Tag der Organspende – Haben Sie einen Spendeausweis und wenn nein, warum nicht?

4. Juni 2022

Haben Sie einen Organspender-Ausweis? Nein, warum nicht? Ich finde, dass jeder einen solchen Ausweis haben sollte und im Falle seines Todes, seine Organe einem leidenden Mitmenschen vermachen sollte. Und dies um so mehr am heutigen Tag der Organspende.

Der Tag der Organspende ist immer am ersten Samstag im Juni. Seit 1983 macht der Aktionstag auf das Thema Organspende aufmerksam. Es ist der Tag, an dem die bewegenden Schicksale der Menschen im Blickpunkt stehen, die Organe gespendet haben oder denen als Organempfänger ein neues Leben geschenkt wurde.
Erstmals seit Beginn der Coronavirus-Pandemie findet deshalb am ersten Samstag im Juni wieder eine Vor-Ort-Veranstaltung in der diesjährigen Partnerstadt Mainz statt. Ich bin nicht vor Ort, muss auch dort nicht sein, weil meine ganze Familie sich entschlossen hat, im Falle eines Falles unsere Organe zu spenden.

Ich will jetzt keine Schwurbler-Meinungen hören, denn es sind keine Argumente. Jeder der sich zum Menschsein bekennt, sollte einen Spenderausweis ausfüllen und mit sich tragen. Das ist meine feste Überzeugung.

„Jede und jeder von uns kann schon morgen auf ein Spenderorgan angewiesen sein – sei es durch eine Krankheit oder einen Unfall“, betont Prof. Karl Lauterbach, Bundesminister für Gesundheit. „Organspende genießt prinzipiell eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Ich wünsche mir, dass die persönliche Erklärung für jede und jeden zu einer Selbstverständlichkeit wird. Dadurch bekommen mehr Menschen auf der Warteliste die Chance auf ein zweits Leben. Ich appelliere an alle: Nutzen Sie das vielfältige Informationsangebot und treffen Sie Ihre Entscheidung.“ Da hat der Lauterbach absolut recht.

Der Bundesgesundheitsminister will einen neuen Anlauf bei der Widerspruchslösung für eine Organspende unternehmen. Eine entsprechende Regelung war vor zwei Jahren im Bundestag gescheitert. Ich unterstützte diesen Antrag voll und ganz. Die Widerspruchslösung sieht vor, dass jeder prinzipiell Organspender ist, der nicht ausdrücklich widerspricht.

Rund 9.200 Menschen in Deutschland stehen derzeit auf der Warteliste für eine Organtransplantation. Demgegenüber haben im Jahr 2020 bundesweit nur etwas mehr als 900 Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet. Damit übersteigt der Bedarf an Organen bei Weitem die Anzahl der für eine Transplantation zur Verfügung stehenden Organe. Täglich versterben im Schnitt zwei Personen von der Warteliste an ihren Grunderkrankungen. Das ist schrecklich. Schämt euch, wenn ihr euch der Gesellschaft verweigert.

Es gibt in diesem Jahr sogar eine 85 Cent-Briefmarke, die von Jens Müller aus Düsseldorf gestaltet wurde. Nun, die Briefpost nutze ich nur noch selten, aber ich werde mir ein paar Marken holen, wenn ich wieder bei der Post in der örtlichen Edeka-Filiale im Dorf bin. Diese Briefmarke ist als nationales Zeichen zu verstehen, das dem Thema über den Tag der Organspende hinaus auch weiter Aufmerksamkeit zukommen lässt.

Hier lässt sich der Organspendeausweis kostenlos bestellen.

Rückschau: Online-Seminar zum 81. Geburtstag von Bob Dylan

2. Juni 2022

Jedes Jahr feiere ich den Geburtstag eines meiner musikalischen Helden Bob Dylan. Dieses Jahr hatte ich an seinem 81. Geburtstag am 24. Mai eine besondere Ehre. Ich durfte zusammen mit meinem Kollegen Stefan Preis ein Online-Seminar zu Bob Dylan halten.

Bereit für Dylans Geburtstag – neben mir ein Stapel CDs.

