Wir sahen nur die Spuren der Tatzen im Schnee, so eine Art Jack Wolfskin in Natur. Von den Bären allerdings keine Spur – da werde ich wohl im Sommer noch einmal kommen müssen.