Ich habe meinen Vortrag mit einer externen Kamera aufgezeichnet, damit es zu keinen Problemen wegen Persönlichkeitsrechte-Verletzungen kommen konnte. Auch neu war dieses Mal, dass ich keine Keynote-Präsentation erstellt habe, sondern nur mit ein paar Notizen bewaffnet meinen Vortrag hielt. Freies Reden war angesagt. Ich wollte mal schauen, ob ich das genauso kann und bei einem Thema wie Bob Dylan fühlte ich mich sicher (obwohl sich der eine oder andere kleine Fehler eingeschlichen hat).

Nach einer allgemeinen Einführung zum Thema Dylan mit entsprechender Würdigung und persönlicher Herangehensweise stellte ich das Werk des Meisters anhand seiner veröffentlichen Alben vor. Ich habe die meisten offiziellen Bob Dylan-Alben auf CD dabei und zeigte sie mit einer Dokumentenkamera dem Publikum. Das Switchen zwischen den Hauptkameras und der Dokumentenkamera erfolgte über das ATEM von Blackmagic.

Ich bewertete und bezog Stellung in dem Vortrag, ließ zumeist die Bootlegs aber weg. Zwar vorbereitet, aber aus Zeitgründen weggelassen habe ich Literatur wie die Autobiografie oder die Zeichnungen sowie die Sammelbände mit Songtexten. Eigentlich wollte ich als Schlussgag noch eine Flasche Whisky von Dylan öffnen und auf den Geburtstag vor laufender Kamera anstoßen, entschied mich aber am Ende doch dagegen.

Für einen Kunden darf ich immer wieder verschiedene Online-Seminare zur Populärkultur halten. Wer darüber informiert sein möchte, dem bitte ich, meinen kostenlosen E-Mail-Newsletter zu abonnieren.

9 Euro Ticket – und nun das Leben neu denken

1. Juni 2022

Heute startet das 9 Euro Ticket und natürlich bin ich dabei. Die Familie ist für drei Monate öffentlich unterwegs und ich finde die Einführung des subventionierten Fahrpreises richtig und sinnvoll. Ich hoffe, es bewirkt bei manchen Mitmenschen etwas im Kopf.

Vor Corona war ich intensiver Bahnreisender. Mit er BahnCard 100 bin ich quer durch Deutschland gefahren, beruflich mal schnell nach Berlin, Hamburg, Köln, aber auch in die bayerischen Regionen. Dann kam Corona und ich war rund zwei Jahre zu Hause. Veranstaltungen außer Haus waren selten, die BahnCard habe ich schweren Herzens nicht verlängert. Die Auftragslage lässt es nicht zu.

So freue ich mich, wenn ich wieder mit dem Ticket die eine oder andere Reise machen kann – mit Maske versteht sich, denn Corona ist nicht vorbei. Und natürlich bin ich in einer privilegierten Situation. Ich wohne im Speckgürtel von München und habe einen einigermaßen funktionierenden ÖPNV, obwohl die Technik des S-Bahn-Streckensystems hier danieder liegt. Ich bin nicht so stark auf das Auto angewiesen wie andere.
Ich bin der Meinung: Wir müssen arbeiten und wohnen wieder mehr zusammenbringen. Als Festangestellter war ich als Pendler früher 2,5 Stunden täglich mit der S-Bahn unterwegs, hab zwar viel Bücher gelesen, aber die Lebensqualität litt ziemlich. Meine Frau hatte die Pendelei nach München satt und löste ihr Büro in München auf. Jetzt arbeitet sie mit ihrem Team 2 Kilometer entfernt und kann zu Fuß oder mit dem Rad hinkommen oder sogar mit dem Bus. Lebensqualität pur, wenn das Leben wieder stattfindet und nicht auf der Straße oder in Zügen.

Unsere Familie versucht ihr Leben neu zu denken. Auch wenn es Leute belächeln, der Klimawandel ist da und jeder muss seinen Beitrag leisten. Aber noch steht bei vielen meiner Bekannten die Frage im Mittelpunkt: Wo fliegen wir dieses Jahr in Urlaub hin? Und warum nur einmal im Jahr Urlaubsreisen? Der Krieg in der Ukraine lässt zudem die Kosten explodieren.

Da kommt das Angebot mit dem 9 Euro Ticket gerade recht. Ich will es nutzen. Bei all der Diskussion um die Ein- und Durchführung ist es für mich der richtige Schritt das Arbeits- und Berufsleben neu zu denken.

Persönlicher Digitalisierungsschub durch Corona – und bei euch?

31. Mai 2022

Hat uns die Pandemie etwas Positives gebracht? Ich stimme der Bitkom zu, die behaupten, dass die Digitalisierung durch Corona vorangetrieben wurde. Daseist richtig, aber es gibt noch Luft nach oben. Das Voranschreiten von 1 und 0 gilt für Privatleute genauso wie für Unternehmen. Und ich sehe einen erhöhten Schulungsbedarf, damit analoge Mitmenschen durch die digitale Spaltung nicht abgehängt werden. Voraussetzung bei ihnen ist allerdings der Wille zur Veränderung.

Parsifal setzt auf Digitalisierung.

Die Bitkom wirft einen besonderen Blick auf die Unternehmen. Und nachdem ich ja auch ein kleiner Unternehmer bin, schaue ich da auch genau hin. Die Corona-Pandemie hat einen nachhaltigen Digitalisierungsschub in den deutschen Unternehmen ausgelöst. Rund jedes Zweite (49 Prozent) gibt an, dass Corona die Digitalisierung des eigenen Geschäftsmodells beschleunigt hat. Vor zwei Jahren, kurz nach Beginn der Pandemie, waren es erst 15 Prozent. In 44 Prozent der Unternehmen hat Corona die Digitalisierung der Geschäftsprozesse beschleunigt (2020: 18 Prozent). 6 von 10 Unternehmen (60 Prozent) sind überzeugt, dass digitale Technologien dabei geholfen haben, die Pandemie zu bewältigen. Eine knappe Mehrheit (53 Prozent) betont, dass Corona einen Innovationsschub im eigenen Unternehmen ausgelöst hat.
Ich mach das Mal bei mir fest: Mein Arbeitszimmer wurde um ein Videostudio ergänzt. Stand ich zu Beginn der Pandemie vor einer einfachen Webcam, ist es heute ein Studio mit mehreren Kameras, Mischer, Greenscreen und Licht. Von hier kann ich meine Online-Schulungen halten, wobei die Technik immer wieder neuen Bedürfnissen angepasst werden muss.

Hybride Veranstaltungen mit 360 Grad Kameras

Und 4 von 5 Unternehmen (83 Prozent) verfügen inzwischen über eine Digitalstrategie, vor zwei Jahren lag der Anteil erst bei 74 Prozent. Auch hier kann ich von meiner Seite berichten, dass ich mit meinem wöchentlichen Newsletter ein neues Kommunikationstool eingerichtet habe, um meine Seminare zu bewerben und um eine Community aufzubauen.

Das alles sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.102 Unternehmen ab 20 Beschäftigten aus allen Wirtschaftsbereichen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom (ja ich bin Einzelkämpfer, wurde nicht gefragt, gebe aber dennoch meinen Senf dazu). Im laufenden Jahr werden die Investitionen in die Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen voraussichtlich weiter zunehmen. 29 Prozent der Unternehmen wollen in diesem Jahr mehr investieren als 2021, nur 14 Prozent planen, ihre Investitionen zurückzufahren. Die Mehrheit (53 Prozent) lässt die Ausgaben unverändert.

Zum Standard der Unternehmenskommunikation gehören wie in der Vergangenheit E-Mail (100 Prozent) und Festnetz-Telefone (96 Prozent) – bei mir ist das Festnetz formal vorhanden, wird aber nicht genutzt. Smartphones nutzen 83 Prozent der Unternehmen sehr häufig oder häufig, vor zwei Jahren waren es 81 Prozent und 2018 erst 51 Prozent. Videokonferenzen gehören in 72 Prozent der Unternehmen zum Alltag, Zoom und Facetime möchte ich nicht missen, nicht im privaten, nicht im beruflichen. 2020 waren es noch 61 Prozent und 2018 nur 48 Prozent. Messenger nutzt die Hälfte der Unternehmen (51 Prozent), vor zwei Jahren waren es 50 Prozent. Kollaborationstools setzen 40 Prozent ein (2020: 36 Prozent). Und in jedem dritten Unternehmen (36 Prozent) wird inzwischen häufig über Social Media kommuniziert (2020: 29 Prozent, 2018: 25 Prozent). Zugleich werden klassische Kommunikationsmittel seltener verwendet. Erstmals nutzt weniger als die Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) häufig oder sehr häufig die Briefpost (2020: 56 Prozent, 2018: 71 Prozent). Und nur noch 40 Prozent greifen häufig auf das Fax zurück. Vor zwei Jahren waren es noch 49 Prozent, 2018 sogar noch 62 Prozent.
Und die Zusammenarbeit über die Cloud hat deutlich zugenommen. Werkzeuge wie Google Drive, Doodle, MindMeister oder Trello gehören heute zu meinem digitalen Alltag.
Und wie ist es bei euch? Was hat Corona bei euch verändert?

Diese Zeiten sind vorbei.

Dracula im Film (24): Dracula braucht frisches Blut

30. Mai 2022

Es war einer der letzten Dracula-Filme von Hammer und sagen wir es mal diplomatisch: Es war nicht der beste Dracula und trotzdem hat Dracula braucht frisches Blut einige sehr guten Momente, die mir als Fan des Grafen Spaß machen.

The Satanic Rites of Dracula wie der Film im Original hieß von 1973 spielt wie sein Vorgänger Dracula jagt Mini-Mädchen im London der siebziger Jahre. Und das habe bei Dracula A.D.’72 genossen und bei The Satanic Rites of Dracula ebenso: Mode, Frisuren, Autos, die ganze Kultur. Und es war das letzte kongeniale Zusammenspiel von Christopher Lee und Peter Cushing als Dracula und Van Helsing. Aber das Drehbuch war mehr als mager: Der Graf hat den Plan, die Menschheit mit einem genmanipulierten Pest-Bazillus zu vernichten. Dies soll genau um Mitternacht des 23. Novembers, des Hexensabbat, stattfinden. Drei führende Mitglieder der britischen Upperclass und Van Helsing sollten dabei als Reiter der Apokalypse fungieren. Natürlich kam es anders und Dracula verfing sich im Dornenstrauch und bekam den Pfahl ins Herz gebohrt.

Erst bei den 7 goldenen Vampire sollte der Vampir wieder auftauchen mit Peter Cushing als Prof. Van Helsing. Christopher Lee hatte keine Lust mehr und suchte sich andere Rollen wie beispielsweise als Bond-Gegner in Der Mann mit dem goldenen Colt.

Der Film Dracula braucht frisches Blut war brutal und freizügig. Das Blut, passend zum deutschen Titel, floss reichlich und es gab nackte (weibliche) Haut und viel weibliche Brust zu sehen. Das sollte das jugendliche Publikum ins Kino locken, doch die Zuschauer blieben aus. 1973 war Dracula mit seinem Umhang einfach antiquiert und altmodisch. Der Horror dieser Zeit kam nicht mehr aus dem fernen Transsylvanien, sondern war unter uns. Vietnam tobte und Watergate bahnte sich an. Der Terror vom Texas Chainsaw Massacre kam ein Jahr später, der Exorzist kam im gleichen Jahr wie Dracula braucht frisches Blut in die Kinos und lieferte den Horror der neuen Zeit. Zwischen den beiden Filmen liegen Welten. Die einst progressiven Hammer-Studios waren mit einem Schlag veraltet und galten als Opas Kino.

Heute haben die Hammer-Filme eine Renaissance. Dracula braucht frisches Blut macht trotz seiner vielen Fehler Spaß und wer nach Details sucht, der wird sich freuen. Die Vampirdamen im Keller sind wirklich gut von Regisseur Alan Gibson ins Szene gesetzt. Da kommt sogar so was wie Horrorfeeling auf. Besonders ist aber natürlich das Zusammenspiel von Lee und Cushing.

Playstation 5 – ich hab sie endlich – und jetzt?

28. Mai 2022

Ich habe nicht mehr daran geglaubt, dass ich in absehbarer Zeit noch eine Sony PlayStation 5 mein eigen nennen würde. Aber es geschehen noch Zeichen und Wunder und siehe da: UPS brachte die lang ersehnte Konsole. Ich war sprachlos. Nachdem ich mich gar nicht mehr damit gerechnet habe, stehe ich nun vor der Herausforderung, welche Spiele ich erwerben soll. Alles Firstworldproblems, aber dennoch eine Herausforderung.

Nachdem ich mir zum Start der Playstation 5 schon gleich Zubehör wie zweiten Controller, Kamera und Fernbedienung zugelegt hatte, lag dieses Equipment unbeachtet im Schrank, weil das Herzstück – eben die Konsole – fehlte. Sony hatte den Markt überreizt und konnte nicht liefern. Anders als Apple, die mit Marktverknappung seit Jahren arbeiten und eigene Liefernetze aufgebaut haben, ist Sony brutal auf die Schnauze gefallen. Sony konnte und kann nicht liefern. Im November 2020 habe ich der Community mein Leid geklagt und ich bin auch nicht bereit, überhöhte und gar unverschämte Preise für eine Spielkonsole zu bezahlen, die mir auf Marketplace oder eBay angeboten werden. Ich wollte meine PS 5 mit Laufwerk für den Standpreis von 499 Euro, was schon teuer genug ist.

Über die Sony Website gelang es schließlich. Username und Passwort des PS-Netzwerkes eingeben und warten. Vielleicht lag es an meinen hohen Punktestand den K1 erspielt hat, vielleicht lag es an etwas anderem – auf jeden Fall bekam ich nach zwei Wochen eine Sony-Mail, ich könnte zu einem bestimmten Datum und Zeitfenster die PS5 erwerben. Hab ich gemacht, mich eingeloggt und mich in die virtuelle Warteschlange gestellt.

Sony erklärte aber auch gleich, dass man nicht unbedingt eine Konsole erwerben könne, denn das Kontingent sei begrenzt. Die Wartezeit reduzierte sich von einer Stunde auf eine Minute und zack, ich konnte bestellen: Playstation 5 mit Laufwerk.

In drei Tagen wurde sie von UPS geliefert. Und ich konnte es noch immer nicht glauben. Jetzt wurde sie zusammen mit K1 aufgebaut und in Betrieb genommen – dann Updates bis zum Umfallen laden. Und ich muss prüfen, an welchem HDMI-Port ich das Ding hänge ohne den Familienfrieden zu stören, denn es hängen zu viele Gerätschaften am Verstärker und den zahlreichen HDMI-Hubs.

Aber eine PS5 nützt nichts, wenn keine Spiele vorhanden sind. Ich muss zugeben, ich habe den Markt nicht mehr richtig verfolgt und fragte meine Community. Danke für die zahlreichen Antworten.
Ich habe bisher gekauft: Aliens Fireteam Elite (weil ich Alien liebe), Death Stranding (weil ich die Story interessant finde), Horizon Forebitten West (weil mir es jeder – buchstäblich jeder empfohlen hat) sowie A Plague Tale: Innocence (weil ich den Score liebe). Ratchet & Clank: Rift Apart kam heute aufgrund eines Amazon-Angebots. Auf der Wunschliste stehen noch Ghost of Tsushima und LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga. Ich hätte noch gerne einen Shooter im Stile von CoD, bin aber noch nicht sicher, was es hier für mich gibt. Also bitte liebe Community, was brauche ich unbedingt für die PS5?
Und ich hoffe, dass Sony mit dem neuen VR Headset in die Gänge kommt. VR auf der PS4 war schon toll, mit der PS5 erwarte ich mich noch mehr. Gibt es hier verlässliche Daten und Fakten?
Also liebe Community, ich zähle auf euch.

Die letzten Fotos aus dem Stahlwerk Mariupol

24. Mai 2022

Die Schlacht um das Stahlwerk von Mariupol scheint erst einmal entschieden. Die 2439 ukrainischen Soldaten ergaben sich den russischen Aggressoren und gingen in Kriegsgefangenschaft. Unter ihnen der Soldat und Fotograf Dimitriy Kozatskiy. Er schoß eindringliche Bilder von den Verteidigern des Stahlwerks und verbreitete sie auf Twitter.

Seine letzten Worte sind verbunden mit einem Wunsch: „Nun, das ist alles. Danke aus der Zuflucht von Azovstal – dem Ort meines Todes und meines Lebens.“ Er postete einen Link zu seinen Fotos, zum Download „während ich in Gefangenschaft bin“. Seine Bitte: „Schickt sie an alle journalistischen Preisverleihungen und Fotowettbewerbe, wenn ich etwas gewinne, wird das nach der Freilassung sehr schön sein.“

Ich habe die Fotos von Dimitriy Kozatskiy aus Google Drive geladen, heruntergerechnet und hier veröffentlicht. Ich habe zwar keinen Fotowettbewerb, möchte mich aber an der Verbreitung dieser sensationellen Bilder via Social Media und meinem Blog beteiligen, um Gehör zu finden. Auf jeden Fall werde ich die Bilder in mein nächstes Fotoseminar für politische Fotografie einbauen.

So dramatisch die Lage für die Verteidiger des Stahlwerkes ist, so hervorragend sind die Fotos von Dimitriy Kozatskiy. Sie zeigen Menschen in Ausnahmesituationen, die sich ihre Menschlichkeit bewahrt haben.

Star Wars in Concert – Rückkehr der Jedi in München

23. Mai 2022

Aller guten Dinge sind drei – und so habe ich mir den dritten Teil der mittlerem Star Wars Trilogie mit Live Musik angeschaut bzw angehört. Ursprünglich sollte das Konzert samt Film in der Münchner Philharmonie (Gasteig) stattfinden, doch Corona machte dem einen Strich durch die Rechnung. Inzwischen ist der Gasteig Baustelle und so wichen die Veranstalter in die Münchner Olympiahalle aus, die deutlich mehr Besucher fasst als ein Konzerthaus.

Ich habe mich auf das Event richtig gefreut. Star Wars in Concert bedeutet auch immer ein Fan Treffen. So war es auch. Viele Anhänger der Lucas-Filme rückten mit T-Shirts und Fan-Outfit an. Ich denke, es waren auch Mitglieder der German Garrison vertreten in ihren Kostümen. Die German Garrison ist die deutsche Untereinheit der 501st Legion, dem 1997 gegründeten und weltgrößten Star-Wars-Kostümclub mit über 14.000 aktiven Mitgliedern in mehr als 60 Ländern rund um den Globus.

Ich traf auch meinen alten Freund Michi Bernhard in seinem Obi-Wan-Kostüm, den ich seit über zwei Jahren aufgrund Corona nicht getroffen habe.
Mein Platz in Reihe sechs war ausgezeichnet. Hinter mir zwei übereifrige Jugendliche mit Vater, die erklärten, dass eine Oper vier Stunden am Stück ohne Pause lief, während hier nach der Hälfte eine Pause eingelegt werde.

Für mich ist die Rückkehr der Jedi-Ritter der schwächste Teil der mittleren Star Wars Trilogie, aber besser als Teil 1-3 und besonders als der unsägliche Teil 9. Bei unserem Abend dirigierte der Österreicher Gottfried Rabl das Pilsen Philharmonic Orchestra mit sichtlich Spaß.

Meine Befürchtungen hinsichtlich der Münchner Olympiahalle bewahrheiteten sich leider. Die Sporthalle ist eben eine Sporthalle, wird als Konzerthalle für Rock und Pop genutzt, aber als Spielort für Filmmusik ist sie komplett ungeeignet. John Williams grandiose Musik war aufgrund der Akustik ein Matsch. Die leisen Töne des Werkes mit seiner Feinheit gingen komplett unter. Zudem war der Audioton der Dialoge zeitweise nicht hörbar und ging im Sounddesign von Sternenjäger und hochgedrehter Musik in der unsäglichen Halle leider unter. Star Wars in Concert war für Konzertsäle konzipiert und nicht für Sporthallen. Die beiden Teile Krieg der Sterne und Imperium schlägt zurück hatte ich noch im Gasteig gehört und genossen, bei Rückkehr der Jedi-Ritter litt ich zeitweise an der Akustik. Gezeigt wurde die digitalüberarbeitete Fassung des Film mit weiteren Effekten.

Gottfried Rabl und sein Orchester machten einen guten Job mit viel Show. Die German Garrison trat vor dem Konzert vor die Bühne zum Erinnerungsfoto. Nach dem Film reichte Darth Vader dem Dirigenten Rabel sein rotes Laserschwert und Rabl dirigierte den Imperial March als Zugabe mit dem Lichtschwert. Das kam bei uns Zuschauern gut an.

Ach ja Zuschauer: Mein Eindruck bei den Konzerten der Vergangenheit im Gasteig war ein diszipliniertes Publikum, das rechtzeitig zur Aufführung ihre Plätze einnahm. In der Olympiahalle kam man zu spät, ging mitten drin für Bier und Popcorn oder auf die Toilette. Gefällt mir es? Nein, aber ist egal, weil die Akustik sowieso eher schlecht war.

Im Februar 2023 wird nun Teil sieben der Saga Das Erwachen der Macht in der Isarphilharmonie in München aufgeführt. Bisher habe ich mir immer in der Pause. zu Star Wars in Concert Karten für das nächste Event gekauft. Das machte ich dieses Mal nicht, weil ich bei der Unvernunft der Menschen damit rechne, dass Corona im Herbst nach dem Oktoberfest wieder zuschlägt und alle Events zunichte macht. Und zum anderen haben die letzten Teile der Saga viel vom Glanz verloren, die das Star Wars Universum für mich ausgemacht haben. Die Musik von John Williams will ich lieber von Datenträger oder in einem Konzertsaal vom Meister selbst hören.

Persönlicher Nachruf: Vangelis ist tot – scheiß Corona

20. Mai 2022

Seine erste Schallplatte, die ich von ihm hörte war Heaven and Hell. Ich war als Jugendlicher vom Cover fasziniert. Die gläsernen Hände, die die Tasten spielen und dahinter Nebel mit Feuer. Die Musik klang wie ein Oratorium und schon vom ersten Lauschen hat mich die Musik gefangen. Ich kannte die Musik aus dem Fernsehen, denn sie war die Titelmusik der frühen Wissenschaftsserie Unser Kosmos von Carl Sagan.

Daran erinnerte ich mich wieder als ich vom Tode von Vangelis erfuhr. Er verstarb an Covid 19, das teuflische Virus, das noch immer nicht besiegt ist, obwohl alle so tun.
Meine Helden der elektronischen Musik sterben und immer wieder bricht mir es das Herz. Nach Edgar Froese, Richard Wright, Tomita, dem großen Keith Emerson und dem genialen Klaus Schulze nun auch Vangelis, wie der Künstlername von Evangelos Odysseas Papathanassiou war. Die Musik von Vangelis war immer ein Bestandteil meiner All Time Playlist, die ich immer hören kann, ohne dass sie mir zuviel wird.

Ich genoss freilich seine Soundtracks, allen voran habe ich mir alle Versionen von Blade Runner gekauft, die ich auftreiben konnte, 1492: Conquest of Paradise und natürlich Chariots of Fire. Aber Vangelis war mehr als ein Soundtrack-Komponist. Er schreib mit seiner Band Aphrodite’s Child und dem Album 666 sicherlich Progrockgeschichte. Gerne hätte ich ihn bei Yes gesehen, doch die Zusammenarbeit mit Jon Anderson lieferte uns schöne Popsongs.

Im Moment höre ich das Piano-Album Nocturne und Antarctica, dessen kaltes Thema ich rauf und runter im Sommer hören kann. Persönliches Highlight von Vangelis ist aber für mich das Stephen Hawking Tribute von 2018. Die Musik wurde beim Begräbnisgottesdienst in der Westminster Abbey aufgeführt und anschließend an die Gäste verteilt. Ich habe die CD Nummer 61 dieser Gottesdienst-Ausgabe, die auf 500 Exemplare limiert war. Das Stück selbst gibt es als Download und als Bootleg.

Ab in den Urlaub? Oder doch nicht? Aktuelle Zahlen

18. Mai 2022

Wie halten Sie es dieses Jahr mit der Urlaubsreise? Ich habe viel geschrieben über Nachhaltigkeit bei Reisen in Deutschland. Hinzu kommen Gedanken zu Klimawandel, Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine. Weiterhin haben wir Aufrufe zum Energiesparen.

Und dennoch möchten 42 Prozent der Deutschen, die im Sommer verreisen wollen, nicht auf ihren Urlaub im Sommer verzichten. Dies ergab eine aktuelle Online-Befragung des Bayerischen Zentrums für Tourismus (BZT), durchgeführt von GfK (Gesellschaft für Konsumforschung). Allerdings wird hier nicht ganz klar, ob es Urlaub im Ausland oder Urlaub zu Hause ist oder ob Urlaub auch Balkonien ist. Scheinbar wird Urlaub mit Verreisen gleich gesetzt.

23 Prozent bereiten die Themen Krieg, Energie, Corona aber so große Sorgen, dass sie trotz derzeitiger Reiseabsichten im Sommer vielleicht doch nicht verreisen werden.

Auch finanzielle Aspekte spielen bei den Reiseüberlegungen eine Rolle. Ein niedriger Preis ist für jeweils ein Drittel der Befragten, die verreisen möchten, aber noch nicht gebucht haben oder noch unsicher sind, ein wichtiges Kriterium für die Wahl des Urlaubsziels. Über ein Drittel gibt zudem die Sorge um die hohen bzw. weiter steigenden Preise für ihr zögerliches Buchungsverhalten an.

Keine Frage: Urlaub ist wichtig. Er dient der Erholung, dem Auftanken der Batterien. Das zeigt auch die Umfrage. 65 Prozent schöpfen im Urlaub „Erholung und Entspannung“, 46 Prozent genießen die „Zeit für Partner, Familie und Freunde“. Fast jede Zweite/jeder Zweite sieht Urlaub als „Freiheit“ (45 Prozent) und als „etwas Besonderes“ (48 Prozent).

Für mich interessant: Bereits in den ersten vier Monaten des Jahres hat rund ein Drittel der Personen, die generell verreisen, eine oder mehrere Urlaubsreisen gemacht. Die Probleme unserer Zeit spielen da wohl keine Rolle. Daraus schließe ich: Es geht uns gut und das Konsumverhalten der Gesellschaft hat sich nicht geändert. Davon bewertet mehr als die Hälfte diese Urlaubsreisen als „erholsam“ (54 Prozent). Jede/jeder Fünfte empfand die Reise als „normal“ (22 Prozent) und als „teuer“ (20 Prozent).

Mit Blick auf den Sommer 2022 möchten 69 Prozent der Befragten, die generell verreisen, auf jeden Fall in Urlaub fahren. Nach den Entbehrungen der Corona-Pandemie sind diese Ergebnisse für die Tourismusbranche erfreulich und ermutigend zugleich, so Alfred Bauer vom BZT. Die in den Corona-Jahren häufig diskutierte hohe Reisebereitschaft der Deutschen zeigt sich nun in Form von festen Reiseabsichten.

Wie in den vergangenen Jahren sind insbesondere die 40- bis 49-Jährigen sehr offen für Reisen: 74 Prozent haben in dieser Altersgruppe feste Reiseabsichten für die Sommermonate 2022. Rund ein Drittel der Befragten, die generell verreisen, hat bereits gebucht. In der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen sind es fast 40 Prozent.

Dieses Ergebnis sieht Cathrin Schiemenz vom BZT als besonders erfreulich für die Branche, da die Reiseabsichten und Reiseaktivitäten in dieser Altersgruppe während der Corona-Pandemie sehr verhalten waren. Klar, dass sich das BZT freut, denn ohne Tourismus gibt es kein Bayerisches Zentrum für Tourismus.

59 Prozent der Personen, die zwischen Mai und Oktober 2022 verreisen möchten, werden mindestens einen Urlaub in Deutschland verbringen: Dabei führt Bayern die Rangliste an, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. 49 Prozent wollen mindestens einen Urlaub im europäischen Ausland verbringen – angeführt von Spanien. 11 Prozent beabsichtigen, in ein außereuropäisches Land zu reisen.

Energiebilanz und CO2-Abdruck sind eine Katastrophe und dennoch ab in die Ferne. Angesichts der zunehmenden Auslandsziele nimmt das Auto als bevorzugtes Verkehrsmittel für die An- und Abreise wieder ab: Rund die Hälfte der Personen mit Reiseabsichten für die Sommermonate wollen den Pkw nutzen, und 29 Prozent planen zu fliegen. Also die Appelle der Politik und Klimaschützer haben nicht gefruchtet, vielleicht regelt es der Preis, wenn sich Flugpreise drastisch erhöhen.
Für die Reisenden im Sommer sind die autarken Wohneinheiten wie Ferienwohnungen oder -häuser weiterhin die beliebteste Unterkunftsform: 35 Prozent möchten dort übernachten. Insbesondere mittelgroße und große Hotels werden wieder stärker nachgefragt.

Bei den Kriterien für die Auswahl der Unterkunft nennen 46 Prozent die „gute Lage“ als entscheidend, gefolgt mit jeweils 34 Prozent für „gute Bewertungen“ und „eine ansprechende Einrichtung“. Für 31 Prozent ist der günstige Preis ein wichtiges Auswahlkriterium.

Mehr Infos und Zahlen gibt es hier